Paul Auster Unsichtbar

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Inhaltsangabe zu „Unsichtbar“ von Paul Auster

New York, 1967: Adam Walker will Dichter werden. Als ihm ein reicher Franzose namens Rudolf Born auf einer Party Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift anbietet, hält er das zunächst für einen Scherz. Einige Tage später kommt ein Scheck. Doch wie sich bald herausstellen wird, ist Born ein Mann von sinistrem Charakter, bereit, über Leichen zu gehen.

Das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer „unsichtbar“. Beeindruckend! (*****)

— Insider2199

Hat mir gefallen

— leserin

mein erstes Buch von Paul Auster - Klasse! Teilweise verstöhrend und unvorhersehbar

— Loooora

Verstörend, fantastisch - mehr davon!!!

— Charlea

Mein erstes Buch von Auster und gleich total verliebt.

— Blaetterwind

Unfassbar gut. Paul Auster ist der Größte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer „unsichtbar“.

    Unsichtbar

    Insider2199

    11. April 2017 um 23:14

    Das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer "unsichtbar". Der 1947 als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden in Newark, New Jersey geborene Autor studierte Anglistik und Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. Er lebte eine Zeitlang in Paris und arbeitete auch als Übersetzer französischer Autoren. Heute lebt er in Brooklyn, New York, ist mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet und hat zwei Kinder. Dies ist mein erster Roman von ihm, „4321“ wird bald folgen. Zum Inhalt (Klappentext): NY, 1967: Adam Walker will Dichter werden. Als ihm ein reicher Franzose namens Rudolf Born auf einer Party Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift anbietet, hält er das zunächst für einen Scherz. Einige Tage später kommt ein Scheck. Doch wie sich bald herausstellen wird, ist Born ein Mann von zweifelhaftem Charakter, bereit, über Leichen zu gehen. Meine Meinung: An diesem Roman beeindruckt mich einfach alles: die Story, die Charaktere, die Erzählstruktur, die tw. unbeantworteten Fragen, die den Leser zum Nachdenken anregen und ihm Raum für eigene Interpretationen lassen. Kurz: Ich habe mit diesem Buch einen neuen Lieblingsautor entdeckt und freue mich nun umso mehr auf das bereits von mir geplante Mammutwerk und neueste Buch des Autors „4321“, das im Januar dieses Jahres erschien. Sprachlich ist der Roman anspruchsvoll, aber auf eine unanstrengende Weise, handwerklich gibt es von mir absolut nichts zu meckern. Vor allem die Erzählstruktur – die Aufteilung in drei verschiedene Erzählperspektiven – und die Buch-im-Buch-Elemente fand ich äußerst gelungen. Der Schluss lässt den Leser darüber nachdenken, ob er auch wirklich die einzelnen Figuren richtig eingeschätzt hat, was mir besonders gut gefiel und natürlich auch die These des Romans aufgreift, denn wie oft stellt sich heraus, dass der äußere Eindruck eines Menschen täuschen kann. Denn das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer „unsichtbar“. „... ist es nicht faszinierend, dass Gedanken ohne Sprache existieren können, und da Sprache eine Funktion des Gehirns ist, müssen wir doch wohl sagen, dass Sprache - die Fähigkeit, die Welt durch Symbole zu erfahren - in gewisser Hinsicht eine physische Eigenschaft des Menschen ist, womit bewiesen wäre, dass die alte Geist-Körper-Dualität der reine Unsinn ist, oder? Adieu, Descartes. Geist und Körper sind eins.“ Fazit: Ein absolut beeindruckender Roman in jeder Hinsicht, dem ich sehr gerne die vollen 5 Sterne vergebe. Äußerst lesenswert und ein Jahres-Highlight!

