Patrick Ness Das Morgen ist immer schon jetzt

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Inhaltsangabe zu „Das Morgen ist immer schon jetzt“ von Patrick Ness

Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist.

Langweilig. Schlecht erarbeitete Charaktere. Nicht mal zu Ende gelesen.

— JuliaAndMyself

Man muss nicht immer der Held sein um glücklich zu sein.

— Verena-Julia

Wer sollte denn außer uns schon die Welt retten?! – Ein süßer Roman über alltägliche Gedanken der Jugend.

— Steffinitiv

Unsympathischer Protagonist, gewöhnungsbedürftiger Fantasyanteil, langweilige Story & oberflächlicher Schreibstil. Leider nicht mein Buch...

— Tini_S

Über das Leben normaler Teenager, während die Helden mal wieder die Welt retten.

— Barbarella1209

Eine wirklich einzigartige Geschichte mit einem Hauch von Fantasy

— startbeingabooklover

Schönes Sommerbuch und mal etwas anderes!

— Melodycookie

Eine langweilige, wirre Story; Fantasy-Elemente, die total fehl am Platz sind und zu wenig ausgearbeitete Figuren. Schade...

— SunshineSaar

Eine gute Idee macht leider noch kein gutes Buch. Nerviger Fantasy-Anteil, der vollkommen unnötig ist und diffuse Charaktere.

— Linsenliebe

Nicht Ness bestes Werk. Langweilige Charaktere und eine konfuse Handlung.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Geht tiefer als ich am Anfang dachte.

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Schneekatze

    14. May 2017 um 19:49

    Aus der Ich-Perspektive berichtet der Hauptprotagonist Mikey die Geschehnisse in einem lockeren Stil, spricht teilweise den Leser direkt an und erschafft dadurch eine noch direktere Perspektive, zieht den Leser mehr in die Geschichte hinein. Vor jedem Kapitel gibt es einen kurzen Absatz über die Ereignisse im fantastischen Bereich. Vor allem am Anfang fand ich es schwer, den Sinn von diesen Voranstellungen zu verstehen, aber mit der Zeit spricht Mikey immer mehr über die übernatürlichen Phänomene in seiner Umgebung, bis sich diese immer weiter in sein Leben und das seiner Freunde mischen. Es wirkte anfangs wie eine Mischung aus einem Jugendbuch und einer Fantasygeschichte, die sich später miteinander vereinen. Dabei geht es in diesem Roman gar nicht so sehr um die Suche nach dem Sinn, um das Dahinter, sondern mehr um den Moment, um die Bedeutung, wie es ist, jung und im Abschlussjahr zu sein, sich in den letzten Monaten zu befinden, bevor sich alles ändern wird und bevor sich die Wege der Freunde trennen werden. Abgesehen von den fantastischen Elementen ist „Das Morgen ist immer schon jetzt“ vor allem ein Jugendbuch. Probleme mit den Eltern, die Magersucht von Mikes Schwester, seine eigenen Zwangshandlungen und die unerwiderte Liebe zu Henna, der abweisende alkoholabhängige Vater, die Mutter eine bekannte Politikerin im Wahlkampf und zugleich die Gegnerin eines Politikers, der der Vater von Mikes bestem Freund Jared ist; die Probleme, die hieraus entstehen, sind nur einige Aspekte. Heraus sticht der große Zusammenhalt zwischen den Geschwistern und Freunden. Es ist eine Welt, in der der Umbruch zum Erwachsenendasein eine riesige Grenze darstellt: Die Jugend gegen die Erwachsenen, die scheinbar so gar nichts verstehen; nur zwischendurch gibt es Andeutungen, dass sie vielleicht mehr wissen als sie zugeben, schließlich waren sie selbst mal jung. Zu Beginn des Romans war ich skeptisch, konnte mich nicht ganz darauf einlassen, habe an der Wirklichkeit der Vampire, der Seelenfresser und anderer fantastischer Andeutungen gezweifelt, bis Mike selbst mit seinen Erzählungen und den in der Geschichte folgenden Ereignissen diese Zweifel ausradierte, die Angriffe auf ihn und seine Freunde, die verschwundenen Indie Kids. Vielleicht sind die Zombiehirsche und Mythen aber auch nur Metaphern für die erwachsene Welt. Und vielleicht muss das jeder Leser für sich selbst entscheiden. Die fantastische Ebene steigert auf jeden Fall die Spannung und bietet Raum für verschiedene Interpretationswege. Fazit: 4/5 Im Vergleich zu anderen ein etwas anderes Jugendbuch, aber vor allem eins, das sich lohnt zu lesen.

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  • Wenn der Held kein typischer Held ist...

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Verena-Julia

    27. September 2016 um 23:45

    In den meisten Büchern wird uns Lesern weiß gemacht, dass es Helden braucht. Helden, die die Welt retten – Auserwählte, die am Ende des Buches ihr Mädchen in den Armen halten. Aber was ist, wenn man nicht zu den Auserwählten gehört? Wenn man nicht der Star der Schule ist, sondern ein ganz gewöhnlicher Junge mit Problemen? So wie Mikey, der gerade einfach nur seinen Schulabschluss schaffen möchte, sich auf den Schulball freut und keine Zeit hat nebenbei auch noch die Welt zu retten. Außerdem ist da noch Henna – das Mädchen, in das Mikey schon so lange verliebt ist. Ob er sich endlich traut Henna um ein Date zu bitten? Möglichst bevor der Abschluss geschafft ist und sich die Wege trennen. Oder ist es dafür bereits zu spät, denn es scheint als wollte schon wieder einmal jemand die Schule in Schutt und Asche legen. Angesichts der vielen Katastrophen und Unfälle, die passieren wird Mikey und seinen Freunden bewusst, dass das eigene Leben trotz kleinerer und größerer Probleme absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. Mikey erzählt in „Das Morgen ist immer schon jetzt“ nicht nur seine Geschichte sondern auch die Geschichten seiner Schwester Mel und seiner Freunde Jared und Henna. Der Autor hat dafür die Ich-Perspektive gewählt – so gelingt es dem Leser sehr gut sich in Mikey hineinzuversetzen und zu verstehen, warum er so handelt und nicht anders. Er hat ziemlich viele psychische Probleme und Zwänge beherrschen sein Leben. So gut es geht versucht er diese zu verheimlichen doch seine Freunde wissen Bescheid und helfen ihm so gut sie können aus dem manchmal endlos langen Kreisläufen heraus zukommen. Die Freunde stehen kurz vor ihrem Abschluss. Gerade noch lernen sie für ihre letzten Prüfungen und schreiben die letzten Aufsätze. Der Sommer steht kurz bevor und damit endet für die Vier ihre gemeinsame Schulzeit. Die letzten Wochen zusammen wollen sie genießen doch immer wieder geschehen mysteriöse Unfälle, die nicht nur die Beziehung der Freunde auf eine harte Probe stellen. Unfälle von der Art, die man nicht erklären kann. Und da kein Erwachsener den Kindern Glauben schenken will machen sie sich selbst auf die Suche nach der Ursache. Eine weitere wichtige Rolle in dem Buch spielen die Indie-Kids. Das sind diese ganz besonderen Kinder mit einer außergewöhnlichen Begabung, Talenten oder Kinder, die aus anderen Gründen hervorstechen. Indie-Kids sind die Helden, die die Welt retten können. Leben dementsprechend aber auch ziemlich gefährlich wie sich gleich zu Beginn des Buches herausstellt. Über den einzelnen Kapiteln gibt es ungewöhnliche „Kapitelüberschriften“, die eigentlich keine Überschriften sind sondern stattdessen kurze Texte, die die Geschichten der Indie-Kids wieder geben. Anfangs haben mich diese kursiv gedruckten Texte etwas verwirrt und erst später helfen sie dann die eigentliche Geschichte zu verstehen. Die Sprache und der Schreibstil von Autor Patrick Ness und Übersetzerin Petra Koob-Pawis ist mal laut, mal leise. Mal kommt der Ich-Erzähler mit wenigen prägnanten Worten aus, mal umschreibt er seine Gedanken oder sein derzeitiges Befinden bildhaft. „Ich habe das Gefühl, mein Körper besteht aus lauter kleinen Teilen. Es mag so aussehen, als wären sie zusammengefügt, aber die Teilchen schweben frei im Raum und bei der ersten Erschütterung falle ich auseinander.“ (S.109) ist nur ein Zitat, das erkennen lässt welche gewaltigen Bilder Autor und Übersetzerin hier zeichnen. „Das Morgen ist immer schon jetzt“ aus der Feder von Patrick Ness zeigt gefühlvoll, ausdrucksstark und eindrucksvoll, dass es nicht darauf ankommt der Held aller sein zu wollen sondern, dass es wichtig ist der Held seiner eigenen Geschichte zu sein. Für mich ein besonderes Buch, das mich zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Verzweifeln, zum Bangen und zum Lachen gebracht hat. Spannung bis zum Schluss, ein bisschen Liebe und eine Prise Fantasy haben für mich dieses Buch zu einem Lesehighlight gemacht. Klare Empfehlung von mir. 5 von 5 Sternen.

