Patrick Dunne Die Pestglocke

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Inhaltsangabe zu „Die Pestglocke“ von Patrick Dunne

Illaun Bowe, die faszinierende Archäologin aus
"Keltengrab", kehrt zurück - Gänsehaut-Garantie!

Die junge Archäologin Illaun Bowe entdeckt auf dem Pestfriedhof eines irischen Städtchens eine lange verschollene Madonna. Sofort beginnt sie, die Wahrheit hinter dem Mythos um die Heilkräfte der Statue zu erforschen. Da erschüttert ein brutaler Ritualmord den Ort. Und damit nicht genug! Offenbar wurde bei ihren Ausgrabungen ein Pesterreger freigesetzt. Nur Illaun erkennt, dass die Todesfälle auf teuflische Weise zusammenhängen – und ein Sterbender prophezeit ihr, dass dies erst der Anfang sei …

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  • langweiligstes Buch, das ich je gelesen habe...

    Die Pestglocke

    katzekatzekatze

    26. July 2013 um 00:09

    Ich hab das Buch zufällig bei uns im Oxfam Buchshop entdeckt - ein Glück, dass ich so günstig dran gekommen bin, denn nachdem ich es gelesen habe, waren mir schon 3 Euro zu viel Geld. Der Titel, weshalb es mir ins Auge gestochen ist, klingt richtig vielversprechend, ebenso wie die Inhaltsangabe. Leider wird man bitterlich enttäuscht beim Lesen. Vermag die Protagonistin mit dem wohlklingenden irischen Namen anfangs noch durch ihre Natürlichkeit und ihre Durchschnittlichkeit Sympathien hervorrufen, kann das nicht darüber hinwegtrösten, dass der Autor sich offenbar nicht wirklich entscheiden konnte, wovon sein Buch eigentlich handeln soll. Der Anfang beginng ganz interessant, indem ein Mitarbeiter des Archäologischen Grabungsteams von der Protagonistin mit einer Substanz kontaminiert wird. Das wars aber auch schon. Dann kommen heilige Reliquien, Afrikanische Ritenmorde, Alzheimer in der Familie und der Tod des Vaters, das Scheitern einer Beziehung und eine neue Affähre ins SPiel, aber alles nur so angekratzt, dass man sich nicht entscheiden kann, worauf man nun den Fokus beim Lesen legen soll. Es wirkt alles seicht und schwammig und wenig überzeugend, Nebencharaktere haben absolut null Tiefe und sind nur da um Stereotypen zu erfüllen: Die Freundin mit der Teenagertochter, der komische Fremde, der der Protagonistin ziemlich plump schöne Augen macht, der rassistische Zeitungsreporter.... keinem dieser Charaktere kauf ich ihre "Echtheit ab" Das Ende ist ein Witz. Es wird nicht wirklich was überraschendes aufgeklärt, mal so nebenbei der Mord an der Frau, die zu Anfang tot gefunden wird und an welcher Krankheit die ganzen zwei Personen verstorbenm sind, die es erwischt hat und nichts davon hat auch nur den geringsten Bezug zum Titel des Buches. Ich habe mich von der ersten Seite bis zur letzten absolut gelangweilt und hab nur weiter gelesen, weil ich immer mal wieder die Hoffnung hatte, dass mal was Spannendes passiert. Das Thema Pest und Epidemien im Allgemeinen ist so heftig und gewaltig und man könnte so einen richtig guten Thriller draus machen, aber der Autor schöpft diese Quelle nichtmal ansatzweise befriedigend für den Leser aus, sondern verirrt sich in einem kümmerlichen Salat von langweiliger Reliquien-Historik. Es tut mir leid, Mr. Dunne, aber ich kann verstehen, warum es als kostenlose Spende im Gebrauchtbuchladen gelandet ist.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    cvcoconut

