Patrick R. Ullrich Mission Herodes - Die vier Reiche

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Inhaltsangabe zu „Mission Herodes - Die vier Reiche“ von Patrick R. Ullrich

Die Schläfer erwachen. Ihr Ziel - ein magisches Kind. Dem alten Magier, Wenduul von Thule, träumt es von einem Kind. Jenes Kind ist ohne Vater und Mutter in die Welt gekommen und in ihm schlummert eine Macht, groß genug zwei Welten zu retten oder sie in ihr Verderben zu stürzen. Und der freie Wille des Menschen ist sein Privileg. Als die Schläfer erwachen, das Kind zu töten, begibt sich der greise Erzmagier auf eine letzte Reise. Seine Misson: Das Mädchen zu retten. Der Auftrag der Schläfer: Die Mission Herodes.

Interessant, aber dennoch abschreckend...

— Abby90

Fantasie u. Geschichte, Elfen u. Nazis! Der Autor kündigte es an und hielt Wort. Atemberaubender Auftakt zu einem vielschichtigen Werk!

— CarolinOlivares

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen! Fantasy gegen Real, Gut gegen das wirklich Böse, Zauberer und Elfen gegen Nazis- einfach super

— Buecherseele79

Hervorragend, macht Lust auf mehr

— renie

Phantastisch real, real phantastisch!

— DerStadtchronist

Ein Ausnahmebuch- ein Ausnahmeautor - Chapeau!

— Heidelinde12

Super Buch. Spannung bis zum Schluß so das man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

— KalleEn

Es ist sehr gut.

— Tinse

Ein fesselndes Buch das man nicht aus der Hand legen kann. Dieser Mann kann schreiben überdies einer der echten Erzähler.

— L4A

Gutes Buch...

— Jasmin98

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  • Ein Buch, wie zwei Seiten einer Münze...

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Abby90

    21. January 2016 um 11:58

    Meine Meinung: Auf dieses Buch, bin ich durch eine Wanderbuch-Aktion gestoßen. Ich muss sagen, ohne diese, hätte ich es wahrscheinlich nicht einmal beachtet, aber so konnte ich perfekt herausfinden, ob dieses Buch sich für mich eigenen würde. Da es natürlich Fantasy ist, fällt es eigentlich sogar in mein Beuteschema, aber bei diesem Buch ist meine persönliche Meinung recht gespalten, denn zum einen finde ich die Mischung richtig gut ausgearbeitet, zum anderen jedoch auch abschreckend kreiert. Zum einen finde ich die Idee; Elfen, Zwerge und Magier in das dritte Reich zu versetzen ziemlich interessant umgesetzt, aber da ich persönlich nicht gerade gute Erfahrungen damit gemacht habe, hat sich das letzten Endes auch negativ auf mein Leseverhalten ausgewirkt. Zudem empfand ich es auch zum Teil sehr gewaltvoll, sodass ich einige Stellen eher mit erschrecken als mit empfänglicher Vorfreude gelesen habe. Zur eigentlichen Story allerdings, möchte ich hier nichts weiterschreiben, da der Klappentext an sich, leider sehr viel hergibt. Alles in allem ist es jedoch ein lesenswertes Buch, das jedoch nicht jeder lieben wird. Was hier vermutlich auch an der Thematik an sich liegen wird. Ich für meinen Teil, belasse es bei diesem Buch, wünsche aber den anderen Lesern ganz viel Spaß damit. Zudem hat sich dieses Buch für die bereitete Lesezeit ganze 4 Stöberkisten verdient.

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  • Atemlos! High-Fantasy und Nazigeschichte in einem multidimensionalen, parallelweltlichen Setting!

