Patrick Senécal

 4.2 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von 7 Tage der Rache, 5150 - Das Haus des Wahnsinns und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Patrick Senécal

7 Tage der Rache

7 Tage der Rache

 (18)
Erschienen am 07.04.2014
7 Tage der Rache

7 Tage der Rache

 (1)
Erschienen am 31.03.2014
5150 - Das Haus des Wahnsinns

5150 - Das Haus des Wahnsinns

 (14)
Erschienen am 20.03.2015
Das Grab in mir

Das Grab in mir

 (4)
Erschienen am 26.09.2016

Neue Rezensionen zu Patrick Senécal

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Navi_M_Grays avatar

Rezension zu "5150 - Das Haus des Wahnsinns" von Patrick Senécal

"Verrückt. So ein triviales Wort, oft beiläufig benutzt und ohne nachzudenken." – Yannick Bérubé
Navi_M_Grayvor einem Jahr

Genau wie 7 Tage der Rache wurde auch 5150, rue des Ormes bereits verfilmt und auch hier hatte ich erst den Film gesehen und erst Jahre später das Buch gelesen.
Den Film fand ich nicht wahnsinnig gut. Es handelt sich dabei um einen dieser real life horror, die man einmal schaut und dann vergisst... zumindest, bis man zufällig über ein Buch stolpert, dessen Titel einem bekannt vorkommt und bei dem man, während dem Lesen des Klappentextes weiss, man hat da mal einen Film gesehen.

Wieso man dem Film sowohl in den USA als auch hierzulande den Titel 5150 Elm's Way gegeben hat, ist mir ein Rätsel. Verträgt der Mensch denn wirklich so wenig Französisch? Aber dazu mehr in meinem kommenden Beitrag Buch VS. Film.

Liebe Leser, macht Euch auf eine ausführlichere Rezension gefasst. Zu diesem Buch gibt es viel zu sagen.


"Die Katze verschwand unter dem
Maschendrahtzaun. Wenn es mir je
gelingen sollte, diesem Albtraum
zu entkommen, setze ich eine Belohnung
in Höhe von 1000 Dollar für denjenigen aus,
der mir ihre gehäutete Leiche bringt.
Nein, streichen wir das - er kann sie mir
ruhig lebend bringen.
Ich werde sie selber häuten!"
– Yannick Bérubé
Erst hatte ich 4/5 ★ gegeben, besann mich dann aber eines Besseren. Ein Buch, das derart spannend ist (nicht durchgehend), dass man in der Tram (jawoll, Tram hat sowohl Genus feminin als auch neutral) sitzt und die Haltestelle verpasst (gut, dass liegt auch an meiner neuen Errungenschaft, den BOSE QuietComfort 35 Kopfhörern) und sich dann zu Fuss - aber noch immer lesend, durchs Herbstlaub auf zum Ziel macht, das hat einfach 5 Sterne verdient! Findet Ihr nicht?

Ja es war tatsächlich so. Auf Anraten meiner Reisegenossin habe ich mir dann doch noch die Bose QuietComfort 35 gekauft. Ich hatte sie zum ersten Mal aufgesetzt und war überwältigt. Sie schliessen die Aussenwelt völlig aus. Ich denke, ich sollte ihnen einen Blogeintrag widmen...
Jedenfalls hörte ich die Ansage der nächsten Haltestelle nicht und war ohnehin zu sehr mit Yannick beschäftigt. An der nächsten Haltestelle stieg ich dann aus und ging lesend durchs Herbstlaub. Menschen haben mich irritiert angeschaut. Was soll's. Es war zu spannend! Und ganz ehrlich, ob ich jetzt durch die Strassen wandle, wie ein verfluchter Zombie, mit gesenktem Kopf auf das Display meines Smartphones starrend oder ob ich aufrechten Ganges schreite, das Buch vorm Gesicht - ohne einen quasimodoischen Buckel heran zu züchten... Wo ist der Unterschied?


