Patrick Süskind Das Parfum

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Inhaltsangabe zu „Das Parfum“ von Patrick Süskind

Zum 30-jährigen Jubiläum erscheint der Weltbestseller und der Erfolgsfilm ›Das Parfum‹ in einer schönen Geschenkausgabe: die spannende Geschichte – märchenhaft, witzig und zugleich fürchterlich angsteinflößend – vom finsteren Helden Grenouille.

Einfach nur Fantastisch!

— Fantasia08

Ich mag den Schreibstil von Patrick Süskind. Es handelt sich um eine tolle und doch skurrile Geschichte, die mir gut gefallen hat.

— jasmiin_1511

Für eine Schullektüre recht unterhaltend, vor allem der malerische Schreibstil

— leiserkrach

Das war mir definitiv zu ekelig

— Kelo24

<3 <3 <3

— 23GZamasu

WARNUNG: Nach diesem Buch werdet ihr die Welt der Gerüche ganz anders wahrnehmen!!!

— Sofie-Lilly

Der empfelnswerteste und abscheulichste Roman den ich bis jetzt gelesen habe- Literatur auf höchstem Niveau

— Boooooks02

Gerade die einfach gehaltene Sprache macht das Werk so erschreckend.

— de_schwob

Einfache Sprache vermittelt dennoch ein bildgewaltiges, erschreckendes Thema.

— jobahar

Detailliert, mal wunderschön, dann verstörend

— Yoyomaus

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In jeder Hinsicht überzeugend erzählt.

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  • Unglaublich fesselnd!

    Sag kein Wort

    Eori

    22. September 2017 um 22:58

    "Sag kein Wort" ist nichts für zarte Gemüter, dass mal gleich vorweg gesagt.Das Buch, und damit besonders der Medizinstudent Téo, der Protagonist, erinnern mich stark an "Das Parfüm" von Patrick Süskind oder auch "Der Mund" von Laurence Haloche. Alle haben gemein, dass der Protagonist völlig überzeugt von seinem "richtigen" Handeln ist, gleich was mit dem Opfer oder anderen Personen geschieht, sogar Mord wird in Kauf genommen, um das Ziel, die Erfüllung zu erreichen. Hier ist Téo unglaublich in Clarice verliebt, und tut seiner Meinung nach alles dafür, dass sie ihn auch liebt. Dass Liebe aber nicht durch Entführung und Misshandlung erzwungen werden kann, passt nicht in seine Weltvorstellung. Er versucht alles, um Clarice sich näher zu bringen, fesselt, knebelt oder setzt sie unter Drogen, ja er verletzt sie sogar irreperabel.Das Buch beginnt schon ab der ersten Seite unglaublich spannend, und man lernt direkt die verquere Weltvorstellung von Téo kennen. Und es ist völlig verständlich, dass er ein Außenseiter ist. Ein Mann, der blind ist vor Liebe, ist zu vielem fähig. S. (247) Dieses Zitat beschreibt Téo meiner Meinung nach perfekt. Er merkt gar nicht, was er Clarice mit seiner "Liebe" eigentlich antut. Ich habe das Buch in knapp 3,5 Stunden im Zug gelesen und ich bin mehr als begeistert!Ich empfehle "Sag kein Wort" vorallem denjenigen, die oben genannte Bücher mochten. Es ist zwar nicht ganz so makaber, dennoch ziemlich krass.

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  • Nach meinem Geschmack :)