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    CarolinOlivares

    21. May 2015 um 13:18

    Dass in seinem Roman Fantasie und Nazigeschichte miteinander verwoben werden, hat der Autor von Anfang an nicht verschwiegen. Faszinierend ist die Art und Weise wie er es tut. Mit Mission Herodes, erstmalig 2013 als E-Book bei Amazon erschienen, hat Patrick Ullrich den ersten Band einer Tetralogie vorgelegt. Gleichzeitig handelt es sich um die Vorgeschichte zu seinem Fantasy-Epos.   In der frühmittelalterlich anmutenden Gesellschaft einer Welt, die aus den Reichen der Menschen, Elfen, Zwerge und Orks besteht, tritt Wenduul, der alte Magier des Königs von Thule, eine gefahrvolle Reise an. Er sucht ein Kind, ein Mädchen, an dessen magischen Fähigkeiten auch die Elfen und die unter dem Zeichen der Swastika reitenden Ritter des Ordens der Eugenier Interesse haben. Die kleine Gruppe der erwachten Schläfer setzt alles daran, es zu töten. Die Handlung umfasst alle Bewegungen und Erlebnisse der beteiligten Akteure bis zum Showdown. In der Marktstadt Bacholder entbrennt am Ende ein Kampf, der darüber entscheidet, welcher Seite sich das Kind anschließen wird. Gerade noch High-Fantasy endet die Geschichte im Jahre 1918 nach der Kapitulation der Deutschen mit einem Gespräch zwischen Anhängern von Adolf Hitler. Unbestrittene Hauptperson ist der kantige, mitunter griesgrämige Wenduul. Begleitet wird er von Wasrim, dem Baumgeist, gebändigt in einem seltsamen Gefängnis. Weitere wichtige Personen sind das Kind ohne Namen; Keleb, der junge König von Thule; der Elfenfürst Luthien; Rotgard von Fenhuuk, Sturmbannführer der Eugenier sowie die schöne Anoush und Dietrich, der die Schläfer anführt, und seltsam fremdartig wirkt in der Welt der vier Reiche.   Letztendlich dreht sich auch dieses Fantasy-Epos um den uralten Kampf zwischen Gut und Böse, eine beliebte Allegorie in zahlreichen Genres. Die Frage ist, wie der Autor das Thema umgesetzt hat. Der Leser befindet sich sofort in einem aufregenden, komplexen Gefüge. Ausgetragen wird der zentrale Konflikt auf mehreren Ebenen. Eine derartige Inszenierung funktioniert nur, wenn der innere Aufbau der Welt, in der sich die Geschichte abspielt, mehrere Dimensionen umfasst. Auf jeder Ebene knistert es, kündigt sich Unheilvolles an. Alles beginnt in der Sphäre, wo übernatürliche Mächte ihre geheimnisvollen Pläne schmieden, setzt sich fort bis zu den Reihen der mit Magie begabten und Mächtigen, endet schließlich bei den einfachen Akteuren, viele von ihnen nur Marionetten. Auch das ist nicht ganz neu, aber seltener und kann gehörig daneben gehen. Der Erzähler muss seine komplexe Welt beherrschen! Patrick Ullrich tut es! Eine weitere Facette zeigt sich, denn Mission Herodes spielt in einem Universum, das mindestens zwei Parallelwelten in sich vereint, die Welt der vier Reiche und die Welt der Erde im Jahre 1918. Auch derartige Werke hat es schon gegeben, aber die Verquickung zwischen einer Fantasiewelt und jener konkreten Geschichtsepoche, die uns Deutsche in besonderer Weise berührt, ist meines Wissens neu. In einer solch komplexen Struktur besteht die dramaturgische und sprachliche Herausforderung an den Erzähler nicht zuletzt darin, das, was geschieht, lebendig darzustellen. Außerdem muss die Geschichte so kraftvoll sein, dass sie das multidimensionale, parallelweltliche Setting auch ausfüllt. All das gelingt nach meiner Auffassung, und zwar in erster Linie durch die Anlage der Figuren. Da finden sich Archetypen wie der weise Magier, der gute, junge König und der geheimnisvolle, naturverbundene Elfenfürst. Aber alle Haupt- und wichtigen Nebenfiguren zeichnen sich in gleicher Weise durch psychologische Tiefe aus. Der Leser lernt, neben wenigen Wesen anderer Spezies, echte Menschen kennen, mit ihren Eigenarten, Stärken und Schwächen. Einige von ihnen, allen voran Wenduul, machen auf dem Weg zum Showdown eine intensive Entwicklung durch. Ausgelöst und getragen wird diese durch die individuelle Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen Gut und Böse. Dass zwischen den beiden abstrakten Polen alle Schattierungen von Grau existieren, und die Entscheidung für „das Gute“ immer wieder neu herausgefordert wird, steht nie in Zweifel. Durch diese persönlichen Krisen und Dramen wird der Hauptkonflikt, die klassische Katastrophe, vorbereitet und gleichzeitig „befeuert“. Bei Wenduul und dem Kind wirkt sich die Austragung der individuellen Konflikte massiv auf andere und die Umgebung aus. So kämpft der alte Magier mit den Seelen der Schläfer, wodurch nicht nur das Wetter beeinflusst wird. Aus Zorn und Schmerz über den gewaltsamen Tod der Zieheltern wird das magische Kind zur Herrin des Feuers. Der große Konflikt entwickelt sich zügig, spitzt sich konsequent zu. Gleichzeitig erzeugen die persönlichen Konflikte zusätzliche Spannung. Am Ende atmet der Leser auf, als sich endlich alles entlädt, im Kleinen und im Großen. Erzählt wird in einer detailreichen, ausdrucksvollen Sprache. Immer ist der Erzähler darauf bedacht, klar zu formulieren. Dies geht zusammen mit einem ausgeprägten Hang zum gründlichen Beschreiben. Hier zeigt sich nach meiner Auffassung eine kleine Schwäche. Die mitunter minutiöse Beschreibung von Situationen und Abläufen, die man sich auch mit weniger Vorgaben vorstellen könnte, behindern das Kopfkino des Lesers. Auch der sprachliche Fluss gerät an diesen Stellen in leichtes Stolpern. Sehr ansprechend sind dann wieder dezent altmodische Redewendungen und Ausdrucksweisen, die gut zum frühmittelalterlichen Kontext passen. Das gesamte Geschehen, obgleich sehr komplex, bleibt schlüssig. Logische Brüche, Zeitfehler oder allzu freie Interpretationen von religiösen undr geschichtlichen Bezügen sind mir nicht aufgefallen. Trotz der opulenten Inszenierung bleibt die Handlung im Großen und Ganzen klar, lediglich zum Ende hin geschieht alles zu schnell und verliert an „Konturen“.   Was nach der Lektüre bleibt, ist ein durchweg positiver Gesamteindruck. Einen wesentlichen Anteil daran haben Lektorin und Korrektorin wie auch diejenigen, die für Cover, Satz und Layout verantwortlich zeichnen. Die Geschichte stimmt inhaltlich, die Sprache fließt, Spannung wird geschickt aufgebaut. Was versprochen wurde, wird auch eingehalten. Beanstanden konnte ich nur wenig und diese Details wiegen für mich nicht so viel wie der Blick auf das Ganze.   Das Allerwichtigste ist am Ende aber, inwieweit eine Geschichte den Leser „packt“. Mission Herodes hat mich fasziniert. Dem Ende sah ich mit einer gewissen Atemlosigkeit entgegen. Daher vergebe ich 5 Sterne. Geeignet ist das Buch für Leser, die anspruchsvolle Fantasy mögen, Spaß an Bezügen zu Religion, Mystik und Geschichte haben. Die Verbindung von Fantasy und Nazigeschichte, wohlgemerkt nicht, um letztere zu verherrlichen, sondern um das, was da geschehen konnte, einmal von einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, finde ich persönlich aufregend und spannend. Natürlich lese ich die Folgebände.    

