Die Saat des Killers

von Paul Cleave 
3,9 Sterne bei16 Bewertungen
Die Saat des Killers
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (12):
Maraki_Marys avatar

Sehr spannendes Buch!! Paul Cleave wieder in Hochform! Mein Lesehighlight 2018

Kritisch (1):
Ashimauss avatar

Interessante Thematik, leider ist Die Umsetzung nicht gelungen. Kaum Spannung und alles etwas flach.

Alle 16 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Saat des Killers"

Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453439245
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.06.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Thematik, leider ist Die Umsetzung nicht gelungen. Kaum Spannung und alles etwas flach.
    Leider auch wieder eine Enttäuschung

    ⭐REZENSION⭐

    Vielen lieben Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplares an den Heyne Verlag <3

    Wieder ein Lieblingsautor von mir, der mich jedoch schon mit seinem letzten Buch immens enttäuscht hat. Um so gespannter war ich natürlich auf sein neues Buch!

    Die Thematik, die hinter der Geschichte steht, fand ich schon immer super interessant und war dementsprechend natürlich auf die Umsetzung gespannt :-)

    Leider muss ich sagen, dass mich auch dieses Buch nicht packen konnte! Ein Fünkchen Spannung kommt erst zum Schluss auf, wenn die Geschehnisse etwas rasanter werden. Ansonsten verfolgen wir zwar den Protagonisten Joshua, der auch sehr sympathisch ist, dem aber trotzdem ein gehöriges Stück Tiefe fehlt!

    Der Schreibstil ist wie immer flüssig lesbar und auch das Hörbuch ist klasse vertont, aber man ist nie wirklich mitten drin im Geschehen. Man verfolgt den ganzen Verlauf sehr nüchtern und distanziert, die Gedanken schweifen ab wie bei einem Film, der nicht das Interesse wecken kann.

    Das Buch hält zwar eine tolle und interessante Wendung eines Aspekts der Geschichte bereit, aber wirklich aufwerten tut es das leider nicht!

    Die gesamten Charaktere sind zwar sehr liebenswert, aber alle sind trotzdem zu flach gehalten. Man kann sich in keinen heineinfühlen, geschweige denn seine Handlungen nachvollziehen. Da bin ich von Cleave einfach besseres gewöhnt!

    Schade wirklich schade, daher kann ich nur 2/5 ⭐ vergeben!

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    NiWas avatar
    NiWavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein großartiger Roman, für Cleave aber mit wenig Thrill, in dem der Autor jedoch neue Facetten zeigt.
    Mörderische Träume

    Joshuas Vater ist Polizist und wird bei einem Einsatz getötet. Für Joshua ändert sich mit einem Schlag sein Leben, weil ihm sein Vater ein Geschenk hinterlässt: Er spendet dem blinden Jungen seine Augen, damit er die Welt für sich entdecken kann. Allerdings ist bei der Operation ein Fehler passiert und Joshua wird das Auge eines Killers eingesetzt. Daraufhin hat er furchtbare Träume, die er sich nicht erklären kann.

    "Die Saat des Killers" musste ich unbedingt lesen, weil ich endlich mal wieder Lust auf Cleaves Christchurch hatte. Wer Paul Cleave bereits kennt, muss sich auf eine ungewöhnliche Geschichte einstellen, die mir dennoch ausgezeichnet gefallen hat.

    Joshuas Vater stirbt bei einem Einsatz, als er und sein Kollege Ben einen Mörder stellen. Nach dem Tod seines Dads ändert sich Joshuas Leben von Grund auf, weil der blinde Junge die Augen seines Vaters erhält.

    Gleich zu Beginn wird man in die Mordszene hineinmanövriert, und sieht, wie Joshuas Vater um's Leben kommt. Hier zeigt sich Cleave, wie man ihn kennt. Blutig, schnörkellos und knallhart leitet er den Tod der Figuren herbei, um im Anschluss Joshua aus der Blindenschule abzuholen.

    Bei einer Transplantation ist Zeit ein wichtiges Kriterium. Joshua kommt nicht einmal dazu, den Tod des Vaters zu realisieren, schon wird er operiert und findet sich mit einem Verband um die Augen im Krankenhaus wieder.

    Daraufhin findet sich der 16-Jährige in die Welt der Sehenden ein. Nur diese grausamen Träume suchen in heim, in denen er sieht, wie sein Vater getötet wird.

    Mit dem Polizeieinsatz hat mich Cleave sofort wieder nach Neuseeland gezogen. Ich mag sein Christchurch und wie die polizeilichen Ermittlungen in dieser Stadt laufen. Doch dann sieht der Autor vom Ermittlungsstrang ab, und wendet sich in erster Linie Joshua zu.

