Patti Smith

 4.4 Sterne bei 130 Bewertungen
Autorin von Just Kids, Just Kids und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Patti Smith

Die Mutter des Punk: Patti Smith kam 1946 in Chicago im US-Bundesstaat Illinois zur Welt. Bekannt wurde sie als Singer-Songwriterin, Musikerin und Lyrikerin. Auch als Malerin und Fotografin ist sie weltweit erfolgreich. Mit 16 Jahren schmiss Patti Smith die Schule und jobbte zunächst in einer Fabrik. Zwei Jahre später wurde ihre Tochter geboren, die sie zur Adoption freigab. 1967 zog sie nach New York und lebte dort mit dem Fotografen Robert Mapplethorpe zusammen. Schon damals schrieb sie Gedichte, die sie in Zeitschriften zu veröffentlichen begann. Sie waren stark von der Beat Generation beeinflusst. 1972 erschien mit „Seventh Heaven“ (dt: „Der siebente Himmel“; 1978) Smiths erster Gedichtband. Ihr erstes Album „Horses“ (1975) mit der späteren Patti Smith Group wurde zum Vorbild für die Punk- und New-Wave-Bewegung. Bis heute hat Smith zahlreiche Alben und Lyrikbände herausgebracht. Für ihr autobiografisches Buch „Just Kids“ (dt: „Just Kids – Die Geschichte einer Freundschaft“; 2011) erhielt sie 2010 den National Book Award in der Sparte Sachbuch. Smith war bis zu dessen Tod mit dem Musiker Fred „Sonic“ Smith verheiratet. Mit ihm bekam sie zwei weitere Kinder. 2017 kaufte sie das Haus des Dichters Arthur Rimbaud im französischen Roche.

Neue Bücher

Im Jahr des Affen

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Neu erschienen am 07.05.2020 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.

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Cover des Buches Just Kids (ISBN: 9783596188857)

Just Kids

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Erschienen am 09.09.2011
Cover des Buches M Train (ISBN: 9783596701193)

M Train

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Erschienen am 22.08.2018
Cover des Buches Traumsammlerin (ISBN: 9783462045703)

Traumsammlerin

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Erschienen am 07.11.2013
Cover des Buches Im Jahr des Affen (ISBN: 9783462053845)

Im Jahr des Affen

 (2)
Erschienen am 07.05.2020
Cover des Buches Hingabe (ISBN: 9783462051681)

Hingabe

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Erschienen am 09.05.2019
Cover des Buches The Coral Sea – Das Korallenmeer (ISBN: 9783037620410)

The Coral Sea – Das Korallenmeer

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Erschienen am 15.04.2014
Cover des Buches Horses (ISBN: B002095WF2)

Horses

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Erschienen am 01.01.1975
Cover des Buches Just Kids (ISBN: 9783941168350)

Just Kids

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Erschienen am 27.04.2010

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Neue Rezensionen zu Patti Smith

Neu

Rezension zu "Im Jahr des Affen" von Patti Smith

Nicht nur Scherben der Liebe
Brivor einem Monat

Das Jahr des Affen 2016 – für Patti Smith eines voller Abschiede, Verluste, politisch-gesellschaftlicher und ökologischer Befürchtungen und dennoch ein Jahr, dem sie durch die ihr eigene Art, das Leben in Kunst zu verwandeln auch Positives abgewinnen kann. Und das Beste daran: Daraus wurde ein großartiges Buch, das uns Leser*innen mit auf die Reise nimmt, ganz nah und direkt.

Ein Buch wie ein Traum, bei dem man nie so genau weiß, was Realität, was Fiktion, was realer oder fiktiver Traum war oder ist und der einem Gefühle vermittelt, die selbst nach dem Aufwachen noch extrem real vorhanden sind. Manchmal nebulös mit unklarer Sicht aber nicht direkt verwirrend, eher spannend und auf jeden Fall einnehmend und poetisch. Patti Smith ist eine großartige Beobachterin mit der wunderbaren Gabe, uns ihre Eindrücke durch ihre Kunst mitten ins Herz zu schicken:


„Ich saß auf der niedrigen Steinmauer und sah zu, wie in der Ferne die Lichter des WOW erloschen. Als wollten sie antworten, erschienen die Sterne nacheinander am Himmel, weit weg und ewig präsent.“

Am Neujahrstag des Jahres 2016 beginnt Patti Smith die Reise, die sie ursprünglich gemeinsam mit ihrem Freund Sandy Pearlman antreten wollte. Kurz vor dem Beginn des neuen chinesichen Jahres, des Jahres des Affen. Sandy liegt derweilen nach einer plötzlichen Hirnblutung im Koma. Die traditionell zum Jahresende absolvierten Konzerte im Fillmore in San Francisco finden dieses Mal ohne ihn im Publikum statt. Und so begibt sich Patti ohne ihn nach Santa Cruz ins Dream Motel.

