Das Parfum

von Patrick Süskind 
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Das Parfum
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Positiv (7354):
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Genial!

Kritisch (769):
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Ja, ich habe es gelesen, aber vom Hocker hat es mich nun nicht gerissen.

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Inhaltsangabe zu "Das Parfum"

Zum 30-jährigen Jubiläum erscheint der Weltbestseller und der Erfolgsfilm ›Das Parfum‹ in einer schönen Geschenkausgabe: die spannende Geschichte – märchenhaft, witzig und zugleich fürchterlich angsteinflößend – vom finsteren Helden Grenouille.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257069334
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:25.03.2015
Das aktuelle Hörbuch ist bei Litraton erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Nala73s avatar
    Nala73vor 2 Stunden
    Kurzmeinung: Ein großer Klassiger der einfach eine Pflichtlektüre ist. Verständlich geschrieben
    Gehört fast zur Pflichtlektüre

    Jean-Baptiste Grenouille, der von seiner Mutter inmitten des Fischmarktes von Paris auf die Welt gebracht wird, erlebt eine harte Kindheit. Doch der unscheinbare Junge hat eine einzigartige Gabe: Er kann jeden noch so außergewöhnlichen und...

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    Wortverzaubertes avatar
    Wortverzaubertevor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Unterhaltsam, schockierend, nachdenklich!
    Genie und Wahnsinn ganz nah beieinander

    Inhalt

    Jean-Baptiste Grenouille ist kein stattlicher Mann. Er fällt niemanden auf der Straße auf. Er ist sozusagen jemand, den man gut und gerne leicht übersieht. Doch er hat eine besondere Gabe, die ihn von allen anderen Menschen auf der Welt unterscheidet. Er kann riechen und die Gerüche, die er aufnimmt, in ihre Einzelteile zerlegen. Dies macht ihn zu einem Genie auf dem Gebiet der Düfte. Mit der Zeit hat er sich so viele Gerüche angeeignet, dass er in seinem Inneren eine eigene kleine Bibliothek der Düfte eröffnen könnte.
    Doch Jean-Baptiste möchte mehr. Er möchte selbst Düfte kreieren. Dazu braucht er aber eine Ausbildung bei einem Parfümeur. Da kommt ihm plötzlich der Zufall zu Hilfe. Einer der ehemals angesehen Parfümeure der Stadt Paris steckt nämlich in der Bredouille. Er möchte hinter das Geheimnis des gerade angesagtesten Parfums kommen. Jean-Baptiste nutzt diese Stunde und nennt diesem nicht nur die Bestandteile, sondern mischt auch das Parfum zusammen. Damit hat er sich einen Platz als Geselle bei Baldini.
    Grenouille will aber noch mehr. Er will ein ganz speziellen Duft entwickeln. Dieser soll ihn beliebter bei den Menschen machen und gleichzeitig über diese erheben. Dafür tut er alles...
     
    Mein Eindruck
    Ich fand das Buch einfach lesenswert. Als ich es schon in der Schule lesen musste, war ich begeistert. Jetzt hat es mich wieder von Neuem geflasht. Die Geschichte von Grenouille ist spannend, widerlich und an manchen Stellen sogar komisch. Auch hat die Hauptfigur ihren eigenen Reiz. Jean-Baptiste ist kein gewöhnlicher Mensch. Er besitzt unterschiedliche Facetten, die zu bestimmten Zeiten ans Tageslicht treten. Er ist sowohl ein Genie als auch ein durchtriebener Schurke, der es faustdick hinter den Ohren hat.
    Seine Selbstfindungsreise - nach seiner Gesellenzeit - zeigt deutlich, wie Grenouille selbst mit sich die ganze Zeit gehadert hat und was ihn eigentlich ausmacht. Ihn macht sein Talent - die Gerüche bis aufs kleinste in ihre Bestandteile zu zerpflücken - aus. Diese Gabe ist sowohl Segen als auch Fluch. Er kann die fantastischen Parfums kreieren. Doch treibt ihn sein Talent immer weiter bis zum Äußersten. Diese Mischung macht den Protagonisten so einzigartig und faszinierend.
     
