Sieben Minuten nach Mitternacht

von Patrick Ness und Siobhan Dowd
4,6 Sterne bei732 Bewertungen
Sieben Minuten nach Mitternacht
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Positiv (676):
Gwenflys avatar

Anfangs verwirrend, aber am Ende rührte es mich zu Tränen.

Kritisch (10):
Monika_Brigittes avatar

Die Idee ist gut, die Umsetzung dieser kann mich nicht packen. Der Schreibstil gefällt mir nicht.

Alle 732 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Sieben Minuten nach Mitternacht"

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485345
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.01.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.08.2011 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    booksinsides avatar
    booksinsidevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unglaublich emotionale und ergreifende Geschichte.
    Sieben Minuten nach Mitternacht ∣ Hörbuchrezension

    Eine unglaublich emotionale und ergreifende Geschichte.

    Auf meinem Blog gibt es eine komplette Rezension. Schaut doch gerne mal dort vorbei, falls ihr neugierig geworden seid.

    https://booksinside-de.blogspot.com/2018/08/sieben-minuten-nach-mitternacht.html

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    E
    Evesbookishwonderlandvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Absolutes Herzensbuch! So emotional und wunderschön. Wer es noch nicht kennt, sollte das schnellstens ändern!
    Absolutes Highlight

    Wir begleiten in dieser Geschichte Conor, der Nachts wach wird und hört, dass er gerufen wird. Er stellt fest, dass ein Monster in seinem Garten steht und mit ihm spricht. Conor denkt, dass es wieder einer seiner Albträume ist, die ihn plagen und er spricht mit dem Monster. In den nächsten Nächten bekommt Conor regelmäßig Besuch von dem Monster und erlebt einiges mit ihm. Tagsüber geht Conor in die Schule, wo er sich alles andere als wohl fühlt und auch bei ihm Zuhause ist derzeit alles sehr schwer.
    Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, denn ich finde einfach, dass man das Buch einfach lesen sollte ohne zu viel zu wissen. 
    Das Buch ist aus der Sicht von Conor geschrieben und wir erleben mit ihm seinen Alltag. Über seine wahren Gefühle und Gedanken erfahren wir aber an sich eher weniger, was auch seinen Grund hat, denn die möchte der Junge sich selbst nicht eingestehen und versucht sie vor sich und allen anderen zu verbergen.
    Optisch gibt das Werk sehr viel her, da es einfach wunderschöne Illustrationen hat, die die Geschichte und vor allem die Gefühle untermauern. Für mich waren die Illustrationen immer ein absolutes Highlight, denn sie sind wirklich so schön und irgendwie auch düster und absolut passend.
    Mir ist Conor so wahnsinnig ans Herz gewachsen, ich hätte ihn am liebsten ganz doll geknuddelt und auch das Monster war ein sehr besonderer und toller Charakter.  
    Das Buch behandelt das Thema Verlust und Trauer und die Ängste der Betroffenen bzw. des Kindes, dass dabei ist seine Mutter zu verlieren. Es zeigt einfach auf eine sehr besondere Weise, wie es dem Jungen geht und womit er in dieser Situation zu kämpfen hat.

    Fazit:

    Eine unglaublich besondere Geschichte, die von einem kleinen Jungen erzählt, der vor der schlimmsten Situation Angst hat, nämlich seine Mutter sterben zu sehen. Das Buch erzählt von der Bindung zwischen Mutter und Sohn und vor allem von Hoffnung und Schmerz.
    Durch die wundervolle Gestaltung und die fantastischen Elemente ist dieses Buch ein absolutes Highlight. Es ist düster und gleichzeitig schön und einfach sehr emotional. Ich habe schon viele Bücher mit ähnlicher Thematik gelesen, aber Patrick Ness hat mich auf eine ganz eigene Weise enorm berührt und auch jetzt, Wochen nachdem ich das Buch beendet habe, denke ich noch oft an die Geschichte. Es hat mir das Herz wirklich gebrochen und doch liebe ich es wirklich sehr.
    Für mich ein absolutes Herzensbuch, dass ich wirklich jedem empfehlen kann, egal ob jünger oder älter. Meiner Meinung nach sollte man das Buch definitiv gelesen haben.
    5 von 5 Sterne

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    Emmy29s avatar
    Emmy29vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein zuckersüßes Buch voller Emotionen, aber trotzdem einem ernsten Thema, welches geschickt in Szene gesetzt wurde. Kann ich nur empfehlen!
    Ein unglaublich süßes und berührendes Kinderbuch

    Wie jede Nacht , wenn es Sieben Minuten nach Mitternacht ist, klopft das Monster an Conors Scheibe. Es ist uralt, weise – und sein einziger Freund. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und Conor wird von Albträumen geplagt. Und nun ist es an der Zeit Geschichten zu erzählten... 

