Patrick Modiano Die Kleine Bijou

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Inhaltsangabe zu „Die Kleine Bijou“ von Patrick Modiano

Ob die Frau in dem verschlissenen gelben Mantel ihre verschollene Mutter ist? Wie in Trance folgt Thérèse einer Fremden durch Paris, verschafft sich sogar Zutritt zu deren Wohnung. Vor vielen Jahren, damals war sie noch ein kleines Mädchen, hat ihre Mutter sie verlassen und ist nie zurückgekehrt. Während Thérèse die fremde Frau beobachtet, um herauszufinden, ob es die Mutter sein könnte, leben die Bilder ihrer Kindheit noch einmal auf, erst süß und sanft, schließlich immer schmerzlicher und alptraumhafter.<br>Ein wunderbar sentimentaler Roman über den Zusammenhang von Erinnerung und Gegenwart - sinnlich und erotisch. Übersetzt von Peter Handke.

die traumatische Kindheit Thereses wird sowohl durch den Anblick einer Person in der Pariser Metro wieder in ihr Bewusstsein geholt...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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    Die Kleine Bijou
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2015 um 22:24

    Die Geschichte des Buches ist hochdramatisch. Therese glaubt in der Person mit dem gelben Mantel in der Pariser Metro ihre verschwundene Mutter zu erkennen. Gleichzeitig ähneln die Lebensumstände der "Kleinen", die sie nachmittags beaufsichtigt, ihrer eigenen Kindheit. Nach und nach erinnert sie sich lang vergessener Geschehen. Ihr Leben erscheint ihr immer schwieriger, nicht mehr leb-bar, obwohl sich Gott sei Dank zwei Personen (Moreau und die Apothekerin) Gedanken um sie machen. Sie durchstreift Paris, gequält von unverstandenen Gesprächsfetzen, Szenen ihrer Kindheit, deren Zusammenhang mit dem Leben ihrer Mutter sich ihr nur undeutlich erschließen und Angst. Angst vor dem Leben. Ihre Mutter Sonja, die nach Paris kam um eine große Tänzerin zu werden, was irgendwie durch einen Unfall? verhindert wurde, schickte Therese, die sie in diesem Lebensabschnitt "Kleine Bijou" nannte, zum Tanzunterricht, um ihren Traum zu leben. Aber Therese hat kein Talent. Sie darf noch eine kleine Filmrolle mit ihrer Mutter spielen, dann verschwindet diese nach Marokko und Therese wird auf das Land zu einer Freundin ihrer Mutter geschickt, wo sie aufwächst. Meine Meinung: Langsam steigt die Spannung des Geschehens mit der Erkenntnis, dass Therese durch ihre Kindheit traumatisiert ist und sie mit der psychischen Bewältigung des Dramas des Kindes, das nicht geliebt und verlassen wurde, total überfordert ist. Ein Selbstmordversuch ist immer ein Hilfeschrei.

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  • Rezension zu "Die Kleine Bijou" von Patrick Modiano

    Die Kleine Bijou
    Beagle

    Beagle

    19. October 2009 um 08:46

    Die Geschichte, die junge Protagonistin Therese begegnet in der Metro einer Frau, von der sie denkt, sie wäre ihre Mutter, ist nicht uninteressant. Therese erzählt über ihre Vergangenheit als Kind einer künstlerisch unbegabten Tänzerin, die durch ihre Knöchel dem Tanz nicht mehr nachgehen konnte. Deshalb möchte sie ihre Tochter zu dem machen, was sie nicht sein konnte, nennt sie die kleine Bijou. Dabei ist Therese aber mehr ein "modisches Accessoir" als eine geliebte Tochter, immer, wenn die Mutter sie nicht brauchen kann, wird sie vernachlässigt, wie der Pudel, den sie geschenkt bekam und irgendwann zu füttern vergas. Therese folgt dieser Frau im gelben Mantel nach Hause, sie versucht mehr von ihrem Leben in Erfahrung zu bringen. Dabei ist sie mehr und mehr verzweifelt über ihr eigenes Leben. Modianos Sprache ist sehr einfach gestaltet, worum ich mich frage, warum er angeblich zu einem der wichtigsten französischen Schriftstellern der Gegenwart zählen soll. Hier kommt keine sonderliche Spannung auf, das Buch "tröpfelt eher vor sich hin" als Leselust zu wecken.

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