Paul Auster Nacht des Orakels

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Inhaltsangabe zu „Nacht des Orakels“ von Paul Auster

Der Schriftsteller Sidney Orr ist nach einem Unfall auf dem Weg der Genesung. Als er ein wundervolles blaues Notizbuch kauft, verschwindet seine Schreibhemmung. Die Geschichten fliegen ihm nur so zu. Eine gebiert die andere, bis ihm dämmert: Sie führen immer häufiger in ausweglose Situationen. Wie sein Leben. Seine Frau verschließt sich vor ihm und hütet ein Geheimnis. Was ist da im Spiel? Zufall? Magie?

Birgt viel Potenzial, das nicht ganz entfaltet wird.

— Tatta_Text
Tatta_Text

Auster ist ein großartiger Erzähler! Ich hatte das Buch sehr schnell durch

— Kerstin_Westerbeck
Kerstin_Westerbeck

Geschichten in Geschichten in Geschichten, die verdichtet werden; eine Auflösung oder Zusammenführung fehlt leider gänzlich.

— Tamar_
Tamar_

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    Nacht des Orakels
    Tatta_Text

    Tatta_Text

    24. May 2017 um 22:36

    Der Roman ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, fesselt aufgrund seiner lebhaften Erzählweise und den glaubhaften Figuren. Letztlich aber werden viele Konflikte nicht aufgelöst, viele Fragezeichen nicht beantwortet und der Leser das ein oder andere Mal frustriert im Stich gelassen. Nur ein Konlikt wird gelöst, und das ist ausgerechnet der, der sich um eine Nebenfigur rankt, die anfangs kaum eine Rolle spielte und der sich "out of the blue" ereignet, leider aber erschreckend unspektakulär wirkt. Für mich ein unbefriedigender Schluss - bzw. gar kein Schluss! Seltsamerweise kann die Binnenhandlung des ersten Teiles auch fast mehr überzeugen als die eigentliche Handlung selbst. Dass sie ein jähes Ende findet, ist äußerst schade!

