Patrick Woodhead

 3.6 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Der Wolkentempel, Der Weg ins Dunkel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Patrick Woodhead

Der Weg ins Dunkel

Der Weg ins Dunkel

 (5)
Erschienen am 02.01.2013
Der Wolkentempel

Der Wolkentempel

 (50)
Erschienen am 25.08.2010
The Forbidden Temple

The Forbidden Temple

 (0)
Erschienen am 28.04.2010
The Secret Chamber

The Secret Chamber

 (0)
Erschienen am 25.10.2011

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marion_galluss avatar

Rezension zu "Der Weg ins Dunkel" von Patrick Woodhead

Rezension zu "Der Weg ins Dunkel" von Patrick Woodhead
marion_gallusvor 6 Jahren

Im Herzen des Kongo, im tiefen Ituri Wald, ist der junge britische Arzt Joshua Milton seit Monaten spurlos verschwunden. Er war bei einem Einsatz der „Ärzte ohne Grenzen“ dort stationiert und nun ist er nicht mehr auffindbar. Der Kongo ist ein gefährliches Gebiet, kämpfen dort doch verschiedene afrikanische Milizen, die waffentechnisch erschreckend gut ausgerüstet sind.

Joshuas enger Freund seit Jugendtagen, Luca, ehemalig ein Weltklassebergsteiger, wird zur Hilfe gerufen und gebeten, Joshua zu suchen. Luca ist derzeit als einfacher Träger im Himalaja unterwegs, denn der Verlust eines Freundes während einer Bergtour hat ihn in tiefe Depressionen gestürzt. Er sieht sich selbst nicht mehr als Bergsteiger, sondern als Versager und gibt sich die Schuld am Tod seines Freundes. Doch als ihn die Information erreicht, dass sein seit der Kindheit engster Freund vermisst wird, begibt er sich auf den Weg in den Kongo. Joshua und Luca sind beinahe aufgewachsen wie Brüder und er verspürt den Ehrgeiz ihn zu finden.

Begleitet und unterstützt wird er von der Geologin und Pilotin Beatrix Makuru. Sie arbeitet für eine Minengesellschaft und wird in den Kongo gerufen, weil unerklärliche Explosionen in letzter Zeit einige Minen der Firma an der Bergung der wichtigen Rohstoffe hindern. Es scheint Beatrix Makuru, kurz Bear, als seien die Explosionen keine Unfälle, wie von den dortigen Vorarbeiten behauptet, sondern vorsätzlich ausgelöste. Diese Umstände will Bear in der Mine im Ituri Wald überprüfen. Außerdem gelangte der Geologin durch Zufall ein bisher absolut unbekanntes Mineral in die Hände, ein Gestein, welches mit einer hauchfeinen roten Ader durchzogen ist. Auch diesem Rätsel will sie dort näher kommen.

So kommt es dazu, dass sich die Wege von Beatrice und Luca kreuzen, denn sie nimmt ihn als Passagier ihn ihrer Cessna mit in das schwarze Herz des Kongo. Und kaum sind sie dort angekommen, bekommen sie zu spüren, dass sie dort nicht erwünscht sind. Es beginnt eine rasante Flucht durch den Dschungel, ein Kampf ums Überleben. Aller Gefahren zum Trotz verlieren sie die Hintergründe der Reise nicht aus den Augen und voller Mut und mit dem Einsatz ihres Lebens, versuchen sie Joshua zu finden und das Rätsel um das neuartige Mineral zu lösen …

***

Die obige Beschreibung ist auch in etwa das, was der Klappentext des Buches an Inhalt wiedergibt, in Wirklichkeit ist dies allerdings nur ein kleiner Teil. Denn die eigentliche Suche des verschollenen Arztes ist zunächst eher ein unbedeutenderer Handlungsstrang, der nur nebenbei behandelt wird.

