Patrycja Spychalski Ich würde dich so gerne küssen

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Inhaltsangabe zu „Ich würde dich so gerne küssen“ von Patrycja Spychalski

Sie fürchtet um ihr Herz – er verliert seins … In der Nacht zu ihrem 17. Geburtstag lernt die eigenwillige Frieda jemanden kennen, den sie einfach nicht vergessen kann: Jeffer, einen gut aussehenden, rebellischen Jungen und – wenn sie den warnenden Stimmen glauben soll – Herzensbrecher. Als ihre Eltern verreisen, schlägt Frieda all die wohlmeinenden, vernünftigen Ratschläge in den Wind und zieht kurzerhand bei Jeffer ein. Gemeinsam feiern sie, hören Musik, reden bis tief in die Nacht – nicht mehr. Beide spüren, dass sie etwas wirklich Besonderes verbindet, doch genau das macht ihnen Angst, zumal Frieda nicht versteht, was dieser ungewöhnliche Junge an ihr findet. Schließlich ist es genau ein Kuss, der alles verändert … (Quelle:'Flexibler Einband/13.02.2012')

Zwar eine schöne Idee, aber irgendwie waren mir die Charaktere nicht so sympathisch und das Ende hat mir auch nicht richtig gefallen..

— kathisbookparadise
kathisbookparadise

Leider mochte ich das Buch ansich nicht, die Charaktere waren mir unsympathisch und irgendwie ist auch nichts passiert, das Ende war toll!

— Daria_Sekemoto
Daria_Sekemoto

Tolle Geschichte. Ein gutes Buch für Zwischendurch. :)

— veiru
veiru

Leider sehr unrealistisch mit nervigen Charakteren

— Rikesaurus
Rikesaurus

Ich fand das Buch so gut,dass ich es direkt öfter gelesen habe.

— missmay
missmay

War ganz gut, habe aber schon bessere Bücher gelesen.

— Jasmina1107
Jasmina1107

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    Ich würde dich so gerne küssen
    veiru

    veiru

    18. January 2017 um 20:55

    Das Buch ist sehr gut geschrieben, sehr angenehm zu lesen. Die Handlung ist sehr gut beschrieben. Die Geschichte fand ich auch gut. Ein bisschen unrealistisch aber dennoch hat das Buch ein gewissen Biss. Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen. Frieda ist ein normales Mädchen die etwas wagt in ihrem Leben. Das Ende fand ich traurig. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil :). Ich werde es mir bald zulegen :) 

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  • Ich würde dich so gerne küssen

    Ich würde dich so gerne küssen
    daydreamin

    daydreamin

    23. April 2016 um 17:46

    Geschrieben im April 2012: Der Klappentext hat mir ein leicht zu lesendes Jugendbuch versprochen und obwohl ich dank des Titels irgendwie Angst hatte, dass das Ganze etwas zu kitschig oder zu naiv wird, hab ich das Buch dann doch gelesen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch kann man wirklich sehr flüssig lesen. Keine unnötigen Beschreibungen oder Details und viele Dialoge, die sich tatsächlich so abspielen könnten ohne dabei zu sehr auf Jugendsprache getrimmt zu sein. Die Sprache ist wirklich erfrischend leicht und dabei enthält das Buch so viele kleine Wahrheiten des Lebens, dass ich mehre Male einfach vor mich hin grinsen musste. "Bei neuen Menschen habe ich immer Hemmungen zu essen, weil man dabei immer ein bisschen blöd aussieht. Ausgebeulte Wangen, feuchte Lippen, Schmatzgeräusche und immer die Angst, dass einem gleich etwas im Hals stecken bleibt und man dann alles quer über den Tisch aushustet." Auch die Charakter könnten in der Realität existieren und wirken meistens glaubwürdig. Frieda ist einfach ein normales Mädchen und Jeffer & seine Freunde leben einfach in den Tag hinein und machen das, worauf sie gerade Lust haben. Frieda lässt sich zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich auf etwas Spontanes ein, als sie bei Jeffer einzieht und mit ihm zusammen einfach tagelang im Bett liegen bleibt und Musik hört oder kleinere Konzerte besucht. Wo wir bei Konzerten sind: Die Musik spielt in dem Buch auch eine große Rolle. Sticht aus dem Klappentext nicht so wirklich raus, aber die beiden sind ein echter Fan von älterer Musik und Klassikern wie Pink Floyd und den Doors. Ich zitiere hier mal eine Stelle, die mir gut gefallen hat: "Dabei kann man Gefühle so richtig ehrlich, glaube ich, nur durch Musik ausdrücken. Auf jeden Fall ist Musik die schönste aller Künste, die intensivste, die gewaltigste." An einer anderen Stelle hat Frieda den Eindruck, dass sie sich „in einer Blase“ befindet und ihre Situation „nichts mit dem wahren Leben zu tun hat“. Diese Stelle möchte ich hervorheben, weil ich mich teilweise auch so gefühlt hab. Jeffer und seine Freunde sind doch wirklich sehr spontan und haben anscheinend nicht wirklich eine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen beziehungsweise leben einfach mal mit der Musik, Dachpartys und vielen Zigaretten vor sich hin. Richtig kritisieren will ich das nicht, denn genau das hat irgendwie den Charme von „Ich würde dich so gerne küssen“ ausgemacht. Man kann einfach mal wie Frieda eine Auszeit von allen Verpflichtungen nehmen und schauen was passiert, wenn man absolut nichts zu tun hat. Fazit Insgesamt würde ich das Buch empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer leichten Lektüre für den Frühling oder Sommer ist. Ich war nicht so ganz mit der Tatsache, dass Frieda einfach mal so für einen wildfremden Typen die Schule drei Wochen lang schwänzt, einverstanden, also hab ich stellenweise eher an meine freie Zeit nach dem Abitur oder Sommerferien gedacht und damit ging es mir etwas besser. Bin da vielleicht zu brav oder so. Auf jeden Fall erzählt „Ich würde dich so gerne küssen“ von Freundschaft, Liebe, Familie und Musik und das alles, ohne zu übertreiben oder unrealistisch zu werden. 4 Sterne!

