Patti Callahan Henry Die Schwere des Lichts

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Inhaltsangabe zu „Die Schwere des Lichts“ von Patti Callahan Henry

Liebe und andere Geheimnisse

Ellie Calvin fühlt sich gefangen - sie hat eine Tochter und einen Mann, den sie nicht mehr liebt. Doch wie soll sie aus ihrem Leben ausbrechen? Alles ändert sich, als ihre Mutter Lillian stirbt. Auf der Trauerfeier taucht Hutch auf - Ellies Jugendliebe. Er hat mit Lillian an einer Ausstellung über die Geschichte ihres Ortes gearbeitet. Daher hat er auch Dokumente in seinem Besitz, die auf ein Familiengeheimnis hinweisen. Ellie erhält ein Tagebuch ihrer Mutter, in dem von einer Liebe die Rede ist, von der niemand etwas wissen durfte. Während sie die Geheimnisse ihrer Mutter herauszufinden sucht, kommen Ellie und Hutch sich wieder näher.

"Ein wunderbarer Roman über zweite Chancen und wie man die Geister der Vergangenheit vertreibt." Kirkus Review

Sobald ich die erste Seite geschaft habe ging das Buch in einem durch meine Finger. Es ist genau so schon wie Delphin Sommer. :-) :-)

— estrela

Vom ersten Augenblick an, nimmt mich die Geschichte gefangen. Geheimnisvoll, sentimental, warmherzig und traurig... ich verliere mich darin.

— Elfenblume

Ich weiß nicht wieso, aber ich komme einfach nicht rein in das Buch. Deswegen leider nur 2!

— laila_violet

Sehr gefühlvoll mit Tiefgang

— Monika58097

Ein sehr bewegendes und berührendes Buch über die Macht der Gefühle und die Kraft des Neuanfangs!

— Kleinstadtkatze

Hörst Du es... das Buch spricht zu Dir: Verliere Dich nicht, werde glücklich und glaube an die zweite Chance im Leben!

— Leselady

Eine Art Kunstwerk, gemalt aus Worten. Romantisch-berührend-bewegend-einfach wunderschön.

— Buchraettin

Die Autorin beschert dem Leser eine zauberhafte Geschichte über die 2. Chance und die richtigen Entscheidungen fürs Leben.

— LESETANTE_CARO

Wer ein Buch mit Tiefgang lesen möchte, der ist hier genau richtig!

— vielleser18

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  • Die Schwere des Lichts

    Die Schwere des Lichts

    Chimiko

    15. January 2014 um 10:28

    Was für ein wunderbares und warmherziges Buch! Patti Callahan Henry ist hier ein sehr einfühlsames und leicht melancholisches Buch gelungen, welches mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Es ist eine Geschichte, wie sie überall und jederzeit geschehen kann: Der Tod von Ellies Mutter löst in ihr etwas aus, eine Art Kettenreaktion, die jede Menge Steine ins Rollen bringt. Dazu eine Ehe, die nicht mehr so glücklich ist, ein Mann, der scheinbar seine Gefühle für seine Frau weggeschlossen hat und ebendiese Frau, die nun, nachdem die Tochter aus dem Haus ist, unglücklich mit ihrer Situation ist. Und dann gibt es da noch diese große Liebe, die nun wieder auftaucht und noch mehr durcheinander bringt. Das Buch ist voller Gefühle und Romantik, die dabei immer wieder auf harte und scheinbar gefühllose Charaktere trifft. Teilweise wurde ich wirklich melancholisch, denn Ellies Leben erschien mir wirklich traurig, zumindest an manchen Stellen. Es schien einfach alles so verhext und so unmöglich, den richtigen Weg aus diesem Dilemma zu finden. Manchmal schien Ellie es zu schaffen und dann kamen doch wieder irgendwelche Schwierigkeiten und Gegenwehr, so dass sie in ihre alten Gewohnheiten verfiel. Es bleibt immer dieser leicht bittere, etwas schwere Beigeschmack. Patti Callahan Henry lässt hier drei Ebenen geschickt und nahtlos miteinander verschmelzen: Die Szenen aus der Vergangenheit zeigen ihre Beziehung zu Hutch, ihrer großen Liebe. Dann gibt es noch die Gegenwart, ihre Eheprobleme und ihre Suche nach einer eigenen Identität. Außerdem ist da das Tagebuch ihrer Mutter, welches zwar nicht direkt eingebunden wird, aber dennoch vieles beiträgt. Auch der wunderschöne Schreibstil der Autorin lässt viele Bilder entstehen, die einen zu Ellie und ihrer Welt mitnehmen. Es sind tolle Charaktere, sehr realistische, die auch der Nachbar von nebenan sein könnten. Ellie ist unzufrieden, unglücklich und hat vieles, über das sie nachdenken muss. Rusty, ihr Ehemann, wirkt dagegen kalt, sehr zufrieden mit sich und seinem Leben, aber eben gefühllos. Es ist ein Nebeneinander, kein Miteinander. Hutch, die große Liebe, ist ein ganz anderer Typ, voller Leben, voller Gefühle, ein besonderer Mann, der jedoch auch nicht perfekt ist. Der wohl schwierigste Charakter ist Ellies Mutter Lillian: Man empfindet wohl keine richtige Sympathie für sie, sie ist verbittert und unnahbar, dennoch schafft es Patti Callahan Henry, dass ich zumindest Verständnis für ihre Handlungen und ihr Wesen entwickele, wenn auch keine Sympathie. Dazu kommen noch weitere Charaktere, die alle sehr liebevoll, detailliert und bildreich beschrieben werden. Ein ganz besonderes Ereignis, das einen wichtigen Part des Buches darstellt, ist das sogenannte Jubilee. Dort kommt alles, was so im Meer kreucht und fleucht für eine Nacht an den Strand, man kann es praktisch mit den Händen fangen, es kriecht einem in den Eimer. Ein magischer Moment für die Leute, die dort leben, aber auch ein magischer Moment für den Leser.   Fazit Ein sehr berührendes Buch, ein sehr herzerwärmendes Buch, das zugleich auch melancholische Töne ansteht. Patti Callahan Henry besticht nicht nur durch lebensnahe Charaktere, sondern auch durch die bildhafte Sprache und die Geschichte, die sich einfach ins Herz schleicht. 