    Fazit
    Patrick Süskind erzählt auf lebendige Art und Weise eine Biografie, die den Leser von der ersten Seite in seinen Bann zieht. Seine detaillierten Beschreibungen über die Vorgehensweise beim Riechen und dem Innenleben Grenouilles tragen zu dieser Lebendigkeit bei.
    Es ist eine Geschichte, die unterhält und zum Nachdenken anregt. Sie zeigt auf, wie jemand sich von allen irdischen Dingen abkapselt und für seinen inneren Drang alles tut und sogar noch darüber hinausgeht. Es war ein Genuss, dies aufs Neue zu lesen und in die Welt von Süskind einzutauchen.
     

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    M
    Marcsbuechereckevor 17 Tagen
    Die Geschichte eines Mörders - oder auch: wie Gerüche einen zum Monster werden lassen

    Natürlich habe ich dieses Meisterwerk der Gegenwartsliteratur bereits schon einmal gelesen, hatte aber plötzlich Lust mich nocheinmal dieser Geschichte zu widmen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ich vor einiger Zeit den Film gesehen habe und mich währenddessen bereits der Verdacht überkam, dass hier mehr als nur ein paar kleine Änderungen vorgenommen worden sind. 
    Mit Jean-Baptiste Grenouille ist Patrick Süskind der - in meinen Augen - perfekte Antiheld gelungen. denn auch wenn man ihn als Leser eigentlich nicht gerne in seinem realen Leben kennenlernen würde, hat man ihn dennoch nach einigen Seiten bereits tief in sein Herz geschlossen. 
    Besonders  gefallen hat mir an seiner Ausarbeitung, dass man sich nicht sicher sein konnte, ob Grenouille schon so geboren, oder erst durch sein entrücktes Leben gemacht wurde.
    Wer die Geschichte aufmerksam liest, wird wohl ebenfalls auf die Tatsache stoßen, dass Grenouille eine gewisse Wirkung auf Menschen hat, vor allen Dingen, wenn er diese Menschen wieder verlässt. 
    Auch die übrigen Charaktere hat Süskind authentisch gestaltet und wirken weder überzeichnet noch anderswie unpassend. 
    Die Handlung als solche weiß zu packen und einen nicht mehr loszulassen. Gerne möchte ich hier hervorheben, dass es Süskind gelungen ist einen spannenden Handlungsbogen aufzubauen, ohne zu sehr in eine Thrillermäßige Richtung abzurutschen. 
    Das Ende fand ich richtiggehend überwältigend und jetzt beim zweiten Mal lesen, fand ich es noch gelungener als eh schon. 
     
    Fazit:
    Dieses Buch gehört zu den Geschichten, die in keinem Leserrepertoire fehlen darf. Ein grandioses Buch, welches mich auch heute noch vollkommen in seinen Bann ziehen konnte. 
     
    Und jetzt: wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!
     
    Eure 
    Mone

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    Nola72s avatar
    Nola72vor einem Monat
    Ein übernatürlich guter Geruchssinn ist nicht alles

    Das Parfum ist ein Klassiker der Literatur, zu recht wie ich finde! Grenouille hat es schon als Baby schwer gehabt. Geboren unter einem Fischstand sollte er eigentlich schon sein Ende gefunden haben. Doch er hat seine Mutter überlebt und sich durch ein schmutziges Leben voller Verbrechen gekämpft. Ist er uns sympathisch, obwohl er ein Frauenmörder ist? Man empfindet zumindest Anteilnahme.

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    F
    Fabelhafte_Buecherweltvor 2 Monaten
    ein Klassiker

    Vor ein paar Jahren... ja, lang ist es her... musste ich das Buch in der Schule für den Deutschunterricht lesen. Damals hat es mir nicht wirklich gefallen. Tja, was soll man auch als Jugendlicher über ein Buch sagen/denken, das einem zum Lesen aufgetragen wird? Damals war ich verstört darüber und regelrecht geschockt. Aber irgendwie hat er mir trotzdem gefallen. Auch damals schon. Das heißt doch was oder? Im Zuge der Edelstein Challenge habe ich mich nochmals diesem Buch angenommen und muss sagen: Ja, es gefällt mir.

    Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber wenn man erst mal mit dem Buch begonnen hat, ist es sehr fesselnd.

    Es beginnt mir der Geburt/Kindheit von Grenouille, welche schon mal einen sehr tiefen Einblick in das 18. Jahrhundert und die Armut und die Leiden der damaligen Bevölkerung gewehrt.

