„Nicht zu glauben ist Freiheit!
"Wenn man zu den Göttern Nein sagt, dann sagt man gleichzeitig Ja zu etwas anderem. Denn nicht zu glauben ist Freiheit!
Nicht die Freiheit, sich anderen gegenüber schlecht zu verhalten oder zu tun was man gerade will. Eine solche Freiheit würde ja die Freiheit anderer beeinträchtigen.
Es geht vielmehr um die Freiheit, nicht an die von anderen erfundenen Superwesen glauben zu müssen.
Freiheit von einer ewigen Strafe, die andere erfunden haben.
Freiheit zu denken was man will.
Freiheit davon, verurteilt zu werden, weil man das „falsche“ Essen isst oder den „falschen „ Menschen liebt.
Nicht zu glauben, heißt zu verstehen, dass wir nur einander haben. Und das ist großartig genug.“
So das letzte Kapitel dieses kleinen, aber fundierten, an Kinder gerichteten Buches von Patrick Lindenfors über Religion. Ab 8 Jahren zum selberlesen, diskutieren und nachdenken.
Denkanstösse sind in jedem der kleinen kurzen Kapitel enthalten. Kindgerecht wird untersucht weshalb Menschen an einen Glauben glauben wollen, weshalb viele denken, dass ihnen der Glaube hilft. Die drei zahlenmässig größten Religionen (Christentum, Hinduismus, Islam) werden kurz erläutert, ebenso wie der angebliche Gottesbeweis ad absurdum geführt wird.
„Einige Gründe nicht an Götter zu glauben“ und „Warum Religion manchmal gefährlich ist“
Eindrücklich wird auch darauf eingegangen, dass der Inhalt in vielen „heiligen“ Schriften / Büchern als wahr dargestellt wird und hinterfragt, wer diese schrieb und ob es genügt, das diese Bücher existieren um deren Inhalt als wahr zu bezeichnen.
Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat ist die Logik auf Kinderhöhe mit welcher der Autor den Kindern genügend Raum zum selberdenken lässt ohne zu behaupten die absolute Wahrheit gepachtet zu haben.
Hier werden Kinder ernstgenommen und zum Denken gebracht ohne sie zu indoktrinieren/missionieren.
Natürlich können und sollten Eltern mit ihren Kindern diese Thematik selbst erörtern, doch das Buch bietet gute Ansatzpunkte und auch Sicherheit für „Heidenkinder“ die sich wie die Gallier in ihrem Dorf fühlen, weil alles und rings um sie herum Gläubige sind und sie nicht.


