Patrick Ness The Knife of Never Letting Go

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Inhaltsangabe zu „The Knife of Never Letting Go“ von Patrick Ness

This title is an unflinching novel about the impossible choices of growing up, by an award-winning writer. Imagine you're the only boy in a town of men. And you can hear everything they think. And they can hear everything you think. Imagine you don't fit in with their plans...Todd Hewitt is just one month away from the birthday that will make him a man. But his town has been keeping secrets from him. Secrets that are going to force him to run... (Quelle:'Flexibler Einband/01.05.2013')

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  • The Knife of Never Letting Go - Chaos Walking - Patrick Ness

    The Knife of Never Letting Go

    Lesen_ist

    12. November 2015 um 19:15

    Inhalt Todd Hewitt is the only boy in a town of men. Ever since the settlers were infected with the Noise germ, Todd can hear everything the men think, and they hear everything he thinks. Todd is just a month away from becoming a man, but in the midst of the cacophony, he knows that the town is hiding something from him — something so awful Todd is forced to flee with only his dog, whose simple, loyal voice he hears too. With hostile men from the town in pursuit, the two stumble upon a strange and eerily silent creature: a girl. Who is she? Why wasn’t she killed by the germ like all the females on New World? Propelled by Todd’s gritty narration, readers are in for a white-knuckle journey in which a boy on the cusp of manhood must unlearn everything he knows in order to figure out who he truly is. Meine Meinung Dies ist mein drittes Buch von Patrick Ness. Ich war von »A Monster Calls« und »More than this« ziemlich begeistert, also her mit dem ersten Buch in der »Chaos Walking Trilogy«. Eigentlich sind die Bücher von Patrick Ness für junge Erwachsene gedacht und man könnte meinen, ich wäre zu alt für solche Bücher. Nun ja, ich bin wahrscheinlich kindisch oder einfach nur geistig jung geblieben, weil mich seine Bücher von der ersten Seite an mitreißen, auch wenn der Protagonist nur 13 Jahre alt ist, sowie Todd Hewitt. Todd Hewitt spaziert durch die Felder Richtung Sumpf. Sein Hund Manchee ist dabei und als Erstes erfahren wir, dass sein Hund reden kann! Er wollte den Hund gar nicht, hat ihn aber trotzdem zu seinem letzten Geburtstag bekommen. In 30 Tagen hat er seinen 13. Geburtstag und wird endlich ein Mann. Auf den ersten Seiten erfahren wir auch, dass ein Jahr 13 Monate hat, dass Todd der jüngste ist in Prentisstown, dass es keine Frauen, Mädchen oder Kinder in der Stadt gibt, und das wichtigste von allem; man hört permanent die Gedanken der anderen Männer und Jungs, immer. Sie nennen es »Lärm«. Als ob das nicht reicht, kann man auch die Gedanken der Tiere hören. Da ist es nur sehr schwer Geheimnisse zu haben, wenn man sogar im Schlaf Lärm verursacht. Todd Hewitt befindet sich natürlich nicht auf der Erde. Er ist auf einem Planeten den sie »New World« nennen. Eine Gruppe Menschen hat die alte Erde verlassen und wollte auf diesem Planeten neu anfangen. Aber da gab es die »Spacks«, die Bewohner des Planeten, und dann gab es Krieg und einen Virus, der verursacht, dass Männer Lärm verursachen. Frauen konnten die Gedanken der Männer hören, haben aber selbst keinen Lärm verursacht, sind aber dann sowieso alle gestorben. Liest sich vielleicht verwirrend, ist aber nicht, wenn man einmal in der Geschichte reingelesen hat. Todd Hewitt erzählt aus der Ich-Perspektive und redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Thru, tho und cuz aber auch situashun oder explanashun, vor allem auch viele Doppel Verneinungen. