Patrick Ness Mehr als das

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Inhaltsangabe zu „Mehr als das“ von Patrick Ness

In welcher Wirklichkeit leben wir? Ein Junge ertrinkt, verzweifelt und verlassen in seinen letzten Minuten. Er stirbt. Dann erwacht er, nackt, verletzt und durstig, aber lebendig. Wie kann das sein? Und an was für einem seltsamen, verlassenen Ort befindet er sich? Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, regt sich Hoffnung bei dem Jungen. Ist das vielleicht doch noch nicht das Ende? Bietet dieses Leben vielleicht doch mehr als das?

Durch den Anfang musste ich mich durchkämpfen, danach konnte mich die Geschichte durchaus fesseln.

— Bellchen

Spannendes Buch mit dystopischen Überlegungen, leider hat das letzte Drittel etwas nachgelassen. Es sind zu viel offene Fragen geblieben.

— Lenneth88

Sehr schön geschrieben, zum nachdenken. Ende regt mich bisschen auf, weil es eigentlich nach einem zweiten teil schreit

— xxMaryxx

Trotz offenem Ende und ungeklärter Fragen ein riesen Lesegenuss. Spannend, kreativ und sehr gut geschrieben.

— JokersLaugh

Nicht so meins. Viel zu viele offene Fragen am Ende und viel zu viel Ungeklärtes.

— Miso06

Nach einem merkwürdigen ersten Viertel wurde es durch eine unvorhersehbare Wendung doch noch ganz gut!

— Tatsu

Tolle Story, aber leider kein Ende nach meinem Geschmack.

— lunau-fantasy

Eine unglaubliche Geschichte...

— ichaenderwas

Es klingt so spannend und ist so ansprechend, aber es war so schlecht, dass ich mich richtig zwingen musste, es zu beenden.

— Tueffey

Patrick Ness' unglaubliches Buch über die Frage, was nach dem Tod kommt. 4/5 Sterne

— elaines_beauty

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    Mehr als das

    MikkaG

    12. May 2017 um 13:07

    Am Anfang steht das, was normalerweise das Ende wäre: der schonungslos geschilderte Tod des Protagonisten. Seth ertrinkt, doch bevor ihn Atemnot und Kälte töten können, zerschmettert das Meer seinen Körper an einem Felsen. Er stirbt. Er wacht wieder auf. An einem Ort, den er kennt und doch nicht kennt, vertraut und fremdartig zugleich. Denn er ist alleine. Ganz alleine. Keine Menschen, keine Tiere.Es fiel mir zunächst sehr schwer, das Buch einzuschätzen: Was lese ich hier überhaupt? Fantasy, Dystopie, Science Fiction, Drama? Die Antwort überrascht. Sie überschreitet Genregrenzen, auf Pfaden abseits jeder Vorhersehbarkeit, und wirft dabei eine Vielzahl von philosophischen Fragen auf. Worin liegt der Wert des Lebens, wie gehen wir mit unserer eigenen Vergänglichkeit um? Wo endet Verantwortung und beginnt Schuld? Und immer wieder: war das schon alles – oder gibt es doch noch mehr als das? Nach meiner anfänglichen Verwirrung war ich schnell fasziniert und vollkommen gefangen genommen von dieser originellen, außergewöhnlichen Geschichte. Ich teilte Seths Verwirrung und Ratlosigkeit in diesem albtraumhaften Szenarium und wollte unbedingt wissen, wie sich das alles auflösen würde. Die Art der Spannung wandelt sich im Laufe des Buches, denn es gibt bestürzende, grandiose, unerwartete Wendungen, die immer wieder alles verändern, der Spannungsbogen bleibt jedoch immer hoch. Seth ist intelligent, hat wenig Selbstwertgefühl und trägt viel mit sich herum: Vor neun Jahren ist seinem kleinen Bruder Owen etwas Schreckliches geschehen, was ihn für immer verändert hat und wofür die Eltern Seth die Schuld geben. Er ist schwul, sein Comingout war allerdings so unfreiwillig wie katastrophal. Er ist ängstlich, andererseits irgendwie auch mutig, wenn es darauf ankommt. Vor allem ist er glaubhaft und echt. Regine ist oft ruppig – aber auch mutig und entschlossen, für die Menschen, die ihr wichtig sind, bis zum Letzten zu kämpfen. So wie Seth nicht auf seine Homosexualität reduziert wird, wird Regine nicht auf ihre Hautfarbe reduziert: Seth ist schwul, Regine ist schwarz und beide sind auch noch viel mehr als das.Ihnen schließt sich der kleine altkluge Tomasz an, der die wildesten Geschichten erzählt, aber so fix um die Ecke denken kann, dass er die anderen mehr als einmal rettet. Er ist zutiefst emotional und dabei so loyal und liebenswert, dass es manchmal wehtut. Bevor Seth ertrank, hatte er einen Jungen, der für ihn das "mehr" in seinem Leben war. Ich möchte hier noch nicht verraten, wer es ist, aber ich fand die Liebesgeschichte unglaublich bewegend, gerade weil sie nicht unproblematisch ist.Der Schreibstil ist in meinen Augen phänomenal. Patrick Ness hat eine sehr prägnante literarische Stimme – mal beinahe poetisch, mal eher schlicht, aber immer ungewöhnlich und schwer zu beschreiben. Er folgt den Gedanken von Seth oft sehr direkt: Pausen, abbrechende Sätze, und was er selber zu verdrängen versucht, in Klammern gesetzt. Zitat:"Er läuft, so schnell ihn seine müden Füße tragen, taumelt den Flur entlang, wirbelt Staubwolken auf und strebt dem Sonnenschein zu wie–(wie ein Ertrinkender der Luft–)"Undeutlich hört er sich schreien vor Angst, noch immer wortlos, noch immer unartikuliert.Aber er weiß es. Er weiß es, er weiß es, er weiß es." Das Buch endet an einem Punkt, bei dem sich viele Leser fragen werden: war es das jetzt, oder kommt da doch noch mehr als das? (Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.) Ich habe mir sagen lassen, es sei typisch für die Bücher von Patrick Ness, dass die Enden mehr Denkanstoß sind als der Wahrheit letzter Schluss. Nachdem ich es jetzt etwas habe sacken lassen, bin ich mit dem Ende dann doch zufrieden: es lässt vielleicht vieles offen, aber jeder der drei Hauptcharaktere hat ein enormes inneres Wachstum durchlebt und mit einem wichtigen persönlichen Thema abgeschlossen. Allerdings hätte ich mir schon gewünscht, dass manche Dinge irgendwo zwischen Anfang und Ende erklärt worden wären, denn sie erschienen mir nicht vollkommen glaubhaft und schlüssig. Es gibt für meinen Geschmack auch zu viele Rettungen in allerletzter Sekunde! Fazit:Ein Junge stirbt. Aber irgendwie auch nicht. Oder vielleicht doch? Er findet sich wieder in etwas, das er mal für das Fegefeuer hält, mal für eine zweite Chance und dann wieder für eine Geschichte, die sich irgendjemand ausgedacht hat. Was ihn antreibt, ist die vage Hoffnung, dass es vielleicht noch mehr gibt als das. Das Buch war komplett anders, als ich es erwartet hätte, und ich tappte einen Großteil der Geschichte vollkommen im Dunkeln, wie sich irgendetwas davon aufklären lassen würde. Lange war mir nicht mal klar, ob ich jetzt gerade Fantasy oder eine Dystopie oder etwas ganz anderes lese! Aber das war in Ordnung, denn ich fand es einzigartig und bewegend und unvorstellbar gut geschrieben. Das Ende versinnbildlicht perfekt den Titel und wird die Gemüter spalten: es ist nichts für Leser, die ohne ein eindeutiges, klares, endgültiges Ende nicht glücklich sind. 