Die ersten 6 oder 7 Kapitel sind jeweils komplett eigenständige Handlungsteile, die mit den Personen, die dadurch immer hinzu kommen, etwas anstrengend und auch verwirrend erscheinen. Denn es dauert eine ganze Weile bis man die Zusammenhänge versteht und einen gewissen Durchblick erhält.

Es gibt Sprünge von Afrika bis China, Figuren und Passagen mit den unterschiedlichsten Interessen, so scheint es zumindest anfangs. Erst nach der Hälfte des Buches reduzieren sich die verschiedenen Stränge, da sie nach und nach zusammengeführt werden und für den Leser dann verständlich wirken und Sinn ergeben.

Mir war dies alles ein bisschen zu viel des Guten und zu überfrachtet. Zumal der Hintergrund des Romans eher politisch und weltmachtbezogen ist, was die Inhaltsangabe und auch die Leseprobe nicht vermuten lies.

Der Schreibstil ist einfach aber gut. Die Schönheit des Dschungels und des Landes Afrika hat der Autor, der selber ein Abenteurer ist, sehr gut beschrieben und rübergebracht. Auch die Unruhen des Landes und das Elend der Einheimischen hat er gut dargelegt. Es geht mitunter sehr brutal und heftig zu, allzu schwache Nerven sollte man hier nicht haben.

Das eigentliche Thema, die Suche des Arztes empfand ich als eher nebensächlich und erst am Schluss recht schnell abgehandelt.

Das Buch präsentiert der Verlag als Taschenbuch mit einem düsteren Cover, welches einen Dschungel und die Silhouette eines Menschen zeigt. Es passt zum Thema und gefällt mir gut.

Mein Fazit: 3 von 5 Sterne für einen Thriller der eigentlich völlig andere Themen beinhaltet, als die Inhaltsangabe vermuten lässt. Zunächst etwas verwirrend und überfrachtet, ab der Hälfte aber sehr schlüssig, stimmig und auch spannend zu lesen.

© Buchwelten 2013

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beedys avatar

Rezension zu "Der Wolkentempel" von Patrick Woodhead

Rezension zu "Der Wolkentempel" von Patrick Woodhead
beedyvor 6 Jahren

Über den Wolken!

Inhalt:
******

Die Bergsteiger Luca und Bill befinden sich auf einer Bergtour im Himalayagebiet. Dort entdeckt Luca einen Berg, der wie eine Pyramide hochragt. Von der Neugier getrieben, versucht er zuhause Informationen einzuholen. Der Gedanke an den Pyramidenberg lässt ihn nicht mehr los und mit etwas Überredungskunst kann er Bill überzeugen an der Tour teilzunehmen. Währendessen wird in Tibet mit aller Macht versucht die Reinkarnation des Panchen Lama zu schützen. Das chinesische Militär will den Tod des Jungen und schreckt vor nichts zurück. Als Luca und Bill in das Land einreisen, gibt es Probleme und eigentlich dürften sie sich nur an bestimmte Routen halten. Dazu kommt noch, dass sie sich als Touristen jeden Abend bei einer Polizeistation melden müssen. Mit Hilfe eines Bekannten umgehen sie aber diese Auflagen und prompt interessiert sich General Zhu für die beiden. Er glaubt, sie helfen den Panchen Lama aus dem Land zu bringen und so nimmt Zhu die Verfolgung der beiden auf.

Meine Meinung:
**********

Der Klappentext hat sich schon mal gut angehört und da ich gerne mal zu einem Abenteurer beim Lesen werde, konnte ich nicht nein sagen. Vorgestellt hatte ich mir einen Abenteuerroman à la Indianer Jones bei dem Kultur, Mysteriöses, Action und Spannung vereint sind. Bekommen habe ich aber leider nicht ganz, was ich mir erwartet habe. Nicht falsch verstehen, das Buch hat genug Action und Spannung in sich, aber irgendwie hat mir dennoch etwas gefehlt. Manche Begebenheiten gingen mir einfach zu schnell und manches habe ich einfach hinterfragt. Zum Beispiel warum General Zhu so schnell auf die beiden eingeschossen war. Hier hat mir etwas Vorlauf gefehlt. Das Buch war gut verständlich geschrieben und auch nachvollziehbar, aber es fehlte mir am gewissen Salz in der Suppe.