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  • Das Tagebuch meiner Mutter

    Die Schwere des Lichts

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    31. July 2013 um 07:23

    Ellie Calvin trifft nach vielen Jahren ihre Jugendliebe wieder. Diese Liebe hat sie nie verwunden, seit sie ihrer dominanten Lillian gefolgt ist, die der Liebe keine Zukunft bescheinigt hatte. Ihre Mutter hatte solange auf sie eingewirkt, bis sie ihr glaubte und später einen anderen heiratete und Hutch, ihre Liebe, aus den Augen verlor. Als Ellies Mutter plötzlich stirbt, meldet sich Hutch bei ihr. Er war gerade dabei, eine Ausstellung über Frauen der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre zu schreiben, zu denen auch Lillian gehörte. Er konnte das Interview mit ihr nicht mehr vollenden und bittet nun Ellie um Hilfe. Nur ihr und ihrem Vater ist nicht bewusst, dass ihre Mutter in einer Bewegung gewesen sein sollte. Beim Aufräumen der Sachen ihrer Mutter fällt Ellie das Tagebuch ihrer Mutter in die Hände, das diese über Jahre geführt hat. Jedes Jahr am 31.12. ließ sie das Jahr Revue passieren und formulierte ihre Wünsche für das nächste Jahr. Dort fand sich jedoch immer nur ein Wunsch: "Dies ist das Jahr, in dem Er wissen wird, dass Er mich liebt"... Ellie lernt beim Lesen des Tagebuchs eine völlig andere Frau kennen, als die, die sie als ihre Mutter kennengelernt hat. Sie muss feststellen, dass ihre Mutter einer verlorenen Liebe hinterhertrauerte, die sie ihr Leben lang nicht verwunden hat. Selbst im Alter hoffte sie noch immer auf ein Wunder. Im Tagebuch wird jedoch kein Name genannt, der Mann wird nur als Er bezeichnet. Da Ellie gerade Eheprobleme hat, zieht sie kurzentschlossen zu der Freundin ihrer Mutter, auch, um von ihr zu erfahren, wer sich hinter dem geheimnisvollen Er verbirgt. Gemeinsam mit Hutch macht sich Ellie auf die Suche nach der wahren Lillian, nach der Lillian von 1962, nach der Frau, die sie nie gekannt hat. Auch nach einer Lillian, die in einer Bürgerrechtsbewegung war. Sie versuchen zu erkennen, was genau im Jahr 1962 geschehen ist, das Lillian so verändert hat, dass sie später scheinbar zu keiner Liebe mehr fähig war. Der Roman birgt eine sehr einfühlsame Geschichte in sich. Er vermittelt dem Leser Liebe, Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig Hoffnung und die Aufarbeitung der Vergangenheit. Ellie, die Protagonistin des Buches macht sich auf die Suche nach dem wahren Ich ihrer Mutter, die ihr gegenüber immer ernst und streng gewesen ist. Sie bestimmte, wo es langging und auch, mit wem sie eine Beziehung haben durfte. Für mich war unverständlich, wie man seinem Kind das Glück verwehren kann, obwohl man genau weiß, wie schwer einem das Herz ist, wenn man in einer lieblosen Beziehung lebt.  Ellie ist die Sympathieträgerin des Buches. Man ist nah dabei, wenn sie sich in die Recherchen stürzt, aber auch, wenn sie die Gefühle übermannen, wenn sie ihrer Jugendliebe Hutch zu nahe kommt. Während sie erkennt, wer und wie ihre Mutter war, analysiert sie auch ihr eigenes Leben und ihre Ehe. Die Autorin verfügt über eine sehr ausdrucksstarke Schreibweise, die dem Leser auch das Naturereignis des Jubilee bildhaft und sehr gut vorstellbar aufzeigt. Ich hatte förmlich das Gefühl, ich würde es mit eigenen Augen erleben. Als Leser hatte ich nicht das Gefühl, ich würde die Geschichte als Außenstehender erleben, sondern ich fasste Zutrauen zu den Protagonisten und fühlte mich unter ihnen wohl. Ein sehr schönes Buch der etwas leiseren Töne und der Erkenntnis, was wirklich zählt im Leben. Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.

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  • Die schönsten Sprüche und Zitate über die Liebe aus euren Lieblingsbüchern

    DieBuchkolumnistin

    Du bist verliebt oder hast gerade Liebeskummer? Wir sammeln für Dich und mit Dir die schönsten Zitate und Sprüche über die Liebe aus unseren Lieblingsbüchern! In den letzten Wochen haben wir auf Facebook jede Menge Buchzitate gesammelt und diese stießen auf großen Anklang bei den Lesern. Deswegen würden wir das nun gerne auch auf LovelyBooks machen und sammeln hier mit Euch gemeinsam die besten, schönsten, kreativsten und romantischsten Sprüche und Zitate zum Thema Liebe und Liebeskummer aus Euren Lieblingsbüchern. So können wir uns gegenseitig besonders schöne Bücher aus dem Bereich Liebe empfehlen und man hat auch immer ein Zitat, wenn man es mal für Karten etc. benötigt. Ich entdecke über solche Sprüche und Zitate auch sehr oft Bücher für mich, die ich erst wegen dem Cover gar nicht gelesen hätte. Wenn aber jemand einen Spruch daraus twittert oder in einer Rezension etwas zitiert, dann macht mich das neugierig auf den Roman.  Hier drei wunderbare Beispiele: ......................................................................................................... "Du bist so vertieft darin, du zu sein, dass du keine Ahnung hast, wie absolut nie da gewesen du bist." John Green "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" “Manchmal gehen zwei Menschen aneinander vorbei, sehen sich kurz in die Augen, und alles, was bleibt, ist ein Wunsch. Ein Traum von dem, was hätte geschehen können. Und dann gehen sie mit jedem Schritt weiter voneinander fort und von all ihren Träumen.“ Kai Meyer "Arkadien fällt" Du bist wunderschön. Ich gehe langsam auf Dich zu und bemerke, dass auch andere Dich beobachtet haben. "Kennen Sie diese Frau?" fragen sie mich neidisch, und während Du mir zulächelst, sage ich einfach nur die Wahrheit: "Besser als mein eigenes Herz." Nicholas Sparks "Weit wie das Meer" .......................................................................................................... Wie es geht? Einfach beim Lesen den Spruch zum Thema Liebe merken & danach hier eintragen sowie das Buch anhängen! Bitte nicht mehr als fünf Sätze bzw. keine ganzen Textpassagen posten. Inspiration gefällig - ab in unsere Stöberecke Liebesromane und weiteren Nachschub fürs Herz entdecken!

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    • 188
  • Leserunde zu "Die Schwere des Lichts" von Patti Callahan Henry

    Die Schwere des Lichts

    aufbauverlag

    Da es uns immer ein wahres Vergnügen ist, mit Euch gemeinsam unsere Bücher zu lesen und zu besprechen, möchten wir Euch zu einer weiteren Leserunde einladen. Diesmal geht es um den soeben erschienenen Roman "Die Schwere des Lichts" der US-amerikanischen Schriftstellerin Patti Callahan Henry.  Kurz zum Inhalt: Ellie fühlt sich gefangen - sie ist 47 Jahre alt, hat eine Tochter und einen Mann, den sie nicht mehr liebt. Alles ändert sich, als ihre Mutter Lilian stirbt. Auf der Trauerfeier begegnet Elli ihrer Jugendliebe Hutch. Offenbar arbeitete er gemeinsam mit Lilian an einer Ausstellung zur Orts-geschichte und besitzt Dokumente, die auf ein Familiengeheimnis hinweisen. Zudem ist im Tagebuch ihrer Mutter von einer Liebe die Rede, von der niemand wissen durfte. Während Elli versucht, die Geheimnisse ihrer Mutter aufzuspüren, kommen Elli und Hutch sich näher. "Ein wunderbarer Roman über zweite Chancen und wie man die Geister der Vergangenheit vertreibt." KIRKUS REVIEWS Hier geht´s zur Leseprobe. Patti Callahan Henry lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Atlanta. Sie hat bisher sieben Romane geschrieben, die alle in den USA zu Bestsellern wurden.  © Shawn Heifert Wenn ihr bei der Leserunde dabei sein wollt, dann bewerbt Euch bis einschließlich 22.04. für eines von 25 Freiexemplaren, und verratet uns, warum ihr gerne Familiengeschichten lest. Was ist der Reiz an Familiengeheimnissen? Wir freuen uns auf Euch und Eure Beiträge! Brit vom Aufbau Verlag

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    • 436
  • Geheimnisse, Intrigen - ...und vielleicht ein Neuanfang?