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  • Unsichtbarkeit - ein Zustand, der es dem menschlichen Auge unmöglich macht es wahrzunehmen

    Unsichtbar

    The iron butterfly

    Frühjahr 1967, der 20-jährige Student Adam Walker lernt auf einer Party den französichen Professor Rudolf Born und die mysteriöse Schöne Margot Jouffroy kennen. Forsch und sehr vertraut schreitet die Unterhaltung voran und am Ende bietet Born an, Adam bei der Gründung einer Literaturzeitschrift finanziell zu unterstützen. Adam hält das Ganze für leere Versprechungen, die unbedacht aus einer berauschten Stimmung heraus gemacht wurden. Aber einige Tage später trifft tatsächlich ein großzügiger Scheck bei Adam ein. Nun ist er am Zug, allerdings wird ihm schon bald bewusst, dass er sich unwohl mit dieser unverhofften Verpflichtung fühlt. Trotzdem will Adam den Professor (und Margot) beeindrucken und erstellt mit großer Motivation ein umfangreiches Konzept sowie einen Finanzplan. Als er zur Besprechung zu Born und Margot nach Hause eingeladen wird, überrascht Margot mit ihren Kochkünsten und Rudolf Born mit beängstigenden Stimmungsschwankungen. Adam kann diesen Rudolf Born nicht einschätzen und stößt mit seiner eigenen hohen Moralvorstellung und der fehlenden Lebenserfahrung bei dieser Konfrontation an seine Grenzen. Schnell überrollen ihn die fatalen Folgen dieser neuen Bekanntschaften. Paul Auster erzählt Adams fesselnde Geschichte aus mehreren Perspektiven. Zum einen erzählt Adam selbst vom Zusammentreffen mit Professor Rudolf Born und dessen Lebensgefährtin Margot. Später kommt Adams Kommilitone Jim zu Wort, als Adam nach vielen Jahren wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Es gibt Buch-im-Buch Abschnitte, da Jim ein Manuskript Adams zugeht, welches er vertrauensvoll lesen und einschätzen soll. Ein weiteres Kapitel beinhaltet dann Jims Interpretation einiger handschriftlicher Notizen, die Adam hinterlassen hat. Und abschließend übergibt Jim das Wort an Céline Juin und ihre Tagebuchaufzeichnungen. Célines Mutter unterhielt eine Beziehung zu Rudolf Born und sie selbst verbrachte als Jugendliche wenige intensive Tage mit Adam Walker. Vom ersten bis zum letzten Satz weiß Auster den Leser mit seiner Geschichte über die Macht des Geldes, moralische Zwickmühlen und die abgründige Tiefe von Liebe zu binden. Er hält sich dabei nicht mit Lösungen und Antworten auf, sondern lässt Ereignisse und Aussagen im Raum stehen. Es bleibt dem Leser überlassen frei zu denken und zu fühlen. Leser, hälst du Rudolf Born für einen kaltblütigen und berechnenden Charakter? Und wie standhaft sind deine Moralvorstellungen, wenn es um tiefe, aufrichtige Liebe geht? Frei nach Antoine de Saint-Exupéry…“Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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  • Verstörend, fantastisch - mehr davon!

