New World - Die Flucht

von Patrick Ness 
4,2 Sterne bei93 Bewertungen
New World - Die Flucht
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (71):
Mondtanzs avatar

Einzigartiger Stil, der tief in mein Herz geht und mich nicht mehr loslässt. Eine Glanzleistung!

Kritisch (4):
B

Zäh wie Kaugummi, gegen Ende ok

Alle 93 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "New World - Die Flucht"

Prentisstown ist keine gewöhnliche Stadt. In Prentisstown kann jeder die Gedanken des anderen hören. Es ist niemals still. Es gibt keine Geheimnisse. Oder etwa doch? In den entlegenen Sümpfen jenseits der Stadt macht der Waisenjunge Todd eine unglaubliche Entdeckung. Plötzlich weiß er: Alles, was man ihm über seine Familie erzählt hat, war eine Lüge - und die düsteren Legenden um Prentisstown sind wahr. Aber wer die Wahrheit kennt, ist in tödlicher Gefahr ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473584130
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:01.08.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.05.2013 bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    lexanas avatar
    lexanavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Anfangs recht gewöhnungsbedürftig, konnte ich das Buch schließlich kaum aus den Händen legen. Die schnellsten 500 Seiten meines Lebens ;)
    Unerwartet gut

    Ich bekam die Bücher vor einigen Jahren empfohlen, doch nach dem Lesen der ersten Zeilen legte ich das Buch schnell wieder beiseite. Erst jetzt, nachdem ich den zweiten Teil quasi ungelesen verschenkt hatte, nahm ich mir den ersten Teil nochmal zur Hand und nach einem etwas schwierigen Start, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

    Tatsächlich muss man sich zuerst daran gewöhnen wie Patrick Ness die Geschichte erzählt. Es ist nicht einfach in eine Welt einzutauchen, in der man jedermanns Gedanken hören kann, doch wenn man sich reingelesen hat, fesselt einen die Geschichte von Todd und lässt einen nicht mehr los.

    Ich habe das Buch schließlich verschlungen und kann nun nicht mehr abwarten den zweiten Teil zu lesen.

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    his_and_her_bookss avatar
    his_and_her_booksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: ein toller Reihenauftakt mit jeder Menge Lärm
    ein toller Reihenauftakt mit jeder Menge Lärm


    Zitat:
    „Vollkommene Stille gibt es einfach nicht. Hier nicht und woanders nicht. Nicht, wenn man schläft, und nicht, wenn man wach ist, einfach nie.“
    (S.25)

    Wenn ich beim Gehen ihren Hinterkopf betrachte, spüre ich, wie die Stille mein Herz berührt, und ich habe noch immer das Gefühl, dass ich einen schrecklichen Verlust erlitten habe, fühle mich noch immer so traurig, dass ich weinen möchte.“
    (S.156)

    Inhalt:
    Vor Jahren setzten die Spackles im Krieg das Lärmbazillus frei. Unzählige Menschen, die Hälfte aller Männer und jede einzelne Frau verfielen daraufhin dem Wahnsinn und starben. Die Spackles gibt es nun nicht mehr. Doch der Lärm ist geblieben.

    Der zwölfjährige Todd ist in dieser Welt voller Lärm aufgewachsen. Er steht kurz davor, zum Mann zu werden. Jeder wird in Prentisstown mit dreizehn Jahren zum Mann. 
    Aber eine Entdeckung bringt ihn in große Gefahr. Plötzlich befindet er sich auf der Flucht. Sein Leben gerät völlig durcheinander. Auf seinem Weg lauern Gefahren. Und seine Verfolger kommen unaufhörlich näher.

    Meinung:
    „New World“ steht jetzt schon seit einiger Zeit in meinem Regal. Irgendetwas kam immer wieder dazwischen, so dass ich bisher nicht zu der Reihe greifen konnte. Nun endlich war es jedoch soweit. Ich nahm „New World – Die Flucht“ zur Hand und begann mit der Geschichte.

