Patrick Hinz Herr S. bekommt Besuch: Roman

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Inhaltsangabe zu „Herr S. bekommt Besuch: Roman“ von Patrick Hinz

Eine Komödie mit Tiefgang, eine Tragödie mit Herz: Das einfühlsame Lesevergnügen „Herr S. bekommt Besuch“ von Patrick Hinz als eBook bei dotbooks. Wenn das Schicksal zweimal klingelt … Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen – und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein Cousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank. Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht – aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein … Von verletzten Gefühlen und neuen Chancen: Ein bewegender Roman über die Fallstricke des Schicksals und den Wahnsinn, den man Leben nennt. Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Herr S. bekommt Besuch“ von Patrick Hinz. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

Von der sprachwitzigen Vorstellung des Protagonisten zur tragisch-dramatischen Wendung in Sachen Familie. Lesenswert.

— anne_lay
anne_lay

Angenehm zu lesen.

— Sommerregen
Sommerregen

Familie ist alles andere als einfach und jeder trägt seinen Teil am Gelingen bei. Gelungene Tragikomödie.

— Gela_HK
Gela_HK

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  • Herr S.

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    anne_lay

    anne_lay

    30. April 2017 um 21:01

    Zu allererst habe ich mich einfach an Formulierungen erfreut. Herr S. ist so anders als die Menschen, die ich kenne, und beschreibt sich und sein Leben in einer satirisch direkten Art, die ihn greifbar, wenn auch nicht sympathisch macht.Aufgrund der Sprache habe ich weitergelesen, auch wenn mich der Beginn inhaltlich irritiert hat, mir dieser Protagonist so gar nicht als Identifikationsfigur taugte. Tja, und dann bekommt Herr S. Besuch ... Auch die anderen Figuren kommen zunächst höchst schräg daher, es sind Menschen, mit denen man sich nicht umgeben möchte. Die Wandlung macht dieses Buch lesenswert (neben dem Sprachwitz). Was als menschliche Katastrophe beginnt, wird zur miterlebbaren und nachvollziehbaren Entwicklung. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten, das Werk spricht für sich selbst.Lesenswert.

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  • Herr S. bekommt Besuch

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    11. February 2017 um 19:16

    Inhalt: Wenn das Schicksal zweimal klingelt … Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen – und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein Cousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank. Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht – aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein … Meine Meinung: Herr S. ... was ist denn das bitte für ein bescheuerter Name? Das war der erste Gedanke, der mir gekommen ist. Ich denke, damit bin ich nicht ganz allein. Man rechnet damit, von einem Mann jenseits der 70 begrüßt zu werden, denn dazu passt der Name einigermaßen. Doch man wird ziemlich schnell eines besseres belehrt, denn so haben wir es mit einem Mann im besten Alter zu tun. Ok... Der Jüngste ist er nicht mehr, soweit ich mich richtig erinnere, geht er auf die 50 zu (ich hoffe, das geht jetzt nicht total in die falsche Richtung). Die ersten Seiten habe ich mich wirklich ein wenig schwer getan, so wusste ich erst überhaupt nicht, in welche Richtung es überhaupt gehen soll, denn es war alles ziemlich komisch, und mit komisch meine ich hier keinenfalls etwas in die Richtung von lustig. Nein, gar nicht, eher skurril. Ja... Skurril... Das hab ich schon lange nicht mehr über ein Buch gesagt. Doch je mehr ich lesen konnte, desto eher habe ich mich mit diesem Buch identifiziert. Liegt natürlich auch mit der Story zusammen, da sich Herr S. auch sehr verändert und. Ob positiv oder negativ, dazu sag ich jetzt gar nichts, denn das soll jeder selber lesen. Patrick Hinz hat es wirklich geschafft, mich mit diesem Buch in einer ganz ungewöhnlichen Art und Weise zu berühren, er zeigt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat, egal, wie weit man sich voneinander entfernt hat. Fazit: Kann ich sehr empfehlen!

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  • Fliegt so dahin...