„Ohne Kaffee setzte ich mich auf eine Bank vor dem Café und ging noch einmal die Ränder der vorigen Nacht durch. Es war der letzte von drei aufeinander folgenden Abenden, die wir im Fillmore in San Francisco auftraten, und ich zupfte gerade die Saiten meiner Stratocaster, als sich ein Typ mit fettigem Pferdeschwanz vorbeugte und auf meine Stiefel kotzte. Das letzte Röcheln von 2015, ein Sprühregen von Erbrochenem zur Einführung in das Neue Jahr. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? In Anbetracht der Weltenlage schwer zu sagen.“

Eigentlich hatte sie sich gemeinsam mit ihrem Bandkollegen Lenny Kaye, als man Sandy bewusstlos aufgefunden und ins Krankenhaus nach Marin County gebracht hatte – es war der Morgen ihres ersten Fillmore Konzerts – vorgenommen, bei ihm zu bleiben, doch es gibt allerlei Verpflichtungen. Wirklich zu tun gibt es nichts für sie im Krankenhaus und kurz nach ihrem Aufbruch nach Santa Cruz reift in ihr die Einsicht, dass es nicht darauf ankommt, am gleichen Ort zu sein, um sich verbunden zu fühlen.

Während die ersten Kapitel von Patti Smiths „Im Jahr des Affen“ manchmal wie eine Fata Morgana zwischen Rückblick und Zukunft, Gewissheit und Hoffnung auf die Leserin erscheinen, bleibt der Eindruck, dass Smith selbst doch immer ganz in der Gegenwart bleibt – dessen gewahr, was aktuell passiert. Einer ihrer engsten Freunde liegt im Koma, ein anderer ist seit längerem schwer und lebensbedrohlich erkrankt und sie selbst nähert sich unausweichlich ihrem 70. Geburtstag, dessen Zahl ihr zumindest surreal vorkommt.

Im Februar angekommen, ändert sich ihr Blick auf die Geschehnisse, während der Ton ihres Schreibens bleibt. Im beginnenden März bringen Gedanken zu Marcus Aurelius Meditationen und Albrecht Dürers Hieronymus im Gehäus, die sie daran gemahnen, das Carpe Diem nicht zu vergessen. Sie will ihr 69.tes Lebensjahr nicht in einer Art Duldungsstarre verbringen und wehrt sich gleichzeitig à la Jimi Hendrix, sich vorschreiben zu lassen, wie sie ihr Leben zu führen hat. Ein Dilemma, das im Grunde genommen jeder reflektierte Mensch kennt. Bei aller Träumerei – und das ist durchweg als positiver Ausdruck gedacht – ist ihr Blick stets fokussiert.

Realität und Traum greifen ineinander. Ob die Menschen, die Patti Smith auf dieser Reise durch das Jahr 2016 trifft, real oder fiktiv sind, ist für den Genuss der Lektüre vollkommen unerheblich. So nah an die Gedankenwelt einer so großartigen Künstlerin und Frau, eines Menschen, der so sehr nur sie selbst ist, herangeführt zu werden, gleicht einem Traum und ist ein großes Geschenk. Vor allem, weil Patti Smith sich nicht scheut, ihre Ängste als solche wahrzunehmen und mitzuteilen.

Wir alle haben immer wieder unsere Kämpfe auszufechten. Oft mit uns selbst, weil wir glauben, jegliche Situation im Griff haben oder bekommen zu müssen. Patti Smiths auf vielen Ebenen so unglaubliches, wie schönes Buch zeigt, dass das manchmal nicht gelingen kann und auch nicht muss. Dabei helfen ihr die vielen Bücher, die vielen Geschichten, die selbst erlebten und erlesenen. Die Definition dessen, was einen aus der Bahn wirft, bleibt jedem selbst überlassen und eine Wertung von außen ist unzulässig.

Manchmal ist es Zeit, die wir brauchen, um mit neuen Bedingungen umgehen zu können, manchmal sind es andere Menschen und deren Anwesenheit, manchmal ist es die Einsamkeit, die uns hilft. Und häufig ist es etwas, das wir nicht mit Worten fassen können, ein Glaube daran, dass trotz der vielen Ungerechtigkeiten und schlimmen Dingen etwas Gutes, etwas Wunderbares passieren wird. Neben all dem Negativen, das derzeit auf unserem Planeten existiert, gibt es auch viel Schönes, das wir sehen müssen.

