Paul Auster Mr. Vertigo

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Inhaltsangabe zu „Mr. Vertigo“ von Paul Auster

Auf einem Jahrmarkt in Kansas spaziert im Jahre 1927 der zwölfjährige Waisenjunge Walter Clairborne Rawley durch die Lüfte. Es ist der Beginn einer wundersamen Karriere. Doch bald geraten Walter - frech, scharfzüngig und nie um einen Trick verlegen - und sein Lehrmeister Yehudi ins Visier der Schurken und Gangster Amerikas. Paul Austers abenteuerlicher Roman ist ein Gleichnis von ökonoischem Aufstieg und moralischem Verfall, ein Spiel mit den Mythen und Idealen eines Landes, das sich noch unschuldig wähnt, doch längst durch Gier und Übermut gefährdet ist.

Super!

— Namoras

Nicht Austers bester Roman, aber durchaus sehr empfehlenswert. Witzig, spannend und in Austers spezieller Art misteriös.

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  • Vertigo, wenn das Leben dir Schwindel bereitet

    Mr. Vertigo

    The iron butterfly

    Walt ist ein großmäuliger, bettelnder Tagedieb, der sich zwischen den Bars und Hinterhöfen im St. Louis der 1920er Jahre herumtreibt, dabei ist er gerade mal neun Jahre alt. Seit der Beerdigung seiner Mutter sind die Straßen von St. Louis sein Zuhause, denn weder Onkel Slim noch Tante Peg bieten ihm ein Umfeld oder gar Vorbild, um soziale Kompetenzen, wie Anstand und Moral zu erlernen. Als er Meister Yehudi begegnet ist er voll Misstrauen und glaubt nun einem dieser Bösewichte untergekommen zu sein, die kleine Jungen verschleppen, missbrauchen und in Stücke zerteilen. Aber dieser dunkel gekleidete „Meister“ schlägt ihm ein unglaubliches Geschäft vor, das sich zwar phantastisch anhört, auf Walt jedoch einen seltsamen Reiz ausübt. Meister Yehudi verspricht Walt, dass er ihm das Fliegen beibringen wird. Spätestens in drei Jahren soll er die Mengen auf Jahrmärkten und in Shows zu Begeisterungsstürmen treiben. Ruhm und Ehre locken das kleine Großmaul Walt und er lässt sich auf den Handel ein. Er ahnt nicht, welche Prüfungen und Qualen ihm bevorstehen. Zunächst stellt der Alltag auf der abgelegenen Farm im Niemandsland von Kansas eine große Herausforderung für ihn dar, denn das umtriebige Leben der Straßen von St. Louis scheint plötzlich Lichtjahre entfernt. Von heute auf morgen soll er zusammen mit Äsop einem schwarzen, verkrüppelten Jungen und Mutter Sioux, einer dicken, zahnlosen Indianerfrau und dem undurchsichtigen Juden Meister Yehudi ein Familienleben führen. Im Ungleichgewicht seiner bisherigen sozialen Ausrichtung, stellen bereits die einfachsten Umgangsformen, Respekt und Disziplin Walt vor die schwierigsten Herausforderungen. Paul Austers doppelt phantastischer Roman „Mr. Vertigo“ ist eine wahrhaft schwindelerregende Geschichte. Mit seinem Helden Walter Clairborne Rawley entführt er den Leser nicht nur auf eine abenteuerliche Reise durch dessen draufgängerisches Leben, sondern auch in die Historie Amerikas. Baseballhelden, Jahrmarktsgetümmel, Wirtschaftsdüsternisse und -wunder, mafiöse Strukturen oder die Unwesen des Ku Klux Klans, Auster lässt nichts aus. Die Beziehung zwischen Walt und seinem Meister beinhaltet sowohl die Zwiespältigkeit zwischen Lehrling und Meister, als auch die tiefgründigen Bande zwischen Vater und Sohn. Weitere Protagonisten, wie Äsop, Mutter Sioux, Molly Fitzsimmons oder die mondäne Mrs. Marion Witherspoon verleihen Walts‘ Geschichte alle Höhen und Tiefen eines menschlichen Daseins. Lediglich Walts fixe Idee dem Werfer Dizzy Dean aus seiner misslichen Lage am Ende seiner Baseball-Karriere zu helfen, stellt für mich einen sonderbaren Einschnitt in der sonst sehr flüssigen und gut erdachten Vita Walts dar. Ansonsten hat auch dieser Auster wieder einmal voll und ganz die Aufmerksamkeit der Leserschaft verdient.

