Paul Bonnecarrere Unternehmen Rosebud

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Inhaltsangabe zu „Unternehmen Rosebud“ von Paul Bonnecarrere

Gut erzählt und thematisch brisant.

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  • Rezension zu "Unternehmen Rosebud" von Paul Bonnecarrere

    Unternehmen Rosebud
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    31. August 2010 um 14:58

    Der Roman spielt kurz nach den Anschlägen auf die olympischen Spiele in München 1972. Ein palästinensisches Kommando entführt fünf junge Mädchen von der Yacht eines französischen Milliardärs und stellt Forderungen an die Welt, die zur Befreiung der Geiseln zu erfüllen sind. Soweit nichts Neues (wobei zu berücksichtigen ist, daß das Buch von 1973 stammt). Allerdings haben die Drahtzieher hinter der Aktion die Psychologie der Massen und die Wirkung der modernen Medien in der westlichen Welt gut verstanden und nutzen sie weidlich aus. Raffiniert stellen sie die Forderungen auf eine Art und Weise, daß es den Politikern der betroffenen Ländern fast unmöglich gemacht wird, sich der Erfüllung der Forderungen zu entziehen. Eine Gruppe von Geheimdienstlern der betroffenen Ländern unter Federführung des französischen Spezialisten Laurent Martin setzt alles daran, das Versteck der Gruppe und der Mädchen zu finden und die Geiselnehmer unschädlich zu machen, bevor die Konsequenzen der Forderungen für die Regierungen der betroffenen Länder untragbar werden. Aber dies ist leichter gesagt als getan, denn die Gruppe ist mit allen Wassern gewaschen... Das Buch thematisiert den israelisch-palästinensischen Konflikt und bezieht letztlich auch Stellung. Ob man diese Stellungnahme gut findet oder nicht, und ob man der geschilderten Sicht der dinge beipflichtet oder nicht, muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Aber die Geschichte selbst ist gut erzählt und liest sich sehr schön, trotz (oder gerade wegen?) der manchmal etwas seltsam anmutenden Effekte, die durch die Entstehungszeit bedingt sind. In heutigen Büchern erlebt man es nicht mehr oft, daß fast sämtliche Hauptfiguren ständig rauchen, und auch die Erwähnung vomn längst vergangenen Automarken sowie die Beschreibung von heute überholten Techniken läßt einen manchmal schmunzeln - allerdings nie für lange, denn die Geschichte ist keineswegs komisch. Es ist ein ungewohnter Stil, der einem in diesem Buch begegnet, aber das macht auch einen Teil seines Reizes aus.

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