    Für Joshua öffnet sich eine neue Welt, was sehr interessant zu lesen ist. Er war sein bisheriges Leben lang blind. Jetzt kann er sogar auf eine normale Schule gehen, und sehenden Auges die Zukunft planen. Zudem ist Joshua verwirrt, weil er eben den Tod des Vaters und die neue Lebenssituation verkraften muss. Außerdem wird er von merkwürdigen Visionen geplagt, die er sich nicht erklären kann.

    Gerade dieser Part um Joshua hat mir enorm gefallen, weil Cleave damit zeigt, dass er nicht nur mit den bösen Jungs kuscheln kann. Der jugendliche Protagonist nimmt zwar oftmals den Thrill aus der Handlung raus, gibt dafür aber fesselnden Raum für die Entwicklung der Story her.

    Thematischer Hintergrund des Romans ist zelluläres Gedächtnis. Es gibt die Annahme, dass sich transplantierte Organe an ihre biologischen Eigentümer erinnern, und es deshalb bei Organempfänger manchmal zu merkwürdigen Anwandlungen kommt. Beispielhaft werden die plötzliche Vorliebe für deutsches Bier oder der unabdingbare Drang, Klavier zu spielen, angeführt, obwohl der Empfänger vor der Operation niemals damit in Berührung kam. Und nun stelle man sich vor, man bekommt das Herz eines Serienkillers eingesetzt …

    Die Handlung ist für einen Cleave relativ ruhig, wird dennoch sehr fesselnd erzählt. Es gibt einen blutigen Rachefeldzug, der meiner Ansicht nach genau im richtigen Maß gewählt wurde, die Polizei hat Dreck am Stecken und das Tempo zum Ende hin wird stetig erhöht.

    Insgesamt ist „Die Saat des Killers“ ein großartiger Roman, für Cleave aber mit wenig Thrill, in dem der Autor jedoch neue Facetten zeigt. Rahmenthema und Handlung haben mich fasziniert, daher ist es ein Thriller, den ich durchaus empfehlen kann.

    Kommentare: 3
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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 3 Monaten
    Ein mitreißender Thriller

    Stell dir vor, du bekommst ein Herz transplantiert, und hast danach ständig Lust auf ein Bier, obwohl du vor der Transplantation keinen Alkohol getrunken hast. Oder du bekommst eine neue Niere und willst danach Autorennen fahren, obwohl du nie den Führerschein gemacht hast. Es gibt die Theorie, dass in Körperzellen Erinnerungen gespeichert werden können. Die Theorie ist umstritten – aber nicht in der Welt der Literatur, denn Paul Cleave hat die Theorie zur Grundlage seines neuestem Buch gemacht.

    Joshua ist 16 und geht auf eine Blindenschule. Sein Leben ist schwarz und das ist auch methaphorisch gemeint – denn er glaubt, dass seine Familie unter einen Fluch leidet. Seine Eltern sind beide tot, deshalb wohnt er bei seiner Tante und seinem Onkel. Da seine Eltern schon sehr lange tot sind, nennt er sie Mom und Dad. Doch jetzt schlägt der Familienfluch wieder zu und macht ihn abermals zum Halbwaisen – doch diesmal hinterlässt ihm sein zweiter etwas; nämlich seine Augen. Und so erfährt Joshua endlich, wie seine Mutter aussieht, wie Farben aussehen, er lernt lesen und will bald Autofahren lernen – doch er hat merkwürdige Träume und weiß nicht, was er davon halten, wie er damit umgehen soll.

    Zum zweiten Mal nach „Zerschnitten“ wählt Paul Cleave ein medizinisches Thema. Im Mittelpunkt des Buches steht das zelluläre Gedächtnis, das medizinisch umstritten ist. Das bestätigt auch der Wikipedia-Eintrag darüber, der sehr kurz ist. Dass in dem Buch Augen transplantiert werden und blinde Menschen sehend machen, führt uns dann vollends in die Welt der Fabelwesen, denn zum Thema Augentransplantation gibt Google nichts her. Aber die Idee an sich und die Umsetzung ist grandios. Alleine wie Cleave den Protagonisten Joshua beschreibt, wenn er vom Blinden zum Sehenden wird, wirkt grandios recherchiert. Wenn er beschreibt, wie Joshua plötzlich nicht mehr nur von Formen und Gerüchen träumt, sondern von Menschen, Farben, Gegenständen – oder wie er das Fernsehen entdeckt und die Hörbücher links liegen lässt; da kann einem schon die Gänsehaut kommen, weil allein die Vorstellung, dass es so etwas geben könnte, wunderschön ist.

