Paul Auster Mond über Manhattan

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Inhaltsangabe zu „Mond über Manhattan“ von Paul Auster

Das Panorama einer Weltstadt. Der Student Marco Stanley Fogg wohnt in einem leeren Apartment mit Ausblick auf einen Hinterhof und ein China-Restaurant. Seit sein Onkel und Ersatz-Vater gestorben ist, hat er die Wohnung nicht mehr verlassen. Einem Zusammenbruch nahe beginnt er, überall Zeichen zu sehen: Die Leuchtreklame «Moon Palace» scheint geheimnisvoll mit den Moon Man, der Jazz Band seines Onkels, verbunden. Diese wieder mit der ersten Mondlandung. Marco macht sich auf, um das Rätsel zu lösen - vielleicht ist es auch das seiner Herkunft.

Grandios erzählfreudiger und in mehrfacher Hinsicht regelrecht archäologischer Roman über eine paradoxe Familienkonstellation.

— schmives
schmives

Paul Auster verwebt hier gekonnt Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber vom Schicksal verwoben sind.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

In einer Pappkiste auf einem Flohmarkt gefunden,bis heute nicht bereut, es mitgenommen zu haben. Bisher 15 weitere Bücher gelesen von Auster

— Kompassqualle
Kompassqualle

Es gibt so Bücher, die haben nur einen Makel: 150 Seiten weniger hätten es auch getan.

— WalterBurscheidt
WalterBurscheidt

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  • Is there anybody out there?

    Mond über Manhattan
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    Marco Stanley Fogg lebt in einem im Grunde leeren Apartment in Manhattan mit dem ernüchternden Blick auf die flackernde Neonreklame des China-Restaurants „Moon Palace“. Wären da nicht die Bücherkisten seines geliebten Onkels Victor, aus denen Marco sich Tisch, Bett und Stuhl konstruierte, hätte die Armseligkeit Marco bereits erdrückt. So jedoch fühlt er sich pragmatisch und beinahe erhaben.  Victor hatte ihm seine Bücherschätze überlassen, als er sich mit seiner Jazz-Combo auf Tour begab, doch nun ist der Klarinettist in seiner Bleibe tot aufgefunden worden und Marco fühlt sich endgültig von allen verlassen. Ohne Vater wächst Marco bei seiner Mutter Emily auf, die jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommt, als Marco gerade einmal elf Jahre alt ist. Von nun an lebt Marco bei seinem Onkel, der sich auf seine bescheidene Art liebevoll um seinen Neffen und dessen Bildung kümmert. Als Victor jedoch stirbt, scheint mit dem Verlust dieser letzten sozialen Bindung in Marcos Leben aller Halt durchtrennt. Um die Bemühungen seines Onkels nicht zu zerstören, setzt Marco alles daran, sein Studium abschließen zu können, doch der finanzielle Aufwand treibt ihn in den Ruin. Nach und nach versetzt er sogar die Bücher, die er allerdings zuvor liest und endet am Ende seines Studiums in einem leeren, heruntergekommenen Apartment. Geblieben ist ihn nur noch die Klarinette seines Onkels und ein letzter Blick auf die Neonreklame des Moon Palace. Ohne Wohnung und Einkommen driftet Marco durch die Stadt und findet mit seinen wenigen Habseligkeiten Zuflucht im Central Park, der ihm wie eine Oase im anonymen Treiben der Stadt erscheint. Mit jedem Kilo Körpergewicht, das Marco verliert, entfremdet er sich mehr und mehr der Realität. Dank Kitty Wu, die Marco seinen besten Kuss bislang bescherte und seinem Freund Zimmer kann er aus dem Stadtstreicher-Dasein in letzter Minute gerettet werden. Paul Auster erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der mangels sozialer Bindungen und finanziellen Mitteln zum Minimalisten wird und mehr als nur Wohlstand und Nahrung entbehren muss. Als er endlich einen Platz im Leben an Kitty Wu’s Seite gefunden zu haben scheint, löst eine harmlose Entscheidung eine Kettenreaktion aus, die ihn zu seinen eigenen Wurzeln führt. „Mond über Manhattan“ ist eine raffiniert ausgeklügelte Geschichte in der Marco ganz seltsamen und doch einzigartigen Menschen begegnet und sie wieder verliert, um sich selbst zu finden. Wer selbst Menschen entbehren muss, der liest das Buch aus einem anderen Blickwinkel und wird es auch noch nach der letzten umgeschlagenne Seite eine Weile mit sich tragen. Vier Sterne sprechen für sich und die Fortsetzung der Lektüre Austers' Werke.

