Patrick McCabe , Hans-Christian Oeser Der Schlächterbursche.

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Inhaltsangabe zu „Der Schlächterbursche.“ von Patrick McCabe

Bei der Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm fiel es mir zum ersten Mal auf. Inzwischen scheint es eine Mode oder die künstliche Herstellung einer persönlichen Note zu sein. Wörtliche Reden stehen nicht mehr in Apostrophen sondern schmiegen sich dem Fließtext an. Der Leser ist beschäftigt und glaubt, einen schwierigen Text vor sich zu haben. Patrick McCabe geht noch weiter. Ähnlich wie bei Faulkner fehlen Kommata, Sätze sind trennungslos zusammengefügt und die Grammatik stimmt nicht. Nun macht Patrick McCabe dies natürlich nicht aus Jux oder Bosheit. <I>Der Schlächterbursche</I> spielt in irgendeinem tiefen irischen Kaff, Francie Brady (Francis hat er sich verbeten) ist nicht der Hellste und erzählt die Story höchstpersönlich. Sicher hat McCabe -- ähnlich wie Steinbeck in <I>Von Mäusen und Menschen</I> -- den Slang einwandfrei getroffen. Das Lesen im Original wird nicht erleichtert. Aber beim Schreiben dachte McCabe wohl weniger an den, des Englischen eher schmächtigen Leser.<P> Jedenfalls ist, abgesehen von phantastischen Traumszenen, kein Satz zuviel. Querlesen oder Abschnitte überspringen ist nicht möglich, man würde Wichtiges versäumen. Wer nach Seite 124 nicht zum Vegetarier wird, hat etwas überlesen oder nichts begriffen. Dies ist ein weiterer Grund, daß die Lesegeschwindigkeit für diese 215 Seiten recht niedrig ist. Andersherum: man hat viel vom Text.<P> Die <I>New York Times</I> sieht Francie Brady aus Huckleberry Finn, Holden Caulfield und Hannibal Lecter zusammengesetzt. Wie oft wird dieser Vergleich, so stimmig er sein mag, dem Roman-Anti-Helden nicht gerecht. Es fehlt jedenfalls noch Lennie aus dem schon oben genannten <I>Von Mäusen und Menschen</I> und vielleicht noch manch andere Romangestalt. Wie Holden Caulfield durchschaut Francie -- ein Schüler, wie jener -- die Fassade der erwachsenen Welt. Seine Mißachtung drückt sich aber nicht in Worten sondern in Taten aus. Er ist, sofern es seinen Zielen dient, auch zur Anpassung bereit. Wie Lennie in George hat er in Joe Purcell einen überwichtigen Blutsbruder, dessen Freundschaft ihm über allem steht. Der Verlust dieser Freundschaft wird zum Angelpunkt der sich zuspitzenden Handlung. <I>--Herbert Huber</I>

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