Paul Auster Mond über Manhattan. Leviathan

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Inhaltsangabe zu „Mond über Manhattan. Leviathan“ von Paul Auster

Zwei der aufregendsten New-York-Romane von Paul Auster in einem Band „Sie können den Auster aufschlagen, wo Sie wollen, und er ist immer interessant. Ein geistreicher Schriftsteller, der mit großem Können erzählt.“ (Marcel Reich-Ranicki)

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan. Leviathan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan. Leviathan
    Beagle

    Beagle

    27. April 2011 um 13:39

    1. Geschichte: „Mond über Manhattan“ - 5 Sterne „Mond über Manhattan“ ist ein typischer Paul Auster Roman – er verbindet Spannung mit Lesegenuss und fantastischen Irrwegen der Protagonisten. M.S. Fogg ist Student in New York. Seit seine Mutter vor ein paar Jahren gestorben ist, lebte er bei seinem Onkel Victor in Chicago. Doch als sein Onkel gerade auf dem Weg zu ihm war, wartet er vergebens auf ihn. Als er nach mehreren vergeblichen Anrufen nicht durchkommt, schaltet er die Polizei ein, welche ihm nach kurzer Zeit mitteilt, dass Victor mit nur 52 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist. Dies wirft M.S. vollkommen aus der Bahn. Nachdem er ohne jeglichen Ehrgeiz sein ganzes Geld durchgebracht hat, sogar Onkel Victors geerbte Bibliothek mit immerhin über 1.000 Büchern versetzt hat, wirft ihn sein Vermieter aus der Wohnung. Noch immer ist Fogg nicht bereit, sein Leben zu ändern und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf der Straße zu wohnen, denn jegliche Verwandte hat er bereits verloren. Einige Tage dieses Sommers im Jahre 1969 streift er durch den Central Park, nächtigt im Freien und ernährt sich aus den zahlreichen Mülleimern. Doch als er – schon vollkommen geschwächt – eines Nachts von einem starken Regen überrascht wird, der ihn bis auf die Haut durchnässt, verkriecht er sich in eine Steinhöhle, in der er schon bald vor Fieber und Erschöpfung vor sich hin vegetiert. Durch Zufall erfährt sein früherer Zimmergenosse aus dem Studentenheim David von der jungen Tänzerin Kitty, was M.S. widerfahren ist. Sie finden in ihn letzter Minute und bringen ihn in dessen Wohnung. Nachdem Fogg sich nach Wochen wieder erholt hat, muss er sich eine Arbeit suchen, um für den Aufwand, den sein Freund für ihn betrieben hat, gerade zu stehen. So gelangt er in die Wohnung des schwerreichen, alten Thomas Effing, einem undurchschaubaren, sonderlichen Kautz. Angestellt wird M.S. als eine Art Freund. Er soll Effing unterhalten, ihn im Rollstuhl spazieren fahren, dem Blinden vorlesen und einige schriftliche Aufgaben ausführen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der alte Herr ihn für einen ganz anderen Zweck zu sich geholt hat, denn er beginnt ihm, von seinem „wahren“ Leben zu erzählen, von dem bisher niemand etwas wusste, denn Effing ist nicht der, der er vorzugeben erscheint. Es ist unmöglich, dieses Buch nicht spannend zu finden. Zwar zieht sich die Vorgeschichte von M.S. Fogg etwas in die Länge, doch ab dem Zeitpunkt, bei dem er bei Effing zu arbeiten beginnt, lässt die Spannung bis zum Schluss nicht mehr nach und immer wieder wendet sich die Geschichte, sodass man als Leser nie im Voraus weiß, was geschehen wird, wie sie ausgehen mag. 2. Geschichte: „Leviathan“ - 3 Sterne Der zweite Roman in diesem Buch hat mich leider nicht ganz so überzeugen können, wie der erste. Im Gegenteil, von all den Büchern Paul Austers, die ich bisher gelesen habe, ist dies das schwächste. „Leviathan“ erzählt die Geschichte des Schriftstellers Benjamin Sachs. In seiner Jugend hat er ein wahrhaft gutes Buch geschrieben, doch seither vergeudet er sein Talent mit kleineren Zeitungsartikeln. Die ersten 200 Seiten erzählen aus dem Leben und so zieht sich das Buch ziemlich in die Länge. Fast liest sich dies wie die Biographie eines unbekannten Menschen. Auch, wenn Auster die Geschichte auf den Endpunkt hin zuspitzen will, so ist ihm das nicht gelungen, die Vorgeschichte ist eindeutig zu lange ausgefallen und man ist oft geneigt, das Buch einfach zur Seite zu legen. Spannung kommt erst dann auf, als Sachs von einer Feuerleiter im vierten Stock fällt und wie durch ein Wunder von einer Wäscheleine auf Bodenhöhe gebremst wurde, sodass er nur mit einer gebrochenen Schulter davonkommt. Dieses Ereignis scheint sein Leben durcheinander zubringen. Der sonst so gesprächige und witzige Schriftsteller zieht sich in sich selbst zurück, er verlässt seine Frau und beginnt ein neues, jedoch einsames Leben. So sehr mir „Mond über Manhattan“ gefallen hat, so war ich dann auch von „Leviathan“ enttäuscht. Das Buch ist dennoch gut geschrieben, Austers Sprache ist einwandfrei. Dies ist der Grund, warum ich den dritten Stern noch vergebe. Ergo 4 Sterne für das gesamte Buch.

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  • Rezension zu "Mond über Manhattan. Leviathan" von Paul Auster

    Mond über Manhattan. Leviathan
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. July 2009 um 20:56

    Diese beiden Romane haben mir wirklich großen Spaß gemacht. Über die Inhalte ist eine ganze Menge zu finden - selbst eine Kurzfassung würde hier den Rahmen sprengen. Nur soviel: mit Witz, Intelligenz und Charme versteht es Paul Auster in beiden Romanen, ein dichtes Netz von Handlungen zu entwerfen. Dabei gelingt es ihm auf eine fast schon spielerisch sprachliche Art und Weise, die einzelnen Hauptcharaktere so gut auszuleuchten und zu beschreiben - ohne sich dabei in seitenweisen Beschreibungen zu verlieren. Wer es ein bisschen stranger mag und doch am Alltäglichen hängt, wer sich für Sprachwitz und mehrere Erzählebenen interessiert und auch humoristische Stellen in der Lektüre enthalten sein dürfen, dem kann ich Auster nur empfehlen. "Sie können den Auster aufschlagen, wo Sie wollen, und er ist immer interessant. Ein geistreicher Schriftsteller, der mit großem Können erzählt.“ (Marcel Reich-Ranicki) "Paul Auster versteht sich darauf, mit erzählerischer Intelligenz Verwirrung zu stiften, um sie aufs pfiffigste wieder aufzulösen." (Der Spiegel)

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