Patrick Süskind , Jean-Jacques Sempé Die Geschichte von Herrn Sommer

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte von Herrn Sommer“ von Patrick Süskind

Herr Sommer läuft stumm, im Tempo eines Gehetzten, mit seinem leeren Rucksack und dem langen, merkwürdigen Spazierstock von Dorf zu Dorf, geistert durch die Landschaft und durch die Tag- und Alpträume eines kleinen Jungen. Erst als der kleine Junge schon nicht mehr auf Bäume klettert, entschwindet der geheimnisvolle Herr Sommer.

Kurze Geschichte über die Alltagshürden von Kindern, das Erwachsenwerden und der einfachen Schönheit des Lebens. Meisterhaft geschrieben.

— kirara

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  • Eine ganz wunderbare Geschichte ...

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    JuergenVogel

    13. October 2015 um 18:11

    ..., in welcher der Autor seinen Erzähler zurück in die Kindheit blicken lässt. Eigentlich will der die Geschichte von Herrn Sommer erzählen, einem merkwürdigen Einzelgänger, der von einer ständigen Unruhe getrieben wird. Schon ganz zu Anfang aber schweift er ab und konfrontiert den Leser mit seinen ganz persönlichen Erlebnissen. Von einer ersten Verliebtheit, über Klavierstunden bei Fräulein Funkel, bis hin zu dem nicht vorhandenen Fernsehapparat im eigenen Zuhause erfährt man amüsant geschilderte Details, von denen viele auch durch liebevolle Zeichnungen von Sempé dargestellt werden. Kurzum, eine sehr gelungene und äußerst kurzweilige Erzählung, die von einer Kindheit berichtet, aber keine Kindergeschichte ist.

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  • Ein ganz besonderes Buch ...

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    engineerwife

    22. September 2015 um 13:38

    Eine wirklich zauberhafte kleine Geschichte, wunderhübsch unterstrichen durch die tollen Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Sie handelt vom Erwachsenwerden eines Jungen und vom Sterben eines armen, in seinem eigenen Körper gefangenen Mannes, Herrn Sommer. So ganz anders als der große Erfolgsroman Das Parfüm handelt es sich hier um ein kleines Zuckerstückchen für zwischendurch. Gut gemacht, Herr Süßkind, mit vielen Lehren für das Leben.

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  • sehnsüchtig

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    dominona

    21. October 2014 um 09:43

    Kurz und schmerzlos, eine kleine Geschichte mit einem Jungen und dem wandernden Herr Sommer im Zentrum. Ist es Sehnsucht, die ihn am leben erhält? Diese Novelle ist fast tragisch-komisch und nicht ohne bleibenden Eindruck. Süskind kann auch anders und dennoch bleibt er sich treu.

  • "Nirgendwo ist der, der überall ist."

