Paul Auster Von der Hand in den Mund

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Inhaltsangabe zu „Von der Hand in den Mund“ von Paul Auster

'Von der Hand in den Mund' ist ein amüsantes Porträt des Künstlers als hungernder Mann vor dem Hintergrund der bewegten sechziger und siebziger Jahre. Der schnöde Mammon spielt darin die entscheidende Rolle ¬ als Metapher für den Tanz um das Goldene Kalb, als Fessel der Gesellschaft, als schlichtes Überlebensmittel. Auster beschreibt seinen ebenso kompromißlosen wie krummen Werdegang voller Selbstironie, aber auch mit der Sicherheit des gereiften Künstlers, für den der Weg seiner Identitätssuche stets das Ziel war. Und er komplettiert das Lesevergnügen, indem er im Anhang einen Teil seiner frühen Werke erstmals zugänglich macht.

... und das ist wörtlich gemeint!

— Joachim_Tiele

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    Von der Hand in den Mund

    Joachim_Tiele

    12. September 2015 um 16:14

    Noch neu bei Loveleybooks und dabei, die ganzen Funktionen/Optionen kennenzulernen, habe ich mir vorgenommen, meine tatsächlich hier zu Hause in Regalen stehenden Bücher nach und nach in die "Bibliothek" einzustellen, sie auch (teilweise nochmals, teilweise erstmals, nachdem sie schon einige Jahre hier gestanden haben) zu lesen und einige meiner Gedanken dazu aufzuschreiben, auch um mir selbst darüber klar zu werden, was einige der Bücher, auch nach Jahren, (noch) für mich bedeuten. Das Ergebnis wird dann wohl eine Reihe eher subjektiver Rezensionen sein; aber ich werde mir Mühe geben, dass auch andere etwas damit anfangen können. Mein Vorrezensent hat das Buch als "Pflichtlektüre für den Auster-Fan" charakterisiert und eher nicht als etwas für Auster-"Novizen". D'accord, so weit, aber mir fällt noch eine andere Zielgruppe ein: Jede/r, der/die selbst schreibt und versucht, anspruchsvolle Literatur jenseits aktueller Genre-Massenware so in den Literaturbetrieb einzuschleusen, dass am Ende etwas Geld dabei herausspringt, also für die oder den Absagen und Selbstzweifel zum "täglichen Brot" gehören, ein ungeliebter Tagesjob, der das Weiterschreiben finanziert, und so weiter. Hier hat das Buch seine großen Stärken; es beschreibt diesen Prozess bis "ans Ende der Fahnenstange" (S. 143), also bis scheinbar gar nichts mehr geht und dennoch ein allerletzter Versuch gewagt wird, der vier Jahre später dann doch noch zu einer Veröffentlichung führt. Wie auch ein späterer autobiografischer Band von Auster ("Bericht aus dem Inneren", Rezension soll bei Gelegenheit folgen), besteht das Buch aus mehreren Teilen. Die ersten 151 Seiten sind das "Titelstück" mit dem Untertitel "Eine Chronik früher Fehlschläge", eine insgesamt sehr persönliche Lebensbeschreibung von der Kindheit über die Schul- und Universitätszeit, die Schwierigkeiten Geld zu verdienen (und wenn, dann mit durchaus außerliterarischer Industriearbeit: "... jede Arbeit, die ich verrichtete, war Teil des großen mühevollen Unternehmens amerikanischer Kapitalismus", S. 68) und die ersten gescheiterten Versuche, mit Theaterstücken Geld zu verdienen. Geld, Geld, Geld zieht sich wie ein roter Faden durch den ersten Teil des Buchs, von Geldproblemen als Scheidungsgrund der Eltern bis zum ersten literarischen "Erfolg": "Nach Abzug von zehn Prozent Agentenprovision hatte ich einen Reingewinn von neunhundert Dollar erzielt. Soviel zum Thema 'Bücher für Geld schreiben'. Soviel zum Thema 'Verkaufen'" (S. 151). "Anhang 1" besteht aus drei kürzeren und zeitgerecht (entstanden 1976/77) "existenzialistisch-absurden" Einaktern, die man schmunzelnd lesen (und vielleicht mit eigenen Becket-Reminiszenzen vergleichen) kann. "Anhang 2" besteht aus einem wohl auch für (Baseball-begeisterte) Amerikaner bizarren Kartenspiel nebst Spielanleitung mit dem Titel "Action Baseball". "Anhang 3" enthält den bereits genannten ersten gedruckten Roman des Autors, eine Detektivgeschichte mit dem Titel "Squeeze Play", verfasst unter dem Pseudonym "Paul Benjamin". Mein Vorrezensent hat diese als "Spitzenklasse, mit einer Leichtigkeit und Lässigkeit dahingeworfen, dass man sich davon noch mehr wünscht" charakterisiert. So weit würde ich nicht gehen. Die Geschichte hat durchaus Charme, aber die Epigonalität zu Hammet, Chandler oder Ross Macdonald ist unübersehbar. Ihr Wert besteht für mich darin, dass sie hier tatsächlich in voller Länge abgedruckt ist, als vom Verfasser im Rückblick eingestandener literarischer Misserfolg. Ich nenne es "Größe". Joachim Tiele

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  • Rezension zu "Von der Hand in den Mund" von Paul Auster

    Von der Hand in den Mund

    Duffy

    30. April 2010 um 08:37

    Die besten Biografien schreiben immer noch die Betroffenen selber. Wobei es sich hier nicht um eine Biografie handelt, sondern um Austers Weg zum Schriftsteller und das ist bei ihm etwas ganz Eigenes. In einer unaufgeregten und sympathischen Art zeichnet er seinen Werdegang nach, mit allen Aufs und Abs, die ihn dort hingebracht haben, wo er jetzt ist. Als "Bonusmaterial" gibt es zwei frühe Theaterstücke und ein von ihm erfundenes Baseballspiel auf Karten. Das ist zwar interessant, aber nicht unbedingt Auster-Qualität. Der ebenfalls enthaltene Krimi ist allerdings Spitzenklasse, mit einer Leichtigkeit und Lässigkeit dahingeworfen, dass man sich davon noch mehr wünscht. Das Buch ist für den Auster-Fan natürlich Pflichtlektüre. Für Novizen vielleicht, bis auf den biografischen Teil, eher nicht geeignet.

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