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dadurch, dass die Wörter so geschrieben sind, wie sie gesprochen werden, ist dieses Buch nicht schwieriger zu lesen als andere englische Bücher. Todd wächst einem ziemlich schnell ans Herz, aber das ist bei Ness‘ Protagonisten immer der Fall. Es lässt den Charakter wachsen und an Tiefe gewinnen, je weiter man liest. Das gilt aber für alle Charaktere im Buch. Todd ist ein einfacher Junge, dementsprechend auch seine Gedankenwelt. Es war leicht, sich diesen 13-Jährigen vorzustellen und mit zu fiebern. Er hat nur eine Eigenschaft, die mich schon in Filmen so verrückt macht; es eilt wirklich sehr, er muss weg, steht aber da und stellt Fragen über Fragen, obwohl man ihm schon x-Mal sagte, er muss laufen! Ja, ich weiß, steigert die Spannung, trotzdem zum Haare raufen, weil er es immer wieder macht. Gleich nach Todd kommt sein Hund Manchee. So ungefähr stelle ich mir die Gedanken eines Hundes vor :D Es ist ein toller Hund, so treu, loyal und liebenswert. Dann gibt es den Antagonisten schlechthin, dessen Motivation man einfach nicht versteht, bis es zum Showdown kommt. Bis dahin sollte er mindestens schon zwei Mal tot sein, aber er kommt immer wieder. Patrick Ness hat eine fantastische Welt erschaffen aber auf einer eher psychischen Ebene. Der Planet ist nicht viel anders als die Erde, mit Flüssen und Gebirge, Meer, Sumpf und Felder. Es gibt andere Kreaturen natürlich, aber was so viel anders ist, ist dieser Lärm. Wenn man da hineingeboren wird, wie Todd, ist es vielleicht leichter. Mich würde es wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben. Oder in die Einsamkeit, weil man es nicht mehr hört, wenn man weit genug weg ist von anderen Menschen. Wie man sich diesen Lärm vorstellen muss, sieht man im Bild rechts. Die Gedanken, die Todd hört, sind in einer anderen Schriftart und leicht als solche zu erkennen. Anfangs ist es schwer sich diese Welt auszumalen, aber dann taucht man ab und es wird »normal«. Schwer vorstellbar, ich weiß. Die Geschichte nimmt sehr rasch an Tempo auf, das bis zum Schluss kaum nachlässt. Ness treibt Adrenalin durch den Körper und macht es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Es tauchen immer mehr Fragen auf und als Leser weiß man, dass hier irgendwas nicht stimmt. Todd muss viele gefährliche Situationen überstehen, Enttäuschungen erleben und Verluste erleiden. Er muss auch Verantwortung übernehmen, nicht nur für sich selbst, und wächst daran, entwickelt sich viel zu früh zu einem jungen Mann. Er bekommt immer mehr Antworten auf seine Fragen und muss in einer Welt zurechtkommen, die nicht so ist, wie er dachte. Oft spricht er den Leser direkt an, was einem nur noch tiefer in seine Welt hineinzieht. Das Ende wirft noch mehr Fragen auf, und wenn man Book Two nicht bei der Hand hat, ist das etwas frustrierend. Eine rasante, spannende Geschichte in einer verrückten, fantastischen Welt. Ich würde zur Eremitin werden, nur damit ich in Ruhe ein Buch lesen kann! Ein liebenswerter Protagonist, der aber manchmal doch enervierend sein kann. Ein Antagonist, der einfach nicht umzubringen ist und ein Ende das noch mehr Fragen aufwirft. Ness bricht mir das Herz mindestens zwei Mal, das verzeihe ich ihm vielleicht nie. Das Ende ist ein Cliffhanger, wie es gar nicht schlimmer geht, und das zweite Buch habe ich noch gar nicht! Wird aber auf jeden Fall bestellt.