In einem SatzJunge stürzt vom Fahrrad (Helvetismus: das Velo), sucht Hilfe bei einer geisteskranken Familie und verfällt in deren Gefangenschaft selbst dem Wahnsinn (um eine Schachpartie).

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Ja!
Genau wie in 7 Tage der Rache sind auch hier die Figuren so lebensecht geschildert, dass man sie manchmal zur Vernunft prügeln möchte. Genau wie im richtigen Leben.
Senécal, der französische Stephen King genannt, verschwendet keine Zeilen um eine Idylle zu schildern, wie das etwa unser aller König des Horrors Stephen King auf den ersten 250 Seiten zu tun pflegt. Bei Senécal gehts gleich auf Seite 19 zur Sache. Er ist nicht übertrieben sadistisch, wie ZU VIELE andere im FESTA verlegte Autoren, schreckt aber vor Folter und Schmerz nicht zurück - jedoch in "humanem" Masse. Jacques Beaulieu, der Vater der gestörten Familie, sagt selbst immer wieder "Keine unnötige Gewalt.". Daran hält sich auch der Autor. Abgesehen von der Tochter Michele wird im ganzen Buch keine übertriebene Gewalt angewendet - nur immer so viel, wie eben notwendig ist. Jacques hält sich für eine Art Krieger im Kampf für die Gerechtigkeit. Er tötet nur ungerechte Menschen. Dies ist in seinen Augen eine gerechte Tat, weil er so die Welt säubert.

"Keine unnötige Gewalt!"– Jacques Beaulieu
Auch wenn man den Film kennt, liest sich das Buch spannend - da der Film leicht davon abweicht. Die Spannung ist von A-Z vorhanden und man mag es vor allem gegen den Schluss nicht mehr aus der Hand legen.
Andererseits hinterfragt man bspw. die gottesfürchtige und für's heutige Zeitalter ZU fromme Mutter Maude. Bei der kleinen (gestörten?) Anne, die nie spricht, dafür mit ihren schwarzen Augen umso mehr starrt, schwankt man zwischen Mitleid und Unwohlsein.
Obschon wunderbar beschrieben wird, wie Yannick zunehmend dem Wahn verfällt und man das ein Stückweit nachvollziehen kann, beäugt man gewisse Handlungen voller Unverständnis. Wie kann er nur? Doch der Autor hat sich dabei etwas überlegt.
Senécal: BRAVO!

▶︎ Wenn Du, lieber Leser, eher auf Bücher von bspw. James Wrath stehst oder auf jene abartigen von Lee, dann bist Du bei Senécal falsch.

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Navi_M_Grays avatar

Rezension zu "7 Tage der Rache" von Patrick Senécal

"Ein erschütternder Rache-Thriller von konsequenter Härte."
Navi_M_Grayvor einem Jahr

Zwei Verfilmungen gibt es von diesem Buch. 7 Tage aus Frankreich und The Tortured aus den USA. Bei der amerikanischen Verfilmung wurde der Schluss leicht abgeändert, was extrem einfährt... Aber, schaut den Film selbst. Ich werde hier nicht spoilern.


"Ein erschütternder Rache-Thriller
von konsequenter Härte."– Frank Festa
Wenn ein Buch derart fesselnd geschrieben ist, dass man es, obschon man die Handlung aufgrund der bereits gesehenen Verfilmungen bereits kennt, dann hat man einen grossartigen Autoren gefunden!
Patrick Senécal... Der Film 5051 Rue des Ormes basiert auf seinem gleichnamigen Buch, welches ich derweil lese.

Ein Ereignis:
Als ich am Bahnhof stehend in diesem Buch gelesen habe, schrie plötzlich einer "Ööööh! FESTA!" und ich blickte auf. Der Typ erzählte mir dann, dass er Alles von Edward Lee lese. Dem gegenüber bin ich ja äusserst skeptisch eingestellt. Dann meldete sich seine Kollegin zu Wort und meinte, er habe ihr auch einen Edward Lee, Das Schwein, empfohlen und es sei gut, aber ekelhaft. 
Und so unterhielt ich mich während der ganzen Zugfahrt mit diesen zwei Fremden über Bücher des FESTA-Verlags und andere Thriller.

