Paul Auster Die New York-Trilogie

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Inhaltsangabe zu „Die New York-Trilogie“ von Paul Auster

Aus dem Amerikanischen von Frank, Joachim A. Limitierte Sonderausgabe. 374 S.

Klassiker der besten Sorte

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  • Krimi Noir mysteröis bis mühsam

    Die New York-Trilogie
    awogfli

    awogfli

    Die drei Geschichten schaffen eine perfekt abstruse fast französische Film-Noir-Stimmung, in der sich typische Rollen und Identiäten auflösen und sich alle Hauptprotagonisten mysteriös, obsessiv, verwirrend und völlig unlogisch verhalten. Soweit so gut. Die Kurzgeschichten sind in einer Trilogie aufgebaut, in der die Figuren auch in späteren Geschichten wieder auftauchen. Dieses Stilmittel könnte nun die Motive und Gründe für die obskuren Handlungen der Hauptfiguren klären, dann wäre ich wirklich begeistert gewesen, tut es aber nicht, im Gegenteil, es schafft noch mehr Verwirrung - nämlich so lange bis MYSTERIÖS zu MÜHSAM wird. Die Leute irren truffaultmäßig sinnentleert in ihren Obsessionen herum (selbstverständlich in typischer Trenchcoat-Schwarzweiss-Atmo), wissen überhaupt nicht warum sie was tun und ich will dem Autor zurufen "Oida Sacre Bleu! Wenn nicht mal Du weißt und mir erklärst WARUM, wie soll ich mir das aus den Fingern saugen?". Da hat sich meiner Meinung nach Auster davor gedrückt, ein konsistentes Bild seiner Figuren zu entwickeln. Warum das Erstlingswerk dennoch als Sensation gefeiert wurde, kann ich durchaus verstehen. Das geniale Fabuliertalent des Autors ist nicht zu übersehen, die Ideen sind zwar grandios aber noch nicht ganz konsistent durchgezogen. Nun zu den Geschichten: Stadt aus Glas 4 Sterne Herrlich! Wie in der ersten Geschichte der Reigen mit Identität & Beziehungen zwischen KrimiAutor, Pseudonym und seiner Hauptfigur eröffnet wird. Dann führt Paul Auster noch himself zuerst als Tarnidentität in den Roman ein, die alle 3 vorher genannten Figuren verwenden und zuletzt richtet auch noch der Schriftsteller Paul Auster als Figur in seiner eigenen Geschichte nicht unerheblichen Schaden an - Soo gut!!! Das Ende der ersten Geschichte ist dann ein bisschen unbefriedigend, erstens weil ich die unlogische Obsession des Schriftstellers nicht verstehe (warum läutet er nicht an oder bricht ins Haus ein, anstatt es monatelang zu beobachten & zu mutmaßen) und zweitens weil lose Enden bleiben, man weiss nicht was mit dem Ehepaar Stillman passiert ist. Schlagschatten 2 Sterne Was am Anfang noch als eine nette Spielerei mit den Namen der handelnden Protagonisten gelten mag (alle haben Namen von Farben) wird dann zunehmend verwirrend und letzendlich sehr mühsam. Auch hier können die Handlungen der Personen nicht nachvollzogen werden - mysteriös ist zwar wundervoll aber dumm sinnlos mysteriös? Auch hier blöde offene Handlungsstränge. Ich hasse das!!! Hinter verschlossenen Türen 3 Sterne Eine prinzipiell wundervolle Geschichte, die das Potenzial gehabt hätte, die Fragen nach den Motiven von 2 Figuren aus den vorhergehenden Geschichten zu klären. Leider drückt sich Auster vor einer Auflösung, da in der letzten Szene nichts erörtert, sondern alles in einem roten Notizbuch niedergeschrieben wird. Dieses wird zwar gelesen, aber die Hauptfigur weigert sich, seine Erkenntnisse dem Leser mitzuteilen, vernichtet das Notzibuch und läßt mich komplett im Regen stehen - So ein gemeiner, feiger, schreibfauler Schuft!!! (Autor o. Figur ist mir wurscht) deshalb strafe ich die letzte Geschichte mit dem Abzug von 2 Sternen ab. Fazit: Ich habe das Gefühl, dass es sich Auster zu einfach gemacht hat. Das Buch hätte 5 Sterne Potenzial gehabt, wenn er sich in der 2. und vor allem in der 3. Geschichte mehr Mühe gegeben hätte: Figurenentwicklung Nicht Genügend. Sprachfabulierkunst und Atmosphäre ausgezeichnet