    23. October 2012 um 09:38

    Das war nun das dritte Buch von dem autor das ich gelesen habe, aber wirklich begeistert hat es mich nicht so richtig. angefangen hat es mit einer Ausgrabung auf einem alten Pestfriedhof, bei dem zwei Särge gefunden wurden. Ich fand das alles was dann kam aber zuviel durcheinander. Zum ersten waren die Särge, in einem wurde eine Maria - Skulptur gefunden, die Rätsel aufgibt. Dann bricht plötzlich eine unbekannte Krankheit uas, die auf Pest schließen lässt. Außerdem taucht noch eine leiche auf, die nach einem Ritualmord aussieht. ich hätte mir mehr von den Pesterregern und dem alten Friedhof versprochen. Das ist ja doch ein Thema, was bis heute interessant ist. Das wurde hier aber leider nur leicht angeschnitten.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    melli.die.zahnfee

    06. May 2012 um 13:52

    Bei Ausgrabungen auf einem alten Pestfriedhof in Irland entdeckt die Archäologin Illaun Bowe eine kurnsvll geschnitzte Madonna. Doch dieser Erfolg wird überschattet, als einer ihrer Helfer tödlich erkrankt. Hat er sich an einer der Leichen infiziert? Ist etwa die Pest nach Castleboyne zurückgekehrt? Da vernimmt Illaun die Worte des Sterbenden: "Es ist nicht das, was Sie glauben. Es ist schlimmer - viel schlimmer..." Dieses Buch hat mir gut gefallen. Der Autor schafft es schöne Einblicke in das irische Leben zu geben und die Protagonistin finde ich sehr sympathisch. Die Handlung springt ein wenig wirr hin und her und es ist schwer manchmal den Überblick zu behalten, weil Herr Dunne ein paar Themen zuviel untergebracht hat. Krankheiten, Kirchengeschichte, Ritualmorde etc.Aber alles in Allem ein solider Thriller mit tollen Figuren und einer spannenden Handlung, die gut ausgedacht ist.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    24. February 2012 um 07:20

    Die Archäologin Illaun Bowe hat die Möglichkeit, Ausgrabungen an einem ehemaligen Lepra- und Pestfriedhof zu machen, bevor dort ein Round-About gebaut werden soll. Zum Ende der Arbeiten finden sie 2 Bleisärge, die sie zu bergen versuchen. Dabei bricht einer der Särge auseinander und die Leichensuppe ergießt sich über ein Mitglied ihres Teams. Trotzdem er sofort ins Krankenhaus gefahren wird, verstirbt er dort nach kurzer Zeit. In dem 2. Sarg finden sie eine lang verschollene Statue der Madonna, die ein Kind auf dem Arm hält. Sofort erheben die katholische und die anglikanische Kirche Anspruch auf die Madonna, aber auch das Nationalmuseum. Nachdem auch noch ein Junge an der augenscheinlichen Pest stirbt, wird über die Gemeinde Quarantäne verhängt. Parallel zu dem Fund der 2 Bleisärge wurde auch eine stark verstümmelte Frauenleiche gefunden, die anhand der Wunden auf ein Voodoo-Opfer schließen lässt. Für genauere Untersuchungen wird veranlasst, dass der Südafrikaner Peter Groot eingeflogen wird. Dieser recherchiert nicht nur wegen der Frauenleiche, sondern hilft auch Illaun dabei, dem Geheimnis der Madonna auf die Spur zu kommen und das Rätsel um die Pestviren zu lösen. Das bringt Illaun auch in Nöten, denn ihr Verlobter sieht die enge Verbindung zwischen den beiden gar nicht gern ... Nach dem "Keltengrab" ist dieser Roman das 2. Werk um die Archäologin Illaun Bowe. Wieder zeigt Patrick Dunne, wie er es meisterhaft versteht, mehrere Ereignisse, die scheinbar keine Verbindung haben, miteinander zu verweben, so dass sie zum Ende eine geschlossene Einheit bilden. Hier finden einige Brennpunkte Zugang zum Werk, angefangen mit Aids und Rassenhass sowie der Meinungsbildung und Verdrehung von Wahrheiten durch die Presse. Patrick Dunne bringt uns auch ein wenig an die irische Geschichte heran, indem er von Aberglauben und sagenhaften Erzählungen berichtet, die sich um den Fund der Madonna ranken. Gekonnt konstruiert der Autor ein Gesamtgebilde der einzelnen Ereignisse. Der Schreibstil ist kontinuierlich und flüssig und lässt sich gut lesen. Das Buch ist zwar als Thriller deklariert, aber ich denke, es ist geht eher in Richtung Krimi. Ich mag diesen Autor und freue mich schon auf die Fortsetzung "Die Opferstätte".