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    R-E-R

    R-E-R

    11. December 2012 um 21:56

    “Manchmal wissen wir Dinge, bevor sie passieren, auch wenn wir nicht wissen, dass wir sie wissen. Ich bin durch diese neun Tage im September 1982 gestolpert wie durch dichten Nebel. Ich habe versucht, eine Erzählung zu schreiben, und bin in eine Sackgasse geraten. Ich habe versucht, die Idee für einen Film zu verkaufen, und bin abgewiesen worden. Ich habe das Manuskript meines Freundes verloren, ich habe beinahe meine Frau verloren. Aber jenseits all der Fehltritte und Torheiten, die ich in dieser Woche beging, habe ich etwas gewusst, dessen ich mir nicht bewusst war. Die Zukunft war bereits in mir, und ich rüstete mich für die Katastrophen, die mir bevorstanden.” Der junge Schriftsteller Sydney Orr erholt sich von einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Auf seinen täglichen Streifzügen durch seine Heimatstadt New York versucht er “den Haufen defekter Teile und neurologischer Rätsel” aus dem sein Körper besteht, wieder in etwas anderes als “Ausschussware” zu verwandeln. Seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im Mai hat er keine Zeile mehr geschrieben. Im September führt ihn sein täglicher Spaziergang in den Norden der Stadt statt nach Süden, wo er in einem Schreibwarenladen ein besonderes Notizbuch findet und kauft. Wieder zu Hause beginnt er sofort zu schreiben. “Die Worte kamen schnell, wie von selbst, scheinbar ohne große Anstrengung. Solange ich meine Hand weiter von links nach rechts bewegte, war das nächste Wort immer schon da und wartete nur, mir aus der Feder zu fließen”. Auster erzählt eine Geschichte in der Geschichte. Die Erlebnisse des Ich-Erzählers Sydney bilden die Rahmenhandlung. Wie im Zitat zu Beginn beschrieben, geht es um neun Tage im September während derer das Leben des jungen Autors eine dramatische Wende nimmt. Die zweite Handlungsebene ist der fiktive Roman, den Sidney in seinem Notizbuch skizziert und der auf unheilvolle Weise in seinem wirklichen Leben ankommt. Das Schicksal seiner erfundenen Figur Nick, der beinahe von einem herabstürzenden Backstein erschlagen wird und darauf hin sein bisheriges Leben verlässt, findet sich in den Träumen von Sidneys Frau Grace wieder, die nie einen Blick in das blaue Notizbuch geworfen hat. “Nacht des Orakel” ist ein glänzend konstruierter Roman der von der besonderen Art des Ausdrucks lebt. Austers Sprache ist smart, lässig und elegant. Man folgt dem scheinbar harmlosen Beginn mit mäßiger Neugier um kurze Zeit vom Strudel der sich überstürzenden Ereignisse überrascht und mitgerissen zu werden. Auster verliert dabei nie den ruhigen, beinahe hypnotischen, Erzählfluss. Es ist wie bei einem Gruselfilm, der nicht von schockierenden Szenen lebt, sondern allein vom Spiel mit Licht und Schatten. Die Szene in der Sidney seine fiktive Figur Nick in eine ausweglose Situation bringt, aus der er ihn mit keinem literarischen Kniff mehr zu befreien weiß, ist so ein Beispiel. Der Fehler der Nick unterläuft ist unspektakulär (er steckt einen bestimmten Zimmerschlüssel nicht, wie gewohnt, in die Hosentasche). Die Auswirkung dagegen ist so schauerlich, dass einem der Atem stockt (obwohl es sich nur um das Schicksal einer, von einer fiktiven Figur erfundenen, fiktiven Figur handelt!). Es gäbe noch mehr gutes über “Nacht des Orakels” zu sagen. Die Atmosphäre New Yorks in den frühen 1980er Jahren die das Buch atmet, die verschwenderische Zeitfülle die den gemächlichen Sätzen entströmt, das anregende Gedankengut dass den Verstand des Lesers herausfordert, die Fußnoten die den ganzen Roman durchziehen und beinahe einen eigenen Roman bilden. Die beste Empfehlung bietet aber der Autor selber: “Schon als mir die Tränen aus den Augen strömten, war ich glücklicher als je zuvor, am Leben zu sein. Dieses Glückgefühl war jenseits von Trost, jenseits von Elend, jenseits alles Hässlichen und Schönen auf der Welt”. Es ist die Quintessenz aus knapp dreihundert bemerkenswerten Seiten.