    Die Schwere des Lichts

    Cappuccino-Mama

    Der Titel des Buches klingt sehr philosophisch und hätte mich wohl nicht angesprochen, doch die Buchbeschreibung machte mich neugierig und das Buchcover fand ich einfach traumhaft schön. Das Cover: Das Titelbild in pastelligen Farbtönen, mit seinen weichen Konturen besitzt eine ruhige Ausstrahlung. Im Hintergrund eine hügelige Landschaft mit Wäldern – alles sehr verschwommen und daher nicht klar zu definieren. Im Vordergrund befindet sich Wasser darin ein Stein, darauf eine Frau mit langen Haaren in Hockstellung. Sie trägt ein helles, einfaches Kleid, mit einer Hand hält sie die langen Haare zur Seite, die andere Hand berührt sanft das Wasser, das dadurch leichte Kreise zieht. Die Handlung: Wie wäre es, wenn Du Deiner große Liebe nach Jahrzehnten wieder begegnen würdest? So ergeht es der fast 48jährigen Ellie Calvin. Sie begegnet ihrer großen Liebe Hutch O'Brien nach mehr als zwei Jahrzehnten erneut – auf der Beerdigung ihrer Mutter Lillian. Vor Jahren zerbrach die große Liebe zwischen den beiden jungen Leuten. Ellie heiratete daraufhin ihren Mann Rusty und bekam mit ihm zusammen die gemeinsame Tochter Lil, die inzwischen erwachsen ist. Doch nun plant Hutch ein Ausstellungs-Projekt, wofür er einige Informationen über Ellies Mutter Lillian benötigt, die Anfangs der 60er Jahre der Bürgerrechtsbewegung angehört haben soll. Doch weder Ellie, noch ihr Vater wissen etwas darüber, was sich zu diesem Zeitpunkt in Lillians Leben zugetragen hat. Doch da entdeckt Ellie im Nachlass ihrer Mutter ein altes Tagebuch, in dem die blutjunge Lillian an jedem Silvesterabend die Geschehnisse des Jahres, sowie die Wünsche und Hoffnungen für das kommende Jahr, festhielt. In diesem Schriftstück lernt Ellie eine ganz neue und andere Seite ihrer Mutter kennen. Doch wird sie auch erfahren, weshalb ihre Mutter so vehement Ellies Beziehung zu Hutch unterband? Und was ereignete sich Anfang der 60er Jahre, was Lillian scheinbar so sehr veränderte? Ellie nimmt sich eine Auszeit, sehr zum Missfallen ihres Ehemannes Rusty und fährt zum Strandhaus, in dem Birdie, die Freundin der verstorbenen Lillian lebt. Wird Birdie Ellie bei der Beantwortung ihrer Fragen helfen können? Meine Meinung: Ellie, die Haupt-Protagonistin in diesem Buch war mir sehr sympathisch, tat mir aber auch leid – hatte sie doch das Problem, stets im Schatten ihrer engagierten Mutter Lillian zu stehen und ihr Leben mit einem Mann zu teilen, der nicht gerade die besten Eigenschaften hatte und einer Ehe, die eingeschlafen auf mich wirkte – Ellie und Rusty lebten eher nebeneinander her, als miteinander. Rusty hat in der Ehe das Sagen, dazu die rechthaberische Mutter, die meint, immer noch in Ellies Leben eingreifen zu müssen – kein Wunder, dass hier das Selbstbewusstsein von Ellie weitestgehend auf der Strecke bleibt! Hutch besitzt eine ruhige Art, ist auch ein guter Zuhörer und passt schon daher hervorragend zu Ellie. Sehr schön fand ich, wie die alte Vertrautheit zwischen dem einstigen Liebespaar vermittelt wird – sei es durch kleine Gesten, wie einem Streicheln über den Arm, oder durch Gespräche. Doch Rusty hat (leider) eine langjährige Lebensgefährtin. Rusty, Ellies Ehemann seit über zwanzig Jahren, wirkt auf mich kühl, um nicht zu sagen gefühlskalt, und auch sehr berechnend. Und obwohl man an einer Ehe normalerweise festhalten sollte, so wünschte ich mir in diesem Fall, dass Ellie sich für Hutch entscheiden würde – allzu unsympathisch fand ich Ellies Ehemann. Und seinen (wahren) Charakter lernte man bei einigen Gelegenheiten kennen. Nein, bei diesem Ehemann sollte die liebenswerte und sensible Ellie, meiner Meinung nach, keinesfalls bleiben. Lillian, Ellies Mutter, war eine Protagonistin, mit der ich einfach nicht so richtig warm wurde. Auf mich wirkte diese Frau regelrecht dominant, duldete auch von der längst erwachsenen Tochter keinen Widerspruch. Vielmehr scheint es so, als wolle sie stets selbst im Mittelpunkt stehen. So nutzt sie wie selbstverständlich die Vernissage ihrer Tochter Ellie, die eine Hobby-Malerin ist, für ihre eigenen Belange. Man fragte sich, weshalb sie stets so eine regelrechte Abneigung gegen Hutch hatte. Gönnte sie ihrer Tochter deren Liebesglück nicht, oder wollte sie ihre Tochter Ellie vor einem Unheil bewahren. Ich stellte allerlei Mutmaßungen an, worauf die Abneigung diesem netten Mann gegenüber beruhen könnte. Birdie, Lillians Freundin, und zugleich die Mutter von Ellies bester Freundin, mochte ich von Anfang an. Sie verkörperte in meinen Augen all das, was Lillian nicht war. Birdie wirkte auf mich warmherzig und mütterlich, gab Ellie stets Geborgenheit. Und sie berichtet Ellie, was sich im Leben von Lillian zutrug, doch was verschweigt Birdie der Tochter ihrer Freundin? Und weshalb behält Birdie gewisse Dinge für sich? Emotional hat mich das Buch mehr berührt, als ich angenommen hatte, dass es der Fall sein würde. Im Hinterkopf denkt man zurück an die eigene erste große Liebe, leidet und bangt mit Ellie und Hutch. Ich bin der Meinung, man sollte versuchen, eine Ehe zu erhalten und zu retten! Dennoch hoffte ich inständig, dass Ellie und Hutch eine zweite Chance für ihre Liebe erhalten würden und Ellie einen Schlussstrich unter die Ehe zieht. Ob Hutch und Ellie erneut ein Paar werden, oder lediglich zu Freunden werden, verrate ich selbstverständlich an dieser Stelle nicht. Sehr informativ fand ich die Auszüge aus Lillians Tagebuch – und so langsam fügt sich ein Puzzleteil des Geschehens ans andere. Fazit: Kein Buch, das durch eine temporeiche Handlung besticht, sondern ein ruhiges Buch, bei dem sich ganz langsam alles klärt – mehr oder weniger. Der Schreibstil gefällt mir richtig gut, das Buch lässt sich recht flüssig lesen. Von mir erhält dieses Buch 5 Sterne.

