Paul Auster Im Land der letzten Dinge

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Inhaltsangabe zu „Im Land der letzten Dinge“ von Paul Auster

«Mit seinen beiden Büchern ‹New-York-Trilogie› und ‹Im Land der letzten Dinge› hat Paul Auster der gegenwärtigen amerikanischen Literatur eine andere Dimension eröffnet ... Austers Bücher wirken überraschend zeitgemäß, weil sie auf eine Erfahrung des Lebens – jetzt in diesem Augenblick – aus sind und mit einer monomanischen Lust vordringen in einen sonst sorgsam gehüteten Bereich: in unsere eigene Verwirrtheit angesichts der Welt. In dem Roman ‹Im Land der letzten Dinge› sind alle Spuren einer vertrauten Wirklichkeit scheinbar getilgt. Allerdings spielt Paul Auster hier nur mit Science-fiction-Versatzstücken, denn in seinen Augen bedarf es nur einer kleinen Drehung an der Schraube unserer Zivilisation, um sie in die Apokalypse, in ein neues (altes) Barbarentum umkippen zu lassen.» (Süddeutsche Zeitung) (Quelle:'E-Buch Text/01.09.2012')

Wunderschöne Ausgabe eines lauen Buchs.

— Beust
Beust

„Diesen Namen kenne ich mein Leben lang: Anna Blume.“ Vom verschwinden. Düster und brilliant. Neben "City of Glass" mein Lielings-Auster.

— MiseEnAbyme
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    Im Land der letzten Dinge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2013 um 20:35

    Auster schreibt hier von einem fernen Land, das in Diktatur, Terror, Armut und Chaos versinkt. Fernes Land ..... mich hat es an Hitler-Deutschland denken lassen, also gar nicht so fern. Es findet sich alles: Denunziation, Judenverfolgung, Leichenfledderei, Menschenschlachthäuser, Raub, Fantasietitel und -uniformen, erkaufte Flucht. Schauerlich - so furchtbar, so menschenverachtend, so trostlos. Allerdings gibt es einige Menschen um die Protagonistin Anna Blume, die neben vielen vergessenen Worten und Dingen, sich doch Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Güte, Liebe bewahrt haben und sie - und uns, die Leser - nicht in völliger Nacht versinken lassen.

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  • Rezension zu "Im Land der letzten Dinge" von Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge
    Jeami

    Jeami

    14. January 2013 um 09:56

    Ganz außergewöhnliche Geschichte über die 19-jährige Anna Blume, die aus einem sicheren, behüteten Leben ausbricht und ihren verschollenen Brunder William in einem fremden, verseuchten Land sucht, in das er als Reporter geschickt wurde und nicht mehr zurückkam.
    Madonna - was für ein außergewöhnlich gutes Buch!!!!

  • Rezension zu "Im Land der letzten Dinge" von Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. August 2012 um 14:11

    "Oh du Geliebte meiner 27 Sinne..." Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder verliert Anna Blume sich in einer nach und nach erlischenden Welt. Von ihrem Überlebenskampf berichtet sie der Außenwelt in einem Brief. Dieser erstaunlich wenig beachtete Roman von Paul Auster gehört zu meinen Lieblingen im Regal. "Im Land der letzten Dinge" greift klassischen Auster - Motive wie das Spiel mit dem Zufall auf, ist dabei aber düsterer als der Stoff, den man sonst vom Autor kennt. Handwerklich wagt PA in diesem Roman keine großen Experimente, überzeugt dafür aber mit gelungenen Figuren und einem starken Szenario. Der intertextuelle Verweis auf das wunderbare Dada- Gedicht von Kurt Schwitters gibt dem Ganzen den entscheidenen Dreh ins Surreale und erweckt beim Lesen den Eindruck, man befände sich in einem Gemälde von Salvador Dalí. Bravo!

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  • Rezension zu "Im Land der letzten Dinge" von Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge
    oblomov

    oblomov

    26. May 2010 um 14:17

    Auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder bereist die Protagonistin eine Welt, in der es absolut nichts verlässliches mehr gibt. Sie durchstreift diese Welt und wandelt sich vom naiven kleinen Schwesterchen zum Überlebenskünstler, dem peu á peu die Hoffnung genommen wird, weder ihren Bruder, noch sich selbst retten zu können. Paul Auster entwirft hierfür eine Welt in der die Grundordnung nicht länger vom Staat getragen wird, in der Ethik und Moral dem Kampf ums tägliche Überleben weichen. Dabei wird die Protagonistin mit den Abgründen, die aus dem egoistischen Überlebenskampf resultieren konfrontiert und durchlebt zwischenmenschliche Beziehungen mit all ihren Kontrasten aus Notwendigkeit und Abhängigkeit. Selbst die Hilfsbereitschaft als solche wird dabei demontiert und der Sinngehalt diskutiert. Denn wenn es keinerlei Motive und Hoffnungen mehr gibt, wird aus Hilfsbereitschaft ebenfalls etwas Egoistisches: „… und dieses Gefühl gebraucht zu werden, gefiel mir sehr, gefiel mir mehr als alles andere auf der Welt.“ So entsteht ein Strudel aus Zerfall und abnehmender Hoffnung, der aber nie in Hoffnungslosigkeit mündet, was dieses Buch so packend macht. Paul Auster wählt als Mittel den dem Leser zugewandten Brief, was den Erzählcharakter unterstreicht. Er wechselt spielerisch zwischen 1. und 3. Person, jedoch permanent mit der beschränkten Sicht der Protagonistin. Durch den Einsatz einer reichen Sprache wird die graue Welt lebendig. Die Art, wie er schreibt, sowie das Szenario erinnern an Michael Endes Momo. Im Land der letzten Dinge ist ein Buch für Erwachsene, die gern wieder eine Geschichte erzählt bekommen möchten. Eine ernstes Märchen, das mit Unglück beglückt.

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  • Rezension zu "Im Land der letzten Dinge" von Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge
    Duffy

    Duffy

    17. February 2010 um 07:09

    Ein etwas düsterer Roman von Auster, natürlich wieder in seinem briliianten Stil ge- schrieben (hier wählt er die Briefform als Bericht), dennoch ziemlich erdrückend, in einem Science-fiction Szenario, das in einigen Filmen schon hinlänglich gezeigt wurde. Dennoch ist der Bericht aus einer Welt, in der sich die Zivilisation, wie wir sie kennen, schon verabschiedet hat, sehr intensiv aus der Sicht der Hauptperson beschrieben. Der scheinbar unter diesen Umständen sinnlose Kampf um das Überleben lässt Beklemmungen zu, wieweit diese Fiktion denn noch wirklich von uns entfernt ist. Nichts für Leser der leichten Unterhaltung, Für Auster-Fans ganz sicher eine neue Nuance.

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  • Rezension zu "Im Land der letzten Dinge" von Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge
    RedPeridot

    RedPeridot

    23. September 2008 um 13:23

    Ein düsterer Roman der durchaus interresant zu lesen ist. Würde euch aber die gebundene Ausgabe mit den Illustrationen von Felix Scheinberger empfehlen. Wirklich großartig!