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. August 2012 um 14:48

    Von diesem Auster hatte ich mehr erwaret. Den Kritiken zufolge, die ich in Vorbereitung auf den Roman in den Feuillitons der großen deutschen Zeitungen gelesen habe, hatte ich ein metaliterarisch interessantes, dichtes und handwerklich starkes Machwerk Austers erwartet, dass mir eine fröhliche Runde "Lesepuzzlen" bereiten würde - leider Fehleinzeige. Trotzdem ein netter Roman. Story: Schriftsteller Sidney Orr, gerade von schwerer Krankheit genesen aber mitten in einer Schreibblockade, erwirbt ein mysteriöses Notizbuch. Das kleine Büchlein scheint ihm den Weg aus der Krise zu ebenen, doch im neuen Fluss der Worte werden seine Geschichten und sein Leben immer verwickelter... Das klingt nicht nur nach einem klassischen Austerplot, es liest sich auch so. PA spielt wir immer mit dem Zufall und hat auch handwerklich den einen oder anderen Kniff zu bieten; so sehen wir uns einem Buch - im Buch- im Buch gegenüber. Was nach schwieriger Verschachtlung klingt, ist beim Lesen aber erschreckend einfach zu entwirren; dominant sind dabei Parallelen zwischen Traum, Fiktion und Realität im Zusammenhang mit dem (geschrieben) Wort, ansonsten finden wir hier aber keine all zu dichte Story. Figuren: Austers Figuren gehen in diesem Roman ein wenig unter. Es ist gerade einen Monat her, dass ich "Nacht des Orakels" gelesen habe, und schon erinnere ich mich gerade noch an den Namen der Hauptfigur - und an einen klassischen Austerscherz: der Gute hat sich mal wieder selbst in seinen Roman eingebaut und bildet als Schriftsteller John TRAUSE (mit einigen Lebenslaufparallelen zum realen Autor) die Schnittstelle zwischen allen übrigen agierenden Figuren. Er gibt den Plot für Sidneys eigenes Buch vor und treibt, obwohl eigentlich Nebenfigur und krank an sein Sofa gefesselt, die Handlung voran. Bis auf den doppelten Paul Auster beiben aber leider alle Figuren recht blass. Stil: Auch hier bliebt nur zu sagen, dass wir es mit einem klassischen Auster zu tun haben und einen sowohl vom handwerklichen als auch vom sprachlichen Aspekt soliden Text in den Händen halten. Der Roman liest sich flüssig und locker - leicht, ist dabei spannend und komisch. Dem Verständnis des Leser wird wenig in den Weg gestellt. "Nacht des Orakels" ist schnelle Prosa, und das ist in meinen Augen sein großes Manko. Auster macht es dem Leser hier schlicht zu einfach. Fazit: Klug angelegt, aber nicht dicht genug konzipiert. Schade. Dieser Roman könnte mehr, wenn der Autor seinen Lesern mehr zutrauen würde.

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    rkuehne

    rkuehne

    In letzter Zeit ist es Mode geworden, dass auf allerlei Buchrücken, insbesondere bei Krimis oder Thrillern, der inzwischen abgedroschene Satz „Überlegen sie sich gut, wann sie mit dem Buch beginnen, sie werden es nicht wieder aus der Hand legen können“ steht. Einige dieser Bücher habe ich gelesen und sie aus der Hand zu legen, war eigentlich nie ein Problem. Auf Paul Austers „Nacht des Orakels“ ist dieser Satz nicht vermerkt, es würde dem Autor auch nicht gerecht, allerdings hat mich das Buch gefesselt wie lange keines. ----------------------- Zur Geschichte: Im Kern steht der Schriftsteller Sidney Orr, 34 Jahre alt und nach einem Unfall und einem langen Krankenhausaufenthalt von einer Schreibblockade gehemmt. Als er zufällig ein blaues portugiesisches Notizbuch kauft, weckt dieses in ihm eine seltsame Schreibmanie und er stürzt sich in eine Geschichte. So entsteht die erste Geschichte in der Geschichte, es soll nicht die letzte sein. ----------------------- Alle Geschichten, die in „Nacht des Orakels“ auftauchen, sind für sich betrachtet sehr gut und spannend. Austers eigentliche Leistung ist meines Erachtens aber, die Verknüpfung der Geschichten miteinander. Geradezu spielerisch wandert er mit dem Leser von Ebene zu Ebene, es ist an keiner Stelle schwierig Auster und seinen Figuren zu folgen. Ein wirklich großartiger Roman. Mein erster Auster – nicht mein letzter!

