Patrick Parrinder

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Cover des Buches The War of the Worlds (ISBN: 0141441038)

Rezension zu "The War of the Worlds" von H. G. Wells

Durch wenig Handlung leider ziemlich langweilig
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


Rezension

Nachdem mir „The Time Machine“ (dt. „Die Zeitmaschine“) von H. G. Wells überraschend gut gefallen hat, hatte ich die Hoffnung, dass es mir mit „The War of the Worlds“ (dt. „Der Krieg der Welten“) genauso gehen würde. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Das Buch war richtig langweilig. Der Autor ergeht sich ausführlichst in Beschreibungen, wie er sich Marsianer vorstellt und erläutert ihr Verhalten und ihre Anatomie mittels wissenschaftlicher Theorien, vergisst darüber aber leider die Handlung. Für die damalige Zeit (Erstveröffentlichung: 1898) ist das Werk mit Sicherheit beeindruckend. Nicht zuletzt hat Wells eine der futuristischen Waffen erfunden, die auch heutzutage noch oft in Geschichten über Alieninvasionen eine Rolle spielen (im Englischen Heat Ray). Ich habe das Werk aber nun mal in der heutigen Zeit gelesen und fand es leider ziemlich langweilig. Das Buch ist auf jeden Fall nicht so zeitlos wie „Die Zeitmaschine“.


Kurze spannende Momente gab es. Immer dann, wenn von einer Flucht erzählt wird. Das formuliere ich bewusst so vage, denn während am Anfang ein allwissender Erzähler über die Ereignisse berichtet, übernimmt irgendwann der Protagonist, der als Ich-Erzähler mal von seinen eigenen Erlebnissen berichtet, mal die Erlebnisse seines Bruders schildert. Besonders als beschrieben wird, wie der Bruder als Teil einer verängstigten, hungrigen Menschenmasse aus London flieht, wobei jeder nur sein eigenes Entkommen im Sinn hat und die Menschen sich gegenseitig tottreten, hat mich die Geschichte kurz gepackt. Das Drama war fesselnd beschrieben. Hätte das Buch mehr davon gehabt, hätte es mir sicher besser gefallen. Leider besteht der Großteil der Geschichte aber aus der Wiedergabe von Gedanken und theoretischen Ideen.


Dem Ende stehe ich zwiegespalten gegenüber. Die Idee fand ich richtig gut, denn da habe ich wirklich gar nicht mit gerechnet. Leider ist es aber so kurz, knapp und plötzlich geschildert, dass es schien als hätte der Autor mitten im Buch keine Lust mehr auf die Geschichte gehabt und schnell 15 Seiten Ende dran gehängt. Es hätte sehr interessant werden können, doch statt den Erzähler die nachfolgenden Entwicklungen und die Konsequenzen der Invasion erleben zu lassen, schildert nur eine Figur ihre Vorstellungen davon, wie die nächsten Jahre und Jahrzehnte ablaufen könnten. Den Punkt, an dem es dazu kommt, erreicht die Geschichte aber nicht mehr. Eigentlich hätte mir das klar sein müssen, denn in Wells Büchern wird immer viel theoretisch, hypothetisch und wissenschaftlich erläutert, statt dass er diese Dinge in der aktiven Handlung zeigt. Trotzdem war ich enttäuscht über das abrupte Ende.


Fazit

Leider fand ich das Buch ziemlich langweilig. Über die vielen wissenschaftlichen Theorien bezüglich Anatomie und Verhalten der Marsianer hat der Autor die Handlung vergessen. Abgesehen von kurzen spannenden Momenten geschieht beinahe gar nichts, alles wird nur in theoretischen Gedankenspielen ausgearbeitet. Das Ende konnte mich zwar überraschen, kam aber so abrupt, dass ich den Eindruck hatte, es würde ein Teil fehlen. „The War of the Worlds“ ist leider nicht so zeitlos wie erwartet und bekommt daher nur zwei Schreibfedern.