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  • zum Nachdenken

    Mehr als das

    Yagmur

    25. February 2016 um 11:06

    Inhalt Der 16-jährige Seth ertrinkt im Meer. Er stirbt. Dann wacht er auf und befindet sich liegend auf dem Boden eines verlassenen Hauses. Das Haus seiner Kindheit in England, in dem das schrecklichste Ereignis damals passiert ist. Zunächst glaubt er, er sei in seiner ganz persönlichen Hölle, doch die verlassene Welt bietet ihm mehr als das. Meinung "Mehr als das" ist das erste Buch von Patrick Ness gewesen, welches ich gelesen habe. Die Kurzbeschreibung hat sehr spannend geklingt, sodass ich schon große Erwartungen an das Buch gesetzt habe. Leider sind nicht alle, wie erhofft, erfüllt worden. Der Einstieg in die Geschichte ist leicht. Ich bin schnell in der Geschichte drin gewesen. An den Schreibstil habe ich mich auch schnell gewöhnt. Jedoch ist mein Lesefluss etwas problemhaft gewesen. Das hat nicht an dem Schreibstil gelegen, sondern an dem Inhalt. Von Anfang an bis zum ca. 1/3 des Buches ist der Inhalt monoton und zäh. Es ist kaum etwas passiert, vielleicht liegt es daran, weil nur ein einziger Charakter den Inhalt füllt. Dementsprechend mangelt es, meiner Meinung nach, an Spannung. Ein paar Mal gibt es schon kleine Spannungsbögen nach oben, aber anschließend sinken sie nach unten wieder und eine zeitlang bleiben sie auch dort. Erst in dem späteren Verlauf der Geschichte kommt etwas Schwung rein, als weitere Charaktere erscheinen. Danach ist die Geschichte spannender und geheimnisvoll. Man rätselt mit und das Nachdenken über das wahre Leben wird angeregt. Besonders gut integriert finde ich die Rückblenden an die Vergangenheit von Seth. Diese sind kursiv gedruckt, wodurch man leicht unterscheiden kann, welche Textstellen nun die Vergangenheit oder die Gegenwart wiedergeben. Des Weiteren erfährt man so mehr über Seth. Man kriegt mit, welche Erfahrungen er gesammelt hat. Er hat das Schlimmste damals kennen gelernt, obwohl er noch ein kleines Kind war. Jahre später findet er eine Person, bei der er sich geborgen und sicher fühlte und dieser wird ihm entrissen. Es scheint alles verloren zu sein. Entschlossen geht er ins Meer, doch dies endet mit dem Ertrinken und somit mit dem Tod. Oder fängt damit das wahre Leben erst recht an? Lieblingszitat "Schönheit gibt es überall", murmelt Seth. Man muss nur genau hinschauen." (S. 250) Fazit Ein interessantes Buch verpackt mit einer ergreifenden, außergewöhnlichen Thematik, das den Leser zum Nachdenken anregt.

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  • Tolle Story, etwas enttäuschendes Ende.

    Mehr als das

    lunau-fantasy

    30. January 2016 um 19:04

    Seth Wearing ist 17 als er stirbt, durch ertrinken im Meer. Das weiß er ganz genau, als er wieder erwacht. Nackt liegt er vor der Tür seines alten Hauses in England, dabei weiß er ganz genau, dass er jetzt in Amerika wohnt. Draußen ist Hochsommer und das Haus ist verlassen. Überall liegt dicker Staub auf den Möbeln, den Straßen. Die Pflanzen bewuchern alles, weil es niemanden gibt, der sich um sie kümmert. Seth ist allein und es gibt niemanden, der ihm erklären kann, wo er ist, wie das passieren konnte und wie es weitergehen soll, in einer toten Stadt. Dann trifft er auf den 11-jährigen Tomasz und Regine, das Mädchen mit der dunklen Haut. Sie teilen das gleiche Schicksal wie Seth und kurzerhand schließen sich die Jugendlichen zusammen und versuchen zu überleben, vor dem "Unding" zu fliehen und herauszufinden, wo sie sind. Doch je näher sie dem Geheimnis kommen, desto mehr fragt sich Seth, ob er es überhaupt erfahren will. Das Buch war anfangs wirklich gut und die Story gefällt mir auch sehr. Die darin beschriebene Verwirrung passt gut zu den Gedanken des Hauptcharakters, denn genau wie er ist man zu Beginn ein wenig überfordert von der Situation und kann sich gut vorstellen, was er empfindet. Man macht sich oft Gedanken, was Seth passieren könnte und schöpft immer wieder ein wenig Hoffnung, dass er findet was er sucht und glücklich damit wird. Das Ende war für mich nicht zufriedenstellend und ich hatte eine andere Hoffnung und erwartung in das, was passieren würde. Das Buch ist in der 3. Person aus der allgemeinen Sicht von Seth verfasst.