    Das Parfum

    claire_silver

    21. September 2017 um 23:52

    Das Buch ist ein gut verständlicher Roman und ließt sich vom Schreibstil sehr angenehm. Es ist richtig interessant, die Welt mit der Nase von Grenouille zu erkunden, anstatt sie mit den gewöhnlichen Sinnen wahrzunehmen. Zugleich ist diese Erkundung auch ungewöhnlich und abenteuerlich. Jeder Duft, Geruch oder Gestank wird ausführlich mit zahlreichen Ausführungen und Vergleichen auf den Punkt gebracht. Der Leser ist somit gezwungen, sich Bilder und Abläufe von den Wahrnehmungen vorzustellen. Diese detailgetreuen und präzisen Eindrücke haben mich größtenteils total begeistert und mich ins Erstaunen versetzt. Diese Atmosphäre, die Süskind ausdrückt, ist wirklich einzigartig und nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine andere Welt. Es sind nicht nur herrliche und angenehme Gerüche beschrieben, sondern es gibt auch mehrere unangenehme Stellen, die dem Leser und mir besser erspart geblieben wären. Jedoch gleichen sich beide Aspekte im Buch aus und der Leser empfindet abwechselnd Abscheu und Bewunderung von den Erzählungen und der Person Grenouille. Dieser Charakter stellt ein menschenverachtendes Monster dar, schließlich will er die schönsten und lieblichsten Düfte der Menschen in sich aufnehmen und konservieren, da er selbst keinen eigenen Geruch hat. Eines Tages entdeckt er einen wundervollen Duft in den Straßen von Paris, dabei handelt es sich um ein Mädchen, welches er aufsucht und danach umbringt. Allgemein bringt Grenouille den anderen Menschen nur für eine begrenzte Zeit Glück und sobald er sie verlässt, bringt er Unheil über sie. Grenouilles Lebensgeschichte als Genie des Geruchs und als Mörder zu verfolgen, ist spannend. Dieses Buch ist wahrlich ein Meisterwerk.

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  • Das Parfüm-Eine abscheuliche Geschichte welche entsetzt

    Das Parfum

    Boooooks02

    21. August 2017 um 21:43

    Der Roman handelt von dem selbst geruchlosen Waisenkind Jean-Baptiste Grenouillie, welcher die wohl feinste Nase des 18. Jahrhunderts besitzt. Doch schon früh wird er als sonderbar angesehen und abgeschoben. Er widmet sein Leben der Welt der Gerüche und beendet seine Suche nach dem einen vollkommensten Parfum  in der Stadt der Parfumeure Grasse. Doch viele Menschen mussten dafür einen entsetzlichen Preis zahlen.Schon auf den ersten Seiten beginnt man, auch durch die Haltung des Autors, eine entsetztliche Abneigung gegen Grenouillie zu entwickeln, welche sich immer weiter verstärkt. Gleichzeitig ist die Geschichte des jungen Parfumeurs wirklich beeindruckend und mal etwas anderes, dies zieht sich fast bis zum Schluss durch, doch dann nimmt alles eine abscheuliche Wendung. In mir brach unglaubliches Entsetzen aus nachdem man Grenouillie trotz seinener Morde einfach unversehrt gehen ließ. Das einzige was dem entgegenwirkte war die Tatsache, dass er letztendlich trotzdem keine Genugtuung und keinen Sinn in seinem Leben fand. Zusammengefasst ist es ein großartiger Roman, welchen ich nur weiteremphelen kann. Die Sprache ist herrausragend und der Einfall phänomenal, auch wenn man sich letzendlich am meisten an das barbarische Ende erinnert.

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  • Genie, Einsamkeit und Wahnsinn.

    Das Parfum

    de_schwob

    20. August 2017 um 07:30

    Wie oft liegt das so nah beisammen: Einsamkeit, Wahnsinn und Genie. Die Einsamkeit treibt zum Innehalten und lässt den Menschen Dinge entdecken, die andere nicht sehen können. Dadurch wird diese Einsamkeit jedoch noch größer und droht, den Menschen zu verzehren, der sich doch nur nach Anerkennung sehnt. Verzehrt wird der ‚Verrückte‘ Parfüm-Hersteller denn am Ende auch, als er schließlich erkennen muss, dass alle Mühe umsonst war, da die Menschen nicht ihn, sondern das zauberhafte Parfüm, das er durch die Ermordung junger Mädchen herzustellen in der Lage war, so liebten und begehrten.

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  • story of a murderer.