    Zunächst lässt sich Cleave etwas Zeit mit dem Aufbau, führt neben Joshua unter anderem noch den Antagonisten Vincent ein, der der beste Freund von Simon Bower war, der nun tot ist – getötet von Joshuas Onkel-Vater Ben. Vincent heckt nun einen Plan aus, wie er nach dessen Leben trachten könnte. Das ist anfangs etwas zäh, weil Vincent davor das Leben von Simon aufarbeiten muss und dabei merkt, dass dieser ein ziemlich böser Bube war, was Vincent nicht klar war – aber nach ein paar Kapitel liest sich das Buch ziemlich flüssig und es macht ziemlich Spaß. Später stößt dann noch Olilia zum restlichen Ensemble hinzu, die sich wirklich sehr rührend Joshua – oder wie sie ihn nennt: „Junge, der früher mal blind war“ – annimmt.

    Gegen Ende gibt es dann eine Sequenz, bei der ich fünf Minuten Abstand vom Buch brauchte, weil sie einerseits so schrecklich ist, und andererseits, weil es das, was darin passiert, wirklich geben könnte. Da kann man schon mal anfangen, an der Menschheit zu zweifeln. Und eigentlich wäre das für mich das perfekte Ende gewesen, denn das hätte – vermutlich nicht nur bei mir – einen enormen Nachhall hinterlassen.

    Aber es geht weiter und damit verschlimmbessert Cleave das Ende leider etwas. Beim Showdown tritt der Protagonist für meine Begriffe für einen 16-jährigen viel zu souverän auf und auch generell übertreibt es Cleave etwas. Dazu kommt, dass man von ein paar Figuren nach dem Showdown überhaupt nicht mehr erfährt, was aus ihnen wurde – das macht die sonst wirklich großartige Geschichte leider etwas madig.

    Tl;dr: „Die Saat des Killers“ von Paul Cleave ist ein mitreißender Thriller über ein strittiges medizinisches Thema und der Frage, ob in menschlichen Zellen Erinnerungen gespeichert werden können. Der Autor beantwortet diese sehr deutlich anhand eines grundsympathischen Protagonisten, der nach einer Augentransplantation zum ersten Mal sehen kann. Hintenraus übertreibt es Cleave allerdings etwas und macht die sonst großartige Geschichte leider etwas kaputt.

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 3 Monaten
    Zelluläres Gedächtnis

    Inhalt:
    Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …

    Meine Meinung:
    Nach "Der Fünf-Minuten-Killer", "Der siebte Tod" und "Das Haus des Todes" war ich vom inhaltlichen und sprachlichen Können des Autors schlichtweg überzeugt.

    Dies ist Paul Cleave nun auch mit seinem neusten Werk "Die Saat des Killers" gelungen.

    In dem Buch geht es um eine Verbindung, die so nie hergestellt werden wollte und sich leider auch nicht so schnell wieder rückgängig machen lässt.

    Hauptsächich begleiten wir in dem Buch Joshua. Joshuas Vater kommt bei einem Polizeieinsatz ums Leben und sein Wunsch war es, dass im Todesfall sein blinder Sohn Joshua seine Augen transplantiert bekommt.

    "Als er auf den Boden aufschlägt, hört er nicht mehr, wie ihm sämtliche Knochen zersplittern. Fühlt nicht mehr, wie ihm die Wirbelsäule oder das Genick bricht. Er fühlt gar nichts mehr." (ZITAT)

    Als Joshua mit den neuen Augen aufwacht ist er zunächst vollkommen fasziniert von der Welt, die er nun sehen kann.

    Eine gute Tat, die ins Negative umschlägt. Träume, die alles verändern. Erinnerungen, die nicht die eigenen sind.

    Der Nervenkitzel kommt nicht zu kurz.
    Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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    LaDanyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Realismus in allen Ehren aber
    Realismus in allen Ehren aber

    hier leidet die Spannung an doch zu vielen Erklärungen und Fakten. Die Basis ist jedoch gut und sollte es eine Fortsetzung geben würde ich diese auch gerne lesen.

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    lauravonedens avatar
    lauravonedenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und gespickt mit wissenschaftlichen Infos
    Ein Thriller voller Spannung

    Paul Cleave ist ein mir bisher unbekannter Autor aus Neuseeland. Er hat bereits viele erfolgreiche Thriller auf den Markt gebracht und als ich nun über sein neuestes Werk „Die Saat des Killers“ stolperte, wunderte ich mich ein wenig, dass seine Bücher scheinbar so sehr an mir vorbei gegangen sind. Es wurde also Zeit, ein Werk von ihm zu testen!