In einem SatzEin Arzt rächt sich auf sadistischste Art und Weise am Vergewaltiger und Mörder seiner 10-jährigen Tochter und verfällt zunehmend dem Alkohol und Wahnvorstellungen, hervorgerufen durch die Geister der Vergangenheit.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Ja!
Senécal versteht sein Handwerk! Die Figuren sind lebendig und derart real geschildert, dass man mitleidet. Bruno, der Vater, rächt sich am Vergewaltiger und Mörder seiner kleinen Tochter, wohl um die rechtlichen Konsequenzen seiner Tat wissend.
Er legt falsche Fährten, auf welche die Polizei hereinfällt.
Senécal schildert äusserst bildhaft, auf welche Art das Monster von Bruno gefoltert wird. Da dieser Arzt ist, weiss er genau, wie weit er gehen kann, damit "das Monster nicht seinen Qualen erliegt.
Wir leiden mit Bruno mit. Lernen seinen Schmerz und seine Qualen zu verstehen. Wir haben Verständnis und irgendwann kommen wir zum Schluss, dass diese Foltermethoden noch nicht genug sind. Das Monster müsste noch mehr leiden! Wir stellen unser hiesiges Rechtssystem in Frage, wie es auch Bruno im Buch tut. Dieser kann nicht akzeptieren, dass das Monster nach ein paar wenigen Jahren im Gefängnis wieder auf Bewährung freigelassen werden würde und nimmt das Gesetz selbst in die Hand. Wir pflichten ihm bei.
Bei gewissen Handlungen und Gedankengängen Bruno's erinnert er an Vitali Kaloyev, der das Gesetz auch selbst in die Hand nehmen musste, aufgrund ... lassen wir das... Die meisten von Euch, oh meine treuen Leser, kennen meine Meinung zu Kaloyevs Tat und dazu wen er anstelle von Nielsen hätte abstechen sollen... denn nur einer hatte die volle Verantwortung...

Gegen Schluss hat das Buch ein paar Längen. Mich hat gestört, dass Bruno immer mehr dem Alkohol verfällt, an Wahnvorstellungen leidet und von der Polizei ausgetrickst wird.... 

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Serkalows avatar

Rezension zu "Das Grab in mir" von Patrick Senécal

Es gibt nur sieben Stories auf der Welt ... aber ...
Serkalowvor einem Jahr

Lt. Christopher Booker gibt es eigentlich nur 7 Grundstories auf der Welt. Das Rad kann nicht mehr neu erfunden werden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass jeder Autor "nur" noch die Möglichkeit hat, eine dieser Stories so zu erzählen, dass sie immer noch zu fesseln weiß.

Patrick Senécal kann es.

Dem Thriller-erfahrenen Leser ist schnell klar, wo der Hase in "Das Grab in mir" hinläuft.
Es lohnt sich aber dennoch weiter zu lesen. Ob es nun ist, weil man seine Vermutung bestätigt haben will. Ob es der fesselnde Schreibstil ist, der ohne Umschweife auch mal ordentlich zur Sache kommt, was dem Psycho-Thriller-Setting eine Portion Splatter verleiht. Ob es das dunkle Geheimnis ist, das einem Mystery-Thriller gleich über den Erinnerungen und der Kindheit des Protagonisten schwebt. Oder sogar die perfide Auseinandersetzung mit der Frage, ob Kinder wirklich per se immer Unschuldsengel sind.
Insgesamt ist "Das Grab in mir" tatsächlich wieder einmal ein Buch, dass den Untertitel "Thriller" zu recht trägt.
Spannend, kurzweilig, ein wenig zum Nachdenken und vor allem in seiner Wahl des Hintergrundes sehr beklemmend und düster.

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