Patrick Süskind Die Taube

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Inhaltsangabe zu „Die Taube“ von Patrick Süskind

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.

100 Seiten zwischen Bestreben zur Normalität, Monotonie und Wahnsinn

— killmonotony
killmonotony

selten eine so gute Geschichte gelesen

— Valabe
Valabe

ein unglaubliches Meisterwerk

— Petra54
Petra54

Wer hier einen Sinn sucht wird verzweifeln. Aber der kurze Einblick in das Leben von Jonathan fand ich trotzdem super.

— Catniss
Catniss

Kurz und doch zu lang. Ohne eine wirkliche Handlung aber trotzdem irgendwie gut. Sollte man lesen,ist ja schon ein Klassiker.

— Miriam0611
Miriam0611

Wunderbar kurzweilige Erzählung!

— JuergenVogel
JuergenVogel

Ein sehr gutes und unvergessliches Buch. Der Schreibstil von Herrn Süskind ist mMn kaum zu übertreffen.

— Tine_Kempf
Tine_Kempf

ziemlich witzig und ansprechend.

— mistellor
mistellor

Eine nicht unbedingt spaßige, jedoch sehr beeindruckende Lektüre.

— melvil
melvil

Die Verdichtung eines einzigen Tages wird zum Psychogramm eines einsamen Mannes. Feinsinnig beobachtet! Leseempfehlung.

— TinaGer
TinaGer

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killmonotony

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  • Rezension: Die Taube

    Die Taube
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:20

    Patrick Süskind schafft hier ein kleines Wunderwerk: Auf 100 Seiten erzählt er von einem schicksalsträchtigen Tag im Leben des Jonathan Noel, der seit 30 Jahren zurückgezogen und für sich in einer klitzekleinen Ein-Zimmer-Wohnung lebt. Begegnungen mit Nachbarn und Mitbewohnern des Hauses meidend, ist er gern allein und hat seine Ruhe. Er geht einem relativ langweiligen Job als Wachposten einer Bank nach, bei dem nichts tut, außer den ganzen Tag auf einer Treppe vor ebendieser positioniert zu stehen. Sein geordnetes Leben und seine innere Ruhe und vor allem seine Monotonie werden eines Tages jedoch zerstört, als er auf dem Weg zur Etagen-Toilette eine Taube vor seiner Tür stehend vorfindet. Mit ihren „toten, blicklosen“ Augen schaut sie ihn an und die Panik über das hereingebrochene Chaos durchfährt ihn blitzartig. Immer tiefer driften seine Gedanken in eine Richtung ab, die nicht mehr normal erscheint, die Taube wird zum Symbol für Anarchie und Chaos. Er schafft es gerade noch zur Arbeit, scheinbar von Pech und Unglück verfolgt, mit dem festen Vorhaben im Kopf, nie wieder zurückzukehren, sein Apartment zurückzulassen, da „dort, wo eine Taube lebt, kein Mensch mehr leben kann“. Eine kleine Reise durch die Gedankenwelt eines Mannes, dessen Leben durch das Erscheinen einer Taube komplett durcheinander geworfen wird. Eine sehr entzückende Geschichte, die trotz ihrer Kürze, die uns das Gedankegewirr offenlegt, das uns befallen kann, wenn es zu einer unerwarteten Situation kommt. Man hegt trotz seiner Verrücktheit Sympathien für den Protagonisten, der zwar den Clochard um seiner Freiheit willen in gewissen Situationen beneidet, aber doch stets zu seinem gewohnten Trott, seinem behüteten Leben zurückkehrt. Diese und andere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Monolog eines Eigenbrötlers

    Die Taube
    Petra54

    Petra54

    06. July 2016 um 11:16

    Dieses Buch hat mich ebenso wie "Das Parfüm" von der ersten bis zur letzten Zeile komplett beeindruckt. Dabei geht es nur um den Monolog eines Eigenbrötlers über 24 Stunden seines eintönigen Tages. Das Lesen ist alles andere als eintönig, sondern psychologisch hochinteressant beschriebene Gedanken, die der Anblick einer Taube bei einem menschenscheuen Mann auslösen. Der Autor beschreibt Kleinigkeiten derart geschickt, dass ich wie gebannt die Luft beim Lesen und Mitfühlen anhielt.

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  • Wunderbar kurzweilig...