    In „Die Saat des Killers“ begleiten wir hauptsächlich Joshua. Joshuas Vater kommt bei einem Polizeieinsatz ums Leben und sein größter Wunsch war es, dass im Todesfall sein blinder Sohn Joshua seine Augen transplantiert bekommt. Als Joshua mit den neuen Augen aufwacht ist er zunächst vollkommen fasziniert von der Welt, die er nun sehen kann. Doch schon bald beginnt Joshua Dinge zu sehen, und weiß Sachen, die er gar nicht wissen könnte. Hat er mit den Augen seines Vaters auch ein Stück seiner Erinnerung transplantiert bekommen? Doch leider stellt sich auch bald heraus, dass mit seinen Augen irgendetwas nicht stimmt…

    Zunächst habe ich aufgrund der Beschreibung geglaubt, dass das Buch ein wenig ins mystische und übernatürliche Genre abdriften könnte, jedoch wurde hier stattdessen mit äußerst interessanten wissenschaftlichen Theorien gespielt, so dass es für alles eine „natürliche“ Begründung gab.

    Der Einstieg ins das Buch war zunächst etwas holprig, denn ich hatte erwartet, aus der Sicht von Joshua zu lesen. Das machen wir auch hauptsächlich, doch wir lesen immer wieder aus der Sicht von anderen Personen und haben auch so gestartet. In diesen Wechsel kommt man jedoch recht gut rein nach ein paar Seiten und auch der wichtige Personenkreis hält sich in Grenzen. Insgesamt liest sich die Story sehr flüssig, denn der Autor verwendet eine sehr eingängige Sprache und versteht es mit der Spannung zu spielen.

    Es war schön Joshua dabei zu begleiten, wie er langsam seine Welt erforscht, nachdem er endlich sehen kann. Er hat sich fast ein bisschen schnell an all die neuen Eindrücke gewöhnt, so dass seine neue Sehkraft schnell alltäglich wurde.

    Die eigentliche Geschichte um die Augen steht jedoch nicht alleine. Bedingt durch die Transplantation setzen sich Dinge in Bewegung, die wohl keiner geahnt hat. Joshua beginnt also auf eigene Faust zu ermitteln und ist bald mitten drin. Wie bereits erwähnt lesen wir auch viel aus der Sicht von anderen Personen, was wirklich sehr gut zur Geschichte gepasst und Spaß gemacht hat.

    Für mich ist es also definitiv nicht der letzte Thriller, den ich von Paul Cleave gelesen haben werde.

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    HibiscusFlowers avatar
    HibiscusFlowervor 3 Monaten
    Begleiterscheinungen anderer Art

    Klappentext des Verlages:
    Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …

    "Dein Vater, war er ein guter Detective?" - "Ja." - "Und du hast jetzt seine Augen,...wie wär´s, wenn du sie dann so benutzt wie er? Um zu ermitteln?"
    (S. 363)

    Auch wenn der Klappentext das Geschehen schon zusammenfasst und sehr früh erahnen, was da schiefgelaufen ist, vermag das Buch durch seine Entwicklungen sowie Verwicklungen und der mit dem Thema Transplantation verbundenen Theorie eines zellulären Gedächtnisses auf seine Art zu fesseln.
    Paul Cleave macht sich dieser Möglichkeit zu Nutze, dehnt sie aus und bietet dadurch einen abscheulichen Blick auf noch abscheulichere Taten, die nicht nur seinen Protagonisten Joshua an seine Grenzen treiben.

    Und so präsentiert der Autor den LeserInnen nicht nur ausschließlich blutige Handlungen, sondern lässt diese - Interesse ist natürlich vorausgesetzt - sich mit der Thematik Organtransplantation und dem (umstrittenen) Gedächtnis der Zellen auseinandersetzen. Mir jedenfalls erging es so, was für mich aus diesem Thriller mehr als ein Habe-ich-gelesen-Buch macht und der mich trotz fiktiver Freiheiten durch seine interessant ausgearbeiteten Charaktere und dem flüssigen Schreibstil gut unterhalten konnte.

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    JessHouvens avatar
    JessHouvenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnder Thriller mit interessanten, eingewebten Themen. Absolut empfehlenswert.
    Höllische Transplantation

    Klappentext:
    Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …


    Meine Meinung:
    Paul Cleave ist ein unfassbar guter Thriller gelungen, der den Leser nicht nur in den Bann zieht, sondern nebenbei noch ein paar sehr gute Themen aufgreift.

