Die New-York-Trilogie

(177)

Lovelybooks Bewertung

  • 238 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 5 Leser
  • 17 Rezensionen
(63)
(64)
(33)
(12)
(5)

Inhaltsangabe zu „Die New-York-Trilogie“ von Paul Auster

«Eine literarische Sensation.» (Sunday Times). Jeder der drei Romane der New-York-Trilogie wirkt zunächst wie eine klassische, spannungsgeladene Kriminalgeschichte. Alle drei ziehen den Leser mit raffiniert ausgelegten «Ködern» in ihren Bann. Aber bald scheinen die vordergründig logischen Zusammenhänge nicht mehr zu stimmen. Täter werden auf rätselhafte Weise zu Opfern, Verfolger zu Verfolgten. Schritt für Schritt wird auch der unabhängige Beobachter, ob Leser oder Detektiv, in ein Spiel mit seinen eigenen Erwartungen verstrickt. Paul Austers drei große New-York-Romane in einem Band.

nur etwas für Auster-Fans

— QueenDebby
QueenDebby

Nicht halb so verzwickt wie es auf dem Buchrücken versprochen wird.

— Soeren
Soeren

Stöbern in Romane

Geister

Die Schwächen im Buch sind einzig Abweichungen meiner Lesegwohnheiten. Ich hätte es nicht übers Herz bringen können, einen Stern abzuziehen!

Floh

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Ziemlich seltsam trifft es - aber ich fand´s genial!

Huschdegutzel

Hasen feiern kein Weihnachten

Liebenswerte Charaktere und eine tolle Stimmung - eine schöne Geschichte, die ans Herz geht!

Isaopera

Die Schattenschwester

Rezension folgt!

SteffisBuecherbloggeria

Die Spionin

Mein erste Coelho und ich bin begeistert

Leseprinzessin1991

Dem Horizont so nah

Dem Horizont so nah ist auf eine gute Art schrecklich, es packt dich und lässt dich nicht mehr los, auch wenn du es schon längst zugeschlage

Bookpalast

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nicht halb so verzwickt wie es auf dem Buchrücken versprochen wird.