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    • 3
  • Man etwas anderes

    Mond über Manhattan
    Karin69

    Karin69

    10. February 2016 um 12:28

    "Mond über Manhatten" erzählt die Lebensgeschichte des Marco Stanley Fogg, der ohne Vater groß wurde, dessen Muter starb und sein Onkel ihn groß zog. Er erfährt im Laufe seines Lebens, wo er her kommt, wer seine Vorfahren waren. Oscar Wilde schreibt meiner Meinung nach etwas abgedreht, aber mich hat das fasziniert und gefesselt. Ich habe zwischendurch kleinere Pausen gebraucht, um meine Vorstellungen zu ordnen, aber es hat Spaß gemacht zu lesen. Wer mal etwas anderes lesen möchte, eine Lebensgeschichte, bei der auf die Tränen verzichtet, dem kann ich das Buch empfehlen.

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  • Ein geniales Werk...

    Mond über Manhattan
    Creed

    Creed

    01. November 2015 um 18:28

    Sagenhaft, was für ein Buch! Eines der Werke für die berühmte einsame Insel...definitiv eines der besten Bücher, welches ich je gelesen habe. Das Buch wird aus der Sicht von Marco Stanley Fogg erzählt, einem jungen Mann, der Ende der sechziger Jahre bei seinem Onkel aufwächst. Die Mutter ist tot, den Vater hat er nie kennengelernt. Als auch sein Onkel stirbt, beginnt für Marco eine Zeit des absoluten Umbruchs, unvorhersehbare Ereignisse geschehen, die den jungen Mann Schritt für Schritt das Geheimnis seiner Vergangenheit entschlüsseln lassen... Paul Auster wendet auch in diesem Buch seine bevorzugte Erzählstrategie an, die Geschichte in der Geschichte. Immer wieder berichtet eine der Nebenfiguren im Buch von vergangenen Ereignissen, die in ihrer Schilderung dermaßen interessant sind, dass man als Leser beinahe vergißt, dass sich der Hauptplot ja um Marco Stanley Fogg dreht. So entsteht ein sprachlicher und erzählerischer Sog, der einen immer tiefer in Foggs Leben zieht. Durch die verschachtelte Story gewinnt der Leser soviele fiktive Informationen über die einzelnen Charaktere, dass man meint, über tausend Seiten verschlungen zu haben, dabei besitzt der Roman lediglich 382 Seiten. Ein deutliches Merkmal für Austers erzählerisches Genie. Eine weitere Stärke des Romans sind seine Figuren...Figuren, die man als Leser nicht mehr vergessen wird. Komplex geschildert, tiefgründig ausgearbeitet, die Charaktere sind stets interessant und völlig eigen in ihrer Konzeption. Auster hat mehrere Anspielungen auf andere seiner Romane geliefert, darüber hinaus steckt sehr viel Autobiographisches in der Hauptfigur M.S. Fogg. Ein entscheidendes Merkmal des Plots sind die ständigen Zufälle in der Story, Austers Werke sind stets voll davon. Man muß sich als Leser auf diese oftmals unwahrscheinlichen Begebenheiten einlassen, sonst wird man mit "Mond über Manhattan" schwer etwas anfangen können. Doch gerade das Abstruse der Handlung, die häufigen Zufälle sind es, die den Plot am Leben halten und ihn faszinierend machen. Und am Schluß wünscht man, die Story möge niemals enden. Fazit: Wunderbar erzählt, gewohnt flüssig und wortgewandt übersetzt von Werner Schmitz, interessante Informationen und Ansichten über Kunst und Literatur, schillernde Charaktere, ein komplexer, verschlungener Plot und viele, viele Geschichten in einem einzigen Buch..."Mond über Manhattan" gehört in meinen Augen in jeden Bücherschrank und hat dafür gesorgt, dass Paul Auster endgültig mein Lieblingsautor Nr. 1 geworden ist.

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  • Weniger ist mehr

    Mond über Manhattan
    WalterBurscheidt

    WalterBurscheidt

    12. May 2015 um 10:06

    Es gibt so Bücher, die haben nur einen Makel: 150 Seiten weniger hätten es auch getan. Das klingt jetzt zunächst wie ein Gegenargument, wie ein Aufruf "Mond über Manhattan" nicht zu lesen. Ist es aber ganz und gar nicht, das Buch, das gefühlt aus drei ein wenig unnötig zusammengepappten Teilen besteht, hat viel zu bieten von dem, wofür Auster berühmt gworden ist. Sehr feinfühlige, introspektive, ja beinhae existentialistische Einsichten. Dazu mit die schönsten Schilderungen der USA, die es gemeinhin zu erlesen gibt. Gen Ende zog es sich aber eben ein wenig. Warum? Na, weil statt einem langen "3-Sterne"-Buch hier bestimmt auch zwei etwas kompaktere "5-Sterne"-Bücher drin gewesen wären.

