Paul Beldt Wollmann widersetzt sich

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Inhaltsangabe zu „Wollmann widersetzt sich“ von Paul Beldt

Lasst Bernd in Ruhe! »Seit sieben Wochen zelte ich jetzt im Vorgarten unseres Hauses. Ich werde so lange hier bleiben, bis meine Frau mich so akzeptiert, wie ich bin: nicht Berndchen, sondern Bernd! Ich weiß, dass meine Zeit kommen wird. Inzwischen bin ich eine Sehenswürdigkeit. Regelmäßig fahren ganze Busladungen mit Neugierigen vorbei. Dabei will ich einfach nur meine Ruhe haben. Ich will Zeitung lesen und den Kaninchen beim Mümmeln zuschauen. ›Aber Sie können hier doch nicht einfach nur so rumsitzen mit Ihren Kaninchen!‹, ruft mir mitunter eine erboste Ehefrau zu. ›Doch‹, sage ich dann entspannt von meinem bequemen Campingstuhl aus, ›ich kann!‹.«

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  • Rezension zu "Wollmann widersetzt sich" von Paul Beldt

    Wollmann widersetzt sich
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    16. July 2012 um 17:52

    Bernd zeltet im Vorgarten, liegt in der Hängematte und beobachtet sein Kaninchen. Das ist erst einmal nicht ungewöhnlich, aber hier handelt es sich nicht um ein Kind, das seine Ferien gestaltet, sondern um einen ausgewachsenen, verheirateten Mann, der von seiner Frau wissen möchte, was genau sie eigentlich von ihm erwartet. Damit hat er offensichtlich einen männlichen Nerv getroffen, denn Bernd hat inzwischen einen ansehnlichen Fanclub. Aber wie ist er eigentlich auf diese Schnapsidee gekommen? Der 46jährige Bernd war bisher ein Ehemann, dem es überhaupt nichts ausmachte, seinen ihm zu stressig gewordenen Job aufzugeben und seiner Ehefrau Jutta, die Karriere im Bundesjustizministerium macht, den Haushalt zu führen. Er kocht, backt, putzt, wäscht, bügelt, sorgt für frische Blumen und ein schönes Ambiente, kümmert sich um den Garten und bekocht Besucher mit aufwändigen Menüs. Bernd ist zufrieden mit seinem Leben, bis er anfängt, sich mit Juttas Kollegen Gunnar zu vergleichen, einem smarten Karrieretypen, der offensichtlich ein Auge auf Jutta geworfen hat. Nun versucht Bernd, die Erwartungen seiner Frau zu erfüllen, aber leider ist ihm überhaupt nicht klar, worin die bestehen. So nimmt er also auf eigene Faust die Aufgabe, männlicher zu werden, in Angriff. Als ersten Schritt macht er bei der Nachbarstochter Zoe den Piratentest. Dieses witzige und skurrile Buch hat mir sehr angenehme Lesestunden bereitet. Es ist aus Bernds Perspektive geschrieben und der Einblick in sein Innenleben machte wirklich Spaß. Gekonnt wird hier mit den Erwartungen von Männern und Frauen aneinander und mit den Auswirkungen der veränderten Geschlechterbeziehungen gespielt, ohne dabei verbissen oder allzu ernst zu werden. Zum Nachdenken regt dieses Buch trotzdem an. Das wäre eine ideale Sommerlektüre, beim diesjährigen Sommer ist sie aber auch an den zahlreichen Regentagen genau das Richtige.

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