    Die New-York-Trilogie
    Soeren

    Soeren

    Inhaltszusammenfassung von "Stadt aus Glas":Krimi-Autor Quinn erhält Anrufe von einer Frau, die ihn für einen Detektiv namens Paul Auster hält. Zunächst verneint er, gibt sich aber schließlich doch als der Ermittler auf und trifft sich mit der Frau. Sie beauftragt ihn, einen alten Mann zu beschatten, der in Kürze aus der Haft entlassen wird, weil sie Angst hat, dass dieser seinem bereits erwachsenen Sohn etwas antun könnte. Quinn willigt ein und folgt dem Mann zwei Wochen lang. Als der Mann plötzlich verschwindet, verzweifelt Quinn beinahe daran und legt sich monatelang vor dem Haus seiner Klientin auf die Lauer. Schließlich erfährt er, dass der Gesuchte schon vor längerer Zeit Selbstmord begangen hat. Diese Information bringt Quinn noch weiter an den Rand der Verzweiflung, bis er am Ende der Geschichte spurlos verschwindet.Das ist die gesamte Handlung der knapp 180 Seiten, die weder besonders spannend noch unterhaltsam sind. Meine Hoffnung, hier - wie auf dem Buchrücken versprochen - mit einem packenden Krimi voller Wendungen vorgelegt zu bekommen, erfüllte sich nicht mal ansatzweise.Inhaltszusammenfassung von "Schlagschatten":Mr. Blue bekommt von Mr. White den Auftrag, Mr. Black zu überwachen und bezieht daraufhin das Appartement bei ihm gegenüber. Von nun an beobachtet Blue Tag für Tag und Woche für Woche den Mann, der scheinbar nichts anderes tut, als von früh bis spät an seinem Schreibtisch zu schreiben. Er verfolgt ihn bei seinen spärlichen Spaziergängen, bis er – genau wie Quinn in der Geschichte davor – irgendwann genug von dem tristen Alltag hat und in verschiedener Verkleidung Kontakt zu Black aufnimmt. Die beiden kommen ins Gespräch und philosophieren sogar über den amerikanischen Autor Nathaniel Hawthorne und dessen Werk „Wakefield“, in dem ein Mann seine Frau verlässt und sie jahrelang vom Haus gegenüber aus beobachtet, ohne wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen. Was offenbar eine Parabel auf diese Geschichte hier ist, denn am Schluss von „Schlagschatten“ findet Blue endlich den Mut, Black ohne Verkleidung gegenüber zu treten.Auch diese Geschichte birgt nicht wirklich viel Spannung und ist dadurch, dass alles in einem einzigen durchgehenden Text erzählt wird, etwas anstrengender zu lesen. Die Parallelen zu „Stadt aus Glas“ sind unverkennbar, ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass „Schlagschatten“ einfach eine leicht abweichende Version des vorherigen Kurzromans ist. In beiden Geschichten geht es um ereignislose Beobachtungen über einen längeren Zeitraum und wie dies den Beobachtern irgendwann unerträglich wird. Inhaltszusammenfassung von „Hinter verschlossenen Türen“:Dies ist der letzte Band der Trilogie und zunächst scheint auch er absolut nichts mit den vorherigen Teilen gemeinsam zu haben. Die Hauptperson ist ein Tierarzt, der seit Kindestagen im Schatten seines Freundes Fanshawe steht. Als dieser verschwindet, bittet ihn dessen Frau Sophie, nach ihm zu suchen. Aber Fanshawe will für tot gehalten werden, wie der Arzt nach einer Weile einsieht. Er und Sophie werden ein Paar und heiraten. In Fanshawes Nachlass finden sie mehrere Manuskripte, die nach ihrer Veröffentlichung ein großer Erfolg werden. Schließlich bitten die Verleger den Arzt, eine Biographie über den Autor zu verfassen. Einer Aufforderung der er zunächst gern nachkommt, schon bald verliert er aber die Lust daran. Um den Schein zu wahren, forscht er trotzdem weiter über die Vergangenheit seines Freundes nach und reist dafür sogar nach Paris, wo dieser für einige Zeit lebte. Hier verliert sich der Arzt immer mehr in seinen Pseudo-Nachforschungen, bis er am Ende kaum mehr selbst weiß, wer er ist. In einem Bordell trifft er einen Mann namens Stillman und glaubt, dass dieser Fanshawe ist. Später gesteht der Arzt, dass er daher seine Inspiration für die Figur aus dem ersten Roman „Stadt aus Glas“ bekam. Der Detektiv Quinn, den er mal beauftragt hatte, Fanshawe aufzuspüren, stand Pate für den Protagonisten von „Schlagschatten“. Womit es endlich die lang vermisste Verbindung zwischen den drei Bänden der Trilogie gibt.Am Schluss des dritten Buches kommt es zum unvermeidlichen Aufeinandertreffen des Tierarztes mit Fanshawe und der Doktor erfährt, dass es Fanshawes Absicht gewesen war, dass er und Sophie zusammenkommen. Er sollte seinen Platz einnehmen, damit er problemlos verschwinden kann. Das Buch endet damit, dass der Arzt von Fanshawe ein rotes Notizbuch bekommt (jenes welches auch in den beiden anderen Bänden seine Erwähnung fand), es liest, aber den Inhalt sofort wieder vergisst. Deshalb hat er auch keine Probleme damit, die einzelnen Buchseiten eine nach der anderen auszureißen.Fazit:Alles in allem war es eine sehr seltsame Trilogie, die mit einem Krimi überhaupt nichts zu tun hat, sondern eher im Bereich Drama und/oder Zeitgenössisches einzuordnen ist. Ob sie wirklich lesenswert ist, darf jeder selbst beurteilen. Ein bisschen tiefgründig ist sie durchaus, allerdings ist nicht jeder Absatz wirklich notwendig, geschweige denn so subtil, wie es hätte sein können.Von den drei Geschichten ist die letzte zweifellos die packendste und interessanteste. Dennoch war ich froh, als ich mit „Der New York Trilogie“ fertig war.

