Patrick Jacquemin

 4.1 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von Patrick Jacquemin

Literarischer Lebenswandel: Der französische Autor Patrick Jacquemin war erfolgreicher Unternehmer. Er gründete und leitete die Handelsplattform RueDuCommerce, die er jedoch 2001 verkaufte, um sein Leben einem drastischen Wandel zu unterziehen.

Heute widmet er sich hauptberuflich dem Schreiben. Sein erster Roman, „Der Duft von Gras nach dem Regen“, erschien 2019 und ist teils autobiographisch geschrieben. Neben seinen Büchern ist Jacquemins zweite große Leidenschaft der Schutz von Wildtieren, für den er sich aktiv engagiert.

Alle Bücher von Patrick Jacquemin

Cover des Buches Der Duft von Gras nach dem Regen (ISBN:9783959672795)

Der Duft von Gras nach dem Regen

 (11)
Erschienen am 02.05.2019

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Rezension zu "Der Duft von Gras nach dem Regen" von Patrick Jacquemin

Bankerin trifft Aussteiger
YukBookvor 8 Monaten

Es gibt Momente im Leben, da stellt man alles, was man bisher erreicht hat, in Frage. Annabelle, Hauptfigur dieses Romans, erlebt diesen Moment an einem Sonntag im Juni. Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau in der Finanzwelt und hätte allen Grund, zufrieden zu sein. Als sie beim Essen mit Freunden auf ihr Privatleben zu sprechen kommen, stellt sie nicht nur fest, dass sie keines hat, sondern dass sie völlig ausgebrannt ist und fällt in ein emotionales Tief. Nach einem heftigen Gefühlsausbruch in ihrem Auto beschließt sie kurzerhand, alles hinter sich zu lassen und in ihren Heimatort Langres zu fahren.

Unterwegs durch malerische Landschaften hat Annabelle nicht nur ein intensives Naturerlebnis, sondern lernt auch den Bauern Georges Lesage kennen, der allein einen kleinen Hof bewirtschaftet. Gegensätzlicher könnten ihre Lebensstile nicht sein: Der Siebzigjährige besitzt weder einen Traktor noch ein Handy, nicht einmal ein Telefon und lebt in völligem Einklang mit der Natur und seinen Büchern. Annabelles Frage, ob ein Traktor nicht viel höhere Erträge erzielen würde als seine Ochsen, lässt ihn völlig unbeeindruckt. Wie zu erwarten nähern sich die beiden durch tiefgründige Gespräche allmählich an. 

Annabelle ist einerseits fasziniert vom einfachen und naturverbundenem Leben, kann sich andererseits von ihrem Umfeld in Paris nicht ganz lösen. Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bietet und die Geschichte nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat, haben mich Georges Lebensweise und seine philosophische Gedanken zum Nachdenken gebracht. Man muss nicht gleich zum Einsiedler werden, doch selbst als Stadtmensch kann man der Schönheit der Natur mehr Aufmerksamkeit schenken, achtsamer mit der Tier- und Pflanzenwelt umgehen und sich bewusst machen, dass wir Menschen genauso wie die Natur Teil dieses Universums sind. 

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Rezension zu "Der Duft von Gras nach dem Regen" von Patrick Jacquemin

Leider enttäuschend
Elizzyvor 8 Monaten

Worum geht es?

Die erfolgreiche Annabelle hat ihr Leben lang immer nur das getan, was man von ihr verlangt hatte. Sie lernte viel, eröffnete ihre eigene Firma, heiratete mehr aus Pflichtbewusstsein als aus Liebe. Und obwohl sie nun scheinbar alles hatte, war sie einfach nicht glücklich. Ihre Ehe war geschieden und ihre gemeinsame Tochter pendelte von einem Elternteil zum Anderen. Als sie jedoch einen Ausflug aufs Land machen wollte, um dem ganzen mal für ein paar Tage zu entkommen, verändert sich ihr ganzes Leben.

Erster Satz:
“Alles kippte an einem Sonntag im Juni, während eines Essens bei den Vergnes.”

