Paul Bowles

 3.8 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor von Himmel über der Wüste, Gesang der Insekten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Paul Bowles

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Paul BowlesHimmel über der Wüste
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Himmel über der Wüste
Himmel über der Wüste
 (34)
Erschienen am 18.04.2006
Paul BowlesGesang der Insekten
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Gesang der Insekten
Gesang der Insekten
 (9)
Erschienen am 12.11.2007
Paul BowlesDas Haus der Spinne
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Das Haus der Spinne
Das Haus der Spinne
 (7)
Erschienen am 08.05.2007
Paul BowlesSo mag er fallen
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So mag er fallen
So mag er fallen
 (5)
Erschienen am 13.11.2006
Paul BowlesTaufe der Einsamkeit
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Taufe der Einsamkeit
Taufe der Einsamkeit
 (1)
Erschienen am 15.03.2012
Paul BowlesZu fern der Heimat
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Zu fern der Heimat
Zu fern der Heimat
 (1)
Erschienen am 21.08.1997
Paul BowlesGesammelte Erzählungen II
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Gesammelte Erzählungen II
Gesammelte Erzählungen II
 (0)
Erschienen am 10.11.2008
Paul BowlesMitternachtsmesse
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Mitternachtsmesse
Mitternachtsmesse
 (0)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Paul Bowles

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Rezension zu "Himmel über der Wüste" von Paul Bowles

Paul Bowles - Himmel über der Wüste
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Inhalt:

Um der Trostlosigkeit des Alltags zu entfliehen reist das Ehepaar Kit und Port Moresby 1947 nach Nordafrika, um von Tanger aus die Wüste zu durchqueren. Doch statt den Sinn des Lebens zu finden, treffen sie auf Trostlosigkeit und Entbehrungen. Als Port mitten in der Einöde der Wüste an Typhus stirbt, ist Kit auf sich selbst gestellt und begibt sich auf eine Odyssee.

Meine Meinung:

Was als eine einfache Charakterstudie beginnt, entwickelt sich zu einem Trip in die Abgründe zweier Menschen und zeigt deren Probleme auf. Von interessant bis spannend bietet die Geschichte so einiges an Stimmungen, aber vor allem ist sie sehr bedrückend. Bowles beschreibt die Wüste als das, was sie ist, trist und gefährlich, aber trotzdem wunderschön. Die Charaktere sind nahezu perfekt gezeichnet, dabei bekommen selbst die Nebencharaktere genug Aufmerksamkeit.

Mir hat an diesem Buch einfach alles gefallen, die Geschichte an sich, die Charaktere, aber vor allem die Schönheit der Wüste. Der Schreibstil ist toll und nachvollziehbar, so konnte ich das Buch kaum zur Seite legen.

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Pankrazs avatar

Rezension zu "So mag er fallen" von Paul Bowles

Rezension zu "So mag er fallen" von Paul Bowles
Pankrazvor 9 Jahren

“Erst muss ein völliger Stillstand kommen, ein absolutes Vergessen.“

Nelson Dyar ist nahe dran, der völlige Stillstand scheint gegeben. In Tanger, Ende des zweiten Weltkriegs lässt es sich zwar nicht gut…, aber doch leben. Als Aushilfe eines Bekannten in dessen “Reisebüro“ gibt es auch nicht viel zu tun, aber Sorgen zu machen, dazu hat man später noch Zeit.
Und so macht sich der “Held“, dem so ziemlich alles egal zu sein scheint – Freundschaften und Liebe werden abgetan – auf zu einem großen Trip durch eine verregnete, grausam schöne Stadt. Und kommt in Berührung mit Frauen, echten und scheinbaren Freunden und grübelt nach und stellt sich dem SEIN an sich.

“Wenn man das Dasein doch nur auf den jeweiligen Punkt des Hier und Jetzt begrenzen könnte, ohne Echos, die aus der Vergangenheit herüberzitterten, ohne das Prickeln der Erwartungen aus einer Zeit, die noch nicht gekommen war!“

Alles wird gesehen, alles ausgekostet, alles auch abgetan, ein sonniger Tag in einem dauernden Albtraum kann alles bedeuten, bei erster Gelegenheit lässt man das Leben hinter sich, am Ende bleibt Nelson nur noch Thami, sein marokkanischer Freund, dem er allerdings nicht vertraut.

