Patrick S. Nussbaumer

 3 Sterne bei 4 Bewertungen
Patrick S. Nussbaumer

Lebenslauf von Patrick S. Nussbaumer

Patrick S. Nussbaumer, geboren 1991 im Engadin, lebt in Zürich, wo er seit Herbst 2015 ein Studium der Informationswissenschaft absolviert. Daneben befasst er sich mit Storytelling und kreativem Schreiben. Seit 2012 ist er Jurypräsident des Engadiner Schreibwettbewerbs, welcher er zusammen mit der Engadiner Post lanciert hat. Neben seiner Arbeit als Autor, leitet er regelmäßig Schreibworkshops, schreibt Drehbücher oder beschäftigt sich mit Theater und Regie.

Alle Bücher von Patrick S. Nussbaumer

Du bist mein

Du bist mein

 (4)
Erschienen am 16.11.2016
Die SOS-Bande: Der Hilferuf

Die SOS-Bande: Der Hilferuf

 (0)
Erschienen am 16.11.2011

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Rezension zu "Du bist mein" von Patrick S. Nussbaumer

Regt zum Nachdenken an...
die_tanja_vor 3 Monaten

Rezension zu „Du bist mein“
von Patrick S. Nussbaumer

 

 

Flexibler Einband: 109 Seiten

Verlag: Flying Grandpa

Gehört zur Serie: keine

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 9783033053021
Jahr: 2016

 

Klappentext

„Noch vor wenigen Wochen hätte Sabrina nicht geahnt, dass sie je diesen Punkt überschreiten würde. Und nun steht sie hier – getrieben! Sie spürt seinen furchteinflößenden Atem im Nacken. Gibt es einen Ausweg?

Alles begann mit einer mysteriösen DVD. Ein kurzer Blick, der Schrei eines Mädchens und Sabrinas Leben war nicht mehr wie früher.“


Das Buch

Trotz der Schwere der Story lässt sich „Du bist mein“ schnell und flüssig lesen. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und stellenweise sehr intensiv. Durch die relativ kurzen Kapitel ist es eine kurzweilige Geschichte. Eigentlich… Ich persönlich musste das Buch nach der Hälfte auf die Seite legen und pausieren, weil mich die Thematik so mitgenommen hat.

Die düstere Atmosphäre, die durch Setting, Schreibstil und Charaktere erzeugt wird, macht die Geschichte greifbar.

Die Charaktere Sabrina, Simon und Oliver sind authentisch dargestellt und ihre Sorgen und Probleme nachvollziehbar. Jedoch hätte ich mir stellenweise noch mehr Tiefgang gewünscht, da ich das Gefühl hatte, dass nur an der Oberfläche gekratzt wurde.
Besonders die Kapitel aus der Sicht der beiden Jungen, die ich sehr interessant fand, hätten meiner Meinung nach noch etwas ausführlicher sein können.

Der Verlauf der Geschichte war mir relativ schnell klar, was ich in diesem Fall aber als positiv erachte. So hatte ich genügend Zeit, mich emotional auf das Unvermeidliche vorzubereiten… falls das überhaupt möglich war…

Was dieses Buch ausmacht sind die Emotionen, welche ungefiltert auf den Leser einprasseln.
Stellenweise empfand ich sie als so greifbar, dass ich das Gefühl hatte, sie würden auch auf meinen Schultern lasten.

Im Vergleich zu vielen anderen Büchern mit einer solchen Thematik fand ich das Ende so gelungen, dass man als Leser seinen „Frieden“ mit dem Buch machen konnte und nicht mit leeren Händen zurück gelassen wurde. Auf eine gewisse Weise hat man hinterher das Gefühl, trotz all der schrecklichen Ereignisse doch damit „leben zu können“.

„Du bist mein“ ist kein klassischer Thriller. Vielmehr ist es eine Geschichte, die den Leser wachrüttelt und ihn auffordert wacher durchs Leben zu laufen. Außerdem wird sehr deutlich aufgezeigt, was die Konsequenz aus Wegsehen und Schweigen ist.


Mein Fazit

In letzter Zeit habe ich für meine Verhältnisse viele dieser Bücher gelesen, die einfach weh tun beim Lesen. Sie konfrontieren mit Themen, die gesellschaftlich lieber totgeschwiegen werden, weil sich einfach niemand freiwillig damit auseinander setzen will.
Genau deshalb finde ich solche Bücher unglaublich wichtig. Jedem Autor und jeder Autorin, die den Mut hat, solche Bücher zu schreiben und sich der Leserschaft damit stellen gebührt deshalb mein tiefster Respekt.
Es ist nicht leicht sich auf einem Buchmarkt, der von Bad Boys und Co geflutet wird mit ernsten Thematiken durchzusetzen.

„Du bist mein“ hat mich nachdenklich gemacht. Auch Tage nach dem Ende des Buches erwische ich mich noch immer dabei, wie meine Gedanken abschweifen und Fragen über Fragen in meinem Kopf zu kreisen zu beginnen.

Was bringt einen Menschen dazu, so unglaublich schreckliche Dinge zu tun?
Und wie oft sehen wir nur das, was wir sehen wollen und nicht das, was wirklich vor uns ist?
Müssen manchmal grausame Dinge geschehen, damit uns die Augen mit Gewalt geöffnet werden?

Außerdem führt es mich Mal wieder vor Augen, dass wir einfach viel zu oft vergessen, wie gut wir es eigentlich haben. Auch ich nehme mich da nicht aus, dass ich viel zu viel als Selbstverständlichkeit ansehe…

„Du bist mein“ ist bei weitem kein perfektes Buch, aber es erfüllt meiner Meinung nach seinen Zweck und hat eine Message.
Es bleibt hängen und wirkt nach. Es ist kurzweilig, aber so… ja, irgendwie heftig, dass man nach dem Lesen einen Moment innehalten muss, um zu realisieren, WAS man da eigentlich gerade gelesen hat.