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    Jari

    Jari

    27. February 2011 um 22:29

    Inhalt: Der fragliche Tag begann für den gerade eben von einer schweren Krankheit genesenen Sidney Orr wie jeder andere Morgen auch: Mit einem Spaziergang. Doch an diesem Samstagmorgen betritt der Schritsteller ein seltsames Papiergeschäft und stösst auf ein wunderschönes blaues Notizbuch aus Spanien. Das Heft hilt Sid, seine Schreibhemmung zu überwinden. Stundenlang sitzt Sidney in seinem Schreibzimmer und geniesst es, endlich wieder zu schreiben. Doch schon bald geschehen eigenartige Dinge. Sidneys Frau verhält sich plötzlich überaus merkwürdig, der Chinese Chang taucht in Sids Leben auf und ein drogensüchtiger Jugendlicher verschwindet... Haben diese Geschehnisse etwa mit den Geschichten zu tun, die Sidney in das blaue Notizbuch geschrieben hat? Wie stark ist die Macht des Buches und wird alles je wieder gut werden? Meine Meinung: Wer Paul Auster liest, muss sich auf eine Gratwanderung zwischen Realität und Traumwelt einlassen. Ebenso verhält es sich mit "Nacht des Orakels", wenn auch hier die Abgründe nicht so offensichtlich sind. Sidneys Geschichte liest sich rasch und flüssig und man erfährt vieles über seinen Alltag seit der Krankheit und über sein allgemeines Leben. Doch mehr und mehr verändert sich Sidneys Leben und viele geheimnisvolle Dinge geschehen. Auch als Leser fragt man sich, was seine Frau vor ihm zu verbergen hat. Es werden Fragen aufgeworfen, die nur auf einer Möglichkeitsebene gelöst werden. Was wirklich hinter den Dingen steckt - das bleibt dem Leser überlassen. Obwohl sich Auster einer allgemein verständlichen Sprache bedient, ist das Buch doch nicht allzu leicht zu lesen, da sich das Buch auf verschiedenen Ebenen abspielt. Sidney erzählt seine Erlebnisse aus der Gegenwart und blickt in das New York der 80er-Jahre zurück. Ausserdem wird man mit den Geschichten, die Sidney erfindet, konfrontiert und erlebt diese auch real als Binnenhandlungen mit. Daneben hat Auster viele Fussnoten in die Erzählung eingebunden, die weitere Erlebnisse berichten, leider jedoch den Lesefluss erheblich stören. Leser, die weniger geübt sind, sollten sich die Namen und Geschichten während des Lesens eventuell nebenher notieren, um nicht in ein Durcheinander zu geraten. Auster baut die Spannung gekonnt, aber nur unterschwellig, auf. Erst fragt man sich, was der Autor einem eigentlich erzählen will, doch immer mehr fragt man sich, was es nun mit dem Zusammenhang zwischen Notizbuch und Realität auf sich hat. Jedoch wäre ich selber erst gegen Ende der Geschichte auf diesen Zusammenhang gestossen, wenn mich nicht der Rückentext darauf hingewiesen hätte. So konnte ich während des Lesens immer wieder vergleichen und mich fragen, welchen Einfluss das blaue Notizbuch nun auf Sidneys Leben hat. Aber auch ohne dieses Wissen wird der Leser früher oder später durch Sidney selber darauf hingewiesen, dass mit dem Notizbuch etwas nicht stimmt. Was es jedoch ist - das muss sich der Leser auch selber beantworten. Somit spielt Auster wieder mit den Elementen des Traumes und unserer gewohnten Umwelt. Was sollte ein normales Notizbuch schon gross auslösen können? Doch in einer Welt des Paul Auster ist so einiges möglich und wer hat sich nicht schon einmal gefragt, ob eine gewisse Handlung zu etwas Grösserem geführt hat? In "Nacht des Orakels" führt dies jedoch direkt ins Chaos... All diese Gedanken und Zusammenhänge wurden mir jedoch erst nach Beendigung dieses tollen Buches bewusst. Während des Lesens kam bei mir oftmals sogar Langeweile auf und ich fragte mich, ob ich das Buch wirklich gut finde. Als ich es jedoch ausgelesen und achtlos etwas beiseite geschoben hatte - da traf es mich. Das Buch liess mich nicht mehr los, immer wieder kehrte ich in die Geschichte zurück, fragte mich, was es mit den einzelnen Geschichten und Geschehnissen auf sich hatte, suchte Zusammenhänge, versuchte zu verstehen. Und da wurde mir bewusst: "Nacht des Orakels" ist ein wirklich gutes Buch! Die Faszination traf mich spät. Doch oft versank ich auch in den Geschichten, die Sidney schrieb. Ich schlug mir sogar die Hand vor den Mund, als er einen seinen Charaktere in eine ausweglose Situation brachte. Jedoch schien sich Sid damit selbst in eine ähnliche Situation gebracht zu haben... Solche Zusammenhänge werden jedoch erst nach Beendigung der Lektüre klar, wenn man einen Blick auf das Grosse Ganze werfen kann. Fazit: Paul Auster hat mich ein weiteres Mal nicht enttäuscht und kann sich unter den raren Vertretern von "Jaris Lieblingsautoren" halten. Diesmal wurde ich zwar nicht von den eigentlichen Geschehnissen im Buch und der Sprache mitgerissen, wie es bei "Mann im Dunkel" war, doch nachdem ich "Nacht des Orakels" ausgelesen hatte, wurde mir klar, wie sehr ich Paul Austers Bücher liebe. Auster ist nicht für jedermann zu empfehlen. Leser von Haruki Murakami werden auf ihre Kosten kommen, da beide Autoren auf eine Gratwanderung zwischen Realem und Nicht-Existentem einladen. Wer solche Bücher nicht mag, sollte von beiden Schriftstellern die Finger lassen. Wer sich jedoch auf eben diese Mysterie des Normalen einlassen kann, wird voll auf seine Kosten kommen.