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    • 3
  • Existenzielle Probleme

    Die New-York-Trilogie
    winter-chill

    winter-chill

    27. February 2014 um 10:27

    Auster gilt ja als eine der größten literarischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte. Schon lange wollte ich mal etwas von ihm lesen und hab jetzt zu dem Werk gegriffen, das ihn bekannt gemacht hat: „Die New-York-Trilogie“. Um es schon mal vorweg zu sagen: Ich hab mir etwas mehr bzw. etwas anderes erwartet. Das Buch setzt sich aus drei eigenständigen, relativ kurzen Geschichten zusammen. Die Geschichten haben inhaltlich nichts miteinander zu tun und könnten theoretisch auch einzeln gelesen werden. Ihre Gemeinsamkeit: Die Geschichten sind vermeintliche Detektivgeschichten, in denen es aber eigentlich gar keinen richtigen Kriminalfall gibt. Die Geschichten werden nie ganz aufgelöst, die Protagonisten geraten alle in eine Lebenskrise und haben alle etwas Selbstzerstörerisches an sich. In allen drei Geschichten werden die Protagonisten in einen Kriminalfall verstrickt, sie werden zum Detektiv und stellen Nachforschungen an. Letztendlich können sie den Fall aber nicht aufklären, sondern bekommen nur ihr eigenes Schicksal vor Augen geführt. Auster geht es in diesem Buch hauptsächlich darum, existentielle Probleme darzustellen und exzessive Leidenschaften zu thematisieren. Auch das Thema Isolation spielt eine Rolle. Literarisch ist ihm das durchaus gelungen. Der Schreibstil ist tatsächlich großartig, sehr eigen und speziell, aber durchaus angenehm zu lesen. Man spürt regelrecht die Verlorenheit der Protagonisten, ihre Zerrissenheit. Alle Geschichten hinterlassen auch einen melancholischen, morbiden Nachgeschmack. Trotzdem war das Buch nicht so ganz meins. Die erste Geschichte habe ich noch recht begeistert gelesen – obwohl sie einige Längen hat. Die zweite und kürzeste der drei Geschichten hat mich dann ehrlich gesagt gelangweilt. Ab der dritten Geschichte, die eigentlich die beste in diesem Buch ist, hat man dann schon gar keine große Lust mehr, weiterzulesen, weil man eben schon weiß, worauf es hinauslaufen wird. Dass die Geschichten alle so ins Leere laufen und in ihnen Dinge aufgebauscht werden, die dann wieder in sich zusammenfallen und nichts mit der Handlung zu tun haben, fand ich sehr unbefriedigend. Mir ist schon klar, dass das so gewollt ist. Dennoch hat man gerade deswegen danach das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben, weil man sich mit diesen nichtssagenden Geschichten beschäftigt hat. Fazit: Ein intelligentes, anspruchsvolles Werk auf literarisch hohem Niveau, das mir aber nichts gegeben hat.

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  • Rezension zur "New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New York-Trilogie
    Bibliomania