    Unsichtbar

    Charlea

    18. September 2015 um 12:56

    Achtung - Spoileranteil.... Umschlaggestaltung/Cover/Klappentext In meinen Augen ist es schwer, ein Buch von Paul Auster für einen eye catcher zu illustrieren, es gibt in meinen Augen kein gutes oder schlechtes Cover. Ebenso wenig ist es denke ich möglich, einen halbwegs guten Klappentext zu schreiben. Man hat nie das Gefühl, es richtig gemacht zu haben - ich habe es selbst vergeblich versucht, daher versuche ich bei diesem Buch auch nicht, es zu bewerten.  Inhalt Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Im ersten Teil berichtet der Protagonist von Unsichtbar, Adam Walker, von seinen Literaturstudien, seinen Familienverhältnissen und der engen Beziehung zu seiner Schwester nach dem Ertrinkungstod seines Bruders und davon, wie er als Mitarbeiter einer Literaturzeitschrift der Uni arbeitet. Er lernt Born kennen, der ihn dazu überredet, für eine lukrative Literaturzeitschrift zu arbeiten - er ist begeistert, dennoch verunsichert ihn auch die Annahme, derartige Beträge für Literatur verdienen zu können. Er reist zu Born nach Frankreich, lernt dort Borns Freundin kennen und geht eine Liaison mit ihr ein. Born versucht noch einmal, Walker von der Zeitschrift zu überzeugen und verbringt einen ganzen Abend mit ihm. Auf einem Spaziergang werden beide Opfer eines Überfalls, jedoch zieht Born selbstbewusst ein Messer und sticht den Angreifer nieder. Walker ist geschockt und ruft gegen das Einverständnis von Born die Polizei, als diese jedoch eintrifft ist sowohl das Opfer als auch Born verschwunden. Erst am nächsten Tag erfährt Walker aus der Zeitung, dass der Angreifer mit dutzenden Messerstichen im Park aufgefunden wurde. Der zweite Teil des Buches wird von Freeman erzählt, einem alten Freund von Walker. Dieser habe ihn im Angesicht seiner letzten Lebensmonate kontaktiert um ihm den ersten Teil seines Romans zum Lesen zu geben und ihm bei seiner Schreibblockade zu helfen. Freeman schlägt einen Wechsel der Perspektiven vor, was Walker annimmt und schickt ihm nach einer Zeit den zweiten Teil des Buches - hier geht es im Wesentlichen um die inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester. Im dritten Teil reist Freeman zu Walker, der jedoch schon tot ist und vollendet dessen Roman. Im letzten Teil ist Freeman der abschließende Protagonist und es kommt zu einem Showdown mit Born. Wertung Wenn man bereits mit der Literatur Paul Austers in Berührung gekommen ist, sollte es nicht verwundern, dass sich das Fragezeichen, dass sich bereits nach den ersten Seiten auf der Stirn breit gemacht hat, während des Buches immer größer und größer wird. Einen Auster-Roman zu lesen erscheint mir immer, als lese man in sich selbst. An einer Stelle im Buch bekommt ein sterbender Autor bei einer Schreibblockade den Rat, die Perspektive des Schreibens zu wechseln - im Grunde ein leichter Trick und dennoch habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass damit auch an den Leser eine Aufgabe herangetragen wird, nämlich die Sicht der Dinge neu zu justieren, vielleicht sogar eine neue Sicht auf die Geschehnisse zuzulassen. Je mehr Zeit verstreicht desto besser gefällt mir das Buch, es zählt zu den besten Büchern, die ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe. Ich lese sehr viele Bücher und das in kurzer Zeit, so dass ich kaum dazu komme, eine Rezension für jedes Buch zu schreiben. Dennoch weiß ich bei vielen Büchern schon ab spätestens der Hälfte, was passieren wird und wie das Buch logischerweise ausgehen muss. Paul Auster zu lesen heißt auch, sich von logischen Schlüssen zu verabschieden. Nicht, dass die Geschehnisse in seinen Büchern nicht einer gewissen Logik entsprechen, dennoch geschehen sie auf eine absurde, verstörende Art, so dass sich mein Geist zunächst nur schwer darauf einstellen kann - ich werde entschleunigt und gezwungen, das Buch langsamer zu lesen, was mir sehr schwer fällt, da ich ja wissen will, was als nächstes passiert. Wer schreibt schon ein Buch, bei dem nach der Hälfte des Buches der Protagonist stirbt? Paul Auster entzieht sich den Konventionen, wie man ein Buch zu schreiben hat.Er tut es auf seine eigene Weise und spaltet die Leserschaft in Lager - das gefällt mir! Wenn mir allerdings jemand die Frage beantworten könnte, warum es den Titel "Unsichtbar" trägt, wäre ich dankbar. Ich habe verschiedene Theorien aufgestellt..... bin mir aber bis heute nicht sicher.

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  • Der Vorgang des Erzählens machts.