    Wie beeinflusst eine Organtransplantation das Verhalten des Patienten? Übernehmen sie Eigenarten, Meinungen, Bedürfnisse des Spenders? Die wissenschaftlichen Meinungen über das „zelluläre Gedächtnis“ gehen auseinander und Cleave hat sich die Freiheit genommen, die Überlegung weit auszudehnen. Damit passt es jedoch perfekt in das Bild eines Thrillers.

    Selbst die Grenzen, denen Polizisten (und auch der einfache Bürger) tagtäglich gegenüber stehen, werden beleuchtet. Handle ich nach Vorschrift, gefährde dadurch jedoch Menschenleben? Oder übergehe ich die Regeln, um Menschen zu retten?

    Die Figuren setzen sich damit auseinander, es zerreißt sie fast, weil sie beide Seiten verstehen können. Gerade das gibt den Charakteren und dem Buch einen Tiefgang, der während des Lesens immer angenehm bleibt und nicht überladen wirkt. Andere Bücher rutschen dabei schon einmal leicht ins Belehrende.

    Das Buch ist absolut empfehlenswert. Angenehmer, flüssiger Schreibstil gepaart mit einer mitreißenden Story führt dazu, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.

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    Schurkenblogs avatar
    Schurkenblogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sadistischer Mainstream-Thrill mit kritischen Extras! Lesenswert!
    Sadistischer Mainstream-Thrill mit kritischen Extras!

    Detective Inspector Mitchell Logan wird bei einem Einsatz getötet. Seine Augen spendet er seinem 16jährigen blinden Sohn Joshua. Mitchell konnte nicht wissen, was er mit dieser Spende seinem Sohn antut. Denn Joshua erhält durch die Spende nicht nur das Augenlicht wieder, sondern auch Träume und Erinnerungen, die eindeutig nicht dem Jungen gehören. Zelluläres Gedächtnis nennt man diesen unerforschten Bereich, der, dank Cleave, richtig erschreckend werden kann.

    Ein ganz großes Sonderpaket steckt in diesem Thriller. Es geht nicht nur um Organspenden, sondern auch um die Frage, ob es zelluläres Gedächtnis wirklich gibt und wenn ja, welche unabsehbaren Folgen das haben kann. Natürlich hat Paul Cleave diese Idee ans Limit geschrieben, denn was passiert, wenn Organspenden von Mördern transplantiert werden und damit auch Erinnerungen, Neigungen, Träume?
    Es geht auch um Rache, Selbstjustiz, vermeintlich ausgleichende Gerechtigkeit. Denn oft stehen hinter guten Taten böse Handlungen. Und Cleave kann wirklich böse schreiben, wir wir aus anderen Thrillern schon wissen.
    Es wäre auch kein Cleave-Thriller, wenn es gegen Ende nicht richtig sadistisch zur Sache geht. Bis kurz vor dem Ende könnte man den Thriller wirklich jedem Leser in die Hand drücken. Verhältnismäßig harmlos liest sich die Geschichte um Joshua, eher bedrückend, denn Joshua scheint mit seiner Annahme eines Familienfluchs wirklich gar nicht weit weg zu liegen. Der Junge hat es einfach schwer. Und verdammt viel Pech.
    Aber gegen Ende drückt Cleave nochmals auf die Tube, verspritzt sadistische Fantasien und lässt natürlich mehr als eine böse Figur auf der Bildfläche erscheinen, sodass man als Leser schon etwas abgehärtet sein sollte.

    Den Mix finde ich gut. Sadistischer Mainstream-Thrill mit viel kritischen Hinterfragen in Bezug auf Organspende, die Einteilung der Menschen in gut und böse, Freundschaften, die zerbrechen, aber auch den Weg eines Blinden zum Sehenden. All das hat er gut verpackt und liest sich interessant. Nur Herr Cleave, einen Hinweis möchte ich hinterlassen: Organe kann man von Toten auch heute noch nicht transplantieren, dazu muss der Körper noch am Leben sein bzw. erhalten werden.

    Ein wirklich guter Thriller, mehr als nur Unterhaltung, und auch wenn am Ende dann doch Cleaves Fantasie ihre Grenzen sprengt, absolut lesenswert.

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    CorneliaPs avatar
    CorneliaPvor einem Monat
    Kurzmeinung: interessantes Thema - zelluläres Gedächtnis, das eine völlig neue Person, die ein wichtige Rolle spielt, erst kurz vor Ende auftaucht doof
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