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    Duffy

    Duffy

    12. December 2009 um 16:28

    Gibt es eine Antwort auf die Frage, ob Geschriebenes nicht nur Vergangenes, sondern auch die Zukunft realisieren kann? Ist es die berühmte Realität/Fiktion- Frage? Ist es nicht überhaupt müßig, diese Frage zu stellen? Der Schriftsteller Orr, der nach einem Unfall während seiner Rekonvaleszens ein blaues Notizbuch ersteht und wieder anfängt zu arbeiten, sieht sich einem Phänomen gegenüber. Alle Geschichten, die er darin aufschreibt, enden nach an- fänglich gutem Fluss in einer Sackgasse. Seltsamerweise gerät er auch im realen Leben in einige ausweglose Situationen. Daraus ergibt sich für ihn die oben gestellte Frage. Man könnte dieses Buch fast als Austers bestes benennen. Wenn es denn einen Roman gäbe, der qualitativ abfallen würde, aber das ist nach meiner Kenntnis nicht der Fall. So bleibt festzustellen, dass er seine größte Gabe, nämlich Geschichten in einer Geschichte zu erzählen, hier großartig in Szene setzt. Der Roman ist spannend, lässt nach keinem Satz los, bis zum Schluss ist man gefangen mit einer erstaunlichen Atemlosigkeit.

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    Oryx

    Oryx

    27. November 2008 um 13:02

    Wunderbares Buch.
    Auster entwirft ein tolles Szenarion, das mich schnell gefangen nahm

  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    andreadressler

    andreadressler

    20. November 2008 um 22:19

    Ein fantastisches Werk, das Paul Auster geschrieben hat !
    Wärmstens und ohne Bedenken weiter empfehlen zum Lesen !

  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    Oryx

    Oryx

    17. June 2008 um 12:00

    Interessante Geschichte in der Geschichte

  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    variety

    variety

    01. January 2008 um 13:16

    Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Für mich das BESTE Buch von ihm, das ich kenne. Zwar zuerst verwirrend und gewöhnungsbedürftig (vor allem die Fussnoten, die sich teilweise über Seiten hinziehen!), aber auch packend. Ich konnte kaum mehr aufhören zu lesen. Trotz allem natürlich ein typischer Auster-Roman mit seinen bekannten Themen (New York, Mann in Krise, schicksalshafte Begegnungen oder Zufälle?). LESEN!

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  • Rezension zu "Nacht des Orakels" von Paul Auster

    Nacht des Orakels
    kleini

    kleini

    10. December 2007 um 12:35

    Nicht so gut wie seine älteren Werke, aber als Austerfan durchaus empfehlenswert.