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  • Mission Herodes von Patrick R. Ullrich

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Buecherseele79

    01. April 2015 um 18:00

    Es ist vollbracht und ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung für dieses Buch aussprechen! Zu Anfang ist es etwas schwer in die Geschichte einzusteigen und den ein oder anderen wird die sehr alterstümliche Sprache "zusetzen", sie erinnert an Tolkien- ich persönlich mag diese Art des Schreibens und habe daran auch sehr Gefallen gefunden.(Keine Sorge, im Verlauf der Geschichte hebt sich das dann auch auf ;) ) In diesem Buch findet man alles was die Fantasywelt zu bieten hat- Könige, Baumgeist, Zauberer, Elfen, Zwerge, am Rande werden auch Orks genannt- und alles dreht sich um das überall gesuchte Wesen in Gestalt eines Mädchens welches unglaubliche Kräfte entfesseln kann. Die Geschichte baut an Spannung mehr auf und auch der Humor ist in diesem Buch auf keinen Fall zu verachten, besonders gefällt mir hier der Baumgeist Wargrim :) Sehr spannend und interessant ist die Paralelle zu "unserer Welt" und Geschichte, hier steigt man zu Ende des ersten Weltkriegs ein und geht dann auf die Hitlerzeit zu, für mich eine sehr spannende Kombination die es so kaum zu geben scheint. Ich freue mich auf die weiteren Bände und bin sehr gespannt wie es weitergeht mit Wenduul dem Zauberer und dem Baumgeist Wargrim und vor allem wie sich das Mädchen machen wird und welche Entscheidung es treffen wird wenn die Zeit doch gekommen ist.... Meinen absolut tiefsten Respekt an Patrick R. Ullrich für sein supertolles Buch und ich bin gespannt auf Deine weiteren Bände!!! :)

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  • Ein überraschendes Lesevergnügen!

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Tinse

    01. July 2014 um 20:16

    So ein wirklich großer Fantasykenner, geb‘ ich zu, bin ich nicht. Was mich zu dieser Story greifen ließ, war die ungewöhnliche Themenkombination… Was hat das Dritte Reich in einem Fantasyroman verloren? … Und da ich mich zu amüsieren hoffte, hat - schwupps - Frau Neugier ihn mir in die Hand gedrückt. Erwartungen hatte ich jetzt keine und 290 Seiten sind auch nicht zu viel zum eben mal nebenbei schmökern. Zur Handlung selbst möchte ich jetzt keine Worte verlieren, das kann der Klappentext besser, zumal alle handelsüblichen Zutaten für eine Fantasygeschichte vorhanden sind: Ein Magier, ein König, Elfen, Zwerge, Götter, ein magiebegabtes Kind, jede Menge Bösewichte, die hinter ihm her sind und außerdem ein sehr finsterer Ritterorden.. Vielmehr möchte ich anmerken, was ich nun überraschend und außergewöhnlich fand. Es wird eine schöne Geschichte erzählt, sie weiß zu fesseln, ohne dass man es bemerkt. Die Sprache bleibt distanziert, unaufdringlich, elegant zurückhaltend, bisweilen sogar – der Autor möge mir verzeihen – auch ein wenig steif. Manchmal liest es sich ein wenig wie ein Theaterstück, Ludwig Tieck hat sich seinen Vatermörder zurechtgebürstet und soeben ein frisches Fässchen Tinte aufgemacht. Er wird gleich Shakespeare übersetzen.. Allerdings tut dies der Gesamtatmosphäre keinen Abbruch, denn noch ist man nicht so richtig mit dieser Welt vertraut. Die Tore zu ihrem Verständnis tun sich aber auf durch die Charaktere, mit denen der Erzähler sie bevölkert. Diese Geschichte lebt von ihren Charakteren, sie wird durch sie lebendig und wahrhaftig und man kann Patrick Ullrich nur dafür danken, dass er sie nicht von der Stange gefertigt, sondern wirklich Maß genommen hat. Dass er sich in sie einfühlt und sie eigenwillig, dennoch echt sein lassen, organisch gewachsen darstellen kann ohne wirklich ins Stereotype oder Karikierende abzugleiten, ist etwas Seltenes und lässt die Freude, die er an ihnen hat, auf den Leser überspringen. Eine gute Prise Humor sorgt dafür auch in den Dialogen und macht es einem leicht, die Figuren liebzugewinnen (Meine ist übrigens ein schräger Baumgeist..). Man ahnt ihr Potential, ohne dafür allzu sehr in die Tiefe gehen zu müssen. So kann die Welt drumherum sich wie von Geisterhand selbst entfalten, man kann darin allmählich eintauchen, so dass man überrascht wird, wenn der Plot plötzlich Fahrt aufnimmt und wirklich spannend wird. Das atmosphärische Gefühl, was sich dabei einstellt, entfaltet eine ganz eigene Magie und erinnert in ihrem Charme an eine Mischung aus Star Wars und Herr der Ringe, abgerundet mit einem Touch DSA. Ich für meinen Teil will wissen, wie es weitergeht und freu' mich auf den nächsten Band.

