Oh weh. Dem Zauberer Bartelstrunk ist sein Liebeszauber ausgebüxt und es kommt, wie es kommen muss: Das flatterhafte Kerlchen sorgt für jede Menge Gefühlschaos und lässt alle wie auf Wolke sieben schweben. Wird man von dem kleinen Tierchen geküsst, verliebt man sich sofort in die erste Person, die man danach anschaut. So kommt es, dass Mattis auf einmal nur noch an seine Mitschülerin Ghazal denken kann. Diese ist wiederum von Kiste ganz fasziniert, was Mattis gar nicht in den Kram passt. Er ist jedoch nicht der Einzige, bei dem die Schmetterlinge im Bauch verrückt spielen – seit dem Klassenausflug scheinen alle für irgendjemanden zu schwärmen. Zum Glück gibt es für jeden Zauber einen Gegenzauber. Aber wie soll es Herr Bartelstrunk nur schaffen, alle versehentlich frisch Verliebten von dem Zauber zu befreien? Da hat Kiste eine großartige Idee...
Endlich geht es mit Mattis und Kiste weiter! Hierbei handelt es sich um den heißersehnten sechsten Kiste-Band, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da die wichtigsten Charaktere zu Beginn kurz vorgestellt werden und die Geschichten in sich abgeschlossen sind, ist ein Einstieg in die Reihe jederzeit möglich. Mehr Freude macht es aber sicherlich, wenn man mit dem ersten Teil startet.
Ich bin ein großer Fan dieser tollen Kindercomic-Serie und konnte das neue Abenteuer dementsprechend kaum erwarten. Und die Tatsache, dass dieses Mal eine andere Künstlerin am Werk war, ließ die Neugier nur noch größer werden.
Anders als die vorherigen Bände, die von Uwe Heidschötter bebildert wurden, wurde dieser Band von Michèle Fischels zum Leben erweckt. Gekonnt verleiht die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin der Welt von Kiste ihren ganz eigenen Strich, bleibt den von Uwe Heidschötters geschaffenen Figuren aber dennoch treu. Vor allem die Mimik von Kiste ist fabelhaft getroffen. Von nachdenklich bis freudig ist wie gewohnt alles dabei, sodass es mal wieder das reinste Vergnügen ist, das Mienenspiel dieses aufgeweckten, sprechenden Pappkartons mitzuverfolgen.
Auch die Gesichtsausdrücke der weiteren Charaktere sind wunderbar ausdrucksstark und stecken voller Witz und Charme. Die Zeichnungen der Kulisse wie die Waldszenen wirken atmosphärischer und künstlerischer als in den Vorgängern, was einfach perfekt zu dieser magischen Reihe passt.
Neben der Gestaltung überzeugt auch der Inhalt auf ganzer Linie. Patrick Wirbeleit hat mal wieder eine sehr unterhaltsame und mitreißende Geschichte kreiert, die von Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt erzählt und mit ihrem Mix aus Magie und Alltagsmomenten ein großer Spaß für Jung und Alt ist. Der ausgebüxte Liebeszauber sorgt für reichlich Situationskomik und amüsantes Chaos, überraschende Wendungen laden zum Mitfiebern ein. Hier wird garantiert selbst der größte Lesemuffel am Ball bleiben. Aber auch für Erstleser*innen ist dieser Band mit seiner überschaubaren Textmenge ideal geeignet.
Fazit: Patrick Wirbeleit und Michèle Fischels haben eine wunderbare Teamarbeit geleistet und bescheren uns einen gelungenen neuen Kiste-Comic. „Kiste – Der Liebeszauber“ ist ein witzig-turbulentes und charmantes Abenteuer mit herrlich liebenswerten Charakteren, die das Leserherz im Sturm erobern. Ein zauberhafter Kindercomic ab 6 Jahren, der sich trotz neuer Zeichnerin wie nach Hause kommen anfühlt. Also für mich hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt. Ich bin begeistert und hoffe sehr, dass Patrick Wirbeleit und Michèle Fischels noch weitere Kiste-Bände zusammen machen werden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Patrick Wirbeleit
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Kiste
Alle Bücher von Patrick Wirbeleit
Kiste – Roboteralarm
Kiste – Fluchtmücken und Wetterzauber
Leserabe mit Mildenberger Silbenmethode - Besuch aus dem Weltraum
Mattis und Kiste (Band 1) - Abenteuer im Ferienlager
Ich und Tod Detektei
Was zur Hölle?!