    Mehr
    • 3
  • Krimi Noir mysteröis bis mühsam

    Die New-York-Trilogie
    awogfli

    awogfli

    Die drei Geschichten schaffen eine perfekt abstruse fast französische Film-Noir-Stimmung, in der sich typische Rollen und Identiäten auflösen und sich alle Hauptprotagonisten mysteriös, obsessiv, verwirrend und völlig unlogisch verhalten. Soweit so gut. Die Kurzgeschichten sind in einer Trilogie aufgebaut, in der die Figuren auch in späteren Geschichten wieder auftauchen. Dieses Stilmittel könnte nun die Motive und Gründe für die obskuren Handlungen der Hauptfiguren klären, dann wäre ich wirklich begeistert gewesen, tut es aber nicht, im Gegenteil, es schafft noch mehr Verwirrung - nämlich so lange bis MYSTERIÖS zu MÜHSAM wird. Die Leute irren truffaultmäßig sinnentleert in ihren Obsessionen herum (selbstverständlich in typischer Trenchcoat-Schwarzweiss-Atmo), wissen überhaupt nicht warum sie was tun und ich will dem Autor zurufen "Oida Sacre Bleu! Wenn nicht mal Du weißt und mir erklärst WARUM, wie soll ich mir das aus den Fingern saugen?". Da hat sich meiner Meinung nach Auster davor gedrückt, ein konsistentes Bild seiner Figuren zu entwickeln. Warum das Erstlingswerk dennoch als Sensation gefeiert wurde, kann ich durchaus verstehen. Das geniale Fabuliertalent des Autors ist nicht zu übersehen, die Ideen sind zwar grandios aber noch nicht ganz konsistent durchgezogen.Nun zu den Geschichten: Stadt aus Glas 4 Sterne Herrlich! Wie in der ersten Geschichte der Reigen mit Identität & Beziehungen zwischen KrimiAutor, Pseudonym und seiner Hauptfigur eröffnet wird. Dann führt Paul Auster noch himself zuerst als Tarnidentität in den Roman ein, die alle 3 vorher genannten Figuren verwenden und zuletzt richtet auch noch der Schriftsteller Paul Auster als Figur in seiner eigenen Geschichte nicht unerheblichen Schaden an - Soo gut!!! Das Ende der ersten Geschichte ist dann ein bisschen unbefriedigend, erstens weil ich die unlogische Obsession des Schriftstellers nicht verstehe (warum läutet er nicht an oder bricht ins Haus ein, anstatt es monatelang zu beobachten & zu mutmaßen) und zweitens weil lose Enden bleiben, man weiss nicht was mit dem Ehepaar Stillman passiert ist. Schlagschatten2 SterneWas am Anfang noch als eine nette Spielerei mit den Namen der handelnden Protagonisten gelten mag (alle haben Namen von Farben) wird dann zunehmend verwirrend und letzendlich sehr mühsam. Auch hier können die Handlungen der Personen nicht nachvollzogen werden - mysteriös ist zwar wundervoll aber dumm sinnlos mysteriös? Auch hier blöde offene Handlungsstränge. Ich hasse das!!!Hinter verschlossenen Türen3 SterneEine prinzipiell wundervolle Geschichte, die das Potenzial gehabt hätte, die Fragen nach den Motiven von 2 Figuren aus den vorhergehenden Geschichten zu klären. Leider drückt sich Auster vor einer Auflösung, da in der letzten Szene nichts erörtert, sondern alles in einem roten Notizbuch niedergeschrieben wird. Dieses wird zwar gelesen, aber die Hauptfigur weigert sich, seine Erkenntnisse dem Leser mitzuteilen, vernichtet das Notzibuch und läßt mich komplett im Regen stehen - So ein gemeiner, feiger, schreibfauler Schuft!!! (Autor o. Figur ist mir wurscht) deshalb strafe ich die letzte Geschichte mit dem Abzug von 2 Sternen ab.Fazit: Ich habe das Gefühl, dass es sich Auster zu einfach gemacht hat. Das Buch hätte 5 Sterne Potenzial gehabt, wenn er sich in der 2. und vor allem in der 3. Geschichte mehr Mühe gegeben hätte: Figurenentwicklung Nicht Genügend. Sprachfabulierkunst und Atmosphäre ausgezeichnet

    Mehr
    • 3
  • These vagabond shoes, are longing to stray ...

    Die New-York-Trilogie
    Stefan83

    Stefan83

    Drei Geschichten ohne wirkliches Ende? Erzählungen, die mehr Fragen stellen und offen lassen, als sie beantworten? Und doch ein moderner Klassiker? Nein, keine Widersprüche in sich, sondern Merkmale von Paul Austers erstem großem Werk, der Hochgerühmten "New-York-Trilogie", die mich nun endgültig zum Bewunderer dieses amerikanischen Autors hat werden lassen. Jeder der drei Romane wirkt zunächst wie eine klassische, spannungsgeladene Kriminalgeschichte, die den Leser mit raffiniert ausgelegten "Ködern" in den Bann ziehen soll. Doch dann verschieben sich die Perspektiven, scheinen die vordergründig logischen Zusammenhänge nicht mehr zu stimmen. Die Rollen der Täter und der Opfer, der Verfolger und der Verfolgten verändern sich auf rätselhafte Weise. Und mit ihm schließlich auch der Leser, der zwischen allen drei Handlungen eine Verbindung sucht, welche stets vorhanden und doch nie präsent ist. Die Geschichten seien kurz angerissen:

    In "Stadt aus Glas" erhält Daniel Quinn, ein Kriminalautor, mitten in der Nacht den Anruf eines Fremd und wird auf Grund eines Missverständnisses in eine Affäre hineingezogen, die komplizierter und undurchsichtiger ist als alles, was er bisher in seinen eigenen Büchern geschrieben hat: Quinn wird, ohne dass ihm Zeit zum Nachdenken bleibt, als Detektiv unter den Namen Paul Auster zur Observierung ausgeschickt...

    "Schlagschatten" wiederum ist Blues Geschichte, der von White den Auftrag erhält Black zu beobachten. Ohne über die Hintergründe aufgeklärt worden zu sein, lässt der junge Privatdetektiv sich auf den Fall ein und beschattet Black tag ein und tag aus. Bald muss er feststellen, dass seine bewährten Methoden nicht greifen und dass sich Realität und Täuschung nicht mehr ohne weiteres voneinander unterscheiden lassen...

    "Hinter verschlossenen Türen" (Diese Geschichte hat mir persönlich am besten gefallen) erzählt vom spurlosen Verschwinden des Schriftstellers Fanshawe, dessen bester Freund aus frühester Kindheit die Rolle des Nachlassverwalters übernimmt und sich dafür einsetzt, dass Romane und Gedichte des Autors veröffentlicht werden. Er heiratet schließlich auch dessen Frau Sophie und dringt bei seinen Nachforschungen immer tief in Fanshawes Vergangenheit ein. Bis eines Tages die Welt für ihn zusammenbricht, als er den Hinweis bekommt, dass dieser noch lebt...