    Gleich zu Beginn traf ich auf Todd. Unterwegs im Sumpf mit seinem Hund Manchee wurden mir erste Rahmenbedingungen dieser Welt erläutert. So erfuhr ich auch relativ schnell, dass Manchee sprechen kann. Dies war sozusagen meine erste kleine Hürde, denn sprechende Tiere hatte ich eigentlich nicht erwartet. Doch nach und nach erhielt ich Erklärungen, weshalb einige Entwicklungen eingetreten sind. Und ich stieß auf den Lärmbazillus. Jedem Mann in New World umgibt sein eigener Lärm, der aus Tönen, Bildern und Gedanken besteht. Ich muss gestehen, dass mich allein die Vorstellung daran halb wahnsinnig gemacht hat! Immer, wenn ich von diesem Lärm gelesen habe, wurde ich selbst irgendwie unruhig, konnte es nicht fassen, dass man damit tatsächlich leben kann. Im weiteren Verlauf der Geschichte gewöhnte ich mich jedoch zunehmend an diese Vorstellung, gänzlich akzeptieren könnte ich den Lärm in meinem Leben allerdings nicht.

    So schuf Patrick Ness eine auf den ersten Blick für mich abstoßende Welt, die dennoch mit einigen faszinierenden Einblicken punkten konnte. Der Autor sprach mich des Öfteren durch Todd direkt an, um mich in die Handlung zu integrieren. Die Geschichte brachte er mir in Gegenwartsform näher, konsequent aus der Sicht von Todd erzählt. An die wirklich umgangssprachlich und jugendlich gehaltenen Dialoge musste ich mich erst etwas gewöhnen, doch fiel mir dies zunehmend leichter. Der zu Beginn etwas holprige Schreibstil wurde zusehends besser zum Lesen und so kam es, dass ich irgendwann wirklich in der Geschichte versunken bin und mich das Leben in New World fesseln konnte.

    Den zwölfjährigen Todd lernte ich anfangs als etwas naiven Jugendlichen, der an der Schwelle zum Erwachsenen steht, kennen. Er kann es kaum erwarten, endlich zum Mann erklärt zu werden. Immerhin ist er der jüngste Bewohner von Prentisstown und damit der Letzte, der diesen Schritt vollziehen wird. Seine Eltern sind tot, aufgewachsen ist er bei Ben und Cillian, die ihn nach dem Tod seiner Mutter aufgenommen hatten. 
    Aber dieser eine Tag im Sumpf hat sein Leben verändert. Von einem Tag auf den anderen muss er flüchten. Anfangs versteht er nicht, weshalb er diesen Weg gehen muss. Doch die Erkenntnisse fügen sein Bild zusammen und so begreift er schließlich. Plötzlich übernimmt Todd wirklich Verantwortung. Nicht nur für sein Leben, auch andere Menschen versucht er zu beschützen. Seinem vermeintlichen Ziel kommt er näher, doch was wird ihn tatsächlich dort erwarten. Ist es die ersehnte Zuflucht oder ist die Hoffnung trügerisch?
    Todd, der auf seinem Weg so manche Niederlagen und Verluste hinnehmen musste, wurde mir zusehends sympathischer, der Funke zum Protagonisten konnte sozusagen überspringen. Es gelang ihm immer besser, mich von seinem Handeln zu überzeugen und damit an seiner Seite bereitzustehen. Die charakterliche Entwicklung war für mich deutlich spürbar, aus dem Jungen ist tatsächlich ein Mann geworden.

    Patrick Ness lässt diesen ersten Teil mit einem wahren Cliffhanger ausklingen. Ich brauche deshalb sicher nicht zu erwähnen, dass ich damit gleich zum zweiten Teil der Reihe, „Das dunkle Paradies“ greifen werde.

    Urteil:
    In „New World – Die Flucht“ konnte mir Patrick Ness seine erschaffene Welt wirklich gut vermitteln und seine Charaktere zum Leben erwecken. Nachdem sich zwischen mir und der Geschichte die erforderliche Harmonie eingespielt hatte, konnte ich das Buch in vollen Zügen genießen und wurde gefesselt. Für die Begleitung Todds auf seiner Flucht vergebe ich deshalb 4 Bücher.

    Für alle, die sich in fremden Welten zurechtfinden können, jedoch nicht gleich das ganze Ausmaß bestimmter Entwicklungen wissen müssen und gewisse Überraschungen verkraften. 

