Patrick Modiano Place de l'Étoile

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Inhaltsangabe zu „Place de l'Étoile“ von Patrick Modiano

»Karamba, Karacho – das ist mal ein Debüt. Wie von Tarantino.« Tilman Krause in ›Die Welt‹Sein Erstling machte Patrick Modiano über Nacht berühmt: So offensiv wurde noch nie mit jüdischen und antijüdischen Klischees gespielt. Der Held Raphaël Schlemilovitch führt viele schillernde Leben, als Kollaborationsjude«, als Geliebter von Eva Braun, als jüdischer Mädchenhändler. Er kommt mehrfach zu Tode und reist durch Zeiten und Länder. Bis er schließlich auf der Couch von Dr. Freud im Wien der sechziger Jahre erwacht.Ein so unterhaltsamer wie provokanter Parforceritt – und ein literarischer Befreiungsschlag von antisemitischen Zuschreibungen.

Das hat mir irgendwie nicht gefallen =(

— Bibliomania
Bibliomania

http://novelero.de/patrick-modiano-la-place-de-letoile/

— sandro_abbate
sandro_abbate

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  • Place de l'Étoile

    Place de l'Étoile
    Bibliomania

    Bibliomania

    24. January 2017 um 20:15

    Es fällt mir schwer etwas über den Inhalt zu sagen. Raphael Schlemilovitch ist Jude in Frankreich um den Nationalsozialismus herum. Man liest Fragmente seiner Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder wie man es nennen mag. Er stirbt auf mehrere Arten und Weisen, lässt sich mit verschiedenen Männern und Frauen ein und zieht diverse Persönlichkeiten durch den Kakao. Hitler, Eva Braun, aber auch Sartre bekommen ihr Fett weg. Es ist eine große Parodie, aber ich konnte ihr leider nichts abgewinnen und war mehrfach versucht das Buch abzubrechen. Nur weil es so kurz war, habe ich es überhaupt beendet.

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  • Progressiv, Aufwühlend - Modianos fulminantes Debüt

    Place de l'Étoile
    Stephanus

    Stephanus

    29. June 2015 um 11:03

    Der Erstling von Modiano, der erst vor einigen Jahren ins Deutsche übersetzt wurde, handelt von der Figur des Juden Raphael Schlemilovitch der in seinem Leben eine Reihe von fiktiven (und phantastischen) Erlebnissen und Abenteuern durchlebt, die alle um die Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Frankreich ab dem Ersten Weltkrieg über die Besetzung durch die SS-Truppen bis zur Nachkriegszeit reicht. Es findet eine immer rasantere Aneinanderreihung von Abschnitten und Themen statt, die irgendwie den roten Leitfaden des Wunsches der Anpassung bis hin zur Verwandlung in einen perfekteren Franzosen, als es ihn je gab. Modiano schreibt in diesem Erstling, den er mit Anfang 20 verfasste bereits sehr spachgewaltig und in einem bereits beachtlichen Erzählstil, den er später noch perfektioniert und verändert, über ein Tabu-Thema der damaligen Zeit, die Kollaboration der Presse/Literatur/Politik und die Judenverfolgung / Diskriminierung in Frankreich. Eine klare Bewertung ist für mich bei diesem Buch sehr schwierig abzugeben. Das Buch ist voll von Anspielungen und Zitaten aus Werken französischer Schriftsteller und Intellektueller, aber auch Beschreibungen. Mir persönlich fehlt leider das Wissen hierüber und daher war das Buch schwer zu verstehen und sicher habe ich viele Anspielungen gar nicht erkannt. Trotzdem war das Buch ein Lesegenuss und hat mir großen Spaß gemacht, zumal einmal ein Buch von Modiano zu lesen, in dem er seinen späteren  Erzählstil noch nicht anwendet bzw. noch in der Findung ist.

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  • Modianos aufwirbelndes Debüt

    Place de l'Étoile
    TimFinnegan

    TimFinnegan

    14. January 2015 um 12:18

    Zum Inhalt möchte ich lediglich ein paar Zeilen aus dem Nachwort der Übersetzerin zitieren: "Place de l'Étoile gibt sich als Autobiographie eines jungen französischen Juden, Raphaël Schlemilovitch [...]. Dieser Raphaël [...] lebt gleichzeitig in verschiedenen Epochen: vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, er ist sozusagen ein Reisender zwischen den Zeiten, der Ewige Jude, und müht sich redlich, alle Klischees, Vorurteile und Hassbilder seiner Umgebung zu bedienen." Während des Lesens hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, ein brillantes Buch in den Händen zu halten — und es schlichtweg nicht zu verstehen. Vielleicht muss man dafür Franzose sein, vielleicht Jude, bestenfalls beides. Es braucht viel Vorwissen, um all die historischen Persönlichkeiten, auf die angespielt wird, zuordnen zu können, und angesichts dessen mag man kaum glauben, dass der nach Kriegsende geborene Modiano die Zeit, die er beschreibt, selbst nicht miterlebt hat. Ein umfangreiches Nachwort der Übersetzerin Elisabeth Edl hilft dem Leser glücklicherweise dabei, das Buch besser einordnen zu können. Zur stilistischen Beschreibung von Modianos Debütroman habe ich mehrmals das Wort "furios" gelesen, und das trifft es eigentlich ganz gut. Es wird so oft und so schnell zwischen verschiedenen Zeiten und Orten gesprungen, dass das Lesen keine Sekunde langweilig werden kann. Ein "Wirbelwind", wie es eine Kritikerin auf dem Buchrücken ausdrückt. Und der wirbelt so schnell, dass man kaum merkt, dass man schon am Ende ist. Fazit: Vom ersten Eindruck her denke ich, Nobelpreisträger Modiano ist ein Genie. Ich werde definitiv mehr von ihm lesen.

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  • Blue Gillette Extra Klinge

    Place de l'Étoile
    JoBerlin

    JoBerlin

    Wild, provokant, assoziativ - Modianos Erstling war bei Erscheinen (1968) eine Sensation.  Ich habe das Buch als eine Art Entwicklungsroman gelesen (----> Kap. III "In der Normandie werde ich meine Erziehung der Gefühle beenden"):  Kapitel 1 Kindheit, Kapitel 2 Schule, Kapitel 3 Lehr- und Wanderjahre, Kapitel 4 Erwachsener.   Dabei geht es ohne stringente Handlung um den "ewigen Juden", um das von Nazis besetzte Frankreich und um die vermeintliche Zuflucht Israel (hier als die Intelligenzia verachtender Polizeistaat geschildert ---> Kap. IV "Wenn wir das Wort 'Kultur' hören, ziehen wir den Gummiknüppel").  Solche provokanten Worte setzen tiefe, schmerzhafte Schnitte bei der Leserschaft - wie mit einer (häufig erwähnten) Blue Gillette Extra Klinge gezogen. Modiano hat später allzu radikale Stellen abgemildert oder gestrichen. Der im Nachwort als "Phantasmagorie" bezeichnete Roman streift assoziativ die Lebenswelt vieler jüdischer und auch antijüdischer Künstler wie zum Beispiel Sartre, Kafka, Gide, Proust, Celine  ... ----> Kap. IV "Meine Tuberkulose? Hatte ich die nicht Franz Kafka gestohlen?" Der typische Modiano-Stil späterer Werke ist hier (noch) nicht zu erkennen und doch war die Lektüre anregend, außergewöhnlich, fordernd. Ein MUSS für alle Fans des Literatur-Nobelpreisträgers 2014.

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    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    26. November 2014 um 10:25