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  • Wenn die welt nicht so schön wäre, könnten wir alle zu Zynikern werden.

    Mond über Manhattan
    rallus

    rallus

    Marco Stanley Fogg abgekürzt zu MS Fogg (auch wenn dies wie eine Krankheit klingt) ist schon früh von dem Schicksal gebeutelt. Seinen Vater kennt er nicht, seine Mutter wird in jungen Jahren von einem Bostoner Bus überfahren. Die Rente der Bostoner Stadtwerke gibt ihm die Möglichkeit zu studieren. Er lebt bei seinem letzten Verwandten, ein Onkel erfolgloser Musiker, nach dessen Tod erbt er dessen Bücher, in Kartons gelagert ergeben sie die Möbel für seine Wohnung in Manhattan. Die Rücklagen der schmalen Rente reichen gerade für das Studium der Literaturwissenschaft, aufgebessert wird dies gegen Ende des Studiums durch das Verkaufen der Bücher, die er alle vorher liest. Dadurch beraubt er sich auch seiner Möbel, ja er fängt an sich aufzulösen, zwei Eier pro Tag sind seine Hauptmahlzeit. Er fantasiert, wird aus seiner Wohnung geworfen und lebt im Central Park: "Die Welt tritt durch unsere Augen in uns ein, aber verstehen können wir sie erst, wenn sie durch den Mund geht." Gerettet wird er durch eine vorher gemachte Zufallsbekanntschaft, Kitty WU, eine 19-jährige Studentin. Mit ihr findet er neuen Lebensmut und auch die Bereitschaft eine Arbeit anzunehmen. Er findet Arbeit bei dem 85-jährigen gelähmten, blinden Thomas Effing, dem er vorliest und ihn mit seinem Rollstuhl spazieren fährt. Die Begegnung mit Effing wird eine innere Reise zu sIch, zu seiner Vergangenheit, an der ihm unter anderem klar wird: "..dass man seine exakte Position auf der Erde nur bestimmen kann, wennn man irgendeinen Punkt am Himmel zu Hilfe nimmt. Der Mensch kann nicht herausfinden, wo auf der Erde er sich befindet, ohne den Mond oder einen Stern als Bezugspunkt zu benutzen. Ein Hier existiert nur in Bezug auf ein Da, nicht umgekehrt. Wir finden uns selbst nur, wenn wir das ansehen, was wir nicht sind." Paul Auster lässt seinen schrägen, verletzlichen Charakter viel durchleiden und auch ein paar unwirklich Lebenssituationen durchleben. In bester Erzählform werden die Ereignisse vor dem Leser ausgebreitet, dabei bilden sich nur im Schlussteil einige Längen, ansonsten versteht es Auster die Spannung in der Geschichte durch ungewöhnlichen Wendungen zu halten. Ein schräger Einstieg, meinerseits, in die Welt von Paul Auster und bestimmt nicht mein letztes Buch von ihm.

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    • 2
    awogfli

    awogfli

    30. January 2015 um 14:53
  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    awogfli

    awogfli

    Paul Auster ist einer der amerikanischen Autoren, die ich wirklich mag. Weder faselt er episch breit um den Brei herum, noch erzählt er Geschichten über den amerikanischen Mittelstand, mit seinen Pseudoproblemchen, der wahrscheinlich in Amerika sowieso nicht mehr existiert, deshalb schreiben ihn andere Autoren so krampfhaft herbei - so wie man gerne Romane über Einhörner schreibt ;-). Austers Figuren haben echte Troubles, stürzen schon mal zwischenzeitlich auch gelegentlich in die Obdachlosigkeit ab und drohen auf der Strasse zu verrecken, erholen sich dann wieder, kriegen einen Job, finden die verschollene Familie, verlieren wieder alles.... spannende Geschichten, die das Leben schreibt, keine eingebildeten Marotten sondern echte Probleme. Ich mag die Geschichte sehr, warum ich dennoch keine 5 Sterne gebe, kann ich gar nicht artikulieren, denn es hat mich nichts wirklich gar nichts an diesem Roman gestört - bis auf den Umstand, dass mir möglicherweise der letzte Kick der Überraschungs-Wow Effekt gefehlt hat. Wahrscheinlich bin ich nur ungerecht, denn Erzählungen, die so wenig effektheischend, erfrischend normal und in etwas langsamerem Tempo daherkommen sollte es eigentlich viel mehr geben. Mein Fazit daher: Absolut lesenswert!