– Der Duft von Gras nach dem Regen

Klappentext

Georges Lesage lebt fernab der Großstadt auf dem Land. Er achtet darauf, der Natur nur das zu nehmen, was er selbst zum Leben braucht. Er hat keinen Traktor, weil er lieber den Wind in den Bäumen hört als das Rattern eines Motors. Andere Menschen meidet er, weil ihn nur die wenigsten verstehen. Als er der Unternehmerin Annabelle begegnet, spürt Georges, dass der besondere Moment gekommen ist, auf den er sein Leben lang gewartet hat. Mit ihr kann er seine Geheimnisse teilen. Und tatsächlich gibt es etwas, das sie beide auf magische Weise verbindet … (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung

Ich hatte das Buch mit im Urlaub dabei und habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen. Dies aber nicht weil es besonders spannend oder mitreissend war.

Die Geschichte plätscherte seicht daher. Zu Anfangs lernt man die gestresste Protagonistin kennen, die mir auch nicht wirklich sympathisch war. Diese trifft dann auf einen älteren Herrn, der so ganz anders als sie ist und nur so vor Lebensweisheit trieft.

Meine harten Worte tun mir selbst leid aber hier reiht sich leider nur ein Klischee und “Lebensweisheits-Spruch” nach dem anderen aneinander. Obwohl die Botschaft durchaus schön und gutgemeint ist, kommt das ganze einfach zu plump rüber.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich davor schon ähnliche Bücher gelesen habe, die mich einfach mehr berühren konnten.

Ich fand kaum Bezug zu den Protagonisten und auch wenn ich hin und wieder dachte “ach ja das ist eine süsse Stelle” war es leider auch nicht mehr als das. Besonders das Ende war mir dann viel zu gekünstelt und überspitzt.

“Sobald du beginnst,
auf deine inneren Sehnsüchte zu hören,
wird das Glück in dein Leben kommen.”

S. 168
Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war mir teilweise zu abgehackt und bei manchen Sätzen habe ich mir doch gedacht, dass diese auf französisch wohl besser geklungen haben.

Das Cover ist wirklich wunderschön und auch der Titel klang richtig zauberhaft, beides Gründe wieso ich mir das Buch ausgesucht habe.

Fazit

Der Plot konnte mich leider nicht überzeugen, da vieles zu gewollt rüberkam und so die eigentliche Botschaft nicht wirklich gefühlvoll vermittelt wurde. Für zwischendurch okay aber mich konnte es nicht wirklich überzeugen.

Bewertung
Herzgefühl ♥ (1/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥ (2/5)

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Rezension zu "Der Duft von Gras nach dem Regen" von Patrick Jacquemin

Folge deinem Herzen
Buecherwurm1973vor 9 Monaten

Annabelle ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Sie kann sich eigentlich alles leisten – zumindest finanziell. Was ihr fehlt ist ein Privatleben und genügend Zeit, um sich ihre Tochter Léna zu kümmern, die abwechselnd bei ihr und dem Kindsvater lebt. Nach einem Geschäftstermin brechen allen Dämme. Erinnerungen an ihre Kindheit und den Ort, an dem als Kind sich gerne aufgehalten hat, überwältigen sie. Sie lässt alles liegen und fährt einfach los. Unterwegs sieht sie eine Blumenwiese. Sie stellt ihr Auto an den Strassenrand und läuft wie ein übermütiges Kind durch die Wiese. Sie legt sich hin und begutachtet Blumen und Gräser. Dabei übermannt sie die Erschöpfung und schläft ein. Sie erwacht erst wieder mitten in der Nacht und verliert in der Dunkelheit die Orientierung. Sie kommt an einen alten Bauernhof, wo zu ihrer Erleichterung noch Licht durchs Fenster scheint. Der alte Bauer Georges gibt ihr ein Bett für die Nacht. Ihr spürt sofort, dass er mit ihr sein Geheimnis teilen kann und so entsteht eine besondere Verbindung.

Der Schreibstil von Patrick Jacquemin ist einmalig. Selten hat ein Autor mir so eindrücklich Gefühle, Gerüche und Landbeschreibungen übermittelt. Ich habe die Blumenwiese nicht nur bildlich vor mir gesehen, sondern auch geroche, Annabelles Wandelung körperlich gespürt und ich quasi die Geschichte miterlebt. Dabei hat mich eine harmonische, poetische Atmosphäre umgeben.

Das Buch hat einen leichten esoterischen Hauch. Man kann ihn gut ignorieren. Aber die Botschaften, die dieses Buch vermittelt, sollte man jedoch ernst nehmen. Das Materielle und der Erfolg ist nicht alles im Leben. Es gibt noch viel mehr auf dieser Welt zu entdecken.

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