    Die Reihe:
    1. New World – Die Flucht
    2. New World – Das dunkle Paradies
    3. New World – Das brennende Messer

    ©hisandherbooks.de

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    loveisfriendships avatar
    loveisfriendshipvor 4 Jahren
    Der Junge, der nicht töten konnte

    Der Junge, der nicht töten konnte

    Wie bringt man den Mitleidigen dazu, zu töten? Patrick Ness entführt uns in New World – Die Flucht in eine Welt, in der der größter Triumph ist, auch den Unschuldigsten zu verderben.

    Nach Sieben Minuten nach Mitternacht und Mehr als das gehört Patrick Ness zu meinen Lieblingsautoren. Beide Romane waren sehr aufwühlend, emotional berührend und nachdenklich stimmend. Auch New World – Die Flucht, dem ersten Band seiner Zukunftstrilogie, würde ich diese Attribute zusprechen. Doch warum mich Patrick Ness mit diesem Buch nicht ganz überzeugen konnte, werde ich in dieser Rezension erklären.

    Zum Inhalt werde ich nicht viel verraten, da es bei Werken aus Patrick Ness‘ Feder häufig so ist, dass sich viele Dinge erst im Laufe der Handlung ergeben und die Protagonisten am Anfang oft unwissend sind. So sollte auch der Leser vor Beginn sein.

    Todd lebt in Prentistown, New World. Über der Stadt liegt eine Beklemmung. Alle Frauen sind tot und die Männer hat ein Virus befallen, der ihre Gedanken offenlegt, nirgendwo ist es still. Bald schon muss Todd fliehen, denn er weiß noch längst nicht alles über seine Heimat.

    Auch hier behandelt Patrick Ness wieder zeitgenössische Themen in Form einer Dystopie. Es geht unter anderem um Beeinflussung durch (falsche) Informationen, den Umgang von uns Menschen mit der Erde, totale Vernetzung, Ausspionierung des Einzelnen, Gruppenprozesse und allgemein den Wahnsinn und die Grausamkeit der Menschen.

    Was Patrick Ness kann, ist, sich in Jugendliche hineinzuversetzen und einzufühlen. Er erschafft für Jugendbücher eher untypische Figuren. Denn es sind realistische, nicht immer „moralisch korrekt“ handelnde Personen. Sondern menschliche.
    Es gibt einige berührende Szenen und besonders Manchee habe ich sehr ins Herz geschlossen. Es geht auch um wahre Freundschaft, Zusammenhalt, Aufopferung und was man für eine andere Person zu tun bereit wäre.

    Nun zu den negativen Aspekten, die man so und so sehen kann.
    Zum einen wäre da die Sprache. Ich habe sie insgesamt als schwach empfunden, was natürlich auch teilweise an der Übersetzung liegen mag. Zwar schreibt Patrick Ness aus der Sicht eines Zwölfjährigen, doch das Ganze war stellenweise selbst in Anbetracht dieser Begründung zu flach. Ich bin nicht in die Sprache reingekommen, wobei ich mit Patrick Ness‘ Sprache in den vorher von mir gelesenen Büchern keine Probleme hatte. Nur selten zeigt er in New World – Die Flucht sein durchaus vorhandenes sprachliches Können.

    Dazu stört mich die Darstellung der Gewalt. Sie erfolgt zu plastisch, zu ausführlich. Auch hier könnte man argumentieren, dass der Autor darstellt, wie die Protagonisten die Gewalt empfinden – als abscheulich, beängstigend und abstoßend. In dem Buch geht es auch um die Frage: Wozu bin ich fähig? Und darum, wie schlimm es ist, jemanden zu töten. Dennoch war es mir, gerade für ein sogenanntes „Jugendbuch“ zu anschaulich.

