Patrick Modiano Ein Stammbaum

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Inhaltsangabe zu „Ein Stammbaum“ von Patrick Modiano

Nobelpreis für Literatur 2014

Die Mutter, eine schöne Flämin, kommt 1942 durch einen Offizier der Propagandastaffel nach Paris, um eine Schauspielkarriere zu beginnen. Der Vater, während der deutschen Okkupation als Jude verfolgt, ist ein Lebemann, der vom großen Geld träumt und alles, was er bei zwielichtigen Geschäften gewinnt, bald wieder verliert. Die Ehe der Eltern – eine Fehlentscheidung. Zwei Söhne haben sie, der jüngere stirbt im Alter von neun Jahren. Der ältere, Patrick, wird ins Internat abgeschoben, flieht, wird erneut eingesperrt, immer wieder, bis er schließlich mit dem Vater bricht, sich mit kleinen Diebstählen durchschlägt und sein erstes Buch schreibt, mit dem er auf Anhieb Erfolg hat.
Patrick Modiano erzählt von seiner unglücklichen Kindheit. Ohne Pathos, ohne Sentimentalität, ohne Hass oder Anklage: »Ich bin ein Hund, der so tut, als habe er einen Stammbaum.«

Hat mir leider ganz und gar nicht zugesagt :/ :(

— liyah40

Ein tolles Buc, nur der Anfang ist etwas schwierig. Ansonsten sehr faszinierend und traurig.

— thiefladyXmysteriousKatha

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  • Der Stammbaum eines Nobelpreisträgers

    Ein Stammbaum

    thiefladyXmysteriousKatha

    06. February 2015 um 13:57

    Ein Stammbaum Ich wurde letztes Jahr auf Herr Modiano aufmerksam, da er den Literaturnobelpreis gewann. Sofort war mir klar, dass ich etwas von ihm lesen muss. Ich entschied mich mit diesem Buch anzufangen und das war eine gute Wahl. Klappentext Patrick Modiano erzählt von seiner unglücklichen Kindheit: Von seiner Mutter, die 1942 nach Paris kommt um eine Schauspielkarriere zu beginnen. Von seinem Vater, der während der Okkupation als Jude verfolgt wird, ein Lebemann ist und bei zwielichtigen Geschäften immer wieder Geld verliert. Und von der Ehe der Eltern, einer einzigen Fehlentscheidung. Patrick wird in Internate abgeschoben, flieht, wird wieder eingesperrt und bricht schließlich mit seinem Vater. Er schlägt sich mit kleinen Diebstählen durch, bis er ein Buch schreibt, das auf Anhieb ein Erfolg wird. Atemlos und unsentimental legt Modiano mit dieser autobiographischen Erzählung Zeugnis ab - ein erschütterndes Buch, frei von Pathos und Selbstmitleid. Meinung Im ersten Moment war ich sehr skeptisch und kam nicht direkt mit der Handlung und Modianos Erzählstil klar. Doch nach einer Weile war ich so fasziniert von diesem Buch und konnte es nicht aus der Hand legen. Patrick Modianos Kindheit ist wirklich nicht leicht gewesen und er tat mir an vielen Stellen sehr leit. Weise kommentiert er seine damaligen handlungen und auch die seiner Eltern. Er gesteht esuch einige Fehler ein und dadurch wird er dem Leser sehr sympathisch. Die Zustände im Internat werden sehr schlimm beschrieben und ich kann durchaus verstehen warum nan an solch einem Ort nicht bleiben wollte. Es macht mich allerdings traurig zu lesen, dass Vater und Sohn ihre Probleme nie lösen konnten. Das ganze wird in einre sehr poetischen und wundervollen Sprache niedergeschrieben, ich habe mir ständig Sätze markiert. Mein Interesse an der Person Patrick Modiano udn an seinen anderen Werken wurde eindeutig geweckt.

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  • Eine einsame Kindheit

    Ein Stammbaum

    WinfriedStanzick

    23. January 2015 um 12:40

      Zuerst im Jahr 2007 erschienen, wird neben vielen anderen Büchern von Patrick Modiano der hier vorliegende autobiographische Bericht des Literaturnobelpreisträgers neu veröffentlicht. Sehr groß ist das Interesse einer nun viel größer gewordenen Publikums, etwas mehr über die Herkunft und das Leben eines Schriftstellers zu erfahren, der sehr zurückgezogen lebt und selten sich in der Öffentlichkeit zeigt.   Er selbst schreibt zu seinem „Stammbaum“. „Ich habe nichts zu bekennen, nichts zu erhellen, und ich verspüre keinerlei Neigung zur Introspektion und Gewissenserforschung. Im Gegenteil: Je dunkler und geheimnisvoller die Dinge bleiben, desto mehr haben sie mich immer interessiert.“   Das wird nicht nur in seinem neuen Roman „Gräser der Nacht“ überdeutlich, auch hier in seinem autobiographischen Bericht, der sich liest wie ein Roman, dominiert die eher nüchterne Betrachtung, die karge Beschreibung dessen, was er erlebt und erfahren hat.   Eine Betrachtung und Beschreibung einer Kindheit, wie sie trostloser, einsamer und unglücklicher kaum hätte sein können. Seine Eltern leben in einer Welt, die mit ihren Sohn nichts zu tun hat. Es ist als gäbe es den kleinen Patrick gar nicht. Die Mutter ist permanent abwesend und kalt, der Vater ist von grausamer Härte und Lieblosigkeit. Ablehnung, Einsamkeit und Bindungslosigkeit- so sieht seine Kindheit und Jugend aus.   Eher teilnahmslos bringt Modiano etwas Licht in die Dunkelheit seiner Herkunft. Erschütternd, das kein einziger Mensch auftaucht, der ihm mit Liebe oder Zuneigung begegnen würde. Umso erstaunlicher, wie sich sein Schaffen dennoch entwickeln konnte. Nicht ohne Grund endet „Ein Stammbaum“ mit der Veröffentlichung seines nersten Buches.   Etwas erinnert war ich an Susanna Tamaros Lebensbericht „Ein jeder Engel ist schrecklich“ wo sie schreibt: „Weil ich mit dem Feind in mir lebe, mit dem Nebel, der Nacht, der Verwirrung. Weil ich den Schmerz sehe und nichts dagegen tun kann. Weil ich das Unvollkommene sehe, die Leere, das Scheitern, und deren Sinn nicht begreife. Weil ich allein bin, weil mir keiner zuhört, mich niemand an der Hand nimmt. Weil ich irgendwo in mir eine immense Harmonie und ein immenses Licht erahne, und ich mich von diesem Licht und dieser Harmonie entferne wie ein Schiff, das in See sticht. Was zu Anfang der Sinn jedes Atemzugs war, wird mit der Zeit zum Blinken eines Leuchtturms in der Ferne. Ich weine, weil ich Angst habe vor der Leere und der Einsamkeit, die mich erwarten.“      

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