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    • 2
  • Bedeutung vs. Nachhaltigkeit

    Die Schwere des Lichts

    Sarah_O

    11. June 2013 um 21:23

    „Die Schwere des Lichts“ von Patti Callahan Henry ist ein Roman über die Selbstfindung einer Frau. Inhalt: Ellie ist mit ihren fast 48 Jahren unglücklich in ihrer Ehe, als überraschend auch noch ihre Mutter verstirbt. Auf der Trauerfeier begegnet Ellie ihrer Jugendliebe Hutch, der sie um Hilfe bittet. Für eine Ausstellung benötigt er Informationen über Ellies Mutter. Insbesondere über einen Sommer, als Ellie noch gar nicht geboren war und ihre Mutter Teil der Bürgerrechtsbewegungen Anfang der 60er Jahre gewesen sein soll. Davon weiß Ellie allerdings nichts. Doch dann findet sie das Tagebuch ihrer Mutter, in dem sie auch über eine geheime Liebe zu jener Zeit schreibt. Ellie beschließt eine Auszeit zu nehmen und die Geheimnisse ihrer Mutter zu entschlüsseln. Ist die Zusammenarbeit mit Hutch vielleicht auch für ihre Liebe eine neue Chance? An sich geht es in „Die Schwere des Lichts“ tatsächlich um die Selbstfindung von Ellie, die mit ihrem bisherigen Leben unzufrieden ist. Die Autorin versucht allerdings, sie ihre Erkenntnisse nicht allein und auf sich bezogen gewinnen zu lassen, sondern sich zunächst am Leben ihrer Mutter entlang zu hangeln, die wie Ellie in jungen Jahren ihre große Liebe aufgegeben hatte. Warum? Aufgrund von äußerem Druck? Wer war die große Liebe ihrer Mutter? Was geschah zwischen Ellie und Hutch und ließ ihre eigene Liebe scheitern? Neben diesen eher persönlich-alltäglichen Fragen, die für mich den interessanten Kern der Geschichte ausmachten, versucht die Autorin dem Buch allerdings auch beinahe zwanghaft etwas mehr weitreichende Tiefe zu geben, was in meinen Augen nicht gelang. Es ist kaum nachzuvollziehen, warum sich die Hauptprotagonistin so sehr in zwei, drei Jahre im frühen Leben ihrer Mutter verbeißt. Stattdessen schien es, als wolle die Autorin unbedingt, falls nötig mit Gewalt, etwas in die Geschichte verpflanzen, das sie zu mehr machen soll, als nur der Bericht einer Midlife Crisis, egal ob Politik oder philosophische Weisheiten. Und so schaufelt sich die Autorin immer mehr „Schwere“ in ihr Buch. Bedeutungsschwangere Dialoge, denen die Natürlichkeit so sehr fehlt, dass der Leser die Situationen kaum nachvollziehen kann, Vergangenheiten voller Leid, aber auch großer politischer Tragweite– doch Tiefe will sich trotz allem nicht einstellen. Der Inhalt ist nicht nur vorhersehbar, er wirkt auch leer. Fade Charaktere, unsympathische Stereotypen, die langweiliger kaum sein könnten. Ellie, die arme Wahrheitssuchende, hat es an sich nicht einmal schwer beim Leser. Denn ihr Ehemann ist derart unerträglich, seine Launen für den Leser abstoßend und nicht tolerierbar – wer könnte es ihr verdenken, dass sie ihr Leben an der Seite dieses Mannes nicht mehr auszuhalten scheint, dass eine Wiederbegegnung mit ihrem Ex-Freund aus jungen Jahren alte Begehrlichkeiten in ihr weckt? Der Ehemann, mit Namen Rusty, war tatsächlich eine der Figuren, die mir das Buch am meisten verhagelt haben. Nicht, weil er einfach unsympathisch war, sondern, weil er so stereotyp-unsympathisch, so eine mit vorhersehbarer Unberechenbarkeit gesegnete Mischung aus Macho-Choleriker und Weichei war, dass ich von der Klischeehaftigkeit oft erschüttert war. Den wollte man nicht nur um Ellies Willen nicht mögen, den konnte man nicht mögen. Das allerdings sorgte nicht nur dafür, dass man Ellies Wunsch nach einem Ausbruch aus dieser Ehe nachvollziehen konnte, sondern gleichzeitig auch für mein Unverständnis: Warum hat sie sich darauf überhaupt eingelassen? Die Antwort auf diese Frage erhält der Leser allerdings. Ellies Liebesleben und auch das ihrer Mutter wurde nicht etwa, wie uns das Buch vielleicht weismachen will, Opfer äußerer Umstände, sondern viel persönliche Schwäche und noch mehr Dummheit spielten eine Rolle – teilweise würde ich ihnen sogar berechnende Kälte vorwerfen. So wurde auch die Hauptfigur mir immer unsympathischer… Ansonsten war Ellie ein nur schwer zugänglicher Charakter. Mit ihren 48 Jahren ist sie langweilig. Das Standard-Hausfrauchen (Schrägstrich: Hobby-Künstlerin) aus gutem Hause. Mann im Golfclub, Tochter auf dem College. Sie weiß nicht, wer sie ist; sie weiß nicht, was sie will – eine Vorzeige-Midlife-Crisis, die sie allerdings auf eine sehr stille, in sich gekehrte Art auslebt. Dieser zum Einschläfernden neigenden Unentschlossenen bei ihrem Selbstfindungsprozess zu folgen, war nicht wirklich aufregend. Der Ich-Erzählerin fehlte es in meinen Augen einfach an persönlicher Stärke. Sie war so passiv, selbst, wenn sie entschlossen auftrat, wirkte sie oft nur wie eine Zuschauerin, die sich von der gegebenen Situation mitziehen ließ. Manchmal ein bisschen trotzig, aber selten nachvollziehbar und wie vieles an dem Buch eher unnatürlich. Was das Buch für mich ein wenig gerettet hat, waren Stil und Aufbau des Romans. Ellies Bericht wird unterbrochen von den Tagebucheinträgen der Mutter, die doch, wenn sie auch ähnliche Fehler machte wie die Tochter, insgesamt der interessantere Charakter war, der aktivere, der sein Leben stärker selbst in die Hand nahm und sich nicht so sehr fremdbestimmen ließ, wie es sich bei Ellie präsentierte. Der Schreibstil ist außerdem hervorragend, bildhafte Beschreibungen, Nachdenklichkeit mit Tiefe – jedenfalls dann, wenn die Autorin nicht dicker aufträgt als nötig. Ein schönes Haus am See kann doch einfach auch nur ein schönes Haus am See sein – es muss kein Haus sein, in das, der Legende nach, die Menschen dann kommen, wenn sie die Wahrheit finden wollen, nur weil das auf Ellie gerade so gut passt. Da wurde es manchmal unnötig theatralisch und es entstanden derart schwere Dialoge, an denen nichts natürliches mehr war. So entfernten sich die Charaktere oft wieder von mir als Leser, indem ihnen durch die Spur „zu viel“ das Reale geraubt wurde. Fazit: Eine vorhersehbare Selbstfindung, die leider oft zu dick aufträgt und selten natürlich wirkt. Die Charaktere waren stereotyp, ihr Verhalten oft nicht nachvollziehbar. Durch den guten Stil und eine interessante, wenn auch etwas gezwungen wirkende, Hintergrundgeschichte ist „Die Schwere des Lichts“ durchaus gut lesbar. Ob man es allerdings lesen muss? Meiner Meinung nach nicht. Von mir gibt es gerade einmal knappe 3 Sterne.