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Cover des Buches The Time Machine (ISBN: 0141439971)

Rezension zu "The Time Machine" von H. G. Wells

Eine Zukunftsversion, die mit ihrer Einfachheit besticht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.

Rezension

Ich muss ehrlich gestehen, wäre dieses Buch nicht auf dem „100 Books Scratch Off Bucket List“ Poster aufgelistet, das an meinem Schrank hängt, dann hätte ich es wohl nie gelesen. Ausgewählt wurde es außerdem nur, da Mel von Mrs. Paperlove und ich unsere Listen gemeinsam abarbeiten wollen und uns für den Anfang für das kürzeste Buch entschieden haben. Im Nachhinein finde ich das ziemlich traurig, denn das Buch hat mir, obwohl es ein 124 Jahre alter Klassiker ist, gut gefallen. Es war überraschend unterhaltsam und, obwohl ich mich an die englische Version gewagt habe, gar nicht so schwierig zu lesen.


Der Geschichte ist ihr Alter durchaus anzumerken, so ist es nicht. Am deutlichsten wird dies wohl daran, dass das Buch kaum aktive Handlung enthält. Stattdessen gibt der Erzähler, bei dem es sich nicht einmal um den Zeitreisenden, sondern um eine unbekannte andere Person handelt, den neun Kapitel andauernden Monolog des Zeitreisenden wieder, in dem dieser von seinen Erlebnissen in der Zukunft berichtet. Zugegebenermaßen habe ich oftmals vergessen, dass ich einen Monolog lese und nicht aktuell beim Geschehen dabei bin. Deshalb war das Buch stellenweise wirklich spannend. Ich habe mitgefiebert und gebannt die weiteren Entwicklungen verfolgt. Gegen Ende wurde es regelrecht dramatisch. Hin und wieder, wenn der Zeitreisende sein Publikum beispielsweise direkt anspricht, wurde mir allerdings ins Gedächtnis gerufen, dass es sich lediglich um eine Erzählung handelt. Von Zeit zu Zeit fand ich diese Erzählweise etwas ermüdend.


Ein anderer Punkt, der mir aufgefallen ist und in dem ich meine Notizen zu dem Buch nur zitieren kann: „Damals wurde noch echt viel gedacht.“ Wells' Vorstellung davon, wie die Welt im Jahr 802 701 aussieht, fand ich sehr interessant. Am meisten fasziniert hat mich jedoch, dass er sich ausführlich Gedanken darum gemacht hat, wie es dazu kam. Der Zeitreisende, der aufgrund der veränderten Sprache weder mit den Eloi noch mit den Morlocks kommunizieren kann, stellt zu seinen Beobachtungen immer wieder Theorien mit möglichen Herleitungen auf. Es werden Tendenzen in der Entwicklung der britischen Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts weitergesponnen. Zwar ist die Erzählung dadurch teilweise etwas theorielastig, aber die möglichen Hintergründe zu verstehen, fand ich sehr spannend. Darüber hinaus besticht Wells' Zukunftsversion mit ihrer Einfachheit. Das Buch kommt ohne futuristische Technologien aus und schafft eine faszinierende Zukunft einfach auf Basis der möglichen Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Das hat mir deutlich vor Augen geführt, wie überladen moderne Dystopien oftmals sind.


Fazit

Dieser alte Klassiker war überraschend unterhaltsam und hat mir gut gefallen. Zwar ist dem Buch sein Alter anzumerken, da die Geschichte in einem sehr langen, teilweise etwas ermüdenden Monolog geschildert wird, aber meist war die Handlung trotzdem spannend. Außerdem fand ich Wells' Zukunftsversion faszinierend. Sie kommt ohne futuristische Technologien aus und basiert lediglich auf der Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Mit interessanten Theorien und wissenschaftlichen Verweisen wird diese Entwicklung zudem erläutert. „The Time Machine“ hat mir überraschend gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.

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