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  • Ich würde dich so gerne küssen

    Ich würde dich so gerne küssen
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    10. January 2016 um 12:07

    Ein Abend im Bett. Mit diesem Buch. Mehr hat es an diesem Tag nicht gebraucht um mich glücklich zu machen. Frieda ist gerade 17 geworden, sie fühlt sich unabhängig, frei, erwachsen. Und als ihre Eltern kurzentschlossen verreisen und sie alleine zu Hause lassen, nutzt sie das spontan aus. Sie zieht zu Jeffer, einem Jungen, den sie in ihrer Geburtstagsnacht kennengelernt hat. Jeffer ist anders – rebellisch, frei und mitten im Leben. Er sieht gut aus, viel zu gut für Frieda, denkt sie sich, viel zu gut, als dass sie ihm gefallen könnte. Doch Frieda gefällt Jeffer. Trotzdem passiert zwischen den beiden nichts. Sie hören nächtelang Musik, feiern Partys und schlafen sogar im selben Bett – doch ein Paar sind sie nicht. Weil sie spüren, dass das zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Ein Kuss könnte alles verändern. Weiterlesen

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  • Anders als erwartet

    Ich würde dich so gerne küssen
    Somaya

    Somaya

    Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Als ich es dann begonnen habe, merkte ich sehr schnell, dass es ganz anders ist als erwartet. Irgendwie habe ich die ganze Zeit auf die Geschichte gewartet. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und ich erwartete eine Erzählung, die mich Stück für Stück an den Grund heranführt, warum es den "einen Kuss" erst so spät gibt und warum er alles zerstört. Ich hatte mit Spannung, Nervenkitzel und Mitfiebern gerechnet. Was ich dann stattdessen bekam? Eine Geschichte ... irgendwie aus dem Alltag gegriffen und ohne sonderliche Höhepunkte. Mir war alles zu "normal" und unspektakulär ... um nicht zu sagen uninteressant. Denn das einzige, was mich wirklich am Lesen halten konnte war, dass ich immer noch mit dem Wendepunkt rechnete. Ansatzweise gab es diesen am Ende, welches mir auch so wie es ist ganz gut gefallen hat. Mit den Charakteren konnte ich leider nicht allzu viel anfangen. Zwar fand ich mein 17jähriges Ich in einigen von Friedas Wesenszügen wieder, konnte aber ihr Handeln nur selten nachvollziehen. Ihre Eltern waren mir etwas suspekt und ihre beste Freundin ... ich würde sie jedenfalls nicht so betiteln. Was mir hier aber gut gefallen hat, war Friedas Erkenntnis ziemlich am Ende bezüglich ihrer Familie. Hier gab es auch endlich ein bisschen Charakterentwicklung, die mir zusagte. Noch weniger als mit Frieda konnte ich mit Jeffer anfangen. Er blieb für mich einfach blass, aufgeblasen, auf unangenehme Weise unnahbar und irgendwie lästig mit einem deutlichen Hang zur Arroganz. Er nervte mich die meiste Zeit und die angebliche Anziehungskraft, die er auf sein gesamtes Umfeld ausübte konnte ich ihm einfach nicht abnehmen. Schade. Was mir aber wirklich gut gefallen hat war die Stimmung in dem Buch. Einfach genau das richtige für einen schwülen Sommerabend, den man mit einer leichten und unterhaltsamen Lektüre verbringen möchte. Man sollte nur nicht zu viel an aufregender Geschichte erwarten.

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    • 2
    Dornroeschen99

    Dornroeschen99

    17. October 2015 um 12:40
  • Ich würde dich so gerne küssen

    Ich würde dich so gerne küssen
    Dornroeschen99

    Dornroeschen99

    17. October 2015 um 12:28

    Inhalt An ihrem 17. Geburtstag stellt Friedas beste Freundin ihr Jeffer vor, noch den selben Abend verbringen sie gemeinsam und Frieda scheint ihn nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen.Als ihre Eltern für 3 Wochen weg fliegen beschließt Frieda kurzer Hand bei ihm einzuziehen.Doch was sollen diese blöden Warnungen von Freunden und Bekannten gegenüber Jeffer? Meine MeinungIch fand das Buch bis auf ein paar Seiten sehr träge und langatmig, obwohl es gar nicht so viele Seiten hat.Das Ende fand ich vom ganzen Buch am besten.Mir ist es so vorgekommen, dass es eigentlich kaum um die Geschichte zwischen den beiden Protagonistenging, außer in weniger als den letzten 100 Seiten. FazitDas Buch konnte mich leider nicht überzeugen, ich werde den zweiten Teil aber trotzdem lese, weil ich glaube und hoffe, dass der besser wird. 2,5 Sterne dafür.

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  • Es wird nicht so richtig klar, was das zwischen den beiden ist

    Ich würde dich so gerne küssen
    missmay

    missmay

    Als Frieda Jeffer kennen lernt, kann sie ihn einfach vergessen.Als er ihr dann vorschlägt bei ihm einzuziehen, während ihre Eltern nicht da sind, macht sie das auch. Die beiden hören die ganze Nacht Musik und reden über  alles mögliche. Und als Leser fragt man sich die die ganze Zeit was das mit den beiden ist. Jeffer nimmt sie mit auf Partys und öffnet sich ihr, wie er es sonst keinem tut. Das Buch ist wundervoll geschrieben und ich weiß gar nicht mehr wie oft ich es schon gelesen hab. Aber das Ende fand ich etwas traurig, da ich Jeffer ein riesiger Jeffer fan bin und mir mit den beiden eine Fortsetzung gewünscht hätte.