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  • Unterhaltsam und geheimnisvoll...

    Die Schwere des Lichts

    Elfenblume

    11. June 2013 um 17:46

    Das erste, was mir bei dem Buch gefällt, ist das Cover. Es spricht mich an, weil es schön schlicht und natürlich gehalten ist, wie ein Versprechen.... Die Geschichte geht mir zu Herzen, berührt meine Seele, sie trifft genau den richtigen Ton, die Sprache ist flüssig und ansprechend... sie ist liebevoll und warmherzig, melancholisch und sentimental, sie handelt von Schicksal, Liebe, Leid, Tod und Trauer.... und birgt ein Geheimnis. Ellie lebt in einer Wohngegend von Alabama, die den Bürgern vorbehalten ist, die erfolgreich sind und gut verdienen. Sie ist mit einem Mann verheiratet, der jähzornig und aufbrausend ist und Ellie wie sein Eigentum behandelt. Auch ihre Eltern leben in dieser Gegend, ihre Mutter ist eine erfolgsverwöhnte und perfekte Ehefrau und anerkannte Frau der Gesellschaft. Doch der Schein trügt. Plötzlich stirbt ihre Mutter, Lillian, ganz überraschend und Ellie muss sich mit dem Nachlass befassen. Sie findet in einer verschlossenen Schublade ein dickes Tagebuch. Ellie beginnt zu lesen und lernt eine völlig andere Seite ihrer Mutter kennen. Schnell wird klar, dass hier etwas verborgen ist... Ellie macht sich auf den Weg, herauszufinden, wer ihre Mutter wirklich war. Hutch, ihre Jugendliebe, recherchiert für eine Ausstellung, durch die auch ihre Mutter Lillian geehrt werden soll... Ihre Wege kreutzen sich... Die in die Geschichte integrierten Tagebucheinträge von Lillian fügen sich wunderbar in die Handlung, ohne zu stören, im Gegenteil, sie sind sinnvolle Ergänzung und Wegweiser. Die Geschichte zeigt, dass man dem Schicksal nicht entkommen kann, sie handelt von Selbstfindung und hat mit dem Lebensweg zu tun, mit unterschiedlichen Beziehungen... Sie zeigt, dass wir uns selbst helfen können und dass das meiste, was uns im Leben passiert, nicht auf dem Plan steht... Gefühlvolle Unterhaltung, für mich das Richtige für entspannte Stunden...

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  • Geheimnisse, Fragen und Gefühle

    Die Schwere des Lichts

    safido

    08. June 2013 um 12:45

    Zum Inhalt: Ellie ist Mutter und Ehefrau, lieben tut sie ihren Mann aber nicht mehr. Dies ist ihr auch schon bewusst, bevor sie auf der Trauerfeier für ihre Mutter Lillian ihre Jugendliebe Hutch wiedersieht. Dieser bittet Ellie um Hilfe, um die Ausstellung, an der er zusammen mit ihrer Mutter gearbeitet hat, beenden zu können. Als Ellie dann auch noch das geheime Tagebuch von Lillian findet, in dem sie von einer geheimen Liebe berichtet, und Hutch und Ellie sich während der Recherchen wieder näher kommen, ist nichts mehr so, wie es einmal war. “Wir treffen alle unsere Entscheidungen und leben dann damit. Wir alle.” (Seite 13) Meine Meinung: Dieses Buch bietet dem Leser nicht bloß eine Geschichte. Es sind vielmehr drei, die sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Im Vordergrund stehen die Geschehnisse in der Gegenwart. Ellie musste gerade ihre Mutter Lillian zu Grabe tragen und trifft ihre alte Jugendliebe Hutch wieder. Die Geschichte wird aus Ellies Sicht geschildert und sie erinnert sich zwischendurch oft an die Zeit zurück, als sie noch mit Hutch zusammen war – die zweite Geschichte. Den dritten Teil bilden Auszüge aus dem Tagebuch von Ellies Mutter, das sie nach der Beisetzung findet. “Scheidewege. Wir alle gehen darauf zu und wissen häufig erst im Nachhinein, dass wir vor einem solchen gestanden haben.” (Seite 142) Patti Callahan Henry hat diese drei Ebenen der Story harmonisch miteinander verschmelzen lassen. Ellies Erinnerungen an ihre damalige Zeit mit Hutch fügen sich nahtlos in die übrige Erzählung ein. Die Tagebuchauszüge stehen zwar am Ende der Kapitel für sich alleine, wirken aber trotzdem nicht störend. Gute Laune verströmt dieses Buch nicht gerade, aber genau das passt gut zu der Geschichte. Bei mir hat es allerdings eine Zeit lang gedauert bis ich das erkannt habe, denn auf den ersten Seiten hatte ich doch ein wenig mit dem, für mich schwermütig wirkenden, Schreibstil zu kämpfen. Nach und nach passten Geschichte und Schreibstil für mich aber immer besser zusammen, und schließlich habe ich die Schönheit und Bedeutung der gewählten Worte doch erkannt. “Das Verlangen nach Hutch hatte mir einmal so tief in den Knochen gesteckt, dass es nicht nur Teil von mir, sondern zu meinem Ich geworden war. Aber die Frau war ich nicht mehr. Jetzt war ich seit über zwanzig Jahren mit Rusty Calvin verheiratet. Ich war Ehefrau. Und Mutter.” (Seite 20/21) Ellie muss viele Kämpfe ausfechten, die sie innerlich fast zu zerreißen scheinen. Die Botschaft dieses Buches ist eine ganz besondere, wie ich finde und die Autorin konnte diese sehr gut auf Ellie projizieren. Es geht um Entscheidungen, die man im Nachhinein bereut. Gelegenheiten, die man hat verstreichen lassen. Worte, die man besser nicht gesagt hätte. Zweite Chancen, die sich einem bieten, wenn man in der Lage ist, diese als solche zu erkennen. Der deutsche Titel trifft den Kern des Buches nicht so gut, wie der amerikanische (“Coming up for Air”). Dieser bezieht sich auf ein im Buch sehr schön und bildhaft beschriebenes Naturphänomen namens Jubilee, bei dem Fische, Krebse und Co. an die Wasseroberfläche kommen, weil der Sauerstoff unter Wasser nicht zum Atmen ausreicht. Und genau so fühlt sich für Ellie ihr Leben an. Als Leser begleitet man Ellie an die Oberfläche und ist dabei, wenn sie langsam wieder anfängt Luft zu bekommen. Die Geschichte rund um Ellie, Hutch und Lillian bietet viele schöne und berührende Momente und sorgt für zu Herzen gehende Lesestunden. Und auch wenn mir für die vollen fünf Herzen irgendwas gefehlt hat, kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen. “Die Entscheidungen, die wir mit einem gebrochenen Herzen treffen, sind manchmal die schlimmsten.” (Seite 174) BOOKWIVES