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    Sommerregen

    Sommerregen

    31. January 2017 um 20:26

    Als Beobachter von Eitelkeiten, gelebtem Egoismus, dem Wahnsinn, den man Leben nennt, und manchmal sogar von purer Menschlichkeit sieht sich Herr S.. Dabei ist er ein "Schubladiseur" (S.6), der jede Person, die ihm begegnet schnell einordnet und mit einem passenden Stempel versieht. Bei sich selber ist eine solche Einschätzung allerding so gut wie unmöglich, denn sicher darüber, wer er ist, ist er keineswegs. Eines Tages steht plötzlich sein Cousin Pascal vor der Tür - gerade dieser ungeliebte Verwandte mit dem Hare-Krishna-Lächeln und dem Beruf als Reiki Meister hat ihm gerade noch gefehlt. Da sich seine Lebensgefährtin und er aufgrund zunehmend abnehmender Schwingungen zur Zeit trennen und er niemanden hat, bei dem er unterkommen könnte, zieht er bei Herrn S. ein. Dieser kann sich kaum etwas Schlimmeres vorstellen als sich mit dem Weltverbesserer sein Heim zu teilen. Bald schon ist seine Wohnung mit Räucherstäbchenduft sowie Meditationsmusik gefüllt und zu Essen gibt es Tofu in allen Variationen. Gerade als Person, die andere Menschen nur zu gerne auf Distanz hält und sich deswegen von Freundinnen schnellstmöglich mit schon längst zurecht gelegten Begründungen aus seinem Leben verbannt, ist dieser unangekündigte und andauernde Besuch alles andere als angenehm. Doch nicht genug, denn bald schon klingelt es erneut an seiner Tür: Vor ihm steht, nach all den Jahren, seine Mutter, alt und todkrank. Obwohl es zwischen den beiden nicht gerade vor familiären Gefühlen sprudelt, zieht auch sie mit zu Herrn S., dessen Leben sich Stück für Stück verändert... Mit Herrn S. konnte ich mich anfangs überhaupt gar nicht anfreunden, da er mir als der Unsympath schlechthin erschien: Ein Aufreißer wie er im Buche steht, der Frauen geradezu routiniert abserviert und des Morgens vor die Tür setzt. Nur nach und nach blitzt hinter der Fassade des Herrn S. der Mensch Stephan Zimmermann auf, der sich durchaus mehr Gedanken macht und von deutlich mehr Gefühlen erfüllt ist, als er gerne wahr hätte. Aus seiner Sicht ist der Roman geschrieben, wobei besonders die sarkastischen Bemerkungen die Freude am Lesen bereiten und Herrn S. Leben einhauchen. Ganz im Gegensatz zu Herrn S. war ich sozusagen von der ersten Sekunde an Pascal-Anhänger. Vielleicht auch gerade weil der (Noch-) Unsympath ihn nicht ausstehen konnte. Aber der Weltretter, der in so ziemlich jeder Organisation bereits für die Rechte Anderer eingetreten ist und nun selber Hilfe benötigt, gleichzeitig aber auch Herrn S. in die richtige Richtung stupsen möchte, ist eine abwechslungsreiche und liebenswerte Figur. Sehr menschlich wirkt auf mich gerade Herr S.' Mutter, die sich nur schwerlich eingestehen kann, dass sie die Hilfe Anderer benötigt und sich gegen die Bemühungen, ihr das Leben leichter zu gestalten, zunächst vehement währt. Nicht nur das Zusammenleben, sondern auch Schicksalsschläge in der Familiengeschichte werden thematisiert, da die Protagonisten von der Vergangenheit eingeholt werden. So tauchen stetig neue Schwierigkeiten auf, die es zu bewältigen gibt - und über allem steht Herr S.' Frage nach der eigenen Identität. Das Buch von 225 Seiten lässt sich sehr angenehm lesen, da der Schreibstil unaufgeregt und sehr leicht verständlich ist, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. So lässt sich das Buch problemlos an einem Stück lesen und man taucht schnell in die Geschichte ab. Alles in allem eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe und die zeitweise zum Nachdenken anregt oder zum Lachen bringt.

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  • Herr S.