    Ich muss sagen, ich hatte nicht viele Erwartungen. Hauptsächlich bin ich wegen dem Film auf das Buch gestoßen und dieser hat mich schon angesprochen. Außerdem kenne ich mich noch nicht so in dem Genre Kinderbücher aus – was ich nun definitiv ändern werde.

    Der erste Satz: „Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist.“

    Der Einstig hat mich schon zum Lachen gebracht. Conor ist total jung, verhält sich in manchen Situationen aber wie ein Jugendlicher, was darauf schließen lässt, dass er lernt sich um sich selbst zu kümmern. Er durchgeht im Laufe der Geschichte eine kleine Charakterentwicklung und das hat mir sehr gefallen. Obwohl er noch ein Kind ist, merkt man schnell, dass er trotzdem sehr stark ist und sich selbstständig durchs Leben kämpft. Er wird in der Schule gemobbt  - nur weil seine Mutter Krebs hat. So lernt man auch seine schwache Seite kennen. 
    Als Leser wird man durch die unterschiedlichsten Gefühle geführt und der Autor hat es durch seinen Schreibstil geschafft, dass dadurch die ein oder andere Träne vergossen wird! 
    Also sollte man auf jeden Fall Taschentücher griffbereit haben!

    Neben dem unglaublich süßen Cover gibt es auch kleinere und größere Illustrationen, die in schwarz-weiß gehalten sind und mich auch begeistern konnten. So hat man beispielsweise auch das Monster gezeichnet und konnte sich ein genaues Bild davon machen.  Obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte, dass der Illustrator etwas Farbe benutzen könnte, war es ein schöner Zeichenstil, der auch Erwachsene ansprechen kann!

    Man begleitet Conor also durch seinen Alltag, wobei nachts auf einmal ein uraltes Monster auftaucht, welches aus der Baumsorte Eibe besteht. Es ist anfangs etwas komisch, wie das Monster auftritt, aber nach einer Zeit gewöhnt man sich daran und ich habe es schon ins Herz geschlossen. 

    Anders als gedacht ist es nicht nur eine süße Geschichte, sondern auch etwas, was zum Nachdenken anregt und auch viele Gefühle erweckt. Es ist mal eine ganz andere Geschichte, um einen Jungen mit einer großen Angst und seiner krebskranken Mutter. Darüber hinaus auch von Wut und Schmerz. Das Monster schafft es, dass sich Conor mit seinen Gefühlen auseinandersetzen muss und dabei kommen die Gefühle so laut und unausweichlich rüber, dass man echt schon einmal zu einem Taschentuch greifen muss! 
    Ich finde, Patrick Ness hat hier ein wundervolles Kinderbuch geschaffen, welches man definitiv auch als Erwachsener lesen kann!
    Es ist liebevoll, traurig und zugleich aber auch lehrsam, dass ich es jedem ans Herz legen würde, dieses wundervolle Buch zu lesen!

    Ich habe mir den Trailer zum Film angesehen, aber ich denke, dass es nicht ganz an das Buch rankommen wird. Trotzdem werde ich ihn mir natürlich auch anschauen :)

    Fazit: Dies ist ein unglaublich emotionales Buch über Schmerz, Trauer, Liebe und dem Gefühl alles zu verlieren. Conor muss seinem Albtraum stellen und der Autor hat es so elegant verpackt, dass man einfach nach Taschentüchern greifen muss! Auch die Illustrationen sind einfach nur wunderschön. Das schreit ja nur nach 5 von 5 Sternen :)

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    Liz-liebt-buechers avatar
    Liz-liebt-buechervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Meine Erwartungen gingen in eine ganz andere Richtung, aber es hat mich dennoch umgehauen.
    Spannung, Drama und Horror in einem...

