Patrick Modiano Sonntage im August

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Inhaltsangabe zu „Sonntage im August“ von Patrick Modiano

In La Varenne an der Marne beginnt sie, die kurze Amour fou zwischen dem Fotografen und seiner Geliebten Sylvia, der Frau des windigen Geschäftsmanns Frédéric Villecourt, und sie endet in Nizza an der Côte d’Azur, wohin Sylvia ihrem Geliebten folgt. Im Gepäck hat sie einen Diamanten, den sie ihrem Mann entwendet hat. Der Diamant heißt »Kreuz des Südens«. Bei dem Versuch, ihn zu verkaufen, verschwindet Sylvia auf ungeklärte Weise – wie alle Vorbesitzer. Seine erste Trägerin wurde 1793 guillotiniert, und der vorletzte Besitzer 1944 erschossen …

Ein perfekt komponierter Roman über das Verlangen, Vergangenes zurückzuholen.

— Lesemanie
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Spannend wie ein Film von Alfred Hitchcock!

— Lysander
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    Sonntage im August
    Lesemanie

    Lesemanie

    02. February 2015 um 21:02

    Als der Ich-Erzähler, ein ehemaliger Fotograf, und Frédéric Villecourt sich nach sieben Jahren wieder sehen, haben sich beide Männer verändert, doch Villecourts Verwandlung scheint besonders drastisch zu sein. Der ehemals selbstbewusste Sohn aus reichem Hause, den der Erzähler vor Jahren getroffen hat, hat an Ausstrahlung und offenbar auch viel Geld verloren. Freunde werden diese beiden Männer nie werden; sie sind es auch nie gewesen. Das einzige, das sie verbindet, ist Sylvia. Sylvia, die der Erzähler vor Jahren getroffen hat als er eigentlich dabei war, Bilder für einen Fotoband über Seebäder zu machen. Das Buch selbst hat er bis zu jenem Tage sieben Jahre später nicht fertiggestellt. Stattdessen hat er sich in Sylvia verliebt, Villecourts Frau, und vor sieben Jahren sind die beiden davongelaufen. In Nizza haben sie sich vor Villecourts Eifersucht und Rache versteckt. Vor ihrer Flucht hat Sylvia einen Diamanten aus dem Besitz ihres Mannes entwendet: das sogenannte „Kreuz des Südens“. Der wertvolle Stein wechselt seit Jahrhunderten seine Besitzer und wer abergläubisch ist könnte glauben, er bringe Unglück – 1793 wurde die erste Besitzerin guillotiniert und der vorletzte Besitzer wurde 1944 erschossen. Wie es Sylvia ergangen ist, weiß niemand, denn sie – und der Diamant – sind spurlos verschwunden. Ihr Liebhaber bleibt orientierungs- und antriebslos in Nizza zurück. Das zufällige Treffen mit Frédéric Villecourt Jahre später stürzt ihn in einen Strudel der Erinnerungen und endlich scheint er eine Lösung des Rätsels erahnen zu können. Viel mehr Worte darf man über den Inhalt dieses Romans nicht verlieren. Zu gekonnt hat Patrick Modiano unterschiedliche Episoden dieser Geschichte, dieses Rätsels um Sylvias Verschwinden, angeordnet und miteinander verwoben, sodass der Leser gemeinsam mit dem Erzähler die Erlebnisse Revue passieren lässt, in der Gewissheit, dass er dies schon hunderte, tausende, Male getan haben muss um zu verstehen, wann ihm der entscheidende Fehler unterlaufen ist. So bleibt mir also nur, dieses Buch aufs Wärmste zu empfehlen und den potenziellen Leser darauf hinzuweisen, sich auf den Erzähler und seine Erinnerungen einzulassen. Was das Buch besonders auszeichnet, ist die Art und Weise auf die es Modiano gelingt, eine Geschichte durch bruchstückhafte Erinnerungen und in wenigen Worten lebendig werden zu lassen. Ein wunderschöner Roman über das Verlangen, Vergangenes zurückzuholen.

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