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    • 2
  • Greift direkt aus dem Leben und lässt dabei trotzdem ein wenig nach den Sternen greifen

    Ich würde dich so gerne küssen
    Nightingale78

    Nightingale78

    31. July 2014 um 16:58

    Plot Manchmal ist das Leben voller Überraschungen. Man trifft einen Menschen, der einen bewegt und innerlich nicht mehr loslässt. Es gibt, gegen den eigenen Willen, diese unsagbare Anziehungskraft. So geschehen auch bei der 17-jährigen Frieda, die an ihrem Geburtstag Jeffer vorgestellt wird. Er ist der Typ, dem alle Mädchenherzen zu fliegen und den die Jungs absolut cool finden. Ein Herzensbrecher halt, der das Leben nimmt wie es kommt. Frieda jedoch lässt das erstmal scheinbar kalt und bekommt so die ungeteilte Aufmerksamkeit des gutaussehenden Freigeistes geschenkt. Und ehe sich Frieda versieht, bietet ihr Jeffer während der urlaubsbedingten Abwesenheit ihrer Eltern an, bei ihm zu wohnen. Gegen jede Vernunft und nur auf ihr Bauchgefühl hörend, sagt sie zu und ahnt nicht, wie sehr Jeffer ihr Leben wirklich verändern wird...     Meine Meinung Es war der Titel, welcher mich bei Pat Spychalskis Jugendbuch besonders ansprach. Verträumt sommerlich klingt er und verheißt pure Romantik. Obwohl Protagonistin Frieda insgeheim von der besonderen Liebe träumt, von jemanden der sie will mit all ihren Fehlern, sieht sie ihr Leben eher von der nüchternen Seite. Frieda ist das unscheinbare Mädchen von nebenan. Sie hält sich für eine graue Maus und als Anhängsel ihrer etwas durchgeknallten (natürlich viel hübscheren) Freundin Maja. Ein wenig klischeebehaftet vielleicht, vor allem durch Jeffers Erscheinen auf der Bildfläche. Denn Jeffer ist ein Typ, nach dem sich jeder umschaut. Er zieht die Menschen an, wie die Motte das Licht, ohne viel tun zu müssen. Natürlich findet auch Frieda ihn interessant, lässt es sich jedoch äußerlich nicht anmerken. Auch der coole Freigeist sucht nach ihrem ersten Zusammentreffen, wieder ihre Nähe. Als sich dann noch die Eltern des Mädchens überraschend für einen Liebesurlaub in die Sonne verdrücken und Frieda allein in Berlin zurückbleibt, schwört sie sich die Elternfreie Zone voll auszukosten. Warnungen Jeffer betreffend, schlägt das Mädchen in den Wind. Verlieben wird sie sich nicht, schließlich weiß sie, wie er tickt. Eine gute Zeit will sie haben, denn durch Jeffer erwacht in ihr der Drang sich neu zu entdecken, sowie der Hunger auf Freiheit und Verbotenes. Die Figur Jeffer gefiel mir sehr gut. Er ist geheimnisvoll und undurchdringlich. Sicher keine besonders neue Idee, aber ich mochte wie Frieda mit ihm umging und sie nicht, wie alle anderen, nach seiner Pfeife tanzte. Das brachte ihn aus dem Konzept. Die Autorin hat, trotz der Gegensätze von Frieda und Jeffer, eine sehr glaubhafte Geschichte erzählt. Hierbei geht es vielmehr als nur um eine kleine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen. Gefühle werden immer wieder angedeutet, aber es geht vor allem auch um Friedas Weg sich selbst zu entdecken. Diese beiden Menschen waren zu Beginn, jeder für sich selbst, Suchende. Ob und was sie schlussendlich finden, verrate ich hier natürlich nicht, aber jeder für sich reift an der gemeinsamen Zeit auf ganz eigene Weise. Als Location wählte Pat Spychalski ihre Wahlheimat Berlin, wofür ich sie liebe. Es gibt viel zu wenige Geschichten, die sich in dieser tollen, aufregenden Stadt abspielen. Nach Berlin zieht es viele, die sich verwirklichen wollen. Und das war für mich das treibende Gefühl in der Geschichte. Ich genoss es sehr, mit Frieda und Jeffer mitten in der Nacht durch die Straßen Berlins zu streifen, oder mit ihnen bei einem Bierchen den Sonnenaufgang anzuschauen. Das Ende war ganz anders als ich erwartet hätte, was mir sehr gut gefiel. Dadurch wurde ich noch einmal mitgezogen und überrascht.     Fazit Mit ICH WÜRDE DICH SO GERNE KÜSSEN serviert Pat Spychalski dem Leser wahre Realitätshappen, denn diese kleine Geschichte greift direkt aus dem Leben. Die Autorin verschönigt dabei Gefühle und Alltagsprobleme eines Teenagers nicht, lässt ihre Figuren aber trotzdem ein wenig nach den Sternen greifen. Protagonistin Frieda wirkt mit all ihren Unsicherheiten und Ängsten unglaublich authentisch. Eine wunderbare Geschichte mit interessantem Ende, welches mich sehr neugierig auf DER EINE KUSS VON DIR macht.

