Die Taube

von Patrick Süskind 
3,9 Sterne bei306 Bewertungen
Die Taube
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loveisfriendships avatar

Skurril und zum Nachdenken anregend. Unvergessen für mich v.a. die Passage, die den Autohass des Protagonisten auf herrliche Weise skizziert

thiefladyXmysteriousKathas avatar

Skurril aber sehr besonders. Mich hat es beeindruckt.

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Inhaltsangabe zu "Die Taube"

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257218466
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:24.04.1990
Das aktuelle Hörbuch ist bei Litraton erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    shilakatzes avatar
    shilakatzevor 2 Monaten
    Rezension - Die Taube

    Eine Taube verändert schlagartig einen ganze  Tag. Sehr interessante Erzählung aus dem Leben eines 50- Jährigen Mannes mit viel psychologischem Hintergrund auch wenn ich noch nicht ganz weiß wie ich die Geschichte finden soll.

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    dieses-und-jeness avatar
    dieses-und-jenesvor 6 Monaten
    [Rezesion] Die Taube von Patrick Süskind

    Jonathan, der Protagonist, lebt seit jeher ein sehr zurückgezogenes, penibel durchgeplantes Leben, in dem er sich bequem eingerichtet hat. Eine Verändernung, wie der Anblick eine Taube, stürzt dieses mit einem Schlag ins Chaos, was sich in seinen oftmals, vielleicht für den ein oder anderen nicht so gut nachvollziehbaren, etwas wirren Gedankengängen ausdrückt. Für einige Menschen sind diese vielleicht nicht von Anfang nachzuvollziehen. Mir erging es so im ersten Drittel des Buches. Der Aha-Effekt hat sich mir leider erst auf den letzten Seiteneingestellt. Jedoch hat mich bei diesem Buch nicht so sehr die Handlung als vielmehr der Stil des Autors gefesselt, so dass ich das, mit 99 Seiten, kleine Büchlein an einem Abend gelesen habe.

    Für mich hat "Die Taube" von Patrick Süskind fünf Sterne verdient. Der Autor schafft es mit seinem Stil den Leser fesselnd durch die Handlung zu führen und neben einigen wirren auch tiefe Momente zuzulassen.

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    Serwens avatar
    Serwenvor 10 Monaten
    Die Taube

    Möglicherweise gelingt es nicht jedem Menschen gleich gut sich an Jonathans Gedankengänge zu gewöhnen. Wer jedoch, so wie ich, ein überaus schüchterner Mensch ist und unangenehmen Situationen des Öfteren aus dem Weg geht, der kann sich stellenweise aussergewöhnlich gut in ihn hineinleben. Jedoch wage ich es nicht, dem Buch 5 Sterne zu geben, da, wie ich meine, sehr vieles in Jonathans Leben für beispielloses Chaos sorgen könnte, aber dass dies beim Anblick einer Taube geschieht, wirkt bei mir nicht. Vermutlich liegt das eben daran, dass ich mich an sich gut in ihn hineinversetzen kann.  Dieser Moment auf dem Flur zerstörte auf gewisse Weise meine Identifikationsfigur. Schade, dass die Geschichte auf dieser Szene aufbaut.

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: 100 Seiten zwischen Bestreben zur Normalität, Monotonie und Wahnsinn
    Rezension: Die Taube

    Patrick Süskind schafft hier ein kleines Wunderwerk: Auf 100 Seiten erzählt er von einem schicksalsträchtigen Tag im Leben des Jonathan Noel, der seit 30 Jahren zurückgezogen und für sich in einer klitzekleinen Ein-Zimmer-Wohnung lebt. Begegnungen mit Nachbarn und Mitbewohnern des Hauses meidend, ist er gern allein und hat seine Ruhe. Er geht einem relativ langweiligen Job als Wachposten einer Bank nach, bei dem nichts tut, außer den ganzen Tag auf einer Treppe vor ebendieser positioniert zu stehen. Sein geordnetes Leben und seine innere Ruhe und vor allem seine Monotonie werden eines Tages jedoch zerstört, als er auf dem Weg zur Etagen-Toilette eine Taube vor seiner Tür stehend vorfindet. Mit ihren „toten, blicklosen“ Augen schaut sie ihn an und die Panik über das hereingebrochene Chaos durchfährt ihn blitzartig. Immer tiefer driften seine Gedanken in eine Richtung ab, die nicht mehr normal erscheint, die Taube wird zum Symbol für Anarchie und Chaos. Er schafft es gerade noch zur Arbeit, scheinbar von Pech und Unglück verfolgt, mit dem festen Vorhaben im Kopf, nie wieder zurückzukehren, sein Apartment zurückzulassen, da „dort, wo eine Taube lebt, kein Mensch mehr leben kann“.

