Patrick Süskind Der Kontrabaß

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Inhaltsangabe zu „Der Kontrabaß“ von Patrick Süskind

Normalerweise gehen Kontrabässe unter im Orchester, es gibt keine Soloparts, höchstens Duos. Im Leben des Musikers ist der Kontrabaß Geliebte, Freund, Feind und Verhinderer des eigenbestimmten Weges. Soziale Analyse, Slapstick und Milieukomik und ein fest gespannter Bogen, der monologisch und entschlossen den Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel(en)s nachstreicht.

Immer wieder ein Vergnügen!

— Petris

großartige Miniatur!

— Beust

Jaja, wir Bassisten... . Kurzweilig-amüsant.

— Provinzpoet

Ein fantastisches und überaus lesenswertes Buch von Herrn Süskind. Ich kann es sehr weiterempfehlen.

— Tine_Kempf

Nette Mischung aus Komik und Tragik, die mir aber zu inhaltsleer schien. Aber ziemlich interessante Erzählperspektive!

— lukasman

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  • Tiefe Töne, die nicht fehlen dürfen

    Der Kontrabaß

    Bibliomania

    07. June 2013 um 14:35

    Nach dem unglaublich guten „Parfüm“ von Patrick Süskind war ich ungemein gespannt auf andere Werke von ihm. Dieses Mal ist es „Der Kontrabaß“ geworden. Unvermittelt setzt die Szene in der Wohnung eines Kontrabassisten ein. Er ist Beamter beim Staatsorchester und spricht eine (möglicherweise erdachte) Person an. Der Kontrabassist siezt die imaginäre Person und erzählt vom Leben eines Kontrabassisten. Namen gibt es keine, doch stellt sich schnell heraus, dass der Ich-Erzähler ein intelligenter 35-Jähriger ist, der sich sehr gut in der klassischen Musik auskennt. Nachdem der Kontrabassist monologisch die Vorzüge und Einzigartigkeit, ja überhaupt die Notwendigkeit des Instruments in einem Musikstück preist, wettert er folglich permanent gegen den Kontrabass und dessen Spieler. Er sieht sich immer unbeachtet, Solostücke für Kontrabassisten fehlen in der Klassik. Und dann bekommt das Orchester Zuwachs von einer jungen Sängerin, in die der Protagonist sich verliebt hat. Nun sieht er in seinem Instrument, im Kontrabass, das Hindernis, um mit einer  Frau glücklich zu werden. Einerseits eine Hommage an Kontrabassisten, andererseits stellt Patrick Süskind das Schattendasein dieser außergewöhnlichen Musiker heraus. Mit Leichtigkeit erzählt der Autor die Hassliebe zu einem Instrument, das in großen Werken zwar nie fehlend darf, dem aber nicht ausreichend Aufmerksamkeit zuteil wird.

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  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    54books

    27. January 2013 um 13:26

    Ein richtiges starkes Kammerspiel für Mann und Kontrabaß. Schnell und leicht zu lesen, immer halb schmunzelnd, halb beklommen.
    Meine ausführliche Rezension http://wp.me/p37mWY-1B

  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    elRinas

    16. April 2011 um 18:36

    ein etwas anstrengend bis wehleidig geschriebener Monolog eines an der Realität des Lebens gescheiterten Berufsmusikers - nur die Paukisten sind angeblich noch schlimmer dran, doch "ohne BASS sch... ich auf ganze Melodie" soll mal eine Größe der Musikgeschichte hinterlassen haben. Kann auch als Soziologie-Kritik und Beitrag zur westlichen "Kulturgeschichte" gelesen werden...

