Paul Cleave Der siebte Tod

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Inhaltsangabe zu „Der siebte Tod“ von Paul Cleave

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.

Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der - so wird behauptet - sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Großartig! In dem Buch treffe alle verrückten Charakter aufeinander und es wird zum Chaos.

— zickzack

Ungewöhnlich, da der Serienkiller selbst seinen Alltag schildert, von den Problemen mit seiner Mutter bis zu seinen Goldfischen bei denen er

— supersusi

Kurioses tolles jedoch auch Heftiges Buch. Musste es paar mal weglegen weil's mich geekelt hat. Klasse

— Zwergiii1988

Absolut großartig! Bin froh, dass ich schon alle anderen Teile hier liegen habe.

— Frauke2202

Ein Thriller mit der Schmunzel Garantie. Joe ist der etwas andere Serienkiller...

— JosefineS

Naja...

— tinkervanny

Sehr packend, eins meiner Lieblingsbücher.

— HonyPuppe

Ein Thriller mit einer Menge schwarzen Humor!

— Unzertrennlich

super spannend und er macht Lust auf mehr von dem Autor

— harlekin1109

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— Gute_Miene

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    Der siebte Tod

    sinaslesewelt

    17. August 2017 um 11:47

    Wie schon im Klappentext ersichtlich wird diese Geschichte (zum größten Teil) aus der Sicht des Killers erzählt. Diese Idee ist nicht neu – aber immer wieder sehr interessant und erfrischend. Joe ist ein einfacher Mann, der sich dümmer stellt als er eigentlich ist, sodass er von allen Menschen um sich herum unterschätzt wird. So entsteht die skurrile Situation, dass ausgerechnet er als unser Killer im Polizeipräsidium als Putzmann/Hausmeister arbeitet und dabei zusehen kann, wie die Polizisten gegen ihn ermitteln und dabei absolut keine Ahnung haben, dass der Täter längst unter ihnen ist. Noch interessanter wird es, weil Joe nicht nur mordet sondern selbst die Rolle des Ermittlers einnimmt. Denn Jemand nutzt seine Mordserie um selbst einen Mord zu vertuschen und schiebt ihm ein zusätzliches Opfer unter – und das passt ihm gar nicht. Deshalb geht er selbst auf Spurensuche und nutzt dabei natürlich ganz andere Wege als die Polizei. Wirklich gut gemacht! Joe an sich ist ein Charakter, mit dem man klar kommen muss. Er hat einen gewissen schwarzen Humor, der mir sehr gut gefallen hat, aber ein wirklicher Sympathieträger ist er nicht. Was aber auch Sinn macht, schließlich handelt es sich bei ihm um einen Killer und die sollen in der Regel auch nicht sympathisch sein. Man merkt, dass er zwar intelligent, aber psychisch kaputt ist. Dies wird besonders im Bezug auf seine Mutter deutlich, denn da spielen seine Gedanken und Empfindungen erst recht verrückt. In der einen Sekunde liebt er sie über alles, in der anderen versucht er sie zu vergiften. Diese durchaus realistische Darstellung fand ich auf Dauer etwas anstrengend. Einen großen Stellenwert in der dieser Geschichte nimmt auch eine Frau namens Melissa ein. Was es mit ihr auf sich hat wird an dieser Stelle nicht verraten, doch auch mit ihr hatte ich so meine Probleme. Die Idee hinter ihrer Person fand ich sehr gut und durchaus auch sehr spannend, leider hat sie aber auch den Fokus sehr auf sich gezogen und so unseren Protagonisten Joe etwas verblassen lassen. Sie lenkt meiner Meinung nach zu sehr von der eigentlichen Geschichte ab. Fazit Ein interessanter Thriller, der durchaus lesenswert ist, meiner Meinung nach aber auch ein paar Schwachstellen hat. Ich werde die „Reihe“ aber definitiv fortführen.

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  • Der Schlächter von Christchurch