    Unsichtbar

    Blaetterwind

    19. January 2015 um 11:16

    Zusammenfassung: Und da sind wir schon am ersten Problem: Wie soll man dieses Buch nur zusammenfassen und ihm gleichzeitig gerecht werden? Auf einer Party im Jahre 1967 lernt der junge Student Adam Walker den aus Frankreich stammenden Gastprofessor Born kennen. Adam möchte zukünftig als Lyriker arbeiten und ist Born überaus dankbar, als er ihm das Angebot macht, mit ihm eine Literaturzeitschrift zu gründen. Born wird jedoch wie kein anderer das Leben des jungen Schriftstellers bestimmen. Bei einem nächtlichen Spaziergang begeht Born einen kaltblütigen Mord vor Adams Augen, droht Adam ihn nicht zu verraten und setzt sich nach Paris ab. Doch es soll nicht das letzte Mal sein, dass sie sich treffen... Meine Meinung: Der Vorgang des Erzählens steht definitiv, wie bei den meisten Auster-Büchern auch, im Mittelpunkt. Unsichtbar war mein erstes Buch von dem amerikanischen Bestseller, der in Deutschland relativ wenig Beachtung geschenkt bekommt. Und ich habe mich mit diesem Buch wirklich ein Stück in Paul Auster verliebt ;) Eins vorweg: Das Buch ist wahrscheinlich nicht für jüngere Leser geeignet. Zum einen ist es doch recht sexuell (und inzestuös), zum anderen ist es einfach von der ganzen Art her sehr kompliziert. Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die sich wiederum in Binnen- und Rahmenhandlung einteilen lässt. Perspektivwechsel (Ich-, Du-, Er-Perspektive, Vergangenheit und Zukunft), sich widersprechende Teile der Geschichte, viele Dinge machen das Buch zu einem großen Rätsel, bei dem man von Auster alleine gelassen wird. Es gibt keine klassische Auflösung des Rätsels. Es gibt nur subjektive Eindrücke, die der Leser selbst für sich zusammenbauen muss. Und genau das macht das Buch für meine Empfinden so spannend! Immer, wenn man gerade glaubt, dass man es verstanden hat, bricht der Roman diese Illusion, sodass das Erzählen selbst in den Vordergrund rückt. Es konfrontiert uns mit der Frage, ob all dem überhaupt zu trauen sei. Auch erzähltechnisch bietet Auster uns eine bunte Palette: Briefe, Erzählungen, Manuskripte, Tagebücher und noch mehr. Als wäre das nicht schon bunt genug, mischt Auster auch verschiedene Genre. Man kann von einem Entwicklungsroman mit Thrillerelementen und Liebesgeschichten reden. Und all das soll uns zeigen: "Indem ich von mir selbst in der ersten Person schrieb, hatte ich mich lahmgelegt, mich unsichtbar gemacht, mir die Möglichkeit genommen, das zu finden, wonach ich suchte." Denis Scheck verspricht uns unter dem Klappentext einen "genial konstruieren Roman über Geld und Kunst, Liebe, Verbrechen und Moral." Vor allem ersten und letzten Punkt kann ich da zustimmen. Es ist ein Buch, das nicht nur erzählt, sondern den Leser irgendwie in sich mit einbezieht. Man wird unweigerlich mit der eigenen Moral, den Moralvorstellungen der Gesellschaft und der Moral im Buch konfrontiert. "Jeder würde in ihrer Situation lügen, alle würden lügen. Lügen wären die einzige Möglichkeit." Ich denke, dass das Buch eben doch schon ziemlich anstrengend sein kann. Eben genau deswegen. Nicht jeder Leser möchte zwangsläufig mit diesen Dingen konfrontiert werden. Ich habe auch überraschend lange für dieses Buch gebraucht. Es ist nicht ganz ohne. Die Charaktere, übrigens, sind durch diese Vielschichtigkeit sehr detailliert und authentisch, wenn sie auch von sich aus ein wenig absurd sind. Allerdings kann man wirklich gut die Gedanken und Taten nachvollziehen. Es wirkt bodenständig, nachvollziehbar und wirklich liebevoll ausgearbeitet. Fazit: Paul Austers Buch ist für mich ein herausragendes postmodernes Buch, das durch seine Facetten wirklich erfrischend wirkt. Man merkt, es ist kein 0815-Buch. Paul Auster zeigt wirklich sein Talent im Erzählen. Einen Stern ziehe ich ab, weil die Story selbst nicht sehr fesselnd war und mich manchmal durch die Seiten durchkämpfen musste.