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  • Wer sollte denn außer uns schon die Welt retten?!

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Steffinitiv

    02. September 2016 um 13:44

    Das Buch Gebunden: 320 Seiten Verlag: cbj (erschienen am 27. Juni 2015) Sprache: Deutsch ISBN: 978 – 3570172667 oder 357017266X Alter: ab 12 Jahren Originaltitel: The rest of us just live here Hier könnt ihr es kaufen: amazon , thalia , buecher.de und natürlich in einer Buchhandlung eurer Wahl Kurzmeinung: Wer sollte denn außer uns schon die Welt retten?! – Ein süßer Roman über alltägliche Gedanken der Jugend. Klappentext: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. Cover: Auf dem Cover zu sehen, ist eine Gruppe Jugendlicher, die sich auf einem Feld vor einem Wald ausgelassen in die Arme schließen. Hinter dem Wald scheint die Sonne hervor und erzeugt somit eine super schöne, angenehme Stimmung. Mein Fazit Inhalt: Michael – Mikey ist in Henna verliebt, doch diese interessiert sich allem Anschein nach nur für den neuen – Nathan. Mikeys bester Freund Jared hingegen ist schwul, aber auch nicht an ihm interessiert – zumindest nicht an mehr als Freundschaft. Auch ist Jared kein normaler Junge. Er ist ein Halbgott. Es ist das Abschlussjahr von Mikey, seiner Schwester Mel, Jared und Henna und auch Nathans‘. Doch auf einmal geschehen komische Dinge mit den Indie-Kids. Ob es wieder etwas mit den Unsterblichen, Vampiren oder Seelenfressern zu tun hat, die in den letzten Jahren in der Gegend aufgekreuzt sind? Die Erwachsenen glauben natürlich davon kein Wort und so müssen Mikey und seine Clique versuchen die Welt und ihre Stadt zu retten. Die Tatsache, dass Jared ein Halbgott ist, vereinfacht so manches, doch leider nicht die Rettung der Stadt, sodass sie alle am Ende vor einer großen Aufgabe stehen, die es zu meistern gilt. Daneben versucht Mikey auch weiterhin an Henna heran zu kommen, die sich nun doch (aus Versuchszwecken) auf ihn einlässt. Werden Sie es schaffen, die Welt zu retten?! Sprache und Stil: Die Erzählperspektive ist im Hauptteil der Story die erste Person aus Sicht von Mikey. Jedoch befindet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein kurzer, durch kursive Schreibweise hervorgehobener, Abschnitt in welchem die Geschichte der Indie-Kids und der Unsterblichen beschrieben wird. Den Hauptteil des Buches macht jedoch Mikeys Leben und seine Gedanken aus. Meine Meinung: Ich fand das Buch war an sich nicht schlecht geschrieben, jedoch war mir die Story zu wenig bunt ausgeschmückt. Ich hätte mir eine zeitlich frühere Verknüpfung der beiden Handlungsstränge gewünscht und auch eine Erläuterung, warum die Erwachsenen sich nicht mehr mit den außergewöhnlichen Handlungen befassen bzw. sie ignorieren Bewertung Handlung ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Romantik ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Charaktere ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Schreibstil ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Gesamt ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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  • Ein schwieriger Protagonist in einer gewöhnungsbedürftigen Story