    Der siebte Tod

    zickzack

    16. July 2017 um 00:10

    Es ist ein Krimi aus der Perspektive des Killers, nur dass der Serienkiller nicht alle Opfer umgebracht hat und das es ihm gegen den Strich geht, dass man ihn einen Mord (den siebten) anhängen möchte und gleichzeitig entdeckt er eine Chance selbst heil aus der Sache herauszukommen. Ein wirklich abgedrehte Geschichte, die aber durchweg spannend ist und durch die überhebliche zugleich sarkastische Haltung von Joe einen ab und zu zum Schmunzeln oder zum ungläubigen Kopfschütteln bringt.Ich mag interessante Charakter und Joe Middleton ist einer von diesen. Er hält sich als etwas Besseres als die "dummen" Ermittler, die den intelligenten Joe niemals schnappen werden. Er hat sich als Putzkraft bei der Polizei eingeschleust und mimt dort den geistesbehinderten Joe. Dabei ist er mehr als das.Joe hat eine gespaltene Persönlichkeit. Ja, es ist schwer sich in ihn hineinzuversetzen, da seine Gedanken gern mal springen. Einmal ist seine Mutter der beste Mensch auf der Welt und er liebt sie über alles, dass andere Mal nervt sie ihn so stark, dass er wünscht sie sei tot, was er mit etwas Rattengift versucht zu beschleunigen. Ein anderes Mal hat er Angst vor ihrem Tod oder sieht sich bereits schon alle Vorbereitungen treffen nach ihrem Tod.Er hat sich eine kleine Traumwelt geschaffen in der er ist und bildet sich gern mal was ein. Das Profil, was die Polizei über ihn entworfen hat, stimmt natürlich überhaupt nicht, da er keine schlechte Kindheit hat und keine dominante Person in seinem Umfeld. Aber Joe hatte nicht die blütenreine Kindheit, wie er sich das einredet und seine Mutter ist in der Tat eine sehr einnehmende Persönlichkeit, dazu sein gestörtes Verhältnis zu seinem Vater. Er weißt einige Merkmale eines Serienkillers auf, wenn er diese sich auch selbst nur schlecht eingesteht. Und genau das ist, was ihm letzten Endes zum Verhängnis wird, dass er anderen nicht viel zutraut und dadurch diejenigen unterschätzt, die ihn wirklich gefährlich werden können.Seine Bezieung zu seinen zwei Goldfischen war auch etwas abgedreht, aber irgendwie schon wieder wert sehr darüber zu Schmunzeln. Wer hätte das gedacht, dass ein Serienkiller zwei Goldfische seine besten Freunde nennt?Er macht es einen schwer ihn zu mögen, aber irgendwie hat er doch so seine Momente, wo ich die Möglichkeit gefunden habe ihn auf eine spezielle Weise in mein Herz zu schließen. Ich würde sagen, dass ich eine Hass-Liebe-Beziehung zu dem Charakter entwickelt habe und gleichzeitig bin ich auch ganz froh, dass ich mit nicht vollkommen in ihn hineinversetzen kann. Es wäre doch etwas skurril sich mit einem Serienkiller identifizieren zu können, oder?Joe wurde aus der Ich-Perspektive beschrieben zu 90% in dem Buch. Die zweite Perspektive nahm Sally ein, eine Arbeitskollegin von Joe, die aus der Sie-Perspektive geschrieben wurde. Gegenseitg voneinander dachten sie, dass der andere sehr dumm ist und gar nicht richtig verstand, was um ihn herumg geschah. Von Anfang an eine fatale Fehleinschätzung, die einen von Beiden das Genick gebrochen hat.Anfangs dachte ich so, was diese Perspektive von Sally überhaupt soll. Ich hatte es dann lange Zeit damit abgehakt, dass der Autor Joe durch andere Augen den Leser näher bringen möchte. Erst sehr spät ist mir aufgefallen, dass Sally wirklich eine Schlüsselrolle spielt, obwohl mir das von Anfang an hätte klar sein sollen, aber vielleicht wollte auch ich es ihr nicht ganz zu trauen... Joe hat mich beeinflusst!Die Sache mit Melissa... Wie einer meiner Vorposter schon kritisiert hat, bin auch ich mir nicht sicher, ob dieser Charakter im Buch wirklich sein musste. Natürlich, sie hatte eine Wendung im Buch beschrieben und Dynamik gebracht, aber ich denke, es wäre auch ohne sie gegangen und hätte dem Buch vielleicht auch besser getan. Sie war gerade am Ende ein ziemlich skurriler Aspekt für mich. Das wäre nicht nötig gewesen.Obwohl in dem Buch viele Morde passieren, wurden die ekligen Stellen gut umschrieben, dass das Buch nicht dauerhaft blutig war. Auch Sexszenen wurden nur kurz zusammengefasst. Der Autor hat sich auf das Wichtige konzentriert. Fand ich gut.Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Ich hatte das Buch in einer Woche durch, was für mich wirklich ein kurzer Zeitraum ist. Ich mochte den trockenen Humor, der immer wieder mitgeschwungen ist und gerade die Perspektivenwechsel zwischen Joe und Sally hatten sich nicht nur durch die Ich- und Sie-Perspektive unterschieden, sondern auch wie die Charakter beschrieben wurden.Erschreckend fand ich es für mich persönlich nur, dass ich letzten Endes Joe doch sympathischer fand als Sally, da sie mir mit ihren Schuldgefühlen und ihrer Gottesfrommheit ziemlich schnell auf die Nerven ging. Ich war froh, dass ihre Auftritte ziemlich knapp gehalten wurden. In Joes Kopf war es wesentlich interessanter.Ich gebe den Buch vier Sterne. Ein Stern Abzug wegen der Geschichte mit Melissa, ansonsten ein sehr lesenswertes Buch, vor allen für diejenigen, die mal eine andere Ermittlungsperspektive kennenlernen wollen, als die eines einfachen Polizisten oder sonstigen engeren Berater der Polizei.

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  • ungwöhnlicher Krimi, der Spaß macht

    Der siebte Tod

    supersusi

    05. July 2017 um 10:05

    Dies ist mal ein ganz anderer Krimi, der mir gut gefallen hat. Ja, spannend ist er auch, aber vor allem ungewöhnlich, da der Serienkiller selbst seinen Alltag schildert, von den Problemen mit seiner Mutter bis zu den Allmachtsgefühlen gegenüber seinen Goldfischen beim Füttern. Dass er mordet, als würde er nur Klopapier kaufen empfindet er als völlig normal und in Ordnung. Schließlich braucht jeder ein Hobby. Es macht ihm auch großen Spaß, sich dümmer zu stellen, als er ist, um so die Polizei an der Nase herum zu führen.  Geschrieben ist das Buch auch mit viel Humor, allein die Beschreibung seiner Mutter und ihrer Wohnung ist witzig. Die Art und Weise, wie die Mutter mit ihm umgeht ist ja so bekannt. Vielleicht ist dies etwas extrem, aber im Ansatz kennen wir alle solche Mütter. Immerhin hat er es geschafft auszuziehen. So richtig durchsetzten kann er sich seiner Mutter gegenüber nicht, er ist immer noch in der Rolle des kleinen Jungen gefangen. Und die Schuldgefühle, die sie ihm einreden will, er kümmere sich nicht genug um sie, erträgt er irgendwie. Ab und an macht er sich Luft, indem er etwas Rattengift in ihren Kaffee tut oder die Badewanne mit Fett einschmiert. Aber gleichzeitig hat er auch Angst, dass ihr etwas passieren könnte. Die Grundidee des Buches, dass ein Serienkiller, dem auch ein Opfer zugeschrieben wird, welches er nicht getötet hat, sich an dem anderen Mörder "rächen" will, indem er diesem seine eigenen Morde unterschiebt, machte mich neugierig. Und obwohl Joe in diesem Buch ständig weiter mordet, fiebert man irgendwie mit ihm mit, denn das Ende ist irgendwie absehbar. Man meint, soviel Stoffeligkeit kann nicht gut gehen, doch Joe überrascht einen immer wieder. Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, ist Melissa. Ich finde auch ohne diese Figur hätte man die Geschichte gestalten können und auch das Ende hätte so sein können, wie es ist. Ohne sie wäre es vielleicht noch raffinierter oder spannender gewesen. Aber auch mit ihr hat das Buch Spaß gemacht zu lesen. Mal sehen, was es noch so von diesem Autor gibt.  Ein etwas anderer Krimispaß, mit einem sehr menschlichen Killer.