    Die Taube
    JuergenVogel

    JuergenVogel

    22. June 2015 um 18:47

    Eine wahrlich entzückende Geschichte. Trotz ihrer Kürze gewährt sie einen tiefen Einblick in alle möglichen Gedankenwirrgänge, die sich auftun können, wenn man unerwarteten Lebenssituationen ausgesetzt wird. Selbst als geringfügig einzuschätzende Schwierigkeiten können manchmal zu scheinbar unlösbaren Konfrontationen mutieren. Besonders musste ich immer dann schmunzeln, wenn ich eigene Züge, natürlich in gemilderter Form, im Wesen des Protagonisten erkannt habe. So sehr man sich anfangs über Jonathan amüsieren mag, habe ich zunehmend auch Verständnis und Sympathie für ihn entwickelt. Rundum ein wunderbares kleines Buch. Einzig fand ich persönlich Begriffe wie "Pisse" völlig überflüssig, zudem auch irgendwie unpassend zu dem sonst ganz wunderbaren Text.

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    marcelsarman

    marcelsarman

    09. July 2014 um 21:19

    "Das mache ich so, weil ich es schon immer so gemacht habe" - scheint das Motto der Hauptfigur dieser Erzählung zu sein, der Tagesablauf ist penibel geplant und minutiös durchorganisiert, warum das so ist und ob dies einen Sinn ergibt, darüber wird nicht nachgedacht. Doch dann gerät das Leben dieses älteren Wachmanns einer Pariser Bank durch das plötzliche Auftauchen einer Taube auf seiner Toilette  aus den Fugen. Der sehr korrekte und pendantische Mann, macht sich nun Gedanken über sein bisheriges Leben. Süskind versteht es meisterhaft, die Gedanken des Mannes zu formulieren. Die Gedankengänge des Wachmannes sind in all ihrer spießigen Gewöhnlichkeit oftmals sehr amüsant, aber oftmals auch tragisch, weil er in seiner eigenen Welt gefangen zu sein scheint. Wer hintergründige Gesellschaftskritik mag, wird auf seine Kosten kommen. Süskind beschreibt die Eigenheiten der Hauptfigur ohne die Figur lächerlich zu machen oder zu demütigen, stellt jedoch überkorrektes Verhalten oder den zwanghaften "Dienst nach Vorschrift" in Frage.   Bewertung: Ein Bankangestellter der einen Bettler für seine scheinbare oder tatsächliche Freiheit bewundert, nur eine von vielen durchaus interessanten Denkanstößen, die das sehr gut geschriebene und leicht zu lesende Buch aufwirft. Wie als Co-Autor in den bekannten TV-Serien "Monaco Franze" oder "Kir Royal" beweist Süskind auch hier seine Klasse - 5 Sterne.

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  • Die Taube - Süskind

    Die Taube
    TinaGer

    TinaGer

    Süskinds Erzählung nimmt einen einzelnen Tag im Leben eines Menschen unter die Lupe. Was da unter dem Mikroskop seiner feinsinnigen Beobachtungsgabe zu Tage tritt, ist das Psychogramm eines einsamen Mannes. Der Wachmann einer Pariser Bank lebt zurückgezogen in geordneten Verhältnissen. Das Unkontrollierbare, das Unvorhersehbare liegt ihm nicht. Ja, da sind die kleinen Neurosen längst zu großen Angststörungen geworden, doch wem fallen diese Dispositionen ins Auge? Niemanden, denn es gibt keinen Betrachter, bis zu dem Moment, in dem Süskind eine Taube in das sonst so geordnete Leben des einsamen Mannes setzt. Er schreibt einen gänzlich grandiosen Text über einen Tag, der vollkommen aus der Spur gerät. Unterhaltsam, köstlich, amüsant. Leseempfehlung!

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    • 2
    Madlenchen

    Madlenchen

    22. June 2014 um 19:34
  • Eines meiner Favoriten von Patrick Süskind!

    Die Taube
    BuchLeseZauber

    BuchLeseZauber

    23. February 2014 um 09:35

    Klar, jeder kennt DAS PARFUM, aber dieses Buch lohnt ebenfalls gelesen zu werden. Mich hat es fasziniert. Wer selbst mit Tauben und dieser Plage zu "kämpfen" hat, der ahnt, dass es purerGrusel werden kann, einer Taube einmal Auge in Auge auf engstem Raume gegenüber zu stehen. Fast möchte ich sagen es ist ein Buch für Halloween. In jedem Fall aber nichts für schwache, zartbesaitete Gemüter! Ich fand es prima! - Topp!