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    baronessa

    09. July 2011 um 15:36

    Eines Morgens wird eine sehr verstümmelte Frauenleiche in einem Bach entdeckt. Gleichzeitig werden bei Ausgrabungen auf einem Lepra- und Pestfriedhof zwei Bleisärge gefunden. Bei der Bergung wird ein Sarg beschädigt und eine stinkende Flüssigkeit wird auf einem Arbeiter ausgeschüttet. Zur Vorsorge wird der Arbeiter ins Krankenhaus gebracht, wo er später verstirbt. Aus dem anderen Bleisarg wird eine wertvolle Skulptur geborgen. Da es sich um eine Darstellung der Jungfrau Maria mit Kind handelt, streiten sich natürlich der Pfarrer und andere um diese Skulptur. Durch das Todesopfer gehen alle davon aus, dass es die Pest sein könnte, da auch ein kleiner Junge, mit den gleichen Symptomen, eingeliefert wird. Bei der verstümmelten Frauenleiche geht die Polizei von einem Voodoomord aus und deswegen kommt extra aus Kappstadt ein Ermittler. Peter Groot hilft nicht nur mit der verstümmelten Frauenleiche, sondern auch bei der Ermittlung der Seuche. Der kleine Ort wird für kurze Zeit unter Quarantäne gestellt. Rassistische Töne werden von einem Redakteur der Zeitung angeschlagen und in dem kleinen Ort geht alles Drunter und Drüber. Dazu fühlt sich die junge Archäologin von dem Pathologen aus Kapstadt angezogen. Sie forscht nach dem Geheimnis der Skulptur und löst das Rätsel. Der Redakteur Darren Byrne will genauso den Schatz auffinden und setzt alles daran. Erst zum Schluss wird das Rätsel gelöst und auch der Mörder findet seine gerechte Strafe. Natürlich möchte ich nicht alles verraten, denn sonst wäre ja die Spannung vorbei. Dieses Buch ist wunderbar spannend bis zur letzten Seite. Hier wird ein Mordfall gleichzeitig mit einem Unfall bei Ausgrabungen miteinander verworben. Der Aspekt von kulturellen Einflüssen fließt ebenso ein, wie zarte Andeutungen von Liebe. Geschichte, Kunst, ein Virus und ein Mordfall, genau die richtige Mischung für einen Thriller. Schon allein das Cover lässt Unheimliches erahnen. Sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    Woodwoman