    Eine kleine Reise durch die Gedankenwelt eines Mannes, dessen Leben durch das Erscheinen einer Taube komplett durcheinander geworfen wird. Eine sehr entzückende Geschichte, die trotz ihrer Kürze, die uns das Gedankegewirr offenlegt, das uns befallen kann, wenn es zu einer unerwarteten Situation kommt. Man hegt trotz seiner Verrücktheit Sympathien für den Protagonisten, der zwar den Clochard um seiner Freiheit willen in gewissen Situationen beneidet, aber doch stets zu seinem gewohnten Trott, seinem behüteten Leben zurückkehrt.

    Diese und andere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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    Petra54s avatar
    Petra54vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ein unglaubliches Meisterwerk
    Monolog eines Eigenbrötlers

    Dieses Buch hat mich ebenso wie "Das Parfüm" von der ersten bis zur letzten Zeile komplett beeindruckt. Dabei geht es nur um den Monolog eines Eigenbrötlers über 24 Stunden seines eintönigen Tages.

    Das Lesen ist alles andere als eintönig, sondern psychologisch hochinteressant beschriebene Gedanken, die der Anblick einer Taube bei einem menschenscheuen Mann auslösen. Der Autor beschreibt Kleinigkeiten derart geschickt, dass ich wie gebannt die Luft beim Lesen und Mitfühlen anhielt.

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    JuergenVogels avatar
    JuergenVogelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbar kurzweilige Erzählung!
    Wunderbar kurzweilig...

    Eine wahrlich entzückende Geschichte. Trotz ihrer Kürze gewährt sie einen tiefen Einblick in alle möglichen Gedankenwirrgänge, die sich auftun können, wenn man unerwarteten Lebenssituationen ausgesetzt wird. Selbst als geringfügig einzuschätzende Schwierigkeiten können manchmal zu scheinbar unlösbaren Konfrontationen mutieren. Besonders musste ich immer dann schmunzeln, wenn ich eigene Züge, natürlich in gemilderter Form, im Wesen des Protagonisten erkannt habe. So sehr man sich anfangs über Jonathan amüsieren mag, habe ich zunehmend auch Verständnis und Sympathie für ihn entwickelt. Rundum ein wunderbares kleines Buch. Einzig fand ich persönlich Begriffe wie "Pisse" völlig überflüssig, zudem auch irgendwie unpassend zu dem sonst ganz wunderbaren Text.

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    marcelsarmans avatar
    marcelsarmanvor 4 Jahren
    Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    "Das mache ich so, weil ich es schon immer so gemacht habe" - scheint das Motto der Hauptfigur dieser Erzählung zu sein, der Tagesablauf ist penibel geplant und minutiös durchorganisiert, warum das so ist und ob dies einen Sinn ergibt, darüber wird nicht nachgedacht. Doch dann gerät das Leben dieses älteren Wachmanns einer Pariser Bank durch das plötzliche Auftauchen einer Taube auf seiner Toilette  aus den Fugen.

    Der sehr korrekte und pendantische Mann, macht sich nun Gedanken über sein bisheriges Leben. Süskind versteht es meisterhaft, die Gedanken des Mannes zu formulieren. Die Gedankengänge des Wachmannes sind in all ihrer spießigen Gewöhnlichkeit oftmals sehr amüsant, aber oftmals auch tragisch, weil er in seiner eigenen Welt gefangen zu sein scheint.
    Wer hintergründige Gesellschaftskritik mag, wird auf seine Kosten kommen. Süskind beschreibt die Eigenheiten der Hauptfigur
    ohne die Figur lächerlich zu machen oder zu demütigen, stellt jedoch überkorrektes Verhalten oder den zwanghaften "Dienst nach Vorschrift"
    in Frage.  