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  • Schwer ohne Grund

    Die Schwere des Lichts

    LeseMaus

    31. May 2013 um 08:19

    Der erste Satz: „Es gibt wunderbare und schreckliche Momente im Leben einer Frau.“ Das Äußere: Das Cover hätte mich mich sicher sofort veranlasst, das Buch in die Hand zu nehmen, denn es zeigt eine Frau, die an einem Strand hockt und wie in Gedanken versunken ihre Hand in das ruhige Wasser hält. Ein schönes, verträumtes Bild! Das Innere: Ellie hat gerade ihre Mutter verloren. Hinzu kommt, dass ihr ihre große Jugendliebe Hutch ihr ausgerechnet auf der Trauerfeier wieder begegnet. Lange Zeit hat sie versucht ihr Leben zwischen dem immer weniger geliebten Ehemann Rusty und den Anforderungen ihrer Umgebung möglichst auszupendeln – nun gelingt ihr das nicht mehr, denn das Tagebuch ihrer Mutter fördert Dinge zutage, denen Ellie auf den Grund gehen muss. Ihren Weg in die Geheimnisse der Vergangenheit – und damit ihrer eigenen Zukunft – darf der Leser in diesem Buch verfolgen. Das Wesentliche: Der Einstieg in Patti Callahan Henrys Roman gelingt mühelos, denn der Leser wird umgehend mit der Situation konfrontiert, der sich auch Ellie, die Hauptprotagonistin des Romans, gegenübersieht: Ellies Mutter ist plötzlich und unerwartet verstorben. Ellie muss zahlreiche Dinge organisieren - denn ihre Mutter war als Organisatorin verschiedener Ausstellungen eine Frau des öffentlichen Lebens. Aber auch Ellies Familie, Vater, Tochter und Ehemann, scheinen Ellie mit ihren Anforderungen mehr und mehr den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Ellies eigene Trauer kommt dabei zu kurz, so dass nur verständlich ist, dass sich Ellie nach dem unerwarteten Tagebuch-Fund erst einmal zurückziehen möchte. Augenscheinlich hat Ellies Mutter ein großes Geheimnis in ihrer Jugend gehabt – eine Jugendliebe! Einmal im Jahr hat sie ihre Gefühle ihrem Tagebuch anvertraut, ohne den Namen des jungen Mannes zu verraten, so dass Ellie nun die Chance hat, mit Hilfe dieses Tagebuchs auch ihrer Mutter ein Stückchen näher zu kommen. Dieses Bedürfnis ruht auch daher, dass Ellies Mutter zu Lebzeiten eine distanzierte, immer korrekte Frau war, die sich nie zu unerwarteten Gefühlen hätte hinreißen lassen. So weit, so gut. Als Leserin darf man nun auch Ellie auf ihrem Weg dahin begleiten, die Vergangenheit ihrer Mutter zu ergründen. Da dieser Weg Ellie auch nach Bayside in Alabama führt, wo die Jugendfreundin ihrer Mutter – Birdie – heute noch lebt, kommt auch äußerlich Bewegung in die Handlung, was dem Buch in meinen Augen sehr gut tut. Gerade die Stellen, an denen Ellie auf Jugendfreunde ihrer Mutter stößt, ihre Wege nachzeichnet, und Hintergründe aufdeckt, haben mir gut gefallen. War mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sich Ellie ihr Leben so unglaublich schwer macht. So war mir z. B. absolut nicht klar, wieso die sympathische Ellie sich von ihrem Mann Rusty so extrem gängeln lässt, denn in meinen Augen hätte sie nicht die Notwendigkeit, in einer Beziehung zu verbleiben, in der ihr ohnehin die Liebe abhanden gekommen ist. Ihre Tochter ist bereits groß und studiert in einer anderen Stadt. Welche Verpflichtungen Ellie sonst tatsächlich an ihr bisheriges Leben binden, habe ich nicht so recht verstanden. So fiel es mir auch schwer, ihre Reise in die Jugendzeit ihrer Mutter als wirklichen Aufbruch zu verstehen. Der Fokus lag mir etwas zu sehr auf der Ergründung der Vergangenheit von Ellies Mutter und zu wenig auf Ellies eigenem Weg. Die Aufarbeitung Ellies eigener Vergangenheit, der Beziehung zu ihrem ehemaligen Jugendfreund Hutch – hätte durchaus mehr Raum bekommen können. Dennoch hat mir der Roman erzählerisch gut gefallen, der Schreibstil ermöglicht ein flüssiges Leseerlebnis. Einige durch ihre Eigenschaften herausstechende Nebencharaktere würzen den Roman darüber hinaus mit zusätzlichen Sympathieträgern. So hat mir z. B. Birdie, die Jugendfreundin von Ellies Mutter, wegen ihrer bedachten und besonnenen Art und ihrer bedingungslosen Treue der alten Freundin gegenüber besonders gut gefallen. Das Fazit: Ein ruhiges Buch, das den Leser den Weg einer Frau auf dem Weg zu ihrer eigenen Mitte erleben lässt. An einigen Stellen ohne den Tiefgang, den ich erwartet hätte, dennoch gut und flüssig zu lesen. In meinen Augen mit drei Leselöwen ein klarer „Mittelfeldspieler“. Die Bewertung: Drei von fünf Sternen

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  • Familiengeheimnis mit amerikanischer Geschichte

    Die Schwere des Lichts

    Tessas-Buecherwelt

    26. May 2013 um 19:27

    "Die schwere des Lichts" ist ein Buch über die Geheimnisse von Ellies Mutter, alte Liebe, verlorene Liebe, amerikanische Geschichte, Verpflichtungen und Neuanfang. Also ein Buch das alles abdeckt :) Man wird richtig an das Buch gefesselt, aber nicht weil ein Ereignis das nächste jagt, sondern weil die Geschichte um Ellie so interessant ist.  Ellie steckt mitten in einer Ehe in der die Liebe fehlt, sie hat eine alles bestimmende Mutter, eine Tochter die ausgezogen ist und eine beste Freundin aus Kindertagen. Und dann stirbt ihre Mutter, sie findet ihr Tagebuch und Ellies große Liebe aus vergangenen Zeiten taucht auf. Plötzlich ist nicht mehr alles der normale Alltag und Ellie nimmt sich endlich eine Auszeit um Nachforschungen über ihre Mutter anzustellen. Man wandert mit Ellie durch die Zeit, zum einen weil vor jedem Kapitel ein Ausschnitt aus dem Tagebuch ihrer Mutter ist und zum anderen auch wegen Ellies Erinnerungen. Dabei muss sie feststellen, dass ein großer Unterschied zwischen der Mutter wie Ellie sie gekannt hat und der aus dem Tagebuch besteht. Man erfährt mehr über die Rassentrennung in Atlanta, den Freedom Ride und die Bürgerrechtsbewegung - was für mich sehr spannend war, weil mir gar nicht so richtig bewusst war dass die Abschaffung der zwei Klassen Gesellschaft noch gar nicht so lange her ist (1961!). Sehr gefallen hat mir auch der Schreibstil von Patti Callahan Henry. Er war sehr anschaulich ohne langweilig zu werden und ich hatte überall tolle Bilder vor Augen. So würde ich zum Beispiel liebend gerne mal Birdie in ihrem Haus besuchen... Mein einziger Kritikpunkt ist nur, dass mir das Ende ein bisschen zu schnell gegangen ist. Ich hätte mir gerne von Ellie eine besser überdachte Entscheidung erhofft oder vielleicht auch nur mehr Zeit... Fazit: Insgesamt ist "Die schwere des Lichts" ein gutes Buch mit einer interessanten Hintergrundgeschichte, bildlichem Schreibstil und ganz sympathischen Charakteren. Ich kann guten Gewissens das Buch jedem weiter empfehlen, der auf keine Fantasy-Elemente oder Thriller-Spannung wartet :D