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  • Das eBook "Mission Herodes" gratis. Immer.

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    PatrickRUllrich

    Wir, d.h. der Verlag, die Agentur und ich selbst, haben uns entschlossen "Mission Herodes", das Prequel zur real fantasy Saga "Die vier Reiche" grundsätzlich gratis anzubieten. Es soll für alle, auch für finanziell Benachteiligte, den Einstieg in Kelebs, Wenduuls und Beros Welt bilden. Nichts geschieht nur aus einem Grund alleine und da sich die Mission, auf allen möglichen Piratenplattformen, größter Beliebtheit erfreut hat, verschenken wir sie lieber selbst.  Vorerst, bis Libreka in den verschiedenen shops gelistet hat, nur im Schatzkistlein des Verlags 3.0, unter:  http://buch-ist-mehr.de/verlag-3-0/schatzkiste/ebooks/ Da hat es auch noch andere hübsche Geschichten zum Nulltarif.

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    • 5
  • Mission Herodes - Eine Rezension

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    DerStadtchronist

    Ich lese, seitdem Ich Bücher halten kann. Zu Hause fühle Ich mich in erster Linie im Bereich Phantastik, sprich "Fantasy" und "Sci-Fi"-Literatur, haben es mir angetan. Auch vor Groschenromanen, oder fürchterlich schlechtem Geschreibe machte Ich nicht halt, konnte man solche Kleinigkeiten doch schön nebenher lesen, wenn zum Beispiel Tolkiens "Herr der Ringe" anstand, oder der "Flusswelt"- Zyklus von Farmer. Ich habe zig Fantasy-Reihen gelesen, stellvertretend nenne Ich hier den Shannara-Zyklus von Brooks, der mir in guter Erinnerung geblieben ist. Auch den Wüstenplaneten habe Ich gelesen, einzelne Sci-Fi-Autoren zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen, Ich glaube Ich habe alle grossen Autoren gelesen, Asimov, Lem, Heinlein und wie sie alle heissen. Irgendwann kennt man jede Geschichte, hat sie in irgendeiner Form schon einmal gelesen, und man neigt als geübter Leser zur Langeweile, man ist der x-ten Rettung der Prinzessin nach Schema F überdrüssig. Wenn man sich dann doch einer Geschichte widmet, die sich an Altbekanntem orientiert, und man bleibt nach den ersten paar Kapiteln am Ball, so spricht das schonmal für den Autor, denn die Geschichte muss neben einem vernünftigen, dem Genre angemessenem handwerklichen Hintergrund etwas haben, das auch den abgeklärten "Szene-Leser" noch fesselt. Für mich persönlich war das zuerst die Sprache. Anklänge von Werken, die Ich während der Schulzeit lesen musste, vermischen sich hier mit der Sprache meiner Lieblingsautoren wie Tolkien oder Hans Bemmann (Stein und Flöte), die Ich ohne Zwang immer und immer wieder las. P. Ullrich schafft Anklänge an die grossen Autoren der phantastischen Literatur, gleichzeitig erinnere Ich mich beim Lesen unwillkürlich an die kleinen gelben Reclam-Heftchen, die mich während meiner Schulzeit begleiteten, bzw "verfolgten", muss Ich wohl eher zugeben. Trotzdem, oder vielleicht grade deswegen, kann man den Ullrich so flüssig "runterlesen"; die Mischung ist einfach gut abgestimmt. Für mich steht ausser Frage das P. Ullrich auch ausserhalb des Genres "Phantastik" schreiben könnte. Eine "heimelige" Sprache trifft hier auf eine flüssige und klare Ausdrucksweise, die ohne überflüssiges Schmuckwerk grade daher kommt. Da erfreut es natürlich umso mehr, das Herr Ullrich seine Geschichte der Vier Reiche genre-übergreifend gestaltet hat. Ich erinnere mich nur an einige wenige Bücher, die einen Bezug zur realen Ebene haben, und dabei nicht das eine zu Lasten des anderen vernachlässigen. In dem Moment, wo mir als Leser klar wurde, das Dietrich von Bochuum aus unserer Realität stammt, und sich im weiteren Verlauf der Twist ereignet, der auf die Ereignisse des zweiten Weltkrieges zusteuert, wurde mir das Buch zum zweiten Male zum geliebten Taschenwärmer. Wenn Herr Ullrich diese Melange aus handwerklichem Verständnis, einer tollen Sprache und den Verquickungen mit unserer Realitätsebene aufrecht erhält, werde Ich in den Pausen zwischen den nächsten Teilen der Vier Reiche unter starken Entzugserscheinungen leiden. So, das war der offizielle Teil. Nu ma Butter bei die Fische: Ein hessischer Tanzlehrer(!) soll sowas geschrieben haben? So einer kann vielleicht n Purzelbaum von nem dreifachen Rittberger unterscheiden, aber niemals hätte er ein solch tiefes Verständnis der Magie erreichen können, als das er in der Lage wäre, Wenduuls Magie so detailreich zu beschreiben. Auch war die Situation in Thule damals so verworren, das selbst die Elfen zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Lage waren, die Ereignisse um den eugenischen Ritter wirklich abschätzen zu können. Der Erzmagier selbst zog völlig ungewiss über den Ausgang der Unternehmung, ins Feld. Und sowas will sich einer ausgedacht haben? Einer, der nicht einmal in seinem Leben ein Schwert getragen hat, geschweige denn, der Magie mächtig ist? Guter Herr Patrick Rolf Ullrich, Ihr seid ein wahrlich begabter Possenreisser, das will Ich zugeben, habt Ihr es doch geschafft, dem Publikum die thulische Realität als eure eigene Erfindung zu verkaufen. Trotzdem müsst Ihr unter vier Augen gestehen, das Ihr nur die Tagebücher des Geistgreifers und der Lichtwirkerin gefunden habt, und nun wahre Ereignisse als Eure eigene Erfindung ausgebt. Der Rest ist ja Geschichte. Nach ein paar Humpen Fenndaaler Totentraube würdet Ihr das doch zugeben, oder? Der thulische Stadtchronist, Meister Bodiin 01/2014

