Patrick Schreiner Unterwerfung als Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Unterwerfung als Freiheit“ von Patrick Schreiner

Weit über Politik und Wirtschaft hinaus hat sich der Neoliberalismus in unserem Denken und im Alltagsleben verankert. Patrick Schreiner fragt nach den Mechanismen, durch die Menschen neoliberale Ansätze und Ideen als gut, angemessen und alternativlos akzeptieren. Dazu nimmt er das Bildungswesen, Ratgeberliteratur, Esoterik, Sport und Fitness, Stars, das Fernsehen, Soziale Netzwerke sowie Konsum und Lifestyle in den Blick. An diesen Beispielen zeigt Schreiner, wie der Neoliberalismus die Menschen vereinnahmt und welche Folgen das für die Einzelnen wie für die Gesellschaft hat. Dabei wird deutlich: Neoliberalismus ist eine Ideologie, die Freiheit verspricht, aber Elend und Unterwerfung bedeutet.

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  • Der Neoliberalismus als allumfassendes Deutungskonzept?

    Unterwerfung als Freiheit
    Sokrates

    Sokrates

    16. December 2015 um 09:03

    Bei Patrick Schreiner Buch schwanke ich zwischen vier und drei Sternen... Weshalb? Zwar findet sein schmales Werk allerorten lebhafte Resonanz - insbesondere in linken Kreisen -, allerdings frage ich mich wieso. Der Einfluss des Neoliberalismus auf unser Wirtschaftssystem, unsere gesellschaftlichen Beziehungen und unsere Lebenseinstellungen ist nicht zu leugnen, allerdings konnte mich Schreiners Kritik nur teilweise überzeugen. Ich hatte vielmehr das Gefühl, er hätte sich da an einer Lesart der aktuellen gesellschaftlichen Probleme "festgebissen". So gelingt ihm u.a. weder die Verortung einzelner gesellschaftlicher Phänomene im richtigen kulturgeschichtlichen Kontext: dass Esoterik/Religion schon immer ein Bedürfnis des Menschen war, sollte bekannt sein. Das dieses auch schon immer kommerzialisiert wurde, auch. Geändert haben sich allenfalls die Spielarten dieser Kommerzialisierung. Dann die Psychologie: positive Psychologie im Zusammenspiel mit Ratgeberliteratur und dem vielerorten als Indikator für unsere gesellschaftlichen Missstände zitierte Depressionsrate wird meines Erachtens auch nicht angemessen reflektiert, sondern zu schnell alles auf "den" Neoliberalismus geschoben. Positive Psychologie ist nicht verkehrtes; Depression hat auch nicht unbedingt etwas mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun, an denen das Individuen krankt. Vielmehr muss man, der neueren psychologischen Forschung folgend, fragen, ob nicht schon immer ein gewisser Prozentsatz der Menschen depressiv war und ob nicht vielmehr nur der Bedeutungszuwachs der Pharmafirmen ein Kritikpunkt wäre, nicht jedoch die Positive Psychologie, die Menschen helfen will, mit ihren persönlichen Eigenheiten zurechtzukommen - ohne sie kritiklos im Leistungsstreben des Neoliberalismus implementieren zu wollen. An vielen anderen Beispielen könnte ich die Argumentationsweise des Autors in ähnlicher Form fortsetzen. Dies alles erscheint mir etwas zu kurz gedacht und die gesellschaftlichen Lebensformen des Menschen außer Acht lassend. So kann m.E. Kapitalismuskritik nicht aussehen, denn so macht sie sich angreifbar und leistet nur dem Vorwurf Vorschub, wonach auch die Linken nicht frei wären von schlichter Dichotomie ohne Lösungsvorschlag.

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