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    Bine1970

    Bine1970

    18. January 2013 um 11:32

    Patrick Süskind – Die Taube Kann eine Taube auf einem Hausflur, das Leben eines Mannes vollkommen aus der Bahn werfen? Ja sie kann. Jonathan Noel 50 Jahre lebt alleine in einem kleinen Zimmer, mit Etagenklo. Als er eben dieses Zimmer verlassen möchte, erschrickt er fast zu Tode, denn eine Taube sitzt im Hausflur und starrt ihn an. Jonathan stürzt zurück in sein Zimmer und denkt er stirbt. Bisher lief alles immer in gewohnten Bahnen, aber diese Taube, die den Hausflur verkotet hat, bringt sein Leben vollkommen durcheinander,aber warum? Es ist nur eine Taube! Jonathan überlegt sogar sein Zimmer für immer aufzugeben, sein Zimmer, das er als seine Geliebte betitelt. An diesem Tag geht alles schief was nur schief gehen kann, da kommen sogar Gedanken eines Amoklaufs oder Suizid auf. 96 Seiten wunderbar von Patrick Süskind, zu einer Geschichte geschrieben, bei der man am Ende denkt: tolles Buch! Aber es ist auch erschreckend, denn wie oft ist es eine Kleinigkeit, die das Leben plötzlich total umkrempelt und nichts ist mehr wie es war. Ich ging eher mit gemischten Gefühlen an dieses Buch, denn von Süskind kanne ich nur das Parfüm und fand das Buch einfach nur uaaaaah Auch bei "Die Taube" gab es manche Stellen wo ich dachte, warum muß er so ins Detail gehen!? Ein kurzer Moment des Ekels stellte sich ein, verflog aber ganz schnell wieder. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und es liest sich tatsächlich in einem Rutsch, ein Nachmittag in der Sonne und das Buch war beendet

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    SoSo

    SoSo

    02. August 2012 um 23:24

    Ich habe den Text für mein Examensthema "Literatur und Psychiatrie: Literarische Darstellungen von Wahnsinn und Geisteskrankheit" gelesen. Die Geschichte erzählt einen Tag aus dem Leben von Jonathan Noel. Er liebt die Ordnung und braucht einen geregelten Tagesablauf. " Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, dass ihm überhaupt noch etwas anderes Wesentliches würde widerfahren können als dereinst der Tod. Und das war ihm durchaus recht. Denn er mochte Ereignisse nicht, und er hasste geradezu jene, die das innere Gleichgewicht erschütterten und die äußere Lebensordnung durcheinander brachten." (Seite 5) An diesem Morgen sitzt eine Taube direkt vor seiner Zimmertür und seine ganze Ordnung scheint aus den Fugen zu geraten, Der Text ist grandios geschrieben. Patrick Süskind hat es geschafft, die Neurosen von Jonathan Noel so darzustellen, dass sie dem Leser einerseits als amüsante Episoden erscheinen man aber andererseits auch das individuelle Leid und die gravierende Störung von Jonathans Leben begreift.

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    Sab

    Sab

    22. April 2012 um 16:38

    Mit das witzigeste Buch das ich in meinem Regal stehn habe!Ein Mann geht jeden Tag seinen gewohnten Ablauf nach. Privat sowie bei der Arbeit, bis plötzlich eine Taube in seinem Leben auftaucht und nichts mehr ist wie davor. Nach dem ich "Das Parfum" gelesen haben hätte ich nicht gedacht das Süskind so etwas witziges schreiben könnte. Ich liebe dieses Buch einfach und muss jedes mal wieder herzhaft Lachen wenn ich es lese, einfach ein Liebhaberbuch :)

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    awogfli

    awogfli

    08. March 2012 um 17:59

    Der von Zwangsstörungen geplagte Eigenbrötler Jonathan hat sich in seinem monotonen Leben außerordentlich gemütlich eingerichtet. Da gerät durch das Erscheinen einer Taube seine Existenz völlig aus den Fugen. Sprachlich ausgezeichnet gibt der Autor einen nachvollziehbaren treffenden Einblick in die Gedankenwelt einer traumatisierten Person, die sich mit Problemen herumschlägt, die man "normalerweise" nicht als solche betrachtet. Der einzige Wermutstropfen, der bei diesem Buch besteht: Es ist wie alle Novellen zu kurz. Ich mag keine dünnen Bücher, die sind wie ein guter Snack, der den Hunger nicht stillt. Auf jeden Fall hat sich mein Dezemberbeutezug auf Bücherflohmärkten, der mich mit 50 alten Werken beglückt hat, außerordentlich gelohnt. Dieser eine Euro, den ich investiert habe ist Gold wert!

