Paul Auster Schlagschatten

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Inhaltsangabe zu „Schlagschatten“ von Paul Auster

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  • Observation von und durch Farben

    Schlagschatten
    Farbwirbel

    Farbwirbel

    05. March 2017 um 09:49

    „Zunächst ist Blue da. Später kommt White und dann Black, und vor dem Anfang kommt Brown.“ -S. 163 Der Roman 'Schlagschatten' ist Teil der New York-Trilogie von Auster und die Umarbeitung des Einakters 'Blackouts' von 1976. Ähnlich des ersten Romans der Trilogie handelt es sich auch hier um eine Detektivgeschichte, die den Leser erneut in die Irre führt. Blue ist Detektiv und wird von White aufgesucht mit der Bitte, Black zu observieren. Dafür bekommt Blue eine Wohnung gegenüber der von Black, so dass er in das Fenster des Beschatteten blicken kann. Blue soll wöchentlich einen Bericht verfassen und wird darum gebeten, die Aufgabe sehr ernst zu nehmen. So weiß der Detektiv aber nicht, was Black verbrochen hat oder welche Gefahr von ihm ausgeht, weshalb er beginnt, über die Umstände seiner Arbeit zu fantasieren. Ebenso setzt er sich immer mehr mit dem Charakter Blacks auseinander, lebt wie er und vergisst dabei sein eigenes Leben. Nach einiger Zeit des bloßen Observierens wird Blue kreativ und versucht, Black und auch White aus der Reserve zu locken. Interessant ist hierbei, das nach und nach der Charakter Blues sich zu verändern scheint und die Frage aufkommt, ob Blue vielleicht Black ist? Besonders aufgefallen ist mir dies, als Blue zuerst sagt, er würde kaum lesen und sich in der Literatur wirklich nicht auskennen, um dann – als Bettler verkleidet – mit Black ein literaturwissenschaftliches Gespräch zu führen. Die Figuren lösen sich also ineinander selbst auf, was einmal mehr Austers Spiel mit Trug und Wahrheit belegt. Ich für meinen Teil hatte zu Beginn etwas Schwierigkeiten, nicht mit den Namen durcheinander zu geraten. Im Übrigen sind auch andere Personen ausschließlich nach Farben benannt außer z.B. Autoren, die tatsächlich existierten. Die Schreibweise ist sehr angenehm und lockt den Leser aus seiner passiven Rolle, um selbst Stellung zum Geschehen zu nehmen, was ich befürworte. Ich glaube, sollte man diesen Roman fundiert analysieren, würde man einige Fallen für den Leser finden, die man beim einmaligen Lesen nicht bemerkte. Diese Kunstfertigkeit begeistert mich.

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  • Rezension zu "Schlagschatten" von Paul Auster

    Schlagschatten
    Molks

    Molks

    13. December 2011 um 13:33

    Auster hat die Gabe den Leser innerhalb weniger Seiten so an die Geschichte zu fesseln, dass man das Buch kaum weglegen kann und sich dabei ertappt selbst als eine Art Detektiv zu agieren.
    Unglaublich aber wahr: im Original kann ich mit Auster nichts anfangen, aber die deutschen Übersetzungen haben mich immer begeistert.