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. January 2014 um 08:12

    DIE GESCHICHTE VON HERRN SOMMER, geschrieben von Patrick Süskind, ist eine besondere Geschichte. Sie erzählt mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit, mit Witz und Humor über das Leben, vor allem aber über den seltsamen Mann namens Herr Sommer. Dabei spielt er noch nicht einmal die Hauptrolle in der Geschichte, ist stets im Hintergrund des Ich-Erzählers, der von sich und seinem Leben erzählt und sich des Öfteren fragt: wer ist eigentlich Herr Sommer? Und warum ist er ständig in Wanderschaft? Das Buch beginnt mit dem Fliegen: „Zu der Zeit, da ich noch auf Bäume kletterte…“ Früher einmal, vor vielen Jahren und Jahrzehnten, als der Ich-Erzähler noch jung war, nur ein wenig über einen Meter groß maß und Schuhgröße achtundzwanzig hatte, da war er so leicht, dass er fliegen konnte. Vor allem, wenn der Wind aufkam und ihn mit sich riss… doch warum spricht er seitenlang vom Fliegen? Eigentlich will er die Geschichte vom Herrn Sommer erzählen. Also beginnt der Ich-Erzähler, nachdem er so weit abgeschweift ist und über das Fliegen, Galileo Galilei und dessen Fallgesetz gesprochen hat, nochmal von vorn: „Zu der Zeit, da ich noch auf Bäume kletterte…“ Locker leicht schreibt der Autor über einen kleinen Jungen, der wie alle anderen Kinder im Dorf, zur Schule geht, wie er sich zum ersten Mal verliebt, Fahrrad fahren lernt und Klavierunterricht bekommt. Besonders die Klavierstunden prägen ihn. Jedes Mal, wenn er ein Stück fehlerfrei vorspielt, erhält er von der Mutter der Klavierlehrerin einen Keks. Die Mutter ist eine gebrechliche, alte Frau, die stets in ihrem Sessel sitzt und dem Jungen mit zitternden Fingern einen Keks hinhält, sobald er sich ihr genähert hat. Spielt er jedoch auch nur einen falschen Ton, beginnt die Lehrerin zu schreien und droht ihm: sollte er diesen einen Fehler noch einmal machen, würde er es bitter bereuen. Der Ich-Erzähler, der kleine Junge, eingeschüchtert von seiner tobenden Lehrerin, versucht es noch einmal und konzentriert sich so sehr darauf, den Fehler nicht zu machen, dass er ihn schließlich doch macht… Der Druck der Schule wird hier besonders deutlich und zeigt dem Leser, dass man wirklich nur dann lernt, wenn man es freiwillig und gerne macht. Dabei ist der Ich-Erzähler so wissbegierig! Ständig fragt er sich, was es mit Herrn Sommer auf sich hat und warum dieser sich so seltsam verhält. Ob er wohl unter Klaustrophobie leidet? Vielleicht läuft er immer davon, um jemandem aus dem Weg zu gehen? Doch vor wem sollte er davon laufen? Und warum ist er immer so in Eile? Immer, wenn ihn jemand anspricht, redet er so schnell und undeutlich, dass man nur noch Wortfetzen wie „keine Zeit“ versteht, und im nächsten Augenblick ist Herr Sommer schon wieder verschwunden. Mit seinem Verhalten erinnert er so manchen Leser an die heutige Zeit, in der immer mehr Menschen in Arbeitswahn verfallen, ständig in Eile sind und niemals Zeit haben. Schnell und rastlos wie Herr Sommer. „Nirgendwo ist der, der überall ist“, lautet ein Zitat von Seneca und beschreibt die Aussage des Buches wohl am besten. Denn obwohl Herr Sommer ständig unterwegs ist, gibt es niemanden, mit dem er in Beziehung steht, niemanden, der ihn zu Hause oder andernorts erwartet. Denn er verweilt nie lange an einem Ort. Aus fehlender Bindungsfähigkeit? Wer weiß… „Die Geschichte von Herrn Sommer“ ist also eine wahrlich besondere Geschichte. Eine interessante, witzige, lehrreiche. Über das Bestehen und Vergehen, über die Ruhe und Rastlosigkeit – in einer längst vergangenen Zeit, die übertrumpft wird von der Schnelligkeit der heutigen Zeit. Unterstützt wird der Text mit Bildern von Sempe, einem französischen Zeichner und Karikaturisten, der 2008 mit dem internationalen Kunstpreis „e.o.plauen Preis“ ausgezeichnet wurde. Auch für „Das Geheimnis des Fahrradhändlers“ arbeitete er mit Patrick Süskind zusammen. Dieser ist mit seinem Roman „Das Parfüm“ (1985) weltbekannt geworden. Alexa

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  • Zwischen Komik und Sehnsucht...