    Bibliomania

    11. June 2013 um 13:28

    „Die New York-Trilogie“ von Paul Auster ist der erste Roman des Autors. Das Buch beinhaltet drei Geschichten, die auf irgendeine Art miteinander verbunden sind. Die Frage ist nur: Auf welche? Die erste Geschichte heißt „Stadt aus Glas“. Der Protagonist Daniel Quinn ist Schriftsteller. Er wird mitten in der Nacht angerufen und für Paul Auster gehalten, einen Privatdetektiv, der der Beste in seinem Fach sein soll. Nach erstem Widerwillen nimmt Quinn die Verwechslung an. Der Anrufer bangt um sein Leben und sucht nun jemanden, der ihn beschützt. Diese Aufgabe übernimmt Daniel Quinn alias Paul Auster und stößt dabei auf einige seltsame Tatsachen. „Schlagschatten“ heißt der zweite Teil der Trilogie. Wiederum wird eine Person, Blue, beauftragt eine andere Person zu beschatten. Viel mehr erfahren weder der Leser noch der Privatdetektiv Blue. Die Beschattung soll so lange andauern, bis der Auftraggeber etwas anderes äußert. Auch diese Geschichte endet mit mehr Fragen als Antworten. Irgendwie scheinen die Geschichten zusammenzuhängen. Es tauchen immer wieder Namen aus der vorherigen Geschichte auf. Nur dieses Mal sind die Personen ganz andere. Auch Gegenstände aus der vorherigen Erzählung spielen in „Schlagschatten“ eine Rolle. Im letzten Teil „Hinter verschlossenen Türen“ beginnt mit einer ebenfalls anderen Geschichte. Der Protagonist, der ebenfalls der Erzähler der Geschichte ist, ist wie schon in der ersten Erzählung Schriftsteller und wird eines Tages von einer Frau angerufen, die ihn zu sich bittet. Sie war mit dem ehemals besten Freund des Schriftstellers verheiratet. Allerdings ist ihr Mann verschwunden. Dieser war ebenfalls Schriftsteller, hat jedoch nie etwas veröffentlicht. Nach seinem Verschwinden bittet er seine Frau sich um die Manuskripte zu kümmern und sich an seinen alten Schulfreund zu wenden. Dieser kümmert sich um den Nachlass mit dem Gedanken, dass sein Freund tot ist. Als herauskommt, dass dieser jedoch lebt, wird die Welt des Erzählers durcheinander geworfen. Alle drei Geschichten haben immer wieder die gleichen Namen. Der Inhalt ist ebenfalls ähnlich. Es werden Menschen gesucht, beschattet, beobachtet. Insofern sind es immer Detektivgeschichten, die für sich selbst gesehen sehr interessant, aber äußerst skurril sind. Paul Auster zu folgen ist nicht schwer, schreibt er doch leicht und beschwingt. So richtig erschloss sich mir der Inhalt jedoch nicht. Eine Interpretationsanalyse würde bestimmt einige interessante Aspekte zutage fördern und vielleicht auch die Fragen beantworten, die am Ende bleiben: Was hat es mit dem roten Notizbuch auf sich? War die Person in der letzten Geschichte von Anfang an eine Person aus der ersten? Wer hat jetzt wen beschattet? Wer ist Daniel Quinn? Wer Paul Auster? Und Henry Darf? Wie passt er in alle Geschichten? Ich bin sicher, dass es irgendwie zusammenhängt, ich habe leider nur nicht herausgefunden wie.

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  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New York-Trilogie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. August 2012 um 14:44

    „Bücher müssen ebenso bedächtig und zurückhaltend gelesen werden, wie sie geschrieben wurden.“ (PA, New York Trilogie) Die "New York Trilogie" ist ein Auster ganz nach meinem Geschmack. Technisch ansprechend erzählt Paul Auster hier drei spannende Detektivgeschichten, die munter mit den Genrekonventionen des Kriminalromans jonglieren. Besonders die erste Geschichte, "Stadt aus Glas" (über Identitätsverlust), hat es mir angetan. Wie gewohnt sehr dicht erzählt und überzeugend konstruiert, stellt sie zu Beginn eine Theorie über den Kriminalroman bereit, die im folgenden Anwendung findet. Dabei spielt sie gekonnt mit dem Doppelgängermotiv der Romantik und spart auch nicht an intertextuellen Verweisen - was sie für ungeübte Leser wohl zu schwierig macht. Sehr zu empfehlen ist die "New York Trilogie" aber allen Freunden der Metaliteratur und all jenen, die Spaß an Geschichten haben, bei denen man als Leser geistig mitanpacken muss. Wer hier bereit ist mitzuspielen, wird reichlich belohnt. Den Crashkurs durch die Weltliteratur gibt es, wie immer bei PA, gleich mit dazu :) Kleiner Tipp für alle "Lesepuzzler": es lohnt sich sicherlich, für diesen Roman den Don Quijote und E.A. Poes "Arthur Gordon Pym" zumindest grob zu kennen, da Auster sich in seiner Motivik und Konstruktion reichlich aus dieser Kiste bedient.

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