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  • Mehr als man denkt

    Mehr als das

    CoffeeToGo

    08. January 2016 um 08:15

    Als Seth im Meer ertrinkt, ist er nicht tot, sondern wacht er an einem verlassenen Ort wieder auf. Dort ist er auf sich allein gestellt, versucht Antworten zu finden und irgendwie zu überleben. Doch wo sind die ganzen Menschen hin? Warum ist Seth scheinbar ganz alleine an diesem Ort, obwohl er eigentlich tot sein sollte? Der Roman von Patrick Ness ist echt faszinierend. Sein Schreibstil hat mir von Anfang an zugesagt, da er es versteht mit kurzen Sätzen eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen. Seth kennt zu anfangs seinen Namen nicht und so weiß der Leser genau so viel über Seth, wie Seth über sich selber. Erst nach und nach kommen Erinnerungsfetzen und man beginnt das Puzzle langsam zusammen zu setzten. Im ersten Teil ist er noch scheinbar allein auf der Welt, doch das ist keineswegs unspannend, da es in fast jedem zweiten Kapitel Rückblicke in Seths Vergangenheit gibt. Aber als dann zwei bzw. drei weitere Figuren dazu kommen, hat es der Geschichte neuen Schwung gebracht. Sie haben endlich versucht etwas zu unternehmen und zusammen mit Seths Erinnerungsfetzen setzten sie nach und nach alles zusammen. Als ich das Buch in den Händen hielt, habe ich eher eine philosophische Geschichte erwartet, doch was ich bekam war ein Sci-Fi-Endzeit-Roman mit philosophischen Elementen. Gut fand ich, dass Ness das Leben in virtuellen Welten thematisiert hat, da es ein sehr aktuelles und teilweise brisantes Thema ist. Man bekommt hier einen Sci-Fiction-Roman gespickt mit philosophischen Inhalten, der einen in eine ganz andere Welt entführt und den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Hinter jeder Seite wartet eine neue Überraschung. Allerdings ist das Buch nichts für mal eben zwischendurch, da man sich viele Gedanken macht und es recht schwierig ist, da durchzublicken.

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  • Was ist das Mehr in deinem Leben?

    Mehr als das

    ConnyKathsBooks

    Der 16jährige Seth kämpft im Wasser um sein Überleben, doch es ist aussichtslos, er ertrinkt und stirbt. Aber dann wacht er plötzlich wieder auf, unbekleidet, verletzt und durstig. In einer Gegend, die ihm seltsam bekannt vorkommt, die aber menschenleer und geräuschlos ist, voller Staub, Dreck und Unrat. Und als er noch sein früheres Wohnhaus wiederfindet, welches schlimmste Erinnerungen an ein bestimmtes Ereignis in seiner Kindheit hervorruft, glaubt er sich in seiner ganz persönlichen Hölle. Doch nichts ist so wie es scheint und nach und nach deckt Seth Geheimnisse auf, die sein ganzes "Leben" auf den Kopf stellen. "Mehr als das" ist ein genialer Roman von Patrick Ness. Ich kannte bisher noch kein Buch des amerikanisch-britischen Autors, werde aber sicher noch mehr von ihm lesen, denn "Mehr als das" hat mich wirklich begeistert. Gleich von Anfang an wird man von der ungewöhnlichen Geschichte und dem wundervollen Schreibstil völlig in den Bann gezogen und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist auch echt schwierig, hier in der Rezension spoilerfrei zu bleiben und nichts zu verraten. Denn mit jedem Kapitel tauchen neue Rätsel, Hinweise und Zweifel auf und kaum fühlt man sich als Leser sicher, überrascht der Autor abermals mit einer unerwarteten Wendung. Es geht um Hoffnung und Freundschaft; den Willen zum Überleben und die Verarbeitung von Schuld. Um philosophische Fragen, die gegen Ende des Buches zunehmend Raum einnehmen und zum Nachdenken anregen. Das Leben funktioniert nicht immer so wie man denkt und auch in schwierigen Situationen muss man den Mut haben, sich dem Leben zu stellen. Es gibt stets ein Mehr, was das Leben lebenswert macht. Man muss es nur finden und zulassen. "Mehr als Das" ist ein beeindruckender Roman, dem ich mir ganz viele Leser wünsche und der in keine Schublade passt. Ein Buch voller Dramatik und Spannung, aber auch viel Witz und Optimismus. Eine klare Leseempfehlung von mir und mehr als 5 Sterne.

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    • 2
  • "Mehr als das" von Patrick Ness

    Mehr als das

    ichaenderwas

    26. September 2015 um 00:07

    "Mehr als das" von Patrick Ness handelt davon, wie alles anders sein könnte. Seth stirbt... und ist doch nicht tot. Klappentext: In welcher Wirklichkeit leben wir? Ein Junge ertrinkt, verzweifelt und verlassen in seinen letzten Minuten. Er stirbt. Dann erwacht er, nackt, verletzt und durstig, aber lebendig. Wie kann das sein? Und an was für einem seltsamen, verlassenen Ort befindet er sich? Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, regt sich Hoffnung bei dem Jungen. Ist das vielleicht doch noch nicht das Ende? Bietet dieses Leben vielleicht doch mehr als das? Ich muss sagen, der Klappentext verspricht nicht zu viel. Patrick Ness entführt den Leser in eine andere Wirklichkeit... Sein Schreibstil packt einen sofort und man ist quasi gezwungen, mit dem Protagonisten mitzufiebern... Im Laufe der Geschichte kommen noch einige ungeheuerliche Dinge ans Licht, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird. Fazit: Ein Buch, dass man auf jeden Fall lesen sollte, auch wenn es sich teilweise ein bisschen zieht. Das wird aber auf jeden Fall durch die tolle Story, den Protagonisten und den spannenden Schreibstil wieder wettgemacht....