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  • through the swamp - towards hope

    The Knife of Never Letting Go

    Eloryn

    07. November 2015 um 00:08

    Der zwölfjährige Protagonist Todd Hewitt wächst in einer dunklen Welt auf, umgeben von Lügen und Fantasien, Wunsch und Wahrheit. Denn in Prentisstown kann mittels eines Virus' jeder die Gedanken des Anderen hören, was Geheimnisse und Lügen unmöglich macht - oder eher machen sollte. Todd ist der letzte Junge in Prentisstown und wird an seinem dreizehnten Geburtstag als Mann anerkannt werden und als er sich diesem nähert, ist es Zeit zu gehen. Ben und Cillian, seine Ersatz Eltern, erklären nicht warum oder wohin aber schildern ihm was passiert, wenn er bleibt und Todd verlässt die Stadt, in der er sein gesamtes Leben verbrachte, um seinem Schicksal zu entkommen. Mit ihm geht sein Hund, Manchee, und sie rennen - nicht ohne zurückzublicken. Was ist mit den Frauen der Stadt geschehen? Warum ist es so wichtig, dass Todd seinen Geburtstag erreicht? Und was befindet sich außerhalb von Prentisstown? Im Moor findet Todd ein erstarrtes, angsterfülltes Mädchen und erkennt er muss mit ihr fliehen um sie zu retten. Nicht sehr einfach wenn man bedenkt, dass deine Verfolger jeden deiner Gedanken wahrnehmen können. In einer solch dunklen, gebrochenen Welt rettet die beiden Charaktere ihre Verbindung, ein langsam reifendes Vertrauen und eine Freundschaft die ihnen Hoffnung gibt, ihre Lichter leuchten zu lassen, selbst in einer Dunkelheit die sie zu verschlingen droht. Anfangs konnten sich beide keinen Meter nähren denn für Todd, aus dem eine stetige Gedankenwelle strömt, ist Violas Stille etwas Bedrückendes. Sie erfüllt ihn mit Leere und das beängstigt ihn. Er rückt von ihr ab, hält Distanz weil die Stille alles zu verschlucken scheint: Geräusche, Emotionen, einfach alles. Dieses Mädchen ist ein großes leeres Nichts. Und doch, nach einiger Zeit ist sie alles, alles das er noch hat im Leben. Sein Grund, sein Bestreben, seine Hoffnung. Diese Buch regt zum Denken an wie kaum ein Anderes. Diese Geschichte beruht auf so vielen dunklen Themen - von Sexismus über Unterdrückung bis hin zur Unmenschlichkeit - dass man so viel für diese beiden Charaktere, die von all dem umgeben sind, mitfühlt, sodass jeder Schmerz der beiden einen Selbst schmerzt. Sollte man jemandem das Leben nehmen um sein Eigenes zu retten? Sollte man sich selbst aufgeben um zu leben? Jemanden das Messer ins Herz rammen, damit dein eigenes weiterhin schlägt? Diese Geschichte konfrontiert den Leser mit harten Fragen über Identität, Moral und Wahrheit. Sie ist unglaublich intelligent und komplex und die Eindringlichkeit reicht so tief wie die Messerspitze. Eine unfassbar ungnädige Welt in der so etwas wie Liebe kaum noch am Leben zu erhalten ist - und doch ist dieses Buch gefüllt mit Liebe und Wärme die durch die dunklen Momente hindurchscheinen. "You close yer eyes and as clearly and calmly as you can you tell yourself who you are, cuz that's what gets lost in all that Noise."

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  • The Knife of never letting go

    The Knife of Never Letting Go

    Taschi1020

    13. September 2015 um 11:48

    „Without a filter, a man is just chaos walking.“ Eine Welt ohne Frauen, eine Welt ohne Geheimnisse, eine Welt in der jeder jeden Gedanken jedes Lebewesens hört. Klingt furchtbar? Finde ich auch. Todd ist in dieser Welt aufgewachsen, kurz nach seiner Geburt starb seine Mutter, die letzte Frau im Ort und er ist somit der Jüngste in Prentisstown. Jetzt steht er wenige Wochen vor seinem Geburtstag, der Tag der ihn zum Erwachsenen macht. Er lebt, wie jeder andere in Prentisstown, mit dem Noise-Virus, ein Virus, der dafür sorgt, dass man wirklich jeden Gedanken hören kann, selbst die seines Hundes. Er hat sich daran gewöhnt nie wirklich alleine zu sein und nie wirklich Ruhe zu haben, bis zu dem Tag, als ihm ein Loch im NOISE auffällt. Komplette Stille geht von diesem Loch aus und Todd will heraus finden, was dahinter steckt. The Knife of never letting go habe ich mittlerweile so oft gelesen, dass ich schon gar nicht mehr weiß wie oft genau. Ich liebe das Buch mit seinem neuen Setting und den Ideen und Geheimnissen, die es in sich trägt. Patrick Ness ist manchmal einfach ein Magier der Worte und des Plot-Twists. Alleine schon vom Design ist das Buch ein Highlight. Verschiedene Schriftarten und Schriftgrößen werden zusammengewürfelt um Todds innerstes zusammen zu fassen, die verschiedenen Stimmen bzw. Gedanken die er hört. Es braucht einige Zeit um sich an den Stil, den Ness verwendet, zu gewöhnen. Da verwendet eine Art Slang beim Schreiben, der es manchmal schwer macht, Wörter zu verstehen, vor allem als nicht-muttersprachler, der ich ja nun einmal bin. Er schreibt Todd so, wie Todd spricht. Verschleiert Wörter, in dem er versucht, Aussprache auf Papier zu bringen. Das hat sogar einen thematischen Hintergrund und macht das Buch noch durchdachter, es braucht allerdings ein paar Seiten damit man versteht, dass Ness mit Atenshion Attention meint. Hat man es aber ein paar mal gelesen und verstanden, ist man drin und kann fast flüssig weiter lesen. Ness ist außerdem ein Meister des Herzensbrechen. Ich musste oft wirklich schlucken, weil es manchmal einfach unerträglich war. Ich musste das Buch sogar, obwohl ich wusste was passiert, zur Seite legen, weil ich einfach nicht weiter lesen konnte. Es passt zum Buch und sollte auf keinen Fall anders sein, es war aber trotzdem hart. Fazit: Ein absolutes Muss! Ehrlich, brutal und ein Jugendbuch/Dystopie mit einem ganz neuen Setting. Aber: Taschentücher nicht vergessen.