    Auster hat sich in seinem Debütwerk augenscheinlich sehr an dem klassischen Detektivroman orientiert, der in allen drei Erzählungen deutlich durchschimmert, jedoch stets ohne Ende ist. Seine Figuren sind Menschen aus unserer Mitte und doch auch völlig anders. Sorgende Väter, trauernde Ehemänner, die aber alle am Grade zur Selbstzerstörung wandeln. Die augenscheinliche Normalität ist ein klug inszeniertes Trugbild, das nur kurz bestand hat, bis die Absurdität Einzug hält, das Schizophrene an die Oberfläche bricht. Worin hier für den Leser die Faszination besteht, ist wie immer schwer zu beschreiben, denn Auster schreibt rätselhaft, nebulös und bizarr. Er spielt mit den Erwartungen des Lesers, verschiebt Perspektiven wie Figuren beim Schach, legt falsche Fährten. Man könnte darüber in Verzweiflung geraten, würde er dies nicht so brillant, so meisterhaft tun. Unmöglich Austers Worten zu widerstehen, sich nicht von seinen Worten fesseln, in die Figuren, die Handlung, die Umgebung hineinziehen zu lassen. Dieses Buch beschäftigt den Leser, lässt ihn die Zeit vergessen und über das Ende der Lektüre hinaus mit Fragen beschäftigen, welche unser Herz berühren. Selten war Großstadtanonymität so lesbar, spürbar, hat das offene Ende einer Geschichte derart einsam gemacht. Über knapp 380 Seiten lebt und atmet man diese Geschichten, welche letztendlich einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen und doch in jeder Zeile die Macht des geschriebenen Wortes verdeutlichen.

    Insgesamt ist die "Die New York Trilogie" ein grandioses, stilistisches Meisterstück über die zerbrechliche Normalität des Alltags, das gleichermaßen berührt, verwirrt und unterhält, und das völlig zu Recht als moderner Klassiker gilt. Unheimlich lesenswert und eine Empfehlung für alle Freunde von tiefgründiger Literatur.

    Mehr
    • 3
  • eBook Kommentar zu Die New-York-Trilogie von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Dagmar

    Dagmar

    via eBook 'Die New-York-Trilogie'

    sehr gut sollte man lesen kann man nicht erzählen spanen nie langweilig fesselnd!

    • 2
    dagmar Hirschsteiner

    dagmar Hirschsteiner

    10. June 2014 um 17:33 via eBook 'Die New-York-Trilogie'
  • Existenzielle Probleme

    Die New-York-Trilogie
    winter-chill

    winter-chill

    27. February 2014 um 10:27

    Auster gilt ja als eine der größten literarischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte. Schon lange wollte ich mal etwas von ihm lesen und hab jetzt zu dem Werk gegriffen, das ihn bekannt gemacht hat: „Die New-York-Trilogie“. Um es schon mal vorweg zu sagen: Ich hab mir etwas mehr bzw. etwas anderes erwartet. Das Buch setzt sich aus drei eigenständigen, relativ kurzen Geschichten zusammen. Die Geschichten haben inhaltlich nichts miteinander zu tun und könnten theoretisch auch einzeln gelesen werden. Ihre Gemeinsamkeit: Die Geschichten sind vermeintliche Detektivgeschichten, in denen es aber eigentlich gar keinen richtigen Kriminalfall gibt. Die Geschichten werden nie ganz aufgelöst, die Protagonisten geraten alle in eine Lebenskrise und haben alle etwas Selbstzerstörerisches an sich. In allen drei Geschichten werden die Protagonisten in einen Kriminalfall verstrickt, sie werden zum Detektiv und stellen Nachforschungen an. Letztendlich können sie den Fall aber nicht aufklären, sondern bekommen nur ihr eigenes Schicksal vor Augen geführt. Auster geht es in diesem Buch hauptsächlich darum, existentielle Probleme darzustellen und exzessive Leidenschaften zu thematisieren. Auch das Thema Isolation spielt eine Rolle. Literarisch ist ihm das durchaus gelungen. Der Schreibstil ist tatsächlich großartig, sehr eigen und speziell, aber durchaus angenehm zu lesen. Man spürt regelrecht die Verlorenheit der Protagonisten, ihre Zerrissenheit. Alle Geschichten hinterlassen auch einen melancholischen, morbiden Nachgeschmack. Trotzdem war das Buch nicht so ganz meins. Die erste Geschichte habe ich noch recht begeistert gelesen – obwohl sie einige Längen hat. Die zweite und kürzeste der drei Geschichten hat mich dann ehrlich gesagt gelangweilt. Ab der dritten Geschichte, die eigentlich die beste in diesem Buch ist, hat man dann schon gar keine große Lust mehr, weiterzulesen, weil man eben schon weiß, worauf es hinauslaufen wird. Dass die Geschichten alle so ins Leere laufen und in ihnen Dinge aufgebauscht werden, die dann wieder in sich zusammenfallen und nichts mit der Handlung zu tun haben, fand ich sehr unbefriedigend. Mir ist schon klar, dass das so gewollt ist. Dennoch hat man gerade deswegen danach das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben, weil man sich mit diesen nichtssagenden Geschichten beschäftigt hat. Fazit: Ein intelligentes, anspruchsvolles Werk auf literarisch hohem Niveau, das mir aber nichts gegeben hat.