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  • Tolle Geschichte mit schrecklichem Ende

    Ich würde dich so gerne küssen
    Fanny2011

    Fanny2011

    07. May 2014 um 00:35

    Dieses war mein erstes Buch von der Autorin. Ich hatte zwar ein bisschen was anderes erwartet, konnte mich aber doch schnell an die eher ungewöhnliche Schreibweise gewöhnen. Genauso wie an die Dinge, die passierten. Dass man bei der Flucht vor einer Menschenmenge über eine Mauer klettert und im Garten einer türkischen Familie landet, bei der man spontan mitgrillt. Oder dass sich eine wildfremde Frau neben einen setzt und fragt, ob sie einen Schluck von meiner Limo haben darf. Frieda, die ihr Leben bisher als langweilig empfand, lernt Jeffer an ihrem 17. Geburtstag kennen. Sie ist fasziniert von seiner Spontanität und seiner Art, die Dinge locker anzugehen. Die beiden merken, dass sie etwas verbindet und sie verbringen viel Zeit miteinander. Als Friedas Eltern verreisen, freut sie sich natürlich tierisch darüber und Jeffer schlägt vor, dass sie währenddessen bei ihm einzieht. Um Jeffers Lebensstil vollkommen mitmachen zu können, entschließt Frieda, die drei Wochen nicht zur Schule zu gehen. Ich kann nicht sagen, dass Frieda mir unsympathisch war. Die Autorin hat mir auch einige Details gegeben, mit denen ich mich gut mit der Protagonistin hätte identifizieren können. Aber irgendwie blieb Frieda auf Distanz. Das mag daran liegen, dass ich ihre Person manchmal als unstet empfunden habe. In einem Moment wollte sie mir weismachen, dass sie ein Mauerblümchen ist, aber im nächsten Moment hat sie wieder Dinge gesagt, die mir das Gegenteil weismachen wollten. Überhaupt hat sie viele Dinge gesagt (meist zu Jeffer), die mich überrascht haben und die Frieda dann doch wieder tough und selbstbewusst erschienen ließen. Das passte für mich irgendwie nicht zusammen. Trotzdem mochte ich sie, keine Frage. Ich fand sie nur manchmal ein bisschen undurchschaubar. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Situation ein bisschen unrealistisch fand. Zum Beispiel, dass Frieda drei Wochen lang nicht zur Schule geht. Oder wie sie ihrer Freundin Maja in der Zeit vor den Kopf stößt. Ich persönlich fand es jetzt nicht so schlimm. Aber wenn ich sehe, dass die Altersempfehlung des Verlags bei 13 Jahren liegt, muss ich doch noch mal den moralischen Zeigefinger erheben. Ich als 19-jähriges Mädchen kann die Situation, in der Frieda ist, einschätzen. Aber wenn das jetzt so junge Mädchen lesen und Friedas Lebensstil und das Gefühl von Freiheit so toll finden, könnte das zu falschen Vorstellungen vom Leben führen. Zum Beispiel raucht Frieda extrem viel in dem Buch und das ist ein Teil ihrer Freiheit. Ich muss zugeben, dass das sogar mir immer wieder Lust gemacht hat, zu rauchen, obwohl ich weiß, dass dieses Freiheitsgefühl, das Frieda damit verbindet, natürlich mit dem echten Leben nichts zu tun hat. Ein 13-jähriges Mädchen, das nie geraucht hat, weiß das aber nicht… Außerdem kann Frieda nach diesen drei Wochen ohne Probleme in ihr altes Leben zurückkehren. Ihre Eltern sind nicht wirklich sauer und nicht mal ihre Freundin trägt ihr das schlechte Verhalten nach. Auch das könnte falsche Eindrücke bei Jugendlichen erwecken. Okay, jetzt senke ich den moralischen Zeigfinger mal wieder. Mir persönlich hat Friedas Geschichte sehr gefallen. Sie hat mir ein Gefühl von Freiheit und Lebenslust vermittelt. Friedas Leben war bisher eher durchschnittlich und langweilig. Sie hat nie etwas Verrücktes gemacht. Jeffer zeigt ihr eine andere Seite des Lebens, die des in den Tag Hineinlebens, die voller Spontanität und Musik ist. Mit ihm erlebt sie ein Abenteuer nach dem nächsten. Der Klappentext erzählt ja mal irgendwie voll den Quatsch. Schließlich ist es genau ein Kuss, der alles verändert? Bullshit. Die küssen sich zwar, aber das ändert nicht wirklich irgendwas. Diese Sache zwischen Frieda und Jeffer zu erklären, ist zu viel verlangt. Das können ja nicht mal die beiden selbst und so hat es die Autorin auch sicherlich gewollt. Deshalb verleitet der Klappentext hier zu völlig falschen Annahmen. Das Ende jedoch hat mir alles kaputt gemacht. Ich war drauf und dran, dem Buch 6 Herzen zu geben, aber nein. Das Ende hat es wirklich zerstört. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich langweilig bin und mein Happy End brauche. Aber so ist es nun mal. Ich kann mit Friedas Verhalten am Ende und wie sie alles hinnimmt einfach absolut und überhaupt nicht leben. Es hat mich richtig sauer gemacht. Ich will euch jetzt natürlich nicht zu viel verraten, aber das Ende war halt echt grausig. Fazit: Echt, einfach nur schade. Wenn ich jetzt über das ganze Buch nachdenke, kann ich es einfach nicht mehr schön finden. Es war wirklich nicht schlecht. Nur dieses Ende. Das lässt alles so sinnlos erscheinen. Ich kann es nicht anders sagen: Es hat einfach das ganze Buch zerstört. Damit hat die Autorin sich selbst ins Knie geschossen, auch wenn sie vielleicht versucht hat, es realistisch zu machen. Ich würde es euch wirklich gerne weiterempfehlen, denn die Geschichte an sich war ja gut! Aber das kann ich einfach nicht. Nicht mit dem Ende. Grr.

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  • Eine Geschichte, die melancholisch macht und einen sehr berührt.