Während ich Patti Smith durch ihr persönliches Jahr des Affen folgte, wurde mir einmal mehr klar, dass es immer an uns selbst liegt, wie wir Dinge betrachten, wie wir uns abfinden oder gegen etwas ankämpfen. Natürlich haben wir nicht auf alles Einfluss und natürlich wissen wir nicht, was das Morgen bringt. Aber würden wir es wissen, wäre das nicht besser, als es nicht zu wissen. Es wird nie einen klaren Weg geben, nie die eine Wahrheit. Aber ein Gefühl, mit dem man alles, was man tut verbinden können sollte: Liebe.

Normalerweise lese ich ein Buch und notiere mir kleine Stichpunkte, klebe Zettel an Stellen, die mir wichtig, richtig oder bedenkenswert erscheinen, die ich für mich klar ziehen muss. „Im Jahr des Affen“ habe ich schreibend gelesen. Im Grunde habe ich so etwas wie ein Traumtagebuch meiner Lektüre geführt. Beeindruckt wie ich war, musste ich jedes Wort versuchen zu verstehen, jede Deutung sollte mir klar werden – bis ich merkte, dass genau das nicht im Sinne der Autorin war. Ich musste meine Fragezeichen nicht auflösen. Zumindest nicht jetzt.

Der Trost und die Erleichterung dieser Einsicht sind nur ein kleiner Teil, der die Magie dieses Buches (und das Wesen der Autorin) auf mich ausüben. Die Poesie, die im Aufbau, in der Sprache und Konzeption stecken, ist außergewöhnlich und zeugt davon, was für eine großartige Künstlerin Patti Smith ist. Gleichzeitig wird klar, dass gerade die Kunst es ist, die uns geistig gesund hält und ohne die wir innerlich verdorren. Absolute und dringende Leseempfehlung.

Mit großem Dank an Verlag und Autorin für das ganze Glas und nicht nur Scherben der Liebe.

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Rezension zu "Just Kids" von Patti Smith

The Godmother of Punk kann auch Belletristik
Cornelia_Ruoffvor 9 Monaten

„Just Kids“ von Patti Smith

Mit diesem Buch habe ich bei MonerlS-bunte-Welt auf der Linkparty Juli mitgemacht!

Wer sind Patti Smith und Robert Mapplethorpe?

Das Oeuvre des Künstlers ist mit den Begriffen Sex und Exzess, Begierde und Dominanz untrennbar verbunden, was ihn auch heute noch zu einem der höchst umstrittenen, aber dennoch größten Fotografen unserer Zeit macht.

Wikipedia

Robert Mapplethorpe (1946 – 1989)

Robert Mapplethorpe ist ein amerikanischer Fotograf und bildender Künstler. Es begann mit einer Polaroid Kamera. Zu Beginn der Achtzigerjahre ließen sich viele Prominente von ihm fotografieren: Andy Warhol, Paloma Picasso, Peter Gabriel, Richard Gere und einige andere.

Robert Mapplethorpe wählte oft kontroverse Themen. Berühmt wird er durch seine Akte, die oft homoerotischen Motive, klassisch aber auch aus dem BDSM-Bereich, die oftmals mit der Zensur zu kämpfen hatten. Seine Schwarz/Weiß Fotografien sind ästhetisch, wenn auch oft mit einem polarisierenden Hintergrund. 


Im Dezember 1988, als bekannt geworden war, dass er sich mit dem HIV-Virus infiziert hatte, verkaufte er Fotos im Wert von 500.000 US-Dollar. Mit dem Geld gründete er die Robert Mapplethorpe Fundation. 

„Es wurde vieles über Robert gesagt, und so vieles ist noch zu sagen. Junge Männer werden seinen Gang imitieren. Junge Mädchen in weißen Kleidern werden um seine Locken weinen. Man wird ihn verdammen oder verehren. Seine Exzesse geißeln oder romantisch überhöhen. Am Ende wird man die Wahrheit in seinem Werk finden, der eigentlichen Verkörperung des Künstlers. Sein Werk wird nicht vergehen. Es entzieht sich dem menschlichen Urteil. Denn die Kunst besingt Gott und ist letztlich sein.“

Smith, Patti. Just Kids (German Edition). Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version. Robert Mapplethorpe (1946 - 1989)

Patti Smith

Patti Smith gilt heute als Godmother des Punks. Tatsächlich aber hat sie in den Sechzigerjahren als Lyrikerin begonnen. Erst 1975 hat sie mit ihrer Band das erste Album „Horses“ aufgenommen. Das war der Anfang! Es folgte „BecauseThe Night belongs to Lovers“, eine Singleauskopplung von Easter, die in Zusammenarbeit mit Bruce Springsteen entstand. Für Tribute of Panem nahm sie den Song „Capitol Letter“ auf.