    Besonders schön fand ich die detaillierten Beschreibungen über die Gerüche und wie Grenouille diese wahrnimmt. Meist achtet man selbst eher weniger auf Gerüche, eher auf den Geschmack. Aber diese genauen Erläuterungen haben mir sehr gefallen.

    Oft war ich auch hin und her gerissen, ob ich Grenouille als abscheuliches Monster oder geniales Genie sehen soll. Im Grunde ist er beides. Und genau das macht die Geschichte auch so spannend und packend. Es ist die perfekte Mischung aus dem menschenverachtenden und doch Gerüche liebenden Mann.

     

    Fazit

    Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn es viele Schüler/innen nur unter größtem Protest lesen. Es ist einfach ein schwereres Buch, für das man sich Zeit nehmen muss.


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    Kapitel7s avatar
    Kapitel7vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Erzählung rund um die Macht der Gerüche
    Ein Genie, besessen bis in den Wahn

     Es fasziniert, wie alles im Buch um das Thema Gerüche aufgebaut ist. Wir übersehen es, wie wichtig Gerüche in unserem Leben sind. Das Parfum stößt uns direkt mit der Nase auf diesen Fakt, lädt uns dazu ein, uns Gedanken über Gerüche zu machen.

    Grenouilles Geschichte selbst ist wie ein Duft. Er erscheint, macht sich bemerkbar wo er auftaucht, und am Ende seiner Geschichte verschwindet er wieder ins Nichts. Man könnte es auch ein Phantom nennen. Es bleibt nichts außer einer flüchtigen Erinnerung zurück. Eine kleine, unbedeutende Duftnote der Vergangenheit.

    Der Erzähler wahrt in Das Parfum eine lakonische Distanz zu Grenouille und seinen Taten. Er schildert sie distanziert, er plaudert ganz locker ein wenig mit uns, wird nie zu stark emotional involviert und an seine Figuren gebunden. Grausamkeiten oder skurrile Szenen – Der Erzähler bleibt auf Distanz, wird dabei aber nie kalt, sein Ton ist warm, vertraulich und anschmiegsam. Er verliert sich auch nicht in Details, die Lebensgeschichte Grenouilles schreitet zügig voran. Dieser spezielle Erzählton hat mich ein wenig an Die Vermessung der Welt erinnert.

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    Annejas avatar
    Annejavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein mörderisches Buch
    Die mörderische Suche nach dem Duft der Düfte

    Obwohl dieses Buch bereits den Status "Klassiker" bekommen hat, wurde ich ich erst darauf aufmerksam, als es durch eine Schenkung bei mir einzog. Jetzt, nach fast einem Jahr, packte mich die Neugier und ich griff mit leichter Sorge zum Buch. Grund dafür war einfach, das dieses Buch im 18.Jahrhundert spielte und ich schon mehrmals Probleme hatte, die damalige Form des Sprachgebrauchs zu verstehen.  

    Das Buch wart aufgeschlagen und die Erleichterung machte sich prompt bemerkbar, da der Schreibstil unglaublich leicht war. Ich ergötzte mich an den Beschreibungen von Paris, welches zwar ekelerregend war, aber trotzdem etwas faszinierendes hatte. Die französischen Namen der Straßen ließ ich meist ungelesen stehen, was jedoch nicht störte, denn man kam auch so gut voran. 

    Als Jean-Baptiste schließlich das Leben erlangte, veränderte sich alles. Dieser kleine Junge, schaffte es trotz der vielen Grausamkeiten die um ihn herum passierten, die Welt schön aussehen zu lassen. Dies schaffte er mit seiner Nase, welche wohl die Feinste der ganzen Welt war. Selbst die abstoßendsten Gerüche waren einen Fest für ihn, was mich als Leserin unglaublich packte. 