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  • Der Schlächter von Christchurch

    Der siebte Tod

    Kerry

    10. January 2016 um 18:55

    Joe Middleton ist ein wirklich netter Kerl, der als Reinigungsgehilfe bei der Polizei arbeitet. Joe wirkt etwas unterbelichtet, kommt jedoch mit allen klar, ist aber lieber für sich allein. Joe hat eher wenig Interesse an anderen Geschlecht, nur selten kommt er in Versuchung, sich mit einer Frau einzulassen - wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass seine Verabredungen, die grundsätzlich bei den Frauen Zuhause stattfinden, diese nie überleben, denn Joe ist der "Schlächter von Christchurch". Tatsächlich arbeitet er nicht grundlos als Reinigungskraft bei der Polizei, denn dort bekommt er immer die aktuellen Informationen über die laufenden Ermittlungen, denn wie alle wissen, Joe ist etwas unterbelichtet und keine Gefahr für irgendwen, von daher kann man ihm durchaus das ein oder andere erzählen. Doch Joe ist derzeit etwas verärgert. Sieben Morde wurden dem Schlächter von Christchurch angelastet, was in soweit gar nicht verkehrt ist, nur dass eines seiner Opfer bisher noch nicht gefunden wurde und eines der ihm zugeordneten Opfer gehört nicht ihm, diese hatte nie die "Freude" seiner Bekanntschaft machen dürfen und das ist etwas, das geht ja nun gar nicht, hier muss Joe eingreifen. Behutsam schaut er sich um und ermittelt, wer ihm diesen Mord in die Schuhe geschoben haben könnte. Joe würde allerdings deutlich besser bei seiner eigenen Recherche vorankommen, wenn ihm nicht ständig Sally, eine Arbeitskollegin, auflauern würde. Irgendwie hat diese das Bedürfnis, sich ständig um den unterbelichteten Joe zu kümmern, erinnert dieser sie doch an ihren verstorbenen Bruder und auch seine Mutter nervt ihn ungemein, immerhin besteht sie auf einem wöchentlichen Besuch ihres einzigen Sohnes. Joe selbst hat hingegen nur zwei wirkliche Freunde, Pickle und Jehova, seine Goldfische, um die er sich rührend kümmert. Eines Abends begegnet Joe in einer Bar Melissa, eine Frau, die voll und ganz seinem Typ entspricht und er beschließt, es mit ihr zu versuchen, obwohl dies nicht vorgesehen war und er auch keine Recherchen über sie angestellt hat, aber sie passt einfach zu ihm, scheint perfekt und vor allem verfügbar. Doch die Begegnung mit Melissa wird ihm noch sehr lange im Gedächtnis bleiben und da ist ja immer noch das Problem mit dem Nachahmer und schlimmer noch, die Polizei scheint dem Schlächter immer näher zu kommen ... Der Schlächter von Christchurch! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Situationen gefallen, in denen Joe auf Sally trifft, denn beide denken unabhängig voneinander, dass der andere unterbelichtet ist, was immer zu erfrischenden Irrungen und Wirrungen innerhalb der Story führt. Die Figuren wurden authentisch und abwechslungsreich erarbeitet, wobei ich an dieser Stelle betonen muss, dass ich weder Joe noch Melissa jemals in natura begegnen will! Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch kam es zwischendrin zu kleinen Längen, die meinen Lesefluss jedoch nicht allzu sehr gebremst habe. Abschließend muss ich jedoch noch sagen, dass ich das Schriftformat des gedruckten Buches etwas ungünstig, sprich klein fand, sodass mir das Lesen, gerade abends, auf Grund der Schriftgröße, nicht allzu leicht fiel.

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  • Ein solides Debüt mit einigen Mängeln