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    Ritja

    Ritja

    29. January 2017 um 16:20

    Herr S. ist sehr unterhaltsam, leicht gefühlskalt, sarkastisch bis zynisch und doch auch ein ganz klein wenig sensibel (er weiß es nur noch nicht).  Den Start des Buches fand ich etwas abgehackt und irritierend, aber trotzdem wollte ich den Herrn S. gern näher kennenlernen. Böse Sprüche, gefühlskalte Kommentare und zynische Ansichten muss man sich hart erarbeiten und Herr S. ist darin Meister. Was war nur in der Vergangenheit von Herrn S. schief gelaufen? Man bekommt es häppchenweise serviert. Immer wieder werden Rückblenden eingeschoben, so dass der Leser ganz langsam unter die Fassade schauen kann. Die Dialoge mit dem Cousin und der Mutter sind von witzig bis traurig und sehr emotional. Der Leser wird von dem Autor durch die breite Palette der Gefühlswelt geschickt. Gott sei Dank wird Patrick Hinz nicht kitschig (okay am Ende dann schon etwas). Er hat mich zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht.  Für mich eine gelungene Geschichte, die gut unterhält und Spaß macht.

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  • So war es. So ist es. So wird es immer sein.

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    Gela_HK

    Gela_HK

    28. January 2017 um 17:06

    Gefühle sind etwas für Anfänger, meint jedenfalls Herr S., der das Weite sucht, wenn Menschen ihm zu nahe kommen. Seine Verwandtschaft kennt er nur aus alten Erinnerungen und ist völlig überrumpelt, als sein Cousin mit seinem Hare-Krishna-Lächeln vor der Haustür steht und eine Bleibe sucht. Mit ihm kann er sich noch irgendwie arrangieren, aber dann klingelt es wieder und diesmal ist es seine Mutter Marie, die sterbenskrank den Kontakt zu ihrem Sohn sucht. Lange unterdrückte Gefühle stürzen über Herrn S. herein und sein Schutzpanzer bekommt immer mehr Risse. Das humorvolle Cover scheint eine leicht lockere Komödie zu versprechen, aber weit gefehlt. Patrick Hinz enthüllt sehr einfühlsam ein Kaleidoskop voller Gefühle. Man ist gefangen von der ungewöhnlichen Mischung aus Komik und Tragik. Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Herr S. ist ein Ekel, der sich gleich zu Beginn von seiner liebenswertesten Seite zeigt. Obwohl er seine Freundin schätzt und gern mit ihr zusammen ist, trennt er sich ohne zu zögern, als diese ihm drei Worte zuflüstert. Sich selbst bezeichnet er als "Schubladiseur", der Menschen in Kategorien einteilt. Er beobachtet, zieht Schlüsse und vorverurteilt, wo er geht und steht. Sein selbst gewählter Name "Herr S." kommt nicht von ungefähr: "Herr S. gab mir die Distanz, die ich gegenüber anderen brauchte, innerhalb der ich klammheimlich auf Tauchstation gehen konnte, nur um aus einem toten Winkel heraus Menschen zu erforschen. Herr S. gab mir die Freiheit, Dinge zu tun, die mein altes Ich aus purem Anstand heraus nie getan hätte." Als seine längst vergessene Mutter plötzlich in sein Leben tritt, kann er sich nicht mehr verstellen und muss sich der Vergangenheit stellen. Erinnerungen und Gedanken von Herrn S. helfen die Kluft zwischen Mutter und Sohn zu verstehen. Der als Eso-Fuzzi betitelte Cousin Pascal hilft bei der Betreuung der schwer kranken Marie und ist der ausgleichende Pol in der Handlung. Sein ungewöhnliches Auftreten sorgt für einige Schmunzelmomente. Mehr und mehr wandelt sich der egoistische Einzelkämpfer Herr S. zum verletzten und einsamen Menschen, der er eigentlich schon immer war. Gebannt verfolgt man die Wandlung und ist bestürzt über das Schicksal, das beide verbindet. Dabei geht es ganz und gar nicht rührselig, sondern eher heftig zu. Schimpftiraden und Beleidigungen austeilend nähern sie sich nur langsam, denn jahrzehntelanges Schweigen lässt sich nicht einfach überwinden. "Familie sind Menschen, die mich begleiten und die ich begleiten darf. Die mich bereichern und deren Leben zu bereichern ich das Privileg habe." Die Natürlichkeit und Verletzlichkeit der Protagonisten in dieser Tragikomödie hat mir besonders gefallen. Familie ist alles andere als einfach und jeder trägt seinen Teil am Gelingen bei.