    Das Parfum

    Janinasmind

    11. August 2017 um 00:48

    PERFUME is considered a classic in Germany – which means I wanted to never-read andforever-read it since the beginning of time. (Or since the first time that I realized that this book existed.) Why never-read? Because I have the urge to not read a book when everybody hypes it up and talks about it. Why forever-read? Because I have the urge to read a book very badly when everyone else has already read it and I want to know what they are talking about. Dilemma. Four years later, here we are: me, 19 years old, reading about Jean-Baptiste Grenouille. (For the very first time.) I’m quite interested in what drives serial killers and why they do what they do, how they justify their actions to themselves and what their thought process is while/before/after killing innocent people and ruining someone elses life. (In Grenouilles case without second thoughts, doubts or a care in the world.) I have this weird desire to understand the things that I can’t comprehend. Grenouille didn’t have the best life growing up. Let’s start with that. That’s a fact. He is also a terrible person. Also a fact. So does his horrible childhood excuse his behaviour at all? No.  Big fat no. Like Jake Peralta said „Cool motive, still murder“. Let’s also start with that. That’s important to know while talking about this novel. He was as tough as a resistant bacterium (…) To know Grenouille you have to know a few things: he has no smell but has an amazing sense of smell. And: he is a sociopath and a psychopath. And a narcissist. But most importantly: because of his gifted nose he is extraordinary at creating perfumes. Grenouille is a disgustingly fascinating human being. Mostly disgusting. He is a murderer (no spoiler there), a liar, a cheater and – quite often – blasphemous. He feels nothing – the only thing he’s passionate about is to capture the smell of innocence, the human essense of pureness. He’s obsessed with it. We’re gonna leave it at that with that part of the book. The rest you can see for yourself. (restliche Rezension auf meinem Blog: https://zwischenweltlerinblog.wordpress.com/2017/06/23/review-patrick-sueskinds-perfume-the-story-of-a-murderer/)

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  • Erschreckend und faszinierend zugleich.

    Das Parfum

    jobahar

    02. August 2017 um 12:26

    Jean­-Baptiste Grenouilles ist besessen vom Gedanken, zum größten Parfumeur aller Zeiten aufzusteigen, wenn er den Duft junger Frauen einfangen und konservieren könnte. Er fängt nun Frauen ein, ermordet sie und stellt von ihrem Körperfett das gewünschte Parfum tatsächlich her. Der Erfolg seines Parfums ist unbeschreiblich, doch der Parfumeur muss erkennen, dass die Welt dennoch nicht ihn, sondern nur sein Erzeugnis liebt. Grenouilles überschüttet sich darauf mit dem von ihm hergestellten Parfum und wird von verrückte Gewordenen in einer Orgie ohnegleichen aufgefressen.

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  • Detailliert, mal wunderschön, dann verstörend

    Das Parfum

    Yoyomaus

    27. July 2017 um 06:30

    Als auf einem Markt eine Fischverkäuferin ihre Wehen bekommt, ist das einzige woran sie denken kann, das Kind heimlich zu gebären und dann auf dem Markt zum Sterben liegen zu lassen. Doch der kleine Junge Grenouille beginnt zu schreien und so ist seine Mutter, ehe sie sich versieht, zum Tode verurteilt. Der kleine Kerl jedoch kommt in ein Waisenhaus, wo er als sonderbarer Knabe aufwächst. Denn er kann alles riechen. Er riecht Holz. Er riecht Metall. Er riecht einfach alles. Er nimmt alles so detailliert wahr, dass seine Mitmenschen ihn nicht nur als sonderbar und befremdlich empfinden, sie meiden ihn, weil sie Angst haben. Aber Grenouilles Reise ist damit nicht vorbei. Er wird von der Leiterin des Waisenhauses weiter verkauft - und zur Strafe vom Schicksal ebenfalls getötet. Genouilles Weg geht fortan in einer Gerberei weiter, doch sein sehnlichster Wunsch ist es Parfums herzustellen. Er will lernen den Duft gefangen zu nehmen und als sich die Chance dafür bietet, ist Grenouille mit Feuereifer dabei. Als er schließlich den besonderen Duft von Menschen wahr nimmt, da beginnt das Grauen seinen Lauf zu nehmen.Vom Schreibstil her liest sich das Buch sehr angenehm. Man kommt schnell in die Geschichte rein und man kann sich sehr gut die Szenen vorstellen, da der Autor sehr viel Wert auf Details gelegt hat. Leider an manchen Stellen für mein Empfinden sogar zu detailliert - und das muss man erst einmal schaffen, da ich Details wirklich liebe. Aber so manche Szene ist so genau beschrieben, dass einem beim Lesen schlecht wird. Das kann ein Geruch sein oder die Art, wie Grenouille vorgeht. Das ist bisweilen ein bisschen hart und sehr befremdlich. Ganz besonders hat mich in dem Buch die Schlussszene getroffen, als Grenouille das Fläschchen öffnet und sich dann alle auf ihn stürzen. Das ist makaber bis ekelhaft und hat mich wirklich kurzzeitig richtig würgen lassen. Ansonsten ist das Buch aber mit sehr schwarzen und guten Humor bestückt. Denn jeder, aber auch wirklich jeder, bei dem Grenouille war und die ihm etwas Schlechtes wollten, die hat das Karma zum Schluss immer so richtig gestraft, indem sie ums Leben kommen. Der Leser freut sich an der Stelle wirklich diebisch, denn nie waren sie wirklich gut zu Grenouille und man meint als Leser, dass sie den einen oder Abgang wirklich verdient haben.Als Schullektüre habe ich das Buch wirklich gehasst, sodass ich es eigentlich nie wieder lesen wollte. Ein Tag am Strand hat mir das Buch aber wieder in die Hände gespielt und ich muss sagen, dass es mir dann doch mehr zugesagt hat - wahrscheinlich, weil man es dann nicht unter Zwang lesen musste. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen: Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht unbedingt. Das Buch bleibt definitiv im Gedächtnis und man denkt oft darüber nach. Trotzdem ist es bisweilen aber sehr harter Toback, weshalb man wissen sollte, auf was man sich da einlässt.