    Ich würde dich so gerne küssen
    Aygen

    Aygen

    26. October 2013 um 16:19

    Zum Inhalt: Frieda lernt an ihrem 17. Geburtstag Jeffer kennen, den ihre beste Freundin, die eigensinnige Maja eingeladen hat. Jeffer ist gutaussehend, rebellisch und Musiker. Obwohl Frieda vor ihm gewarnt wird, ist da gleich zu Beginn eine besondere Verbindung zwischen Beiden. Frieda beschließt kurzerhand als ihre Eltern in den Urlaub fahren, Jeffers Angebot anzunehmen und sozusagen zu ihm zu ziehen. Jedoch unwissend, dass ein einziger Kuss sie und ihr Leben verändern wird. Jeffer! Der Freund und Retter aller weiblichen Wesen, mit Ausnahme von mir, stellt Maja mir den Typ vor... Zitat Seite 5 Meine Gedanken zu dem Buch: Ich beginne mit der Covergestaltung, die mich anfänglich angesprochen hat. Jedoch musste ich nach dem Lesen feststellen, dass eine andere Coverwahl passender gewesen wäre. Etwas das nicht diese Vertrautheit und Ruhe ausstrahlt, sondern etwas wildes, unbeständiges. Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch fesseln sie einen von der ersten Seite ab. Frieda ist eine mehr oder weniger gute Schülerin und eine anständige Tochter. Während Maja ihre beste Freundin, eher zu selbstbewusst und teils berechnend beschrieben wird. Zu Beginn fragt man sich, warum gerade Frieda und Maja so gut befreundet sind und was das besondere an ihrer Freundschaft ist. In Wirklichkeit wünsche ich mir nichts mehr, als einfach nur schön zu sein. Richtig schön. Zitat Seite 13 Im Laufe der Geschichte erkennt man jedoch auch Majas Einfluss in Friedas Leben und ist auch froh darüber. Denn ohne Maja hätte Frieda Jeffer nie getroffen. Dieser widerrum ist ein Mädchenschwarm, wild, irgendwie auf seine Art romantisch-verrückt und eben durch und durch Musiker, dessen Herz ausschließlich vom Beat der Musik bestimmt wird. Jeffer reißt Frieda aus ihrem langweiligen Alltag und entführt sie in seine Welt, die voll ist von Träumen, guter Musik, Alkohol und Parties. Hierzu ist unbedingt zu sagen, dass Alkohol und die besagten Parties kein negatives Bild vermitteln. Im Gegenteil, es ist in einem vertretbaren Maße beschrieben. Frieda ist eher die Zurückhaltende, die Angst hat ihr Herz zu verschenken oder zu verlieren und Jeffer, der unnahbare, der Frieda in sein Leben lässt und sie an seinen Träumen teilnehmen lässt. Während der ganzen Geschichte kommen sich Frieda und Jeffer immer wieder körperlich etwas näher, aber dennoch nur so viel um den Leser weiter zu fesseln. Man spürt die Bindung der Beiden und entwickelt das Bedürfnis auf eine seltsame Art und Weise, mit Frieda tauschen zu wollen. Obwohl sie jede Minute gemeinsam verbringen und sich sogar tageweise komplett von der Außenwelt ausschließen, entwickelt sich zwar eine innige Liebe zwischen den Beiden, die allerdings nicht physisch ist. Manchmal wacht man auf mit diesem guten Grundgefühl, das einen schönen Tag verspricht. Zitat Seite 97 Die Autorin schreibt hier aus Sicht von Frieda und ermöglicht dem Leser sozusagen alle Hochs und Tiefs direkt aus Sicht der Protagonistin zu erleben und zu spüren. Immer wieder hofft man, dass Frieda die Initiative ergreift und auf Jeffer zugeht, dass sie sich bei so viel Nähe und intimen gemeinsamen Momenten auch in die Arme fallen. Während sich im Laufe der Geschichte Frieda weiterentwickelt und auch erwachsener wird, hat man bei Jeffer den Eindruck, dass er wie zu Beginn bereits an seiner Lebenseinstellung und seinem jugendlichen Verhalten stets festhält. Trotz seiner Verrücktheit wird Jeffer dennoch so fürsorglich, sanft und sensibel beschrieben und man möchte die Person sein, die ihm Geborgenheit und Sicherheit gibt, wissend dass selbst das ihn nicht aufhalten kann. Kurz & gut - mein persönliches Fazit: Man sollte hier keine klassische Liebesgeschichte erwarten, was anfänglich so erscheint, hält dank aufregender und spannender Passagen von der Ersten bis zur letzten Seite den Leser gefangen. Immer wieder wenn man denkt, gut jetzt aber passiert genau das was ich erwartet bzw. vorausgesehen habe, wird man eines besseren belehrt. Eine Geschichte, die melancholisch macht und einen sehr berührt. Am Ende bin ich fast verzweifelt, weil ich immer noch auf das Ende in meinem Kopf gehofft habe. Dennoch trotz unerwartetem Ende mochte ich die Geschichte sehr und würde gerne wissen, wie es weitergeht. Was aus Frieda, Maja, Jeffer & Co. geworden ist. Wer ungewöhnliche Erlebnisse mag und nicht auf eine Teenie Love Story versessen ist, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen. Die Altersangabe finde ich passend gewählt, wie gesagt, trotz der Parties und dem ein oder anderen Bier, Whiskey das in der Geschichte erwähnt wird, liegt hier der Fokus auf der besonderen Beziehung zwischen Jeffer und Frieda und ihrer ungewöhnlichen Liebe. Noch wäre zu erwähnen, dass wir das Glück hatten die Autorin Patrycja Spychalski in Frankfurt auf der Buchmesse zu einem Interview zu treffen. Mehr über das Interview und was Sie über das Schreiben und ihre bisher erschienen Bücher verraten hat, erfahrt ihr bald. © Rezension 2013: Aygen (ae) buecherkaffee.blogspot.de

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  • Kann man immer wieder lesen!

    Ich würde dich so gerne küssen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. September 2013 um 18:58

    Dieses Buch ist für jeden gemacht &...
    Man kann es immer wieder lesen da mann nie genug von Frida bekommt!
    (Freue mich schon auf den nächsten Band!)

  • Ein schöner Sommerroman!