    Der siebte Tod

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2015 um 12:39

    INHALT: Joe ist ein guter Mensch. Er kümmert sich liebevoll um seine Fische, besucht seine Mutter regelmäßig und übt seinen Beruf ordnungsgemäß aus. Nur sein Hobby ist etwas ungewöhnlich, denn er bringt Frauen um. Darin sieht er selbst kein Problem. Es gibt ja schließlich genügend Frauen, da fällt es doch kaum auf, wenn er ab und zu mal eine umbringt, oder nicht? Was ihm allerdings so gar nicht gefällt, ist die Tatsache, dass ihm ein Mord zugeschrieben wird, für den er ausnahmsweise mal nicht verantwortlich ist. Wer auch immer das getan hat, Joe wird ihn dafür büßen lassen. Er beginnt selbst zu ermitteln' AUFBAU: Die Geschichte hat zwei Ich-Perspektiven. Hauptsächlich begleiten wir den Killer Joe, ab und zu bekommen wir aber auch Einblick in die Perspektive von 'Sally', einer Kollegin von Joe. MEINE MEINUNG: Was dieses Buch zu etwas Besonderem macht ist die Perspektive. Wie in Thrillern üblich begleiten wir dieses Mal nicht den Ermittler bei der Aufklärung des Falles, sondern den Killer selbst. Dieser geht ganz anders an die Sache ran und sorgt damit für frischen Wind in dem Genre. Der Schreibstil ist gut lesbar und passt sehr gut zum Aufbau der Story. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es aber dennoch, denn Joe ist nicht gerade ein sympathischer Charakter. Er hat ein ziemlich großes Ego, ist nicht in der Lage Mitgefühl zu entwickeln und hat zum Teil eine gespaltene Persönlichkeit. Das beste Beispiel diesbezüglich ist sein Verhältnis zu seiner Mutter. Wie in der offiziellen Kurzbeschreibung bereits zu lesen, vergiftet er sie gerne Mal mit Rattengift und denkt sich nichts Böses dabei. Als wenig später sein Telefon klingelt hat er jedoch große Angst. Er macht sich schreckliche Sorgen um seine Mutter und fürchtet, dass ihr etwas passiert sein könnte. In einem Moment ist sie eine Plage, kurz darauf der wichtigste Mensch in seinem Leben. Dieses Verhalten von Joe hat natürlich durchaus seinen Sinn. Er ist immerhin ein Serienkiller und das wäre er ja nicht, wenn er 'richtig ticken' würde. Dennoch fiel es mir am Anfang schwer, seinen Gedanken zu folgen. Auch die fehlende Sympathie ist logisch, leider hatte dies aber auch zur Folge, dass ich mich im Buch weniger 'zuhause' gefühlt habe. Die Geschichte rund um 'Melissa', auf die ich inhaltlich jetzt nicht weiter eingehen werde, konnte mich ebenfalls nicht ganz überzeugen. Sie hat meiner Meinung nach zu sehr von Joe und seinen Machenschaften abgelenkt, was der Geschichte viel Dynamik genommen hat. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle den schwarzen Humor des Buches. Auch wenn ich Joe's Gedankengänge teilweise schlecht nachvollziehen konnte, liebe ich die Art und Weise, wie er seine Taten betrachtet. Er spart nicht mit Sarkasmus und hat oft einen sehr nüchternen Blick auf das Geschehen. Ich liebe das! DER LESER SOLLTE: - sich auf die andere Perspektive einlassen können - mit einem unsympathischen Protagonisten kein Problem haben - nicht zu viel Brutalität erwarten. Es gibt die ein oder andere Stelle, doch im Großen und Ganzen werden die wirklich harten Szenen ausgelassen FAZIT: Ein solider Thriller mit einer interessanten Perspektive. Bis zum Mittelteil wirkt es auf mich etwas langatmig, danach konnte es aber sehr gut Spannung erzeugen. Das Ende ist sehr gelungen, ich werde auf jeden Fall die 'Christchurch'-Reihe weiter verfolgen.

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  • Ungewöhnlicher Thriller mit Tendenzen zur Satire - teilweise zynisch und brutal

    Der siebte Tod

    Thommy28

    16. September 2015 um 15:13

    Über den Inhalt informiert die Kurzinfo hier auf der Buchseite; ausserdem geben die fast 100 Vor-Rezensionen genügend Einblick. Ich beschränke mich daher auf meinen persönlichen Eindruck: Zwar ist der Plot als solcher - ein Serienmörder geht um - nicht gerade neu. Ungewöhnlich ist aber, dass fast das ganze Buch aus Sicht eben dieses Serienmörders in Ich-Form geschrieben wurde. Nur kleinere Sequenzen sind in Erzählform aus einer zweiten Sicht heraus eingeschoben. Was aber besonders und schon gleich von Beginn an auffällt ist die absolut aussergewöhnliche Schreibweise des Autors. So schwankt das Ganze zwischen recht brutalen Mordbeschreibungen bis hin zu einer fast satirischen Schreibweise. Das hat mir ausserordentlich gut gefallen, wenngleich man sich erst dran gewöhnen muss. Aber dann ist dies für meinen Geschmack schon ein Alleinstellungsmerkmal in dem sonst doch ziemlichen Einerlei der Thrillerliteratur. Für ein Erstlingswerk sehr beachtlich. Mit einem kleinen Bonus für eben die Tatsache, dass es sich um das erste Buch des Autors handelt, habe ich mich für (wohlwollende) 5 Sterne entschieden. Mal sehen, ob der Autor das Niveau mit den nächsten Bänden der Christchurch-Reihe halten kann.

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  • Lesen!

    Der siebte Tod

    LinusGeschke

    21. August 2015 um 10:53

    Ich habe viele Thriller gelesen. Gute. Schlechte. Mittelmäßige. "Der siebte Tod" gehört in keine der genannten Kategorien - er ist herausragend! Die Geschichte um Joe, den Serienkiller, wird in der Ich-Form erzählt. Joe ist ein krankes Hirn, ein Gestörter, aber einer, den man fast schon gern haben muss: In der Beziehung erinnert mich das Ganze ein wenig an DEXTER. Seine Überlegungen, die Hassliebe zu seiner Mutter, seine einzigen Freunde, die Goldfische...all das hat soviel Klasse, dass es einen erschreckt, wie tief man in seine Gedankenwelt eintaucht. Überhaupt sind die Fuguren alle grandios: Sally, die den angeblich geistig minderbemittelten Joe für ein Pendant ihres toten Bruders hält und ihn mit Zuneigung überhäufen will. Melissa, die Killerin, der ich eine der schlimmsten Folterszenen zu verdanken habe (ich sage nur: Hoden!), die ich je gelesen habe und die Mutter, die man spätestens zur Hälfte des Buches selber erschlagen will. Mr. Cleave: Das ist ganz großes Kino! Eine hundertprozentige Leseempfehlung für alle, die auf harte Thriller stehen. Für alle, die Pageturner lieben. Für alle, die gut gezeichneten Figuren und einer mehr als außergewöhnlichen Handlung etwas abgewinnen können. Apropo: Der Folgeband "Opferzeit" spielt in exakt der gleichen Liga weiter!