Weltraumpolizistin Oma Gurke
Kiste – Kein Unsinn
Neue Rezensionen zu Patrick Wirbeleit
Inhalt:
Gorm Grimm ist groß und stark und hungrig wie ein Bär. Allerdings ist er manchmal etwas langsamer im Denken.
Nach einem missglückten Zauber des Schamanen war er versehentlich in die Zukunft gereist und hat dort in Stubenhocker Julius einen besten Freund gefunden.
Inzwischen ist Gorm Grimm wieder zurück in seiner Zeit, doch immer wenn es für Julius heißt "Hausaufgaben erledigen!" und "Zimmer aufräumen!", denkt der Junge neidisch an seinen Freund: Wikingern sagt schließlich niemand, was sie tun sollen! Gorm Grimm hat bestimmt ein sorgloses und unbeschwertes Leben.
Doch die Realität sieht ganz anders aus: Auch Gorm Grimm muss zum Unterricht und soll endlich Benehmen lernen. Da kann nur Julius helfen.
Kurzerhand beschließt der Wikinger, durch die Zeit zu reisen und bei seinem besten Freund Rat zu suchen.
Jedoch läuft Einiges schief und plötzlich ist zwar Gorm Grimm im Heute angekommen, doch Julius steht bei den Wikingern und soll Holz hacken, Wäsche waschen ...
Grenzenlose Freiheit und Selbstbestimmung Ade!
Was für ein Schlamassel!
Altersempfehlung:
ab 7 Jahre
Mein Eindruck:
Dies ist das vierte Abenteuer der beiden Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Da die Protagonisten zu Anfang kurz vorgestellt werden, ist kein Vorwissen nötig. Allerdings macht es viel mehr Spaß, die turbulenten Ereignisse in chronologischer Reihenfolge zu lesen.
Nachdem Gorm Grimm im dritten Abenteuer wieder heil in seine Zeit zurückgekehrt ist, freuen sich große und kleine Comic-Fans, dass es ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren gibt.
Der Wikinger ist bärenstark und eine treue Seele. Jedoch nicht die hellste Kerze auf der Torte. Er meint es stets gut, verursacht aber fast immer Chaos.
Julius bildet den perfekten Gegenpart und rebelliert in diesem Abenteuer kräftig. Junge Lesende können sich sehr gut in seine Lage hineinversetzen.
Schnell merkt der Junge allerdings, dass er es in seiner Zeit und mit seinen Eltern doch nicht so schlecht getroffen hat.
Sehr zur Freude der Lesenden verpassen sich die beiden Freunde und erleben das Abenteuer getrennt voneinander in der Zeit des jeweils anderen. Dies führt zu absurden und sehr witzigen Situationen.
Nicht zu vergessen die herrliche skurrilen Nebencharaktere:
Gorms Mutter, die berühmte Hilde Balkenbrech, die nicht nur im Haus die Hosen anhat, Gorms Vater Nulpe (der Name sagt alles), der für Kind und Küche verantwortlich ist, Julius' Lehrerin Frau Hasenpusch, die versehentlich bei den Wikingern gelandet ist und der Dorfschamane, der wie gewohnt mit seiner Inkompetenz glänzt.
Auch in diesem Abenteuer steht wieder reichlich Liebe zum Detail.
Der Comic bietet ein herrlich lustiges Lesevergnügen mit schrägen Situationen, Überraschungen, kleinen Anspielungen und lustigen Dialogen. Grandios erzählt in Bild und Wort.
Während Patrick Wirbeleit als Autor erneut ein unterhaltsames Szenario und witzige Dialoge geschaffen hat, setzen die genialen Zeichnungen von Kim Schmidt die Ereignisse wie gewohnt perfekt in Szene.
Seine ausdrucksstarken Zeichnungen sorgen zudem dafür, dass viele Panels komplett ohne Worte auskommen.
Dialoge und Textmenge sind ideal für Erstlesende geeignet.
Fortsetzung:
Die Reihe hat großes Potential für viele weitere Abenteuer. Ursprünglich wurde der dritte Band gelistet mit dem Hinweis "Das turbulente Finale des urkomischen Wikingerabenteuers!"
Zum Glück ist nicht nur mit dem vierten Band eine gelungene Fortsetzung erschienen, es ist bereits ein fünftes Abenteuer in Vorbereitung.
Bewegte Bilder:
Wie immer lohnt sich ein Besuch der Homepage des Kibitz Verlags, denn dort gibt es neben kurzen Leseproben auch einen bildgewaltigen und unterhaltsamen Buchtrailer.