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    juni_mond

    juni_mond

    03. February 2012 um 23:34

    Ja, das ist wirklich ein Buch, bei dem man sich auf einen Protagonisten gefasst machen muss, dessen Empfinden man nicht unbedigt nachvollziehen kann, in das man sich aber hineinversetzen sollte! Jonathan Noels Motivation im Leben ist es, an einem Punkt anzugelangen, an dem er endlich sein Leben leben kann, wie er es sich erträumt. Einfach völlig ohne Ereignisse! Er ebnet sich den Weg dorthin auch sehr gut, bezieht ein kleines Zimmer in einem Mietshaus, in dem er jeden Morgen von innen an der Tür lauscht, um bloß niemandem auf dem Flur, auf dem Weg zur Toillette zu begegnen oder diese gar besetzt vorzufinden. Eine Horrorvorstellung. Er hat einen täglich Gleichverlaufenden Job (Wachmann einer Bank), dessen einzige Aufgabe es ist, den ganzen Tag vor der Bank zu stehen, diese morgens aufzuschließen und irgendwann der Limousine des Direktors das Tor zu öffnen. Doch eines Morgens läuft alles aus dem Ruder. Als Jonathan seinen morgendlichen Toillettengang gerade nach gründlichem und absichernden lauschen antreten will, sitz direkt vor seiner Zimmertür eine Taube auf dem Boden und verpasst ihm den Schock seines Lebens. Im selben Moment ist ihm klar, er kann niewieder an diesen Ort zurückkehren, den nun eine Taube ihr eigen nennt. Er packt seinen Koffer, rüstet sich auf das abermalige zusammentreffen mit dem Untier und verlässt mit dem Vorhaben eine Pension zu beziehen seine Wohnung... Ähnlich extrem geht das ganze weiter, das sonst so geordnete und gleichförmige Leben des Jonathan Noel wird an diesem Tag völlig umgekrempelt. Allerlei Dinge (Kleinigkeiten) pasieren, die für Jonathan unfassbar schrecklich sind und denen er sich in langen inneren Monologen (bei denen ich des Öfteren herzlich Schmunzeln musste). Das Ende war zwar für Jonathan äußerst überraschend (für mich jedoch denkbar) aber sehr lustig :) Insgesamt eine gelungene Abhandlung über einen einzigartigen Charakter, empfehlenswert!!!

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    Brauner

    Brauner

    02. December 2011 um 17:53

    Hoppla. An dieser Stelle muss ich wohl leider aus der Reihe tanzen, aber ich konnte dem Buch leider gar nichts abgewinnen, obwohl "Das Parfum" zu meinen Lieblingsbüchern gehört und ich Süskind's Art zu Schreiben sehr mag. Aber als ich "Die Taube" beendet habe (was ja sehr schnell geht) wurde ich das Gefühl nicht los gerade etwas vollkommen überflüssiges und total überzogenes gelesen zu haben. Da sieht der Mann eine Taube und dreht durch. Die Stelle in dem Buch, an der realistisch deutlich wird, warum Jonathan beim Anblick der Taube seine Existenz in Gefahr sieht, habe ich scheinbar verpasst. Schade, denn das ist wohl die Vorraussetzung für die weitere Geschichte, die ich dann einfach nicht mehr ernst nehmen konnte. Als ich das Buch wieder in mein Regal stellte war ich einfach nur verwirrt, so nach dem Motto "Was war das denn gerade?"

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    LEXI

    LEXI

    Patrick Süskind hatte mich bereits vor vielen Jahren mit seinem Buch „Das Parfum“ für sich eingenommen. Bei der Lektüre des Buches „Die Taube“ fand ich meinen ersten Eindruck bestätigt. Süskind ist ein großartiger Erzähler mit einer Vorliebe für Details. Seine Sprache ist kunstvoll, sehr eindrucksvoll und aussagekräftig. Und doch schreibt er oftmals in kurzen, prägnanten Sätzen. Im vorliegenden Buch wird das innere Gleichgewicht des Protagonisten Jonathan Noel durch die bloße Existenz einer Taube in frage gestellt, er verlässt fluchtartig sein Zimmer in der Rue de la Planche und jede darüber hinaus gehende Aktion findet wie im Taumel statt. Dinge, die für die meisten Menschen Banalitäten darstellen, werden von Noel als Existenz bedrohend angesehen und kurzfristig denkt er sogar an Selbstmord als Ausweg. Ein überaus komplexes Seelenleben breitet sich vor dem Leser aus und Süskind zeigt auf, wie fragil das innere Gleichgewicht eines Menschen sein kann, wie rasch und leicht es ge- oder sogar zerstört werden kann. Ein Buch, das man nicht vor der letzten Seite aus der Hand legen möchte.

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    Blizzardius

    Blizzardius

    04. January 2011 um 16:46

    Jonathan Noel lebt abgeschottet mit täglich gleichen Abläufen sein einsames Leben. Doch eines Morgens sitzt eine Taube vor seiner Tür - ein Ereignis, das sein gesamtes Leben durcheinander wirft und weitere Dinge nach sich zieht. Süskind beschreibt sehr gut, wie sich Menschen an Muster gewöhnen und im Glauben wiegen können, alles unter Kontrolle zu haben und hält dem Leser den Spiegel vor, es dem Wachmann Noel nicht gleich zu tun. EIn sehr schön geschriebenes Buch und eine absolute Empfehlung!

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  • Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Die Taube
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2010 um 13:05

    Das Leben in Paris.

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