    Ich würde dich so gerne küssen
    heartbeatofabookaholic

    heartbeatofabookaholic

    04. August 2013 um 11:30

    Im Moment stehe ich total auf "Sommerromane". So freute ich mich riesig, als ich dieses Buch hier in meiner Bibliothek fand. Wie erwartet liebte ich die Stimmung, die beim Lesen aufkam. Dieses Gefühl von Freiheit. Einfach mal abschalten, ohne nervige Eltern, ohne Verpflichtungen. Ich an Friedas Stelle wäre definitiv auch bei Jeffer eingezogen. Die Charakteren an sich waren auch sehr interessant. Vor allem Jeffer, da man aus ihm einfach nicht schlau wird. Auch wenn er den Titel Frauenschwarm trägt, ist er es nicht wirklich. Ich würde ihn eher als frei und ungebunden bezeichnen. Das Ende des Buches konnte mich dann leider nicht ganz zufrieden stellen. Es ist nicht mal diese Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, die ich vermisse, sondern dieser entscheidende Teil der Entwicklung der Charakteren. Dieser Moment, wo man sich denkt, dass Person X seine alten Verhaltensmuster abgelegt hat, fehlte irgendwie. Der Schreibstil ist übrigens sehr angenehm. Man hat das Buch auch ziemlich schnell gelesen, denn die Seiten fliegen nur so davon. Fazit: Ein schöner Roman für den Sommer! Die Stimmung und die Charakteren sind toll! Einzig das Ende konnte mich nicht richtig überzeugen.

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  • Rezension zu Ich würde dich so gern küssen

    Ich würde dich so gerne küssen
    nadines-lesewelt

    nadines-lesewelt

    30. July 2013 um 09:46

    An ihrem 17. Geburtstag lernt Frieda Jeffer kennen. Maja ihre beste Freundin hat ihn mit geschleppt, eigentlich für sie. Doch während in Kreuzberg die 1. Mai Ausschreitungen vor ran schreiten, nimmt Jeffer Frieda mit zu sich. Die beiden verbringen einen netten Abend zusammen. Schließlich trifft sie ihn kurze Zeit später wieder und als ihre Eltern zu einer Reise aufbrechen und Jeffer sie fragt ob sie bei ihm einziehen möchte sagt sie spontan zu. Jeffer ist spontan und wird von vielen bewundert, er hat ständig Leute um sich herum und es ist immer Party angesagt. Frieda fühlt sich an Jeffers Seite wohl und sie mag die spontanen Ideen. Jeffer und Frieda fühlen sich zueinander hingezogen, doch werden sie wirklich zusammen finden? Frieda mochte ich von Anfang an, sie war mir echt sympathisch. Wobei ich nicht ganz begriffen habe, warum ihre beste Freundin zwei Jahre älter ist. Bei Frieda merkt man schon dass sie sich Jeffer, verbunden fühlt. Aber ich hab mich oft gefragt ob sie auch wirklich in ihn verliebt ist. Gerade weil sie doch immer sagt, dass er sie nicht küssen soll. Maja ist eigentlich ganz okay, aber so wirklich oft kommt sie in diesem Buch auch nicht vor. Jeffer ist spontan, für ihn gibt es keine Pläne. Er macht eigentlich immer was er will. Bei ihm läuft wirklich alles spontan ab, bis er Frieda kennen lernt. Natürlich bleibt er seiner Linie treu und trotzdem verändert er sich. Kiki war mir suspekt, außerdem wüsste ich gerne ob zwischen ihr und Jeffer was gelaufen ist. Am Anfang dachte ich ja noch dass das mütterliche Sorgen sind. Diese Sache hätte ich gern aufgeklärt gehabt. Das Buch ist aus der Ich Perspektive von Frieda geschrieben, Schade eigentlich. Ab und zu hätten mich die Gedanken von Jeffer schon interessiert. Mit dem Schreibstil kam ich sehr gut zurecht und ich habe mich auch sehr schnell in das Buch hinein gefunden. Was am schönsten beim Lesen für mich war, das ich die Geschichte beim Lesen auch richtig fühlen konnte. Es ist schön, wenn man eine Geschichte nicht nur liest, sondern eben auch spürt. Außerdem gab es im Buch wieder einige Wendungen mit denen ich so nicht richtig gerechnet hatte. Vor allem zum Schluss hin, gab es doch einige Überraschungen für mich. Was mich im Buch allerdings stört, ist das ständig alle am Rauchen sind. Immer wieder wird erwähnt dass sie sich eine Zigarette anzünden, den Film durch rauchen usw. Ich finde einfach so was braucht in Büchern nicht die ganze Zeit erwähnt werden. Fazit: Ein ideales Buch für einen schönen Sommertag, man kann es richtig genießen und spüren. Die Geschichte von Frieda ist schön zu lesen. Deswegen gibt es von mir 5 Sterne.

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  • Rock'n'Roll vom Feinsten, aber nicht immer ganz sauber - 3,5 Sterne