    Nun zum größten Schwachpunkt des Buches.
    Und das ist schlichtweg die dramaturgische Umsetzung, die Handlung. Das Einzige, was im Mittelteil passiert, ist: Der Junge ist auf der Flucht. Dann wird er aufgespürt. Es kommt zum Kampf. Der Junge entkommt. Er wird erneut aufgespürt. Und das über fast dreihundert Seiten. Immer, wenn da Sätze standen wie: „Er hörte ein Geräusch.“, wusste ich: Ah, jetzt kommt wieder ein Angriff – und meistens auch noch von derselben Person, die unlogischerweise ziemlich viel überlebt und die Protagonisten immer wieder aufspürt. (Auch hier gibt es einen Grund: Der Protagonist kommt in verschiedene Situationen, wo er die Möglichkeit hätte, seinen Widersacher zu töten. Die Wiederholungen ergeben einen Sinn.) Leider kam dieser Satz gefühlt alle zehn Seiten nach dem vorherigen Angriff.
    Allein mit schnellen Schnitten erzeugt man keine Spannung und erst recht keine gute Geschichte. Die Handlung ist mir daher in bestimmten Punkten zu simpel gestrickt. Es wurde banal, ermüdend und nervig. Ein wenig Ruhe hätte der Handlung gut getan. Sie ist viel zu rasant, ungeordnet und wirkt konzeptionslos.

    Dies hat mich teilweise an die Schwächen von Mehr als das erinnert, wo im letzten Drittel immer das „Unding“ aufgetaucht ist. Entweder meint Patrick Ness, gute Geschichten müssten nach diesem Schema sein – oder aber er kann es nicht anders.

    Das Ende hat mich überrascht. Zum Ende hin hat die Handlung mehr Form und die Geschichte wird deutlich greifbarer.

    Fazit: New World – Die Flucht ist düster und brutal, aber mit Hoffnung. Es behandelt wichtige und interessante Fragen. Auch die Charaktere und die Grundidee sind gelungen. Aufgrund der teilweise zu bildhaft dargestellten Gewalt und der teilweise mangelhaften Handlung hat es mich allerdings nicht vollständig überzeugt. Dennoch vergebe ich, wenn auch knappe, 3 von 5 Sternen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut fesselnd und spannend bis zum Ende - lohnt sich definitiv!
    New World - Die Flucht

    "The Knife of Never Letting Go" zu deutsch "New World - Die Flucht" fiel mir in einer kleinen irischen Buchhandlung in die Hände. Ich hatte vorher von Patrick Ness zugegebenermaßen noch nichts gehört oder gelesen. Daher war ich sehr gespannt, was mich vom Schreibstil und Inhalt her erwartete - und ich wurde nicht enttäuscht. 
    Der junge Todd lebt in der Stadt Prentisstown. Prentisstown, wo jeder die Gedanken eines jeden hören kann, es niemals still ist und es keine Geheimnisse gibt - bis auf eines. Das wohl am besten gehütete Geheimnis der Stadt. Als Todd hinter dieses furchtbare Geheimnis kommt, bleibt ihm nur eine Wahl, die Flucht. Eine packende Geschichte nimmt ihren Lauf, in der Todd alles in Frage stellen muss, was er bis dahin kannte und es beginnt eine Flucht auf Leben oder Tod. 
    Das Buch fesselt von Anfang bis Ende, sodass ich mir noch im selben Urlaub den zweiten Teil besorgen musste. Auf jeden Fall lohnenswert! (Vielleicht sogar auf Englisch noch besser als die deutsche Übersetzung, das Cover ist es jedenfalls definitiv.)

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    lostpages avatar
    lostpagevor 5 Jahren
    Genialer Start in eine vielversprechende Reihe!


    Inhalt:
    In Prentisstown leben nur noch wenige Männer, seit eine Krankheit alle Frauen und einen Großteil der Männer dahingerafft hat. Als "Nebenwirkung" sind die verbleibenden Bewohner nun in der Lage Gedanken zu lesen. Der "Lärm" ist daher ständiger Begleiter und sogar die Gedanken der Tiere sind hörbar. Todd ist fast 13 und daher beinahe ein richtiger Mann - er kann es kaum erwarten, endlich dazuzugehören, denn als jüngstes Mitglied der Stadt wird er wenig beachtet. Doch kurz vor dem großen Tag wird er von seinen Ziehvätern gedrängt, das Dorf schnellstmöglich zu verlassen. Todd ist verwirrt und kann aus den Gedanken von Ben und Cillian nichts deuten, merkt aber schnell, dass er in großer Gefahr schwebt.  In den gefährlichen Sümpfen trifft er auf ein Mädchen und kann seinen Augen kaum glauben - zudem ist sie still, er kann ihre Gedanken nicht hören. Zusammen mit Viola beginnt eine rasante Flucht in New World und das Ziel ist die sagenumwobene Stadt Haven. Eile ist geboten, denn die Bewohner von Prentisstown sind ihnen dicht auf den Fersen und Todd kann sich immer noch nicht erklären, warum alle hinter ihm her sind.