    Im Laufe des Buches erlebte ich wie Jean-Baptiste vom neu geborenen Jüngling immer weiter wuchs und dabei stets etwas eigenartiges an sich hatte. Diese erkannten auch stets seine derzeitigen Arbeitgeber oder Zusprecher, konnten aber nie sagen was es war. Eine Aufklärung erfolgt natürlich im Buch und ich muss sagen, das sie mich zum Nachdenken anregte. Jean-Baptiste selbst, wurde als fiktiver Charakter hervorragend umgesetzt. Mal wirkte er dümmlich und mal irrsinnig clever. Man bekam das Gefühl das er mit den Menschen nur spielte. Und diese merkten es meist nicht. Allgemein ist die Beschreibung der Personen sehr gut, wobei ich sagen muss, das die harten Zeiten, ebenso harten Personen hervorbrachten. Niemand gönnt den anderen etwas, da Missgunst, Neid und Geldgier an oberster Stelle standen. Dies zeigte besonders der Parfümeur Baldini, der sich selbst als etwas besseres sah, aber eigentlich noch nie etwas bewegendes geschaffen hatte. Solche Personen verachte ich von je her, aber Baldini trieb dies auf die Spitze und machte sich dadurch zu einen äußerst schmierigen Charakter. 

    Auch wenn dies die Geschichte eines Mörders ist, so wird dieser Aspekt sehr gut verdeckt. Im Buch geht es stets um Düfte, Gerüche und Aromen, die Jean-Baptiste einfangen wollte. Besonders faszinierend war hier der Umstand, das er sogar probierte den Geruch von Glas oder Kupfer zu extrahieren, was mich erst einmal überlegen ließ, wie diese Dinge eigentlich zu riechen haben. Das klingt jetzt vielleicht etwas heftig, aber das die Morde der Frauen, förmlich unter den Tisch fielen, und man  stets  nur  las, das eine neue Frauenleiche gefunden, war dann  schon eine herbe Enttäuschung. 

    Das Spiel zwischen realen Situationen und der puren Fiktion verschmolzen im Buch zu einer Einheit und erzählten die Geschichte einer unglaublichen Person. Besonders das Ende wird viele überraschen, weshalb ich nix verraten möchte. Ich kann jedoch sagen, das ich mit so einem Ende im Leben nicht gerechnet hätte. Der Mittelteil hingegen, war mir etwas zu sehr in die Länge gezogen. Natürlich war es auch voller Erkenntnisse, aber doch irgendwie etwas zuviel des Guten.


    Mein Fazit

    Auch wenn dies die Geschichte eines Mörders war, hatte ich nachdem lesen trotzdem das Gefühl etwas schönes erlebt zu haben. Denn neben den Morden, galt dieses Buch allein den Düften und Gerüchen, die diese Welt zu bieten hat.  Ein rundum sehr gelungenes Werk.

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    N
    Northlightvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wer hat nach diesem Buch auch mehr auf Düfte und Gerüche geachtet?
    Interessanter Protagonist

    Wer hat nach diesem Buch auch mehr auf Düfte und Gerüche geachtet?

    Ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen, dass so eine starke Wirkung auf meine Wahrnehmung hatte...

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    L
    lucamaisonevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Speziell und nicht für jeden etwas. Jedoch sollte man es auf jeden Fall einmal gelesen haben!
    Speziell, verstörend, aber trotzdem atemberaubend!

    Inhalt

    Jean-Baptiste Grenouille lebt im Jahr 1738 in Paris. Als Waise aufgewachsen, von Amme ins Kinderhaus weiter gegeben und an einen Gerbermeister in Paris verkauft, entwickelt Grenouille schon von klein auf einen außergewöhnlichen Geruchssinn, der kontinuierlich nach neuen Erfahrungen strebt. Auf Grund dessen, fällt ihm das erste Mädchen zum Opfer, dessen Duft ihn so betört, dass es sterben muss. Nachdem er sich bei einem Parfümeur als Lehrling einnistet, der von seinen Fähigkeiten überwältigt ist, strebt er nach abgeschlossener Ausbildung danach den Ort zu finden, an dem kein Geruch mehr existiert. Als er in der Stadt Grasse ankommt, verfällt die Bevölkerung in Panik, da es keinen Weg gibt, ihre Töchter vor dem Unbekannten zu schützen.

    Cover & Gestaltung

    Ich habe eine etwas ältere Ausgabe, genauer gesagt eine von 1985. Da gab es natürlich noch eine ganz andere Formatierung und ein ganz anderes Cover, weshalb ich auch nur über meine Ausgabe urteilen kann. Mir gefällt das Cover der älteren Ausgabe viel besser, da das Buch so nicht so langweilig und nicht nach einem Schulbuch aussieht, was bei der jetzigen Ausgabe leider der Fall ist. 