    10. May 2011 um 11:00

    Ich habe die Befürchtung, dass ich die "Illaun Bowe"-Romane wild durcheinander lese. Auf mich wartet nämlich noch "Die Keltennadel", aber das ist eine andere Geschichte... Es sieht aber ganz so danach aus, als könne man sie durcheinander lesen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen springen zwar von Buch zu Buch ineinander über, lassen sich aber auch ohne Vorwissen nachvollziehen. Von "Das Keltengrab" war ich so hellauf begeistert, dass mir gleich weitere Romane von Patrick Dunne gekauft habe. U.a. eben auch "Die Pestglocke". Vorweg muss ich sagen, dass ich Irland liebe. Ich zwar erst ein einziges Mal da, aber schon als Kind zeigte ich reges Interesse an der Grünen Insel. Auch die Pest-Thematik hat mich schon damals fasziniert.Eigentlich steckt in diesem Buch eine ganze Menge Ironie. Patrick Dunne beschreibt traumhafte Landstriche und setzt dann die Bewohner von Castleboyne unter Quarantäne. Menschen sterben auf unerklärlicher Weise an pestähnlichen Symptomen. Wenn man so etwas liest, kann einem schon etwas anders werden. Aber auch dieses Mal hat Dunne nicht auf einen schmierigen Ekel-Faktor gesetzt, sondern dezent umschrieben. Illaun Bowe geht dieses Mal eher ihrem Beruf als Archäologin nach. Sie steckt zwar auch die Nase in die medizinschen Angelegenheiten, aber wer kann es ihr verübeln, wenn einer ihrer Mitarbeiter an einer seltsamen Krankheit stirbt, nachdem er von einer Mischung aus Pesterreger und Leichensuppe überschüttet wird? Zusammen mit Finian, ein Volkskundler und ihr Verlobter, versucht sie die Aufgabe der mitbegrabenen Madonna-Statue zu ergründen. Aber es gibt noch eine zweite Leiche. Eine junge, dunkelhäutige Frau wird ohne Kopf, Genitalien, Hände und Füße gefunden. Es sieht alles nach einem Ritual-Mord aus. Und alles hängt irgendwie miteinander zusammen und ist mit wieder anderen Dingen verknüpft. "Die Pestglocke" beinhaltet ein absolutes Wirrwarr aus Handlungssträngen und Ereignisse, die irgendwie miteinander zusammenhängen. Nach und nach, werden die einzelnen Strängen entknotet und alles macht einen Sinn. Nicht zuletzt tragen auch hier wieder Illauns und Finians Einfälle, sowie medizinische Hinweise dazu bei. Die Geschichte zwischen Illaun und Finian wird in diesem Buch sehr intensiv. Die beiden wollen heiraten. Es fehlt eigentlich nur noch Termin. Ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als dann noch ein attraktiver und viel jüngerer Pathologe auftaucht, der Illaun umgarnt. Auch hier sind zwischenmenschliche Beziehungen beschrieben. Die Charaktere des Buches sind keine Überflieger, die in Null Komma Nix einen Fall lösen, sondern sind beeinflussbar und emotional. Das macht die Buchcharaktere, für mich, greifbar und die Geschichte umso spannender. Frau will schließlich auch wissen, was nebst der Aufklärung der außergewöhnlichen Tode, so in Castleboyne passiert. Fazit: Vielleicht nicht ganz so spannend, wie "Das Keltengrab", aber durchaus Gänsehaut und Kalter-Schauer-Faktor.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    Knusperflocke

    04. March 2011 um 07:36

    Die junge Archäologin Illaun Bowe macht die Entdeckung ihres Lebens. Auf dem Pestfriedhof eines irischen Städtchens entdeckt sie eine lange verschollene und angeblich wundertätige Madonna. Sofort beginnt sie, die Wahrheit hinter dem Mythos um die Heilkräfte der Statue aufzudecken. Da erschüttert ein brutaler Ritualmord den Ort. Immer tiefer wird Illaun in die Ermittlungen gesogen – bis sie um ihr Leben fürchten muss. Doch damit nicht genug: Offenbar wurde bei ihren Ausgrabungen ein Pesterreger freigesetzt, dem bald ein erstes Opfer erliegt. Noch während die Angst vor der Seuche das Städtchen in ihren Klauen hält, erkennt Illaun, dass die Todesfälle auf teuflische Weise zusammenhängen – und ein Sterbender prophezeit ihr, dass dies erst der Anfang sei … Die Idee ist echt super. Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich total begeistert und konnte es gar nicht mehr abwarten dieses Buch zu lesen. Doch lieder fand ich die Umsetzung sehr enttäuschend. Oft, so fand ich es, fehlten die Gefühle der vereinzelten Personen, so dass man nicht gar nicht wusste, ob Illaun nun doch mit ihren Verlobten zusammen bleiben möchte oder nicht. Oder ob er sie noch liebt oder doch lieber seine Arbeit nachgehen will und somit die Hochzeit immer weiter verschiebt. Die Hochzeit ist zwar nur ein Nebenthema dieses Buches, aber ich finde, wenn man schon darüber schreibt, sollte man es schon ausführlicher machen. Teilweise ist das Buch auch echt unheimlich, was ich wiederum sehr gut fand. Aber auch dort wurden teilweise Beschreibungen weggelsassen, die ich sehr wichtig fand, damit man weiß, was diese Person zu einer bestimmten Situation denkt und sich in sie hineinversetzen kann. Leider kam es dann auch so, dass ich zum Teil nicht wusste, wo sie denn jetzt sind. Entweder auf dem Friedhof oder zu Hause, da zu schnell von einem Ort zum anderen gesprungen wurde. Die Geschichte ist sehr gut und geschichtlich auch interessant, aber nicht gut in der Umsetzung.