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Tini_S

    01. September 2016 um 17:13

    Meine Meinung: Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich besondere Bücher. Bücher, die nicht dem Mainstream entsprechen und mir etwas Neues bieten. Daher MUSSTE ich "Das Morgen ist immer schon jetzt" einfach lesen! Das Cover allein fand ich schon sehr gelungen. Das Motiv mit den Freunden ist dezent, aber die Schrift schön auffällig. Das passt perfekt zur Story, die auch eher unaufgeregt daherkommt. Der Klappentext überzeugte mich dann restlos, weil er mal nach etwas anderem klang. Doch konnte das Buch vom mehrfach ausgezeichneten Jugendbuch-Bestsellerautor Patrick Ness meine Erwartungen erfüllen? Zunächst einmal zu den Charakteren: Mit dem Protagonisten steht und fällt jede Story, vor allem, wenn er auch noch Ich-Erzähler ist. Wenn er – in diesem Falle der unscheinbare Mikey – mich nicht überzeugen kann, hat das Buch einen schwierigen Stand. Mikey ist ein Charakter wie du und ich, zutiefst unsicher, was sein Selbstbild betrifft, hat er auch noch mit einer Zwangsstörung zu kämpfen. Außerdem ist das Verhältnis zu seinen Eltern nicht einfach und auch eine seiner Schwestern hat ein schwerwiegendes Problem ... Puh. Ich muss sagen, so spannend das alles klingt und so interessant ich das Thema "Zwangsneurose" auch fand, so richtig wurde ich mich Mikey nicht warm. Zunächst mal hatte ich Probleme mit seiner Erzählstimme, dazu unten mehr. Außerdem ging mir Mikey ziemlich auf die Nerven mit seinem Selbstmitleid, seiner Jammerei, seinem Egoismus, seinen Vorurteilen und seiner Besserwissererei. Keine angenehmen Eigenschaften. Und zu allem Überfluss tut er NIE AKTIV IRGENDETWAS, um Probleme zu lösen oder die Story voranzutreiben. Stattdessen läuft er vor Schwierigkeiten davon und ist damit nicht als (klassicher) Protagonist geeignet. Kurz gesagt: Er hat mich tierisch genervt. Zu den anderen Charakteren kann ich gar nicht so viel sagen und möchte euch auch nicht zu viel verraten, nur dass mir keiner von ihnen im Gedächtnis geblieben ist. Aber schön fand ich, dass der Autor jedem ihnen allen unterschiedliche Probleme verpasste, mit denen sie zu kämpfen hatten. Dies geschiet allerdings nur nebenbei und richtige Lösungen werden lediglich angekratzt. Mikey spricht zum Leser in einem jugendlich-umgangssprachlichen Ton. Das macht ihn authentisch. Leider konnte ich mich trotzdem nicht in ihn hineinversetzen. Der Leser wird von ihm ab und zu mit "Du" angesprochen und bekommt rhetorische Fragen gestellt. Das wirkte für mich etwas gezwungen und riss mich aus der Erzählung. Die Sprache kam mir an manchen Stellen zu "gewollt cool" vor. Außerdem sind seine Beschreibungen oberflächlich; Mikey nennt uns zu wenige Details und dadurch lief kein Film vor meinen Augen ab. Die Dialoge kamen mir auch merkwürdig vor. Die Teenager reden abgehackt und unkonkret miteinander, manchmal gab es gar keinen Bezug der Antworten zu den Fragen. Oder vielleicht habe ich es nicht verstanden ... Auch reden sie meist um den heißen Brei herum und das ist auf Dauer anstrengend. In den meisten Szenen wird zu früh rausgesprungen, d. h. dass die eigentlich spannenden Ereignisse nur andeutet und nicht ausgearbeitet werden. Wir bekommen es im nächsten Kapitel in ein paar Sätzen als Rückblende erzählt und können uns den Rest selbst ausmalen. All das ist dem jugendlichen Erzähler geschuldet, der selbst nicht weiß, was er will, und der viele Dinge nicht hinterfragt. Das mag zwar zu ihm passen, war mir aber als Erzählstimme nicht interessant genug. Eine schöne Idee hingegen, fand ich die Einschübe mit den Indie-Kids zu Kapitelbeginn. Hier wird die eigentliche Story erzählt vom Kampf Gut gegen Böse – Auserwählte gegen übernatürliche Wesen. Eine nette Parodie auf bestehende Jugendbücher und wirklich mal was anderes! Davon hätte ich gerne mehr gelesen, am liebsten aus der Sicht des jeweilgen Jugendlichen und nicht nur eine Zusammenfassung. Ich habe auch ein bisschen gebraucht, um hinter das Konzept des Buches zu steigen und hatte das ein oder andere Fragezeichen im Kopf ... Der mysteriöse Fantasy-Einschlag KÖNNTE das gewisse Etwas sein (wie erhofft), aber dafür war er mir zu abstrus und albern. Das muss man mögen und sich drauf einlassen können. Ich konnte es nicht. Auch weiß man die ganze Zeit nicht, worauf die Story hinausläuft. Es wird viel angedeutet und zwischen den Zeilen gesagt. Die Parallelen zur Handlung mit den Indie-Kids sind gut dargestellt, die Überschneidungen zur Hauptstory waren toll und hätten gerne noch zahlreicher sein können! Zu Anfang noch interessiert, habe ich irgendwann leider nur noch als unbeteiligter Zuschauer gelesen. Statt am Spiel teilnehmen zu dürfen, stand ich außen am Spielfeldrand – nein ich war nicht mal im Stadion! Zusammengefasst: Wenig Spannung und eine Story, die ziellos, langatmig und unspektakulär daherkommt. Eine Alltagsbeschreibung ganz normaler Teenager ohne Wende- & Höhepunkte. Ich habe es mit einem "Aha, das war´s jetzt?"-Gefühl geschlossen. Es ist ein sehr spezielles Buch und ich war wohl die falsche Leserin, weil ich eine emotionsgeladene Story mit philosophischen Einstreuungen erwartet hatte ... Fazit: Ihr könnt es mit dem Buch versuchen, wenn ihr eine jugendlich-knappe Erzählweise mögt, einen schwierigen Protagonisten akzeptieren könnt und eine ruhige Story rund um Alltagssorgen von Teenagern mit einem gewöhnungsbedürftigen Fantasyeinschlag lesen wollt. Ich hatte mir von dem genialen Klappentext mehr versprochen, mehr Drama, mehr Tiefgründigkeit, mehr Spannung, mehr "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl. So reicht es leider nur für 2 Sterne ...

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  • Eine wirklich einzigartige Geschichte

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    startbeingabooklover

    17. August 2016 um 00:13

    “Das Morgen ist immer schon jetzt” von dem amerikanischen Autor Patrick Ness erzählt eine einzigartige Geschichte über den Jungen Mikey, der ausnahmsweise mal nicht zu den auserwählten, coolen Personen gehört, denen die verrücktesten Dinge im Leben passieren. Inhalt: Mikey gehört nicht zu den so genannten Indie-Kids, denen immer die außergewöhnlichsten und auch schrecklichsten Dinge passieren - doch ehrlich gesagt, ist Mikey sogar sehr froh darüber. Vampire und Wellen der Unsterblichen betreffen - so weit es in der Stadt bekannt ist - nur die Indie-Kids und Mikey hat auch so schon genug eigenen Probleme, mit denen er irgendwie zurecht kommen muss. Zum Beispiel gerät er seit längerer Zeit in Endlosschleifen, die ihn zwingen Dinge immer und immer wieder zu tun, ohne dass er Kontrolle darüber hat. Außerdem steht der Abschluss vor der Tür und die letzten Wochen, die Mikey zusammen mit seinen besten Freunden verbringen kann, bevor sie alle getrennte Wege gehen, machen ihm sehr zu schaffen. Das einzige was Mikey sich im Moment wünscht, ist, dass die Schule nicht in die Luft geht, bevor er sein Zeugnis in den Händen hält. Meinung: Das Buch hat mir insgesamt wirklich sehr gut gefallen. Die Handlung war zwar etwas ungewöhnlich, doch umso einzigartiger. Da ich nicht damit gerechnet habe, dass das Buch einige Fantasy-Elemente beinhaltet, war ich anfangs zwar etwas verwirrt, doch das hat sich ganz schnell wieder gelegt. Ich habe mich schon auf den ersten Seiten in den Schreibstil des Autors und auch in den Protagonisten und seine Freunde verliebt. Der Autor schafft es die Dinge so authentisch zu beschreiben, dass man mitfiebern kann und somit auch sehr viel Freude am Lesen hat. Auch die Aufmachung des Buches mit dem wunderschönen Cover, als auch mit der Aufteilung der Kapitel, an deren Anfang jeweils immer die parallel laufenden Geschichten der Indie-Kids erzählt werden, hat mir unglaublich gut gefallen. Fazit: “Das Morgen ist immer schon jetzt” ist ein wunderschönes und einzigartiges Buch von einem wirklich talentiertem Autor. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf ein außergewöhnliches Jugendbuch mit einem Hauch von Fantasy hat und in die Welt von Mikey und seinen Freunden eintauchen möchte.