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  • Ein Mörder auf Mörderjagd

    Der siebte Tod

    Betsy

    11. May 2015 um 21:27

    "Ich bin ein ganz gewöhnlicher Kerl. Joe, ein absoluter Durchschnittstyp. Der einfach ein Hobby hat. Ich bin kein Psychopath. Ich höre keine Stimmen. Ich töte nicht für Gott oder Satan oder den Nachbarshund. Ich bin nicht mal religiös. Ich töte für mich selbst. So simpel ist das."In diesem Thriller geht es um Joe, einer Reinigungskraft bei der Polizei, der sich den Leuten gegenüber als geistig zurückgeblieben ausgibt und in Wahrheit der gefürchtete Schlächter von Christchurch ist. Durch seine Arbeit am Revier, ist er hautnah bei der Ermittlung gegen ihn selbst dabei und erhält alle wichtigen Informationen darüber ob ihm jemand auf die Schliche gekommen ist. Als ein anderer Mörder ihm ein Opfer quasi unterschieben will, beginnt er selbst zu ermitteln und wird dank seiner penetranten und etwas verrückten Mutter, seiner Kollegin Sally, seinen Goldfischen und seinem Pech selbst überfallen zu werden, ziemlich gefordert.Dieser Thriller hat mich doch ziemlich durch seine lockere und satirische Art überrascht. Zum Glück allerdings nicht negativ, die Handlung war erfrischend anders und auch wenn der Thrill sehr in den Hintergrung gerückt wurde, war dieses Buch genial geschrieben.Die Geschichte wird aus 2 Erzählperspektiven erzählt. Einerseits von Joe und andererseits von seiner Kollegin Sally. Faszinierend bei diesen beiden Figuren ist, dass er denkt sie ist geistig zurück geblieben und sie denkt, dass das auf ihn zutrifft, obwohl er sich einfach nur grandios verstellt. Er nimmt eher die negativen Dinge in seinem Umfeld wahr, während sie versucht alles positiv zu sehen.Sally ist religiös und kommt leicht naiv rüber. Sie versucht Joe zu helfen, da sie selbst einen behinderten Bruder hatte und dessen Verlust nun auf Joe projeziert. Joe hingegen ist ziemlich komplex. Er hat oftmals eine starke Selbstüberschätzung von sich selbst (besonders gegenüber Frauen) und ist der sprichwörtliche Wolf (Killer) im Schafspelz (Overall)."Ich bewege mich unter all diesen Menschen, und niemand weiß, wer ich bin. Sie schauen mich an und sehen nichts weiter als einen Mann in einem Overall. Ihr Leben liegt in meinen Händen, und ich bin der Einzige, der das weiß. Ich fühle mich einsam und mächtig zugleich."Joe ist oftmals ziemlich widersprüchlich, besonders in Bezug auf seine Mutter. Er will sie zwar nicht töten, aber schüttet Rattengift in ihren Kaffee und ist danach erleichtert, dass es ihr gut geht und sogleich wieder genervt, dass sie ihn anruft. Dann widerum bildet er sich viel auf seine eigene Menschlichkeit ein, weil er ja nicht unnötig Menschen abschlachtet und sich um seine Goldfische kümmert, die von ihm abhängig sind. Zeitweise kommt er etwas Kindlich rüber und der Eindruck entsteht, dass er wohl doch nicht so ganz geistig gesund ist, wie er denkt. Er hasst Routine und liebt die Herausforderung, besonders wenn es um seine Opfer geht. Zwar hat er sein "Werkzeug" immer dabei, aber falls es dann doch anders kommt, ist er flexibel und passt sich an. Er dreht und wendet einfach alles, wie es ihm gerade passt und seine Laune schlägt schnell um.Fazit: Ein Thriller, der sehr satirische Seiten hat. Etwas thrillig und blutig wird es erst gegen Ende, aber Joes Sicht der Dinge und sein Umfeld packen den Leser von Anfang an, besonders bei Szenen mit Sally oder seiner Mutter. Dieses Buch lebt von den grandiosen und teils sehr skurilen Charakteren. Ungläubiges Kopfschütteln und Schmunzeln garantiert! Gänsehautfeeling kommt zwar nicht auf, aber darüber sieht man leicht hinweg, denn das Buch liest sich, dank relativ kurzer Kapitel, sehr schnell und ist mal was erfrischend anderes als ein herkömmlicher Thriller.

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  • Spannende Geschichte aus der Sicht eines Mörders