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  • "I woke up and the world outside was dark"

    Mehr als das

    Keksisbaby

    25. March 2015 um 15:14

    Seth hat die Nase voll von seinem Leben. Vom Verrat seiner großen Liebe, dem Verlust seiner Freunde und seinen Eltern, die seinen kleinen Bruder über ihn stellen. Deswegen begeht er Selbstmord. Gerade als er denkt er ist tot, erwacht er in einem Haus in England, dass ihm wage bekannt vorkommt. Doch er scheint der einzige Mensch an diesem Ort zu sein, den er „die Hölle“ nennt. Um seinen Körper sind merkwürdige Bandagen gewickelt und seine Muskeln fühlen sich an, als würde er sie zum ersten Mal benutzen. Gerade als er lernt in der Einöde zurechtzukommen, trifft er auf zwei weitere Menschen, Regine und Tomasz. Diese beiden retten ihn in letzter Sekunde vor einem unheimlichen Ding, das sie töten will und sich nicht so leicht abschütteln lässt. Und je mehr Seth hinterfragt, desto bewusster wird ihm das es „Mehr als das“ gibt. Doch was ist Realität, was Traum und wie können wir sicher sein, das wir „Wir“ sind und nicht nur irgendwelche Gedankenkonstrukte in einer virtuellen Realität.   „Mehr als das“ hat mir einiges abverlangt. Die erste Hälfte verbrachte ich mit Fragen. Ist Seth nun wirklich tot oder liegt er im Koma und träumt das nur? Wenn er nicht träumt, ist das die Hölle oder das Leben nach dem Tod? Als Matrixfan kommt man aber schnell auf die Idee, dass Seth nur in der virtuellen Welt gestorben ist. Zumal der Text auf der Rückseite des Buches auf den Film verweist. Ich war aber auch froh, dass in der zweiten Hälfte Regine und Tomasz die Bildfläche betraten, denn nur allein mit Seth die Welt zu erkunden, wurde bald langweilig. Am liebsten mochte ich Tomasz, der Englisch durch alte Hollywoodschinken gelernt hat und dessen Ausdrucksweise daher sehr putzig rüberkommt. Regine ist dagegen ein spröder Charakter, den man aber im Verlaufe der Geschichte auch zu schätzen weiß. Die Hintergründe dieser drei zu erfahren machte das Lesen zu einem Erlebnis. Eine Dystopie die vielleicht gar keine ist oder irgendwie dann doch. Womit ich letztendlich meine Schwierigkeiten hatte, war das Ende. Ich fand das Ende von „Inception“ schon doof, ließ es mich doch mit der bangen Frage allein, ob dieser blöde Kreisel jetzt taumelt oder nicht.   Ich bin kein Fan von offenen Enden, das ist wie etwas was ständig in deinem Hinterkopf herumschwirrt, auf das du einfach keine Antwort bekommst. Wie eine juckende Stelle ohne Möglichkeit dich zu kratzen. Von daher muss wohl jeder für sich allein die Frage beantworten, welche Welt jetzt real ist. Aber alles in allem eine tolle Story, die den Leser nicht so schnell los lässt.

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  • Irgendwie mehr als man denkt!