    Mehr
  • Rezension zur "New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Bibliomania

    Bibliomania

    11. June 2013 um 13:28

    „Die New York-Trilogie“ von Paul Auster ist der erste Roman des Autors. Das Buch beinhaltet drei Geschichten, die auf irgendeine Art miteinander verbunden sind. Die Frage ist nur: Auf welche? Die erste Geschichte heißt „Stadt aus Glas“. Der Protagonist Daniel Quinn ist Schriftsteller. Er wird mitten in der Nacht angerufen und für Paul Auster gehalten, einen Privatdetektiv, der der Beste in seinem Fach sein soll. Nach erstem Widerwillen nimmt Quinn die Verwechslung an. Der Anrufer bangt um sein Leben und sucht nun jemanden, der ihn beschützt. Diese Aufgabe übernimmt Daniel Quinn alias Paul Auster und stößt dabei auf einige seltsame Tatsachen. „Schlagschatten“ heißt der zweite Teil der Trilogie. Wiederum wird eine Person, Blue, beauftragt eine andere Person zu beschatten. Viel mehr erfahren weder der Leser noch der Privatdetektiv Blue. Die Beschattung soll so lange andauern, bis der Auftraggeber etwas anderes äußert. Auch diese Geschichte endet mit mehr Fragen als Antworten. Irgendwie scheinen die Geschichten zusammenzuhängen. Es tauchen immer wieder Namen aus der vorherigen Geschichte auf. Nur dieses Mal sind die Personen ganz andere. Auch Gegenstände aus der vorherigen Erzählung spielen in „Schlagschatten“ eine Rolle. Im letzten Teil „Hinter verschlossenen Türen“ beginnt mit einer ebenfalls anderen Geschichte. Der Protagonist, der ebenfalls der Erzähler der Geschichte ist, ist wie schon in der ersten Erzählung Schriftsteller und wird eines Tages von einer Frau angerufen, die ihn zu sich bittet. Sie war mit dem ehemals besten Freund des Schriftstellers verheiratet. Allerdings ist ihr Mann verschwunden. Dieser war ebenfalls Schriftsteller, hat jedoch nie etwas veröffentlicht. Nach seinem Verschwinden bittet er seine Frau sich um die Manuskripte zu kümmern und sich an seinen alten Schulfreund zu wenden. Dieser kümmert sich um den Nachlass mit dem Gedanken, dass sein Freund tot ist. Als herauskommt, dass dieser jedoch lebt, wird die Welt des Erzählers durcheinander geworfen. Alle drei Geschichten haben immer wieder die gleichen Namen. Der Inhalt ist ebenfalls ähnlich. Es werden Menschen gesucht, beschattet, beobachtet. Insofern sind es immer Detektivgeschichten, die für sich selbst gesehen sehr interessant, aber äußerst skurril sind. Paul Auster zu folgen ist nicht schwer, schreibt er doch leicht und beschwingt. So richtig erschloss sich mir der Inhalt jedoch nicht. Eine Interpretationsanalyse würde bestimmt einige interessante Aspekte zutage fördern und vielleicht auch die Fragen beantworten, die am Ende bleiben: Was hat es mit dem roten Notizbuch auf sich? War die Person in der letzten Geschichte von Anfang an eine Person aus der ersten? Wer hat jetzt wen beschattet? Wer ist Daniel Quinn? Wer Paul Auster? Und Henry Darf? Wie passt er in alle Geschichten? Ich bin sicher, dass es irgendwie zusammenhängt, ich habe leider nur nicht herausgefunden wie.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    08. August 2012 um 14:44

    „Bücher müssen ebenso bedächtig und zurückhaltend gelesen werden, wie sie geschrieben wurden.“ (PA, New York Trilogie)