In vielen ihrer Texte verarbeitet sie ihr Leben und auch ihre Verluste. Ja, die ist Eine Lyrikerin, die ihre Worte mittels Rockmusik transportiert.

Sie ist Lyrikerin, Punk- und Rockmusikerin, Singer-Songwriterin, Fotografin und Malerin.

Sie las Charles Baudelaire und Arthur Rimbaud. Musikalische Vorbilder waren Jimi Hendrix, Brian Jones und Jim Morrison.

Sie kannte sie alle, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Alan Ginsberg, Kurt Cobain oder John Coltrane, Andy Warhol. Aber nur wenige ihrer Helden leben noch.

Ihr Mann – der MC5-Gitarrist Fred Sonic Smith starb 1994. Patti Smith kehrte nach Jahren der Zurückgezogenheit zurück auf die Bühne und dort findet man sie heute noch.

Übrigens gibt es zwei ganz tolle Coverversionen den Rockklassikern „Smells Like Teen Spirit“ der Band Nirvana und „Gimme Shelter“ der Rolling Stones.

Mein Lieblingslied ist „Hey, Joe“.

 



REZENSION "JUST KIDS" VON PATTI SMITH


Wie wurde ich auf „Just Kids“ aufmerksam?

Ich habe „Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen. Essays über Kunst, Geschlecht und Geist“ von Siri Hustvedt gelesen und rezensiert. Dieses Buch animierte mich, den Spuren der einzelnen Essays zu folgen. Insbesondere das Essay, „Mapplethorpe / Almodóvar: Punkte und Kontrapunkte“ weckte den Wunsch in mir, mich eingehender damit zu beschäftigen. Im Rahmen der Recherche zu Robert Mapplethorpe kam ich zu Patti Smith und diesem Buch.


„JESUS DIED FOR SOMEBODY’S SINS BUT NOT MINE.“

Aus „Gloria“ Written by Patti Smith and Van Morrison



Als Patti Smith Robert Mapplethorpe begegnete, waren die beiden noch weit davon entfernt Ikonen der Kunst oder Musik zu sein. Beide waren aber schon mit der Leidenschaft zur Kunst durchdrungen. Die Kunst war ihr Leben. Ohne Kunst war ihr Leben für die beiden nicht zu meistern.

Robert Mapplethorpe hatte seine sexuelle Identität noch nicht gefunden. Sex war in dieser Beziehung nicht der Bezugspunkt. Ihre Beziehung hatte etwas viel Tiefgründigeres. Sie waren für einander Ankerpunkte, die einander erdeten.

Einer von beiden passte immer auf den anderen auf. Lange Zeit wohnten die Beiden im legendären Chelsea Hotel. Robert Mapplethorpe dröhnte sich oft mit psychedelischen Drogen wie LSD zu. Ohne Patti Smith wäre er weitaus früher gestorben.

Später würde er sagen, dass die Kirche ihn zu Gott, das LSD aber zum Universum geführt habe. Er sagte auch, Kunst habe ihn zum Teufel geführt, und Sex habe dafür gesorgt, dass er dort blieb.

Smith, Patti. Just Kids (German Edition) . Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version.

 

Künstlerhotel

Im Chelsea Hotel übernachteten beziehungsweise wohnten zahlreiche Musiker, Schriftsteller und Künstler wie Salvador Dalí, Thomas Wolfe, Arthur Miller, Dylan Thomas, Charles R. Jackson, Nico, Bob Dylan, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Catherine Leroy, Falco, Valerie Solanas und Leonard Cohen (der dem Hotel mit dem Lied Chelsea Hotel #2 auf dem Album New Skin for the Old Ceremony ein musikalisches Denkmal setzte).

Das Chelsea ist vor allem in den 1960er-Jahren durch die New Yorker Underground-Kunstszene (unter anderem Andy Warhol) bekannt geworden, die das Hotel als „Spielwiese“ für ihre Film- und Kunstaktivitäten entdeckt hatten.