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  • Die Schwere des Lichts

    Die Schwere des Lichts

    laila_violet

    21. May 2013 um 19:07

    Die Hauptperson Ellie verliert zu plötzlich und unerwartend ihre Mutter und trifft auf der Trauerfeier auf ihre Jugendliebe Hutch. Ellie, die mittlerweile Mutter zweier Kinder und Ehefrau ist, wirft nicht nur der Tod ihrer Mutter aus der Bahn, sondern auch die Begegnung, die noch immer Flammen in ihr weckt. Sie stellt sich des Öfteren die Fragen, wieso sie und Hutch damals eigentlich auseinander gegangen sind - bis sie zufällig das Tagebuch ihrer Mutter findet, welche sie Schritt für Schritt an die Auflösung heranführt. Elli beschließt aus ihrem jetzigen Leben für ein paar Tage zu entfliehen, um sich ihrem Mann zu entziehen, den sie, wie sie feststellt, schon viel zu lange nicht mehr liebt. Sie flieht zu der Mutti ihrer besten Freundin Sandy um auf diesem Wege eventuell das tiefe Geheimnis ihrer Mutter zu lüften, welches sie hinterlassen hat. Hutch folgt ihr aufgrund eines Auftrages, wozu er ihre Hilfe brauch. Auf ihrer Reise erkennt sie, wen sie wirklich liebt und versteht es, wie schwer es ist das Vertrauen eines Menschen wieder zugewinnen. Die Inhaltsangabe, die ich gelesen habe bevor ich das Buch gewonnen habe, hat mir sehr gut gefallen. Ich weiß nicht warum, aber leider bin ich in das Buch nicht so richtig reingekommen, was ich persönlich sehr schade finde und komischerweise ist mir das vorher noch nie passiert. Mir hat die Spannung im Buch gefehlt, was vielleicht andere Leser überhaupt nicht nachvollziehen können. Auch der Schreibstil war nicht unfassbar besonders.... Rusty und auch die Mutter waren für mich viel zu abgestumpfte Leute, was sicherlich das Verhalten von Ellie somit verständlicher macht. Leider, wirklich leider, hat mich das Buch in keinster Weise berührt und es tröstet mich, dass es anderen umso besser gefallen hat!

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  • Sehr gefühlvoll mit Tiefgang

    Die Schwere des Lichts

    Monika58097

    20. May 2013 um 16:36

    Als Ellies Mutter ganz plötzlich stirbt, trifft sie auf der Trauerfeier ihre Jugendliebe Hutch wieder. Hutch arbeitet an einer Ausstellung über Frauen, die Herausragendes in den Sechziger Jahren geleistet haben. Hutch, den sie über alles geliebt hat. Hutch, ihre einzige und grosse Liebe. Hutch, den sie für ein Leben in Sicherheit und Wohlstand aufgegeben hat, so, wie ihre Mutter es ihr damals immer wieder eingeflüstert hat, bis sie selbst es so glaubte. Ellie hat Rusty geheiratet, mit dem sie eine inzwischen erwachsene Tochter hat. Ellie geht es gut. Sie führt ein wohlgeordnetes Leben im Wohlstand, doch dann entdeckt sie beim Aufräumen der Sachen ihrer Mutter ein Tagebuch. Das Tagebuch ihrer Mutter. Beim Lesen muss Ellie entdecken, dass ihre Mutter nicht immer so kühl und auf Distanz war, wie sie sich zu Lebzeiten gegeben hat. Ihre Mutter war eine Frau voller Leben, voller Liebe. Plötzlich entdeckt Ellie, dass ihr das Leben, so wohlgeordnet es auch sein mag, zu eng wird. Sie will raus aus den engen Strukturen. Sie erkennt, dass sie ihren Mann Rusty längst nicht mehr liebt. Ellie packt ihre Sachen und fährt an die Küste zu Birdie, der besten Freundin ihrer Mutter. Dort kann Ellie im Gästehaus wohnen. Dort findet sie endlich zu sich selbst. Und sie trifft auf Hutch. Alte Gefühle erwachen und Ellie erkennt, dass sie Hutch noch immer liebt, dass sie nie aufgehört hat ihn zu lieben, doch Hutch will nicht noch einmal verletzt werden. Zu tief sitzt noch immer der Schmerz, den Ellie ihm einst zugeführt hatte. Während Ellie nach und nach heraus bekommt, wie ihre Mutter einst war, kommen Ellie und Hutch sich langsam näher. "Die Schwere des Lichts" ist ein herausragender Roman in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Der Roman ist romantisch und gefühlvoll. Der Roman macht aber auch nachdenklich. Sind wirklich alle Menschen so glücklich, wie es vorgeben zu sein? Und kann man so einfach aus seinem bisherigen Leben ausbrechen? Sehr angetan war ich auch von der Beschreibung des Jubilee, einem Naturwunder dort am Meer, das plötzlich vorkommt und nicht zu berechnen istl. Beim Lesen war ich mittendrin, habe mich mit den Menschen dort freuen können. Ich war traurig und glücklich zugleich mit Ellie und all den anderen Personen um sie herum. Ein Roman, den man unbedingt lesen sollte und der mir persönlich ein paar wunderbare Stunden gebracht hat.

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  • Rezension zu "Die Schwere des Lichts" von Patti Callahan Henry