    Mehr als das

    splitterherz

    10. November 2014 um 22:03

    "Das ist die Hölle. Eine Hölle nur für ihn. Eine Hölle, in der er allein ist. Für immer. Er ist gestorben und in seiner eigenen, persönlichen Hölle wieder aufgewacht." [S. 28] Inhalt: Ein Junge ertrinkt, verzweifelt und verlassen in seinen letzten Minuten. Er stirbt. Dann erwacht er, nackt, verletzt und durstig, aber lebendig. Wie kann das sein? Und an was für einem seltsamen, verlassenen Ort befindet er sich? Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, regt sich Hoffnung bei dem Jungen. Ist das vielleicht doch noch nicht das Ende? Bietet dieses Leben vielleicht doch mehr als das? Meine Meinung: "Mehr als das" ist mehr, als nur wieder irgendeine gehaltlose Jugenddystopie, in der ein Kind die halbe Welt rettet, es ist mehr als nur Action, mehr als nur ein verwirrendes Szenario. "Mehr als das" lässt sich in keine Schublade einordnen, wehrt sich gegen Genreeinteilungen und scheint irgendwo zwischen "Matrix" und "Inception" zu liegen - mehr irritierend, als verständlich, aber dennoch irgendwie gut. "Mehr als das" ist auch nichts für die breite Masse, weil es einfach kein 0-8-15 Jugendbuch ist. Man muss sich schon auf den schwierigen Einstieg und das ungewöhliche Szenario einlassen, muss dem durchaus vielschichtigem Plot etwas abgewinnen können. Und vielleicht muss man auch in der richtigen Stimmung sein, um das Buch mögen zu können. Abgesehen davon hat Patrick Ness ein beeindruckendes Buch erschaffen, dass mit immer neuen Wendungen und Überraschungen aufwartet und durch eine düstere Atmosphäre zu überzeugen weiß. Nicht von Anfang bis Ende - zwischendurch weiß weder Protagonist Seth, noch der Leser, was er von dem ganzen Szenario eigentlich halten soll. Und auch das Ende kommt abrupt und bleibt sehr offen, sodass Fragen, die man auf jeden Fall haben wird, nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Wer mit offenen Fragen und Gedanken noch weit nach Ende des Buches demnach nichts anfangen kann, wird vermutlich eher enttäuscht von der Geschichte sein. Auch von dem Einheitsbreigedanken muss man sich entfernen, denn in "Mehr als das" ist tatsächlich wenig bis gar nichts klischeebelastet. Das fängt schon bei Seth an, der ein sehr interessanter Charakter ist und eine ziemlich schwierige Vergangenheit hinter sich hat. Besonders gut gelungen ist hier allerdings das Einfädeln problematischer Thematiken wie Homosexualität, Familie, Verlust und der Umgang all diesen Fakten, die sich um Seth drehen und seine Figur besonders lebendig und individuell erscheinen lassen. Aber auch die anderen Figuren lassen sich schnell ins Herz schließen, gerade Tomasz war einer meiner Lieblingsfiguren und hat sich tief ins Leserherz gebrannt. "Hattet ihr noch nie das Gefühl, dass da noch mehr sein muss? Als ob dort draußen noch mehr wäre, knapp außerhalb eurer Reichtweite, und ihr müsstet nur irgendwie dort hinkommen...?" [S. 380] Was "Mehr als das" so vielschichtig macht, ist aber wohl die Besonderheit des Plots und die etwas andere Art eine Dystopie (?) zu schreiben. Es ist nicht das übliche Endzeitszenario und das meiste liegt im Ungewissen, sodass man eigentlich die ganze Zeit und immer wieder neu überlegt, wohin all das führen wird. Dabei weiß Ness immer wieder spannende und unvorhergesehene Wendungen in die Geschichte einzubauen, die immer wieder Lebendigkeit einbringen können und den Leser dann und wann tatsächlich auch so richtig schockieren und erschrecken. Patrick Ness ist da schon relativ schonungslos und zeichnet ein Horrorevent nach dem anderen - so sehr, dass weder der Protagonist noch der Leser weiß, wem er eigentlich trauen kann. Fragen gibt es viele, Antworten nur sehr wenige. Im Großen und Ganzen ist "Mehr als das" auf jeden Fall individuell und originell und weiß auch durch Spannung und Tiefe zu überzeugen, wabert aber auch lange im Nebel, sodass man bis zum Ende eigentlich nicht wirklich weiß, woran man ist. Das hat einen ganz eigenen Reiz, kann einen aber auch in den Wahnsinn treiben - aber auch das spiegelt irgendwie das Leben an sich wieder, was die ganze Sache wieder interessant macht. Wer weiß schließlich schon, was wir alles nicht wissen? Was das ist, was wir Leben nennen und ob es nicht etwas ganz anderes ist, als wir denken? Ob wir vielleicht irgendwann aufwachen und das alles gar nicht echt war. Wer solche Fragen gerne stellt und eine etwas andere Geschichte im vagen Dystopiebereich lesen möchte, sollte es mal mit "Mehr als das" versuchen. Fazit: Man kann es nicht anders sagen: "Mehr als das" ist wirklich mehr. Mehr, als man denkt, wenn man die ersten Seiten liest und mehr, als man vielleicht verstehen kann. Genretechnisch irgendwo angesiedelt zwischen Dystopie, Matrix und Inception bietet "Mehr als das" eine abwechslungsreiche Lektüre, die frischen Wind und eine düstere Atmosphäre mit sich bringt. Wer gerne tausend Fragen stellt und dafür nur ein Dutzend Antworten bekommt, wird seine Freude mit dem Buch haben - wer aber strikt gegen offene Enden und viele offene Fragen ist, sollte wohl eher die Finger von dem Buch lassen, denn im Grunde ist am man am Ende genauso schlau wie am Anfang. Nur, dass man zwischen den beiden Elementen eine bewegende und tiefgehende Geschichte gelesen hat, die viele wichtige Thematiken und moralische, wie philosophische Fragen behandelt.

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  • Anders!

    Mehr als das

    BuechersuechtigesHerz

    31. October 2014 um 19:58

    Inhalt: Seth ertrinkt und stirbt. Doch dann erwacht er plötzlich wieder, nackt, verwirrt und völlig einsam an einem anderen Ort, verstaubt und verkommen, in einer Stadt die er aus seiner Kindheit kennt. Er versucht zu begreifen was passiert ist, während er von seiner Vergangenheit träumt. Was ist dies für eine Welt, gibt es ein Leben nach dem Tod und was ist das für ein schwarzes Ding? Meine Meinung: Ich war total gespannt auf dieses Buch, da ich in Bücherläden immer positive Rezensionen dazu aushängen sah. Außerdem klang der Hinweis auf der Rückseite des Buches "So spannend und geheimnisvoll wie Matrix und Inception" total vielversprechend, denn ich mag solche Filme sehr. Es begann auch sofort spannend und ein wenig schockierend, denn der Tod wird genau beschrieben. Nachdem Seth dann wieder aufwacht stellt man sich eigentlich ab diesem Zeitpunkt für den Rest des Buches folgende Frage: Was soll das alles? Wo ist er? Was steckt dahinter? Und genau das verleitet einem zum weiterlesen, denn man will ja wissen, worum es geht, will die Geheimnisse erfahren, will Seth kennenlernen. Nebenbei erfährt man dann auch die Vergangenheit und die Geheimnisse von Seth, und alles ist anders, als man es zuerst erwarten würde. Seth ist ein sympathischer Junge, eine starke Hauptfigur, die im Laufe des Buches mehr über sich selbst lernt und sehr tiefgehend ist. Dieses Buch ist definitiv anders, manchmal ist alles etwas sehr seltsam und irgendwie wird es auf Dauer nervig nicht hinter den Sinn des Ganzen zu kommen, was aber auf der anderen Seite eben auch dazu antreibt weiterzulesen. Das Buch ist voller Gefühl, beschreibt das Leben und die Situationen die entstehen können ganz genau. Später fehlt es dann auch nicht an rasanter Action, Schuld, Angst, Freundschaft und Liebe, Mitgefühl und spannenden Wendungen. Was mir dann aber trotzdem fehlte war wie so oft das gewisse Etwas um mich süchtig zu machen, deswegen ein Herz Abzug. Ich konnte das Buch trotz ständiger ungeklärter Fragen leicht weglegen, mochte aber trotzdem gerne weiterlesen, da es leicht geschrieben war und die Seltsamheit des Buches es ja auch zu etwas Anderem, Besonderem macht. Einen dicken Minuspunkt gibt es aber von mir für das Ende, leider bin ich jetzt nach dem Lesen des Buches total unbefriedigt, mehr will ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten, da ich spoilerfrei rezensiere. Falls das Buch versucht hat mir was zu sagen, soetwas wie "Und die Moral von der Geschicht..", dann kam es bei mir leider nicht an, ich fühle mich zurückgelassen mit Fragen und Verwirrungen und soetwas mag ich persönlich nicht. Ein Buch für Endzeit-Fans, die auch vor Sci-fi nicht zurückschrecken, tiefe Gefühle verstehen und offen für Neues sind. ~*~*Fazit*~*~              Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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  • Mehr als das, rezensiert von Juliane Seidel