    Ich würde dich so gerne küssen
    splitterherz

    splitterherz

    20. June 2013 um 19:38

    "Das Gefühl des bevorstehenden Abends ist erhebend. Man glaubt, dass alles passieren könnte. Musik, neue Menschen, vielleicht irgendeine Verrücktheit. Ich war bisher immer sehr brav gewesen. Es ergab sich einfach nichts Aufregendes, aber jetzt habe ich Lust, einen draufzumachen, etwas Dummes anzustellen. Ich will glauben, dass sie Welt nur mir gehört!" [”Ich würde dich so gerne küssen” // P. Spychalski // S.30] Erster Satz: Heute ist mein Geburtstag, der siebzehnte, und Maja hat mich mit ein paar Jungs von zu Hause abgeholt. Inhalt: An ihrem siebzehnten Geburtstag lernt Frieda den unnahbaren und coolen Jeffer kennen, dem alle Mädchen ins ganz Berlin hinterherhecheln, doch Jeffer gibt sich gelassen, ganz der junge, rebellische Rocker. Trotz der vielen Warnungen davor, dass Jeffer ihr das Herz brechen könnte und den bösen Blicke der Mädchen, zieht Frieda zu Jeffer in die Wohnung, als ihre Eltern für drei Wochen verreisen. Dafür belügt sie nicht nur ihre Eltern und ihre beste Freundin, sondern schwänzt noch dazu die Schule, um endlich (wenn auch nur für kurze Zeit) in Freiheit leben zu können. In diesen drei Wochen lernt Frieda mehr über sich, die Musik, die Freundschaft, das Leben und die Liebe, als jemals zuvor und sie spürt die besondere Verbindung zwischen Jeffer und ihr - aber küssen will sie ihn trotzdem nicht, denn so ein Kuss kann eine ganze Menge ändern... Schreibstil: Der Schreibstil und die Atmosphäre in diesem Buch haben bei mir ganz starke 80er-Gefühle ausgelöst, was einerseits an der Lebensweise der Personen liegt, andererseits aber auch mit der Berliner Schnauze zu tun haben könnte, die hier ziemlich stark raushängt. Das Buch ist außerdem in diesem besonderen Stil geschrieben, der mir eben dieses achtziger Jahre Gefühl gibt - obwohl ich nicht einmal genau sagen könnte, woran das liegt, vielleicht einfach weil der Schreibstil wie einer der alten, großen Rockklassiker klingt. Insgesamt schreibe Spychalski flüssig, charmant und erfrischend direkt, was dazu führt, dass sich das Buch schnell lesen lässt und noch dazu nicht platt wirkt. Es ist sehr jugendlich und umgangssprachlich gehalten, da es aus der Sicht der siebzehnjährigen Frieda geschrieben ist. Meine Meinung: Kennt ihr das, wenn ihr einen Klappentext lest und direkt glaubt, zu wissen, wie die Geschichte ausgehen wird? Und kennt ihr das auch, wenn ihr dann zu lesen beginnt und euch plötzlich wundert, dass es eben doch nicht so abgelaufen ist? Genau dieses Phänomen ist mir nämlich mit "Ich würde dich so gerne küssen" passiert, welches so anders war, als ich gedacht, ja sogar, als ich befürchtet hatte. Manchmal reicht das allerdings auch nicht, um mich vollends zu überzeugen, denn obwohl die rockige Geschichte um Frieda und Jeffer in eine ganz andere Richtung verlief, als ich dachte, und ich viel Spaß mit dem Buch hatte, hat es mich irgendwie nicht komplett erreichen können. Warum das so ist? Vielleicht weil "Ich würde dich so gerne küssen" eben gerade so undurchsichtig ist und es irgendwie auch bis zum Ende bleibt. Obwohl vieles aufgeklärt und erklärt wird, hatte ich am Ende nicht das Gefühl, wirklich hinter die Figuren geblickt zu haben. Trotz der Versuche in die Tiefe zu gehen, blieb die Geschichte mir zu sehr an der Oberfläche, wohin sie nach einigen mehr oder weniger geglückten Tauchversuchen immer wieder zurückkehrte. Irgendwie war es ein ständiges Hin und Her, wenn auch auf eine so andersartige Art und Weise, denn die Geschichte ist gar nicht mal so leicht erzählt. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, viel mehr ist es eine Anti-Liebesgeschichte, die eben irgendwie doch eine ist - schwer zu beschreiben! Jedenfalls fing das Problem bei mir vor allen Dingen bei der Protagonistin Frieda an, von der ich erst dachte, sie wäre das typische Spaßbremsenmädchen, dass sich von ihrer besten Freundin ein wenig unterdrücken lässt und ein wenig ist es auch so, aber eben nicht ganz. Schließlich ist Frieda mehr, als sie sich selbst eingesteht. Trotz ihren eher schlechten Eigenschaften (mit siebzehn derart viel zu rauchen, ist nicht unbedingt eine gute Entscheidung!), beweist sie mehr als einmal eine Reife, die ich ihr nicht zugetraut hätte, was sie dann wiederum wieder sympathisch und interessant macht. Allerdings ist sie ein einziges "Vielleicht" und weiß den Großteil der Geschichte eigentlich selbst gar nicht, was sie will - zugegeben: das kann ganz schön nerven, aber irgendwie ist es auch so typisch jugendhaft, dass es wieder glaubwürdig war. "Auf der langen Fahrt quer durch Berlin sehe ich aus dem Fenster und bin wieder in so einer komischen Stimmung. Ein bisschen traurig und ein bisschen glücklich. Melancholisch ist vielleicht das richtige Wort. Ich habe immer das Gefühl, dass das Leben morgen richtig anfängt, oder dass es gestern ganz besonders war, aber im Hier und Jetzt komme ich nicht richtig an." [S.47] Diese Zerrissenheit ist teils einfach nicht verständlich - einerseits ist sie eher der schüchterne Typ, findet sich selbst nicht besonders schön und geht nicht allzu gerne unter Leute, andererseits schwänzt sie ohne richtigen Grund drei Wochen die Schule und tanzt auf jeder Party, als könnte es ihre letzte sein, was ich manchmal einfach nicht wirklich nachvollziehen konnte. Auch die anderen Figuren sind größtenteils ziemlich undurchschaubar, wenn auch dreidimensional und interessant. Jeffer geht da in dieselbe Richtung wie Frieda, denn auch er scheint irgendwie nie Tacheles reden zu können, obwohl er sonst ein so tougher und begehrter junger Mann ist. Warum interessiert er sich ausgerechnet für Frieda so sehr und das direkt nach dem ersten Treffen, bei dem nicht viele Worte zwischen den beiden gefallen sind? Das kam für mich bis zum Ende nur sehr kläglich raus. Eine der größten Stärken des Buches sind aber die personenbezogenen Problemthemen, die angesprochen und behandelt werden, wie beispielsweise Einsamkeit, Depressionen, Selbstfindung und das typische nicht-alt-werden-wollen. Allerdings wird ziemlich wenig aufgelöst, am Ende scheint alles zu bleiben, wie es immer war und auch wenn das im echten Leben meist nicht anders ist, hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Die zweite größte Stärke ist der untypische Handlungsverlauf, der dem Buch so einige Extrapunkte gewährleistet hat, denn es kommt nichts so, wie man es erwartet hätte. Ich hoffe, dass dieses Schema im zweiten Band nicht gebrochen wird, auch wenn man merkt, dass die Geschichte zwischen Jeffer und Frieda noch nicht wirklich geklärt und zu Ende ist. Ansonsten gefiel mir die sommerliche und berlinerische Atmosphäre und die Tatsache, dass das Leben eines "Teenagers" (da würde Frieda jetzt an ihre Mutter denken!) mal nicht ganz so unrealistisch dargestellt wird, wie es in vielen anderen Büchern der Fall ist. Fazit: Ich würde dieses Buch so gerne noch lieber mögen, denn trotzdessen, dass ich meinen Spaß mit der wilden, rockigen Geschichte hatte - der Funke ist nicht hundertprozentig übergesprungen. Zwar erzählt Spychalski eine interessante und schubladenlose Geschichte, die gänzlich ohne das typische Jugendbuchschema auskommt (dickes + an dieser Stelle!), doch trotzdem fehlt es der Geschichte teils an Verständnis und Glaubwürdigkeit. In diesem Punkt bin ich einfach hin- und hergerissen, weil ich einerseits diese besondere Atmosphäre sehr mochte, andererseits die Figuren aber nicht immer verstehen konnte. Hier gilt: Selber herausfinden! Schließlich gefiel mir das Buch als leichte (und manchmal eben doch nicht so leichte) und nachdenkliche Sommergeschichte, die mit "Der eine Kuss von dir" fortgesetzt wird und da hoffentlich nicht doch noch diesem bestimmtem Schema verfällt. 3,5 Sterne