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  • Jeder kann deine Gedanken lesen...

    The Knife of Never Letting Go

    gra

    ...und dennoch ist die Welt voller Lügen. Todd lebt als Siedler in Prentisstown auf dem Planeten New World.Er ist der letzte Junge in seiner Siedlung, alle anderen sind schon zu Männern geworden und meiden ihn. In der Stadt mit gut 100 Einwohnern gibt es keine Frauen und jeder kann die Gedanken der anderen hören. Grund hierfür ist der Krieg mit den Ureinwohnern des Planeten. Diese haben biologische Waffen eingesetzt, alle Frauen sind daran gestorben und für die Männer ist es die Hölle auf Erden. Außerdem können alle Tiere reden (auch wenn die meisten nichts Intelligentes zu sagen haben, aber darin unterscheiden sie sich ja auch nicht besonders von vielen Menschen). Klingt verwirrend? Ist es auch. Besonders für Todd, der eines Tages im Sumpf etwas völlig Unmögliches findet: ein Mädchen in seinem Alter, das nicht nur quicklebendig ist, sondern dessen Gedanken auch völlig still sind. Bevor er diese Entdeckung verarbeiten kann, bricht seine Welt völlig zusammen. Plötzlich sind alle hinter ihm her und er muss mit dem unbekannten Mädchen fliehen. Das Buch ist aus der Sicht von Todd geschrieben, was ihm eine große Intensität verleiht. Todd ist jung und ziemlich ungebildet aber dennoch einfühlsam und vielschichtig. Der Leser kann miterleben, wie er sich von einem verängstigten Knaben in einen jungen Mann verwandelt, der es schafft, seine Angst zu überwinden. Meine Lieblingsfigur war jedoch Manchee, Todds treuer Hund. Manchee spricht Einwortsätze und diese bringen sein Hundewesen unglaublich gut rüber. Wenn ein Hund reden könnte, wäre es sicher genau so...Die Welt ist ebenfalls faszinierend. Die Vorstellung, die Gedanken aller Menschen in der näheren Umgebung hören zu können, ist interessant und erschreckend zugleich. Die verschiedenen Orte, die wir kennen lernen, gehen mit dieser Herausforderung unterschiedlich um aber ein Patent hat niemand gefunden. Die meiste Zeit des Buches sind unsere Helden auf der Flucht. Hier wiederholten sich die Geschehnisse teilwese. Auch störte mich, dass Spannung teilweise geschaffen wurde, indem dem Leser schlicht Informationen vorenthalten wurden. Das kann ein Autor ab und zu mal machen aber hier war es mir etwas zu viel. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht, da mir die Figuren wirklich ans Herz gewachsen sind.

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    • 2
  • Realistische, glaubhafte YA Dystopie