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  • Adam Walkers Jahr 1967

    Unsichtbar

    Bibliomania

    15. December 2013 um 23:07

    Adam Walker ist Literaturstudent und möchte wie viele von ihnen Dichter werden. Auf einer Party trifft er auf den Franzosen Rudolf Born, einem Jungprofessor, der sich eigentlich mit Politik beschäftigt. Born möchte eine Literaturzeitschrift ins Leben rufen, die mit Ideen, Konzepten und Texten von Adam Walker gefüllt werden soll. Zunächst ist Adam sehr skeptisch und er tut gut daran, denn schon bald lernt er Born als einen aufbrausenden, palawernden Menschen kennen, dem kein Preis zu hoch ist. Als sie auf einem Abendspaziergang über die Zeitung reden wollen, werden sie von einem schwarzen Jungen überfallen und spätestens ab da will Adam mit diesem zweifelhaften Charakter Borns nichts mehr zu tun haben. Ein Buch mit vielen Perspektivwechseln, so dass es nicht langweilig wird. Dennoch hat es mich nicht übermäßig gefesselt. Da Auster wiederum Teile in der zweiten Person Singular verfasst hat, bekommt man schnell eine starke Nähe zu den Charakteren. Klug geschrieben, voll Intrigen und Hoffnungen aber doch eine nette Unteraltung.

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  • Er erzählt, und schreibt nicht nur

    Unsichtbar

    rkuehne

    10. July 2013 um 22:52

    An Auster sieht man einfach, was es heißt, ein guter Schriftsteller zu sein. Es geht nicht nur darum ein ggf. spannende Geschichte runterzuerzählen, wie das leider bei vielen Krimis (mit den üblichen persönlichen Problemen des Kommissars) der Fall ist, sondern es geht darum, erzählen zu können. Auster kann das. Er kann das richtig gut. In „Unsichtbar“ erzählt er erneut in unterschiedlichen Zeit-Ebenen und Perspektiven, manchmal geht es recht flott zwischen ihnen hin und her, aber der Leser ist immer dran, ist immer gut utnerhalten, ist eins mit den Figuren. Das ist wirklich Kunst. Auch die Figuren, die nicht ausgesprochen detailreich beschrieben sind, sind so klar und deutlich im Leserkopf entstanden, dass es wie immer eine Freude ist, diesen Mann zu lesen.

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    PaulTemple

    08. March 2013 um 12:00

    Paul Auster hatte schon immer das Talent, seine Geschichten mit allerhand Merkwürdigkeiten und überraschenden Wendungen auszustatten, bei "Unsichtbar" ist dies glücklicherweise nicht anders. Auch hier wird der Leser binnen weniger Seiten in den Handlungsverlauf eingesogen, verfolgt gebannt die Geschehnisse, um kurz vor der erhofften Auflösung eine Wendung präsentiert zu bekommen, welche einen selbst ins Grübeln bringt. Auster fordert seine Leser wie gewohnt und geizt auch diesmal nicht mit interessanten sprachlichen Einfällen. Sicherlich kein Roman für jedermann, aber Auster-Fans kommen hieran nicht vorbei!

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Skrutten

    Offensichtlich ist Paul Auster ein sehr fleißiger Autor. Ich hatte von ihm noch nicht gehört und so war es mein erster Roman von ihm, den ich gelesen habe. Die Story ist spannend und verschachtelt. Über einen Manuskript, das den Icherzähler kapitelweise in die Hände fällt, erfahren wir die Lebensgeschichte eines literaturbegeisterten, zunächst 20 jährigen Amerikaners. Leider wurden die Figuren für mich nicht ausreichend lebendig - zu großes Gewicht liegt auf dem Plot. Schade, aber für mich endet damit das Kapitel "Paul Auster".