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  • Kaum war ich so enttäuscht...

    Das Parfum

    Maria0001

    29. May 2017 um 20:29

    Ein Buch, das viel gelobt wird - mich persönlich aber maßlos enttäuscht hat... Die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Nase überall reinstecken muss... pardon: musste jetzt sein... Aber ernsthaft: Die Idee an sich ist gut - aber leider nicht gut umgesetzt. Spannung wird spärlich aufgebaut - und wenn es dann doch passiert, dann wird sie über zig Seiten verschleppt und verschwindet plötzlich wieder von selbst... Dann grässlich: Der Mittelteil. Mit schlechten Bibelanspielungen ausgeschmückt berichtet uns der Protagonist, was er in der Höhle riecht und sieht und riecht und sieht und riecht und riecht und riecht und ... Jedoch muss man dem Roman eins lassen: Ein Musterbeispiel für Intertextualität.

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  • Das Parfum

    Das Parfum

    CorinaBock

    20. May 2017 um 07:58

    Patrick Süskind hat hier ein außergewöhnliches Buch geschaffen, dass auf alle Fälle lesenswert ist! Es gewährt Einblick in die Welt eines Massenmörders ohne sein Handeln irgendwie zu rechtfertigen oder zu beschönigen.Ein Buch, das uns hinterfragen lässt, welche Rolle wir im Gefüge der Welt rund um Jean-Baptiste hätten und ob unser Handeln nicht auch zeitweise unbewusst andere negativ beeinflusst. Lesenswert!

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  • Das Parfüm - erschreckend, doch nachvollziehbar.

    Das Parfum

    lberger

    28. April 2017 um 08:36

    Der Roman „Das Parfüm“ erzählt vom Leben Jean­-Baptiste Grenouilles, der von der Obsesssion besessen ist,zum größten Parfümeur aller Zeiten zu werden und darum auf den abstrusen Gedanken verfällt,aus dem Duft junger Frauen, die er ermordet, ein absolutes Parfüm zu schaffen, womit er in der Lage wäre, die Menschen seiner Zeit zu beherrschen und zu kontrollieren. Nachdem Grenouilles erkennt, dass die Menschen nicht, wie erhofft, ihn, sondern nur das von ihm geschaffene Parfüm lieben, überschüttet er sich (im Alter von 29 Jahren) mit seinem von ihm geschaffenen Parfüm, um in einer kannibalischen Orgie verzehrt zu werden. Die bildreiche und eingängige Sprache der Erzählung ist bewusst einfach gehalten und bedient sich oft des Stilmittels von Vergleichen und Hervorhebungen des Kontrastes verschiedener Denkweisen. Erschreckend, doch in der eigenen Logik der Hauptperson durchaus nachvollziehbar.

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  • eine grausame Geschichte....