    Die "New York Trilogie" ist ein Auster ganz nach meinem Geschmack. Technisch ansprechend erzählt Paul Auster hier drei spannende Detektivgeschichten, die munter mit den Genrekonventionen des Kriminalromans jonglieren. Besonders die erste Geschichte, "Stadt aus Glas" (über Identitätsverlust), hat es mir angetan. Wie gewohnt sehr dicht erzählt und überzeugend konstruiert, stellt sie zu Beginn eine Theorie über den Kriminalroman bereit, die im folgenden Anwendung findet. Dabei spielt sie gekonnt mit dem Doppelgängermotiv der Romantik und spart auch nicht an intertextuellen Verweisen - was sie für ungeübte Leser wohl zu schwierig macht. Sehr zu empfehlen ist die "New York Trilogie" aber allen Freunden der Metaliteratur und all jenen, die Spaß an Geschichten haben, bei denen man als Leser geistig mitanpacken muss. Wer hier bereit ist mitzuspielen, wird reichlich belohnt. Den Crashkurs durch die Weltliteratur gibt es, wie immer bei PA, gleich mit dazu :)
    Kleiner Tipp für alle "Lesepuzzler": es lohnt sich sicherlich, für diesen Roman den Don Quijote und E.A. Poes "Arthur Gordon Pym" zumindest grob zu kennen, da Auster sich in seiner Motivik und Konstruktion reichlich aus dieser Kiste bedient.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    rkuehne

    rkuehne

    28. March 2012 um 00:36

    Paul Auster hat wirklich eine tolle Art zu erzählen, einen Tonfall, der einen magisch in die Geschichten reinzieht und fesselt, obwohl eigentlich gar nichts Spannendes passiert. Das schätze ich sehr und auch in der New York Trilogie hab ich das immer mal wieder entdeckt, darüber hinaus aber ist mir das Buch irgendwie zu wirr. Die Einzelnen Teile sind für sich sehr abstrakt und werden dann durch ihre Verknüpfung in meinen Augen chaotisch. Vielleicht hab ich auch einfach zu lang gebraucht, um das Buch endlich fertigzulesen und hatte am Ende den Anfang fast schon vergessen, das kann auch sein, aber begeistert bin ich so oder so nicht. Meine Empfehlung: Wenn lesen, dann mal im Urlaub, wo man viel am Stück schafft.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    HomersEvil

    HomersEvil

    Wenn man irgendwann mit dem Namen Paul Auster in Berührung kommt, so ist auch bald von der, beinahe schon sagenumwobenen, New York Trilogie die Rede. Den drei Romanen, die Paul Austers Weltruhm begründeten. Stadt aus Glas. Schlagschatten. Hinter verschossenen Türen. Drei Romane, die der Autor innerhalb von drei Jahren, 1985-1987, veröffentlicht hat.

    Paul Auster beschert dem Leser tatsächlich auch ein interessantes und vor allem außergewöhnliches Lesevergnügen. Alles was Auster dem Leser vorsetzt wirkt neu, skurril, spannend, durchkomponiert, durchdacht und bedacht. Zumindest zunächst. Beginnt man mit dem Roman „Stadt aus Glas“ treffen alle aufgezählten Adjektive zu. Liest man jedoch unmittelbar nach dem ersten Teil, den Folgeroman „Schlagschatten“, so stellt sich ein unwillkürliches Gefühl von Wieder erkennen und längst bekanntem ein. Es scheint, es werden lediglich Szenen und Motive des ersten Teils in etwas anderer Form dargebracht. Dieselben Verwirrungen und Verstrickungen des Hauptcharakters in die sehr persönliche Sinnkrise. Dieselbe scheinbar unverständliche Handlungsweise, sprich, alles genauso noch mal, nur diesmal in Schwarz statt Weiß, oder Blau statt Braun. Der dritte Teil „Hinter verschlossenen Türen“ bringt Abwechslung. Doch wiederum nur zunächst. Der Leser kann von Anfang an zu einer Vermutung gelangen, einer Art Vorahnung, aufgrund der Erfahrungen die mit den ersten zwei Teilen gemacht wurden, so dass auch der dritte Teil nicht wirklich neues und anderes zu Tage bringen kann. Die erzählte Geschichte bleibt zwar immer spannend, skurril und neu, doch ist das dafür verwendete Schema leider schon bekannt und verbraucht, so dass dem aufmerksamen Leser ein wenig die Freude an den verschiedenen Geschehnissen genommen wird.

    Anfänglich wusste ich auch nicht, wie ich nun diese Trilogie der „Verwirrtheit und des erlebten Irrsinns“ deuten sollte. Zu viele Fragen die Aufgeworfen wurden, lässt Auster einfach ohne eine Auflösung oder auch nur den Versuch einer dem Leser verständlichen Schlussfolgerung ausklingen und im Nichts verschwinden. Irgendetwas fehlte. Ich persönlich hatte jedoch von Anfang an das Gefühl, dass ein wenig mehr Hintergrundwissen um den Autor selbst, nicht zum Nachteil für das Verständnis der drei Romane beitragen könnte. Und in der Tat, ein kurzer Blick auf die Biographie des Austers, die auf Wikipedia eingesehen werden kann, trägt doch, zumindest meiner Meinung nach, zu einem erheblich besserem Verständnis um die „New York Trilogie“ bei. Ich persönlich kann nun viele Bilder, Szenen und Metaphern besser einordnen und war über viele autobiographische Einschübe erstaunt.
    Wie dem auch sei, meine persönliche Empfehlung ist es, die drei Romane nicht unmittelbar nacheinander zu lesen. Die Veröffentlichungsform des Autors im Jahresrhythmus ist wahrscheinlich wirklich am besten geeignet. Der Sinn und die Idee die hinter den einzelnen Büchern steckt scheint sich zwar manchmal zu verlieren, aber wenn wir ehrlich sind, so geschieht dies alltäglich und zu jeder Zeit. So gewinnt die, vielleicht gewollte, Aussage Austers eher noch an Gewicht.