    Mehr als das

    Splashbooks

    15. October 2014 um 10:03

    Der Jugendroman "Mehr als das" stammt von dem bekannten, amerikanischen Autor Patrick Ness, der bereits mit seinem Jugendbuch "Sieben Minuten nach Mitternacht" für Furore gesorgt und mehrere Preise abgeräumt hat. Das Buch erschien erstmals 2013 unter dem Titel "More Than This" und geht mehr in die Richtung dystopisches Jugendbuch, das sich dem Leser als eine Mischung aus "Matrix" und "Inception" präsentiert. Dementsprechend düster und unheimlich ist das Ausgangsszenario, mit dem Patrick Ness seinen Helden Seth konfrontiert - einer schmutzigen, verstaubten Welt, in der es nichts gibt: keine Menschen, keinen Strom und mit Ausnahme einiger Tiere keinerlei Leben. Erst nach und nach erfährt man mehr, entdeckt zusammen mit Seth diese seltsam fremdartige Stadt und spekuliert ähnlich wie er, was überhaupt vorgefallen ist. Erst als Regine und Tomasz auftauchen und viele Dinge etwas klarer werden, erkennt man, was wirklich passiert und wo Seth überhaupt gelandet ist. Dennoch verzichtet Patrick Ness auf umfangreiche Erklärungen oder weitreichende Erläuterungen, um die gesamten Hintergründe aufzurollen. Sein Ziel ist es nicht eine actiongeladene, spannungsintensive Abenteuergeschichte, wenngleich er nicht an Kampfszenen mit dem Unding und einer Menge unheimlicher Szenen spart. Stattdessen begleitet der Leser Seth auf einer Reise zu sich selbst, begleitet ihn auf seinen Weg sich und seine Umwelt komplett neu zu definieren. Dazu gehören sowohl seine Träume als auch die Gespräche mit Regine und Tomasz. Damit geht "Mehr als das" fast schon in die philosophische Richtung und regt zum Nachdenken an, zumal man sich zum Ende hin (trotz Erklärungen) nicht sicher sein kann, ob Seth die Wahrheit erfahren hat, oder ob sich hinter all dem mehr verbirgt. Patrick Ness präsentiert dem Leser keine Antworten auf dem Silbertablett - weswegen sein Buch durchaus abgeschlossen ist, aber dennoch offen endet - man muss sich seine eigenen Gedanken machen. Die Charaktere, die Patrick Ness in seinem Buch zum Leben erweckt sind die typischen Jugendlicher unserer heutigen Zeit. Seth ist hierbei eher ein in sich gekehrter Junge, der sich teilweise nicht so gut ausdrücken kann, teilweise eher das schlechte in einem Menschen sieht. Dennoch ist er authentisch und gut nachvollziehbar. Auch seine Homosexualität ist gut eingebunden und wirkt weder künstlich noch aufgesetzt. Sie ist auch nicht Mittel zum Zweck, sondern gehört zu Seth. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/20685/mehr_als_das

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  • Philosophie trifft auf Science Fiction trifft auf Menschsein …

    Mehr als das

    loveisfriendship

    13. September 2014 um 21:02

    Philosophie trifft auf Science Fiction trifft auf Menschsein … … und herauskommt Mehr als das, ein vielschichtiges, nachhaltig beschäftigendes Jugendbuch mit einer wichtigen Botschaft, das mich umgehauen hat. Es behandelt Fragen nach der Wirklichkeit, dem Leben nach dem Tod und Schuld. Und noch viel mehr. Ein Junge ertrinkt. Er stirbt, unwiderruflich. Dann wacht er auf. Und versucht herauszufinden, was es mit diesem unwirtlichen Ort, an dem er sich jetzt befindet, auf sich hat, ob es einen Sinn gibt, ob das Leben nicht doch „mehr als das“ bietet. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, da man unvorbereitet in die Geschichte hineinrutschen sollte und wie der Junge unwissend auf der Suche nach einer Antwort sein. Bei zu vielen Vorab-Informationen würde einem unheimlich viel genommen. Viele Leser finden die ersten 200 Seiten langweilig; das kann ich so nicht unterschreiben. Zwar strotzt es anfangs nicht gerade vor Action, aber doch empfand ich Mehr als das als hochspannend und war sofort in der Geschichte drin. Ich wollte einerseits wissen, was in des Jungen Vergangenheit geschehen ist und andererseits, wie es mit ihm weitergeht. Sehr gelungen finde ich die Darstellung der Wandlung des Jungen. Bestimmt können sich viele Menschen mit seinen Gefühlen identifizieren. Mehr als das ist in diesen Punkten auch verstehend und gleichzeitig tröstlich. Den Schreibstil von Patrick Ness finde ich genial, obwohl dieser auch von vielen als gewöhnungsbedürftig beschrieben wird. Dennoch hat Mehr als das für mich auch seine Schwächen. Im letzten Drittel des Buches wird die Handlung zwar actionreicher, aber auch nervig, da immer wieder der gleiche Angreifer auftaucht, was mich stark an New World – Die Flucht von Patrick Ness erinnert hat. In Mehr als das war es zwar nicht ganz so extrem, da sich die Kampf- und Verfolgungsszenen durch einen deutlich kürzeren Teil der Handlung ziehen als bei New World – Die Flucht, obwohl es mir dennoch ein wenig aufgestoßen ist. Wer handfeste Antworten sucht, wird möglicherweise das Buch unbefriedigt beenden, da so ziemlich alles offen bleibt. Bei Mehr als das geht es hauptsächlich darum, was jeder einzelne Leser aus dem Buch mitnimmt und was jeder einzelne für sich persönlich hineininterpretiert. Dass Patrick Ness viele Fragen ungeklärt lässt, zeichnet seinen Roman auch aus. Und der Autor wollte es sich nicht anmaßen, auf bestimmte Dinge Antworten zu geben. Das Buch ist wie das Leben selbst, es gibt nicht immer eindeutige Antworten. Ich kann nicht garantieren, dass jedem Mehr als das gefällt, meiner Schwester zum Beispiel hat es nicht so gut gefallen wie mir, obwohl wir normalerweise einen ähnlichen Geschmack in Sachen Bücher haben. Das Buch ist schlichtweg polarisierend und man kann nicht vorhersehen, wie es einem bestimmten Leser gefallen wird. Einzig und allein bleibt daher zu sagen, dass es anspruchsvoll ist und den Leser herausfordert – in Inhalt und Sprache. Es wirft gewohnte Lesemuster über Bord. Fazit: Mehr als das ist vor allem eines: mehr als das, was es zu sein scheint und anders als gedacht. Für einige Leser scheint es allerdings zu wenig zu sein. Mich allerdings hat dieses inspirierende Buch mit vielen neuen Gedanken zurückgelassen.