    Das Parfum

    juli.buecher

    15. March 2017 um 12:43

    Das Parfum ist ein sehr bekanntes Buch von Patrick Süskind. Die Geschichte ist außergewöhnlich, allerdings merkt man das "Alter" des Buches.Inhalt:Im 18-ten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten seiner Epoche gehörte. Seine Geschichte, die Geschichte eines Mörders, wird in diesem Buch beschrieben.Er heißt Jean-Baptiste Grenouile. Er ist ausgestattet mit einem absoluten Geruchssinn, selbst hat er aber keinen Geruch. Als Mensch ohne Geruch zum Außenseiter verurteilt, erschließt er sich die Welt von Gerüchen und Dürften, die er regelrecht in sich aufsaugt. So folgte Grenouille dem Duft eines jungen, schönen Mädchens, das er schließlich tötet, um ihren Duft in allen Feinheiten in sich aufzunehmen. Er erkennt seine Begabung und beschließt, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden...Charakter Grenouille:Als Leser kann man sich die Person Grenouille sehr gut vorstellen. Er ist super beschrieben und ich musste oft den Kopf über ihn schütteln. Man kann sich durch ihn gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Vor allem sein Geruchssinn ist total interessant und gut beschrieben. Allerdings hat mich hier die Ausführung der Gerüche teils etwas genervt. Die Gerüche werden in langen Sätzen und mit sehr vielen Worten beschrieben. Sicher wollte der Autor, die Gerüche so detailgetreu beschreiben wie möglich, allerdings wahr es für mich etwas nervig.Story:Die Story ist außergewöhnlich und wirklich toll. Grenouille "sieht" die Welt mit seiner Nase. Das finde ich sehr interessant. Die Geschichte ist sehr gut nachvollziehbar. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es ist alles zu riechen. Vieles ist für die Menschen ja selbstverständlich. Das fand ich super.Allerdings war für mich die Story nicht immer schlüssig. Der Autor springt von einer Person plötzlich zur Nächsten & erzählt 3 Kapitel über diese, bevor er wieder zurück kommt. Außerdem gibt es zwischendurch Stellen, die von einem allgemeinen Erzähler erzählt werden. Auch die Träume von Grenouille waren für mich nicht immer klar als Traum zu erkennen.Schreibstil:Der Schreibstil ist recht alt (das Buch ist ja auch aus dem Jahr '85). Ich fande ihn etwas anstrengend und teils langatmig zu lesen und habe recht lange für die recht wenigen Seiten gebraucht.Fazit:Durch die etwas ältere Sprache fand ich das Buch etwas schwer zu lesen. Außerdem war für mich die Story nicht immer schlüssig, oder wurde (in Bezug auf einzelne Personen) sehr schnell beendet.Trotzdem ein Meisterwerk, was man mal gelesen haben sollte. Ich habe glaube ich zu viel erwartet.

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  • Eine Schullektüre, die jeder mal gelesen haben sollte