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  • Wirre Story, die mich überhaupt nicht überzeugen konnte

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    SunshineSaar

    04. August 2016 um 16:45

    Nachdem ich das Buch „Das Morgen ist immer schon jetzt“ gelesen habe, war ich total enttäuscht. Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, aber die Umsetzung lässt leider zu wünschen übrig.Die Story dreht sich um die Frage, was ist, wenn man nicht einer der Auserwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden. Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist…Ich hatte anfangs wirklich Probleme in die Geschichte hinein zu finden, denn sie fängt schon gleich sehr verwirrend an. Auch danach kam ich nie wirklich richtig hinein, damit ich mit den Charakteren mitfühlen konnte. Das war schon einmal das erste Problem. Ab der Mitte des Buches musste ich mich dann schon richtig zusammenreißen, überhaupt weiterzulesen, denn die Story plätschert einfach nur so dahin und man fragt sich irgendwann, wo der Sinn dahinter steckt. Die Figuren sind wie Nebendarsteller angelegt, die in einer Heldengeschichte in der zweiten Reihe ihr Leben leben - in der Zeit, in der der Held die Welt rettet. Aber genauso langweilig wie das Leben von Nebendarstellern nunmal manchmal ist, so ist es auch in dieser Story der Fall. Sie versuchen mit ihren alltäglichen Problemen klarzukommen, die aber leider nicht für eine Hauptstory taugen. Die Fantasy-Elemente passen ebenfalls nicht wirklich in die Geschichte und machen sie eher lächerlich. Ich liebe ansonsten Fantasy-Romane sehr, aber in „Das Morgen ist immer schon jetzt“ sind die Elemente absolut fehl am Platz.Das Buch hat mich somit wirklich nicht überzeugt – eine wirre Story, zu wenig ausgearbeitete Figuren und am Ende bleiben mir viel zu viele Fragen offen. Ich hätte somit mit meiner Zeit wahrlich besseres anfangen können. Schade – es lag viel Potenzial in der Buch-Idee.Fazit:Eine langweilige, wirre Story; Fantasy-Elemente, die total fehl am Platz sind; und zu wenig ausgearbeitete Figuren, mit denen man einfach nicht mitfiebern kann. Die Grundidee hat gestimmt – aber die Umsetzung lässt leider zu wünschen übrig…

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  • Eine gute Idee macht leider noch kein gutes Buch

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Linsenliebe

    03. August 2016 um 13:39

    Mike und seine Freunde sind ein eingeschworenes Team. Seine gute Freundin Mel ist ebenso eine seiner zwei Schwestern und die beiden stehen sich sehr nahe. Kurz vor ihrem Schulabschluss müssen Mike, Mel, Henna und Jared einige seltsame Vorkommnisse verarbeiten und mehr denn je zusammen halten. Dabei sind sie völlig auf sich gestellt weil die Erwachsenen ihre eigenen Probleme haben und sich aus dem Leben der Jugendlichen weitestgehend zurückhalten. Die Charaktere in "Das Morgen ist immer schon jetzt" sind so angelegt wie die Nebencharaktere einer anderen Geschichte. Sie spielen nicht die Hauptrolle, sind keine Helden und sorgen nicht für die Bekämpfung irgendwelcher Ungeheuer ohne ähnliches. Sie versuchen nur zu überleben und mit ihren eigenen Problemen zurecht zu kommen. Dieser Ansatz gefällt mir gut, allerdings fand ich ihn auch ziemlich verwirrend. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dem doch nicht unerheblichen Fantasy-Anteil des Buchs nicht gerechnet hatte. Der Fantasy-Teil ist für mich auch einfach nur albern und unpassend. Ich verstehe nicht, wieso man untote Hirsche oder sterbende Jugendliche, die man die Indie-Kids nennt, für diese Geschichte braucht. Der ganze Fantasy-Einschlag zieht das Buch in meinen Augen leider sehr ins Lächerliche. Also jetzt mal ehrlich: Ein schwuler Jugendlicher, der der Gott der Katzen ist und heilende Kräfte hat und nur seine Freunde wissen es? Sowas hab ich bei einem Buch, das vom Verlag als "Realistischer Roman" eingestuft wird, wirklich nicht erwartet.Viele Vorkommnisse im Buch werden leider auch gar nicht aufgeklärt, auch wenn sie für die Persönlichkeitsentwicklung der Protagonisten von Bedeutung gewesen sind. Sowas finde ich ärgerlich und das hat für mich den Anschein die Leser für eine Fortsetzung warm halten zu wollen. Mich kriegt aber keiner dazu, hier eine eventuelle Fortsetzung zu lesen.Die Protagonisten selber fand ich zum größten Teil sympathisch, vor allem Mike, der mit großen Selbstzweifeln und Zwangsstörungen zu kämpfen hat. Die größten Teile des Buchs waren mir aber zu unrealistisch, zu wirr und zu unstrukturiert.Die einzige Aussage, die man in das Buch hineininterpretieren kann ist, dass echte Freundschaft alles überwindet und Freunde immer zusammen halten. Für diese Aussage hätte man aber das ganze nervige Drum herum wirklich nicht gebraucht.Für mich war dieses Buch leider leider Zeitverschwendung und ich kann nur 1 von 5 Sternen vergeben.

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  • Du musst nichts besonderes sein um besonders zu sein

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Natalie77

    02. August 2016 um 14:06

    Inhalt:Mikey möchte einfach nur seinen Abschluss hinbekommen und so mutig sein Henna um ein Date bitten. Während die Indie Kids gegen Unsterbliche kämpfen kämpft Mikey mit seinen Problemen, ganz normale Probleme wie die Frage zum ersten Date. Er erzählt von seinem Leben als ganz normaler Teenie...Meine Meinung:Auf der Messe im Herbst wurde dieses Buch schon als sehr besonders angekündigt und vor allem anders als der Vorgänger Mehr als das, der mir nicht ganz so gut gefiel. Ich wurde neugierig und fragte Das Morgen ist immer schon jetzt an.Als erstes fielen mir die Einleitungen vor jedem Kapitel auf und da ich meist nicht vor dem lesen nochmal den Rückentext lese versuchte ich mir selber einen Reim drauf zu machen. Diese kurze Passagen erzählen von dem Übersinnlichen was in der kleinen Stadt vor sich geht während Patrick Ness ganz normale Probleme zu seiner Geschichte macht.Das ist auch das Besondere an diesem Buch. Es geht nicht um die Helden und die Fantasie Gestalten die versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen, sondern um eine handvoll junge Erwachsene die kurz vor ihrem Abschluss stehen und so ihre ganz eigenen Probleme haben. Eine Geschichte die zeigt das man auch als ganz normaler Mensch etwas besonderes ist, vor allem für seine Lieben um sich herum.Das ist etwas was der Erzähler Mikey nicht akzeptieren kann. Er fühlt sich nicht als besonders und meint das Geschwister und Freunde gut auf ihn verzichten können. Zudem oder auch wegen dem schlägt er sich mit Zwängen herum die hier so nebensächlich beschrieben sind und doch sehr eindringlich wirken.Jared dagegen ist besonder. Er ist zu einem viertel ein Gott der Katzen und doch verhält er sich nicht so. Er ist schwul und versucht da seinen Weg und einen Platz zu finden. Jared ist der beste Freund von Mikey.Mel ist die große Schwester von Mikey. Sie musste ein Jahr wiederholen weshalb sie auch zu den Abgängern gehört. Auch sie hat ihre Probleme wirkt für mich aber sehr taff.Henna ist das zweite Mädel in der Clique und die angebetete von Mikey. Doch es scheint ob sie eher auf einen anderen Jungen steht.Bei allen Figuren liest man von ihren Problemen. Alle Probleme kennt man auch selber, ich denke gerade zum Ende der Schulzeit. Somit empfinde ich dieses Buch als so herrlich normale, wenn man von den Unsterblichen die immer nur kurz thematisiert werden absieht.Patrick Ness hat so einen fesselnden Schreibstil das sogar ganz alltägliche Sachen nicht langweilig werden und man dieses Buch wirklich kaum weglegen möchte.Das Einzige was ich merkwürdig fand waren eben diese kurzen Texte mit dem Kampf gegen die Unsterblichen, weil die Figuren so fern blieben das diese kurzen Szenen recht schnell vergessen waren. Die Altersangabe ab 12 finde ich teilweise doch recht verfrüht. Ich denke so richtig rein versetzen kann man sich wirklich erst ab 14-16 JahrenAm Ende zeigt Patrick Ness das man nichts Besonderes sein muss um besonders zu sein.