    Meinung:
    "New World" stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste und wurde dann spontan mal davon befreit. Ich bin selbst erstaunt, dass ich es auch nicht lange in meinem Regal verstauben lassen habe - bin aber sehr froh darüber, denn ich war begeistert! Ich habe das Gefühl, das Buch hat hier im Lande zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Das muss sich ändern!!

    Der Einstieg in das Werk von Patrick Ness war gut, aber auch merkwürdig. Im Vorfeld hatte ich mich nicht all zu sehr mit dem Inhalt befasst - es soll gut sein, das hat mir als Kaufgrund gereicht. Nun war ich überrascht. Gedanken lesen (auch die von Tieren). Neue Welt. Alle Frauen tot (wahrscheinlich durch einen Erreger, der von den Spackel stammt, die vor den Menschen, die führende Spezies war). Zumal werden die Gedanken in anderer Schrift und Größe gezeigt. Jungen werden mit 13 zu Männern, nachdem sie an einer geheimen Zeremonie teilgenommen haben. 

    Wir befinden uns also anscheinend nicht mehr auf der Erde, nichtsdestotrotz ist New World unserer Welt sehr ähnlich - lediglich die Spackel bildeten den größten Unterschied. Diese Wesen sehen in etwa aus wie Menschen, scheinen aber nicht ganz so weit entwickelt zu sein. Daneben ist die Fähigkeit des Gedankenlesens ein weiterer Unterschied. Angeblich eine Nebenwirkung eines Erregers - mehr Erklärungen gibt es dazu leider nicht. Trotzdem ist die Idee toll, weil dieser Aspekt ganz wunderbar mit in die Handlung eingewebt wird. Eine coole Begabung, müsste man meinen oder? Dem ist nicht so - viel mehr ist es eher Fluch als Segen. Durch Todd bekommen wir das sehr deutlich vor Augen geführt. Er sehnt sich einfach nur nach Ruhe in seinem Kopf, aber das ist so gut wie unmöglich, wenn er sogar die Gedanken seines Hundes lesen kann (was nebenbei bemerkt sehr lustig ist - faszinierend, was ein Hund so denkt). Er kann damit aber umgehen. Das Leben in den Kolonien ist sehr ländlich und einfach - technischen Schnickschnack scheint es nicht zu geben.

    An diesem Buch haben mir besonders die beiden Protagonisten Todd und Viola gefallen. Todd muss man einfach mögen und er wächst einem schnell ans Herz. Ich fand es großartig, wie sich die Bindung zwischen ihm und Viola immer mehr gefestigt hat. Übertrumpft wird diese nur durch die zwischen ihm und Manchee (der Hund). Das ist wirklich wahre Freundschaft! Es gab so viele Szene, die mich jetzt immer noch nicht loslassen - besonders eine, an der ich immer noch zu nagen habe.

    Die Handlung kommt sehr schnell in Fahrt und hier zeigt sich das Können von Patrick Ness. Er schreibt einfach unglaublich gut und absolut mitreißend! Als die Flucht beginnt, bin ich zusammen mit Todd von einer brenzlichen Situation in die nächste gestolpert. Zwischenzeitlich gibt es kurze, ruhigere Momente, in denen man sich erholen kann, bevor es spannend weitergeht! Der Kern der Handlung bleibt dabei sehr lange unter Verschluss und ich habe ständig gerätselt, warum Todd denn nun zur Zielscheibe der Bürger von Prentisstown geworden ist. Worin liegt das Geheimnis? Man bekommt Antworten, aber ich bin mir sicher, dass da noch viel mehr auf uns wartet! 

    Die Grundstimmung ist sehr düster gehalten, wird aber immer mal wieder durch heitere Momente der Protagonisten aufgehellt. Die Schreibkünste des Autors sind beachtlich. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, denn Band 1 endet schon ziemlich fies - wie gut, dass die Fortsetzung schon unterwegs zu mir ist!