“Er hatte keine Ahnung, er wusste nichts von diesem Land, außer dass all seine Einwohner sich wie Wahnsinnige aufführten.“

Und Paul Bowles lässt seine Figur weiterwandeln, wanken, schillern, alle Grenzen übertreten im Strudel aus Wahn und Vorstellungen des Wahnsinns, Augenblicken der Klarheit folgen Momente des Rausches, Misstrauen und Zweifel machen sich breit. Dyar, der eigentliche Verbrecher traut dem Ehrlichen alles zu…, ja, schließlich geht er vom Menschen aus, der ihm selbst der nächste ist und Nelson Dyar kommt sich selbst auf seinem Höllentrip viel zu nahe.

“Warum nicht, fragte er sich. Glauben und Zweifeln ist nur eine Frage des Glauben- oder Zweifeln wollens…“

Und so trifft – wie soll man es anders sagen – Paul Bowles mit seiner Reise durch das Menschliche den Nagel auf den Kopf und seinem Helden in seinem Wahn und Rausch gelingt ähnliches.

Der Autor schreibt im Jahrzehnte später verfassten “Nachwort“ sinngemäß, dass “extreme Unbequemlichkeit“ dem kreativen Prozess oft hilfreich sei. Wenn das stimmt (und man zweifelt hier keineswegs) so muss es Paul Bowles beim Verfassen dieses Werkes extrem “unbequem“ gehabt haben, anders ist ein Kunstwerk dieser Präzision kaum zu erklären. Persönlich dachte man nach Beendigung der Lektüre und einer schlaflosen Nacht: Wie hat er das gemacht? Große Verbeugung.

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BTOYAs avatar

Rezension zu "Eisfelder" von Paul Bowles

Rezension zu "Eisfelder" von Paul Bowles
BTOYAvor 10 Jahren

Sehr "starke" Geschichten von denen der Leser nicht unberührt bleibt. Sie ziehen den Leser in ihren Bann und sind alles andere als seichte Kost. Aggressiv und manchmal auch verstörend. Faszinierend und packend. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Zum Buch:
Barranquilla und Corazón, Paso Roja und Tacaté, Santa Cruz und Cold Point: wie seine großen Romane und seine marokkanischen Erzählungen künden auch diese zehn (süd-)amerikanischen Erzählungen von Paul Bowles von der geheimen Magie fremder Orte, deren Namen nach Verheißung klingen, während tatsächlich eine Atmosphäre unfaßbarer Bedrohung und Schrecken über ihnen liegt. Es sind Orte, die ihre Besucher mit magischer Kraft anziehen; Orte, an denen fernab der Konventionen und Schranken des zivilisierten Alltagslebens plötzlich lange verdeckte Aggressionen und Abgründe der menschlichen Existenz aufbrechen; Orte, die Bowles' Helden nicht selten mit der oft erschreckenden Wahrheit über sich selbst konfrontieren.
Was Michael Althen in der "Süddeutschen Zeitung" über die Romane von Pau Bowles schreibt, gilt auch für seine Erzählungen dieses Bandes: "Es geht in ihnen um Einsamkeit und Fremde, um Schicksal und Erfahrung. Die Figuren stecken im Treibsand der Realität, und je heftiger sie sich wehren, desto sicherer gehen sie unter. Sie entfremden oder entfernen sich, töten oder werden getötet. Für niemanden gibt es ein Entkommen aus dem Strudel der Ereignisse."
Zum Autor:
Paul Bowles, geboren 1910 in New York, Komponist und Schriftsteller, gilt heute als Klassiker der amerikanischen Literatur. Der Autor von "Himmel über der Wüüste", der das Leben als permanenten Wandel verstand und mit seiner Frau Jane ruhelos über die Kontinente zog, lebt heute im marokkanischen Tanger. Seine Stories sind eigenwillig, tragisch und von einer Poesie, wie man sie im 20. Jahrhundert nur einmal findet. (1992)

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Paul Bowles wurde am 30. Dezember 1910 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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