Paul Collier Der hungrige Planet

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Inhaltsangabe zu „Der hungrige Planet“ von Paul Collier

Unbequeme Thesen, die für eine intensive Debatte sorgen Wir leben auf einem hungrigen Planeten – hungrig nach Rohstoffen für ein ständiges Wirtschaftswachstum und hungrig nach Nahrungsmitteln für die wachsende Weltbevölkerung. Klimaerwärmung und Raubbau an der Natur zerstören unsere Lebensgrundlagen. Paul Collier fragt nach dem vermeintlich unüberbrückbaren Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie und zeigt, wie wir den Hunger nach Wachstum stillen können, ohne unseren Planeten auszuplündern. In seinem neuen Werk widmet sich Paul Collier einem Gefahrenherd, der den gesamten Planeten bedroht: dem Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen. Unter unserem verschwenderischen Umgang mit Rohstoffen leiden vor allem die Entwicklungsländer, denn von Umweltzerstörung, Nahrungsmittelkrisen und Klimawandel sind sie besonders stark betroffen. Wie ist es möglich, den ärmsten Ländern zu helfen, die ständig wachsende Weltbevölkerung zu versorgen und unsere Lebensgrundlagen dennoch zu schützen? Paul Collier zeigt neue Wege, wie wir unsere ökologischen und ökonomischen Interessen in Einklang bringen können. Denn nur wenn wir die Nutzung der natürlichen Ressourcen regulieren und uns technischen Innovationen nicht verschließen, werden die Länder der untersten Milliarde der Armut entkommen und auch in den Industrieländern Wohlstand und Umwelt bewahrt.

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  • Rezension zu "Der hungrige Planet" von Paul Collier

    Der hungrige Planet
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. July 2011 um 10:16

    In seinem vielbeachteten Buch „Die unterste Milliarde“ hat Paul Collier, der als einer der führenden Experten für afrikanische Wirtschaft und die Ökonomie der Entwicklungsländer gilt , gezeigt, dass man die Welt in sechs Teile aufteilen kann, wenn man etwas verstehen will von dem Zusammenhang zwischen Entwicklung und Armut und Hunger. Das erste Sechstel von Ländern, darunter natürlich Deutschland, lebt im Wohlstand und ganz überwiegend im Westen. Das zweite bis fünfte Sechstel besteht aus jenen Entwicklungsländern, angefangen bei den BRIC-Staaten, bis hin zu anderen, die, bei allen Unterschieden, langsam, aber stetig ihren Wohlstand vermehren, mit deren ökonomischer und sozialer Lage es aufwärts geht. Das letzte Sechstel besteht nach Collier, einem ehemaligen leitenden Mitarbeiter der Weltbank, aus jenen ungefähr 50 Ländern, die sozusagen in der Falle sitzen. In diesen Ländern leben die ärmsten Menschen der Erde - die unterste Milliarde. Er hoffte damals seine Leser von drei Positionen zu überzeugen, die neu sind und zeigen, wie das Denken sich wandeln muss. Die erste ist die Einsicht, dass das Problem der untersten Milliarde angepackt werden muss. Zweitens ist es die Einsicht, dass Politik in den ärmsten Ländern nicht "der nüchterne und geregelte Prozess der reichen Demokratien, sondern ein gefährliches Ringen zwischen moralischen Extremen" ist. "Der Kampf um die Zukunft der untersten Milliarde findet nicht zwischen einer bösen reichen und einer edlen armen Welt statt", sondern "innerhalb der Gesellschaften der untersten Milliarde." Drittens postuliert Collier, dass wir im Westen den Zuschauerstatus aufgeben müssen. "Unsere Unterstützung für den Wandel kann entscheidend sein." Er fordert neue Instrumente der Handelspolitik, Sicherheitsstrategien, Änderungen unserer Gesetze und neue internationale Charts. Ziele einschränken und Instrumente erweitern ist das Credo eines Buches, das für radikale Globalisierungsgegner wie für neoliberale Freihandelsoptimisten gleichermaßen unbequem ist. Für einen solchen Wandel aber ist ein komplettes Umdenken nötig, denn der Raubbau an den natürlichen Ressourcen bedroht zuerst die armen Länder. Sie werden von Umweltzerstörung, Nahrungsmittelkrisen und dem Klimawandel am stärksten betroffen. Doch ist es überhaupt möglich, so fragt Collier in seinem neuen Buch „Der hungrige Planet“, erschienen bei Siedler, den ärmsten Ländern zu helfen, wie er es in seinem letzten Buch forderte, die permanent wachsende Weltbevölkerung zu versorgen mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen und gleichzeitig unsere eigenen Lebensgrundlagen zu schützen ? Paul Collier sagt: ja, das geht. Aber es ist eine neue ethische Grundlage notwendig für die Nutzung unserer Rohstoffe. Wir müssen lernen, in der Natur etwas anderes zu sehen als nur eine Ressource oder Fabrik. Wir müssen die Ausbeutung der Rohstoffe regulieren und uns gleichzeitig technischen Innovationen nicht verschließen. So kann nach Collier der Spagat gelingen, nicht nur die Länder der untersten Milliarde vor der Armut zu schützen, sondern auch den Wohlstand und die Umwelt der Industrienationen für die kommenden Generationen zu bewahren. Collier ist optimistisch, dass dies gelingen kann: „Das Zeitalter des billigen Überflusses der Natur ist vorbei. Nun müssen wir gemeinsame Regeln für ein Zeitalter aufstellen, in dem die Natur wertvoll ist. Die Frage ist nicht, ob die Bürger Chinas und anderer Länder die Macht haben werden, ihre Regierungen zu disziplinieren; die Bürgermacht wird unaufhaltsam sein. Wenn Menschen eine gemeinsame Verantwortung für die Natur akzeptieren, müssen Regierungen sie umsetzen. Aber jede Macht ist nur so gut wie das ihr zugrunde liegende Prinzip. Genau wie die Bürger der reichen Länder durch eine verführerische Agenda der Romantik irregeführt worden sind, werden Sirenengesänge unterschiedlicher Art die Bürger der Schwellenländer in Versuchung führen. Diese Sirenengesänge werden nicht die des romantischen Umweltschutzes sein, sondern die des romantischen Nationalismus. Was uns bevorsteht, ist ein Kampf zwischen der Ethik der Bewahrung und den Verlockungen des nationalen Egoismus. Sie und ich werden an diesem Kampf beteiligt sein: durch unsere Ohren und unsere Stimme.“ Ein großes, hoffnungsvolles naturphilosophisches und ethisches Werk. Dennoch wird sein Ruf verhallen, wenn er nicht auch von denen gehört und umgesetzt wird, die die Entscheidungen treffen auf dieser Welt und noch nicht mal in der Lage sind, beim Thema des Klimaschutzes auch nur einen erwähnenswerten Fortschritt zu erzielen.

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