Patrick O'Leary Die dritte Tür.

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Inhaltsangabe zu „Die dritte Tür.“ von Patrick O'Leary

Was geschieht, wenn eines Tages eine schöne Unbekannte in der Praxis erscheint und behauptet, sie sei eine Außerirdische? Sie sieht menschlich genug aus, um begehrenswert zu wirken. Was wäre, wenn ihr tatsächlich nur ein Jahr bliebe -- wie sie weiterhin behauptet --, um einen Menschen davon zu überzeugen? Nur dann dürfe sie auf der Erde bleiben. Ihr Therapeut versucht zunächst, ihr Verhalten psychologisch zu erklären, doch schon bald kommen ihm Zweifel, nicht zuletzt dann, als sie ihm ihre viereckigen Brustwarzen zeigt. Sie behauptet so geboren worden zu sein. Unaufhaltsam nimmt ein subtiles Verwirrspiel seinen Lauf. Natürlich verliebt er sich und schläft mit ihr -- wie sich herausstellt, wollte sie die ganze Zeit nur ein Kind von ihm (banal, aber folgenreich!).<p> Der Therapeut verliert zunächst erst seine Mutter, dann seine Geliebte, entdeckt, dass sich eine "Außerirdische" an seinen Bruder herangemacht hat und bekommt von einem seltsamen Einsiedler alle Zusammenhänge erklärt. Leider hat dieser die Eigenschaft, immer mal wieder in andere Zeitströme zu verschwinden und unvermittelt wieder aufzutauchen. Und auch sein Kardinalsvogel spielt eine bedeutende Rolle...<p> Mehr soll hier nicht verraten werden, sonst ist wirklich die Luft raus. Es nützt auch nichts, die letzten Seiten zuerst zu lesen, denn sie ergeben ohne die Vorgeschichte nur wenig Sinn. Immerhin so viel: Die "Außerirdischen" sind Menschen aus ferner Zukunft, schmarotzen von den Träumen der Menschen und landen ab und zu per Zeitmaschine bei uns. Sie sind "nicht nett"! Aber das hängt vom Standpunkt ab.<p> Fazit: O'Leary beginnt sein Buch reichlich umständlich und lässt seinen Ich-Erzähler von seinen Problemen mit dem Leben im Allgemeinen und mit der "Außerirdischen" im besonderen berichten. Erst nach dem ersten Drittel kommt richtig guter Schwung in das Geschehen -- die Szenen werden immer verrückter und unterhaltsamer. Man braucht also am Anfang etwas Geduld, aber es lohnt sich, selbst wenn man weltbewegende Erkenntnisse auch hier vergebens suchen wird. <i>--Michael Matzer</i>
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