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    parden

    ZWISCHEN KOMIK UND SEHNSUCHT... Zu der Zeit, als ich noch auf Bäume kletterte, lebte in unserem Dorf ein Mann mit Namen "Herr Sommer". Kein Mensch wusste, wie Herr Sommer mit Vornamen hieß, und kein Mensch wusste auch, ob Herr Sommer einem Beruf nachging. Obwohl man über die Sommers und insbesondere über Herrn Sommer so gut wie nichts wusste, kann man doch mit Fug und Recht behaupten, dass es im Umkreis von mindestens sechzig Kilometern um den See herum keinen Menschen gab, Mann, Frau oder Kind - ja nicht einmal einen Hund -, der Herrn Sommer nicht gekannt hätte, denn Herr Sommer war ständig unterwegs. Es mochte schneien oder hageln, es mochte stürmen oder wie aus Kübeln gießen, die Sonne mochte brennen, ein Orkan im Anzug sein, Herr Sommer war auf Wanderschaft... Ein wenig verwirrt der Titel des Buches, denn besagter Herr Sommer ist im Grunde eine Randfigur des Geschehens - in dessen Kern steht ein kleiner Junge, der in diesem ländlichen Idyll aufwächst. Aus der Erinnerung des inzwischen alt gewordenen Jungen und erzählt aus der Ich-Perspektive werden retrospektiv Episoden aus seiner Kindheit erzählt, mit all ihren sinnlichen Vergnügungen, Verwirrungen und Enttäuschungen. Das Klettern auf Bäume, Radfahren, der schüchterne Versuch, einem Mädchen näher zu kommen und das nahezu traumatische Erlebnis einer Klavierstunde gehören zu den erinnerten Episoden - und bringen einen zum Schmunzeln oder führen zu eigenen Erinnerungen... Herr Sommer ist dabei ein allgegenwärtiger, getriebener Mensch, stets hastig mit Hilfe seines Stockes voran eilend, keine Zeit oder Ruhe zu verweilen. Süskinds Erzählstil setzt dabei auf Rätselhaftigkeit und Distanz - so bleibt Herr Sommer bis zum Schluss eine mysteriöse Erscheinung, in seinem immerwährenden Auftauchen fast schon nicht mehr wahrgenommen, und doch eine Tragik, ein unerträgliches Lebensgefühl vermuten lassend, einzig erspürt durch eben diesen kleinen Jungen, der in der Novelle als Erzähler fungiert. Die Erzählung selbst erfolgt ebenso hastig wie die Wanderungen des Herrn Sommer - der erste Punkt wird erst auf der dritten Seite gesetzt. Immer wieder schweift der Erzähler in seinen Gedanken ab, lässt sich treiben in seinen Erinnerungen - und komplettiert doch so das Bild seiner Kindheit. Zart und poetisch, gewitzt und komisch, melancholisch und doch mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit, so kommt die Erzählung daher. Wunderschön illustriert ist der schmale Band durch Zeichnungen von Sempé. Ich freue mich, dass mir dieses Kleinod in die Hände gefallen ist...

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    • 3

    parden

    04. June 2013 um 17:25
  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Morella

    29. July 2012 um 12:09

    BC-ID: 877-13300238

  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    piubella

    20. January 2012 um 19:24

    Bewertung Erzählt wird diese wunderbar leichte, manchmal auch humorvolle Geschichte von einem Erwachsenen, der Rückblick auf sein Leben als kleiner Junge hält. Wir begleiten ihn ein Stück auf seinem Weg zum Erwachsenwerden, mit all seinen Höhen und Tiefen und Wünschen. Süskind erzählt seicht, sanft und leise, mit dem gleichen Tempo, mit welchen Herr Sommer seine ausgedehnten Wanderschaften unternimmt, rasant und schnell. Dabei bleibt die Hintergrundmusik der Geschichte aber tragisch und nachdenklich. Und warum das Buch so endet, wie es endet...so tragisch...tja.. Herr Sommer ist eine Randfigur, ein Synonym. Für welches Synonym er steht, dass wird jeder Leser für sich herausfinden müssen. Mein Fazit Ein absolut lesenswertes Buch. Nicht zu vergleichen mit "das Parfüm". Ganz anders, einfach schön! Für mich ganz klare 5 Sterne!

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2011 um 16:57

    Herr Sommer ist ein eigenartiger Kauz, so weiß der junge Ich-Erzähler noch aus seiner Kindheit zu berichten. Von früh morgens bis spät abends treibt es ihn von Ort zu Ort, rund um den See. Egal welches Wetter herrscht und selbst bei schlimmsten Hagelsturm tragen ihn seine Füße und scheinen nicht anhalten zu wollen, es sei denn, es geht wirklich nicht anders. Selbst seine Frau, die Zuhause Puppen herstellt, sieht ihn kaum. Angeblich leidet er an Klaustrophobie, heißt es im Ort. Dieses "Im-Freien-herumlaufen-müssen" beeindruckt den Erzähler so allgemein, dass sich die wenigen Begegnungen mit diesem kauzigen Dorftbewohner in sein Gehirn eingebrannt haben, auch wenn er damals noch nichtmal Gymnasialschüler war. Als er eines Tages mit seinem Vater bei schlimmstem Hagelschauer im Auto unterwegs ist, bietet sein Vater dem Spaziergänger an, ihn nach Hause zu fahren und wird zunächst knallhart ignoriert. Nachdem er sich aber nicht abwimmeln lassen lässt, erhält er eine Reaktion: "Ja so laßt mich doch endlich in Frieden!" Eine für den Erzähler einprägsame Aussage, an die er sich bei einer schicksalsträchtigen Begegnung im Wald hält. "Die Geschichte von Herrn Sommer" ist nach "Das Parfüm" das zweite Werk von Patrik Süskind, welches ich gelesen habe und ich hab jeden einzelnen Satz wirklich genossen. Süskind erzählt mit einer wunderbaren Leichtigkeit, so dass das sicherlich nicht das letzte Werk Süskinds ist, das ich lesen werde.