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  • Leserunde zu "Fern wie Sommerwind" von Patrycja Spychalski

    Fern wie Sommerwind
    Patrycja_Spychalski

    Patrycja_Spychalski

    Liebe Lovelybooks Leser, ich möchte heute gerne die Bewerbung für die Leserunde zu meinem zweiten Buch "Fern wie Sommerwind" starten. Es geht um Nora, die ihre letzten Sommerferien an einem Ostseebadeort verbringt und am Strand Drachen verkauft. Während sie kilometerlang den Strand entlang schlendert macht sie sich Gedanken über ihre Zukunft. Wie könnte das Leben nach der Schule aussehen? Wie kann man eine Entscheidung treffen, wo sich doch so viele Möglichkeiten auftun? In unterschiedlichen Zukunftsvisionen versucht Nora ihre Wünsche auszuloten. Hilfreich sind dabei auch die anderen Strandverkäufer, die bald schon zu guten Freunden werden. Ganz besonders Martin, der mit dem gelben Haar, könnte vielleicht eine Rolle in Noras Zukunft spielen? Eine Geschichte über Liebe, Klicke, Zukunftsängste und die Aufregung, die das Leben so mit sich bringt. Ab heute bis zum 17.5 könnt ihr euch für eins der 15 Exemplare bewerben. Schreibt doch bitte, warum ihr das Buch gerne lesen würdet und dann viel Glück. Ihr könnt mich auch gerne bei facebook besuchen: https://www.facebook.com/KUSS27

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  • Rezension zu "Ich würde dich so gerne küssen" von Patrycja Spychalski

    Ich würde dich so gerne küssen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2012 um 09:45

    Inhalt Frieda lernt an ihrem 17. Geburtstag Jeffer kennen, einen Musiker und selbsternannten Rebellen. Seitdem sehen sich die beiden regelmäßig und als Friedas Eltern verreisen, packt auch Frieda spontan ihre Sachen um für zwei Wochen bei Jeffer einzuziehen. Meine Meinung >>Ich würde dich so gerne küssen<< hat mich, ehrlich gesagt, ziemlich enttäuscht. Die Geschichte ist recht unglaubwürdig und die Protagonistin sehr naiv, aber ich fang am besten von vorne an. Es fängt schon damit an, dass Frieda eigentlich zurückhaltend ist und nicht die besten Erfahrungen mit Jungs gemacht hat und trotzdem, mir nichts dir nichts, mit Jeffer mitgeht. Dann sind da noch ihre Eltern, die auf mich einen ganz bodenständigen, vernünftigen Eindruck machten und trotzdem ihre Tochter alleine lassen und als Aufsichtsperson eine kaum ältere Freundin >>einspannen<<, obwohl bekannt ist, dass diese nur Flausen im Kopf hat. Das sind einfach solche Dinge, auf die ich mir keinen Reim machen kann. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso so gehandelt wird und die Geste des Kopfschüttelns wird dann meistens mein ständiger Begleiter. Jeffer hat auf mich den Eindruck Typ Schwätzer gemacht, nach außen hin mimte er den unangepassten, ja vielleicht auch rebellischen Menschen und doch ist er einfach nur „normal“. Dadurch fällt es mir auch schwer, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, was bei >>Ich würde dich so gerne küssen<< doppelt stört, da das Buch aus der Sicht von Frieda geschrieben ist. Ich hatte immer diese Naivität vor der Nase, da frage ich mich, ob ich zu alt für das Buch bin, aber nichts desto trotz war ich ja auch einmal jung, mir wäre es aber nicht im Traum eingefallen, zu einem fremden Typen zu ziehen. Vielleicht liegt mein Missfallen daran, dass ich mal wieder was ganz anderes erwartet als bekommen habe. Mit dem Titel und dem Cover verbinde ich eine niedliche Liebesgeschichte, mit meiner Idealvorstellung von „Liebe“ und „niedlich“ hat das Buch nur wenig gemein, so dass es meinen Geschmack überhaupt nicht trifft. Fazit Eine, für mich, enttäuschende Geschichte mit Charakteren, deren Handlungen ich nicht verstehen und auch nicht gut heißen kann. Für jüngere Leser mag das Buch reizvoll erscheinen, da es auf den ersten Blick wild erscheint.

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