Patrick Hertweck

 4,5 Sterne bei 194 Bewertungen
Autor von Maggie und die Stadt der Diebe, Tara und Tahnee und weiteren Büchern.
Autorenbild von Patrick Hertweck (©)

Lebenslauf von Patrick Hertweck

Geboren 1972, bereiste nach dem Abitur mit dem Fahrrad viele Gegenden Europas, arbeitete danach über Jahre im Management eines Medienunternehmens und beschloss irgendwann, seine heimliche Passion zum Beruf zu machen. Seither lebt und arbeitet der Vater von drei Söhnen als freier Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.

Alle Bücher von Patrick Hertweck

Cover des Buches Maggie und die Stadt der Diebe (ISBN: 9783407749086)

Maggie und die Stadt der Diebe

 (107)
Erschienen am 14.08.2017
Cover des Buches Tara und Tahnee (ISBN: 9783522184670)

Tara und Tahnee

 (87)
Erschienen am 14.02.2020
Cover des Buches Der letzte Rabe des Empire (ISBN: 9783522202640)

Der letzte Rabe des Empire

 (0)
Erscheint am 24.08.2021

Neue Rezensionen zu Patrick Hertweck

Cover des Buches Maggie und die Stadt der Diebe (ISBN: 9783407749086)Wortbibliothekars avatar

Rezension zu "Maggie und die Stadt der Diebe" von Patrick Hertweck

Leider verschenktes Potenzial
Wortbibliothekarvor 3 Monaten

Meinung:

Ich fand vor allem das Setting des Buches sehr interessant und auch spannend. Es ist düster und unheimlich. Und gerade die Geschichte, die sich innerhalb dieses Umfelds abspielt, bietet sehr viel Potential.

Allerdings wird das Setting für meinen Geschmack zu sehr für Kinder heruntergebrochen. Wir haben diese brutale Unterwelt der 1870er Jahre des alten New Yorks, welche durch die für Kinder angedachte Unschuld leider recht unglaubwürdig wird – und die Gauner ungewollt lächerlich erscheinen. Mit dem Setting als Grundlage einen Mittelweg zu finden, ist sicherlich schwer und für mich hier leider nicht gelungen.

Den Schreibstil fand ich sehr erklärend und einfach, springt für meinen Geschmack aber doch etwas zu sehr. Ich fand es ein wenig schade, dass tatsächlich interessante Abschnitte und Geschehnisse irgendwo im Hintergrund passieren und man diese nur nacherzählt bekommt. Die Auseinandersetzung mit Diebstahl und Gaunerei und dessen moralischer Aspekt, wäre beispielsweise spannend gewesen, mitzuerleben. Stattdessen wird man nach einem Zeitsprung vor vollendete Tatsachen gestellt. Schade.

Die Charaktere fand ich ebenfalls interessant. Der bunte Haufen, der hier in den Topf geworfen wurde, ist sehr individuell und mal etwas anderes. Gleichzeitig passen sie gut in die Zeit und schon allein damit zünden einige Konflikte.

Wobei gerade Bismarck, Coffee und Silence als Charaktere doch ziemlich zurückbleiben. Aber auch Maggie, Tom und Goblin, die verhältnismäßig viel Hintergrund erhalten, bleiben für mich arg flach und entwickeln kein Leben. Was meiner Meinung nach mit den Szenen zusammenhängt, welche außerhalb des Geschriebenen geschehen und nur nacherzählt werden. So fiel es mir schwer, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Auch, wenn ich am Ende überrascht war, dass die „Diebe“ doch etwas weniger mit dem Buch zu tun haben, als der Titel vermuten lässt, empfand ich die Handlung als lesenswert und gerade das Ende konnte mich überzeugen. Sehr viel Action darf man zwar nicht erwarten, aber die Erklärungen und Schlussfolgerungen fügen sich mit den Erfahrungen zusammen, die man seit der ersten Seite gesammelt hat. Dadurch wirkt durchaus alles gut durchdacht und verknüpft.


Fazit:

Ein Kinder- und Jugendbuch, das durchaus eine spannende Hintergrundidee hat und das Setting viel Potential bietet, mich aber leider nicht überzeugen konnte. Die Charaktere bleiben zu flach und ich habe keinen Zugang zu ihnen bekommen. Das war einer der Gründe, warum es mir bis zum Ende schwer fiel, in die Handlung zu kommen. Auch, wenn diese von vorn bis hinten gut durchdacht scheint, bietet sie – bis auf das Ende – keine sonderlich großen Überraschungen. Das Ende empfand ich dann aber durchaus als gut und stimmig. Auch, wenn es etwas wie das Böse erklärt seinen Plan – Klischee wirkte.