    Das Parfum

    lilstar88

    11. March 2017 um 15:55

    Es gibt einige Bücher, die als einzigartig bezeichnet werden können. Sie können gut oder schlecht sein, aber Ihre Autoren scheren aus den getretenen Pfaden der erzählerischen Themen und Strukturen aus, um völlig neue Perspektiven zu erforschen, sodass ihre Werke einzigartig werden. Das Parfüm von Patrick Süskind ist ein solches Buch.Jean Baptiste Grenouille ist eine abscheuliche und begabte Persönlichkeit, in einer Zeit, in der es an abscheulichen und begabten Persönlichkeiten nicht mangelte. Geboren im stinkenden Herzen der Stadt Paris des 18. Jahrhunderts unter einem Schlachttisch. Der erste Schrei, den er von sich gibt, schickt seine Mutter aufs Schafott. Grenouille wächst auf, während er viele Ammen aussaugt, überlebt die schreckliche Kindheit eines Weisen in einer Zeit ohne Gnade und wächst auf, um ein erfolgreicher Parfümeur zu werden. Denn das ist seine einzigartige Gabe: Das Kind, welches inmitten stinkenden Fischabfällen geboren wurde, hat selbst keinerlei Geruch an sich. Er ist mit einer außergewöhnlichen Geruchsfähigkeit gesegnet, welche ihm erlaubt, die verschiedenen Gerüche, mit denen er in Berührung kommt, zu erkennen, zu trennen und zu katalogisieren.Aber einfache Identifikation ist Jean nicht genug. Er wird von einem unersättlichen Drang angetrieben, jeglichen Geruch zu besitzen, den er für sich selbst behalten will. Er wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ihn seinem Ursprung zu entnehmen, ein Parfüm daraus machen und es bei sich tragen. Es stört ihn nicht, dass das Objekt seiner Begierde, im Prozess der Extraktion dabei zerstört wird — er ist ein Geruchs-Vampir. Und wie ein Vampir ist es der Geruch der Jungfrauen, der ihn wild macht. Letztlich erweist sich Grenouilles Gabe und seine zielstrebige Obsession als die Ursache für … nun, lest selbst.Der Hauptprotagonist, Jean Baptiste Grennouille, ist ein, für mich, sehr interessanter Charakter. Sein unersättlicher Durst nach Gerüchen macht ihn zu einem wahrhaft erschreckenden „Sammler“. Der seine Leidenschaft nicht auf die normale Art und Weise genießen kann, sondern das Objekt seine Begierde besitzen muss. Die Tatsache, dass ihm ein charakteristischer Eigengeruch fehlt, verstärkt seine vampirische Natur. Auch alle Leute, die seinen Weg kreuzen,  wie auch von ihm profitieren, kommen zu einem grausigen Ende, so wie arme, fehlgeleitete Seelen, die mit dem Teufel einen Pakt schließen. Mich fasziniert seit jeher das Konzept der negativen Glückseligkeit. Sowohl Gandhi als auch Hitler hätten behaupten können, dass sie ihrem Weg zum Glück folgen, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Beim Lesen dieses Romans wurde mir bewusst, dass der Unterschied in der Haltung liegt. Wenn man es tut, weil man nichts anderes tun kann - wenn man so will, seinem Karma folgt, dann ist es Glückseligkeit. Aber wenn man von einem unersättlichen Bedürfnis getrieben wird, das sich selbst verschlingt, so endet man als Vampir. Und letztlich verbraucht dieser sich selbst.Süskind hat einen packenden Roman geschrieben, der den Leser ab der ersten Seite in seinen Bann zieht. Allerdings handelt es sich hier nicht einfach um eine Horror-Geschichte oder einen Thriller. Der aufmerksame Leser entdeckt zwischen den Zeilen versteckte Bedeutungen. An Süskinds etwas eigenwilligen und außergewöhnlichen Schreibstil, muss man sich erst gewöhnen, was den Einstieg etwas erschweren könnte, aber nach dieser Eingewöhnungsphase liest es sich ganz gut. Er ist bildlich, detailliert und nutzt viele Metaphern. Im Großen und Ganzen ein gelungenes Werk. Es ist gut geschrieben, und auch wenn es in manchen Passagen etwas langatmig wird, regt es zum Nachdenken an. 
Absolut lesenswert!

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  • "Das Parfum" von Patrick Süskind

    Das Parfum

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2017 um 13:14

    Autor: Patrick SüskindTitel: Das ParfümGattung: Roman, Erzählung, Historisch, ThrillerErschienen: 1985Gelesene Ausgabe: Diogenes, 1994ISBN: 978-3-257-22800-7Gelesen auf: DeutschGelesen im: Februar 2017   Zum Buch:Inzwischen als Klassiker geltend, auf dem Lektüreplan für die 10. Klasse und erfolgreich verfilmt ist Patrick Süskinds Roman "Das Parfum". Der arme Straßenjunge Jean-Baptiste Grenouille wird in den dreckigen Straßen Paris am Ende des 18. Jahrhunderts geboren. Von Anfang an wird er von den Menschen seiner Umgebung verstoßen, denn er besitzt keinen Eigengeruch, dafür allerdings eine äußerst feine Nase. So fein, dass er ein echtes Wunderkind ist und besessen davon wird, alle Gerüche der Welt zu versammeln. Bei dem berühmten Parfümeur Baldini erlernt er das Handwerk zum herstellen von Duftwassern, Eau de Colognes, Pomenaden und Räucherwerk. Doch er ist nach wie vor besessen davon, den perfekten Duft zu finden. Und dann riecht er ihn an einem jungen Mädchen. Doch kann man Menschen ihren Duft rauben? Farbenprächtig und super kitschig erzählt Süskind die ungewöhnliche Geschichte eines kriminellen Genies.   Eine der LieblingsstellenZitat: "Nichts mehr soll stimmen, alles soll jetzt plötzlich anders sein. In einem Glas Wasser sollen neuerdings ganz kleine Teilchen schwimmen, die man früher nicht gesehen hat; die Syphilis soll eine ganz normale Krankheit sein und keine Strafe Gottes mehr; Gott soll die Welt nicht an sieben Tagen erschaffen haben, sondern in Jahrmillionen, wenn er es überhaupt war; die Wilden sind Menschen wie wir; unsere Kinder erziehen wir falsch; und die Erde ist nicht mehr rund wie bisher, sondern oben und unten platt wie eine Melone - als ob es darauf ankäme!"[1] Stil und Sprache: Sehr opulente Sprache.Zitat: "Ihm wurde fast schlecht vor Aufregung. Er hatte noch nicht einmal herausbekommen, aus welcher Richtung der Duft überhaupt kam."[2] Schlüssigkeit der Handlung: Spannend und leicht lesbar. Das hat mir gefallen: Die Grundidee, dass Genialität auch im Geruch existieren kann.Das hat mir nicht gefallen: Die Geschichte, die viel zu kitschige Sprache. In One Sentence: Hat sicherlich eine Berechtigung, allerdings gefällt es mir leider gar nicht.Sterne: 3 [1] S.74[2] S.51