    Der siebte Tod

    sparks88

    14. October 2014 um 19:44

    Der Inhalt in aller Kürze: Joe ist hauptberuflich eine Putzkraft bei der Polizei in Christchurch, nebenberuflich ist er ein Mörder. Ein Mörder mit Herz, der mehrmals täglich seine Fische füttert und regelmäßig seine Mutter besucht und sie mit Kaffee, versetzt mit Rattengift, verwöhnt. Vor allem durch seine Arbeit bei der Polizei erfährt er viel über den Schlächter von Christchurch, der bereits sieben Frauen umgebracht haben soll. Joe weiß es allerdings besser, es waren sechs Frauen. Er muss denjenigen finden, der die siebte Frau umgebracht hat und dafür seine Handschrift verwendet um ihn für die eine Tat zu bestrafen. Dabei könnte Joe ihm aber auch gleich die anderen sechs Morde in die Schuhe schieben. Der Eindruck der Protagonisten: Selten habe ich ein Buch gelesen, der aus der Sicht des Mörders geschrieben ist. Das macht das Buch nicht nur spannend, es führt auch in Abgründe hinein. Man kann nur ständig den Kopf über Joe schütteln, der sich für sehr schlau und überlegen hält. Sympathie für ihn kam beim Lesen (zum Glück) keine auf. Auch andere Charaktere werden von Cleave liebevoll in die Szenerie hineingeschrieben, die Joe meist mehr im Weg stehen, als ihm zu helfen. Daher kann man sich mit ihnen eher identifizieren, immerhin kämpfen sie bewusst oder unterbewusst gegen das Böse an. Der Schreibstil und die Wirkung des Buchs: Das Buch ist sehr einfach geschrieben. Die kurzen Kapitel führen in einem angenehmen Tempo durch die Geschichte. Und sollte das Gefühl der Langeweile aufkommen, sorgt das Folgekapitel für Spannung, Erschrecken oder Ekel. Eine sehr gute Mischung, die das Buch flüssig und durchgehend spannend macht. Abschließendes Fazit: Das Buch ist krank, man leidet Phantomschmerzen, es hat viele Wendungen, die man so nicht glauben möchte. Super Buch, das man gelesen haben muss.

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  • "Okay Buch"

    Der siebte Tod

    kitty_montamer

    Gefällt mir: Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe - dem Täter - erzählt. So bekommt man als Leser einen sehr tiefen Einblick in dessen Sichtweise und Gedankenwelt. In manchen Teilen der Story sympathisiert man so sogar mit ihm. Er scheint der normale Kerl von Nebenan zu sein. Lebt allein, arbeitet als Hausmeister in einer Polizeistation und hat eine Art Hassliebe zu seiner Mom. Sein Vater ist vor ein paar Jahren verstorben. Es hat mir sehr gefallen auch einmal diese Erzählweise zu erleben. Allen voran von Joes Sarkasmus war ich total entzückt. Neugierig verfolgte ich den Verlauf den Thrillers. Wissbegierig, ob es der Spannung gut tun wird, von vorne herein zu wissen, wer die ganzen Frauen getötet hat... Gefällt mir nicht: Leider konnte mich der Thriller nicht richtig packen. Anfangs war ich noch sehr gespannt, doch dann zieht sich die Geschichte wie Kaugummi. Erst beim Auftauchen eines Nebencharakters empfand ich eine Art von Neugier die ich persönlich allerdings nicht als Spannung bezeichnen würde. Lieblingszitat: Ihr Äußeres lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass sie etwas unterbelichtet ist. Erst wenn sie spricht, wird einem klar, dass man sich mit jemanden unterhält, bei dem zwar die Lichter brennen, wo aber niemand zu Hause ist. Zitat aus "Der siebte Tod" Bewertung: Zu einem guten Thriller gehört nach meinem Empfinden eine ordentliche Dosis Spannung, die bei "Der siebte Tod" bei mir einfach nicht auftauchen wollte. Das ist ein ordentlicher Minuspunkt. Das Drumherum, wie die Nebencharaktere und natürlich allen voran Joe, haben mir sehr gut gefallen. Einen Thriller aus der Sicht des Täters zu lesen war für mich mal etwas Anderes und hat mich bedingt positiv überrascht. Bedingt deshalb, weil ich schon einige Parallelen zu "Dexter" gesehen habe. © www.mybooksparadise.de

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    • 4

    kitty_montamer

    07. August 2014 um 15:15
  • „Sie atmet nicht mehr. Ups!“

    Der siebte Tod

    Ines-R

    Dieses Buch ist anders als die gängigen Thriller und Krimis, die ich bisher gelesen habe. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist klasse! Paul Cleave schafft es, einem den Mörder Joe in seinem ganzen Facettenreichtum nahezubringen. Dabei mangelt es nicht an schwarzem Humor, besonders wenn es um die Sichtweisen eines Psychopathen geht. Mir gefiel da vor allem die Ausarbeitung der Beziehung zu seiner Mutter, die mich des Öfteren an Psycho von Hitchcock erinnert hat. Gleichzeitig wird der innere Kampf von Joe sehr gut dargestellt: Einerseits möchte er frei von seiner nervenden Mutter sein, andererseit liebt er sie und kann sich ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen. Er kippt ihr Rattengift in den Kaffee und macht sich beim nächsten Telefonklingeln Sorgen, seiner Mutter könnte etwas Schlimmes geschehen sein. Die Emotionskälte eines Psychopathen wird sehr gut beschrieben, dazu seine überdurchschnittliche Intelligenz aber auch sein narzistisches Verhalten. Und immer wieder diese kleinen satirischen Stellen. „Sie atmet nicht mehr. Ups!“ Einfach erfrischend amüsant für einen Thriller. „Der siebte Tod“ ist durchweg spannend. Lediglich im ersten Viertel empfand ich so rund 60 Seiten als etwas langatmig, vielleicht lag es aber auch an mir, denn ansonsten konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall, denn man wird mit einem sehr verzwickten und unvorhersehbaren, aber durchweg logischen und keinesfalls konstruierten Ablauf belohnt, der zu einem erst ganz am Schluss vorhersehbaren Ende führt. Das Leben wird durch Zufälle bestimmt, und manchmal treffen sie genau im falschen Moment aufeinander. Eine klare Leseempfehlung von mir. Ein Hinweise noch am Rande: Der Roman wird im Präsens und aus der Ich-Perspektive erzählt.