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  • Jugendbuch mit ungewöhnlichem Setting

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Koriko

    01. August 2016 um 12:41

    Story: Mickey ist ein ganz normaler Jugendlicher, der mit den üblichen kleinen und großen Problemen kämpft – sein Schulabschluss, das Auf und Ab mit seinen Freunden, und seine erste große Liebe Henna. Darüber hinaus leidet er unter einer Zwangsstörung, die ihn dazu zwingt bestimmte Dinge wie Händewachsen, Anziehen oder das Abschließen einer Tür endlos zu wiederholen. Er gehört nicht zu den Finns, Dylans und Sachtels, die in regelmäßigen Abständen die Welt vor der Vernichtung durch Vampire, Göttern, Seelenfressern und Zombies retten und die in regelmäßigen Abständen die Schule in die Luft jagen. So bekommen er und seine Freunde zwar am Rande mit, dass sich eine neue Bedrohung ankündigt, doch glücklicherweise betrifft es sie nicht direkt, so dass sie sich ihrem Alltag stellen können. Eigene Meinung: Patrick Ness ist einer der bekanntesten, englischen Kinder- und Jugendbuchautoren, der mit seinen Büchern unzählige Preise gewinnen konnte, darunter auch den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Sieben Minuten nach Mitternacht“ (dessen Filmadaption im Herbst 2016 in die Kinos kommt). Er widmet sich oftmals queeren Themen und baut schwule und lesbische Haupt- und Nebenfiguren in seine Geschichten ein. Der Autor fasziniert von Anfang an durch eine ungewöhnliche Idee – wie leben, handeln und reagieren die Menschen, die nicht Teil der großen Abenteuer sind, die in so vielen Büchern beschrieben werden? Welche Sorgen und Probleme haben diejenigen, denen es nicht bestimmt ist ein großer Held zu sein? Mickey und seine Freunde gehören zu denen, die die Ereignisse nur am Rande mitbekommen und versuchen sich um ihre eigenen kleinen, persönlichen Probleme zu kümmern. Zwar werden sie oftmals Zeuge der Kämpfe der sogenannten Indie-Kids gegen die übermächtige Bedrohung, oder sind auch mal direkt betroffen, doch das Buch behandelt ihre Geschichten. Die Abenteuer und Heldentaten der Indie-Kids werden lediglich am Anfang jedes Kapitels grob zusammengefasst. Patrick Ness gelingt es auf diesem Weg sehr subtil die vielen Weltrettungsgeschichten, Urban Fantasy und All Age Romane auf die Schippe zu nehmen, die es seit einigen Jahren gibt. Als Vielleser fallen einem gleich die Parallelen zu den vergangenen Buchhypes auf, die in den letzten Jahren das Leben der Menschen in „Das Morgen ist immer schon jetzt“ bedroht haben: Romantische Vampire („Twilight“), Götter („Percy Jackson“), Zombies („Warm Bodies“). Auch einen kleinen Hint auf „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kann sich der Autor nicht verkneifen. Im Laufe der Handlung findet man es allerdings doch ein wenig schade, dass Mickey und seine Freunde (fast) gar keinen Einfluss auf die Ereignisse haben, die um sie herum passieren. Nicht, dass das unpassend wäre – im Gegenteil. Als Leser wartet man nur fast darauf, dass die Charaktere Teil der großen Weltrettungs-Geschichte werden. Lässt man die fantastischen Aspekte weg, bleibt eine solide Jugendbuch-Handlung, die mit den üblichen Problemen einhergeht: erste Liebe, Probleme mit den Eltern, Erwachsen werden. Mickey ist der typische, leicht unsichere Hauptcharakter, der seit Jahren in Henna, ein Mädchen in seiner Clique verliebt ist, sich aber nicht traut es ihr zu sagen. Nathan, den gutaussehenden Neuzugang, mag er weniger, da dieser (nicht nur) Henna gefällt und er sich gerne in den Mittelpunkt drängt. Sein bester Freund Jared ist zwar schwul, doch mit ihm verbindet Mickey eine Menge, wenngleich ihre Beziehung zumeist rein platonisch bleibt. Seine Schwester Mel, die ebenfalls mit einigen Problemen zu kämpfen hat, komplettiert die Gruppe. Die Figuren sind sehr lebendig und authentisch. Da die Geschichte aus Mickeys Sicht beschrieben wird, kann man sich gut in ihn hineinversetzen und seine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Auch die übrigen Charaktere sind in sich schlüssig und passen gut zur Handlung. Stilistisch legt Patrick Ness gewohnt solide Kost vor. Er hat keinen wundervollen, sehr authentischen und angenehm lesbaren Schreibstil. Er hat ein Händchen dafür Bücher für Jugendliche zu schreiben, denn seine Sprache passt sehr gut zu seinen jungen Hauptcharakteren. Zu Beginn braucht man zwar etwas, um in die Geschichte zu kommen, da zunächst die Zusammenfassungen der Indie-Kids vor den Kapiteln verwirren und die Szene mitten in einem Gespräch von Mickeys Clique einsetzt, doch mit der Zeit kommt man damit klar. Es lohnt sich auf jeden Fall bei der Sache zu bleiben und sich auf die zeitgleich stereotype, wie auch ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Fazit: „Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein ungewöhnlicher Jugendroman, der sowohl durch die typischen Stereotype eines Jugendbuches besticht, als auch mit einer ungewöhnlichen und interessanten Grundidee aufwarten kann. Die Figuren sind sympathisch und machen im Laufe der Zeit eine spürbare Wandlung durch. Auch stilistisch kann Patrick Ness überzeugen und beweisen, dass er zu Recht zu einem der bekanntesten Jugendbuchautoren gehört. Wer seine Romane „Sieben Minuten nach Mitternacht“ oder „Mehr als das“ kennt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Es lohnt sich.