    Die Schrift in meiner Ausgabe ist relativ klein und schaut aus, als ob sie mit einer Schreibmaschine geschrieben wurde, wodurch die Schrift viel kleiner ist, als das, was man wahrscheinlich normalerweise gewohnt bin.


    Meinung

    Patrick Süskind hat eine wunderbare und atemberaubende Art zu Schreiben. Auch wenn sein Schreibstil ab und zu sehr ins Detail geht und ein klein wenig langatmig wird, reißt er diesen klitzekleinen Schwachpunkt durch alle anderen Szenen vollkommen heraus und man ist regelrecht gefangen in der Geschichte. 

    Was mich an diesem Buch so fasziniert ist, dass es extrem facettenreich ist. Zuerst ekelst du dich (vor allem da Süskind beispielsweise Gestank extrem toll in Worten fassen kann), dann bist du erstaunt und im nächsten Moment einfach nur verstört. 

    Ja, verstört ist auch so ein Thema über das man bei diesem Buch sprechen muss: teilweise sind ein paar Szenen vorhanden, die mich persönlich ein klein wenig SEHR verstört haben. Diese hat der Autor meiner Meinung nach auch durch seine detaillierten Beschreibungen noch pikanter gemacht, wodurch diese Szenen auch wieder einen gewissen Wert bekommen, der "Das Parfum" herausstechen lässt.

    Spannung im herkömmlichen Sinn ist in diesem Buch eher weniger gegeben. Diese aber auch hauptsächlich gegen Ende hin. Was mich auch beeindruckt hat, ist, dass aber trotzdem, die ganze Erzählung über, eine gewisse unterschwellige Spannung vorhanden ist, die mir es schwer gemacht hat, "Das Parfum" aus den Händen zu legen. Dabei habe ich mich zu Beginn regelrecht dazu zwingen müssen, es zu lesen... ;)

    Als ich ein wenig über den Autor recherchiert habe, war ich außerdem kurzzeitig geflasht, da es ja noch gar nicht so lange her ist, dass Patrick Süskind geboren wurde und trotzdem konnte er die Situation der Stadt im Achtzehnten Jahrhundert so authentisch beschreiben und vor allem niederschreiben, dass man glauben könnte, er hätte in dieser Zeit gelebt.


    Fazit

    Mir persönlich hat "Das Parfum" im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, auch wenn es ein paar "Mängel" gibt, die man ankreiden könnte. Die Geschichte sowie auch der Schreibstil ist Geschmackssache. -Das gefällt dem einen, dem anderen nicht. Jedoch sollte man dieses Buch auf jeden Fall einmal in seinem Leben gelesen haben, da es meiner Meinung nach ein absoluter Klassiker ist.

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    Schluffs avatar
    Schluffvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: das Thema bleibt topaktuell
    das Parfum

    Patrick Süskind beschreibt das Leben einer Person mit einer aussergewöhnlichen Begabung in einer historischen Umgebung. Der Protagonist ist mit dem totalen Geruchsinn ausgestattet und kann die kleinsten Nouancen unterscheiden. Um seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln lernt er wie Stoffe extrahiert werden und wie man Duft konservieren kann. Er hat in seiner Kindheit nie Nähe und menschliche Wärme erfahren und entwickelt sich zu einer Person die seine vermeintliche Aufgabe den Duft junger Frauen zu konservieren über alle ethischen Grundsätze stellt und dafür ohne Gewissensbisse tötet. Letzendlich ausgebrannt richtet er sich selbst. Sollte mich jemand nach dem Kontext fragen würde ich sagen: "Ein Buch mit vielen Facetten über praktizierten Faschismus".

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    StefanieFreigerichts avatar

    Achtung: Es gibt kein Buch zu gewinnen, jeder liest mit seinem eigenen Buch während des Monats Februar!


    In der Insider-Top-3-Voting-Challenge https://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1287744138-w/leserunde/1508005900/ wurde dieses Buch zu einer der Lektüren des Monats gekürt, vielleicht interessiert euch auch diese Challenge. Es können aber natürlich auch Teilnehmer von außerhalb dieser Challenge teilnehmen.

    Rezi-Schluss für die o.g. Challenge ist der 3. März

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