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    • 2

    Floh

    22. July 2014 um 15:57
  • Rezension zu Der siebte Tod

    Der siebte Tod

    KruemelGizmo

    Joe arbeitet tagsüber als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er füttert seine Fische, besucht mindestens einmal die Woche srine Mutter, der er gelegentlich Rattengift in den Kaffee mischt. Er vergolgt die Morde des Schlächters von Christchurch, der sieben Frauen umgebracht hat. Nur gibt es da ein Problem, der Schlächter hat nur sechs Frauen umgebracht, das weiß Joe ganz genau. Er wird den Nachahmer finden und er wird ihn bestrafen und ihm die anderen Morde anhängen. Jetzt muss er sich nur noch um die Frauen kümmer, die ihm im Weg stehen.  Mal ein ganz anderes Buch, da es zum größten Teil in der Ich-Form des Serienkillers geschrieben ist. Am Anfang war es schon sehr ungewohnt beim lesen, fand aber sehr schnell rein. Joe ist ein ungewöhnlicher Charakter und seinen Analysen über sich zu folgen macht wirklich Spaß (auch wenn er dabei völlig daneben liegt). Es war auf jedenfall mal ein ganz anderer Thriller, da er fast ohne Ermittlung der Polizei auskommt (eigentlich verfolgt Joe nur die Ermittlungen) und man von Anfang bis Ende dem Serienkiller in seiner Welt begleitet. Lesenswert!

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    • 5
  • Gnadenlos und brutal, zynisch und witzig zugleich!

    Der siebte Tod

    Sonoris

    "Der siebte Tod" ist das Erstlingswerk von Paul Cleave, welches er im Zeitraum von fünf Jahren (zu entnehmen aus der Danksagung) geschrieben hat und 2006 in Neuseeland und 2007 bei uns veröffentlicht wurde. Mit diesem Roman hat sich der Neuseeländer recht schnell einen Namen gemacht und Leser für such gefunden. Seitdem veröffentlicht er einmal im Jahr (bis auf 2009) einen Roman, die mehr oder weniger genauso gut beim Publikum angekommen sind. Allerdings gehen die Meinungen der Leser und die der Presse (siehe u. a. www.krimi-couch.de) auseinander. Sind die Leser überwiegend begeistert und sprechen von einem spannenden und hervorragenden Roman, der Rezensent bei www.krimi-couch.de spricht dagegen von holzschnittartigen Charakteren und fehlender Substanz bei der Geschichte, so dass keine anhaltende Spannung aufkommen will. Meiner Meinung nach hat Paul Cleave mit “Der siebte Tod” einen außergewöhnlichen Roman geschrieben, der durch die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird sowie durch die besondere Sichtweise und Bewertung der Umwelt und Erlebnissen des Protagonisten Joe´s besticht. Hinsichtlich des Stils sind nicht nur die beiden Erzählstränge zu erwähnen, wovon der eine von Joe ist, der seine Geschichte in der Ich-Form erzählt und der andere in der dritten Person über Sally berichtet. Sondern auch und besonders wegen des Charakters von Joe, der mit seiner, oben schon erwähnten, herausstechenden Sichtweise und Bewertung seiner Umwelt und seiner Mitmenschen, dem Roman seine außergewöhnliche Note verleiht. Diese außergewöhnliche Note zeigt sich dann ebenfalls dadurch, dass der Roman, bedingt durch die Taten mit der entsprechenden emotionalen Haltung von Joe, auf der einen Seite gnadenlos und kalt ist, und durch seine Arroganz auch ein hoher Anteil an Humor miteinfließt. Mögen die Charaktere an manchen Stellen zu grob ausgearbeitet worden sein und auch nicht besonders in die Tiefe gehen, so hat Paul Cleave nichtsdestotrotz einen grandiosen Roman veröffentlicht, der zwischen Brutalität sowie Gnadenlosigkeit und Humor und damit auch Unterhaltsamkeit pendelt. Den Spannungsanteil brauche ich hier eigentlich nicht mehr zu erwähnen, da dies aus meinen Worten bezüglich des Erzählstils und des Charakters von Joe hervorgehen sollte. Von der - nicht nur sprichwörtlichen! - ersten bis zur letzten Seite hat der Autor es geschafft mich zu fesseln! Dies ist aber auch einem genialen Aufbau der Ereignisse und Handlungen der Geschichte zu verdanken. Und gerade die daraus resultierende flüssige Lesbarkeit zeigen die hohen schriftstellerischen Fähigkeiten von Paul Cleave. Manche mögen noch im Verborgenen schlummern, die vielleicht noch an manchen Stellen herausgearbeitet und verfeinert werden müssen, aber durch dieses Debut hat Paul Cleave erst mal ein paar Leser an sich binden können, die vielleicht einen darauf folgenden weniger eindrucksvollen Roman verzeihen werden. Ob ich persönlich einen weiteren Roman von ihm lesen werde, bin ich mir trotz meiner Begeisterung für “Der siebte Tod” gar nicht so sicher, was ich auch zunächst nicht verstehen konnte. Doch nun vermag ich mir diese Unstimmigkeit zu beantworten: “Der siebte Tod” ist ein hervorragender Roman, der mich an manchen Stellen an meine Grenzen bezüglich der dargestellten Gewalt sowie der sehr negativen und destruktiven Stimmung und Handlungen des Protagonisten brachte. Allerdings ist dieses Werk auch nur ein Krimi (mehr verspricht der Verlag auch nicht!), ein sehr humorvoller und teilweise auch brutaler, aber auch nicht mehr! Denn da fehlen mir in der Tat an manchen Stellen die Tiefe bei den Charakteren sowie eine ausführlichere Beschreibung des Ortes und der Emotionen, die die Stimmung letztendlich ausmachen. Ich werde dies aber für mich noch offen lassen, und vielleicht greife ich auch noch mal zu einem weiteren Roman von Paul Cleave, wenn ich einfach nur gut unterhalten werden will.