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    The iron butterfly

    27. April 2016 um 14:24
  • Rezension zu "Mr. Vertigo" von Paul Auster

    Mr. Vertigo

    alvy

    31. January 2013 um 11:14

    Mr. Vertigo. Eine Wiederentdeckung. Das Buch habe ich bereits in seinem Erscheinungsjahr 1994 gelesen. Und jetzt bei neuerlicher Lektüre - nach fast 20 Jahren - habe ich verwundert festgestellt, dass ich mich eigentlich nur an das erste Drittel des Buches erinnern kann. Das hat Grund, wie ich meine. Der erste Teil des Romans ist fantastisch. Und das im doppelten Sinne - zum einen sprachlich und stilistisch (wie auch der Rest des Buches). Paul Auster ist ein brillanter Erzähler. Und zum anderen lässt er seinen Protagonisten, einen Jungen in einem längst vergangenen Amerika, unter der Anleitung eines Meisters etwas Unmögliches schaffen. Der Bub lernt zu fliegen. Paul Auster gelingt dieses Kunststück mit wunderschönen Sätzen, die das Unmögliche möglich erscheinen lassen. Ein Höhenflug. Anschließend kommt es für seine Figur allerdings zum Absturz. "Mr. Vertigo" wird durch den Rest seines Lebens begleitet und verliert für mich an Flughöhe. Nichtsdestotrotz ein Lesevergnügen! Eine Geschichte, mit der uns Auster ins Staunen versetzt.

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  • Rezension zu "Mr. Vertigo" von Paul Auster

    Mr. Vertigo

    sonham

    17. July 2011 um 14:29

    Wieder einmal war es das Cover, das mich dazu bewogen hatte, dieses Buch zu lesen. Mir war weder etwas über den Autor noch über den Inhalt dieses Romans bekannt. Umso freudiger überrascht war ich, als ich mich in einer ungewöhnlichen und wundervoll erzählten Geschichte fand! Es war der phantastische Teil (Junge lernt das Fliegen), der mich durch die erste Hälfte von “Mr. Vertigo” zog. Ich musste wissen, ob es Walt gelingen würde, wer er war und warum er diese Fähigkeit besaß. Während das Erste erfolgreich gelöst wurde, suchte ich vergeblich nach Antworten auf die beiden anderen Fragen. Hier läst der Autor seine Leser im Unklaren, man muss es als gegeben hinnehmen und sich auf ein paar Ungereimtheiten einlassen. Das hat mich etwas unzufrieden zurück gelassen, doch abgesehen davon ist es ein hervorragendes Buch, das man einmal gelesen haben sollte.

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  • Rezension zu "Mr. Vertigo" von Paul Auster

    Mr. Vertigo

    Molks

    23. February 2011 um 13:26

    Mhmm, naja.... viel Text um wenig Story. Und dann ist die Story dermaßen aufgesetzt, dass einem jeglicher Spaß am Lesen verloren geht. Im Grunde war ich vorher von Paul Auster total begeistert, aber dieses Buch kann nichts.

  • Rezension zu "Mr. Vertigo" von Paul Auster

    Mr. Vertigo

    Duffy

    06. October 2009 um 12:39

    Es geht hier nicht nur um den wunderbaren Walt, ein Durchschnittsjunge, dem von seinem Meister das Fliegen beigebracht wird, aufgrund der "Gabe", die er hat, es geht um Aufstieg und Abstieg, um Ruhm und Erfolg, es geht um Geld, um Tod, um Leben, es geht auch um Amerika. Um Vergänglichkeit, um Freundschaft, Loylität, Treue, um Wertigkeiten, Gemeinheiten und Ungereimtheiten in einem viel zu kurzen Menschenleben. Kurzum, es geht um vieles im Leben, ja, fast schon alles, was das Leben ausmacht. Paul Auster schafft es auf 320 Seiten so gut und packend zu erzählen, dass man sich danach fragt, was denn nun eigentlich noch fehlt. Und das ist dann auch - zumindest für mich - das Fazit gewesen. Wenn alle Aspekte so beleuchtet werden, hat man selbst genügend Stoff, darüber nachzudenken. Nicht nur von daher ein sehr gelungenes Buch, denn wenn man nach der Lektüre noch ein wenig in sich selbst blättern kann, hat der Autor doch etwas großes geschaffen.

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