    The Knife of Never Letting Go

    Wortmagie

    10. July 2014 um 12:45

    Ich weiß nicht mehr, wann und wie ich auf den ersten Band der „Chaos Walking” – Reihe von Patrick Ness aufmerksam geworden bin. Es stand lange auf meiner Wunschliste, weil ich einige Zeit schlicht zu geizig war, es mir endlich zu kaufen. Als ich es dann doch tat, lag das an der in meinen Augen faszinierenden Covergestaltung. Ich hielt das Buch bei Thalia in den Händen, drehte es hin und her. Und da war er. Der Moment, in dem das Licht in einem bestimmten Winkel auf das Cover fiel und ich sah, dass in den Hintergrund Worte gedruckt sind, die man nur unter diesem Lichteinfall erkennen kann. Das gefiel mir so gut, dass ich das Buch mit nach Hause nahm. In New World, in der jeder die Gedanken des anderen hört und Tiere sprechen können, ist es schwer, Geheimnisse zu haben. Jeden Tag seines Lebens ist der 13 – jährige Todd Hewitt mit dem Noise, dem Lärm, konfrontiert. Jeden Tag hört er die Gedanken aller Männer seiner Heimatstadt Prentisstown, obwohl er sonst keine Freunde mehr außer seinem Hund Manchee hat. Denn Männer reden nicht mit Jungen. In 30 Tagen wird Todd selbst endlich zum Mann, endlich wird er wieder dazugehören. Er ist der letzte, der jüngste Bewohner Prentisstowns. Als er jedoch eines Tages einen Ausflug in den Sumpf unternimmt, stellt sich sein Leben völlig auf den Kopf. Er entdeckt die Stille. Ein Fleckchen völlig ohne Noise. Als er seinen Zieh – Vätern Ben und Cillian davon berichtet, überschlagen sich die Ereignisse und Todd befindet sich plötzlich auf der Flucht. Er weiß nicht, warum. Doch schon bald wird er verstehen. Er wird begreifen, was hinter der Stille steckt. Und ihm wird klar, dass auch mit Noise Geheimnisse und Lügen möglich sind. Kennt ihr das Gefühl, dass euch ein Buch die Sprache verschlägt, weil es so dermaßen gut ist? So erging es mir mit „The Knife of Never Letting Go“. Patrick Ness hat eine Geschichte erschaffen, die packend, mitreißend und beeindruckend authentisch ist. Alles ist stimmig und rund; es gibt keine überstehenden Kanten, an denen ich mich hätte stoßen können. Ness‘ Ideen sind nicht nur extrem spannend, sondern auch detailreich durchdacht. Alle Puzzleteile des Buches fügen sich nahtlos ineinander; die Verbindungen sind logisch, Konsequenzen und Implikationen erscheinen niemals an den Haaren herbei gezogen. „The Knife of Never Letting Go“ ist nicht krampfhaft gewollt wie viele andere YA Dystopien, es ist mit Leichtigkeit gekonnt. New World ist keine durchgestylte, perfekt erscheinende Gesellschaft mit einer einengenden Regierung; die Menschen sind Siedler und kämpfen einfach ums Überleben. Sie müssen sich tagtäglich mit den Widrigkeiten des neuen Planeten auseinandersetzen, im Besonderen natürlich mit dem Noise. Diesen schildert Ness bedrückend allgegenwärtig, aber auch so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Er ist der Dreh- und Angelpunkt aller Konflikte; in ihm wurzeln Entwicklung und Spaltung der Gesellschaft. Es erschien mir so naheliegend, glaubhaft und echt, dass die Siedler aggressiv auf dieses Merkmal ihrer neuen Heimat reagierten; dass sie versuchten, jemandem die Schuld dafür zuzuschieben, obwohl niemand etwas dafür konnte. Die Glaubenswelt und Überzeugungen, die daraus entstanden, sind im Protagonisten Todd abgebildet. Er ist so sehr ein Kind New Worlds und Prentisstowns, dass ich dankbar für seine Ich – Erzähler – Perspektive war, denn auf diese Weise konnte ich mich wunderbar in ihn hinein versetzen. Er ist eine äußerst realistische, seinem Alter entsprechende Figur: rotzig und anmaßend, aber auch mutig und zu tiefer Freundschaft fähig. Ness‘ knackiger Schreibstil verstärkt die Darstellung seines Innenlebens durch kurze, eingängige, Comic-hafte Sätze gepaart mit Passagen, die an eine Gedankenflut erinnern. Die Geschichte bekommt erst durch Todd ein Gesicht und Lebendigkeit. So spannend die Aufdeckung der Geheimnisse New Worlds ist, ohne den Schwerpunkt auf Todds Erwachsenwerden und die Entwicklung einer besonderen Freundschaft bliebe sie blass. Darüber hinaus ist diese Freundschaft völlig unbelastet von amourösen Eskapaden. Es geht rein um die Frage, was es bedeutet, einen anderen Menschen wirklich zu kennen und zu welchen Opfern man im Dienste der Freundschaft bereit ist. Ich liebe „The Knife of Never Letting Go“. Es liest sich flüssig, es ist temporeich und ging mir mehrfach sehr zu Herzen. Keine Frage, dass ich weiterlesen möchte. Interessierte LeserInnen möchte ich vor dem Ende warnen: Patrick Ness hat einen zwar passenden, aber schockierenden Cliffhanger eingebaut, der mich ziemlich frustriert hat, weil ich den zweiten Band noch nicht besitze. Das ändert jedoch nichts an meiner Empfehlung. Ich lege dieses Buch allen FreundInnen von YA Dystopien ans Herz, denn es ist einfach fantastisch. Es hat keine unnötige Schwülstigkeit, keine erzwungene, futuristische Gesellschaft; dafür aber jede Menge Gradlinigkeit. Und ich wette, ihr werdet Manchee lieben.