Dennoch wurde ich gut unterhalten und bin nahezu auf meine Kosten gekommen. Für den besonderen Lesekick hat mir aber etwas gefehlt und so sehe ich das Buch nur als durchschnittlich an. Manchmal kam mir der Hauptprotagonist auch nicht gerade sympathisch rüber und ich hatte nicht so einen Zugang zu ihm. Irgendwie hätte es noch mehr mysteriöser sein dürfen. Besonders das Kloster in den Bergen hätte sich hier für etwas Größeres angeboten. Dennoch lässt sich Der Wolkentempel gut lesen und ist kurzweilig, ist aber jetzt auch kein Buch, das mich so dermaßen vom Hocker gerissen hat und mir nur phasenweise ein Wow entlocken konnte.

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anywayss avatar

Rezension zu "Der Wolkentempel" von Patrick Woodhead

Rezension zu "Der Wolkentempel" von Patrick Woodhead
anywaysvor 6 Jahren

2005 wäre den Freunden Luca und Bill fast der Aufstieg des Makalu geglückt. Kurz vor dem Ziel ereilt Bill die Höhenkrankheit und zerknirscht und widerwillig erkennt Luca das Scheitern der Mission. Während er über die Tragweite eines Abbruchs nachdenkt, entdeckt er eine eigenartige Gebirgsformation. Eine Pyramide, wie von Menschenhand geschaffen, mitten in einem Kreis schroffer Felsen und tiefhängender Wolken, deshalb ist sie nur kurz zu sehen und Luca vermutet fast eine Sinnestäuschung.

Zeitgleich befinden sich der chinesische Geheimdienst und das Militär auf der Suche nach dem 11. Panchem Lama, ein Junge der das bedeutende Oberhaupt des buddhistischen Gelugpa-Ordens ist und ausschlaggebend für die Wahl des Dalai Lama . Auf der Suche nach ihm scheuen die Chinesen nicht, sämtlichem Hinweise nachzugehen und die Potentiellen Anwärter und deren Familien zu ermorden.

Nach der Rückkehr nach England lässt Luca die seltsame Erscheinung nicht los und er versucht diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Er ahnt nicht in welche Schwierigkeiten er sich bringt.



Ein atmosphärisch dicht geschriebener und sehr gut recherchierter Thriller. Mit gut gezielten Spannungsbögen. Die Konflikte zwischen Tibet und China, die Ungeheuerlichkeiten der Chinesischen Regierung an ihrer Bevölkerung sind ebenso spannend geschildert wie das Leben eines Bergsteigers. Das Hintergrundwissen, das der Autor in seinen ausführlichen Beschreibungen der Besteigung eines Achttausenders präsentiert, zeigt dass er über einen immensen Ehrfahrungsschatz verfügt.

Leider hat dieser Thriller auch ein paar Wermutstropfen: Zum Ersten ist der eigentliche Plot, der sich auf der Entführung des echten Panchem Lamas stützt ein wenig unrealistisch bezüglich des Aufenthaltsortes. Leider lässt uns der Autor im Dunkeln, wie es möglich ist ein Kloster in dieser Gegend zu erbauen und zu bewirtschaften, wenn der Aufstieg dahin fast unmöglich ist.

Vor dem Zweiten gebe ich eine! SPOILERWAHRNUNG!

Das eigentliche Ziel beider Freunde ist die Entdeckung, Erkundung und Besteigung der seltsamen Pyramide, des Wolkentempels, nur dazu kommt es gar nicht. Das eigentliche Ziel der Mission wird nicht erfüllt und hat im letzten Drittel des Buches gar keine Relevanz mehr. Das empfand ich schade weil es irreführend ist.

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