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. May 2010 um 12:13

    Also, ich war sehr positiv überrascht. Die Handlung war sehr spannend aufgebaut und wurde durch die teilweise einfließende Liebesgeschichte eher unterstützt als abgelenkt. Die Charaktere waren sehr rund, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, dass eine Trennung von "Gut" und "Böse" stark vorhanden ist. Alles in allem hat mir am Ende jedoch ein wenig die im Titel beschriebene Pest gefehlt. Eine sehr schöne Ablenkung, bei der mal nicht ein Gerichtsmediziner oder ein Polizist im Vordergrund steht!

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  • Rezension zu "Die Pestglocke" von Patrick Dunne

    Die Pestglocke

    MichaelSterzik

    28. May 2009 um 19:20

    er schwarze Tod, die Strafe Gottes: die Pest, die im Mittelalter ein Drittel der Bevölkerung Europas tötete. Ein Leichentuch, das vor keinem Land haltmachte und etwa 20 bis 25 Millionen Menschen grausam dahinraffte. Gegen diese bakterielle, hochgradig ansteckende Krankheit waren die meisten Mediziner dieser Epoche machtlos, und die wenigen, die richtig vermuteten, woher diese tödliche Krankheit kam, wurden milde belächelt. Die Inkubationszeit konnte bei wenigen Stunden liegen, genauso gerne aber auch bis zu sieben Tage betragen. Immer wieder aufkehrende Symptome sind hohes sich schnell entwickelndes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Wenig später kommt es zu Bewusstseinsstörungen. Der Ausdruck 'Beulenpest' stammt von den stark geschwollenen Beulen am Hals bzw. Achselhöhlen und Leisten. Die Lymphgefäße und -knoten werden befallen. Diese oftmals eitrigen Beulen können dabei einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern erreichen. Ein Autor aus der Zeit des Mittelalters schildert die verheerenden Auswirkungen der Pest folgendermaßen: "So konnte, wer - zumal am Morgen - durch die Stadt gegangen wäre, unzählige Leichen liegen sehen. Dann ließen sie Bahren kommen oder legten, wenn es an diesen fehlte, ihre Toten auf ein bloßes Brett. Auch geschah es, dass auf einer Bahre zwei oder drei davongetragen wurden, und nicht einmal, sondern viele Male hätte man zählen können, wo dieselbe Bahre die Leichen des Mannes und der Frau oder zweier und dreier Brüder und des Vaters und seines Kindes trug." Die Ärzte, deren Ausbildung zum Teil viel mit der Astrologie zu tun hatte, gaben die Schuld an der Pest den Sternbildern und besonders religiöse Medizi bezeichneten in ihrem Aberglauben und ihrer Gottesfurcht die Krankheit immer wieder als Strafe Gottes für die sündigen Menschen. Später suchte man sich als Sündenbock die jüdische Bevölkerung, die immer schon mit Argwohn und Neid gemieden und verachtet wurde. Trotz aller Vorurteile, aller Ängste und des Aberglaubens konnte die Pest von einigen Ärzten, die ihrer Zeit voraus waren, mit einem System von Sauberkeit und Vorsorge erfolgreich bekämpft werden. Zweifelsfrei hatte die Krankheit, so makaber es klingen mag, auch für die wirtschaftliche und kulturelle sowie medizinische Entwicklung viel beigetragen. Die Bevölkerung in den Städten wurde sauberer