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Medienjournal

    31. December 2012 um 03:12

    Austers Unsichtbar ist ein literarisches Juwel und entfaltet im Laufe der fortschreitenden und verschachtelten Erzählung eine enorme Sogwirkung und eine seltsame Faszination, der man sich nicht entziehen kann.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2012/06/review-unsichtbar-buch/

  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Duffy

    09. August 2012 um 09:01

    1967 wird dem angehenden Dichter Adam Walker ein Angebot von dem reichen Franzosen Rudolf Born gemacht, der ihn zufällig kennen gelernt hat, eine Literaturzeitschirft zu gründen. Obwohl er dem anfangs noch skeptisch gegenübersteht, scheint es eine seriöse Offerte zu sein. Allerdings erkennt Walker, dass sein Förderer einen sehr zwiespältigen Charakter hat und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Jahrzehnte später, kurz vor Walkers Tod, taucht ein Buchmanuskript auf, in dem er seine Geschichte erzählt. Eine Version dieser Geschichte, wie sich später herausstellen wird. Ein befreundeter Schriftsteller soll das Manuskript nach Walkers Tod nach eigenem Ermessen verwenden. Es kommt zu Begegnungen mit der letzten noch lebenden Protagonistin des Buches, die allerdings eine andere Version der Geschehnisse hat. Auster arbeitet in diesem Werk wieder mit seiner schon bekannten Methode, eine Geschichte in einer Geschichte zu erzählen. Dabei gelingt es ihm auch dieses Mal eine Spannung zu erzeugen, die sich linear zur Hauptgeschichte aufbaut, aber in erster Linie von den Entwicklungen der Hauptpersonen abhängig ist. Thematisiert wird rundum, Politik, Kunst, Lteratur. Ein großes Thema ist die Moral, denn die Hauptfigur Walker unterhält in seiner Version der Geschichte eine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester. Auster bleibt der großartige Erzähler, sein Stil prägt eine perfekte Leichtigkeit, die nie langatmig oder konstruiert ist. Jede Seite in diesem Buch hat ihre Berechtigung, nichts ist überflüssig, alles wichtig für den Roman, der dann wohl auch mit zu seinen besten gezählt werden darf, wenn man bei Auster überhaupt irgendwelche Qualitätsunterschiede in seinen Büchern feststellen kann.

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Gruenente

    28. July 2012 um 12:10

    Ein Mann, ca. 60 Jahre alt, stirbt an Leukämie. er will aber vorher noch seine Erinnerungen an seine Erlebnisse im Jahr 1967 zu Papier bingen. Er bittet einen Studienkollegen, mittlerweise ein bekannter Autor um Hilfe.Die Erinnerungen gliedern sich in drei Teile: Frühlung, Sommer, Herbst.Der junge Student lernt einen französischen Politologen kennen, schläft mit dessen Frau und wird Zeuge eines Mordes. Im Sommer liebt er seine Schwester, im Herbst fährt er nach Paris und legt sich mit dem Professor an.Wie immer bei Auster: toll geschrieben.Aber verstanden habe ich es nicht ganz. Die Perspektive wechselt öfter und es bleibt bis zum Schluss fraglich, welche der Erinnerungen wirklich wahr sind, welche eingebildet und welche Träumereien. Für mich wurde es vor allem im letzten Teil (eine ehemalige Freundin besucht 40 Jahre später den Politologen auf einer kleinen Karibikinsel) vollkommen undurchsichtig.Ein typisches Lesezirkel-Buch. Muss ich da mal vorstellen...