    Kurzum, ich denke die „New York Trilogie“ ist nicht für jedermann geeignet, aber durchaus lesenswert.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Molks

    Molks

    15. December 2011 um 14:41

    Auster hat die Gabe den Leser innerhalb weniger Seiten so an die Geschichte zu fesseln, dass man das Buch kaum weglegen kann und sich dabei ertappt selbst als eine Art Detektiv zu agieren.
    Unglaublich aber wahr: im Original kann ich mit Auster nichts anfangen, aber die deutschen Übersetzungen haben mich immer begeistert, auch wenn das offene Ende nicht ganz so mein Fall war.

  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    lovely_ann

    lovely_ann

    06. March 2011 um 16:39

    Die New York Trilogie besteht aus drei Teilen, die zunächst unabhängig voneinander erschienen sind: Stadt aus Glas (City of Glass), Schlagschatten (Ghosts) und Hinter verschlossenen Türen (The locked room).Alle drei haben gemeinsam, daß sie in New York spielen und alle drei handeln von Menschen, die andere im Auftrag observieren und sich mehr und mehr in deren Geheimnisse verstricken, bis sie selbst verloren sind.
    In Stadt aus Glas ist es der Schriftsteller namens Daniel Quinn, der durch eine telefonische Verwechslung für einen Detektiven namens Paul Auster gehalten wird und einen Auftrag annimmt. Er soll einen alten geistig verwirrten Religionsforscher beschatten, der nach langem Aufenthalt in einer Haftanstalt nun entlassen wird. Der Auftrag kommt vom Sohn des Religionsforschers, der auch gleichzeitig sein Opfer war. Jahrelang hat sein Vater ihn aus religiösem Wahn in einer Zimmer gesperrt, abgeschnitten von der Welt und mit Schlägen gezüchtigt. Je mehr sich Quinn aber nun mit dem alten Mann befasst, umso mehr wird er von dessen Geheimnis eingenommen und regelrecht besessen verfolgt der den Fall, als es schon gar keinen Fall mehr gibt und er auch seine eigene Existenz verloren hat.
    Auch in Schlagschatten geht es um Detektive. Der Detektive Blue soll im Auftrag von White Black beschatten. Grund dafür erfährt er nicht. Blue beschattet und sein Leben dreht sich nur darum, doch der Fall gibt ihm Rätsel auf. Wer ist Black? Nach über einem Jahr will er das Geheimnis lüften und nimmt Kontakt zu Black auf in Verkleidung. Ist Black White? Als Blue in Blacks Wohnung einbricht und dort ein Manuskript stiehlt, stellt er fest, daß es sich dabei um seine Berichte handelt.
    Im letzten Fall "Hinter verschlossenen Türen" geht es wieder um Schriftsteller. Der Schriftsteller Fanshawe, ein Schriftsteller ohne Veröffentlichung, verschwindet von heute auf morgen und läßt seine Frau mit Sohn zurück. Sie hält ihn für tot. Und darum folgt sie einem Wunsch ihres vermeintlich verstorbenen Mannes und beauftragt einen ehemaligen Jugendfreund ihres Mannes und Kritiker damit, den Nachlass zu sichten. Diesem Kritiker, der auch Erzähler der Geschichte ist, gelingt es, den Nachlass in einem Verlag unter zu bekommen und Fanshaw wird, was er zu Lebzeiten nie war: ein berühmter Schriftsteller. Doch dann meldet sich der totgeglaubte plötzlich per Brief beim Erzähler, will aber weiterhin "tot" bleiben und bittet seinen Jugendfreund, seine Frau zu heiraten. Nicht nur das, auch die Tatsache, daß er vom Verleger aufgefordert wird, eine Biographie über den angeblich verstorbenen zu schreiben, lässt ihm keine Ruhe und er stellt Nachforschungen an, die ihm mehr Rätsel aufgeben. Am Schluß trifft er sich mit Fanshawe und bekommt vom ihm als Erklärung ein rotes Notizbuch, das alles erklären soll. Aber es nicht tut.
    Das rote Notizbuch spielt im ersten Teil eine Rolle, genau wie auch Namen aus dem ersten Teil im letzten wiederkehren. Der Erzähler sagt am Schluß, alle drei Teile seien diesselbe Geschichte, in einem anderen Stadium. Und damit steht der Leser dann auch vor einem Rätsel.