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  • Regt zum Nachdenken an

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    scarlett59

    scarlett59

    21. January 2017 um 21:58

    Zum Inhalt:Herr S. hält nichts von Gefühlen und begegnet aufkommenden Emotionen mit Sarkasmus. Er lebt allein, trotz diverser Damenbekanntschaften, und hat seit dem Tod von Vater und Bruder keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter. Doch eines Tages steht sie vor seiner Tür … Meine Meinung: Ein flüssig zu lesender Schreibstil hat es mir leicht gemacht, den etwas seichten Beginn zügig hinter mir zu lassen. Im weiteren Verlauf hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und zum Nachdenken angeregt. Denn am Beispiel von „Herrn S.“ zeigt der Autor sehr subtil auf, wie sich fehlende Kommunikation innerhalb der Familie auf die einzelnen Mitglieder auswirken kann. Gerade im „engsten Kreis“ bleibt aus falsch verstandener Rücksicht so manches unausgesprochen – mit entsprechenden Konsequenzen. Im Buch wird dem Thema „Tod enger Familienangehöriger“ mit angemessenem Ernst, Aufarbeitung widersprüchlicher Emotionen, aber auch mit einer Prise Humor begegnet. Und gerade die humorigen Stellen haben mir geholfen, mich auf das Thema einzulassen, ohne mich dabei unwohl zu fühlen. Die Protagonisten haben alle ihre „Macken“, aber gerade das macht sie so lebendig und echt. Fast glaubt man, sie im wahren Leben zu kennen. Ich denke, der Autor hat eine gute Beobachtungsgabe und verwendet so einiges, was er sieht, um seinen Charakteren Profil zu geben. Erzählt wird die Story parallel in der Gedankenwelt von Herrn S. sowie in realen Handlungen. Die Übergänge sind zwar fließend, aber für den Leser gut zu erkennen und hemmen auch nicht den Lesefluss. Einziges Manko für mich war das Cover / Titelbild, welches m.E. überhaupt nicht zum Buch passt. (Aber vielleicht ist das auch eine Metapher für etwas in der Geschichte, was ich nicht verstanden habe?) Mein Fazit: Man muss sich auf das Buch einlassen, aber es lohnt sich.

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  • Herr S. bekommt Besuch

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    10. January 2017 um 20:13

    Herr S. spricht nicht gerne über Gefühle und hält Menschen auf Abstand. Doch plötzlich stehen gleich zwei Menschen vor seiner Tür, zu denen er bereits mehrere Jahre den Kontakt verloren hatte. Sein Esoterik-Fanatischer Cousine Pascal und seine Mutter. Als ihn dann auch noch seine Mutter offenbart sterbenskrank zu sein, ist es nicht leicht für Herrn S. seine Gefühle im Griff zu behalten. Patrick Hinz hat mit Herrn S., dessen Mutter und Pascal drei Charaktere geschaffen, die einem von Anfang an unsympathisch sind. Gekonnt zeigt er dann jedoch, dass sich wie im richtigen Leben oftmals ein zweiter Blick lohnt. Denn nach und nach lernt man die drei besser kennen. Man kann schließlich nachvollziehen wieso sie so geworden sind und so handeln. Am Ende sind mir die drei Hauptcharaktere dann sogar richtig ans Herz gewachsen. Ohne Wertung erzählt Patrick Hinz die Geschichte und regt den Leser so zum Nachdenken an. Das moralisch oftmals nicht immer korrekte Verhalten, ist nachvollziehbar und zeigt wie schwer es sein kann in emotionsgetriebenen Situationen richtig zu handeln. Dennoch ist „Herr S. bekommt Besuch“ von einer Leichtigkeit getrieben und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Garniert wird das Ganze von einer Prise Sarkasmus und schwarzen Humor. Fazit: In „Herr S. bekommt Besuch“ machen die Charaktere eine unglaubliche Wandlung durch. Grantige Unsympathler werden plötzlich zu liebenswerten Mitmenschen und dabei schwingt die Bedrohung durch den Tod immer mit.