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Saari

    06. May 2012 um 10:11

    *_Aber Wahrscheinlichkeiten zählen nicht, wenn es um reale Ereignisse geht und nur weil der Eintritt eines Ereignisses unwahrscheinlich ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht doch eintritt._* Dies ist nach der _New-York-Trilogie_ mein zweiter Paul Auster und ich bin absolut fasziniert. In den knapp 300 Seiten dieses Romans steckt enorm viel Spannung, detailliert werden die Figuren gezeichnet und durch die abwechselnde Erzählperspektive erhält man als Leser immer wieder neue Einblicke in das Geschehen. Was als Thriller beginnt, wächst sich zu einer berührenden Familiengeschichte aus, um im „Finale“ den Leser dann ohne konkrete Auflösung zurückzulassen. Was ist wirklich passiert und was entwuchs der Fantasie des jungen Schriftstellers? Das Buch _1967_ im Buch _Unsichtbar_ gibt leider keine genauen Antworten. Dennoch war ich am Ende nicht enttäuscht. Nach dieser tollen Lektüre wandern gleich noch weitere Auster-Werke auf meinen Wunschzettel. Für Auster-Fans und Liebhaber amerikanischer Literatur ist dieser Roman uneingeschränkt zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2012 um 10:07

    1967 trifft der Literaturstudent und angehende Dichter Adam Walker bei einer Party auf Rudolf Born. Dieser bietet ihm an, ein Literaturmagazin mit ihm auf die Beine zu stellen. Walker gerät hierbei in eine Liaison zu der Begleiterin Borns, Margot, und stürzt dabei tief in einen Sumpf, der ihn sein Leben lang verfolgen wird... Paul Auster erzählt hier die Geschichte eines jungen Mannes, der erst im Alter von 60 Jahren seine schicksalhafte Begegnung mit Born aufzuarbeiten versucht. Ein Roman entsteht, in der er drei Jahreszeiten des Jahres 1967 schildert – dabei eine verstörender als die andere. Austers Schreibstil ist hierbei von erfrischendem Realismus geprägt; ehrlich und unverblümt stellt er den physischen wie auch psychischen Verfall des Adam Walker dar, der sich im Laufe seiner eigenen Geschichte selbst entfremdet. Wer sich auf ein groteskes Spiel aus Fantasie und Realität im Literatendasein einlassen möchte, dem sei dieses Buch herzlich empfohlen.

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  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Angieangelina

    Hier stehe ich also, habe das Buch gelesen und bin völlig ratlos. Einerseits hat sich das Werk mir nicht wirklich erschlossen, ich blieb seltsam distanziert, obwohl alles das ist, was einen guten Roman ausmacht: Mord, Sex, intelligente Dialoge, geschickte Szenenwechsel, ein interessanter Hintergrund. Andererseits musste ich es zu Ende lesen. Doch schaffte es Auster nicht, mich zu faszinieren. Der Roman wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt, was sicherlich interessant ist und die Handlung vorantreibt. Und der Protagonist zunächst ein begabter, doch etwas naiver Student ist und im Laufe der Handlung seine Unschuld in jeder Beziehung verliert. Auch der Schluss erscheint mir merkwürdig und sehr abrupt. Fazit: Ein interessantes Werk, das zum nachdenken anregt: Wo beginnt die persönliche Schuld und sollte man bis an die absolute Grenze gehen...

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    Asmodi

    29. January 2012 um 18:42
  • Rezension zu "Unsichtbar" von Paul Auster

    Unsichtbar

    Rock-n-Roll

    10. November 2011 um 14:39

    Gerne hätte ich diesem Buch 5 Sterne gegeben - es ist spannend, sehr gut geschrieben, einfallsreich mit wechselnden Perspektiven, Schauplätzen, einem Mord, wunderbaren Sexszenen, interessanten Fakten über Politik, Literatur und vieles mehr. Leider endet das Buch abrupt und für mich unbefriedigend. Man weiss nicht, was nun Wahr ist und was nur Lüge, muss sich mit Andeutungen zufrieden geben, vieles bleibt mysteriös und unwirklich. Ist man bereit das zu akzeptieren, so wird man einen rasanten und unglaublich intelligent konstruierten Roman vor sich haben, eine Geschichte die fesselnd und gleichzeitig abstoßend ist.

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