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  • Nicht Ness bestes Werk

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. July 2016 um 13:03

    https://buechermops.com/2016/07/26/das-morgen-ist-immer-schon-jetzt-patrick-ness/ Ich liebe das Buch 7 Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness und seinen Schreibstil. Die Message in dem Buch 7 Minuten nach Mitternacht war auch sehr gut umgesetzt und die Erzählweise grenz genial. Am Ende stand ich nur da und habe wie ein Schlosshund geheult, daher habe ich mich bewusst an Ness neues Werk herangewagt um diese Magie und den poetischen Schreibstil noch einmal zu erleben.Die Idee hinter dem Buch war recht interessant. Es sollte einmal nicht um die Helden gehen sondern um die Nebencharaktere beziehungsweise um die Randcharaktere ohne die ein Buch meist nicht auskommt, die aber nicht wirklich etwas zu dem Geschehen beitragen. Sie sind schön zu haben, aber meistens nur am Rande beschrieben und im nächsten Moment hast du auch schon wieder die Namen vergessen. So war es dann aber auch leider in der Geschichte, denn das Buch plätscherte auf 300 Seiten einfach nur so dahin ohne das Spannung aufkommt.Mickey, aus dessen Sicht erzählt wird, ist, nun ja, auf der einen Seite total farblos und auf der anderen Seite ein kleiner Jammerlappen. Seine psychische Krankheit hätte sehr aufschlussreich sein können, da ich noch nicht viele Bücher über dieses Thema gelesen habe, aber leider geht diese psychische Störung von ihm ein wenig unter durch die unwirklichen Fantasy Szenen.Ja, das Buch ist ein Contemporary Buch mit Fantasy Szenen. Diese Szenen fand ich meist komisch und konfus, da sie einfach nicht in die Geschichte hineinpassten und leider auch nicht wirklich schlüssig waren. Die Nebencharaktere beschreiben diese nämlich genauso wie sie sie wahrnehmen und man ist daher nicht mitten im Geschehen, sondern steht am Rand und beobachtet dieses ohne daran teilzunehmen.Das Buch hätte eigentlich verdammt gut sein können, hätte der Autor mehr die Probleme der einzelnen Personen beschrieben. Auch hätten die Charaktere liebenswerter sein können, denn so blieb immer eine gewisse Distanz und ich weiß jetzt schon, wenn mich jemand in einer Woche fragt, wie die Namen der Protagonisten waren, werde ich sie nicht nennen können, weil mir einfach nichts an den Charakteren gelegen ist.Manche Dialoge waren aber wieder sehr einfühlsam und ganz nach Ness Manieren. Das Gespräch, das Mickey mit seinen Psychologen führt, über seine Angststörungen, hat mir zum Beispiel gut gefallen. Doch leider waren zu wenige dieser besonderen Szenen in dem Buch.Die Idee ist sehr speziell und ein wenig gewagt, jedoch ging sie leider nicht ganz auf und die Handlung war zu langweilig, obwohl einen einiges geboten wird. Es ist in meinen Augen nicht Patrick Ness bestes Werk und ich würde euch daher gerne 7 Minuten nach Mitternacht empfehlen. Nichts desto trotz werde ich wieder ein Buch von diesem Autor lesen. Das Morgen ist immer schon jetzt bekommt von mir gute 3 von 5 Herzen von mir.

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  • Interessante Perspektive auf Fantasybücher

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Buecherdrache-Hannah

    24. July 2016 um 16:38

    Zu Beginn habe ich mich ein bisschen verloren gefühlt, da man direkt in die Handlung katapultiert wird. Man muss sich erstmal zurecht finden und einen Überblick über die Charaktere bekommen, was einen Moment gedauert hat. Danach hat das Lesen aber viel Spaß gemacht. Ich mochte eigentlich alle Charaktere sehr gerne, da sie toll ausgearbeitet sind und jeder seine eigene Geschichte hat, die ihn ausmacht. Am Kapitelanfang gibt es immer eine kurze Zusammenfassung, was die Indie Kids gerade tun. Sie sind das, was für uns normalerweise die Buchhelden sind, die gerade die Welt retten. Ihr Teil ist sehr nüchtern und knapp beschrieben, der Autor zieht auch das eine oder andere Klischee durch den Kakao, zum Beispiel die Liebe auf den ersten Blick, wie sie in Fantasybüchern so oft zu finden ist. Wir erleben das Geschehen aus Mikeys Perspektive, der ein ganz normaler Mensch ist, wie wir auch. Es war lustig, ein ganz normales Fantasybuch mal aus der Perspektive normaler Menschen zu sehen, die nur ihr Leben leben wollen. Ein bisschen verwirrt hat mich nur, dass alle die komischen Dinge, die in ihrer Stadt passieren, einfach so hinnehmen... Lichtsäulen, Zombiehirsche, Menschen mit blau leuchtenden Augen und keiner ist wirklich erstaunt. Es scheint immer, als hätten es nur die schwer, die die Welt retten müssten, aber kämpft nicht jeder seinen eigenen Kampf? Mikey leidet unter Zwangsstörungen, seine Schwester Mel war magersüchtig und hat damit noch immer zu kämpfen. Auch der Rest der Truppe hat Probleme, von denen zwar nicht die Welt abhängt, die aber doch für den Einzelnen wichtig sind. Es ist ein tolles Buch über Freundschaft und Selbstfindung. Liebesgeschichten gibt es zwar auch, die stehen aber nicht so sehr im Vordergrund, was mir gut gefallen hat. Durch die übersinnlichen Aspekte kommt noch mehr Dramatik dazu. Trotzdem hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt, da nicht wirklich klar ist, auch was das Buch zusteuert. Es gab spannenden Momente, aber mir hat irgendwie die Grundspannung gefehlt, die einen dazu bringt, immer weiter lesen zu wollen. Fazit Die Charaktere haben mir gut gefallen, da sie toll ausgearbeitet sind und realistisch rüberkommen. Das Buch war mal etwas ganz anderes und auch toll geschrieben, nur leider fehlt mir ein bisschen Spannung. Wenn ich das nächste Mal ein Fantasybuch lese, werde ich daran denken müssen, wie es wohl für die Nicht-Helden aussehen muss, was da gerade passiert. ;) Lesenswert

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  • Lass andere die Welt retten- sei der Held in deinem eigenen Leben!

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Sabriiina_K

    21. July 2016 um 11:19

    Dieses Buch hat mich direkt durch den Klappentext neugierig gemacht. Mal ein Buch ohne einen großen Helden? Das fand ich echt spannend. Kann so etwas überhaupt gehen? Funktioniert so eine Story? – JA, DAS GEHT! UND WIE! Zu diesem Buch muss vorab gesagt sein, dass man sich schon drauf einlassen muss! Es ist ein Setting in der realen Welt, in der aber im Laufe der Geschichte immer wieder merkwürdige Dinge geschehen, die man eher der Fantasy zuordnen würde. Darum soll es in diesem Buch aber ja gerade nicht gehen. ;) Am besten man nimmt die Vorfälle einfach so wie sie sind :) Ich habe anfangs, trotz des flüssigen und lockeren Schreibstils, ein bisschen gebraucht, um mich an die Umstände zu gewöhnen und richtig in die Geschichte rein zu denken.Wenn man mich fragt würde ich schon sagen, dass dieses Buch ein etwas anderes Jugendbuch ist. Es gibt zwei unterschiedliche Erzählstränge, die sehr ungleichmäßig verteilt sind. Hier kommt schon ein großer Punkt, weshalb sich dieses Buch von anderen Jugendbüchern so unterscheidet. In den meisten Büchern gibt es immer irgendwelche Helden, die Großes vollbringen müssen, schwierige Prüfungen bestehen und die Welt vor dem Untergang bewahren sollen. Im Buch sind das die sogenannten „Indie-Kids“. Auf sie wird im Buch aber mal ein ganz anderes Licht geworfen. Denn wenn man mal genauer drüber nachdenkt sind diese Charaktere immer ziemlich arm dran. Sie geraten ständig in Gefahr und tragen eine riesen Verantwortung. Außerdem sterben einige von ihnen einen frühen Tod. Der erste Erzählstrang in dem Buch erzählt von ihnen. Und das jeweils am Anfang des Kapitels für ca. 5 Sätze. Das war’s. Diese Idee finde ich einfach genial, dass die actionreiche und heldenhafte Story wirklich immer nur so kurz wie es eben geht zusammengefasst wird und der Fokus somit ganz klar auf Mike und seinen Freunden, und damit (naja, zumindest fast) „normalen“ Menschen liegt. Die Geschichte wird aus Mikes Sicht erzählt. Dabei wird man als Leser mit vielen alltäglichen Problemen von Jugendlichen im Abschlussjahr konfrontiert. Schaffe ich meinen Abschluss? Was mache ich danach? Werden wir Freunde bleiben? Schaffe ich es noch meiner großen Liebe meine Gefühle zu gestehen? - Zukunftsängste, Ungewissheit, Angst, Neugierde, Erwachsen und selbstständig werden. Zudem kommen bei Mike noch seine Zwangsstörung hinzu, mit der er im Alltag fertig werden muss, eine Mutter, die mitten im politischen Wahlkampf steckt und ein alkoholabhängiger Vater hinzu. Und auch Mikes Freunde Henna, Jared und seine Schwester Mel haben allesamt mit ein paar Probleme und Herausforderungen zu kämpfen. Mir haben die Charaktere allesamt sehr gut gefallen! Sie waren mir echt sympathisch, einfach weil sie eben so „normal“ waren. Sie wirkten einfach sehr authentisch. Besonders gut gefällt mir in diesem Buch die Entwicklung, die die Freunde alle machen. Sie treffen eigene Entscheidungen und werden selbstständiger. Mein Fazit: Patrick Ness übermittelt mit den beiden Handlungssträngen eine, wie ich finde, ganz wunderbare Botschaft: „Man muss nicht immer gleich die Welt retten. Das eigene Leben ist manchmal schon Herausforderung genug. Man ist auch ein Held, wenn man einfach seinen Alltag so gut es eben geht meistert!“Das Buch ist definitiv mal etwas anderes! Ein cooles Jugendbuch über Freundschaft, Zukunftsängste und den ganz normalen Wahnsinn des Lebens! :) „Sei ein Held in deinem eigenen Leben!“ Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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  • Sind wir nicht alle Helden?