und sich ihrer Verantwortung bewusster, Kanalisation und Abfallorte wurden geschaffen, zugleich entstanden neue Berufe, die Mediziner taten einen gewaltigen Sprung nach vorn und fingen an, die Leichen von Pestopfern systematisch zu untersuchen. Für die damalige Forschung und Entwicklung war all dies ein großer Schritt. Patrick Dunne hat diese Krankheit in seinem neuen Roman "Die Pestglocke" als Nebenfigur auftreten lassen. Die Story Bei einer Ausgrabung findet die Archäologin Illaun Bowe zwei Bleisärge. Alles spricht dafür, dass sich hier im Mittelalter ein Pestfriedhof befunden haben muss. Vorsichtig und bedächtig wird versucht, diese Särge von ihrem nassen Grab zu befreien, um sie und den Inhalt später wissenschaftlich untersuchen zu können. Während der Bergung geschieht jedoch ein Unfall und überschüttet den Arbeiter Terry, der Illaun bei ihrer archäologischen Arbeit behilflich ist, mit dem Inhalt des Sarges. Diese 'Leichensuppe' aus geronnenem, verwesendem Körperfett ergießt sich über Terry. Illaun, die weiß, dass ein Pesttoter immer noch hochgradig ansteckend sein kann, schickt Terry auf schnellstem Wege ins benachbarte Krankenhaus, um sich dort auf mögliche Infekte untersuchen zu lassen. Beim Öffnen des zweiten Sarges finden die Wissenschaftler zwischen den Knochen eine wunderschöne aus Holz geschnitzte Madonna. Warum wurde dieses fantastische Kunstwerk zusammen mit einem Pesttoten in einem Bleisarg vergraben? Illaun soll die Madonna dem Nationalmuseum übergeben, das die Heilige Jungfrau untersuchen und später ausstellen will, doch an einem Freitag ist dort niemand mehr, um das Kunstwerk entgegennehmen zu können, und so lagert sie die Madonna in einem ungenutzten Raum der Bibliothek ein. Bei einer abendlichen Veranstaltung trifft sich Illaun mit ihrem Verlobten Finian und einem Polizisten. Finians Vater ist bei einem Spaziergang auf die Leiche einer Frau gestoßen, die offensichtlich stark verstümmelt wurde. Die Frau war afrikanischer Abstammung, und ihre Verletzungen deuten auf einen Ritualmord hin, da der Leiche der Kopf, die Brüste und die Genitalien ab- und herausgeschnitten wurden. An den Ermittlungen soll ein Sonderermittler aus Kapstadt teilnehmen, der mit solchen Ritualmorden schon Erfahrungen sammeln konnte. Etwas später am Abend bringen sie Terry, den wissenschaftlichen Mitarbeiter der von der Leichensuppe überschüttet wurde, wieder ins Krankenhaus, da er fiebert und ständig sein Bewusstsein verliert. Wenig später verschlechtert sich sein Zustand rapide, die Körperfunktionen versagen ihren Dienst und kurz darauf stirbt er. Die Todesursache ist für die Mediziner zunächst unklar, aber es steht außer Zweifel fest, dass bei ihm innerhalb kürzester Zeit eitrige Geschwüre aufgetreten sind, sowie eine Lungenentzündung und Blutvergiftung. Überraschend wurde bei ihm auch AIDS diagnostiziert, das sein Immunsystem geschwächt hat, so dass eine endgültige Diagnose zunächst schwerfällt. Wenig später schlagen die Gesundheitsbehörden Alarm und ein kleiner Junge wird ins Krankenhaus eingeliefert, der exakt die gleichen Symptome hat wie der verstorbene Terry. Aber