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  • Contemporary Young Adult - Wir lesen zusammen englische Jugendbücher

    Hikari

    Hallo ihr Lieben, zum dritten Mal in Folge, da es viele schöne Leserunden gab, startet ein neues Jahr auch mit ein bisschen englischer Literatur. Contemporary YA heißt im Prinzip nur, dass es Jugendbücher mit einer realistischen Handlung sind, also kein Fantasy o.Ä. Der Ablauf ist sehr einfach: wir sammeln von Zeit zu Zeit Buchvorschläge bis zu einem bestimmten Termin jeder kann 1 oder 2 Bücher vorschlagen jeder der Teilnehmer vergibt unter den vorgeschlagenen Büchern Punkte insgesamt 3 Stimmen mit der Wertigkeit 3 Punkte, 2 Punkte und 1 Punkt das Buch, das die meisten Punkte erhält, besorgen sich dann alle, wenn sie es nicht schon haben, und wir lesen es hier zusammen in einer Leserunde natürlich muss man nicht mitmachen, wenn das gewählte Buch nicht gefällt Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach hier - dann gibt es schnellstmöglich eine Antwort. Für jede Leserunde gibt es dann später immer ein extra Leserundenthema. Bücher, die wir schon gelesen haben und daher nicht mehr vorgeschlagen werden können, sind: Elsewhere - Gabrielle Zevin (2012) The Future of Us - Jay Asher & Carolyn Mackler (2012) Babe in Boyland - Jody Gehrman (2012) Memoirs of an imaginary friend - Matthew Green (2012) The Death of Bees - Lisa O'Donnell (2013) My Life in Black and White - Natasha Friend (2013) Just one day - Gayle Forman (2013) Cracked - K.M. Walton (2013) Before I fall - Lauren Oliver (2014) Aristotle and Dante discover... - Benjamin A. Salenz (2014) AKTUELL: Leserunde beginnt: 15. Juni It's Kind of a Funny Story - Ned Vizzini

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    • 358
  • In Deutschland leider viel zu unbekannt!