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    • 4
  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    Kaci

    Kaci

    19. April 2012 um 19:09

    Auch mein erstes Buch von Paul Auster und ich bin maßlos begeistert. Was für eine Geschichte! In diesem meiner Meinung nach hässliche & unscheinbare Buch (das Cover ist echt schrecklich) steckt so viel Gefühl, so viel Witz, so viel Bildung über Kunst, die Menschen und das Leben selbst das es einem einfach nur überraschen kann!

  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    katermurr

    katermurr

    19. April 2011 um 23:55

    Marco Stanley Fogg, der als Student eine Menge Bücherkisten von seinem Onkel erbt, erzählt seine Lebensgeschichte. Der Onkel war sein letzter lebender Verwandter gewesen. Fogg liest alle diese Bücher und vernachlässigt alles andere. Schließlich muss er aus seiner Wohnung ausziehen, weil er kein Geld mehr hat. Er beginnt ein Leben als Obdachloser und wenn sein einziger Freund und ein Mädchen namens Kitty ihn nicht suchen und finden würden, gäbe es keinen Grund für ihn, weiterzuleben. So aber nimmt er die erstbeste Arbeit an, um Geld zu verdienen. Er wird Gesellschafter eines uralten, schrulligen und eigensinnigen Kauzes. Und irgendwann beginnt Mr. Effing, seine Lebensgeschichte zu erzählen....doch dahinter steckt so viel mehr.... Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen. ZB der Satz "Ich sah, wie ihr glatter Bauch sich runzelte, wenn sie sich auf die Bettkante setzte und in ihr Höschen schlüpfte". Außerdem enthält es seltsam schöne Ideen, wie zB die, dass Menschen, die das gleiche Sweatshirt tragen, Geschwister sind. Oder die vom magischen Schirm, unter dem man trocken bleibt, obwohl man nass wird. Dazu eine Menge weiterer Zeugnisse von Austers wunderbarer, manchmal auch skuriller Fantasie. Hin und wieder ging er mir damit auch zu weit....aber darum geht es nicht. Es geht darum, warum der Mensch lebt und dass es wahrhaftig wundersame Zufälle und Begebenheiten gibt, die einem helfen, zu überleben. Oder zu sterben. Und es geht darum, dass es nie zu spät ist, etwas zu beginnen, dass es aber einmal zu spät sein kann, um eine Liebe wieder zu beleben. Dies Alles und noch viel mehr erzählt uns Paul Auster so leichthin, so spannend, so kurzweilig und vor allem: immer wieder so überraschend, dass mir nur ein Wort dazu einfällt: Leselust! - Die hab ich SO schon lange nicht mehr erlebt.

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    Der Plot ist im Manhattan der 60er Jahre angelegt. Der verwaiste Held der Geschichte, M.S. Fogg, kommt zu Beginn seiner Studienzeit nach New York. Als er seine scheinbar letzte familiäre Bezugsperson, seinen Onkel Victor, durch dessen Tod verliert, stürzt er in ein anonymes, leidvolles Vegetieren als Stadtstreicher ab. Er lernt Kitty kennen, deren Liebe ihn aus dem Sumpf zieht und seine Eigenverantwortung weckt, so daß er einen Job als Pfleger und Adjutant bei einem blinden, schrulligen alten Herrn annimmt. Mag dieser Einstieg in die Geschichte etwas rührselig anmuten - Auster seziert das Auf und Ab seines Helden bis ins Detail ohne Kitschblasen und entwickelt dessen Psychogramm bei der Suche nach sich selbst. Hier setzt nun das erzählerische Verwirrspiel von seltsamen Ereignissen und geheimnisvollen Andeutungen über die Herkunft des Helden an. Nach und nach gibt der alte Herr eine Geschichte preis, die sich als Folge von Kettenreaktionen dadurch entwickelt, dass die ins Spiel tretenden Personen meist zur falschen Zeit am rechten Ort waren. Aus der vagen Ahnung, dass die Geschichte etwas mit ihm selbst zu tun haben könnte, wird für M.S. Fogg schließlich Gewissheit. Der Autor führt seinen Helden und die Leser bewusst am roten Faden durch dieses Labyrinth der Zufälligkeiten, um schließlich äußerst raffiniert den Kern der Wahrheit heraus zu schälen. Paul Auster gelingt es dabei, mit flüssiger Schreibe und hintersinnigem Humor locker Grundthemen postmoderner Philosophie zu variieren: Die Befreiung des Selbstbildes von der Meinung anderer und die Überwindung der Angst vor Einsamkeit durch Bewusstwerdung von Lebensdetails. Famos… Diese Rezension wurde von Werner F. eingereicht.