Ich bin davon überzeugt, dass diese Geschichte Tag für Tag irgendwo stattfindet… Sicher nicht haargenau und exakt so, aber der Ausgang ist derselbe.

Ich will im Zusammenhang mit diesem Buch nicht von einem Lesegenuss sprechen und werde es auch niemals zu meinem Lieblingsbuch küren können, weil es einfach unpassend ist und eine solche Geschichte einfach kein „Lieblingsbuchpotential“ hat… das fände ich in diesem Rahmen einfach makaber.
Aber allein aus dem Grund, dass es mir so lange nachgelaufen ist und mich zum Nachdenken gebracht hat, bekommt es vier Sterne von mir.

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Rezension zu "Du bist mein" von Patrick S. Nussbaumer

Was man aus Angst macht...
Carlosiavor 6 Monaten

Cover
Ein sehr ansprechendes Cover das nicht viel zeigt, jedoch liegt darin doch der reitz.

Thematik
In dem Buch geht es um Sabrina die drei Wochen alleine wohnt da ihre Eltern im Urlaub sind. Alles ist wie immer bis sie ein falsches Video sieht…

Charaktere
Sabrina ist ein Mädchen das voll im Leben steht und das erste Mal Zeit hat ohne ihre Eltern.

Umsetzung
Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es ist ein Buch mit einem sehr schwierigen Inhalt und es ist gut Umgesetzt. Es zeigt gut wie ein Mensch in einer Situation leiden kann und dies keinem auffällt.

Fazit
Insgesamt ein sehr bewegendes Buch. Es ist ein Buch in dem ich sehr geweint habe.

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Rezension zu "Du bist mein" von Patrick S. Nussbaumer

Rezension wird Spoiler enthalten!
66jojovor 7 Monaten

Sabrinas Leben verändert sich schlagartig, als sie sich eine DVD ansieht, welche nicht für ihre Augen bestimmt sind. Das zu dieser Zeit ihre Eltern in einem dreiwöchigen Urlaub sind, ist natürlich auch ein Zufall. Auf dem Video ist eine Vergewaltigung sowie die Ermordung eines Mädchens zu sehen. Der Mann, der Täter, beginnt Sabrina zu drohen, sie zu verfolgen und drängt sie an den Rand der Verzweiflung.

Die Geschichte startet damit, dass Sabrina verschläft und ihre Eltern sie nicht zum Verabschieden aufgeweckt haben, obwohl sie zum ersten Mal für drei Wochen ohne ihre Tochter in die Ferien fahren. Bereits dieser beginn scheint mir sehr unglaubwürdig, denn Sabrina betont immer wieder, dass sie sich nicht sehr wohl dabei fühlt, so lange alleine zu sein und dass das ihre Eltern auch gewusst haben. Weshalb also verabschieden sich die Eltern nicht anständig von ihr?

Als nächstes folgt eine Szene aus der Sicht des Täters, in der er die DVD in den falschen Briefkasten (also Sabrinas) geworfen hat, zuerst wird es als grosses Problem dargestellt, aber im gesamten Buch danach, scheint das keine Rolle mehr zu spielen und bereits da fehlt es für mich an Logik.

Das Buch entwickelt sich rasant schnell weiter. Auch wenn Sabrina als sehr offenes und aufgewecktes Mädchen dargestellt wird, unternimmt sie absolut nichts um sich zu wehren. Sie akzeptiert, dass dieser Mann sie bedroht und missbraucht. Obwohl sie lange und genug oft die Chance bekommt, sich jemandem anzuvertrauen, zur Polizei zu gehen oder sich sonst irgendwie Hilfe zu suchen, entscheidet sie lieber in ihrem grossen . Dazu kommen die Eltern, welche ihre Tochter einfach zu vergessen scheinen. Sie rufen nie an. Sabrinas Leben fällt in kürzester Zeit in sich zusammen. Es kommt allerdings keinerlei Spannung auf, nur ein sehr negatives Gefühl, welches sich beim Lesen bemerkbar gemacht hat. Gegen Ende scheint alles aussichtslos für Sabrina auch wenn bereits am nächsten Tag ihre Eltern nach Hause gekommen wären, nimmt sie sich das Leben.

Fazit

Diesem Buch hat mich geschockt. Nicht auf eine positive Art, wie es Thriller sonst bei mir tun. Es hat mich geschockt mit seiner Thematik. Sabrina bringt sich aus Angst um. Natürlich gibt es solche Fälle, aber dass ist die Minderheit bei Selbstmorden. Die Thematik wirkt verfehlt und auf mich nicht authentisch. Genauso wirkt die Geschichte auf mich komplett konstruiert; die Eltern, welche sich nicht für ihr Kind zu interessieren scheinen, die vielen Zufälle, welche zusammenspielen und die Naivität, welche dieses Mädchen zu Tage legt. Natürlich will sie mit niemandem über ihre Probleme reden und als sie es dann doch passiert, hört ihr diese eine Person nicht zu. Dieses Buch baut keine Spannung auf, es baut Angst auf. Ich habe keinerlei Freude beim Lesen dieses Buches verspürt und bis auf den Schreibstil des Autors, welcher flüssig war, hat mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen können. Ich vergebe 1,5 von 5 Sterne.

Ich danke dem Autor für mein Exemplar!

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Patrick S. Nussbaumer wurde am 16. September 1991 in St. Moritz (Schweiz) geboren.

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