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    • 3
  • Rezension

    Das Parfum

    Libellchen007

    22. February 2017 um 21:01

    Ich habe das Buch bereits zum zweiten Mal gelesen, musste es vor einigen Jahren in der Schule schon einmal lesen und da es mir damals überraschenderweise ziemlich gut gefallen hat hab ich es mir selbst auch nochmal gekauft und endlich mal wieder gelesen. Wie beim ersten Mal auch schon war der Einstieg ein bisschen schwierig für mich, da man sich erst mal an den altertümlichen Schreibstil gewöhnen muss und dadurch die Sätze oft sehr lang werden. Aber nach der Eingewöhnungsphase ließ es sich dann ganz gut und flüssig lesen und mir hat er dann sogar sehr gut gefallen. Die Geschichte ist zweifellos ein bisschen verrückt und haarsträubend, aber auch sehr kreativ wie ich finde. Das Ende fand ich am abstoßendsten, aber irgendwie konnte es gar nicht anders enden hab ich das Gefühl 😝 Insgesamt kann ich das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen, auch für Leute wie mich geeignet die mit Klassikern eigentlich nix am Hut haben 😉

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  • Das eine Parfum, dass jeden in seiner Seele berührt und verführt...

    Das Parfum

    Leseratte2007

    11. February 2017 um 14:17

    Darum geht es (Klappentext): Jean-Baptiste Grenouille wird am 17. Juli 1738 an einer Fischbude in Paris geboren. Seine Mutter, die Fischhändlerin, würde ihn zwischen den Fischabfällen verrecken lassen, aber nachdem sie die Nabelschnur durchschnitten hat, fällt sie ohnmächtig auf die Straße, und die deshalb gerufene Polizei findet das Neugeborene. Das von Ammen aufgezogene hässliche Wesen, das zwar selbst keinen Geruch aufweist, entwickelt sich zu einem olfaktorischen Genie ... Meine Meinung:Das Buch hatte einen sehr eigenwilligen und außergewöhnlichen Schreibstil. Sehr umschreibend und hin und wieder wurde auch die Perspektive gewechselt, was ich sehr interessant fand. Auch fand ich gut, dass der Autor beschrieben hat, was mit den anderen Personen geschieht, wenn Grenouille sie verlässt.Grenouille war ein sehr interessanter Charakter, der zwar "hässlich" ist, aber einen sehr ausgeprägten Geruchsinn hat und teils hatte ich das Gefühl, dass das nicht normal ist. Die Morde, die er beging und die Vorgehensweise fand ich grausam, aber sehr faszinierend.Die Handlung war teils ein wenig monoton, aber sehr abwechslungsreich. Man bleibt nicht nur in einer Stadt, sondern reist schon ein wenig herum. Grenouilles Denkweise ist sehr außergewöhnlich und anders. Er liebt sich selber, aber die anderen Menschen hasst er einfach nur. Das Ende war gut gemacht, nur ein bisschen seltsam und grausam, aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir bald mal den Film anschauen...

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