    Fazit:
    Mit "New World - Die Flucht" ist es Patrick Ness gelungen, mich kontinuierlich an die Seiten zu fesseln. Die Handlung ist mitreißend und vor allem spannend aufgebaut. Die Charaktere sind wahnsinnig sympathisch und der Autor schreibt fantastisch. Das zusammen macht den Einstieg in die Trilogie zu einem tollen Erlebnis. Ich habe definitiv Blut geleckt und will mehr! 

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    Ameneas avatar
    Ameneavor 5 Jahren
    SciFi der extraklasse


    Das Cover hat mich zunächst abgeschreckt und auch der Inhalt hat mich nicht wirklich angesprochen. Allerdings habe ich mich täuschen  lassen. Der Anfang ist etwas seltsam mit Todd und seinem komischen Hund. Doch spätestens als er das Mädchen findet, geht alles Schlag auf Schlag. Die Personen sind gut ausgearbeitet, die Gegenwart und Ich Form passen wirklich gut zu der Erzählweise des Autors. Man fühlt sich als Leser angesprochen und das ist etwas ganz neues. Die Idee einer neuen Welt ist nicht neu, aber so eine IST mir noch nie untergekommen. Die jungen werden ab ihrem 14 Lebensjahr zu Mordmaschinen, vom Bürgermeister gesteuert. Die Flucht von Todd ist sehr überzeugend geschildert, ich persönlich würde mir etwas mehr Gefühle von ihm wünschen, gerade weil es ja in der ich Form geschrieben ist. Auch dass jeder einen "Lärm" besitzt und das eine Krankheit ist, habe ich mir nicht wirklich vorgestellt. Aber es wurde überzeugend und gut beschrieben, sodass das Buch einen nicht mehr losgelassen hat. 
    Es ist ein wenig unrealistisch, dass Viola und Todd sich nicht wirklich der Gefahr ihrer Verfolger bewusst sind, obwohl dies eigentlich das ganze Buh Hauptthema ist. Aber außer kleinen Makeln ist es ein grandioser Auftakt einer Trilogie. 

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    thebookmonsters avatar
    thebookmonstervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Flucht" von Patrick Ness

    Wie funktioniert eine Welt, in der du die Gedanken aller Lebewesen hören kannst? Im Chaos.
    Würde ich New World empfehlen? Vielleicht!
    Erst einmal solltest du starke Nerven haben, denn an Brutalität wird trotz dem Genre Jugendbuch nicht gespart. Literweise Blut, Fleischwunden, unschuldige Opfer und gewalttätige Morde gibt es hier reichlich. Ich würde es jedenfalls keinem 12-Jährigen in die Hand drücken. Ich bin 15, auch nicht sehr sensibel, aber hier musste ich trotzdem nicht nur einmal kurz aufatmen. Auf keinen Fall falsch verstehen! Es war kein Hirnloses draufschlagen, auf alles was sich bewegt. Die Gewalt war nicht zu aufdringlich, es hat sich genau richtig angefühlt.
    .
    Zweitens handelt es sich um einen sehr "eigenen" Schreibstil. Sehr viele Gedankengänge des Protagonisten Todd wiederholen sich, und prägen das ganze Buch. Damit sollte man klar kommen. Am Anfang wusste ich auch nicht so recht. Ich wollte sogar abbrechen, aber nach der Zeit habe ich mich an den Stil gewöhnt. Man muss ich darauf einlassen und sich Zeit nehmen. Ich empfand die wiederholenden Gedanken sogar als ehrlich, realistisch und der im Buch herrschenden Atmosphäre beitragend. Es gibt dem Buch den gewissen Touch von Originalität, aber dieser wird nicht jedem schmecken. (Zuerst die Leseprobe versuchen, oder die Taschenbuchausgabe kaufen.)
    .
    Todd, der Protagonist, ist nicht perfekt. Er hat Fehler gemacht, aber er hat es auch bereut, konnte sich schuldig fühlen. Er ist ein Mensch, ein Junge. Im Gegenteil, mich würde es nerven, hätte er alles richtig gemacht, alles gewusst.
    Manchee, Todds Hund auf seiner Reise, ist ein verdammt braver Hund, wie der Junge es beschreiben würde. Hier war ja eine Besonderheit, dass man die Gedanken des Hundes auch lesen konnte.
    .
    Das Erste, was du herausfindest, wenn dein Hund sprechen lernt, ist, dass Hunde nicht viel zu sagen haben. (1ster Satz)
    .
    Manchee konnte trotz weniger Worte, einen berühren und wohlmöglich dem kaltblütigsten Leser das Herz erwärmen.
    .
    Der einzige Kritikpunkt gebührt den Antagonisten. Sie schienen durchwegs eintönig zu sein, kein Mitgefühl oder so etwas wie ein Gewissen zu haben. Ich meine, das jeder Mensch, sei es der verrückte Mörder im Knast, der kranke Pädophil , der kräftige Junge, der die Schwächeren mobbt - sie haben alle etwas, irgendetwas Gutes in sich. Im Buch waren die Gegenspieler aus purem bösen Blut, und das war ein wenig ärgerlich.
    .
    Fazit
    Die Flucht wird dem einen gefallen, der andere wird enttäuscht sein. Die näheren Gründe sind oben beschrieben. Mich konnte das Buch überzeugen - sie hat mich gepackt, hat mich an der langen Reise mit Todd teilhaben lassen. Patrick Ness hat eine originelle Dystopie gestaltet, die anders, ungewöhnlich ist. Das Buch endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, weshalb ich die Folgebänder auf jeden Fall nachkaufen werde!