    Bewertung:
    Ein Bankangestellter der einen Bettler für seine scheinbare oder tatsächliche Freiheit bewundert, nur eine von vielen durchaus interessanten Denkanstößen, die das sehr gut geschriebene und leicht zu lesende Buch aufwirft.
    Wie als Co-Autor in den bekannten TV-Serien "Monaco Franze" oder "Kir Royal" beweist Süskind auch hier seine Klasse - 5 Sterne.

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    TinaGers avatar
    TinaGervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Verdichtung eines einzigen Tages wird zum Psychogramm eines einsamen Mannes. Feinsinnig beobachtet! Leseempfehlung.
    Die Taube - Süskind

    Süskinds Erzählung nimmt einen einzelnen Tag im Leben eines Menschen unter die Lupe. Was da unter dem Mikroskop seiner feinsinnigen Beobachtungsgabe zu Tage tritt, ist das Psychogramm eines einsamen Mannes. Der Wachmann einer Pariser Bank lebt zurückgezogen in geordneten Verhältnissen. Das Unkontrollierbare, das Unvorhersehbare liegt ihm nicht. Ja, da sind die kleinen Neurosen längst zu großen Angststörungen geworden, doch wem fallen diese Dispositionen ins Auge? Niemanden, denn es gibt keinen Betrachter, bis zu dem Moment, in dem Süskind eine Taube in das sonst so geordnete Leben des einsamen Mannes setzt. Er schreibt einen gänzlich grandiosen Text über einen Tag, der vollkommen aus der Spur gerät. Unterhaltsam, köstlich, amüsant. Leseempfehlung!

    Kommentare: 1
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    BuchLeseZaubers avatar
    BuchLeseZaubervor 5 Jahren
    Eines meiner Favoriten von Patrick Süskind!

    Klar, jeder kennt DAS PARFUM, aber dieses Buch lohnt ebenfalls gelesen zu werden. Mich hat es fasziniert. Wer selbst mit Tauben und dieser Plage zu "kämpfen" hat, der ahnt, dass es purerGrusel werden kann, einer Taube einmal Auge in Auge auf engstem Raume gegenüber zu stehen.

    Fast möchte ich sagen es ist ein Buch für Halloween. In jedem Fall aber nichts für schwache, zartbesaitete Gemüter! Ich fand es prima! - Topp!

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    Bine1970s avatar
    Bine1970vor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Taube" von Patrick Süskind

    Patrick Süskind – Die Taube

    Kann eine Taube auf einem Hausflur, das Leben eines Mannes vollkommen aus der Bahn werfen?
    Ja sie kann.
    Jonathan Noel 50 Jahre lebt alleine in einem kleinen Zimmer, mit Etagenklo.
    Als er eben dieses Zimmer verlassen möchte, erschrickt er fast zu Tode, denn eine Taube sitzt im Hausflur und starrt ihn an.
    Jonathan stürzt zurück in sein Zimmer und denkt er stirbt.
    Bisher lief alles immer in gewohnten Bahnen, aber diese Taube, die den Hausflur verkotet hat, bringt sein Leben vollkommen durcheinander,aber warum?
    Es ist nur eine Taube!
    Jonathan überlegt sogar sein Zimmer für immer aufzugeben, sein Zimmer, das er als seine Geliebte betitelt.
    An diesem Tag geht alles schief was nur schief gehen kann, da kommen sogar Gedanken eines Amoklaufs oder Suizid auf.

    96 Seiten wunderbar von Patrick Süskind, zu einer Geschichte geschrieben, bei der man am Ende denkt: tolles Buch!

    Aber es ist auch erschreckend, denn wie oft ist es eine Kleinigkeit, die das Leben plötzlich total umkrempelt und nichts ist mehr wie es war.

    Ich ging eher mit gemischten Gefühlen an dieses Buch, denn von Süskind kanne ich nur das Parfüm und fand das Buch einfach nur uaaaaah
    Auch bei "Die Taube" gab es manche Stellen wo ich dachte, warum muß er so ins Detail gehen!?
    Ein kurzer Moment des Ekels stellte sich ein, verflog aber ganz schnell wieder.

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und es liest sich tatsächlich in einem Rutsch, ein Nachmittag in der Sonne und das Buch war beendet

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