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Rosalie

    04. July 2011 um 14:02

    Eine wunderschöne kleine Geschichte für zwischendurch <3

  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    furchtzwergal

    21. April 2011 um 21:50

    Der Ich-Erzähler berichtet aus seiner Jugend und vor allem von den Begegnungen mit Herrn Sommer. Herr Sonmer ist ein eigenartiger, älterer Mann. Er spaziert tagein, tagaus weite, weite Wege durch die Landschaft, scheint weder einzukehren, noch jemanden zu besuchen, im Gegenteil, es scheint, als habe er nicht im entferntesten ein Ziel. Obwohl Herr Sommer nie auch nur ansatzweise ein Gespräch mit dem Jungen führt, sorgt er für so manche einschneidende Begegnungen. Eine tiefe Geschichte, mit überraschenden Ereignissen. Stimmt sehr nachdenklich und irgendwie traurig.

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Blizzardius

    04. January 2011 um 16:55

    Süskind konstruiert die Jugend eines Jungen, der in einer Kleinstadt lebt. In dieser Stadt lebt auch Herr Sommer, der ständig mit seinem Stock umherwandert; niemand weiß wohin und wieso. Immer wieder kreuzen sich die Wege dieser beiden Personen. Die Geschichte wird dadurch interessant, dass der Erzähler selbst eingesteht, seit seinem Fall vom Baum Konzentrationsschwierigkeiten zu haben und so sich selbst und seine Erzählung anzweifelt. Ein sehr gut zu lesendes Buch, das unterhaltsam und interessant ist!

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Beagle

    03. April 2010 um 01:54

    Die Geschichte von Herrn Sommer, einem Außenseiter, erzählt von Patrick Süskind, rückblickend in dessen Jugend. Herr Sommer spaziert immerzu durch die Gegend, um den See herum, durch die Dörfer bis zur nächsten Stadt. Niemand weiß, was er sonst macht, wenn man ihn sieht, dann immer nur mit seinem Hut und dem überlangen Stock, bei Wind und Wetter. Er ist ein Sonderling, der nicht viel spricht, und wenn er etwas sagt, so sind es meist unverständliche Sätze: "mussnochdahin, habeeseilig..." Die Novelle lässt uns viel über Süskinds Jugend erfahren, wie er "geflogen" ist, das Klavierspielen erlernte oder, dass er es liebte, auf Bäume zu klettern. Aber, sie will keine Erzählung über die Jugend sein, sonder von Herrn Sommers sonderbaren Ausflügen berichten. Einem Mann, der immer anwesend war in dieser Gegend und doch von niemandem mehr beachtet wurde. Durch Sempés lustige Zeichnungen erlangt das Buch einen besonderen Schmunzeleffekt, herrlich leicht zu lesen und doch traurig.

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Nicole_Rensmann

    16. February 2010 um 10:10

    »Dieser Ausdruck ist ein Stereotyp«, pflegte er zu erklären, wenn er irgendwo den Satz »Sie werden sich den Tod holen« hörte oder las »und ein Stereotyp – merkt euch das ein für alle Mal! – ist eine Redewendung, die schon so oft durch die Münder und die Federn von Krethi und Plethi gegangen ist, daß sie überhaupt nichts mehr bedeutet. Zitat: S. 38 »Die Geschichte von Herrn Sommer« von Patrick Süskind. Und wie Recht der Vater damit hat, aber in Patrick Süskinds aus dem Jahre 1991 stammenden Roman geht es nicht um Schreibtipps. Und nur nebenbei handelt die 128 Seiten lange und mit farbigen Illustrationen von Sempé versehene Geschichte von dem Vater des Erzählers. Wir lernen einen siebenjährigen Jungen kennen, der uns über seine Probleme als Jüngster in der Familie mit viel zu großen, vererbten Fahrrädern berichtet, von seiner ersten Liebe und dem Fräulein Klavierlehrerin zu erzählen weiß. Und bei all diesen kindlichen Erfahrungen, die im Laufe des Buches zu den eines Jugendlichen heranwachsen, hören wir von Herrn Sommer, der den ganzen Tag – und dem Anschein nach auch die ganze Nacht – spazieren geht. Das abrupte Ende erinnerte jedoch daran, wer die Hauptperson dieser Novelle darstellte. »Die Geschichte von Herrn Sommer« ist eine nette, kurzweilige, gut geschriebene Geschichte, aber nicht vergleichbar mit »Der Kontrabaß« oder »Das Parfum«. Text Umschlag: Patrick Süskind wurde 1949 in Ambach am Starnberger See geboren. 1984 erschein sein Ein-Personen-Stück »Der Kontrabaß«, 1985 sein erster Roman »Das Parfum«, 1987 die Erzählung »Die Taube«. Jean-Jacques Sempé wurde 1932 in Bordeaux geboren. Seit 1959 sind mehr als dreißig Bücher von Sempé erschienen. (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=1157