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    A
    arwenilvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Flucht" von Patrick Ness

    Eine unglaublich gute Story, leider war der Verlag ein paar Jahre zu früh dran. Aber man hat sich jetzt nachdem die Filmrechte verkauft sind doch nochmal für eine Neuauflage entschieden. Applaus, Applaus, Applaus!!!

    Unbedingt lesen!

    PS. Die Vorgeschichte, wie Viola dorthin kam gibt es kostenfrei für den Kindle (auch fürs App).

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    Dubhes avatar
    Dubhevor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Flucht" von Patrick Ness

    Da die Welt überbevölkert war und es von Krieg genug gab, ist eine Gruppe auf den Planeten New World ausgewandert.
    Was sie jedoch nicht ahnen konnten, war, dass es dort schon komische Ureinwohner, die Spackle, gab. Von Anfang haben die Menschen den Spackle Misstrauen entegengebracht und dann setzten die Spackle einen Virus frei, der die Gedanken, den Lärm, der Männer laut machten und alle Frauen dahinrafften.
    Mittlerweile gibt es keine Spackle mehr, denn man hat alle umgebracht und auch nur mehr ein kleines Dorf hat auf New World überlebt: Trentisstown, nach dem Bürgermeister benannt.
    Und in dem Dorf wohnen nur Männer.
    Todd ist der Jüngste und in genau 30 Tagen hat er Geburtstag und wird zu einem Mann.
    Er hatte mal Freunde, doch sobald diese zum Mann wurden, haben sie nicht mehr mit ihm gesprochen.
    Und dann passiert etwas merkwürdiges: im Sumpf gibt es ein Fleckchen das sich bewegt, bei dem Stille herrscht!
    Ein Spackle?
    Schnell lauft Todd nach Hause und plötzlich passiert etwas noch merkwürdigeres.
    Die Freunde seiner verstorbenen Eltern haben ihn nach deren Tod aufgenommen und verlangen nun, dass Todd über den Sumpf flüchtet!
    Ehe er sich versieht, ist er schon im Sumpf und findet ein Mädchen, dass dieses Fleckchen Stille verursacht!
    Dabei solle es gar keine mehr geben!
    Und ehe Todd sich versieht, befindet er sich in einer etwas verzwickten Lage...
    .
    Diese Art von Buch mag einigen neu erscheinen, doch mir sind schon ein paar Bücher untergekommen, die so ähnlich sind.
    Aber was mir so gut gefällt, ist, dass der Autor nicht schon am Anfang alles verrät, sondern erst am Ende mit der Wahrheit auspackt.
    Das ist eigentlich das Beste am Buch.
    Todd ist noch ein richtiges Kind und dementsprechend verhält er sich auch.
    Aber ansonsten ist dieses Buch ziemlich normal, was diese Art von Büchern angeht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ganz besonderes Buch - selten war ich für einen Buchtipp so dankbar! Ich bin restlos begeistert ;) Allerdings kann ich das bei Amazon em...
    Rezension zu "Die Flucht" von Patrick Ness

    Wenn man zu wenig weiß, ist die Welt ein gefährliches Pflaster
    Wow – Wahnsinn! Ist das Erste, was mir nach 538 atemlos verschlungenen Seiten und dem Ende des ersten Bandes dieser Trilogie von Patrick Ness einfällt.
    Ich bin immer noch etwas sprachlos, denn ich stecke immer noch fest...
    bin gefangen in Todd Hewitts Kopf...
    in seinen Gedanken...
    in seinem Lärm...
    in seinem Leben...