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Lilli33

    17. July 2016 um 19:48

    Gebundene Ausgabe: 320 Seiten Verlag: cbj (27. Juni 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3570172667 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren Originaltitel: The Rest of Us Just Live Here Preis: 16,99€ auch als E-Book erhältlich   Sind wir nicht alle Helden? Meine Meinung: Patrick Ness hat es mir nicht leicht gemacht, in diesen Jugendroman hineinzufinden. Ich hatte anfangs das Gefühl, ins eiskalte Wasser geschubst zu werden, ohne irgendwelche Erklärungen zu bekommen, und ich bin mir auch jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, nicht wirklich sicher, ob ich den Roman richtig verstehe. Dem Lesevergnügen tut dies allerdings keinen Abbruch.  Man kann das Buch auf jeden Fall genießen, wenn man sich einfach mal fallen lässt und kein Problem damit hat, 5 gerade sein zu lassen. In diesem Buch werden zwei Handlungen erzählt. Zum einen haben wir die Geschichte von Mikey, der als Ich-Erzähler fungiert. Der 17-Jährige steht kurz vor dem Highschool-Abschluss. Seine Tage verbringt er mit seinen Schwestern Mel und Meredith und seinen Freunden Jared und Henna. Auf die Eltern ist er eher nicht gut zu sprechen – die Familie ist schon ziemlich verkorkst. Aber das sieht wahrscheinlich die Mehrheit der Jugendlichen für sich ebenso. Seit ewigen Zeiten ist Mikey in Henna verliebt, doch traut er sich nicht, ihr dies zu sagen. Und Henna weiß auch gar nicht wirklich, was sie selbst eigentlich will. Jared ist ein wunderbarer Freund, wie man sich keinen besseren wünschen kann. Und auch Mel steht ihrem Bruder stets zur Seite, obwohl sie mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Wären wir also bei den Problemen. Davon gibt es in diesem Jugendbuch reichlich. Mikey leidet unter einer Zwangsstörung, die ihm ziemlich zu schaffen macht. Auch Mel hat ein psychisches Problem. Jared hat eine besondere Gabe, aber auch er ist damit nicht ganz glücklich. Und Hennas Eltern haben Pläne mit ihrer Tochter, die dieser überhaupt nicht zusagen. Daneben ereignen sich in der kleinen Stadt mysteriöse Dinge. Immer wieder tauchen blaue Lichter auf, Kinder kommen zu Tode. Die Clique um Mikey sieht mehr, als die Erwachsenen wahrnehmen, nämlich Vampire, Zombies oder Seelenesser, die die Menschen bedrohen. Dabei handelt es sich bei „Das Morgen ist immer schon jetzt“ eigentlich nicht um einen Fantasyroman. Stehen diese aggressiven Wesen also für etwas anderes? Zum Beispiel für die ganz alltäglichen Schrecken, die ein Jugendlicher auf seinem Weg zum Erwachsenen erlebt? Der zweite Erzählstrang ist nun tatsächlich die Zusammenfassung eines Fantasyromans mit einem Prinzen und einer jahrtausendealten Liebe und Helden, die die Welt retten müssen. Am Anfang eines jeden Kapitels wird ein Stück dieser Fantasy erzählt. Und irgendwie ist diese Fantasygeschichte auch immer wieder mit Mikeys Geschichte verzahnt. Mikey, der gerne ein Held sein möchte, der Angst hat, dass er nicht gebraucht wird, der Angst hat, dass er seine Freunde mehr braucht als sie ihn. Nicht nur Mikey, auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch die weniger sympathischen Figuren konnte ich gut nachvollziehen. Sie wirken alle sehr authentisch und bis zu einem gewissen Grad absolut alltäglich. Genau solche Menschen kenne ich selbst auch. Mikey und seine Freunde entwickeln sich im Laufe des Romans, wachsen an den Herausforderungen des Alltags. Dies wird sehr schön dargestellt und macht Jugendlichen, die vor ähnlichen „normalen“ Problemen stehen, Mut, sich ihrem Leben und ihrer Zukunft zu stellen. Mal davon abgesehen, dass ich teilweise von der Handlung verwirrt war und die Fantasygeschehnisse nicht einordnen konnte, fand ich dieses Buch großartig. Der Schreibstil des Autors ist einfach klasse. Er schafft damit eine wunderbar dichte Atmosphäre. Zwar ist der Hintergrund eher düster, doch trotzdem gelingt es Patrick Ness, mit seinem Roman Hoffnung zu verbreiten. Zwischen den Zeilen gibt es so vieles zu entdecken. Und für mich bleibt ein wundervolles Fazit: Nicht jeder muss die Welt retten. Den meisten bleibt nichts anderes übrig, als ihr Leben zu leben, so gut sie eben können, Dinge zu tun, die ihnen wichtig sind, tolle Freunde zu haben, ein besseres Leben anzustreben und die Menschen um sie herum aufrichtig zu lieben. (S. 218) Wir müssen nicht die Welt retten, um Helden zu sein. Wir alle sind die Helden unseres eigenen Lebens, und das ist spannend und überraschend genug! Nicht so gelungen finde ich die Altersempfehlung des Verlags von 12 Jahren. Sicher sind Kinder und Jugendliche verschieden reif, aber die 12-Jährigen, die ich kenne, wären mit diesem Buch hoffnungslos überfordert. Ich würde es eher ab 14 Jahren empfehlen. ★★★★☆ Vielen Dank an den cbj Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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  • Die Antwort auf die Frage, was normale Menschen tun, während die Welt gerettet wird

