Paul Auster Winter Journal

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Inhaltsangabe zu „Winter Journal“ von Paul Auster

From the bestselling novelist and author of "The Invention of Solitude," a moving and highly personal meditation on the body, time, and language itself. (Quelle:'Fester Einband/06.09.2012')

Das eigene Leben in Episoden. Leider mit Fokus auf Erlebnisse von Verlust und Scheitern daher durchaus post Lektüre Depressionsgefahr.

— TinaGer
TinaGer

nach einigen Seiten abgebrochen

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf
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  • Winter Journal

    Winter Journal
    TinaGer

    TinaGer

    21. September 2015 um 07:28

    Das sicherlich verstörenste Ereignis seines Lebens, die Verwicklung des eigenen Sohnes in einen Mordfall, hat Auster beflissentlich ausgelassen. Dennoch ist das Leben des Erfolgsautors von einigen Episoden des Scheiters und Verlustes geprägt, die im Gesamtgemenge überwiegen. Ja, auch seine große Liebe, seine ersten sexuellen Erfahrungen, die durchaus unfreiwillig komisch sind und seine vielen Reisen werden benannt, doch schafft er es mit schlafwandlerischer Sicherheit auch in der schönsten Episode das Negative herauszustreichen. Seine Frau und Tochter hätte er fast bei einem Autounfall getötet, seine Reiseunterkünfte waren umringt von streitsüchtigen Nachbarn und seine sexullen Kontakte unbefriedigend. Na, Prost Neujahr. Das ist das Leben eines Pessimisten par excellence. Ich habe ein paar Tage Erholung nach der Lektüre gebraucht. Also Obacht an alle, die nicht vollkommen frustrationsresistent sind. Ansonsten für Auster Fans sicherlich ganz interessant.

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  • Rezension zu "Winter Journal" von Paul Auster

    Winter Journal
    tedesca

    tedesca

    08. August 2012 um 11:52

    Paul Auster gehört seit Ende der 1980er-Jahre zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellern, mit Sehnsucht warte ich auf jede Neuerscheinung. Und jedes Mal wurde meine Geduld mit einem Meisterwerk belohnt. Ich bewundere die Art, mit der Auster so konsequent seine Themen immer wieder ins Spiel bringt, ohne sich jedoch zu wiederholen, ohne langweilig zu werden. Immer wieder verpackt er sie neu, sehr oft finden wir auch persönliche Komponenten in seinen Texten. Der erste wirklich autobiografische Roman war "The Invention of Solitude", wo sich Auster mit seinem Vater auseinandersetzt. Jetzt lässt er uns auf sein eigenes Leben zurückblicken und stellt u.a. seine Mutter in den Vordergrund, deren plötzlicher Tod ihn auf schockierende Weise aus der Bahn geworfen hat. Wir lesen über seine Kindheit im kleinbürgerlichen Mileu, über seine Zeit in Paris, die ersten sexuellen Erfahrungen und seine Beziehungen zu Frauen. Und natürlich über seine große Liebe, seine Ehefrau seit 30 Jahren, die großartige Schriftstellerin und Philosophin Siri Hustvedt. Manche Themen werden sehr ausführlich behandelt, andere wiedernur kurz angeschnitten, auf die Probleme seines Sohnes geht er z.B. garnicht ein (Daniel Auster war in einen Mordfall verwickelt, man findet Ansätze dazu in Hustvedts "Was ich liebte"), und auch seine äußerst hübsche Tochter Sophie erwähnt er nur kurz. Erzählt wird in der Du-Form, somit fühlt sich der Leser immer direkt angesprochen, steht irgendwie mitten in der Geschichte und fühlt eine unglaubliche Nähe zum Geschehen. Auster ist jetzt 65, sein Buch beschließt er mit dem Satz "You have entered the winter of your life". Ein für mich sehr berührender Satz, der mich sofort dazu brachte darüber nachzudenken, in welcher Jahreszeit ich mich wohl gerade befinde. Alles in allem eine wunderschöne Autobiografie, die man als Paul-Auster-Fan natürlich gelesen haben muss, die aber auch so Einblicke in ein sehr amerikanisches Leben bietet und auch für Neueinsteiger von Interesse sein könnte.

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