    Zuerst möchte ich anmerken, dass ich etwas vollkommen anderes erwartet habe und im positiven Sinne überrascht wurde. Dies fand ich sehr schön, da ich etwas horrormäßiges erwartet habe und mir die dramatische und traurige Handlung sehr gefallen hat. Ein paar Überraschungen waren außerdem vorhanden und es gab immer mal wieder ein paar spannende Höhepunkte. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, da es recht kurz gefasst ist und mir dadurch ein paar Details fehlen.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die zu Tränen rührt. Deswegen: Taschentücher bereit halten!
    Taschentücher bereit halten

    Conor ist 13 Jahre alt und glaubt nicht mehr an Monster. Allein vor seinen Albträumen fürchtet er sich. Und diese kommen jede Nacht, seit seine Mutter schwer erkrankt ist. Als um sieben Minuten nach Mitternacht jedoch ein Monster bei Conor auftaucht und ihm mit Geschichten seine Weisheit vermittelt will, weiß Conor, dass der Schmerz, der in ihm wohnt, etwas Gefährliches von ihm abverlangt. Doch was, muss er erst herausfinden.

    Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, muss man darauf gefasst sein, dass die Emotionen über einen hereinbrechen. Bei mir war es so, denn was Conor in seinem jungen Alter erleben muss, sollte nicht sein. Die Mutter schwerkrank, muss Conor zu früh erwachsen werden. Wenn es seiner Mutter sehr schlecht geht, kümmert er sich um den Haushalt, macht sich und seiner Mutter essen. Regelmäßig geht er in die Schule und macht seine Hausaufgaben. Begleitet wird er dabei von neugierigen Blicken und Fragen von Schülern und Lehrern. Doch Conor gibt sich tapfer.

    Schon allein dies hat mich unheimlich traurig gemacht, weil Conor, so tapfer und mutig er sich gibt, vollkommen auf sich gestellt ist. Er hat keinen, dem er sich anvertrauen kann, keinen, der ihm hilft, durch die Sache zu kommen.
    Sein Vater ist nach Amerika gezogen, seine Großmutter interessiert sich nur für ihren eigenen Schmerz.

    Doch dann taucht das Monster auf, sieben Minuten nach Mitternacht. Und Conor hat keine Angst. Sondern nur Fragen, die ihm leider noch nicht beantwortet werden.

    Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil, so dass man sich mitten in der Geschichte befindet und auch mitleidet. Ich hätte Conor so gerne in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut wird. Dass er weiter tapfer sein und auch seine Gefühle zulassen soll. Dass er noch Kind sein soll. Dass er alles so toll macht und sich wunderbar um seine Mutter kümmert. 

    Doch leider kann ich dies nicht, deshalb konnte ich ihn nur begleiten auf seinem Weg. Unendlich traurig und mit vielen Emotionen gespickt erlebt man, wie sich Conor auf etwas vorbereitet, was sein Leben nachhaltig verändern wird.

    Der Autor erzählt mit einfühlsamen Worten Conors Geschichte. Dabei schont er aber den Leser nicht.  Die Krankheit der Mutter steht immer im Vordergrund und durch den Einblick in Conors Gedankenwelt erfährt man auch von seinen Ängsten, die er nach außen nicht richtig preis gibt. 

    Die Charaktere haben entsprechend des Themas auch viel Tiefe. Ebenso das Monster, das Conor erscheint. Es wirkt furchteinflößend, entwickelt sich dann jedoch ganz anders als gedacht. 
    Die Geschichte ist unendlich traurig. Und gleichzeitig wunderschön. Das Ende ist von vornherein bekannt, und doch ist es bitter, wenn man die letzte Seite gelesen hat. 

    Die Illustrationen im Buch sind noch mal das Tüpfelchen auf dem I. Denn sie unterstreichen die Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Den zugehörigen Film habe ich noch nicht sehen können und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich diesen sehen möchte. Wenn beim Buch schon solche Emotionen hochkommen, dann will ich nicht wissen, was laufende Bilder bewirken können.

    Fazit:
    Taschentücher bereit halten. 

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    Faancys avatar
    Faancyvor 7 Monaten
    Eine Geschichte, die für jeden geeignet ist.