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    Weltentraeumerin

    14. July 2016 um 16:13

    Ich mag Bücher, die mit Klischees spielen, und somit war das Buch in dieser Hinsicht perfekt. Denn hier gibt es durchaus die üblichen Auserwählten, vor jedem Kapitel wird in einem sehr knappen Abschnitt zusammengefasst, was die darin gerade tun - was vermutlich der Handlung der üblichen Young Adult-Fantasy-Romane entspräche. Teilweise musste ich dabei echt grinsen, weil dabei auch bekannte Klischees durch den Kakao gezogen und übertrieben dargestellt werden - unsterbliche Liebe auf den ersten Blick, zum Beispiel.Doch der Protagonist dieses Buches hat damit nichts zu tun, er lebt ein mehr oder weniger ganz normales Leben. Haben wir uns nicht immer schon mal gefragt, was der Rest der Menschen tut, während die Welt gerettet wird? Hier ist die Antwort.Aber das Buch ist noch so viel mehr. Denn Mikey kämpft auch im normalen Leben. Er leidet unter einer Zwangsstörung, kommt nicht so wirklich mit seinen Eltern klar und traut sich nicht, dem Mädchen seiner Träume seine Liebe zu gestehen. Die Botschaft des Buches? Jeder hat etwas, mit dem er kämpft.Ich mochte Mikey. Er ist niedlich, gerade wenn er sich um seine Schwestern kümmert, zu denen er eine sehr gute Beziehung hat. Und er hat auch Ecken und Kanten, denn manchmal handelt er nicht ganz richtig.Letztendlich bleiben aber alle Charaktere etwas blass, obwohl Potenzial für mehr vorhanden wäre und Vielschichtigkeit oft angedeutet wird. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen in ihnen, sodass die individuelle Persönlichkeit manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht extrem, aber es wäre mehr möglich gewesen. Dennoch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und doch kümmern sie sich umeinander.Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal so im Vordergrund, auch wenn sie durchaus von Bedeutung ist, der Fokus liegt eher auf Selbstfindung und Freundschaft. Gerade letztere muss auch Konflikte austragen, letztendlich sind aber alle füreinander da.Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll, und obwohl eben keine Action im Sinne von Weltrettung da ist, fesselte mich diese alltägliche Handlung. Denn manchmal kann auch der Alltag bedeutend sein. Erste Person Präsens ist bekanntlich umstritten, aber ich mag diese Erzählweise am liebsten. Teilweise werden Mikeys Gedanken auch in Einwürfen dargestellt. Mikey spricht wiederholt den Leser direkt, auch mit du, an, stellt ihm Fragen, bittet ihn, eigene Erfahrungen einzubringen, sodass der Leser in die Geschichte einbezogen wird.Fazit: Ungewöhnliche, flüssig zu lesende und humorvolle Geschichte, die mit bekannten Fantasy-Klischees spielt, während die Protagonisten nicht die Auserwählten sind, sondern weiter ihr normales Leben haben und doch Probleme bewältigen müssen, mit dem Fokus auf den tollen Beziehungen zwischen den Charakteren

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  • Ein etwas anderes Jugenbuch, das vor allem durch seine originelle Grundidee beeindruckt

    Das Morgen ist immer schon jetzt

    aly53

    11. July 2016 um 00:16

    Dieses Jugendbuch konnte mich vor allem begeistern, weil es so ist, wie es ist.Weil es anders ist, ein Stück Weg normal und gerade deshalb beeindruckt.Stell dir vor, du hast mal keinen Helden oder Auserwählten, der dazu bestimmt ist alles zu retten.Wäre das langweilig?Nein, auf keinen Fall.Es sind die Geschichten, die das Leben schreibt, was sie interessant machen.Das man nie weiß, was als nächstes passiert.Das macht alles wie eine Entdeckungsreise, was es ungeheuer spannend macht.In dieser Geschichte geht es um Mikey.Er fiebert seinem Collegeabschluss entgegen und hofft auf eine Verabredung mit Henna.Doch Mikey kämpft mit sich und seinen Ängsten.Er wirkt teilweise etwas unsicher, aber doch sehr sympathisch und ausdrucksstark.Seine Geschichte hat mir überaus gut gefallen.Ja, sie war anders.Denn es  ist eine normale Geschichte, die das Leben uns aufzeigt.Auf sehr interessante Art und Weise wird hier übersinnliches miteingewoben, was dem Ganzen doch mehr Dramatik und Action einhaucht.Es sind Szenen, die auch normalen Ursprungs sein könnten.Aber dennoch könnte es auch nicht so sein.Wer weiß das schon.Man erfährt von Vampiren, Seelenessern und Göttern und vieles mehr.Sie schweben wie Geister durch die Geschichte, aber sind dennoch zum greifen nah.Man denkt dann automatisch, ja könnte es nicht doch sein?Muss es überhaupt sowas sein?Denn auch ohne diese Fantasy-Aspekte ist dieses Buch sehr spannend.Dabei werden Werte wie Freundschaft, Selbstfindung, Achtung, emotionale Probleme aufgezeigt.Aber es geht auch um ernstere Themen, was das Ganze sehr abwechslungsreich und fesselnd macht.Hinzu kommt das die Charaktere wirklich sehr sympathisch sind und mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln brachten. Aber sie haben auch meinen Adrenalinspiegel in die Höhe gejagt.Als es z.b. zu dramatischen Situationen kam, wie z.b. einen Autounfall oder eine Explosion.Eine Geschichte die mich gerade durch seine Charaktere und seine Umsetzung berührt hat.Die mit Problemen kämpfen, die das Leben spielt.Was das Ganze authentisch und lebendig wirken lässt.Einfach toll.Dabei kamen auch nie irgendwelche Längen auf, ich fand es durchweg einfach spannend.Unvorhersehbar und voller Erfahrungen und Entwicklungen.Ein Buch das uns zeigt, ja unser Leben ist einzigartig und wir sind diejenigen die es schreiben, die es leben, die es verändern.Weil wir uns verändern, zu etwas neuem werden und gleichzeitig so bleiben wie wir sind.Wer braucht schon Helden?Unser Leben ist genug Abenteuer.Die Grundidee die wirklich sehr originell ist, konnte mich begeistern und sie ist auch wirklich toll umgesetzt.Ein Buch bei dem die Alltagsprobleme jenseits der Fantasyelemente mal einen ganz neuen Blickwinkel bekommen.Die Geschichte von Mikey, seinen Freunden und seiner Familie geht unheimlich ans Herz. Sie ist teilweise schmerzvoll und herzzreißend.Und immer mittendrin, der drohende Untergang, die Bedrohung die alles anders macht und auch wieder nicht.Eine Geschichte die mitreißt, aber auch ein Stück weg zum nachdenken bringt.Hierbei erfahren wir die Perspektive von Mikey, was ihm mehr Raum und Tiefe verschafft.Die Nebencharaktere sind toll gezeichnet und wirken sehr ausdrucksstark.Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.Der Schreibstil ist locker und fließend, aber auch sehr mitreißend gehalten.Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.Interessant waren die Überschriften, denn da ging es darum, wie es hätte sein können.Das Cover und der Titel passen sehr gut.Fazit:Ein etwas anderes Jugenbuch, das vor allem durch seine originelle Grundidee und den Charakteren beeindruckt.Eine Geschichte aus dem Leben, mit einigen Fantasyelementen und unvorhergesehenen Ereignissen, machen es einfach zu einem Leseerlebnis.Eine klare Empfehlung.Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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