Das Hotel wurde durch Andy Warhols Experimentalfilm The Chelsea Girls (1966) weltweit bekannt. Viele Maler haben ihre Hotelrechnungen mit ihren Bildern bezahlt, die teilweise noch heute im Foyer hängen. Für Patti Smith war das Hotel „wie ein Puppenhaus in der Twilight Zone, mit Hunderten von Zimmern, von denen jedes ein eigenes kleines Universum barg.“

In die Schlagzeilen kam das Hotel, als im Oktober 1978 mutmaßlich der Punk-Musiker Sid Vicious im Zimmer Nummer 100 seine Freundin Nancy Spungen erstach und im folgenden Februar im selben Zimmer an einer Überdosis verstarb. 

Wikipedia

Because The Night Belong To Lovers

Because the Night belong to Lovers - Take me now, baby, here as I am - Pull me close, try and understand - Desire is hunger is the fire I breathe - Love is a banquet on which we feed -

Patti Smith und Bruce Springsteen

Die Jahre ziehen vorüber und hinterlassen viele Opfer. Menschen, wie Martin Luther King wurden ermordet. Menschen, wie Jim Morrison und Janis Joplin töteten die Drogen. Andere töteten sich selbst. Die Lebenden müssen mit den Erinnerungen an die, die es nicht geschafft haben, weiterleben.


Mein letztes Bild von ihm glich also dem ersten. Ein schlafender Junge, von Licht umspielt, der seine Augen aufschlug und mir mit seinem Lächeln sagte, dass wir niemals Fremde füreinander gewesen waren.

Smith, Patti. Just Kids (German Edition) . Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version.

Eigentlich möchte ich gar nicht mehr viel dazu sagen – das Buch spricht für sich selbst.

Der Schreibstil von Patti Smith hat mich beeindruckt. Patti Smith hat mich als Mensch bewegt. Ihr Leben und wie sie ihr Leben reflektiert und annimmt. Sie hält ihre Person in diesem Buch ganz zurück und dient oft als Nebendarstellerin. Es geht in erster Linie, um die gemeinsame Zeit mit Robert Mapplethorpe.

Patti Smith schreibt genauso, wie man sie aus ihren Songs kennt. Manchmal mit staunender Ehrfurcht, manchmal mit unnachahmlicher Begeisterung, die fast schon kindlich wirkt, düster, aber vor allem mit Hingabe. „Hingabe“ lautet auch der Titel ihres 2019 erschienenen Buchs, das soeben auf meiner Leseliste landete.

Ich fühle mich bereichert, Patti Smith nicht nur als Musikerin, sondern auch als Lyrikerin kennengelernt zu haben.“

Connie Ruoff schreibblogg.de



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Rezension zu "Just Kids" von Patti Smith

Geschichte einer Freundschaft
Tsubamevor 2 Jahren

"Just Kids" von Patti Smith stand schon längere Zeit ungelesen in meinem Regal und endlich habe ich es im Rahmen der Lovelybooks-Biographie-Challenge 2018 gelesen.

Von Patti Smith habe ich eine CD, mich mit ihrem Leben bisher aber nicht weiter beschäftigt. In ihrer viel gelobten Autobiographie erfährt man als Leser wie sie auf Umwegen zur Musik kam und was ihre Begegnung mit Robert Mapplethorpe 1967 in New York für sie und ihr weiteres Leben bedeuten sollte.

Es ist die Geschichte der Liebe und Freundschaft zweier junger Menschen, die es einst nach New York zog, um nach ihrer Berufung zu suchen. Beide strebten das freie Leben als Künstler an, mussten sich aber durch Gelegenheitsjobs lange Zeit über Wasser halten, bis sie schließlich Erfolg hatten. 
Patti Smith, die auch malt und Gedichte schreibt, wird sich später als Musikerin einen Namen machen, Robert Mapplethorpe als  bildender Künstler und Fotograf.

Man erfährt bei der Lektüre viel über die Suche nach den eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Robert Mapplethorpe, zunächst Lebensgefährte Patti Smiths, entdeckt im Laufe der Beziehung seine Homosexualität und wird später an Aids sterben.
Beide - Patti Smith und Robert Mapplethorpe - lieben es, sich sorgfältig zu kleiden und zurecht zu machen, ein paar Schwarzweißfotos dokumentieren ihren Hang zur Selbstinszenierung.

Daneben erfährt man viel über das Leben im New York der 60er und 70er Jahre, von der Zeit im berühmten Chelsea Hotel und Begegnungen mit Größen wie Janis Joplin, Bob Dylan und Andy Warhol. 

Fazit: eine lesenswerte Autobiographie, vor allem für Musik- und New York-Fans. 


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Patti Smith wurde am 30. Dezember 1946 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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