Der Schreibstil passt zu einem Jugendbuch, für Kinder von etwa 11 bis 13 Jahre, lässt sich flüssig lesen und ist durchaus bildhaft und detailliert, springt mir persönlich aber etwas zu sehr in der Handlung. Einige Dinge, die als Leser interessant gewesen wären zu lesen und mitzuerleben, bekommt man nur im Nachhinein erzählt.

Hätte man die Geschichte um Maggie und ihre Freunde etwas anders aufgezogen, hätte es ein sehr spannendes Kinder- und Jugendbuch werden können.


Kommentieren0
2
Teilen
Cover des Buches Tara und Tahnee (ISBN: 9783522184670)Lena_Sophies avatar

Rezension zu "Tara und Tahnee" von Patrick Hertweck

Hat mich nicht sofort abgeholt
Lena_Sophievor 4 Monaten

Tara und Tahnee hatte mich anfangs vorwiegend daher gelockt, weil mir jemand sagte, das Print hätte einen bunten Buchschnitt. Und ich stehe auf bunte Buchschnitte. Niedere Beweggründe, die allerdings trotzdem bewirkt haben, dass ich mir den Klappentext mal näher zu Gemüte geführt habe. Schließlich wurde ich neugierig und gab der Geschichte eine Chance.


Ich muss sagen, dass mich das Western-Thema zunächst nicht so ganz abgeholt hatte. Bisher hatte ich damit eher wenige Berührungspunkte, denn alles was in einer konkreten, nicht komplett fiktiven Vergangenheit spielt, ist generell nicht so meins. Mit der Zeit kam ich aber immer besser rein und fand mich gut zurecht.

Gerade am Anfang hat mich gestört, dass die Perspektive immer wechselt, aber auch das wurde zur Mitte und besonders zum Ende des Buches immer spannender. Taras Sicht war die erste Hälfte des Buches leider in meinen Augen recht langweilig, weil man da vorwiegend eher Hintergrundinformationen sammelt, anstatt etwas aufregendes zu erleben. Darum freute ich mich jedes Mal, wenn es wieder zu Tahnee ging. 


Besonders Tahnee empfand ich als eine beeindruckende Figur. Sie ist noch ein Kind und schafft es dennoch, sich aus den unmöglichsten Situationen heraus zu manövrieren, selbst wenn sie hier und da Hilfe hat. Ihr Mut bleibt jedoch unbestreitbar, sie zieht nicht den Schwanz ein, egal wie übermächtig ihr Widersacher auch sein möge. Immer das Ziel im Blick verfolgt sie hartnäckig ihren Plan und lässt sich von nichts aufhalten, wirklich großartig.


Die Geschichte nimmt im letzten Drittel einiges an Spannung und Rasanz zu, das gefiel mir. Dann überschlagen sich die Ereignisse am Ende förmlich, für mich war die Überraschung, die sich dann offenbarte, allerdings nicht wirklich eine. Dem Leser wird schnell klar, dass da etwas im Busch sein muss, und wenn man ein wenig kombiniert, dann weiß man auch was. Das ist allerdings nicht groß dramatisch, wie viele Bücher schaffen es schon, alle Leser bis zum Ende im Ungewissen zu lassen?


Mein Fazit:
Eine spannende Reise, mutige Figuren, angenehmer Schreibstil und ein würdiges Finale, alles in allem ein schönes Buch. Allerdings habe ich besonders am Anfang Schwierigkeiten gehabt, insgesamt 3,5 bzw. gerundet dann gnädige 4 von 5 Sternen. 

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Tara und Tahnee (ISBN: 9783522184670)gsimaks avatar

Rezension zu "Tara und Tahnee" von Patrick Hertweck

Ein Abenteuer im Western Style
gsimakvor 8 Monaten

Meine Meinung

Ein Abenteuer im Western Style

Sierra Nevada, 1856

Das Mädchen Tahnee wartet in einer kleinen Blockhütte auf die Rückkehr ihres Vaters. Sie macht sich große Sorgen, da es heftig schneit. Da sieht sie einen Fremden auf die Hütte zureiten. Sie gewährt dem hartnäckigen Besucher Einlass. Der Fremde will wissen wo sich ihr Vater aufhält. Auf ihren Vater ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Tahnee schafft die Flucht vor dem Kopfgeldjäger. Mitten im Schneegestöber macht sich Tahnee auf die Suche nach ihrem Vater.

Tahnee ist ein sehr mutiges Mädchen. Sie schlägt sich durch die rauhe winterliche Landschaft Nevadas. Stets haften ihr Kopfgeldjäger auf den Fersen. Die Botschaft ihres Vaters im Kopf, versucht sie nach San Francisco zu fliehen. Auf ihrem gefährlichen Weg hat sie die Begegnung mit Pokum. Der junge Indianer lebt alleine. Sein Stamm wurde vernichtet. Pokum gibt Tahnee zu essen und die Gelegenheit sich auszuruhen.