    Todd Hewitt. Zwölf Jahre und zwölf Monate alt und in genau einem Monat wird er ein Mann sein.

    Ich finde nur schwer wieder heraus aus dieser überwältigenden Gefühlswelt voller Angst, Trauer, Schuld, Wut, Hass, Verzweiflung und Unsicherheit – aber es gibt Hoffnung!

    Todd Hewitt. Zwölf Jahre und zwölf Monate alt und in 28 Tagen wird er ein Mann sein.

    Der Autor schildert "Die Flucht“ so spannend und packend, dass mir kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Ich renne mit Todd, Manchee und Viola um mein Leben, ich stolpere, falle hin, stehe wieder auf, renne weiter – keine Zeit!

    Todd Hewitt. Zwölf Jahre und zwölf Monate alt und in 25 Tagen wird er ein Mann sein.

    Ein Buch zum Verschlingen, zum Nicht-mehr-aus-der-Hand-legen, zum Nachdenken, zum Mitfiebern und Mitfühlen.

    Todd Hewitt. Zwölf Jahre und zwölf Monate alt und in 21 Tagen wird er ein Mann sein.

    Freundschaft, Mut, absoluter Überlebenswille und nicht zuletzt das größte aller Gefühle, die Liebe, zeichnen die Protagonisten aus. Stop! Da muss ich gleich wieder zurück rudern. Das hier ist keine Liebesgeschichte. Ganz und gar nicht. Keine Herz-Schmerz-Story mit schmachtenden Blicken auf rosaroten Wölkchen weit und breit. Nein, nein! New World ist brutal, verstörend und fordert Opfer – viele Opfer. Aber es gibt Hoffnung, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Todd Hewitt. Zwölf Jahre und zwölf Monate alt und in 16 Tagen wird er ein Mann sein.

    Mein Fazit:

    Pure Erlebnisliteratur oder sollte ich vielleicht sogar Literaturerlebnis sagen? Ja – für mich war es das und deshalb gibt es auch von mir eine klare Leseempfehlung.
    Patrick Ness schreibt außergewöhnlich und eindrucksvoll. Die ganze Atmosphäre hat mich öfter an den Roman "Die Straße“ von Cormac McCarthy erinnert und an den erinnere ich mich, trotz des ernsten Themas, auch sehr gerne zurück.
    Band zwei "Das dunkle Paradies“ ist bereits unterwegs und ich kann kaum erwarten herauszufinden, wie es mit Todd und Viola weitergeht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Hallo,

    ich suche ein paar Buchtipps für einen jungen, wirklich sehr fleißigen Leser. Er ist 13 Jahre alt und hat in letzter Zeit z.B. folgende Bücher bzw. natürlich immer die kompletten Reihen verschlungen:

    "Die Bestimmung"
    "Panem"
    "Eragon"
    "Artemis Fowl"

    Selbst sind mir z.B. noch die Bücher von James Dashner (Die Auserwählten), Michael Grant (Gone), Patrick Ness (New World), Neal Shusterman (Vollendet) und Jonathan Stroud (Bartimäus) eingefallen.

    Habt ihr noch Tipps, welche Bücher ich einem Jungen in dem Alter empfehlen / schenken könnte? Ihr seht ja schon, es dürfen schon auch Jugendbücher sein, die theoretisch eine höhere Altersempfehlung haben und eben besonders für Jungen geeignet sind, nicht der ganze Mädchenkram ;) Lauren Oliver oder auch Ally Condie wären ihm sicher schon zu kitschig. Wirklich spannend und bei Fantasy bitte Jugendfantasy wäre super.

    Danke euch für die Tipps!
    Zum Thema

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