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    • 2
  • Ein Lesegenuss

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    camperdowner

    11. November 2013 um 20:26

    Ich mochte Fantasy nie. Aber „Mission Herodes“ ist da etwas anderes, eine für mich faszinierende und neue Welt, die einerseits phantastisch, andererseits real ist. Dies ist derart geschickt miteinander verwoben, dass meine Skepsis nach den ersten Seiten restlos verschwand – ich war gefangen. Der Schreibstil, die Wortwahl, die Zeichnung der Figuren, der durchaus nicht unbedingt "gängige" Humor und die Handlung sorgten dafür, dass ich schnell lesen wollte, um zu erfahren, wie es weitergeht, aber andererseits langsam, denn die Abwesenheit von Anglizismen und „Modewörtern“ wirkt außerordentlich wohltuend auf mich als Liebhaber der deutschen Sprache, ein Hochgenuss.  Interessant ist die Verknüpfung zur jüngeren deutschen Geschichte, ein Experiment, was mich sehr neugierig macht.

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  • Mission Herodes- Die vier Reiche von Patrick R. Ullrich

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Jasmin98

    07. November 2013 um 18:20

    Inhalt:Die Schläfer erwachen. Ihr Ziel - ein magisches Kind. Dem alten Magier, Wenduul von Thule, träumt es von einem Kind. Jenes Kind ist ohne Vater und Mutter in die Welt gekommen und in ihm schlummert eine Macht, groß genug zwei Welten zu retten oder sie in ihr Verderben zu stürzen. Und der freie Wille des Menschen ist sein Privileg. Als die Schläfer erwachen, das Kind zu töten, begibt sich der greise Erzmagier auf eine letzte Reise. Seine Misson: Das Mädchen zu retten. Der Auftrag der Schläfer: Die Mission Herodes. Meinung: Ich fand das Buch gut. Es war gut zu lesen und Spannung war auch genügend da. 

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  • Ein bemerkenswertes Buch! Vielversprechend, Spannunggeladen! Ausdrucksstark!

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Heidelinde12

    27. October 2013 um 02:14

    »Mission Herodes – Von Geistgreifern und Lichtwirkern« ist der Auftakt zu einer großen vierteiligen Saga um die Befreiung der Menschheit von der Geisel der Unterdrückung. Es ist ein hoffnungsvoller vielversprechender Auftakt und macht Lust auf mehr. Zu wünschen ist, dass der Autor Patrick Ullrich die Spannung, die Neugier und die Lust der Leserschaft die ganze Saga über aufrechterhält. Das Buch ist faszinierend, beeindruckend, lyrisch, äußerst spannungsgeladen und mit viel Herzblut geschrieben. Meinen Respekt Patrick Ullrich! Die Protagonisten sind sehr ausdrucksstark und expressiv signiert, sie leben. Kopfkino pur und einfach exzellent! Ich war während des Lesens mitten unter ihnen, wurde in die Handlung einbezogen. Habe mit ihnen geliebt, gekämpft, gehasst, war traurig, furchtsam und hatte Hoffnung, ich war eine von Ihnen! Eine, die DAS KIND DER HOFFNUNG für eine bessere Zukunft, kennen lernen durfte. Sehr gewagt und meines Erachtens erfolgreich und klug gemeistert, hat der Autor den Brückenschlag zur deutschen Geschichte der Zeit um 1918, der Gründung der Thule-Gesellschaft, einer völkisch-antisemitisch orientierte Organisation und zum Nationalsozialismus. Gekonnt, ohne erhobenen Zeigefinger, warnt Patrick  Ullrich mit der Handlung seines Buchs »Herodes« vor einer möglichen Wiederholung. Patrick Ullrich ist als Autor vielversprechend, ich sehe ihn in naher Zukunft in der Reihe der Namen der bekannten Autoren wie J. R. R. Tolkien, Clive Staples Lewis und Bernhard Hennens! Chapeau  Patrick R. Ullrich!  

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  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 12238
  • Leserunde zu "Mission Herodes - Die vier Reiche" von Patrick R. Ullrich

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Verlag30

    Mission Herodes - das Prequel zu der Fantasy-Reihe "Die Vier Reiche". Geschickt verknüpft der Autor History und Fantasy. Dürfen Elfen Nazis küssen? Das ist die große Frage.  Das eBook als ePub oder Mobi gibt es kostenlos in der Schatzkiste. Und hier noch der Trailer: 

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    • 14
  • Mission Herodes

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    AnnaLange

    17. October 2013 um 13:37

    Meine Meinung: Ich fand das Buch sehr gut geschrieben, es wurde flüssig geschrieben, daher konnte man es in einem Ruck lesen.
    Die Charaktere wurden gut beschrieben hätte ein bisschen mehr erwartet, aber das war nicht schlimm.
    Was ich auch gut fande (was mir auch wichtig ist) das die Geschichte nicht vorrausschauend war.
    Es war spannend und nicht langweilig.

  • Eine stete Bemühung

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Schnatterinchen

    21. September 2013 um 17:01

    „Nichts geschieht aus nur einem Grund.“ Dieses Zitat stammt vom Autoren selbst, von der Chaosthteorie ist’s schon ne weise Erkenntnis vom Herrn Ullrich. „Mission Herodes“ ist das Prequel zum Auftakt der Tetralogie „Die vier Reiche“. Es ist eine Real Fantasy Saga des 20. Jahrhunderts. Was das sein soll? Nehmen wir das oben erwähnte Jahrhundert, den historischen Hintergrund gegen Ende des ersten Weltkrieges, lassen tolkiensche Geschöpfe wie Zwerge, Orks und Harry Potters Freund „Dumbledore“ in ähnlicher Gestalt wirken und magiersche Fähigkeiten unter Beweis stellen und wird die Feder geführt von Ullrich, et voilá: Dann haben wir die Real Fantasy, welche keinem Abklatsch all des bereits genannten gleichkommt. Mehr noch – der Hintergrund der Story provoziere gerade zu, dass jene Geschöpfe sich der Mission der Welt stellen. Es gibt einen Kontinent und menschenlose und von Menschen bevölkerten Ländereien. Thule und Borkenland zählen zu Letzterem. Wogegen Elbmarken, das Höhlenreich und die Zwergenlande wohl zu Ersterem gehören. Njörndaal, zu den Menschendörfern zu zählen, ist klein und erinnert sehr an ein Dorf, welches einem Dorfklischee nur zu gut beikommt. Nur hierbei gibt es einen Unterschied, es gibt zwar Streit, doch auf anderer Ebene, es gibt zwar Gerede, doch ohne Gelebe. Hier eine kurze Erklärung: Es fühlt sich in mehrfacher Hinsicht oberflächlich an wie ein Dorf, Figuren agieren zumindest so, doch Umrisse geraten ins Farblose, Schwenker und Vergleiche werden gezogen, sodass man den Eindruck hat, das Lyrische in der besonderen Sprache steht im Fokus, nicht aber die Umgebung, das Vermitteln von Gefühl, Raum und Zeit beim Lesen. Was ich damit sagen will? Njörndaal ist etwas Besonderes. Mit Menschen, welche weniger Fehler und mehr Tugenden haben, gestaltet sich so ein oberflächlich normales Schein-Dorfleben. Aufgerüttelt wird dieses durch ein kleines Mädchen, das der Köhler Mors im Wald entdeckt und mit nach Hause zu seiner Frau Ariane und ins Dorf bringt. Doch die „[Kind's Träume hatten die]beunruhigende Eigenart […], in Erfüllung zu gehen.“ (S. 22). Diese als Eigenart bezeichneten Träume des Kindes, welches noch namenlos ist, nehmen eine perpetuuische, sich selbst steigernde Wandlung an im Fortschreiten der Handlung. Es erregt zudem Aufmerksamkeit. Wie sollte es hierbei auch anders sein? Sowohl für die „gute“, als auch die „böse“ Seite. Beide Seiten haben eine Absicht – das Kind in den eigenen Besitz zu bekommen. Um nicht vorwegzugreifen, wie es ausgeht, wird hier nichts erwähnt. Bedenken sollte man dennoch eines: Das, was sich einzigartig als gut erweist, kann im nächsten Moment kippen, denn jeder Person, jede Seele, welche sich klar auf einer Seite positioniert, kann genauso schnell zur anderen wechseln oder im Zwiespalte stehend, Zweifel an der eigenen Mission säen. Geistgreifer Wenduul, Ehrenbürger von Felsenherz, formal erster Magier des Königs der Zwerge, gesegnet mit auffallend „stechend grünen Augen“ (S. 37), sucht verzweifelt nach einem Nachfolger und glaubt diesen in den umstrittenen Fähigkeiten des Kindes gefunden zu haben, welche sich bisweilen noch unschlüssig sind, ob im Guten oder schlechten Sinne zu handeln. Denn Wut und Zorn, ebenso wie Freude, wenn auch gar ab und an der kindlichen Natur, lassen es handeln. Doch auch seine Liebe kommt nicht zu kurz, so ist es Ariane für ihren steten Glauben und Mors für sein starkes, temperamentvolles Auftreten, sehr dankbar, entschließt sich aber Njörndaal zu verlassen, eingeengt von seiner Natur und von des Dorfes Boswillen. Als sie sieht, dass selbst ihre geliebte Ariane noch Angst bekommt vor ihr, war der Wille gefestigt. Es flieht, weg von all jenen Leuten, welche sie ohnehin nie mochten oder gar nett behandelten. Dabei war es nur um deren Wohl besorgt! Auch mit seinen Träumen … Ein ab und an falsch gesetzter Gutwille Verständnis für das Kind aufbringen zu wollen, der zu Unglaubwürdigkeit und einem Schmunzeln in mir führte, war schlichtweg störend. Dies zog sich bedauerlicherweise durch das gesamte Werk. So macht sich Wenduul auf, das Kind zu sich in seine Obhut zu bringen, bevor es in die falschen Hände gerät. Die Gegenseite bleibt nicht untätig und Gordred, der ehrgeizige Haushofmeister Kelebs und Kanzler des Reiches, ließ seine Mitstreiter nicht lange ohne Kunde über den Verlauf der Dinge. Keleb Feuerbart, von 31 jungen Jahren, ist der König von Thule. Zwar dient Wenduul ihm, dennoch ist eine freundschaftliche Basis zwischen beiden und beiderseits das Misstrauen gegen Kanzler Gorded vorhanden. Gleich zu Beginn des Prequels ist ein kurzer Ausschnitt aus dem „Elfengeflüster“ zu lesen, in welchem die Elfen über den Verlauf der noch anstehenden beziehungsweise selbst am Ende von „Mission Herodes“ noch ausstehenden Verlauf der Dinge philosophieren. Die Elfen als „wundersam“ (S. 43) bezeichnet wollen abwarten und den Dingen ihren Lauf lassen, dem Menschen ihren Schicksal sozusagen überlassen. Landschaftsbeschreibungen sowie die vielgestaltige Art und Weise die Sichtweisen aller handelnden Personen darzustellen, vermag besonders durch die altertümliche Sprache und des Autors Verspieltheit einen eigenen Touch zu bekommen, sodass ein hastiger Lesefluss, gleichklingend und einem Märchen nahekommend, entsteht. Eine Besonderheit ist hier auch hervorzuheben: Die zwiespältigen Dialoge zwischen Meistermagier Wenduul und seinem hölzernen Stück, der per Berührung gedanklich mit dessen Besitzer und Meister kommuniziert, sind nicht nur amüsant, sondern auch süffisant und geben dem Werk einen ganz eigenen Stempel, welcher nicht nur mir als Leser, sondern auch sicher vielen anderen Lesern, ein breites Grinsen oder gar ein Lächeln über die Lippen zaubern kann. Nichtsdestotrotz geben die Dialoge vom Inhalt her über Wenduuls Vergangenheit mehr preis, als ihm wohl lieb ist, denn sein sonst so groß angelegter Panzer, gerät hierbei in den Hintergrund. Was bleibt ist die Wahrheit, ehrliche Dialoge zwischen einem Wissenden und Weisen, wenn auch allmählich Greisen. Denn auch Meister Wenduul hat eine schwere Vergangenheit, auch selbstverständlich mit Fehlern behaftet, zu tragen. Gerade bei der Suche nach dem Kind begegnet man als Leser der Vielschichtigkeit der Geschichte. Begriffe wie „Sturmbannführer“oder „Sturmmann“, die Vision von Verbrennungen, Panzern, Lagern und all diese Figuren einte eines – „[...dies war] ein übergroßes Verlangen, die völlige Abwesenheit von Skrupeln und – sehr spezielle Fähigkeiten.“ (S. 78). In Kelebs Reich erwachten sie, die Schläfer, die Prototypen der uns bekannten SS. Jeder Herrscher braucht Handlanger, Figuren, welche seine Befehle ausführen, ohne dass man sich selbst die Hände schmutzig machen musste, so gehörten die Schläfer jedoch keineswegs zu Keleb, sondern zu den Eugenier. Jener Orden, welcher narzistische Züge durchaus bereits in der Vergangenheit vertrat, wie König Keleb bei dem Hinweis Luthiens, des Elfen, welcher ihm eine Kunde aus dessen Reich überbrachte, herausfand. Denn die früheren Aufzeichnungen des eugenischen Ritterordens gaben einen Pseudobezug über real historische Gemeinsamkeiten mit der uns bekannten Zeit des Nationalsozialismus. Soll auch hier heißen: Es war nicht immer klar, was war. Ein brisantes und spannendes Thema, mit welchem sich Ullrich hier auseinandersetzt und das auf einer fantastischen Ebene, mit welcher vielleicht Kinder die Gefährlichkeit dessen, was sich hier verbirgt, spielerisch auf dieser Ebene nähern, lernen können. Vielleicht. „[Bereits zu Zeiten des Egenier Königs] wehklagten die Mütter von blonden Knaben und Mädchen, denn die Ritter entrissen sie den Familien und nahmen sie mit sich. Nur solche von gutem Wuchs und mit blauen Augen wählten sie und nicht selten knüppelten sie die Kranken und Dummen, Lahmen und Blinden nieder und zu Tode, denn sie entsprachen nicht dem Bilde Araas’ und ihr Leben erschien ihnen nicht wert.“ (S. 132). Was bring dieses Kind, was wird es für ein Schicksal tragen? Wie viel Vertrauen ist gerechtfertigt, ab wann werden vielleicht die Elfen einschreiten? Was werden die Orks von dem Nachkömmling Wenduuls halten – was wird das Kind selbst mit seiner Aufgabe anfangen können? Es bleiben Fragen zurück, mit Vorfreude auf reine Neugier über den weiteren Verlauf der Dinge im Reiche Thule, Zwergenland, dem Höhlenreich, der Elbmarken und dem Borkenland. Fazit? Ullrich war jedenfalls stets sehr bemüht ein fantastisches Innenleben mit dem Reallive zu verbinden.

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  • Lesenswert

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Jeanette_Peters

    In Mission Herodes trifft die Welt der Fantasy auf unsere Welt zu Beginn des 20ten Jahrhunderts. Beide Welten werden gekonnt miteinander verknüpft und verschmelzen zu einer Einheit die in einer eigentümlichen Symbiose zueinander zu stehen scheinen. Die Figuren sind Charmant und legen einen ansprechenden Humor an den Tag (besonders hat mir hier Wargrim gefallen). Allerdings erinnert „das Kind“ und die Geschichte um eben jenes mich ein wenig an Jeanelle Angelline aus die Schwarzen Juwelen. Es gab die ein oder andere Parallele, die mich hat schmunzeln lassen. Dennoch besitzt jede Figur einen eigenen Charakter und jede von ihnen hat ihre eigenen gut nachvollziehbaren Beweggründe. Man lernt sie kennen und gewinnt sie lieb, hasst sie, steht ihnen skeptisch gegenüber. Genau die richtige Mischung, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Mit der Sprachwahl hatte ich zu Anfang so meine Probleme. Es wirkte stellenweise etwas gezwungen, besonders am Anfang des Buches und den ein oder anderen Satz musste ich zwei mal lesen, um sicher zu gehen, mich nicht verlesen zu haben. Das lässt aber bald schon nach und die Sprachwahl wirkt flüssiger. Ob dies nun so war, weil ich mich eingelesen habe, oder weil es wirklich so ist, kann ich nicht sagen, das subjektive Empfinden spielt dabei schließlich immer eine große Rolle. Die Unterteilung des Buches ist in verschiedene Teile ermöglicht immer wieder einen kleinen Breake. Auch in der Geschichte selbst gibt es immer wieder kleine Ruheinseln für den Leser, die kleine, lustige oder anrührende Begebenheiten beinhalten. Das Erzähltempo erhält dadurch eine angenehme Geschwindigkeit, die einem auch mal die Möglichkeit gibt durchzuatmen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass es sich bei Mission Herodes um eine spannende Geschichte handelt, bei der ich gespannt bin, wie es weitergehen wird. Schon nach dem ersten Teil haben sich Lieblingscharaktere herausgebildet und ich bin sehr gespannt, wie diese sich entwickeln werden :). Ich bin auf jeden Fall bereits auf die Fortsetzung gespannt.

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    • 3

    Jeanette_Peters

    05. September 2013 um 18:33
  • Ich kann nur sagen: Lest es!!

    Mission Herodes - Die vier Reiche

    Angelika243

    02. September 2013 um 16:27

    Ein richtig tolles Buch. Ich war regelrecht gefesselt an das Buch und habe gestaunt, gelitten, gezittert, mitgefiebert und gelacht. Zum Schluss ein Zeitsprung nach 1918 zur Thule-Gesellschaft. Leider war es dann zu Ende. Man darf gespannt sein, wie es beim nächsten Teil "Die Legaten" weitergeht, besonders auf den Spagat zwischen Fantasy und deutscher Geschichte. Ich sitze jetzt auf heißen Kohlen und warte...

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