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  • Eine äußerst berührende Geschichte

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    zauberblume

    zauberblume

    01. January 2017 um 16:41

    "Herr S. bekommt Besuch" ist das erste Buch, das ich von dem Autor Patrick Hinz gelesen habe und ich muss sagen, ich war von der ersten Seite an total begeistert. Die Geschichte hat mich sofort gefangengenommen und mich nicht mehr losgelassen.Wir lernen Herrn S. kennen. Ein ganz besonderer Mensch, er lässt niemanden an sich heran, spricht nicht über Gefühle und hat sich einen stacheligen Schutzpanzer zugelegt. Und von einem Tag auf den anderen Tag ändert sich alles. Plötzlich stehen zwei Menschen vor seiner Tür, zu denen er schon jahrelang keinen Kontakt mehr hatte. Zum einen ist dies sein nerviger Cousin Pascal, ein Eso-Fuzzi. Und dann auch noch seine sterbenskranke Mutter. Herr S. spricht ja nie über Gefühle, aber das heißt ja nicht, dass er keine hat. Denn nun wird er von der Vergangenheit eingeholt. Und nichts ist mehr so wie es war.....Ein wunderbares Buch, das ich bis in die Seele berührt hat. Der Schreibstil der Autors ist einfach großartig. Es gab einige Szenen bei denen ich schmunzeln mußte. Die Vorstellung, das Herr S. alle Menschen in Schubladen einteilt und wer dann in welche Schublade kommt. Einfach köstlich. Und dann war ich wieder zu Tränen gerührt. Besonders beeindruckt war ich von der Verwandlung des Herrn S.. Irgendwie hat er für mich einfach Selbstschutz betrieben, um nicht ganz an dem Schicksal, das im widerfahren ist, zu zerbrechen. Und dann seine kaotischer Cousin Pascal, so ein Feuerkreis im Wohnzimmer hat ja auch was. Habe schon verstanden, dass Herr S. manchmal am Verzweifeln war. Sein Mutter Marie kann ich mir auch sehr gut bildlich vorstellen. Ihr Schicksal hat wirklich alles von ihr gefordert. Das Leben kann schon grausam sein.Für mich eine wirklich hochemotionale Geschichte, die mich sehr berührt hat. Die den Leser auch zum Nachdenken anregt und ihm wirklich unterhaltsame und gefühlvolle Lesestunden beschert. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich schon auf die nächste Geschichte des Autors. Das Cover ist für mich auch ein Hingucker. Wer ist da Wer?

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  • Herr S. sucht kein Glück, oder doch?