    Das Buch erzählt eine sehr traurige und dennoch tolle Geschichte. Die ganzen Emotionen von Conor sind so realistisch dargestellt. Alles an dieser Geschichte ist so authentisch dargestellt. Ich mag die Metaphern und die Aussage hinter allem. Es ist so tiefgründig, dass das Buch definitiv nicht nur für Kinder / Jugendliche geeignet ist. Die Gefühle, um die es geht, betreffen jeden Menschen. 

    Allerdings fand ich die Geschehnisse nicht überraschend. Es ist schnell klar, was das Monster darstellt und wo die Geschichte enden wird. Ich fand auch leider, dass die dargestellten Emotionen durch den Schreibstil nicht zum Leser transportiert werden. Ich habe die Geschichte zwar genossen, war aber eher neutral eingestellt. 

    Dennoch ein empfehlenswertes Buch, denn die Aussage dahinter ist für jeden wichtig!

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wie aus dem Leben gegriffene, tragische und bewegende Geschichte. Bei mir sind auf jeden Fall Tränen geflossen.
    Aufwühlend

    "Sieben Minuten nach Mitternacht" erzählt eine sehr unbequeme Geschichte. Man wird mit dem Tod von geliebten Menschen konfrontiert, damit, dass viele Situationen komplexer sind, als man auf den ersten Blick glauben könnte und dass Gefühle durchaus hässlich und zerrissen sein können. Gemeinsam mit dem Protagonisten, einem dreizehnjährigen Jungen namens Conor, wird der Leser gequält, belastet und letztlich bis an die Grenzen getrieben, bis man schreien möchte, dass man nicht mehr kann. Man will vielleicht sogar das Buch beiseite legen, weil die Emotionen so intensiv und belastend sein können, aber letztlich lohnt es sich natürlich, bis zum Ende zu lesen.

    Ich habe wirklich mit Conor mitgelitten; die Krankheit seiner Mutter hat ihm sehr zugesetzt und die Menschen in seinem Umfeld haben die Situation ehrlich gesagt nicht besser gemacht. Er hat Mitgefühl bekommen, ja, aber das war nicht, was er gebraucht hätte und die Besuche des Monsters in den Nächten führen ihm das deutlich vor Augen. Er ist hilflos und glaubt, er muss es mit sich selbst ausmachen. Dabei beweist er eine für sein Alter ungeheuerliche Kraft, was einerseits bewundernswert ist, aber andererseits traurig macht, da er sich in seinen jungen Jahren nicht so fühlen müssen sollte. Mit seinen Familienmitgliedern hatte ich ehrlich gesagt große Schwierigkeiten, obwohl es auch wieder verständlich ist, dass sie in ihrem eigenen Schmerz und ihren eigenen Problemen gefangen waren und dachten, sie tun das richtige. Es ist nie leicht zu wissen, wie man damit umgehen soll.

    Das Monster, das Conor nachts besucht und ihn mit seinem Alptraum und der Wahrheit seiner Gefühle konfrontieren will, fand ich sehr interessant, und lange undurchschaubar, sodass man sich fragt, wozu es eigentlich da ist. Die Geschichten, die es erzählt, können wirklich zum Nachdenken anregen. Sie zeigen, wie kompliziert etwas scheinbar eindeutiges sein kann, dass man mit Dingen in Berührung kommt, die man vermeiden will, obwohl es nicht geht. Es sind harte, aber wichtige Lektionen, nicht nur für Conor, sondern auch für den Leser und der Autor geht damit gut um. Bei diesem Stoff wäre es leicht gewesen, sentimental und kitschig zu erzählen und das wäre je nachdem nicht einmal schlecht gewesen, doch so ist das Buch keineswegs. Er geht sensibel mit den Themen und mit den zerrissenen, teils furchtbaren Emotionen um, die der Protagonist empfindet, doch auch ziemlich direkt und offen, was gut zur Geschichte gepasst und alles noch irgendwie verstärkt hat, sodass das Ende mich zum Weinen gebracht hat.

    Von mir gibt es 4,5 Sterne für eine aufwühlende, nicht immer schöne, aber doch wichtige Erzählung.

