Patrick deWitt Die Sisters Brothers

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Inhaltsangabe zu „Die Sisters Brothers“ von Patrick deWitt

Ein tragikomischer Roman über zwei Auftragsmörder und ihre blutige, bizarre Reise durch Amerikas Westen im Jahre 1851

Hermann Kermit Warm wird sterben. Sein Tod wurde von dem „Kommodore“ befohlen, und die Brüder Charlie und Eli Sisters werden den Auftrag ausführen. Sie machen sich auf den Weg von Oregon nach Kalifornien, wo sie Warm aufspüren sollen. Ihre Reise durch den vom Goldrausch geprägten amerikanischen Westen wird dabei immer wieder von bizarren und blutigen Begegnungen unterbrochen. Zugleich zeigt sich, wie verschieden die beiden Brüder sind: Charlie ein eiskalter, skrupelloser Killer – Eli ein Grübler, der sich mit geradezu existenziellen Fragen beschäftigt. Als die beiden schließlich in Kalifornien eintreffen, nehmen die Ereignisse erneut eine höchst unerwartete Wendung.

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  • Rezension zu "Die Sisters Brothers" von Patrick deWitt

    Die Sisters Brothers

    Keeweekat

    31. October 2012 um 23:40

    Die Brüder Charlie und Eli Sisters sind berühmt-berüchtigte Killer, die im Auftrag des Kommodores im Wilden Westen unterwegs sind und Leute aus dem Weg schaffen. Ihr neuester Auftrag führt sie von Oregon nach Kalifornien, wo das Goldfieber ausgebrochen ist. Hermann Kermit Warm ist die Zielperson, doch warum er eigentlich auf der Abschussliste steht, wissen die Brüder noch nicht. Meine Meinung: Patrick deWitts Roman, der 2011 auf der Shortlist zum Man Booker Prize stand, ist auf angenehme Art mal etwas völlig anderes, er unterhält und überrascht, ohne sich immer an die gängigen Erzählstrukturen zu halten. Geradezu herrlich anarchistisch erzählt deWitt die Reise der ungleichen Brüder; Charlie, der Psychopath ohne Gewissen und Eli, der schwermütige Grübler, der im Grunde seines Herzens ein guter Mensch sein will. Die unterwegs einen schrägen Charakter nach dem anderen kennenlernen, eine Spur der Verwüstung und einen Haufen Leichen hinter sich lassen und obendrein noch mit sich selbst klar kommen müssen. Die Geschichte ist eine Art klassisches Wild-West-Abenteuer aus Sicht der “Bösen” mit morbid-psychotischem Twist, die Stimmung eine Mischung aus Melancholie und unterschwelligem Humor. Eli, aus dessen Perspektive wir das Geschehen verfolgen, ist ein einnehmender Erzähler, der unter seiner rauen Schale sensibel und nachdenklich ist, unter der Fuchtel seines Bruders leidet und sich eigentlich ein friedlicheres Leben für sich vorstellen könnte, wenn er denn nur wüsste, ob er für was Anständiges überhaupt etwas taugt – alles in allem ein schwer sympatischer Serienkiller. Der Plot an sich ist abwechslungsreich und immer wieder überraschend – wenn auch für meinen Geschmack etwas zu episodenhaft (mir hätte es besser gefallen, wenn einzelne Figuren noch einmal aufgetaucht oder bestimmte Begebenheiten später noch einmal von Bedeutung gewesen wären). Das Ende war eine große Überraschung und wirklich nicht vorauszusehen – dennoch fehlte es mir an der ein oder anderen Stelle ein wenig an Glaubhaftigkeit. Für diese Kritikpunkte daher eine Kaffeetasse Abzug. Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman, der sich traut, sein eigenes Ding zu machen – mit einem unvergleichlichen Duo in der Hauptrolle, dessen Abenteuer man mit Spannung verfolgt. Die melancholisch-morbide Stimmung und der eigenwillige Humor sitzen – nur für das Episodenhafte und die ein oder andere fragliche Wendung gehe ich mit der Wertung runter. Trotzdem: Lesenswert!

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  • Rezension zu "Die Sisters Brothers" von Patrick deWitt

    Die Sisters Brothers

    Serkalow

    02. August 2012 um 17:59

    Mein erster Western. Zumindest mein erster "gelesener" Western. Und irgendwie cool. Lakonisch geschrieben, amüsant und unterhaltsam. Eli, der Ich-Erzähler, ein dicker, grübelnder Mann, der eigentlich nur auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ist. Sein Bruder Charlie, ein psychopatischer, durchgeknallter Killer. Gemeinsam erledigen sie die Schmutzarbeit für den Kommodore und killen sich durch den Wilden Westen 1851. Das ganzer erinnert an einen Film der Cohen-Brüder. Eine Menge absurde Ereignisse, durchgeknallte Figuren und hat irgendwie sogar postmoderne Elemente. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht es zu lesen.

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