    The Knife of Never Letting Go

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. December 2013 um 12:21

    The first thing you find out when yer dog learns to talk is that dogs don't got nothing much to say. (Erster Satz, The Knife of Never Letting Go) Diese englische Taschenbuchausgabe ist für 8.80 € erhältlich und wurde vom talentierten Patrick Ness verfasst. Die schmucke Ausgabe stammt vom Walker Books Verlag. Freuen kann man sich auf 511 Seiten, inklusive einer Kurzgeschichte. Todd ist der jüngste Junge in Prentisstown, da alle Frauen aufgrund einer Seuche starben. Für ihn ist Prentisstown der einzige Ort in "New World", einem Planeten, auf dem jeder die Gedanken des anderen hören kann, auch die von Tieren. Als Todd im Sumpf plötzlich...nichts hört, stellt sich die ganze Welt auf den Kopf. Denn es ist nicht möglich nichts zu hören, der Lärm ist allgegenwärtig und plötzlich muss Todd mit seinem Hund Manchee, Viola dem "nichts" fliehen. Hinter ihm eine ganze bewaffnete Stadt und ein wahnsinniger Priester. The Noise is a man unfiltered, and without a filter, a man is just chaos walking. Und wieder einmal hat Patrick Ness gezeigt, was für ein unglaublich talentierter Schriftsteller ist. Die Geschichte wird aus der Sicht von Todd, dem Protagonisten erzählt und eine dementsprechende Stimme gab Herr Ness diesem Buch mit Erfolg. Oft mehr oder weniger Umgangssprachlich mit kleinen Rechtschreibänderungen und doppelten Verneinungen, alles perfekt eingesetzt, wirkt der Stil nicht gewollt sondern äußerst authentisch. Es ist nicht störend, vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wenn man z.B. -ayshun, anstatt -ation zu lesen bekommt. Es ist höchstens genial. Denn wie sollte man sich darüber wunder, wenn der Protagonist weder richtig lesen, noch schreiben kann? Wieso sollte sich Sprache über Jahre hinweg nicht ändern? Doch nicht nur diese Fragen hat Patrick Ness mit dem grandiosen Auftakt der "Chaos Walking" -Trilogie umgesetzt, er bedient sich auch einiger Stilmittel, sich auf Spannungssteigerung und die Identifizierung mit dem Protagonisten positiv auswirken. Neben Anaphern, wird der Jugendbuchroman auch von Wiederholungen geprägt, was in diesem Fall keineswegs entgegenwirkt. Denn Ness setzt sie gekonnt ein, an Stellen in denen der Charakter nervös, angespannt, überrascht, oder sich in sonstigen, eher negativen, Gefühlslagen befindet, die der Leser dadurch umso besser nachvollziehen kann. Der Protagonist selbst ist eine interessante Persönlichkeit, blieb mir nicht blass, hat seine Schattenseiten wie jeder normale Mensch und wirkt auch ansonsten sehr menschlich und nicht wie eine von vielen oft mehr abgehobenen Figuren, die vor allem in Jugendbücher zu finden sind. Das könnte ich sein, das könnte jemand anderes sein. Todd ist oft schlecht gelaunt, seiner Lage gemäß verhält er sich auch so. Er ist nicht perfekt und Manchee, sein Hund, gegenüber verhält er sich oft nicht gerade wie ein vorbildliches Hundeherrchen. Aber alles in allem lernt man ihn im Verlauf der Handlung gut kennen und verstehen, wobei er mit seinem Sturkopf doch ziemlich liebenswert sein kann und sich in, für die Leser, humorvolle Situationen begibt. 'Member when I said Ben tried to teach me to read? 'Member when I said I wasn't too good at it? Well- Well, whatever. You moosed warren them. Ein weiterer wichtiger Charakter, stellt Viola dar. Sie ist das lautlose Wesen, das Todd im Sumpf begegnet. Ein Mädchen. Für ihn völlig fremd, völlig eigenartig, doch ein toller Nebencharakter, der Todd auf seiner Flucht begleitet. Sie ist mutig, intelligent und eine passende Ergänzung zu Todd. Weiterhin wichtig für die Handlung ist auch Aaron, ein wahnsinniger Priester, der Todd und Viola wie der Teufel persönlich verfolgt. Er ist ein chronisches Stehaufmännchen und für mich genauso furchterregend, wie er für die beiden flüchtenden war. Aber nun zum Höhepunkt des Buches: Manchee. Der kleine Hund ist Todds treuer Begleiter, wobei ich mit treu wirklich treu meine. Ihr kennt das Sprichwort "Der beste Freund eines Menschen ist ein Hund"? Manchee macht dem alle Ehre. Er würde alles für Todd tun, nein macht alles, egal wie mies sich Todd ihm gegenüber verhält. Wenn er mir dem Fuß nach ihm tritt, ist sein einziges Kommentar: Oww, Todd? Oww?. Er spiegelt die Beziehung zwischen Mensch und Tier sehr gut wieder. Liebt er doch sein Herrchen über alles, versteht er nicht, wieso Todd manchmal von ihm genervt ist. Ich liebe ihn! Überhaupt fand ich es sehr interessant, dass er redet, spricht, und man seine Gedanken und die anderer Tiere nach Patrick Ness Vorstellungen hören kann. Die Idee alle Gedanken, von jedem zu hören ist genial und wurde ebenso umgesetzt. Wie würdet ihr mit einem Leben umgehen, in der niemand ein Geheimnis hat und ihr alles über die anderen wisst? But a knife ain't just a thing, is it? It's a choice, it's something you do. A knife says yes or no, cut or not, die or don't. A knife takes a decision out of your hand and puts it in the world and it never goes back again. Haaresträubende Spannung, ein großartiger Stil, eine originelle Idee und mutige Charaktere, machen "The Knife of Never Letting Go" zu einem Buch, das man nicht so schnell vergisst und erst recht nicht aus der Hand legt, noch legen will.

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