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    • 3
  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    Dubois

    Dubois

    06. February 2011 um 19:59

    Paul Auster kann sentimentale Geschichten so erzählen, dass sie einem nicht sentimental vorkommen. Er weckt große Gefühle und erzählt hervorragend bewegende Geschichten. Mir fiel es nicht schwer mich mit dem männlichen Protagonisten zu identifizieren. Unerwartete Ereignisse verknüpfen ein paar Menschenleben auf sympathische Art und Weise. Schicksalhaftes findet vor den Augen des Lesers statt, der einem jungen Mann folgt, wie er sein Leben lernt selbst in die Hand zu nehmen. In einem Appartement in Manhatten lebt er ohne Möbel und gewöhnliche Einrichtung. Im Grunde hat er nicht mehr als eine Menge Kartons, gefüllt mit Büchern, die er nicht kennt und geerbt hat. Zurückgezogen lebt er dort, bis das Leben in sein Leben einbricht und ihm Ungewöhnliches widerfährt. Es fiel mir schwer, das Buch beiseite zu legen.

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    oblomow

    oblomow

    31. July 2010 um 22:17

    Bisher kannte ich von Paul Auster nur die Werke aus der New-York-Trilogie, bei denen, der Autor, das Buch und der Leser, in ein merkwürdiges Verhältnis zuueinander treten (was man wohl postmodern nennt). Daher war ich mir auch bei "Mond über Manhattan" nicht immer so ganz sicher, wo der "Bildungsroman" aufhört und wo der Metawitz anfängt. Wer ein wenig Sympathie und Verständnis für Weltverweigerung und Selbstzerstörung besitzt, kann sich mit dem Protagonisten des Buches gleich zu Beginn gut anfreunden. Dessen Weg hinein und hinaus aus der Krise sind die große Stärke des Buches. Die weitere Geschichte des Buches (Begegnungen der besonderen Art zwischen totgeglaubten Vätern und verlorenen Söhnen) kulminieren irgendwann in einem Punkt, indem man diese nur noch als subversiven WItz des Autors verstehen zu glauben vermag, was wiedeumr zu einer gewissen Distanz des Lesers zu den Personen des Buches führt. Das ist Schade, aber auch nicht schlimm, da man sich einfach an der gelungenen Konstruktion der Story erfreut. Haut mich nicht vom Hocker, aber auch keine verlorene Zeit. Für mich der Grund, sich bei lovelybooks anzumelden (Werbung im Buch)...

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    leserin

    leserin

    18. May 2010 um 18:17

    Der Protagonist M.S.Fogg lebt als Waise bei seinem Onkel Viktor in New York, der Onkel stirbt und M.S.Fogg stürzt in eine schwere Lebenskrise. Er lernt durch Zufall Kitty kennen, die ihm ein treuer Wegbegleiter ist. Er nimmt einen Job bei einem alten, etwas schrulligen blinden Mann an, um ihm täglich vorzulesen. Mit Hilfe der Haushälterin lernt er mit den Eskapaden des Herrn umzugehen. Auch Kitty ist ihm eine sehr große Stütze. Im Lauf der Zeit lernt Fogg die ganze Lebensgeschichte des Pfleglings kennen. Paul Austen schreibt mit Charme und Witz und in sehr flüssiger Schreibweise diesen Roman. Er ist ein wunderbarer Erzähler, der auch mit Spannung und genauester Beschreibung seiner Charaktere den Leser in Bann ziehen kann.

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    Oryx

    Oryx

    17. June 2008 um 11:58

    Wer sonderbare Charaktere mag, wird dieses Buch lieben

  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    idealism

    idealism

    28. March 2008 um 00:16

    Der Anfang war wirklich interessant. Also ich meine: bis zu seiner "Rettung" aus seinem Leben im Park.

    Der Onkel ist sympathisch, das Leben das Marco mit ihm führt - bzw. die Dialoge - auch.

    Dann kommt Effing! Er erzählt und erzählt und erzählt und es wird tierisch langweilig. Dann noch der "Vater", der einem von seinem Buch erzählt....Ich musste mich sehr zwingen, es zu Ende zu lesen.

  • Rezension zu "Mond über Manhattan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan
    JaneBaker

    JaneBaker

    23. March 2008 um 15:33

    Ein fantastischer Paul Auster..nachdenklich, anregend, skurril und zum schmunzeln!

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