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    Reading_far_aways avatar
    Reading_far_awayvor 10 Monaten
    Eine überwältigende und tieftraurige Geschichte über Verlust und Ängste

    Inhalt

    Der 13jährige Conor O'Malley lebt alleine mit seiner krebskranken Mutter. Eines Nachts wird er um 00:07 von einer Stimme, die seinen Namen ruft, aus einem ihm wohlbekannten Albtraum, geweckt. Er macht sich auf die Suche nach dem Besitzer der Stimme und trifft auf ein Monster in Form der Eibe, die in dem Garten seiner Mutter steht. Das Monster verspricht ihm, dass es ihm drei Geschichten erzählen wird, bevor Conor ihm eine vierte, seine Geschichte, erzählen wird. 

    Meine Meinung

    "Geh weg", flüsterte Conor in die Dunkelheit seines Zimmers hinein, um den Albtraum zurückzudrängen und nicht zuzulassen, dass er ihm in die Wirklichkeit folgte. (S.14)

    Das Erste, was mir gleich zu Beginn des Buches aufgefallen ist, ist, dass es extrem atmosphärisch geschrieben ist. Jeder Satz, jeder Abschnitt, jedes Kapitel ist wie durchtränkt von Conors Gefühlen: von der Angst, seine Mutter zu verlieren; der Wut, die Conor angesichts seiner eigenen Hilflosigkeit verspürt; von der Einsamkeit, die Conor empfindet, seit seine Mitschüler von der Erkrankung seiner Mutter erfahren haben. 

    Diese düstere, bleischwere Atmosphäre dieses Buches, die wunderbar untermalt wird von den in Schwarz, Weiß und Grautönen gehaltenen Illustrationen von Jim Kay, führt dazu, dass ich dieses Buch mit einer gewissen Beklemmung gelesen habe. Es war mir von Anfang an klar, wie dieses Buch enden würde und vor allem, dass es mich zu Tränen rühren würde. Aber ich habe nicht damit gerechnet, wie sehr es mich aus der Bahn werfen würde, wie intensiv ich Conors Emotionen nachempfinden würde, und wie stark beeindruckt es mich zurücklassen würde. Patrick Ness gelingt es, diese Gefühlsachterbahn, die jemand durchlebt, wenn ein geliebter Mensch an Krebs oder einer anderen tödlichen Erkrankung leidet, so authentisch, so intensiv und so berührend darzustellen, dass es mich als Leser regelrecht umgeworfen hat. Doch er stellt nicht nur die verschiedenen Emotionen dar, die Conor empfindet, sondern auch, welche Auswirkungen dieser starke Einschnitt in sein Leben auf sein Umfeld bzw auf die Beziehungen zu seiner Familie, seinen Freunden, seinen Mitschülern und Lehrern hat.

    (...) und bevor der Tag halb herum war, schien es, als hätte sich eine Zone um ihn gebildet, ein Niemansland mit Conor in der Mitte, umgeben von Landminen, auf die keiner treten wollte. Mit einem Schlag hörten Mitschüler, die er für seine Freunde gehalten hatte, auf zu reden, wenn er dazukam (...). Er merkte, wie sie flüsterten, wenn er über die Flure ging oder beim Mittagessen saß. Selbst die Lehrer bekamen einen anderen Gesichtsausdruck, wenn er sich im Unterricht meldete. (S.80)

    Und dann ist da auch noch das Monster, das Conor nun immer öfter begegnet, und bei dem ich mich zunächst wie Conor selbst gefragt habe, was es mit seinen Geschichten denn nun eigentlich auf sich hat. Dabei stellt sich heraus, dass das Monster voller Weisheit steckt und für Conor noch eine entscheidende Rolle spielen wird. 

    Geschichten sind das Gefährlichste von der Welt, knurrte das Monster. Geschichten jagen, beißen und verfolgen dich. (S.47)

    Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten, sagte das Monster. Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust. (S.204)

    Das Monster sorgt dafür, dass Conor sich mit seinem schlimmsten Albtraum, mit seinen geheimsten Gefühlen auseinandersetzt und es somit schafft, sich nicht selbst zu verlieren. Die letzten vierzig Seiten des Buches haben den Damm in mir zum Brechen gebracht und ich habe sie unter fließenden Tränen gelesen. Als ich das Buch beendet hatte, musste ich mir direkt ein neues schnappen um dieser tiefen Traurigkeit, die mich erfasst hatte, zu entkommen.