Dieses Abenteuer mutet wie ein Western an. Während die mutige Tahnee versucht ihren Vater vor dem Galgen zu retten, kommt das gleichaltrige Mädchen Tara in San Francisco zur selben Zeit Familiengeheimnissen auf die Spur. Tara schreibt regelmäßig Briefe an ihre verstorbene Mutter, die sie nur aus Erzählungen kennt. Tara wird von ihrem Großvater liebevoll umsorgt. Auch ihre Amme ist wie eine Mutter für sie. Dennoch ist auch Tara ein sehr mutiges Mädchen, das die Konfrontation mit der Wahrheit nicht scheut.

Dieses Kinderbuch befasst sich mit Rassismus. Da werden z.B. dunkelhäutige Menschen noch mit dem bösen Wort *N* bezeichnet. Das ist meiner Meinung nach sehr lehrreich für Kinder. In unserer Zeit sind die verschiedensten Wörter nicht mehr erlaubt, da sie bestimmte Menschenrassen abwerten. Die Geschichte spiegelt jedoch exakt die Zeit um 1856 wider. So lernen Kinder, warum bestimmte Wörter heute nicht mehr erlaubt sind. Sie lernen in dem Buch andere Kinder und Erwachsene kennen, die ihnen ans Herz wachsen. Menschen, die mit Sklaverei und Rassismus zu kämpfen haben. Menschen, die die Einsamkeit der Diskriminierung vorziehen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die einem mutigen Mädchen helfen, den Vater zu retten. Kinder lernen, dass eine andere Hautfarbe nichts über den Menschen aussagt. Nur Charakter und Herz sind ausschlaggebend. Das wird bei diesem Abenteuer sehr deutlich.

Zwei Mädchen kämpfen um die Wahrheit. Währen Tahnee ständig in Lebensgefahr schwebt, agiert Tara von ihrem wohlbehüteten Heim aus. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, die Wege der beiden zu verfolgen. Wenn man das Cover anschaut weiß man sofort, in welchem Zusammenhang die beiden Mädchen stehen. Ich habe mit beiden gebangt und gehofft. Wollte wissen was sie fühlen, wenn sie sich vielleicht einmal gegenüber stehen.

Fazit

Diese Geschichte, in der Kinder die Helden sind, wärmt dem Leser das Herz. Das Setting spiegelt exakt das Jahr 1856 wider. Sie mutet mit ihren Goldgräbern und Kopfgeldjägern wie ein Western an. Rassismus und Vorurteile finden große Beachtung und werden Kindern verständlich rüber gebracht. Die Protagonisten kommen authentisch rüber. Der Schreibstil ist für Kinder leicht verständlich und weiß auch Erwachsene zu unterhalten. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Thannee und Tara erzählt. Ich weiß nicht, ob Kinder heutzutage ein Buch im Westernstil lesen wollen. Ich weiß nur, es ist schade wenn sie es nicht tun. Ich habe mich richtig in diese wunderbare Geschichte verliebt und kann sie auch älteren Jahrgängen empfehlen.

Herzlichen Dank Patrick Hertweck. Ich habe die Geschichte sehr genossen. Bitte mehr davon.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

In dieser Leserunde wird es wild, genauer gesagt geht es in den wilden Westen! In die Zeit der Goldgräber, in eine Stadt voller bärtiger Männer, fehlender Manieren und dunklen Spelunken. 

Verfolgt von den einen, gesucht von den anderen, kämpfen in „Tara & Tahnee“ zwei Mädchen darum, ein dunkles Familiengeheimnis zu lüften.

Jetzt könnt ihr 20 Exemplare gewinnen – mit dabei ist auch Patrick Hertweck!

Auf den Spuren der Goldgräber ...

Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …

Klingt interessant? Hier kommt ihr zu einer ersten Leseprobe!

Wir verlosen 20 Exemplare von „Tara & Tahnee“ und freuen uns über eure Bewerbungen bis Montag, den 24. Februar. Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr im Anschluss an die Leserunde eure Rezensionen zum Buch auf Lovelybooks und anderen Handelsportalen teilt.

359 BeiträgeVerlosung beendet
PatrickHertwecks avatar
Letzter Beitrag von  PatrickHertweckvor einem Jahr

Die Antworten siehe im Kommentar unter Eurer Rezi ;-) Liebe Grüße, Patrick

New York, 1870. Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt.

Zur Leseprobe

Wer wissen möchte, ob es Maggie gelingt, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften, kann eines von zehn Büchern gewinnen, die von Autor Patrick Hertweck handsigniert werden!


Um an der Verlosung teilzunehmen, schreibt uns einfach bis zum 11.08.2015 euren ersten Eindruck zum Buch!




367 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Patrick Hertweck im Netz:

Community-Statistik

in 302 Bibliotheken

auf 64 Wunschzettel

von 94 Lesern aktuell gelesen

von 16 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks