Patrick Redmond

 4.2 Sterne bei 436 Bewertungen
Autor von Das Wunschspiel, Der Schützling und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Das Wunschspiel (ISBN:9783442055265)

Das Wunschspiel

 (254)
Erschienen am 13.06.2005
Cover des Buches Der Musterknabe (ISBN:9783442463176)

Der Musterknabe

 (76)
Erschienen am 13.11.2006
Cover des Buches Der Schützling (ISBN:9783442455300)

Der Schützling

 (79)
Erschienen am 24.03.2004
Cover des Buches Die Gottesanbeterin (ISBN:9783442466948)

Die Gottesanbeterin

 (33)
Erschienen am 19.05.2008
Cover des Buches Das Wunschspiel: Psychothriller (ISBN:9783955308353)

Das Wunschspiel: Psychothriller

 (1)
Erschienen am 23.09.2016
Cover des Buches Der Schützling: Psychothriller (ISBN:9783955308469)

Der Schützling: Psychothriller

 (0)
Erschienen am 23.09.2016
Cover des Buches Das Wunschspiel = The Wishing Game . (ISBN:B008CUR5UI)

Das Wunschspiel = The Wishing Game .

 (0)
Erschienen am 01.01.2000
Cover des Buches The Wishing Game (ISBN:9780743461443)

The Wishing Game

 (6)
Erschienen am 06.10.2003

Neue Rezensionen zu Patrick Redmond

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Rezension zu "Der Schützling" von Patrick Redmond

Nicht gut umgesetzt, plump geschrieben
Viv29vor einem Jahr

Nachdem ich von Redmond "Das Wunschspiel" über die Jahre hinweg gleich mehrfach gerne gelesen habe, war ich auf "Der Schützling" sehr gespannt. Dann leider sehr enttäuscht. Die grundlegende Idee ist die Gleiche wie beim Wunschspiel - ein etwas mysteriöser Charismatiker sucht sich einen schwächeren Charakter, bindet ihn an sich, erleichtert sein Leben, nimmt ihm die Freiheit und duldet die Lösung dieser "Freundschaft" nicht. Schade, daß der Autor sich da nichts Neues einfallen ließ. Allerdings ist "Der Schützling" von den Umständen und Charakteren noch hinreichend anders, daß die mehrfache Verwendung des gleichen Konstrukts nicht unbedingt störend sein muß.

Positiv vermerken kann ich, daß man leicht in das Buch reinkommt, für eine ablenkende Lektüre bei einer Zugfahrt war es gerade richtig. Der Anfang läßt sich auch gar nicht übel an, auch wenn alles etwas plump daherkommt. Der an Geld und Beziehungen reiche Max sucht sehr offensiv die Freundschaft des jüngeren Michael, der privat und beruflich etwas wacklig dasteht. (Die Ablehnung, die die Familie von Michaels Verlobter für ihn empfindet, wird uns mehrfach übertrieben und wiederholend dargestellt - diese Szenen gehörten mit zu den plumpsten des Buches).
Während Michael von Max mit Hilfe und materiellen Wohltaten überschüttet wird, möchte der Leser natürlich gerne erfahren, warum dem so ist und welche dunkle Entwicklung dies nehmen wird. Nun, Max' Motiv wird recht schnell erklärt, so rasch und offen, daß ich sicher war, daß noch etwas kommen müßte. Das war aber nicht der Fall. Das Motiv wird dann auch im Buch immer wieder erwähnt, wie überhaupt vieles mit der mehrfachen Holzhammermethode daherkommt. Die Charaktere präsentieren uns ihre Motive, Ängste, Vorgeschichten uä alle ausführlich auf dem Silbertablett, gerne auch mehrfach. Während "Das Wunschspiel" erfolgreich mit Atmosphäre, Subtilität und sich allmählich entfaltenden Informationen spielte, kommt hier alles platt daher. Das beginnt schon damit, daß die meisten Absätze lieblos mit einer knappen Zeitangabe versehen werden. "Mittwochnachmittag. x tat y." Die Beschreibung der Atmosphäre erschöpft sich bei Lokalen immer wieder in der Bemerkung, daß es "vor Yuppies wimmelte". Max' Reichtum wird bei jeder Gelegenheit erwähnt.
Auch die Dialoge und viele Handlungen sind plump und oft nicht nachvollziehbar. Wenn man beim Lesen ständig denkt "Kein Mensch würde sich so verhalten", ist das Lesevergnügen sehr beeinträchtigt. Die Charaktere sind eindimensional. Max bekam die zwei Leitmotive des Zigarrenrauchens und der charmanten Stimme, die beide im Laufe des Buches überstrapaziert werden.

Auch sonst wimmelt es vor Wiederholungen und irrelevanten Details, zu vielen Nebencharakteren. Es reicht nicht, daß zwei Leute sich etwas zu Essen bestellen, jedes Gericht wird erwähnt. Vier Buchkäufer, völlig irrelevant für die Geschichte, werden über eine halbe Seite hinweg beschrieben. Wenn zwei Telefonmitteilungen auf dem Tisch liegen, von denen eine wichtig ist, werden trotzdem beide genau beschrieben. Jemand schaut bei der Arbeit nicht einfach nur einen Vertrag an, wir erfahren auch genau, was der Vertrag regelt. So kann man 500 Seiten natürlich auch füllen.

Die Geschichte wird allgemein viel zu sehr in die Länge gezogen. Irgendwann hat der Leser Max' Muster und Vorgehensweise durchschaut und die Szenen, in der er seine Charme auf andere spielen läßt, werden langweilig und vorhersehbar. Auch die anderen Szenen wiederholen sich mit kleinen Abweichungen so oft, daß ich irgendwann nur noch enerviert war. Die ständigen Rückblicke mehrerer Charaktere auf ihre Kindheitstraumata, die detaillierten Gedanken darüber, wie sie Liebe sehen, wie sie geliebt werden möchten....alles viel zu viel.

Zum Ende hin gibt es einen kleinen Überraschungseffekt, aber letztlich war die Entwicklung der Geschichte nicht überraschend, hätte wesentlich straffer und besser erzählt werden können.

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Rezension zu "Das Wunschspiel" von Patrick Redmond

Sehr gelungener Psychothriller mit leicht übernatürlicher Note
Viv29vor einem Jahr

"Das Wunschspiel" ist ein Buch, welches ich schon mehrfach mit Vergnügen gelesen habe. Während der Prolog schon deutlich macht, daß es um dunkle Geheimnisse und mehrere Todesfälle geht, fängt die Geschichte selbst recht gemächlich an. Die Atmosphäre in einer englischen public school Mitte der 1950er Jahre wird ausgiebig geschildert, die relevanten Charaktere vorgestellt. Dies ist trotz des ruhigen Tempos alles andere als langweilig. Die Schüler haben sofort interessante und gut differenzierte Persönlichkeiten: der verschüchterte, aufgrund seiner einfachen Herkunft drangsalierte Jonathan; sein loyaler Freund Nicholas; James, dem es Spaß macht, andere zu quälen und der dafür auch zwei tumbe Gehilfen hat; Richard, der sich von allen fernhält und mit einer Mischung aus Selbstbewußtsein und Arroganz sogar die Lehrer verunsichert.

Wir erfahren viel darüber, wie die ungesunden Dynamiken innerhalb einer solchen Schule funktionieren, wie selbst die brutalsten Quälereien nicht "gepetzt" werden dürfen, wie einflußreiche Eltern ihre Söhne vor gerechten Strafen schützen. Dazu die fast durchweg autoritäten Lehrer, das strenge Verhaltenskorsett der Schulregeln. Jonathan paßt hier aus vielerlei Gründen nicht hinein und möchte hier auch gar nicht sein - seine ausweglose und beängstigende Lage wird gut geschildert, ebenso wie die allgemeine Unbarmherzigkeit an der Schule. Das alleine ist schon lesenwert, nun kommt aber allmählich der Psychothriller-Aspekt hinzu, als es ausgerechnet diesem schüchternen Jonathan gelingt, sich mit dem selbstsicheren Richard anzufreunden. Warum der, um es gelinde auszudrücken, misanthrope Richard so schnell von Reserviertheit zu enger Freundschaft wechselt, fand ich nicht hinreichend überzeugend dargestellt, aber das ist nicht sonderlich störend. Schnell wird deutlich, daß diese Freundschaft, die Jonathan zu Anfang eine ganz neue Stärke gibt, eine sehr ungute Seite hat, die allmählich überhand nimmt. Die dunklen Seiten Richards kommen immer mehr hinaus, die beiden Jungen geben sich zudem Experimenten mit einem Ouija-Brett hin, die wohl schnell zu unerwarteten Folgen führen.

So wächst die allmähliche Atmosphäre der Bedrohung und ist gut geschildert. Einige seltsame Unglücksfälle geschehen und befreien Jonathan von seinen Peinigern, lassen aber die Zweifel daran wachsen, ob es sich hier um wirkliche Unglücksfälle handelt, oder ob Richard nicht seine Finger im Spiel hat. Auch einige der Lehrer werden allmählich in das Netz der Bedrohung hineingezogen. Sie haben dunkle Geheimnisse, mit denen sie unter Druck gesetzt werden. Anders als die Schüler, die sofort vielseitig und interessant dargestellt wurden, fand ich die Abschnitte über die Lehrer bis fast zum Ende hin ziemlich langweilig. Die Persönlichkeiten blieben blaß, die Gespräche bestanden fast nur aus Andeutungen, was schnell ermüdend wurde. Auch war es etwas seltsam, daß alle betroffenen Lehrer & ihre Ehepartner dunkle Geheimnisse hatten - das ist doch etwas zu praktisch. Einige der Dialoge zwischen den Ehepartnern trieften zudem vor Kitsch, was angesichts der sonst guten Dialoge des Buches auffiel.

Nach und nach steuert das Buch dann auf das große Finale zu. Jonathan erfährt Beunruhigendes über Richards Psyche, Richard sieht seine Macht über Jonathan in Gefahr und letztlich spitzt sich alles so zu, daß es plötzlich ziemlich viele Tote und einige Verletzte gibt. Das war mir persönlich zu viel - ein Overkill im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem alles mit psychologischer Finesse aufgebaut wurde, wirkt das Ende etwas plump. Die übernatürliche Komponente bleibt bis zum Ende vage, wird nicht komplett aufgeklärt, was ich auch etwas schade, aber nicht unbedingt störend fand.

Im Ganzen ist "Das Wunschspiel" ein intelligenter aufgebauter Psychothriller mit ausgezeichneter Schaffung von Atmosphäre und Charakteren (jedenfalls den Jugendlichen). Wäre diese Finesse bis zum Ende durchgehalten und nicht zu Gunsten des Overkills aufgegeben worden, wären die Erwachsenen mit der gleichen Sorgfalt gezeichnet worden wie die Jungedlichen, dann wäre es perfekt gewesen. So aber ist es immerhin schon nahe dran.

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Rezension zu "Der Musterknabe" von Patrick Redmond

Spannender Psychothriller
Honigmondvor einem Jahr

Zum Klappentext:
Dunkel, gespenstisch, atemberaubend – ein Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche. Ronnie und Susan sind ein Traumpaar, strahlend und schön. Niemand ahnt, dass ein schreckliches Geheimnis sie verbindet, dass ein teuflischer Plan sie für immer zusammen schmiedet. Doch eines Tages wird Susan die Bindung zu eng und sie möchte sie lösen. Aber Ronnie lässt das Liebste, das er hat, nicht einfach gehen. Er zeigt sein wahres Gesicht – mit entsetzlichen Folgen . ..

Mein Leseeindruck:
Ich hatte das Glück, das Buch mit Rezensionsauflage zu lesen und bin total begeistert. Vom Buch "Das Wunschspiel" habe ich bisher nur positives gehört und gelesen, kenne das Buch jedoch nicht. Daher war ich neugierig auf dieses Buch von dem so gelobten Autor. Mich erwartete ein spannendes, zeitweise auch schockierendes Buch, was mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Schreibstil des Autors ist einfach toll und hat mich nun sehr neugierig auf seine anderen Werke gemacht.

Mein Fazit:
Ein spannendes Buch und ein genialer Autor. Von mir gibt es hierfür eine eindeutige Leseempfehlung.

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