    Die Schwere des Lichts

    kathrineverdeen

    19. May 2013 um 18:28

    Es gibt wunderbare und schreckliche Momente im Leben einer Frau. Beides in rauen Mengen. In einem weißen Kleid vor Familie und Freunden zu stehen und dem gutaussehenden Mann vor mir ewige Liebe zu schwören steht ganz oben auf meiner „Wunderbar“ – Liste. Zwanzig Jahre später dann auf einer Beerdigung meiner Mutter die Beileidsbekundungen der Trauergäste entgegenzunehmen und mich der Berührung desselben Mannes zu entziehen, weil ich weiß, dass ich ihn nicht mehr liebe, nicht mehr lieben kann, ist schlimmer als schrecklich. Seite 7 Mit diesen tragischen Sätzen beginnt Elli eine etwas andere Liebes- und Lebensgeschichte, die mehr als nur ihre eigene ist, denn viele Schicksale in ihrer Familie scheinen miteinander verwoben zu sein. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter gerät ihr scheinbar perfektes Leben aus den Fugen. Als sie sich dann auf der Trauerfeier ihrer Jugendliebe Hutch O’Brian gegenübersieht, keimt in ihr eine tiefe Sehnsucht nach Veränderungen und nach längst vergessenen Gefühlen auf. Mit Ellie hat die Autorin Patti Callahan Henry eine perfekte Protagonistin für einen bewegenden Roman beschrieben und viele Leser werden sich ein Stück weit in ihr wiederfinden. Schon lange fühlte Ellie sich in ihrem bisherigen Leben, für das sie eine perfekte Fassade aufgebaut hat, gefangen. Durch viele innere Monologe sprengt Ellie für den Leser ihre emotionalen Mauern und lässt ihn hinter die Fassade ihres perfekt gezeichneten Lebens blicken. Ellie hat in ihrem Leben viele Entscheidungen getroffen, die ihr Leben in richtige Bahnen geleitet haben. Sie arrangierte sich mit großen Abstrichen bei ihren eigenen Bedürfnissen und Träumen, nur um ein sicheres Leben zu leben. Ein Leben, das gut strukturiert und nach Plan abläuft. Doch das meiste, was im Leben passiert, steht auf keinem Plan. Für mich war das Faszinierende an dieser Geschichte der Fund des Tagebuchs der Mutter. Ellie lernt viele unbekannte und unerwartete Seiten ihrer Mutter kennen und findet einige Parallelen zu ihrem Leben. Sie muss durch die Taten und Worte ihrer Mutter ihr eigenes Leben reflektieren, und lernt auch sich ganz neu kennen. Sie lernt positive aber auch negative Empfindungen wieder zuzulassen und nicht zu verdrängen. Und auch mal aus ihrer Rolle als Tochter, Mutter und treusorgende Ehefrau herauszufallen und einfach sie selbst zu sein. Ich denke, dass viele Menschen vergessen, sich selbst zu sein und verlieren sich auch dabei. „Die Schwere des Lichts“ entwickelt sich mit jeder Seite und mit ihr seine Protagonisten. Aber auch die Leser werden sehr nachdenklich gestimmt und tief berührt. Die Tagebucheinträge von Ellis Mutter leiten uns durch die Geschichte und verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart und lassen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Mit klar gezeichneten Charakteren, Sätzen mit nachvollziehbaren Metaphern, einer klaren Sprache und einem sicheren und authentischen Stil erschuf Patti Callahan Henry einen bewegenden und eindringlichen Roman mit großen Emotionen und malerischen Landschaften. Durch die interessante Mischung aus brisanten Themen, einer manchmal etwas schwermütigen Familiengeschichte und einer eindringlichen und nie zu seichten Liebesgeschichte in einer wundervollen Klangfarbe beschrieben, hat „Die Schwere des Lichts“ mir ein besonderes Lesevergnügen beschert. Ellies Geschichte war für mich sehr ergreifend, bewegend und bitter, wenn auch realistisch. Sie hat mir gezeigt, dass egal was auch passiert, man es immer selbst in der Hand hat, etwas aus seinem Leben zu machen und seine Träume zu realisieren. Und das ein echtes Leben nicht rückwärts läuft… http://kathrineverdeen.blogspot.de/

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  • Bezaubernd und Berührend - ein Buch voller Emotionen

    Die Schwere des Lichts

    Wildpony

    19. May 2013 um 16:13

    Die Schwere des Lichts - Patti Callahan Henry Kurzbeschreibung Amazon: Liebe und andere Geheimnisse Ellie Calvin fühlt sich gefangen – sie hat eine Tochter und einen Mann, den sie nicht mehr liebt. Doch wie soll sie aus ihrem Leben ausbrechen? Alles ändert sich, als ihre Mutter Lillian stirbt. Auf der Trauerfeier taucht Hutch auf – Ellies Jugendliebe. Er hat mit Lillian an einer Ausstellung über die Geschichte ihres Ortes gearbeitet. Daher hat er auch Dokumente in seinem Besitz, die auf ein Familiengeheimnis hinweisen. Ellie erhält ein Tagebuch ihrer Mutter, in dem von einer Liebe die Rede ist, von der niemand etwas wissen durfte. Während sie die Geheimnisse ihrer Mutter herauszufinden sucht, kommen Ellie und Hutch sich wieder näher. „Ein wunderbarer Roman über zweite Chancen und wie man die Geister der Vergangenheit vertreibt.“ Kirkus Review Mein Leseeindruck: Hab schon lange kein so ergreifendes Buch gelesen. Die Hauptprotagonistin Ellie ist eine so sympatische Person, welche in ihrer nicht gerade glücklichen Ehe mit ihrem Mann Rusty nicht die volle Erfüllung findet. Dieser Rusty fällt bei mir unter die Rubrik "unsympatisch", da er zwar Ellie braucht - aber sie nicht wirklich liebt. Der Tod von Ellies Mutter bringt dann ein Tagebuch ans Licht, welches einige Fragen offen lässt und Ellie veranlasst auf die Suche in die Vergangenheit zu gehen und neue Wege zu beschreiten. Mir ist das Buch absolut ans Herz gegangen. Fazit: Ein absolut tolles feinfühliges Buch über die ganz tiefen Gefühle. Einfach schön und total ergreifend. Ein Buch der ganz großen Emotionen. Kann es nur absolut empfehlen und sagen daß es eines meiner Highlights für 2013 bisher war. Toller Schreibstil, verzaubernde Story... ganz klar.... 5 Sterne!

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  • Eine zarte Geschichte über das, was kommt, wenn das Herz gebrochen wurde

    Die Schwere des Lichts

    Minamberry

    15. May 2013 um 21:16

    Ellie hat das perfekte Leben: ein schönes Haus, einen tollen Ehemann und ihre große Leidenschaft, nämlich das Malen von Blumen, wird auch endlich mit einer Vernissage gewürdigt. Doch am Tag darauf stirbt überraschend ihre Mutter Lillian und Ellie findet ihr Tagebuch. Sie entdeckt, dass ihre Mutter ihr Leben lang einen anderen Mann als ihren Vater geliebt hat, der ihr das Herz gebrochen hat. Fest entschlossen, herauszufinden was damals passiert ist und wie ihre Mutter sich so sehr von einer fröhlichen, jungen Frau in eine kontrollsüchtige, verschlossene Perfektionistin verwandeln konnte, kehrt Ellie an den Ort zurück, wo alles begann: das Sommerhaus von Lillians bester Freundin Birdie.  Während ihres Aufenthalts in dem Sommerhaus wird Ellie außerdem klar, dass sie ihren Ehemann nicht liebt und dass in ihrem Leben gewaltig was schief läuft, dass sie ihre Jugendliebe Hutch immer noch liebt und dass sie niemals so werden will wie ihre Mutter. Ich fand die Geschichte sehr sanft und sehr behutsam geschrieben. Die Themen sind nicht einfach, es geht zum Beispiel um die Zerbrochenheit, die man bei dem Verlust einen geliebten Menschen spürt, und wie man mit ihr umgeht, oder auch die Loslösung von dem alten Leben und die Unterscheidung von Liebe und Sicherheit. Es gibt nicht für jeden ein Happy End. Dafür ist die Geschichte relativ bodenständig und undramatisch. Dadurch entstanden beim Lesen sehr "zarte" Momente, die immer wieder einen schönen Lichtblick in die allgemeine Verzweiflung brachten, wobei diese Verzweiflung nicht niederdrückend war. Ein Beispiel dafür lässt sich nicht so leicht geben, dazu sollte man das Buch lesen. Ein Minuspunkt ist, dass die Geschichte manchmal ein bisschen langweilig war, und dass das Cover und der Titel nicht gut zum Inhalt passen.

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