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    AnneMayaJannika

    AnneMayaJannika

    31. December 2016 um 14:02

    Cover: Hunde, denen ein Ventilator Gegenwind entgegen pustet.Hat aber meiner Meinung nach nicht mit dem Titel oder Inhalt zu tun.Nach dem ich das Buch gelesen habe, bin ih am überlegen, ob ein Naturbild nicht besser geeignet wäre.Zum Buch:Herr Zimmermann hat von seinen Freunden den Namen Herr S. bekommen. Dieser ist sein Schutzschild, sein Kokon. Herr S. weiß auch von sich selbst, das er im Grunde kein Gutmensch ist, er will auch keiner sein. Er beoachtet die Menschen und fantasiert dann gerne ein wenig rum, oder legt sie in Schubladen. Sobald ihm jemand zu nahe kommt, verschließt er sich.An einem unbedeutenden Tag steht sein Cousin Pascal vor der Tür und bittet um eine Bleibe. Herr S. ist überrascht, das ausgerechnet sein Cousin zu ihm kommt und auch behauptet sonst niemanden zu haben, denn er ist selbst der Ansicht das er selbst der letzte Mensch sei, zu dem man freiwillig geht. Al er ihn nach Wochen wieder los ist und meint endlich wieder frei zu sein, steht seine Mutter vor der Tür, mit der er seit 20 Jahren nicht mehr geredet hat. Herr S. ist geschockt und wie es in Schocksituationen oft vorkommt, entschließt sich Herr S. seine kranke Mutter bei sich aufzunehmen.Meine Meinung:Ich mochte Patrick Hinz Erstling "Ich bin Paul". Die charmante und gehemmte Persönlichkeit, war mir ans Herz gewachsen. So hoffte ich dann auch auf Herrn S.Aber Herr S. ist ein Arsch. Die erste Hälfte des Buches wird einem das sehr deutlich gezeigt und gesagt, auch von ihm selbst. Das Problem ist, das man zwischen Herrn S. und Stephan Zimmermann unterscheiden muss. Denn sein Spitzname hilft ihm dabei, alles nüchtern zu betrachten. Aber ist die Welt immer nüchtern? Ist sie nur schwarz und weiß, ist kalt oder warm? Der Sarkasmus, den Pascal sich in seinen erwachsenen Jahren angeeignet hatte, und er stand ihm. Anscheinend hatte er vom Leben bereits mehrere Ohrfeigen erhalten, die seinen Heiligenschein mit Patina und Haarrissen überzogen und seine unerträglich uneingeschränkt positive Lebenseinstellung eingetrübt hatten. Er war nun sogar in der Lage, mal ehrlich zu sein und sich über Dinge zu echauffieren. Wie ein Mensch eben.Nachdem Cousin Pascal ein und ausgezogen ist, kommt gleich die nächste Katastrophe - seine Mutter. Ich konnte mir richtig seine Wut vorstellen, das die Frau, die er abgöttisch geliebt hat (als kleiner Junge) und die immer für ihn da war (bis zum Tag des Verlustest) nun da steht, nicht wirklich mit der Sprache rausrückt und einfach wieder geht. Deshalb kann ich auch die Kurzschlusshandlung "Mutter zeiht ein" sehr gut verstehen, aber Herr S. der alles unter Kontrolle hat, entglitt zu diesem Zeitpunkt die Situation. Trotzdem ist er dabei geblieben, denn schließlich hat man ja nur eine Mutter, auch wenn er sie immer nur Marie genannt hat. Und so beginnt die Suche nach dem Ich, nach dem Glück und nach der eigenen Bestimmung. Meine Familie in der ersten Reihe sitzen zu sehen, gab mir Kraft. Wobei ich den Begriff Familie für mich neu definiert hatte. Familie sind Menschen, die mich begleiten und die ich begleiten darf. Die mich bereichern und deren Leben zu bereichern ich das Privileg habe. Dabei war es unerheblich, ob man blutsverwandt war oder nicht. Ich konzentrierte mich nur auf sie.Fazit: Nicht brüllend komisch, aber defintiv eine lesenswerte Verhaltensstudie. Udn wir alle wissen, man kann sich immer ändern, man muss es nur wollen.

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
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    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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  • Leserunde zu "Herr S. bekommt Besuch: Roman" von Patrick Hinz

    Herr S. bekommt Besuch: Roman
    PatrickHinz

    PatrickHinz

    Ihr Lieben, seid ihr auch der Meinung, dass nichts im Leben so wichtig ist wie Familie? Mit meinem neuen Roman „Herr S. bekommt Besuch“ habe ich mir endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllt: ein Buch zu schreiben über die Konflikte innerhalb einer Familie, vor allem zwischen Eltern und Kind. In diesem Fall ein Kind in Gestalt eines notorischen Singles von über 40, der mit seit dem Tod seines Vaters und Bruders vor vielen Jahren mit seiner Mutter hadert.Und bei eben jenem Herrn S. steht – der Titel deutet es an – unangemeldeter Besuch vor der Tür …  Dieser Roman ist nicht autobiographisch – ich verstehe mich blendend mit meiner Mutter. Aber ich weiß auch, was für einen enormen Einfluss die Dinge haben, die einem Menschen in der Jugend widerfahren. Die das weitere Leben beeinflussen, die uns prägen, die uns zu denen machen, die wir sind … oder glauben zu sein. Und die Familie ist nun mal die Weiche, die einem heranwachsenden Menschen die Richtung weist, bewusst oder unbewusst. In meinem Roman „Herr S. bekommt Besuch“ geht es aber nicht nur um die leibliche Familie, sondern auch die, die wir uns selbst suchen – den Kreis der Freunde, der uns besonders nah ist. Denn mit dem hat Herr S. ebenfalls ein gewisses Problem, das es möglicherweise zu lösen gilt. Ich freue mich sehr darauf, euch Herrn S. mit dem angeknacksten Herzen und seine Mutter mit der messerscharfen Zunge vorzustellen – und freue mich auf eine spannende und vor allem für mich lehrreiche Leserunde mit euch. Bewerbt euch deswegen jetzt für die 10 eBooks, die mein Verlag dotbooks zur Verfügung stellt – bei mehr Anfragen als Leseexemplaren entscheidet das Los –, und beantwortet dazu einfach die folgende Frage: „Was bedeutet für euch Familie?“ Alles Liebe – euer Patrick Hinz

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