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Anita27a

    02. November 2009 um 19:43

    Der Ich-Erzähler, erzählt als erwachsener Mann Episoden aus seiner Kindheit. Nicht wegzudenken ist hier Herr Sommer. Der bekannteste Mann der Gegend, obwohl ihn niemand kannte, ja sogar seinen Vornamen wusste niemand. Herr Sommer wandert jeden Tag von morgens bis abends, ruhelos, nahezu ohne Pause. Immer wieder kreuzt Herr Sommer die Wege des Erzählers. Eine komische Geschichte, wunderbar leicht erzählt, nie langweilig und ungeheuer amüsant.

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  • Rezension zu "Die Geschichte von Herrn Sommer" von Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    Kathchen

    30. July 2009 um 17:55

    In dieser Novelle berichtet der erwachsene Ich-Erzähler einen Teil aus seiner Kindheit und die damit verbundenen Begegnungen mit Herrn Sommer. Herr Sommer war ein komischer Kerl. Er wohnte zusammen mit seiner Frau und er ging jeden Tag spazieren, dadurch kannten ihn auch alle Bewohner von Untern- bzw. Obernsee. Allerdings auch nicht sehr, denn er unterhielt sich mit niemanden, sondern spazierte einfach durch die Gegend, niemand wusste wieso oder wohin. Und besonders dem Ich-Erzähler ging dieser Mann nicht aus dem Kopf. “Die Geschichte von Herrn Sommer” ist ein sehr kurzes Lesevergnügen, für das ich gerademal eine Stunde gebraucht hatte. Es lässt sich flott lesen. Der Erzähler berichtet über seine Kindheit in einem sehr amüsanten Ton und man kann sich regelrecht in den kleinen Jungen hineinversetzen. Über die “Ungerechtigkeiten”, die ihm zuteil wurden konnte ich mich teilweise etwas aufregen, aber andererseits fand ich sie auch recht lustig, zumal sie einem kleinen Jungen passierten. Doch das ist nicht nur die Geschichte von dem Ich-Erzähler, sondern auch über Herrn Sommer. Allerdings erfährt man über ihn nicht viel, außer dass er immer mit einem Stock spazieren geht, im Sommer wie im Winter. Doch die Begegnungen mit ihm zeigen, dass er das eher nicht aus reiner Freude macht, sondern vielleicht vor etwas davonläuft, etc. Doch das wird in dem Buch nicht geklärt. Und vorallem das Ende hat mich sehr nachdenklich gestimmt und das wird sicherlich eines der Bücher sein, dass ich in ein paar Jahren nochmal lesen werde… Die Stimmung und Atmosphäre hat mir gut gefallen, die Erzählung war voll von Sehnsucht und Wehmut nach der vergangenen Kindheit. Das Buch ist mit vielen farbigen Bildern von Sempé ausgestattet, die mir alle sehr gefielen. Zumal es immer die Szene war, die man kurz vorher gelesen hatte. Ich habe mir jede genau angesehen und konnte mir dadurch auch die Geschichte im Kopf besser vorstellen, zumal dieses Büchlein auch nur 130 Seiten “stark” ist. Süskind gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren. “Das Parfum” finde ich nach wie vor genial (auch nach mehrfachem lesen) und auch von seinen kurzen Novellen bin ich sehr angetan und so hat mich auch “Die Geschichte von Herrn Sommer” begeistern können! Einfach ein wunderbares Leseerlebnis.

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