    Es liest sich nicht leicht mal eben weg und einfach mal so nebenher. Vor allem manche Ausweglosigkeiten, die Art, wie sich die "Detektive" in die Fälle stürzen, sich dabei selbst aufgeben und mit Besessenheit das Rätsel zu lösen versuchen, hat mir zu schaffen gemacht. Trotzdem ist es sehr reizvoll zu lesen. Voll mit kleinen Nebengeschichten, fast schon Essays, die viel Stoff zum weiterdenken geben und einer geschliffenen Sprache.
    Ich habe zwischen den Teilen wirklich mal absetzen müssen und mich mit leichterer Kost befassen, weil es mir zu dicht und zu düster wurde. Was aber keineswegs gegen dieses Buch sprechen soll, sondern im Gegenteil - dafür.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Krabat82

    Krabat82

    Nach dem mir von einem Kollegen dieser Autor empfohlen wurde, habe ich mir die New York Trilogie gekauft. Leider kann ich diese Empfehlung nicht weitergeben. Mir hat diese Trilogie gar nicht gefallen. Auster versucht komplizierte Geschichten kompliziert zu erzählen, weswegen ich keinen roten Faden in diesen Geschichten sehen konnte. Von einem Sinn ganz zu schweigen. Ich habe es nur durchgelesen, weil mich das Ende doch interessierte. Weiterempfehlen kann ich dieses Buch allerdings nicht.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    winnephew

    winnephew

    12. January 2011 um 20:03

    Für mich ist Austers New York-Trilogie ein recht enttäuschendes Leseerlebnis gewesen.

    Sowohl Stadt aus Glas als auch Schlagschatten waren als isolierte Geschichten eher schwach. Erst das dritte Buch konnte mich dank der gut gestalteten Charaktere und seiner vielen kleinen hübschen Nebengeschichten rein literarisch überzeugen.

    Die Zusammenhänge der drei Bücher und ihr tieferer Sinn bleiben mir aber auch nach einiger gedanklicher Auseinandersetzung und dem Nachlesen diverser Stellen verschlossen. Wenn ich das ganze Durcheinander halbwegs richtig deute, schreibt Auster über Obsessionen und Selbsterkenntnis. Hierbei lässt er aber für mich keinerlei Gedankenführung erkennen, die der Leser als irgendwie geartete "Botschaft" entziffern könnte. Auch ein Gedankenanstoß ist für mich nicht wirklich vorhanden. Schade.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Babscha

    Babscha

    05. August 2010 um 22:27

    Drei höchst eigenwillige Detektivgeschichten umfasst das Buch. Alle spielen in New York, alle haben einen komplizierten, mehrschichtigen Hauptcharakter, dem der unberechenbare Lauf der Dinge sehr schnell das Heft aus der Hand nimmt und ihn nur noch zum Ausführenden, zum Unwissenden, quasi zum Statisten ohne eigene Handlungskompetenz degradiert, wo er noch meint, irgend etwas beeinflussen zu können. Getriebene sind sie allemal, die Gestalten, die Auster uns hier serviert, oft undurchsichtig in ihren wahren Absichten, kompliziert, ein Szenario düsterer, teils brutaler Seelenwelten.
    Aus einfachen Sachzusammenhängen (Privatdetektiv bekommt ganz normalen Auftrag) entwickeln sich in den storys schnell komplizierte und vielschichtige Beziehungsgeflechte und Handlungsabläufe mit oft nur subtil angedeuteten Paranormalitäten, die den Hauptprotagonisten in einen sich permanent beschleunigenden Strudel ziehen. Alles ist geplant, vorher bestimmt, es gibt kein Entrinnen. Leider schafft Auster es zumindest in den ersten beiden Geschichten nicht, die geschickt aufgebaute Erwartungshaltung des Lesers dann mit einer qualitativ zufrieden stellenden Auflösung zu belohnen. Erst der dritte Roman zeugt wirklich von literarischer Klasse, eine tolle und gut umgesetzte Grundidee, packend und berührend zugleich, drei höchst interessant skizzierte Personen in schicksalhafter Wechselwirkung zueinander, nebulös, zerbrechlich, Menschen eben.
    Ein insgesamt lesenswertes Werk mit leichten Abstrichen bei den ersten beiden Geschichten.

    Mehr
  • Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

    Die New-York-Trilogie
    Sabrina D

    Sabrina D

    20. March 2010 um 19:38

    Im ersten Buch "Stadt aus Glas" bekommt der Privatdetektiv Quinn einen Auftrag, der ihn selbst zum Penner werden lässt.
    Im zweiten Buch "Schlagschatten" soll Blue (im Auftrag von White) Black beobachten. Am Ende stellt Blue fest, dass er wiederum von Black beschattet wurde.
    Das dritte Buch "Hinter verschlossenen Türen" ist für mich das einzig wirklich gut lesbare mit Sinn: Der Schriftsteller Fanshawe verschwindet spurlos. Sein Jugendfreund schlüpft in sein Leben: Er bringt dessen schriftstellerische Erzeugnisse auf den Markt, heiratet seine Frau, adoptiert sein Kind, ... Bis Fanshawe sich in einem Brief meldet.
    Fazit: Um diese Trilogie zu verstehen, muss man sich deutlich mehr mit den Anspielungen, die Paul Auster gibt, auseinandersetzen. Und selbst dann ist der Inhalt schwer verständlich.

    Mehr