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  • Mehr als das

    Mehr als das

    Leseratte87

    28. August 2014 um 19:02

    Kann es das geben? Eine Welt in einer Welt? In diesem Fall lautet die Antwort definitv ja. Seht ist mit seinem Leben am Ende angekommen. Er kann nicht mehr weitermachen. Seine Eltern kümmern sich mehr um ihren jüngeren Sohn Owen, als um Seth. Seine gute Freundin verrät ihn und gibt ein großes Geheimnis preis. Er kann nicht mehr an die Zukunft glauben und beschließt, sich umzubringen. Also geht er an den Strand und ergibt sich den Gewalten des Wassers. Doch nach seinem Tod wacht er auf, allein, durstig, orientierungslos. Wie kann das sein?! Ist er in einer speziellen Form der Hölle gelandet? Weil er nicht richtig auf seinen Bruder aufpasst, als er es hätte tun müssen? Nun fristet Seth ein einsames Leben in der Hölle, die sich als die Stadt entpuppt, in der er groß geworden ist. Kann er die Geheimnisse, die hinter diesen Vorgängen stecken, entschlüsseln? Als ich anfing, das Buch zu lesen, war ich mir relativ schnell sicher, wie das Ganze ausgeht. Ein paar Seiten später, war ich mehr als überrascht und völlig ahnungslos. Patrick Ness entführt uns in seinem neuen Buch in eine andere Welt und stellt und vor die Frage, was genau eigentlich real ist. Es ist sehr spannend, Seth auf seiner Reise zu begleiten, weil an jeder Ecke neue Gefahren lauern, weil sich aber auch  immer mehr Puzzleteile aus Seths Leben sich zu einem Gesamtbild fügen. Ness' Spreche fand ich wunderbar, man kann eintauchen in diesen Roman und mit Seth gemeinsam einen Weg gehen, der mitunter schmerzhaft ist, der ihn aber auch erkennen lässt, was es bedeutet, kein Kind mehr zu sein.

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  • Für mich ein richtig geniales All-Age Buch mit unglaublich spannenden Einfällen.

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    Buchraettin

    Ein Junge ertrinkt. Die letzten Minuten. Der Kampf um Luft. Der Kampf ums Überleben. Dann ist es aus. Vorbei. Er ist tod. Bis er die Augen aufschlägt. Das ist so ein Buch, da liest man die ersten Seiten und ich war  komplett fasziniert und ein wenig schockiert. Es beginnt so rasant, emotional, spannend, unglaublich.  Eine Geschichte mit dem Tod eines Jungen zu beginnen. Das fand ich wirklich heftig. Allerdings beginnt und endet die Geschichte nicht mit diesem Ertrinkungstod, sie beginnt damit, denn dieser Jugendliche erwacht wieder. In einer Welt, die er kennt, die aber doch irgendwie ganz anders ist. Es ist auch der Stil dieses Buches, das den Leser, also mich, komplett fesselte. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Himmel oder Hölle? Wie wird es da sein? Ist es überhaupt ein Leben nach dem Tod? Oder ist es etwas ganz anderes, unvorstellbares? Diese kurzen knappen Sätze. Dahingeworfen. Ohne viele Details. Eher kühl. Super spannend. Das war unglaublich das Buch zu lesen.  Ich liebe es auch Science Fiction zu lesen oder Endzeitromane, wobei ich hier nicht genau weiss, in welches Genre passt es überhaupt? Nur eins ist sicher, das ist wieder ein unglaubliches neues Thema. Absolut spannend, faszinierend, fesselnd, nachdenklich machend. Für mich ein richtig geniales All-Age Buch mit unglaublich spannenden Einfällen. Ich finde gerade das Cover wirkt hier so unscheinbar. Aber soviel sei festgestellt. Der äußere Schein trügt hier. Dieses Buch ist genial, geht unter die Haut und sorgt für schlaflose Nächte.

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    • 6
  • Super spannend und erschreckend realistisch!