    Ich bin mir sicher, dass dieses Buch noch lange in mir nachhallen wird und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Wichtig ist, dass von diesem Buch eine gewaltige Triggergefahr besteht für alle, die grade den Verlust oder die unheilbare Erkrankung eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. Dieses Buch ist überwältigend und so unfassbar traurig und gleichzeitig unglaublich schön und ermutigend, ich gebe ihm volle fünf Sterne.

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    Luisa1808s avatar
    Luisa1808vor einem Jahr
    Sieben Minuten nach Mitternacht

    Meine Erste Rezension

    Darum geht es: Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein? Meinung: Es war spannend mit zu Erleben wie Conor versucht sein Leben im Griff zu behalten, was sich allerdins als schwierig erweist, obwohl seine Mutter unheilbar Erkrankt ist. Durch die Hilfe eines Ungeheuers überwindet er Schlussendlich seine größte Angst. Dabei zu zu Sehen wie er alldies bewältigt und es am Ende schafft war spannend und zugleich traurig. Die letzen 20 Seiten hatte ich durchgängig Tränen in den Augen. Aber trotzdem war es eine Geschichte die mich zwar nicht ganz überzeugen konnte, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Diese Geschichte zeigt einem, dass man schwierige Zeiten überstehen kann, wenn man sich nur die Wahrheit eingesteht und auf die Menschen um sich herum Vertraut und sich von ihnen Helfen lässt. Auch hat sich das Buch leicht und flüssig durchlesen lassen und einen somit nochmehr in den Bann gezogen. Meiner Meinung nach ein Buch das ich weiter Empfehlen kann und dabei gleichzeitig noch etwas fürs Leben lerne.    

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    Moark41s avatar
    Moark41vor einem Jahr
    Eine kurze, emotionale Erzählung

    Eigentlich weiß man hier von vornherein, worum sich die Geschichte dreht, und wie sie um Conor und seine Mutter ausgehen wird. Denkt man. Und am Ende steht man dennoch überrascht und emotional aufgewühlt da.
    Auf dem Weg dorthin wird spannend und in vielen gut ausgearbeiteten Bildern mit Fantasy-Anwandlungen der Alltag von Conor und seine Art und Weise der Verdrängung, Akzeptanz und Verarbeitung beschrieben. Ein eher kurzes, aber auch sehr gutes Buch. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    safidos avatar

    Unser Blog BOOKWIVES feiert Einjähriges und Ihr bekommt Geschenke.

    U. a. ein Exemplar von "Sieben Minuten nach Mitternacht".

    Einfach dem Link folgen und in den Lostopf hüpfen. :-)

    http://bookwives.wordpress.com/2013/10/18/gewinnspiel-1-jahr-bookwives-%E2%99%A1/
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    Sarlaschts avatar

    Hallo zusammen,
    zwar habe ich das Buch selbst noch nicht gelesen und habe noch einen Stapel, denn ich davor lesen möchte, weshalb ich dachte, ist es doch besser, wenn es zu einem Wanderbuch wird, damit wenigstens ihr euch schon eine Meinung über das Buch bilden könnt. Es ist übrigens die Erwachsenenausgabe mit dem weißen Cover.
    Wer mitlesen möchte, kann sich einfach hier melden. Verschickt wird es dann in der Reihenfolge der Anmeldungen. Und am Ende geht das Buch an mich zurück.

    Erfragt bei eurem Nachfolger die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist, dass hat sich bewährt und schreibt kurz eine Mitteilung in den Thread, wenn das Buch bei euch eingetroffen und weitergeschickt worden ist. Und bitte, bitte behandelt es gut.

    Ein kleines Detail, was ich nicht verschweigen möchte. Ich komme aus Österreich, folglich muss die Person, die das Buch als Letzter liest, damit rechnen, ein etwas höheres Porto zu bezahlen, welches ich allerdings auch zahle, wenn ich das Buch nach Deutschland schicke.

    Mehr zum Inhalt:
    Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor bange den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diese Nacht klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise - und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt. Von da an kommt das Wesen Nacht für Nacht, und allmählich begreift Conor, dass er der einzige Freund ist, der ihm in den schwersten Stunden seines Lebens zur Seite steht. Denn Conor wir zerrissen von der einen Frage, die er sich nicht zu denken und nicht auszusprechen wag. Die Frage, ob er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen darf? Ob er sie nicht gar loslassen muss, um selbst nicht verloren zu sein.