wie oder wodurch ist der Junge infiziert worden? Ist er mit der Ausgrabungsstelle in Verbindung zu bringen? Man ist beunruhigt, und schließlich, um die mysteriöse Krankheit gar nicht erst ausbrechen zu lassen, wird die gesamte Stadt unter Quarantäne gestellt, doch die Krankheit und die ganze Situation beginnen zu eskalieren ... Kritik Der Klappentext und die inhaltliche Zusammenfassung klingen ja zunächst wirklich nach einer dramatischen und spannenden Geschichte. Aber die Erwartung konnte Patrick Dunne mit seiner "Pestglocke" überhaupt nicht erfüllen. So seicht und emotionslos, wie er die Geschichte und ihre einzelnen Handlungsstränge beschreibt, bleibt dem Leser kaum etwas anderes übrig, als sich gelangweilt zu fühlen. Anstatt die Grundstory mit Leben zu füllen und sie spannend zu entwickeln, stellen sich einzelnen Passagen wie Tagebucheinträge der Hauptfigur Illaun dar. Ihr derzeitiger Tagesablauf spielt eine viel zu große Rolle und trägt überhaupt nicht dazu bei, dass sich die Geschichte entwickeln kann. Der Basisplot klingt ja wirklich verheißungsvoll und spannend, aber nach wenigen Seiten lässt sich ernüchtert feststellen, was auf den folgenden gut 300 Seiten auf den Leser zukommen wird. In "Die Pestglocke" wurden zudem Details eingearbeitet, die absolut unnütz sind und die man nach der Lektüre sowieso gedanklich beiseite schieben kann. Der Autor hat es fabelhaft verstanden, den Leser mit einer Vielzahl von Informationen zu füttern, die einfach unglaublich überflüssig sind. Die Protagonisten sind nur sehr blass dargestellt, und verzweifelt sucht man nach einem 'Leitwolf', der die Geschichte vorantreibt, der Schwächen und Stärken miteinander vereinbart und für den Leser nachvollziehbar handelt. Illaun denkt alle paar Seiten darüber nach, ob sie ihren Freund wirklich liebt und glücklich ist, Finian ist von der ersten Begegnung an ein unsympathischer Charakter, und die Annäherungsversuche von Groot, der Illaun den Hof macht, beweisen wahre Kindergartenmentalität. Da bringt selbst die eigentliche Geschichte dem Leser nicht das erwartete Lesevergnügen, denn auch diese wird völlig emotions- und lieblos zwischen die vielen unzähligen Nebengeschichten gebettet. Fazit Es bleibt letztlich nur eine langatmige und langweilige Geschichte übrig. Patrick Dunne sollte sich bei seinem nächsten Romanprojekt darauf konzentrieren, die Geschichte und ihre handelnden Figuren bildhafter darzustellen, und sich dafür entscheiden, die eigentliche Grundgeschichte stringenter voranzutreiben. Man hätte viel mehr aus dieser Idee machen können, aber Patrick Dunne macht es sich mit diesem eher missratenen sprachlichen und inhaltlichen Stil eindeutig schwer, eine zufriedene Leserschaft aufzubauen. Wer einen spannenden und unterhaltsamen Roman erwartet, dem sei von der "Pestglocke" ganz klar abzuraten. http://www.limes-verlag.de Patrick Dunne "Die Keltennadel" "Das Maya-Ritual" Details Auflage: Januar 2008 Erscheinungsjahr: 2008 ISBN: 3809024708 Verlag: Limes Genre: Thriller & Krimis Danke fürs lesen und kommentieren. Michael Sterzik

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