Fazit:
Wir geben eine Leseempfehlung sowie 5 von 5 Wikingerhelme für diese spannende, witzige und herrlich schräge Fortsetzung!
Das neue Abenteuer rund um die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem zeitreisenden Wikinger und einem zockenden, rebellierenden Stubenhocker punktet erneut mit überraschenden Wendungen und herrlich schrägen Dialogen.
...
Rezensiertes Buch: "Gorm Grimm - Schule der Wikinger" aus dem Jahr 2025
Inhalt:
Liebe liegt in der Luft!
Dem Zauberer Bartelstrunk ist sein Liebeszauber ausgebüxt. Das flatterhafte Kerlchen sorgt nun für allerlei Gefühlschaos:
Wird man von dem Tierchen geküsst, verliebt man sich auf den ersten Blick in die Person, die man anschaut.
So kommt es, dass Mattis nur noch Augen für Ghazal hat. Doch die wiederum findet Kiste toll und Mattis kämpft mit einem doofen Gefühl im Bauch: Eifersucht.
Alle benehmen sich plötzlich so seltsam und Kiste versteht die Welt nicht mehr.
Wie soll Herr Bartelstrunk das Chaos nur beseitigen, dass sein Zauber ausgelöst hat?
Für jeden Zauberer gibt es einen Gegenzauber, aber wie soll man all die versehentlich Verliebten an einem Ort versammelt?
Zum Glück hat Kiste eine geniale Idee …
Altersempfehlung:
ab 8 Jahre
Mein Eindruck:
Zu Beginn werden die Charaktere und deren Besonderheiten kurz vorgestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ein sprechender Pappkarton mit unglaublichem Fassungsvermögen ist bereits sehr unterhaltsam. Dass dieser aber bei all seinen Versuchen, Mattis zu helfen, immer wieder über das eigentliche Ziel hinausschießt und dadurch unbeabsichtigt jede Menge Chaos produziert, macht diese Comic-Reihe noch viel lustiger.
In diesem Abenteuer dreht sich alles um Gefühle: Verliebtsein und Eifersucht.
Der ausgebüxte Liebeszauber sorgt für ein Szenario, das unweigerlich zum Chaos führen muss.
Die turbulenten Ereignisse werden in ausdrucksstarken Bildern und kurzen Dialogen geschildert. Überraschungen und Wendungen sorgen für ein unterhaltsames Lesevergnügen. Eine wunderbare Mischung aus alltäglichen Situationen und Magie.
Neben den witzigen und pointierten Dialogen besticht die Buchreihe durch die zeichnerische Gestaltung der Szenen und Figuren.
Dies ist das erste von Michèle Fischels gezeichnete Kiste-Abenteuer. Sie verleiht den Charakteren einen eigenen Strich, bleibt aber im Kern den von Uwe Heidschötter geschaffenen Figuren treu.
Ganz besonders freut es mich, dass Kistes "Gesichtskirmes" (das meine ich als großes Kompliment) unverändert geblieben ist.
Kiste mit seiner herzlichen, aufgeweckten und neugierigen Art schleicht sich schnell ins Herz kleiner und großer Lesender. Seine Mimik ist so ausdrucksstark und abwechslungsreich und vom nachdenklichen bis zum glückseligen Blick innerhalb von Sekunden ist alles dabei.
Selbstverständlich lassen sich auch die Gesichtsausdrücke der anderen Figuren hervorragend "lesen". Bei Kiste sind sie allerdings sehr viel präsenter (und amüsanter).
Ein unglaublich quirliges Kerlchen.
"Ich frage mich, wer mehr Chaos verursachen kann. Der Liebeszauber oder Kiste."
(Zauberer Bartelstrunk, vgl. S. 7)
Bewegte Bilder:
Wie bei allen Comics gibt es auf der Homepage des Kibitz Verlags neben einer kurzen Leseprobe zusätzlich einen bildgewaltigen Buchtrailer.
Fazit:
Ein großartiges Lesevergnügen für Jung und Alt Dank der außergewöhnlichen und liebenswerten Charaktere:
Witzig - chaotisch - charmant!
Dieses Mal sorgt nicht nur Kiste für magisches Chaos.
Ein herrlich schräges, sehr unterhaltsames und turbulentes Abenteuer.
...
Rezensierte Ausgabe: "Kiste - der Liebeszauber" aus dem Jahr 2026
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