    *** Wie das Wanderbuch funktioniert ***
    Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste. Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Na dann mal los und viel Spaß :)

    PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen:
    http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/

    Sarlascht verschickt:
    1. selenoglaska
    2. Annelchen
    3. lechantsarreta
    4. steffchen3010
    5. schnatterinchen110 (übersprungen - meldet sich nicht mehr)
    6. milasun
    7. Frau Maus
    8. Liebeslenchen
    9. The iron butterfly
    10. manu-83
    11. piubella
    12. Sarius
    13. Rocio
    14. Deli
    15. Looney_Lovegood 
    16. Punxie
    17. LeseJulia  
    18. ankedieleserin  
    19. michaela_sanders 
    20. SonnenBlume     (seit. mindestens 1. August verschickt)   
    21. sissy84

    Zum Thema
    cbj_Verlags avatar
    „Wir müssen die, die wir lieben, manchmal gehen lassen, um sie im Herzen zu behalten.“ Mit „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness möchten wir heute eine etwas andere Leserunde als gewöhnlich starten. Denn dieses Buch hat bei cbj alle so tief berührt, dass wir es als echte Herzensangelegenheit betrachten, die Geschichte an unsere Leser weiterzureichen. Zum Inhalt des Buches: Der 11-jährige Conor hat jede Nacht einen furchtbaren Albtraum, von dem er niemandem erzählen kann und will. Da erscheint eines Nachts ein Monster vor seinem Schlafzimmerfenster. Aber es ist nicht der Schrecken aus seinen Träumen. Dieses Wesen ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um dem Jungen zu helfen. Hier geht es zum Buch-Special mit vielen weiteren Infos (z.B. Trailer und Autoreninterview): http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=28646 Wir möchten mit 20 TestleserInnen herausfinden, ob euch die Erzählung genauso packt und bewegt, wie uns. Ob auch ihr am Ende zu Tränen gerührt wart. Und wir würden gern wissen, warum oder warum es euch nicht so ergangen ist. Wenn wir jetzt eure Neugier auf „Sieben Minuten nach Mitternacht“ geweckt haben und ihr Lust auf außergewöhnliche Fragen und literarische Diskussionen habt, dann bewerbt euch bis zum 8. August. Eine kurze Begründung, warum ihr gern Testleser für dieses Buch wärt, genügt. Wir freuen uns auf eine spannende, tiefgründige und lebendige Diskussion!
    S
    Letzter Beitrag von  Starbucksvor 7 Jahren
    Ein kleiner Junge, eine kranke Mutter, eine finale Wahrheit, die er nicht wahrhaben will: Conor hat es wirklich nicht leicht, seit sich seine Mutter so anders verhält, aber er kann nicht damit umgehen, dass sie schwer krank ist. Jede Nacht sucht ihn ein Monster -eigentlich die alte Eibe hinter dem Haus und vor seinem Zimmerfenster - heim und führt Conor durch seine Sorgen und Ängste. Tags tut er das Erlebt als Alptraum ab, aber es gibt immer Zeichen für die Lebendigkeit der Eibe... 'Sieben Minuten nach Mitternacht' von Patrick Ness und Siobhan Dowd bewegt, rührt zu Tränen, belehrt, trifft wirklich mit voller Wucht. Es zählt mit großer Sicherheit zu den besten oder zum besten Kinderbuch, das ich gelesen habe. Man kann es wirklich kaum aus der Hand legen. Wie es allerdings auf Kinder wirkt, vermag ich nicht genau zu sagen. Es ist so heftig, dass man es vielleicht nur als Vorlesebuch, also gemeinsam mit den Kindern, lesen sollte. Es verlangt auch nach Erklärungen am Schluss. Toll sind auch die z.T. sehr düsteren Illustraitionen, passend zum Thema. Allerdings ist es so traurig, wie das Buch entstehen musste, da die Autorin es ja nicht mehr selbst schreiben konnte. Patrick Ness ist aber ein tolles Werk gelungen, das sicher im Sinne der Autorin war. Es war quasi ihr Abschied an das Leben und ihr Trost an die, die sie im Leben zurückgelassen hat. 'Sieben Minuten nach Mitternacht' hat das Zeug zum Kinderbuch 2011. Es ist das Buch, das mich in diesem Jahr am meisten berührt hat!
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