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  • Der siebte Tod

    Der siebte Tod

    bookgirl

    Inhalt Auf den ersten Blick scheint Joe ein harmloser Außenseiter zu sein. Er putzt bei der Polizei, besucht einmal die Woche seine Mutter, liebt seine zwei Fische – wenn, ja wenn er nicht auch noch anderen Tätigkeiten nachgehen würde. Als in der Presse immer wieder Nachrichten über den Schlächter von Christchurch erscheinen und in diesen behauptet wird, dass dieser sieben Frau ermordet haben soll, wird Joe hellhörig. Denn er weiß, dass es nicht sieben Frauen sind. Er weiß, dass es einen Nachahmer gibt. Und Joe wird nicht eher ruhen, bis er diesen gefunden hat. Meine Meinung Joe Middleton ist ein anderer Serienkiller. Warum anders? Er spricht zu dem Leser und diese direkte Ansprache, dieses Mitteilen seiner Gedanken und Gefühle, das Erklären seiner Taten - all dies kannte ich bisher so noch nicht. Und genau dieses durch die Geschichte führen, macht für mich Joe und auch das Buch zu etwas besonderem. Noch dazu, wo Joe durch seine Beweggründe automatisch auch immer ein wenig Humor in die Handlung einfließen lässt. Paul Cleave skizziert mit Joe einen leicht zurück geblieben wirkenden Charakter, der bei der Polizei putzt, eine furchtbar anstrengende Mutter hat und dessen einzige Liebe seinen Fischen gilt. Und bei all dem Irrsinn, den er auf jeder Seite verströmt, gelingt es dem Autor dennoch auch Sympathien und Mitleid zu wecken. Doch Joe täuscht seine Umwelt auf geschickte Art und kommt so an Informationen, die ihm sonst verwehrt geblieben wären. Er ist clever, gerissen und intelligent, hat jedoch auch eine Gedankenwelt, die mich häufiger amüsiert hat. Man kann kaum fassen, dass er wirklich glaubt, was er denkt, aber so ist er halt – der Joe. Der Schreibstil des Autors ist bis zur Hälfte des Buchs zwar spannend, aber dennoch eher gemächlich, nimmt dann jedoch eine Wendung, die wohl jeden Leser überraschen wird. Ich war auf jeden Fall sprachlos, wie schnell sich die Geschehnisse und Joes Ausgangslage verändert hatten. Kompliment daher an Paul Cleave, der dadurch den Spannungsbogen von Hundert auf Tausend erhöht hat. Noch dazu kommt der Autor ohne großes Blutvergießen aus, sodass sich der Thrill so wie bei Joe auch beim Leser im Kopf abspielt. Das Ende ist recht offen gehalten, sodass ich mir eine Fortsetzung mit Joe vorstellen könnte. Fazit "Der siebte Tod" ist ein etwas anderer Thriller. Spannend, unterhaltsam, mit humorvollen Momenten und einer Wende in der Geschichte, an der man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Einen Punktabzug gibt es jedoch dafür, dass mir der Schreibstil an manchen Stellen zu gemächlich war.

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    Arun

    24. March 2014 um 11:52
  • Thriller und schwarzer Humor - passt das zusammen? ....

    Der siebte Tod

    carpe

    28. February 2014 um 22:50

    .... die Antwort lautet. Ja! Kurzbeschreibung (Quelle: krimi-couch.de): Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff – tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der – so wird behauptet – sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen. Wow. Ein Buch was es durchaus insich hat. Die Schreibweise sehr interessant. Hauptsächlich in der Ich-Form, wobei „Ich“ der Joe, der Serienkiller ist. Und trotzdem der Leser von Anfang an weiß, wer der eigentliche Killer ist, bleibt das Buch spannend von Anfang bis Ende. Weil erstens will man wissen, wer den siebten Mord begangen hat und zweitens ob Joe seine „Hausaufgaben“ richtig gemacht hat .... wobei ich mehr hierzu nicht sagen möchte .... Besonders skuril, dass sich Joe verstellt von einer Sekunde auf die nächste vom hochintellgenten Killer und sympathischen Frauentyp zum geistig minderbemittelten Mann. Obwohl seine Gedankengänge schon sehr ekelerregend, brutal und gestört sind, wird er dem Leser sehr sympathisch vermittelt. Was sicher durch die gehörige Portion schwarzen Humor verstärkt wird. Trotz der Brutalität konnte man doch relativ oft schmunzeln. Allerdings konnte ich das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, auch wenn es die flüssige spannende Schreibweie durchaus zugelassen hätte. Zwar wurden nicht die (alle) Taten selbst anschaulich beschrieben, aber viele Gedanken wurden so transparent gemacht und zeugten von äußerster Brutalität, dass ich das Buch öfter mal für ne halbe Stunde oder so beiseiten legen musste und erstmal verdauen musste. Zeitweise weist das Buch auch nicht ganz zuende gedachte Formulierungen auf: - „Ich ziehe ein Foto raus und lege es mit dem Bild nach oben auf meine Arbeitsplatte. Es ist das erste in einer Serie von neun. Sie ist nicht auf allen zu sehen, aber auf den meisten. [.....] Auf vier Fotos blickt sie mich an [...] Die anderen sechs Fotos zeigen das Schlafzimmer aus verschiedenen Blickwinkeln.“(S.59) -und an einer anderen Stelle wurde von drei guten Gründen geschrieben, aber dem Leser nur zwei dargelegt, der dritte bleibt verborgen Fazit: das Buch ist es ein Lese“Vergnügen“ der anderen Art. Ein Thriller voller Brutalität, absolut nix für schwache Mägen und Nerven. Aber in einer humorvollen Art verpackt, dass es einfach nur empfehlenswert ist.

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