  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    Beagle

    27. March 2010 um 17:25

    Eines der besten Theaterstücke, das ich je gesehen habe. Es handelt von einem Kontrabassisten der Staatsphilharmonie, der uns, dem Publikum, in seiner schallisolierten Wohnung von sich und seinem Instrument erzählt. Anfangs sind diese Schilderungen noch dem heißgeliebten Instrument gewidmet, er zählt die Stücke auf, die extra für den Kontrabass komponiert worden sind (im Übrigen nicht viele), dass der Kontrabass das wichtigste Instrument in einem Ensemble ist, denn nur er hat die Kraft, sich über alle anderen hinwegzusetzen, nur er schafft es, solch laute Töne zu produzieren, dass er sogar die Pauke denunziert. Doch mit zunehmendem Alkoholgenuss, fängt er an, sein wahres Gesicht zu zeigen. Dass ihn genau dieser Kontrabass auch einsam macht, denn wer würde schon einen Kontrabassisten, einem eher unwichtigen Musiker, sein Herz schenken? Sarah, seine angebetete, junge Sopranistin, ganz bestimmt nicht. Er beginnt, sich von dem Instrument verfolt zu fühlen, immer ist es präsent, man kann es nicht einfach, wie eine Geige, wegstellen, sodass man es nicht mehr sieht. Sein "bester Freund" lehnt an einem Sessel, währnd er ihn von einem Stuhl aus beobachtet, überprüft, dass er nich wieder etwas gegen ihn im Schilde führt. Sogar beim Essen tischt er extra für sein Instrument einen Teller auf. Er möchte etwas unternehmen, dass sein Leben verändert, wo anders spielen. Aber er ist Beamter im Staatsdienst, kann somit nicht gekündigt werden. Vielleicht, wenn er in einer Ruhepause zwischen zwei Stücken seine Liebe zu Sarah herausschreien würde, ja, vielleicht würde er dann endlich "fliegen"?!? Eine Parodie auf die Musik und die Einsamkeit, auf die Dinge, die sich die Menschen selbst einreden und auferlegen. Süßkind hat mit diesem Stück eines der meistgespielten Theaterstücke Deutschlands geschrieben und obwohl nur 1,5 Personen (der Musiker und sein Instrument) darin vorkommen, so ist es doch eine Meisterleistung! Eine Komödie, die trauriger nicht sein könnte.

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  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    Nicole_Rensmann

    16. February 2010 um 10:13

    Im Klappentext sagt Patrick Süskind: »Ich bin 1949 in Ambach am Starnberger See geboren und spiele nicht Kontrabaß, sondern Klavier. Kontrabaß schrieb ich im Sommer 1980. Es geht darin – neben einer Fülle anderer Dinge – um das Dasein eines Mannes in seinem kleinen Zimmer.« Und dennoch fasziniert nicht allein der Ich-erzählende Protagonist, der seine Kehle wiederholt mit einem Schluck Bier kühlt, dessen Name wir nicht erfahren und dessen Umgebung für uns blind bleibt. Virtuose Zugkraft besitzt dieses kleine 96 Seiten starke Buch, das Gänsehaut vermittelt und ein Schmunzeln auf mein Gesicht zauberte. Ein Pageturner fernab von actionreichen Dan Brown Büchern und überlasteten Fantasyschinken. Herrlich erfrischend und dabei schon mehr als ein viertel Jahrhundert alt. Ich fragte mich nach jeder Seite: Wo bringt es mich hin? Und am Ende fühlte ich mich nicht verraten, sondern wunderbar unterhalten, nahezu grandios. Ein Solostück, das 1980 entstand und am 22. September 1981 mit Nikolaus Paryla als Regisseur und Darsteller des Kontrabassisten im Cuvilliéstheater in München uraufgeführt wurde, wie die Copyrightseite verrät. ——- Patrick Süskind »Der Kontrabaß« Diogenes Verlag 96 Seiten Hardcover mit Schutzumschlag ISBN 3-257-01658-1 (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=1146

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  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    Anita27a

    19. August 2009 um 18:52

    Wie kommt einer dazu ein Instrument wie den Kontrabass zu spielen. Keiner lernt so ein Instrument freiwillig. Jeder Kontrabassist hat eine eigene Geschichte, wie er zu diesem Instrument kam. Auch unser Kontrabassist lässt den Leser teilhaben an seiner Geschichte, seiner Hass-Liebe zu einem Instrument, dass sein Leben bestimmt, bis hin zu seinem Liebesleben. Er sitzt zu Hause und redet sich so allerhand von der Seele. Der Kontrabass ist sein Schicksal, sein Dilemma und er hat den Wunsch auszubrechen. Vielleicht tut er es auch, wenn er sich traut. Der Kontrabass ist ein Ein-Mann-Stück, das zu lesen mir viel Spaß gemacht hat. Sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt werde iches mir im Theater ansehen.

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  • Rezension zu "Der Kontrabass" von Patrick Süskind

    Der Kontrabaß

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2008 um 07:23

    Oh, wie wunderbar geschrieben. Ein kleiner Auszug: "'Das Denken', sagt ein Freund von mir – er studiert seit zweiundzwanzig Jahren Philosophie und promoviert jetzt – 'Das Denken ist eine zu schwierige Sache, als dass jedermann darin herumdilettieren dürfte.' Er – mein Freund – würde sich auch nicht hinsetzen und die Hammerklaviersonate herunterspielen. Weil er das nicht kann. Aber jedermann glaubt, dass er denken kann, und denkt zügellos drauflos ..." Ich habe so wunderlich drauf losgelacht hier und dort. Und dann noch mehr dazwischen. Leider habe ich es bisher noch nicht gspielt gesehen.

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