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    Klene123

    13. July 2014 um 11:57

    Ein Junge ertrinkt. Der Kampf um Luft, um das Überleben. Dann ist es aus. Bis er die Augen aufschlägt. Bei diesem Buch liest man die ersten Seiten und ist erst mal ein wenig verwirrt, mitgenommen und fasziniert zugleich. Es beginnt so rasant, die Wellen packen einen sofort mit und man ist emotional mitten drin. Allerdings beginnt diese Geschichte mit dem Ertrinken also muss noch mehr kommen, aber was? Der Junge wacht auf in einer anderen Welt, die er kennt und doch nicht so ganz. Und was besonders komisch ist: Er ist ganz allein. Wo sind sie alle hin und warum ist nur er hier? Vor seinem Tod lebte der Junge in Amerika, nun aber wie er nach und nach feststellt, ist er dort gelandet an dem Ort, von dem sie vor Jahren weggezogen sind: England. Dort wo etwas passiert ist. Soll er das vielleicht verarbeiten bevor er wirklich stirbt? Er ist am Anfang noch sehr schwach, für den Leser entsteht ein beklemmendes Gefühl. Nie will man so enden ganz allein. Der Junge nennt es „die Hölle“. Vor allem weil er nachts an sein altes Leben zurück denkt. In diesen Träumen erfährt man sehr viel über den Jungen, über sein früheres Leben und auch seinen Namen: Seth. In den Traumsequenzen geht es um Schuld, Familie, Freundschaften und sexuelle Orientierung. Viele Emotionen werden hier angesprochen. Man fühlt sich den Figuren in den Erzählungen nahe. Weiß wie Seth sich fühlen wird, wenn er aufwacht. In den Teilen außerhalb der Träume herrscht Endzeitstimmung, die Welt ist leer und der Erzählstil sehr distanziert. Man blickt nicht immer durch den Aufbau von allem, kann man ja auch nicht, weil der Protagonist es auch nicht tut. Man selbst als Leser ist immer ein bisschen durcheinander. Es entsteht viel Verwunderung beim gemeinsamen (mit Seth) erkunden der neuen Welt. Oder doch nicht neu? Es kommen nämlich viele Fragen auf, ob die Welt in der er jetzt ist real ist? Die davor real war? Es noch eine danach gibt? Man tastet ständig im Dunkeln, sucht dauern nach Sinn. Trotzdem will man das Buch nie zur Seite legen. Was glaub ich auch die versteckte Botschaft im Buch wiederspiegelt: „Nie aufgeben“ Das lernt Seth nach und nach. Erst durch seine eigenen Bedürfnisse wie Hunger und Durst, dann durch die Ereignisse und die damit verbundenen neuen Erkenntnisse. Die Geschichte wird nie langweilig, bleibt spannend und lässt einen einfach nicht los. Auch nach dem Lesen nicht.

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  • Anspruchsvolle Jugend-Dystopie im Matrix-Stil (mit kleinen Kritikpunkten)

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    anushka

    25. May 2014 um 22:06

    Seth ertrinkt und der Leser "sieht" ihm dabei zu. Doch dann wacht Seth wieder auf, desorientiert und geschwächt. Aber alles um ihn herum ist so anders als in seinem Leben vorher. Wie kann das sein, wo ist er und was bedeutet das Ganze? Das Buch ist in 4 Teile unterteilt und der erste dieser Teile ist sehr, sehr bedrückend, denn Seth ist komplett allein, nichts erschließt sich ihm und die Welt, in der er sich nun befindet, ist ihm völlig fremd. Hinzu kommen Träume mit Rückblicken in sein Leben, vor allem in die negativen Erinnerungen. Jugendliche, die dieses Buch lesen, müssen hier emotional einiges aushalten können. Im zweiten Teil nimmt das Buch eine Wendung und ist nicht mehr ganz so erdrückend. Zudem kommen langsam einige Erklärungen hinzu, die dem Ganzen etwas Sinn verleihen und Seth macht auch mit einer Gefahrenquelle Bekanntschaft. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, die Idee war etwas außergewöhnlich, wenn auch nicht einzigartig, denn sie erinnert ein bisschen an die Matrix-Filme. Aus der Masse der (Jugend-)Dystopien sticht dieses Buch aber heraus, besonders durch seine Fähigkeit, den Leser emotional hineinzuziehen (auch wenn diese Emotionen nicht unbedingt positiv sind) und die teils düstere Atmosphäre, die hier geschaffen wird. Im Vergleich zu zahlreichen Dystopien mit tödlichen Spielen und Wettbewerben, gibt es hier weniger Gewalt. Dafür werden aber andere, realistischere und dadurch viel deprimierende Formen von Gewalt (und auch Homosexualität) thematisiert. Zudem hält die latente Bedrohung den Adrenalinspiegel beim Lesen hoch. Meine Kritikpunkte sind allerdings, dass die Erklärungen teilweise wirklich schwer zu verstehen sind und die Geschichte manchmal verwirrend ist. Die Frage danach, ob sich nicht doch alles im Kopf abspielt, wird meiner Meinung nach überstrapaziert. Ebenso das künstliche Hinhalten, wenn doch klar ist, dass die Figuren mehr wissen. Hinzu kommt, dass die Verzweiflung von Seth immer wieder durch "Oh Sch..., Sch..., Sch..." oder "Oh nein, oh nein, oh nein" vermittelt werden soll. Da der Schreibstil des Autors ansonsten eigentlich gut und hochwertig ist, fand ich das fehl am Platz und auch die Handlung dreht sich manchmal im Kreis und führt zu unnötigen Wiederholungen. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings das Ende, das leider sowas von offen ist, und das an einem wirklich zentralen Punkt, dass ich allein deswegen im ersten Moment einen weiteren Stern abziehen wollte. Ich kann nur hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Insgesamt zeigt das Buch aber einen außergewöhnlichen Ideenreichtum des Autors und eine erstaunliche Fähigkeit, den Leser förmlich in das Buch hinein zu saugen. Auch sprachlich ist das Buch von hoher Qualität. Ich werde mir diesen Autor auf jeden Fall merken und habe seinen Roman für Erwachsene bereits auf meinem Zu-Lesen-Zettel. Das Buch hat mich also überwiegend überzeugt. "Mehr als das" ist übrigens für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet.

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